Aurelio Voltaire wieder auf Deutschland Tour

© Aurelio Voltaire Hernandez

„It’s so easy when you’re evil“ hat Aurelio Voltaire, US-Amerikaner mit Kubanischen Wurzeln, bereits vor Jahren festgestellt. Aber so abgrundtief böse ist er dann in Wirklichkeit doch nicht, mit einer guten Portion Humor der schwärzesten Sorte und einfühlsamen Liedern hat sich Voltaire nicht nur in die Herzen der Goth-Gemeinde gespielt; nein, mit seinem Programm begeistert er Geeks und Fans auf den größten Conventions (Goth, Steampunk, SciFi, Fantasy, Comics, Cosplay, etc) rund um den Globus.

Seine Lieder handeln von Liebe, Unterdrückung, Schmerz und Wut, von Leichen und Zombies, die einen doch immer wieder zum Lachen und Mitsingen bringen. Und auch Steampunk-Themen tauchen immer wieder auf, wie z.B. im Album „Riding a black unicorn“, wenn er die irrwitzige Geschichte vom „Mechanical girl“ erzählt.

Außerdem ist Voltaire Autor verschiedener Goth-Ratgeber, Comics und Jugendbücher, Schauspieler, Spielzeugdesigner und „Trickfilmkünstler“, wie er selber immer wieder betont.  In seinem Youtube-Kanal hat er unter anderem eine Webserie für Gothics („Gothic homemaking“)  und eine Ratgeber-Reihe für angehende Rock Stars gestartet: „The future Rock Star’s Handbook“.

Mittlerweile kann der Künstler auf zehn veröffentliche Alben zurückblicken und auf dieser Tour wird es in Leipzig eine Release-Party zu einem „Best of“-Album […]

Zombies, Zahnrad und Zylinder - der etwas andere Steampunk LARP

„Wir schreiben das Jahr 2017 anno Domini. Manche im Deutschen Kaiserreich nennen es auch das „Jahr 90 nach Ende des großen Zombiekrieges“. Frau Wilhelmine Wohlgemuth und Graf Holger von den Driesch laden zur 90-Jahrfeier der Beendigung des grossen Zombiekrieges ein…
In der historischen Ludwigsvorfeste (89231 Neu-Ulm, Wileystraße 21), welche während des großen Zombiekrieges eine bedeutende Rolle spielte, finden wir einen würdigen Rahmen, in dem wir uns treffen können, um den Jahrestag würdig zu begehen.“

So beginnt der Einladungstext zu einer ungewöhnlichen LARP-Veranstaltung, ein Crossover aus Steampunk- und Zombie-Genre: „Zombies, Zahnrad und Zylinder“. Diese findet am 07./08. Juli 2017 in Neu-Ulm statt.

Organisiert wird das ganze von der „Game over LARP“ Orga, die aus einem neunköpfigen Team besteht. Für das vorliegende Interview haben uns Holger und Bianca von der Head-Orga freundlicherweise einige Fragen beantwortet.
Holger ist seit vielen Jahren begeisterter Rollenspieler und Mittelalterdarsteller. Die meisten im LARP kennen ihn von Endzeit und Zombieapokalypse-Cons. Bianca ist ebenfalls seit vielen Jahren begeisterte Pen-and-Paper-Rollenspielerin und  Mittelalterdarstellerin. Im Steampunk ist sie bereits seit einigen Jahren aktiv. Zum LARP kam sie durch einen Firefly-Con und als Mitorganisatorin des  ersten Game Over.

copyright: Game over LARP Orga

Steampunk ist ja an sich schon eher ein Nischengenre im LARP. Ihr kombiniert dies in […]

Steampunk Kurzfilme

Steampunkfilme und -Serien sind relativ rar, verglichen mit anderen Genres.  Auch wenn es hier und da bereits einige Hollywood- oder auch andere Großproduktionen mit Steampunk- oder Dieselpunk-Elementen gibt, ist es doch eher ein Nischengenre, an dem sich große Filmstudios nur selten versuchen.

Allerdings existieren mittlerweile eine ganze Reihe an Independant-Steampunk-Kurzfilmen und auch Webserien, die von engagierten und kreativen Filmemachern kreiert wurden und werden, oft unterstützt von Steampunks, z.B. als Crowdfunder oder auch als Komparsen.

Eine kleine Auswahl solcher Filme möchten wir heute vorstellen. In diesem Beitrag geht es übrigens ausschließlich um englisch- oder deutschsprachige Realverfilmungen, da sich mit Steampunk-Animationsfilmen ein eigener Beitrag füllen lässt.

Aurora

Gewinner in der Kategorie „Bester Action/Abenteuer-Film“
beim Comic Con International Independent Film Festival 2013.

Nachdem seine Frau von einer Gruppe Sklavenhändlern entführt wird, kämpft der Kapitän des Luftschiffes „Aurora“ mit allen Mitteln darum, sie zu befreien. Dieser Film wurde mit einem Budget von 1800 $ über dreieinhalb Jahre gedreht, mit einem Team von über 100 Personen.

Heute ist noch kein Amt
Eine deutsche Webserie, die auf Anja Bagus‘ Aetherwelt-Romanen basiert:
Willkommen im Amt für Aetherangelegenheiten!

Space: 1889
Dieser deutschsprachige Film ist eher als längerer Trailer oder Demo zu sehen für einen Film,
der zu […]

Rezension: Die Grüne Fee - Geschichten aus Eis und Dampf

Das Sprichwort sagt: „Beurteile nie ein Buch nach seinem Umschlag.“ Im übertragenen Sinne ist dies gewiss ein guter Ratschlag. Hält man jedoch die „Grüne Fee – Geschichten aus Eis und Dampf“ in den Händen, so kommt man nicht daran vorbei, das Werk mit allen Sinnen, genauer gesagt, zu aller erst mit den Augen zu bewerten. Dass genau dies auch die Intension der Herausgeber des kleinen DIN A5 Softcoverheftes in Groschenromanoptik war, erkennt der Leser bereits beim ersten neugierigen Durchblättern und Schmökern: Nicht nur das Format, auch das griffige Papier im Inneren des Heftes, welche die ersten ursprünglichen Pulp-Magazinen ihren Namen verdankten, verleihen dem Heft den Charme eines Heftromans aus dem nahe gelegenen Zeitungskiosk an der Ecke. Sowohl der Einband als auch die Innenseiten sind graphisch künstlich gealtert und verleihen den Eindruck, dass das Heft schon bereits durch zahllose Hände gereicht oder eilig in die Tasche gestopft wurde. Handschriftliche Widmungen, Anmerkungen, Korrekturen und eilig geschriebene Randnotizen, verleihen dem Heft eine romantische „Abgetragenheit“ und eine Geschichte in mitten der Geschichten. Der Leser wird eingeladen, sich seine eigenen Vorstellungen zu machen, welche Wege das Heft bisher genommen hat, welche Personen es begleitet haben musste, um schließlich zu seinem aktuellen Besitzer zu gelangen. Vielleicht […]

Steampunk vs. Endzeit

Trafen sich ein paar Steampunks und Ödländer und stellten fest: Der größte Unterschied zwischen beiden Gruppen ist nur die Anzahl an Löchern und Dreck in der Klamotte… So geschehen auf der FaRK, dem großen Fantasie- und Rollenspiel-Konvent in Reden. Wie gelangt man zu so einer Einschätzung? Gedanklich bekommt man Queen Victoria und Max Rockatansky schließlich nur schwer unter einen Hut. Aber man wird sowohl Steampunk als auch Endzeit nicht gerecht, wenn man nur die dominanten Stile beider Genres betrachtet. Denn in den verschiedenen Ausprägungen von Steampunk und Endzeit findet man tatsächlich einige Gemeinsamkeiten. Machen wir uns also auf die Suche nach den verbindenden Elementen.

Der größte gemeinsame Nenner lässt sich leicht finden. Vertretet beider Gruppen sind in der Regel auch immer Maker bzw. DIY- Künstler. Beide Schneidern, Schmieden, Färben, Basteln was das Zeug hält, und müssen dabei nicht selten komplexe Probleme Lösen. Oft bauen sie sich eigene Werkzeuge und Hilfsmittel, oder machen sogar kleine Erfindungen. Das haben sie allerdings auch mit den meisten anderen kreativen Subkulturen gemeinsam.

Repurposing & Hacking. Zwei Schlagworte die sich Steampunk ganz groß auf die Fahnen schreibt. Das Wiederverwenden (Repurpose), Umbauen und Zweckentfremden (Hacking im Wortsinne) ist im Steampunk ein grundlegender, […]

Ein Radio-Interview & Musik von und mit der Steampunk Band Drachenflug

Der Hamburger Autor Marco Ansing hat kürzlich mit der Steampunk Band Drachenflug
ein Interview für den Sender TIDE und der Sendung „Hörspielerei“ gemacht. Evie ex Machina und Michael Freiherr von Dunkelfels von Drachenflug erklären, was Steampunk auszeichnet und stellen
ihr Album „Rendezvous beim Aethercircus“ vor – welches nicht nur Lieder, sondern auch Hörspielpassagen enthält, welche Marco Ansing geschrieben und produziert hat. Außerdem erzählen die beiden „Drachenflieger“ vom Steampunk Festival Aethercircus, welches am kommenden Wochenende zum vierten Mal stattfindet.
Teil 1 des Interviews können Sie nun auf Mixcloud hören. Bitte drücken Sie einfach auf die dreieckige Abspieltaste in der Abbildung. Teil 2 des Interviews gibt es bald ebenfalls dort
und heute schon um 22 Uhr live auf TIDE: http://www.tidenet.de/radio

 

Rezension: Stationen - ein Lebenslauf von Eusebius van den Boom

Eusebius van den Boom ist das Steampunk-Alter-Ego von Uwe Kurz, Jahrgang 1961. Der selbstständige akademische Sprachtherapeut aus Duisburg ist  vielseitig interessiert. Er sammelt Uhren, malt, fotografiert, liest und schreibt, wenn er nicht gerade obskure Steampunk-Gerätschaften anfertigt, die man in seinem Steampunk Archiv bewundern kann.

copyright: Edition Roter Drache

Jetzt hat Eusebius van den Boom mit „Stationen – ein Lebenslauf“ eine fiktive Steampunk-Autobiographie veröffentlicht, im Format von 24 Kurzgeschichten. Wie bei einer Autobiographie üblig, verwendet er die Perspektive des Ich-Erzählers. Die Geschichten tragen Titel wie „Der Uhrmachergehilfe“, „Der Ahnenforscher“ oder auch „Der Erzähler“. Das erzählerische Format dieses Werkes könnte man auch als experimentell bezeichnen.

Bald zeigt sich, dass diese fiktive Lebensgeschichte sehr bewegt ist. Van den Boom verlässt schon früh die Enge seines recht spießbürgerlichen, stark religiösen Elternhauses in Blankenberge (Westflandern, an der belgischen Nordseeküste) und findet erst Jahre später ein Geheimnis über seinen schon verstorbenen Vater heraus. Seine Lebensreise führt ihn an viele verschiedene Orte, bis hin in die Hansestadt Hamburg und nach Baden-Baden. Er versucht sich in vielen verschiedenen Berufen, zeigt sich als wissbegierig und vielseitig talentiert. Insbesondere das Erfinden von interessanten Gerätschaften bereitet dem Helden dieser Biographie große Freude. Doch auch das Fabulieren von Geschichten ist ein Steckenpferd van […]

Dampfmaschinen und rauchende Colts - eine Steampunk-Western-Anthologie

Steampunk im Wilden Westen, das ist ja an sich nichts Neues.
Originell ist allerdings das Konzept dieser 2015 vom Deutschen-Phantastik-Preis nominierten Kurzgeschichtensammlung. Denn in „Dampfmaschinen und rauchende Colts“ erzählen elf Autorinnen und Autoren in 13 Kurzgeschichten eine große zusammenhängende Geschichte, beleuchtet aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln.

copyright: Verlag Torsten Low

Ein amerikanischer Wissenschaftler will in der Einöde des Mittleren Westens im Jahr 1876 die vorhersehbaren Energieprobleme der Zukunft lösen. Ihm gelingt eine bahnbrechende Erfindung, doch er wird von Spionen des russischen Zarens beobachtet und schließlich mit einem Luftschiff entführt. Das bleibt nicht unbemerkt und bald schon werden die Entführer von verschiedenen Helden und Antihelden verfolgt, quer durch den Wilden Westen bis hin zum Ozean.

Das liest sich mal bedrohlich („Nebel über der Oakland Bay“ von Chris Schlicht), dann wieder sehr humorvoll (Andrea Bottlingers „Die Crew der Washington“), mal mitreißend-rasant (Marco Ansings „Queen Victoria auf der Rinderzucht“), in klassischer Western-Manier (Vincent Voss‘ „Für eine Handvoll Steam“) und sehr steampunkig (die ebenfalls mit dem deutschen Phantastik Preis nominierte Geschichte „Sea“ von Claudia Toman und Philipp Bobrowski). Trotz der unterschiedlichen Perspektiven und Erzählerstimmen der einzelnen Geschichte ist die übergeordnete Story durchgehend spannend und flüssig erzählt. Ein gelungenes Experiment.

Die Anthologie mit 268 Seiten wurde herausgegeben von Stefan Cernohuby […]

Serientipps für Steampunks - heute: Warehouse 13

„Warehouse 13“ ist eine US-amerikanische Serie, welche sich unter anderem urbaner Legenden bedient und auch an Serien wie „Akte X“ erinnert. Sie lief von 2009 – 2014 auf Syfy,  mit 64 Folgen in 5 Staffeln.

Die Fälle hier drehen sich im wesentlich um – in der Regel magische – Artefakte, welche in unserer Gegenwart in einem geheimen Lagerhaus in der Wüste von South Dakota aufbewahrt werden, dem „Warehouse 13“. Die Artefakte hängen mit bestimmten mythologischen oder historischen Ereignissen oder Personen aus der ganzen Welt zusammen. Diese Geschehnisse, eine besondere Verwendung oder die Weise, in der das jeweilige Objekt hergestellt wurde, führten dann seinen besonderen, magischen Fähigkeiten – die dann gern von anderen Leute missbraucht werden.
Anders als bei dem „wöchentliche Monster“ in anderen Serien geht es hier also um das „wöchentliche Artefakt“, doch natürlich gibt es auch einen Meta-Plot, der sich über mehrere Folgen oder sogar Staffeln hinweg erstreckt.

Die Secret-Service-Agenten Myka Bering und Pete Lattimer sind beide dem Leiter des Warehouse, Artie Nielsen, unterstellt. Sie sind dafür zuständig, die Artefakte zu bewachen, diese wieder zu beschaffen oder auch neu gefundene Artefakte ins Lagerhaus zu überführen. Oftmals geraten sie dabei in Konflikt mit zwielichtigen Gestalten.
Myka handelt in der Regel eher rational-logisch, Pete dagegen […]

Das Debutalbum der Steampunk Stompers: Swamp steam

copyright: Mark Pettey Music

Die Mitglieder der amerikanischen Band „The Steampunk Stompers“ sind alle langjährig erprobte Livemusiker und verfügen über ein breites Repertoire an Instrumenten, darunter Violine, Trompete, Banjo, Ukulele, Gitarre, Tuba, Posaune und eine Eigenkreation namens Steamaphone. Gegründet wurde die fünfköpfige Band aus Florida von Dr. Robere DeGraf (alias Mark Pettey). Ihr Heimatstaat ist ja unter anderem für seine Sümpfe und die dort lebenden Alligatoren bekannt, und dies findet sich auch wieder im Titel des Albums – Swamp („Sumpf“) und im Motiv der Alligator-Silhouette auf dem CD-Cover.
Swamp steam präsentiert 10 überwiegend instrumentale Songs, denen man viele historische Wurzeln deutlich anhört, darunter Ragtime, Swing und Folk.

Der Titelsong „Swamp Steam“ wirkt eher melancholisch, während in anderen Songs eine gehörige Portion Humor zu finden ist, so in „When pigs learn to fly“ („Wenn Schweine fliegen lernen“) mit der Liveatmosphäre eines Pubs, oder auch im Video zu „Chap hop“:

„Hector the hero“ erinnert an schottischen/irischen Folk der epischen Art. Das heitere „A Bale Ndikuwuzeni“ hat Ohrwurm-Potential, ebenso der „Slow Gator Rag“. In „Steampunk Stomp“ wird von den Freuden der Luftschifffahrt berichtet und der „Waltz No. 1“ erinnert mit seinem Akkordeon an traditionelle französische Musik. Die abschließende „Time Lord Suite“ […]

Verlosung und Rezension von Voll Dampf - eine Steampunk-Anthologie

Die Anthologie „Voll Dampf“ ist insgesamt betrachtet sehr actionlastig und spannend. Außerdem stecken die einzelnen Geschichten voller unerwarteter Wendungen.

copyright: Amrun Verlag und Christian Günther

Rezension
Das Vorwort stammt von der Raum-Zeit-Kapelle Drachenflug und wirft einen generellen Blick auf die Steampunk Szene, bevor es sich den Autoren zuwendet, die von allen Künstlern die meiste Freiheit haben, wie der Drachenflieger Freiherr von Dunkelfels feststellt.

Den Auftakt der Anthologie bildet eine ungewöhnlichen Geschichte von einem Bühnenmagier und seinem ganz besonderen Kraken: „Valerius von Arbogast und sein fabelhafter Krakun“ von Thorsten Küper. Hierin taucht nicht nur Charles Darwin, Begründer der Evolutionstheorie, in einem völlig unerwarteten Zusammenhang auch, sondern auch eine andere historische Persönlichkeit, aus der Zunft der Schriftsteller – mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, weil ich sonst spoilern würde.

„Die spektakuläre und heldenmütige Entführung der originalgetreuen Lokomotive Emma“ (Matthias Falke) handelt von einer ganz besonderen Lokomotive in einem Science-Fiction-Setting.

„Mach mal Dampf“ von André Wiesler spielt in einem Kriegszenario, welches an den 1. Weltkrieg erinnert. Der Protagonist, ein deutscher Soldat, wird Zeuge, wie ein gewaltiger französischer Kampfroboter (eine Art Mech, wie man ihn aus „Battletech“ und ähnlichen Szenarien kennt) in die Schlacht eingreift.

„Träum weiter“ (Peter Hohmann) handelt von Preußen im deutschen Kaiserreich, […]

Erstes öffentliches Teeduell in Norddeutschland

Das Tee-Duell ist eine Erfindung englischer Steampunks, bei dem man sich stilvoll und genussvoll mit Tee und Keksen duelliert. Mittlerweile werden sogar Meisterschaften darin ausgetragen, z.B. im Vereinigten Königreich und in Amerika. Die Regeln können Sie hier nachlesen.

Im Rahmen des Steampunk Weihnachtsmarktes in der Goblinstadt Hamburg veranstalteten Herr Arno Nym und ich das erste öffentliche Tee-Duell Norddeutschlands, mit ingesamt 7 Durchgängen.

Hier ein photographischer Bericht.
Die Photographien stellte uns Herr Neudecker freundlicherweise zur Verfügung.

copyright: Norbert Neudecker

Herr Nym und ich erklären die Regeln des Tee-Duells.

copyright: Norbert Neudecker

Herr Nym präsentiert die Waffen, d.h. die Kekse, in diesem Fall weihnachtlichen Spekulatius

copyright: Norbert Neudecker

Mister John Driftwood wählt im ersten Durchgang des Tee-Duells eine Waffe.

copyright: Norbert Neudecker

Auch seine Kontrahentin, Fräulein Dr. Wiba Wer?! wählt eine Waffe.

copyright: Norbert Neudecker

Herr Nym schenkt den Tee ein, einen milden Darjeeling.

Copyright: Norbert Neudecker

Auf das Kommando „Tunken“ werden die Waffen (Kekse) in den Tee getunkt. Es wird bis fünf gezählt.
Dann wird der Keks so langsam und stilvoll wie möglich verspeist.
Fällt ein Keks zurück in die Tasse, wie es Mister Driftwood passierte, so nennt man das einen „Splash“.
Der Duellist gilt dann als […]

Steampunk Weihnachtsmarkt in der Goblinstadt, Hamburg

copyright: Drachenflug music GbR

Seit die Goblins mit ihrem riesigen Erdbohrer durch den Boden von Hamburg Wandsbek zum Tageslicht durchgebrochen sind gucken sie sich auch alles von den Menschen ab…

Anders ausgedrückt: Weihnachten steht wieder fast vor der Tür, und zum 2. Mal öffnet
der Steampunk-indoor-Weihnachtsmarkt in der Goblinstadt in Hamburg-Wandsbek seine Tore.

Hier gibt es Steampunk Kunsthandwerk, z.B. Accessoires, Schmuck, Kleidung…
und das folgende Programm auf der Bühne:

Samstag 12.12.2015

Die Goblinstadt öffnet um 11 Uhr, das Programm beginnt um 15 Uhr

15 Uhr Seifenblasen und Luftballons und Dampfmaschinensteuern für Kinder

16 Uhr Steampunk Percussion Workshop zum mitmachen

17 Uhr Teeduell – mit Sir Elias Ashton und Amalia Zeichnerin

18 Uhr Vortrag und Diskussionsrunde: Was ist Steampunk und warum?

19 Uhr Konzert: Narrenbart

20:15 Uhr Konzert: Drachenflug

21:15 Uhr Konzert: Pangea

23 Uhr Die Goblinstadt schließt

Sonntag, 13.12.2015

Die Goblinstadt öffnet um 11 Uhr, das Programm beginnt um 13 Uhr

13 Uhr Seifenblasen und Luftballons und Dampfmaschinensteuern für Kinder

14 Uhr Steampunk Percussion Workshop zum mitmachen

15 Uhr Tänzerin Desideria

16 Uhr Teeduell – mit Sir Elias Ashton und Amalia Zeichnerin

17 Uhr Musiker von den Schattenwebern, Drachenflug und Freunde spielen gemeinsam Stücke beider Bands, traditionelles und Improvisationen

19 Uhr Die Goblinstadt schließt.

Der Eintritt ist frei und auch fürs leibliche Wohl ist gesorgt. Wer noch nicht genug vom Weihnachtsrummel hat, […]

„Das Getriebe im Sand“ – ein Steampunk Stop-Motion-Kurzfilmprojekt

Der Stop-Motion-Kurzfilm „Das Getriebe im Sand“ erzählt die klassische Geschichte von demjenigen, der den Ast absägt, auf dem er sitzt. Der sozialkritische Film thematisiert Gier und Materialismus ohne Voraussicht, einer Haltung von „Nach mir die Sintflut“.

Es ist ein gemeinschaftliches Projekt von Valentin Felder und Josua Bauer und wurde 2013 erfolgreich finanziert als Crowdfunding-Projekt bei Startnext.

Der Film spielt in einer postapokalytischen Welt, die dominiert ist von den kalten Schlägen Stahls auf Stein, dem Rauch der Maschinen und den Resten vergangener Zivilisationen.
Doch hauptsächlich ist sie Leer, nur angefüllt mit bedrückendem Nebel der einst den Schlöten der Fabrikhallen entwichen ist. In ihrer unersättlichen Gier nach Reichtum und Macht haben die Menschen ihren Planeten bis auf den innersten Kern abgebaut um ihm auch die letzten Rohstoffreserven abzuwringen. Übrig geblieben ist eine einzige, große Metropole die auf einer riesigen Felssäule thront – der letzte Rest eines gigantischen Felsmassivs. In ihrer selbsterschaffenen Abhängigkeit sieht sich die verbliebene Menschheit gezwungen auch diesen letzten Anker, (die Säule) der sie mit dem Leben verbindet, abzubauen. Den Umstand, dass es ihr eigener Untergang sein wird, ignorieren sie zuversichtlich.

Die Geschichte wird aus zwei kontroversen Perspektiven erzählt: Zum Einen aus der eines Menschen und zum Anderen aus der eines Roboters. […]

3. Hamburger Steampunk Picknick - indoor

Ein weiterer Beitrag zu unserer aktuellen Serie Steampunk und Picknicks, diesmal von unserer brandneuen Autorin: Amalia Zeichnerin.

Alle bisherigen Beiträgen finden Sie unter dem Schlagwort Serie: Picknick.

 

Wir, zwei Hamburger Steampunks, hatten in diesem Jahr zum dritten Mal eingeladen zu einem Steampunk Picknick an einem Juli-Sonntag im Hamburger Stadtpark.

Am Tage zuvor gab es übrigens das Schwarze Picknick Hamburg im Jenisch Park, eine Zusammenkunft für Gothics mit schwarzem und/oder historischem Dresscode, bereits zum vierten Mal. Auch dort sind Steampunks gern gesehene Gäste.

Nun ist in der Hansestadt Hamburg immer mal wieder mit Regen zu rechnen – leider keine idealen Voraussetzungen für stilvolle Picknicks mit Kostümen.
Am Samstagmorgen entschieden wir uns daher aufgrund der hohen Regenwahrscheinlichkeit am Sonntag recht kurzfristig für Plan B: Ein Indoor-Picknick in der Mehrzweckhalle einer freikirchlichen Gemeinde. Also tippten wir uns die Finger wund und informierten rasch im Rauchersalon, bei Facebook und per Mail alle Interessenten über die geänderte Location.
Von rund hundert angemeldeten Gästen erschienen dann immerhin noch circa sechzig, die sich auch von Regen und einem improvisierten Picknick mit Tischen und Stühlen in einer Halle nicht abhalten ließen. Steampunk ist eben das, was du draus machst…

Foto: Marie von Wolfshagen

Für Abwechslung sorgten Billard und ein Kicker-Tisch, […]