Rezension: Aetheragenten - das Erwachen, Roman von Tanja Schierding

„Ætheragenten – das Erwachen“ ist ein abenteuerlicher All Age Steampunk-Roman, der in derselben Welt wie die Aetherwelt-Romane von Anja Bagus angesiedelt ist.

© Edition Roter Drache

Inhalt
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts überzieht grüner Æthernebel die Flüsse und Seen dieser Welt. Auch bleibt das beschauliche Wallsend im hohen Norden Englands nicht verschont. Als der dort wohlbehütet aufgewachsene vierzehnjährige Gregory durch einen mysteriösen Unfall mit dem Æther in Berührung kommt, verändert er sich und sein bisher überschaubares Leben gerät aus den Fugen.

Von seinen Eltern verstoßen, stolpert er, auf der Suche nach seinem Platz im Leben, in ein ebenso rätselhaftes wie gefährliches Abenteuer. Was verbergen die Mauern der Burg Bamborough und ist der mysteriöse Schausteller Peverell Primeaux wirklich ein Verräter an der Krone?

Spuren führen Gregory und seinen neugewonnenen Freund Weston auf die andere Seite des Erdballs, wo sie sich einem von dunklen Plänen getriebenen Widersacher gegenüber sehen. Reichen am Ende ein aufrechtes Herz und eine gehörige Portion Mut aus, um dem Bösen die Stirn zu bieten und mehr als nur einen Freund zu retten?

Rezension
In „Ætheragenten – das Erwachen“ wird das „Shared universe“ der Ætherwelt nach England übertragen, und eine abenteuerliche Reise verschlägt Gregory erst zu Ausgestoßenen, die den Gedanken an Robin Hood nahelegen und […]

Rezension: Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé

Dieser Steamfantasy-Krimi von Katharina F. Bode entführt uns in das Berlin des Reichskanzlers Bismarck (eine genaue Jahreszahl wird nicht genannt, daher kann hier der Zeitraum 1871 – 1890 vermutet werden).  Hier gibt es allerhand technische Erfindungen, die es so nicht gab, z.B. den sogenannten „Klangkugelkommunikator“. Und auch einige Viertel der Stadt haben andere Namen, z.B. das Geisterviertel oder das Erfinderviertel.

Und so ist auch die Titelfigur Erasmus Emmerich nicht nur ein Detektiv, sondern auch Erfinder. An seiner Seite ermittelt die Fee Marie, welche seit einem Unfall beständig Rauch absondert – und sich auch in solchen auflösen kann. Seitdem wird sie auch „Qualmfee“ genannt. Das Buchcover (Illustration von Martin Knipp) zeigt anschaulich, wie dies aussieht.

copyright: artskript Phantastik Verlag

Zunächst bietet das Buch einen Einstieg mit zwei Kurzgeschichten über Erasmus und Marie (die auch in zwei Anthologien des Verlags vertreten sind). Es empfiehlt, diese beiden als Vorgeschichten zu verstehen und zu lesen, da hier einiges erklärt wird, was dann im eigentlichen Roman weitergeführt wird.

Als in Berlin mehrere Trolle ermordet werden und es der Polizei nicht gelingt, den Täter zu fassen, werden Emmerich und die Qualmfee hinzugezogen. Wenig später taucht die verschleierte Madame Mallarmé auf und stiftet reichlich Verwirrung. Sogar Marie gerät bald unter […]

Rezension: Unruh - das Ticken des Uhrwerks (Steamfantasy Roman)

„Unruh“ ist angesiedelt im 22. Jahrhundert, doch die Welt, wie wir kennen, existiert schon lange nicht mehr, und vieles ist in Vergessenheit geraten. Aus den Trümmern der vergangenen Zivilisation ist eine quasi mittelalterliche, feudal geprägte Gesellschaft entstanden, mit Herzogen und anderen Herrschern. Doch das ist nicht alles – immer wieder werden Kinder mit seltsamen, zahnradförmigen Malen auf der Stirn geboren, die über magische Kräfte verfügen. In einigen Gegenden werden sie wie Aussätzige behandelt, doch in anderen werden sie die Schüler der sogenannten Meisterhüter. Diese Auserwählten bewahren das alte Wissen und tragen es in die Welt, denn eine gigantische Bibliothek mit einem Uhrwerksmechanismus, die man nur auf magischem Weg öffnen kann, ist ihre Quelle.

copyright: Artskript Phantastik Verlag

Die junge Saya wird Schülerin des Meisterhüters Darmandres, doch als sie mit ihm zu einem Treffen mit den anderen Hütern reist, wird dieses Fest von einer Rebellin und deren Verbündeten angegriffen. Doch auch in den eigenen Reihen gibt es Konflikte, und schon bald wird Saya in Intrigen und alte Feindschaften verwickelt.

Aus der Feder der österreichischen Autorin Mia Faber (alias Ingrid Pointecker) stammt dieser umfangreiche Roman mit 596 Seiten, der ursprünglich in einem anderen Verlag als Trilogie veröffentlicht wurde.

In der Geschichte liegt die Betonung weniger […]

Die Seelenlosen - ein Steamfantasy Roman von Tanja Meurer

„Die Seelenlosen – Stadt der Maschinenmagie 1“ ist angesiedelt in einer eigenen Fantasy-Welt, in der klassisches Handwerk ebenso zu finden ist wie komplexe Magie, aber auch technische Erfindungen, die mit Dampfkraft angetrieben werden. Gesellschaftlich und modisch gesehen, erinnert diese Welt an die späte Renaissance bzw. den Barock, und viele Bezeichnungen und Namen sind an das Französische angelehnt.

copyright: Incubus Verlag

Der menschliche Kommandant Gwenael Chabod ist von einem militärischen Einsatz zurückgekehrt und nun bei der Stadtwache in der großen Stadt Valvermont tätig. Sein Geliebter, der Orc Orin, arbeitet als magisch begabter Totenpriester. In der Welt Äos ist Magie durchaus hoch angesehen, und magische Dienste werden gut bezahlt, doch gibt es auch Schwarzmagier und Nekromanten.

Gwenael und Orin werden Zeugen, wie ein Troll von der Seele eines Magiers übernommen wird. Wenig später wird eine schwangere Frau auf bestialische Weise ermordet. Gwenael beginnt, in beiden Fällen zu ermitteln und bekommt unerwartete Unterstützung von dem Dieb Jaleel und der Wäscherin Marianne, sowie einem Magier, einem Capitaine der Stadtwache und einigen weiteren Bürgern. Doch er muss sich auch seiner eigenen schwierigen Vergangenheit stellen, welche mit seiner Familiengeschichte zusammenhängt…

Der Roman ist sehr ausführlich und detailverliebt geschrieben – abwechselnd aus der Sicht von Gwenael und des Diebes Jaleel. […]