CD-Rezension: Jessnes: What the Folk?

 

JESSNES – Das ist STEAMFOLK unter Hochdruck

Verloren im Jahre 1899 & doch nicht … passend zu keiner Welt rotieren wir als kleines Rädchen in den niemals geschehenen Facetten synthetisch abgepackter Zeit – der Whisky, welcher in purer Klangliebe reifte – rhythmisch gewälzt in den wirren Freigeistern unseres Aethers zum mechanischen Klicken vollmundiger Farbenvielfalt.

„The Steamy Way Of Folk“ ist unser Lebensstil, dabei statten wir nicht nur dem Irenlande wegen den berüchtigten Pubs einen Besuch ab, sondern wagen auch reißerisch bis träumerische Zeppelinfahrten nach Russland, Frankreich, Asturien, dem Orient oder zu Nomaden auf Kutschendächern oder tauchen gar ab in die reinste Fantasie oder Ambitionen unserer Besatzung.

Wir sind eine fünf- bis sechsköpfige Band bestehend aus allerhand urtümlichem Instrumentarium, so z.B. Gesang, Strohgeige, Violine, Bratsche, Blockflöte, (E-)Gitarre, Djembe, Cajon und Davul, welche auf teslabetriebene und vor allem entsprechend gestaltete Synthie- & Keyboardklänge treffen.

– Mehr als nur heißer Dampf!“

So beschreiben sich Jessnes selbst und auch der Titel ihres neuen Albums verspricht eine Reise durch den Folk: „What the Folk. In vierzehn Episoden um die Welt“ Wir haben uns die Platte einmal genauer angesehen und Teilen hier unsere Eindrücke mit.

Tracklist:

La Vie Antérieure
What the Folk?
Irish Nights
Asturias
Sa Gorami, Sa Dolami
Quen A Omagen Da Virgen
Tam Lin
I’ve Been Working […]

Das neue Abney Park Album: Wasteland

Abney Park ist eine der wohl bekanntesten Steampunk-Bands weltweit. Um 1998, als Steampunk nur wenig bekannt war,  startete die von „Captain“ Robert Brown gegründete Band im Gothic Bereich. Mittlerweile hat die Band bereits 19 (!) Alben veröffentlicht und darüber hinaus eine DVD, drei Steampunk Romane sowie ein passendes Rollenspiel/Brettspiel. Ab 2005 schwenkte Abney Park um auf Steampunk und ist damit eine der „dienstältesten“ Bands in diesem Genre. Die Band selbst beschreibt ihre Musik inzwischen als eine Mischung aus Gypsy Rock, EDM, Electro Swing, Industrial Dance und Western.

Ich möchte nun das neue Album „Wasteland“ vorstellen – was übrigens soviel bedeutet wie „Ödland“ oder auch „(Industrie-)brache“.

copyright: Abney Park und Fadewood Studios

Das überwiegend elektronisch-rockig gehaltene Album beginnt mit dem dystopischen Song „The clone factories“, welcher eine düstere Sci-Fi Geschichte erzählt.

Das darauf folgende „Wasteland Warrior“ könnte man mit seiner (post-)apokalyptischen Atmosphäre als Motto-Song für das gesamte Album betrachten.

„Out of darkness“ ist eher optimistisch, das heißt es zum Beispiel: „It’s not the time to feel sad (…) so let’s stop complaining“.

Im melodiösen „Witch hunt“ wird eine Hexenjagd beschrieben, die sich im übertragenen Sinn auch auf die heutige Gesellschaft anwenden lässt.

„Walls“ klingt schon fast nach Industrial-Rock und das passt auch recht […]