 World-SF Convention 1957
Durch frevelhafte neue Uni-Studentenpläne müssen wir eventuell unseren Sendeplan leicht ändern, bitte achten sie auf die Hinweise.
Leo und Alex waren auf dem Buchmesse Convent, erzählen über die Podiumsdiskussion dort, machen sich Gedanken über das literarische Fandom im 21. Jahrhundert und referenzieren häufiger eine geheimnisvollen Herrn.
GGG Alex: Eobal – Dirk van den Boom, Bloodgroup, Borgia
GGG Leo: Firefly: The official Companion, Van Canto, Heim Herd Hund-Trailer
Mit Steampunk ist es wie mit EuroBonds: Alle reden davon, aber keiner weiß, was es ist.
Mit diesen Worten leitet Oliver Hoffmann seinen Rant “Love the Machine, hate the Factory oder: Das Kreuz mit dem Steampunk” ein, in dem er die aktuelle Situation des literarischen Steampunks in Deutschland sehr treffend beschreibt.
Die großen Verlage, die verzweifelt das “next big thing” suchen und dabei ohne Kompetenz Buzz Words auf jedes Buch kleben, in der Hoffnung beim Start der Steampunk-Welle in Deutschland ein eigenes Programm am Start zu haben, prägen das Bild der deutschen Steampunk-Veröffentlichungen.
Aber Verlage kämpfen nicht nur mit mangelnder Fachkompetenz im fantastischen Genre, auch die neuen Medien(1) machen ihn schwer zu schaffen. Sei es im Bereich von eBooks, aber auch im Umgang mit diesen Online-Medien allgemein. Preseverteiler oder Rezensionsexemplare sind zu 95% den Printmedien vorbehalten. Da landen sie zwar meist in der Tonne, aber das hat man ja schon immer so gemacht und das kennt auch der Chef der Marketing-Abteilung. Wenn denn dann doch mal eine Rezension erscheint, kann man sie ihm nämlich faxen.
Aber geben wir die Hoffnung nicht auf. Vor zwei Jahren wollte kein großer Verlag etwas von Steampunk auf der Buchmesse wissen. Mittlerweile stochern sie im Nebel umher [...]
Herr Tom Orgel, Mitwirkender des faszinierenden Dauerläufers Steamtown(1), macht sich in seinem Blog Schreibblockade sehr interessante Gedanken über Steampunk in Deutschland, insbesondere über den deutschen Büchermarkt und setzt damit die indirekt Artikel der letzten Woche fort.
Im Ernst – das Thema [Steampunk] beschäftigt mich gerade wieder. Seit der Buchmesse eigentlich beinahe täglich.
Ja, in Ordnung, es gibt noch keinen Trend dahin, keinen Boom.
Zumindest nicht in Deutschland. Was übrigens, seien wir ehrlich, ein wenig unserer Geschichte geschuldet ist:(…)
Steampunk unter Volldampf
(1) Wer Steamtown noch nicht kennt: Der Besuch wird dringend empfohlen!
Fast parallel mit unserem Artikel über die Situation des Steampunk Genres am deutschen Büchermarkt, stellt auch das Börsenblatt (das Magazin des deutschen Buchhandels) in ihrem Spezial zur Buchmesse fest, dass es eine Sehnsucht nach dampfbetriebenen Abenteuern gibt.
Steampunk ist nicht nur ein Genre, es ist ein Lebensgefühl – es ist die nostalgische Sehnsucht nach dem, was uns aus der Vergangenheit bewahrenswert erscheint und die Lust am Spiel mit der Phantasie. Genau das Richtige für Freunde von packender Abenteuerliteratur. Und grandios für Büchertische mit rotem Plüsch und ziemlich viel Messing.
via Feder & Schwert, die in dem Artikel auch zu Wort kommen.
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