Interview mit Comiczeichner Felix Mertikat

Felix Mertikat ist vielen Steampunks bekannt durch seine Projekte „Opus Anima“ und „Steam Noir“.
Im Interview berichtet er, wie er zum Comiczeichnen kam, von seinen Einflüssen und neuen Projekten.

Felix Mertikat, Foto von Katja Pfister

Felix, wie bist du zum Comiczeichnen gekommen? Das war ja nicht deine erste Berufswahl…

Meine erste Berufswahl war Biologe und dachte mir dann, dass ich als Concept Artist und Illustrator, eigentlich ein ganz schönes Leben haben würde…und dann kam der Comic dazwischen, der mich seitdem mit seiner Magie nicht mehr losgelassen hat.

Wer hat dich dabei beeinflusst, bzw. hast du Vorbilder? Die Graphic Novel „Steam Noir“ wird ja gern mit franco-belgischen Comics verglichen. Manche der Rückblenden in Band 4 von Steam Noir haben mich an expressionistische Stummfilme und alte Scherenschnitte erinnert…

Du fasst die Einflüsse schon ganz gut vorweg. Tatsächlich habe ich mich sehr stark im europäischen Stil zuhause gefühlt und weniger im US-Stil. Am Ende war der Wunsch da, dennoch etwas Neues zu gestalten, vielleicht eine eigene Note darin zu finden. Stark inspiert haben mich vor allem Filme wie „Delicatessen“ und „Die Stadt der verlorenen Kinder“. Vom Erzählen komme ich sowieso aus dem filmischen, weswegen meine Panels und die Bildgestaltung einer natürlichen Kamera sehr nahe kommt- wohl ein Erbe […]

Billy O'Shea: Kingdom of Clockwork

Rezension

copyright: Kingdom of Clockwork, Black Swan

Dänemark im Jahr 2413: Ein Königreich, das die technischen Errungenschaften und Ressourcen vergangener Jahrhunderte verloren hat. Diese sind lang begraben, vergessen oder werden als Legenden betrachtet. Die mächtige Kirche verbietet Archäologie, so dass auch keine Forschung betrieben werden darf. Doch noch immer finden sich Spuren des einstigen technischen Fortschritts im Königreich.

Zwar verfügt der König über Luftschiffe und eine Marineflotte, doch das ist ihm nicht genug. So beauftragt er den einfachen Uhrmacher Karl Nielsen damit, anhand einer historischen Spielzeugeisenbahn eine echte Eisenbahn zu entwickeln. Mangels einer Energieversorgung durch Kohleverbrennung entwickelt Nielsen eine Technik für die Eisenbahn, welche auf Uhrwerksmechanismen basiert. Währenddessen wird er hineingerissen in eine höfische Intrige. Wenig später bricht der König mit ihm und einer Armee auf zu einer gefährlichen Expedition in den hohen Norden.

„Kingdom of Clockwork“ ist historische Fantasy. Der Autor entwirft hier ein alternatives Skandinavien in der Zukunft, dessen Gesellschaftsstruktur eher an die Renaissance erinnert. Das Steampunk-Genre zeigt sich ebenfalls deutlich, z.B. in der ausführlich beschriebenen Technik und in spannenden Luftschiff-Gefechten. Als Leser schmunzelt man hier und da, wenn die Charaktere sich im Jahr 2413 auf historische Spurensuche begeben und den gefundenen Dingen (aus unserer […]

Ein Radio-Interview & Musik von und mit der Steampunk Band Drachenflug

Der Hamburger Autor Marco Ansing hat kürzlich mit der Steampunk Band Drachenflug
ein Interview für den Sender TIDE und der Sendung „Hörspielerei“ gemacht. Evie ex Machina und Michael Freiherr von Dunkelfels von Drachenflug erklären, was Steampunk auszeichnet und stellen
ihr Album „Rendezvous beim Aethercircus“ vor – welches nicht nur Lieder, sondern auch Hörspielpassagen enthält, welche Marco Ansing geschrieben und produziert hat. Außerdem erzählen die beiden „Drachenflieger“ vom Steampunk Festival Aethercircus, welches am kommenden Wochenende zum vierten Mal stattfindet.
Teil 1 des Interviews können Sie nun auf Mixcloud hören. Bitte drücken Sie einfach auf die dreieckige Abspieltaste in der Abbildung. Teil 2 des Interviews gibt es bald ebenfalls dort
und heute schon um 22 Uhr live auf TIDE: http://www.tidenet.de/radio

 

Für das Abenteuer im Kopf - die Musik von Erdenstern

Werte Leserinnen und Leser, hören Sie heute ein Podcast-Interview über Erdenstern.
Hinter dieser musikalischen Formation stehen die Hamburger Musiker Andreas Petersen, Eva-Maria Irek und Per Dittmann. Das Trio komponiert seit 2004 Musik, die sich zum Beispiel als Hintergrund für Rollenspiele geeignet ist und sich an Film- und Computerspiel-Soundtracks orientiert.

Erdenstern, photo copyright: Heike Rössing

Mittlerweile haben sie mehr als 15 Alben veröffentlicht – davon die ersten mit Titeln, die sich an Farben orientieren, beginnend mit „Into The Green“.

Into the green. Copyright: Erdenstern

Außerdem hat Erdenstern auch mehrere Auftragsarbeiten übernommen, z.B. für Rollenspiel-Kampagnen und Computerspiele. Im Doppel-Album „Into The Light“ von 2011 finden sich im Abschnitt „Era of Steam“ neun Steampunk-Tracks.

Into the light. Copyright: Erdenstern

Im Podcast-Interview spricht Amalia Zeichnerin mit Eva-Maria Irek unter anderem über das Konzept von Erdenstern, woher ihre Inspirationen kommen und wie sie diese künstlerisch umsetzen sowie über ihr neues Album „Aqua“ (erschienen im letzten Jahr).

Aqua. Copyright: Erdenstern

Außerdem geht es um Erdensterns aktuelle Auftragsarbeit zu einem „Dresden Files“ RollenspielCrowdfunding-Projekt („Dresden Files“ ist eine Urban-Fantasy-Romanreihe von Jim Butcher). Den fertigen Soundtrack stellen sie voraussichtlich Ende Mai 2016 auf der RPC in Köln vor. Das Interview schließt mit einigen Worten zu dem düster-gruseligen Nebenprojekt „13 Briefe – Nachrichten […]

"Joe&Craig 2 - Im Bann der Lowlander": Sean O´Connell im virtuellen Interview mit den Brennenden Buchstaben

 

Am Samstag, den 23. Januar las Sean O´Connell in SecondLife aus seinem neuen Roman „Joe&Craig 2 – Im Bann der Lowlander“. Für Sean bereits sein vierter Auftritt bei einer virtuellen Lesung. Man könnte ihn langsam als alten Hasen auf dem Gebiet bezeichnen.

Vor seiner Lesung  stellte er sich den Fragen der Literaturgruppe Brennende Buchstaben. Das Interview mit ihm erscheint exklusiv zuerst hier im Clockworker.

Für Video, Ton und Schnitt bedanken wir uns bei Natascha Randt. Das Bühnenbild hat Barlok Barbosa zusammengestellt.

Neujahrsgruß und ein Dieselpunk-Abenteuer-Roman von K.M. Weiland

Werte Leserinnen und Leser,

die Clockworker Redaktion wünscht Ihnen allen ein frohes neues Jahr 2016 mit vielen schönen Steampunk/Dieselpunk/Neo-victorian etc. Veranstaltungen, Konzerten, Treffen, Picknicks und Medien aller Art.

public domain, presented by Graphics fairy (Karen Watson)

Wir starten international ins neue Jahr, mit dem amerikanischen Dieselpunk-Abenteuer Roman „Storming“
von K. M. Weiland, und laden Sie ein, mitzufliegen…

public domain, präsentiert von Graphics Fairy (Karen Watson)

Rezension

Dieser Dieselpunk Roman handelt von Robert „Hitch“ Hitchcock, einem Doppeldecker Piloten einer eher heruntergekommenen kleinen Flugshow. Er kehrt in seine kleine Heimatstadt in Nebraska zurück, um an einem Flugshow-Wettbewerb teilzunehmen, der ihm eventuell einen besser bezahlten Job einbringt bei einem größeren Flugshow-Zirkus. Hitch hat eine schwierige, konfliktreiche Vergangenheit mit seiner Familie und dem korrupten Sheriff des Orts, so dass er am liebsten gar nicht heimgekehrt wäre.

Um die Dinge noch komplizierter zu machen, fällt eine mysteriöse fremde Frau namens Jael vom Himmel und auf sein Flugzeug. Hitch hält sie für völlig verrückt, als sie ihn bittet, sie wieder nach Hause zu bringen – in den Himmel. Bis er mit seinem Flugzeug fast mit einem seltsamen Luftschiff zusammenstößt – ein Luftschiff mit Piraten, die das Wetter kontrollieren können und […]

Steampunk-Chroniken: Jan-Niklas Bersenkowitsch, Bernd Meyer und Sean O´Connell im Interview mit den Brennenden Buchstaben

 

Im Oktober erschienen in Stefan Holzhauers Reihe „Die Steampunk-Chroniken“ die beiden Storysammlungen „Mechanische Geister“ und „Geistermaschinen“. Drei der Autoren, Jan-Niklas Bersenkowitsch, Sean O´Connell und Bernd Meyer lasen am letzten Sonntag ihre Beiträge im Rahmen einer virtuellen Lesung der Literaturgruppe „Brennende Buchstaben“. Kirsten Riehl und Thorsten Küper stellten ihnen vor dem Auftritt rund zwanzig Minuten lang Fragen zu ihren Kurzgeschichten, zur Literatur und natürlich zum Thema Steampunk.

Das Bühnenbild, von dem man leider nur einen kleinen Teil sieht, hat Barlok Barbosa alias Bernhard Bettschen gebaut.

Clairediluna Chevalier hat das Interview aufgezeichnet und ihre Aufnahmen zur Verfügung gestellt.Die Aufzeichnung geht exklusiv hier im Clockworker jetzt zum ersten Mal online.

Interview mit Tanja Schierding

Aetheragenten – Erschienen bei Edition Roter Drache

Am vergangenen Samstag, 14.11. las Tanja Schierding in 2nd Life bei den Brennenden Buchstaben aus ihrem am 24. Oktober erschienen Roman „Aetheragenten“.

Thorsten Küper nutzte die Chance zu einem Interview vor der Lesung und wir freuen uns sehr, es hier erstmalig veröffentlichen zu können und wünschen viel Spaß beim Hören:

Goldene Zeiten! A.-G. Piel im Interview

Miss Tickerlein spricht mit A.-G. Piel über den neu erschienenen Roman „Goldene Zeiten“, Steampunkliteratur, Steampunk als Lebensart, starke Frauen und wie das alles zusammenhängt.

Ms.T: Dein erstes Buch, Noémis Lied, gehört eher in die Kategorie Fantasy, oder?

A.-G.: Das ist jetzt ein bisschen peinlich (lacht). Eigentlich wollte ich die richtige Genre-Beschreibung längst mal nachschlagen. Noémis Lied ist mehr „alternative Realität“. Es ist jetztzeitlich geschrieben, aber doch zeitlos, zum Beispiel gehe ich nicht auf technische Errungenschaften unserer Zeit ein. Das Buch ist ein bisschen postapokalyptisch, mit diktatorischen Anklängen… es ist wirklich schwer einzugrenzen. „Fantasy“ ist ein arg weit gefasster Begriff.

Ms.T.:Spannend! Und auch da hast du politische Gedanken einfließen lassen?

A.-G.: Ja, bis zu einem gewissen Grad. Ich erhebe keineswegs den Anspruch, auf höchstem Niveau zu schreiben. Es stecken keine ausgeklügelt politisch-philosophischen Gedanken hinter meinen Stories. Gewisse Statements wird man immer wieder finden, eine bestimmte Art und Weise, die Dinge zu sehen. Zuallererst einmal will ich aber unterhalten.

Ms. T.: Ich habe jetzt über Goldene Zeiten schon öfter gelesen, dass der politische Gedanke für die Leser fast vor die Geschichte selbst gerückt zu sein scheint. Das war also von dir gar nicht so beabsichtigt?

A.-G.: Wirklich? Das habe ich so tatsächlich noch nicht mitbekommen. Eigentlich ist die […]

Anja Bagus und ihre Aetherwelt - Rezension und Interview

copyright: Anja Bagus

Æther – in Anja Bagus‘ Romanen ist dies eine geheimnisvolle gasförmige Substanz, die in einem parallelen Universum um 1910 erstmals aus Gewässern aufsteigt und jeden und alles verändert, der damit in Berührung kommt.

Menschen verwandeln sich in Tiermenschen oder entwickeln übernatürliche Fähigkeiten, unbelebte Objekte entwickeln ein Eigenleben, „Engel“ und Naturgeister treten in Erscheinung…und selbst Wesen, die man nur aus Märchen kannte, tauchen plötzlich auf, darunter mächtige Drachen.

Und im deutschen Kaiserreich müssen sich die Menschen irgendwie mit diesen „Veränderten“ arrangieren – böse Zungen nennen sie gar „Verdorbene“.
So entsteht das Amt für Ætherangelegenheiten, in dem alle Veränderten registriert werden, doch wird der Æther auch genutzt für den technischen Fortschritt, im Militär, von Erfindern und (verrückten) Wissenschaftlern.

Nach der erfolgreichen selbstverlegten Steampunk-Trilogie „Aetherhertz“,“Aetherresonanz“ und „Aethersymphonie“ hat die Autorin mittlerweile eine weitere Trilogie verfasst, die mit anderen Protagonisten in ihrer Aetherwelt spielt, beginnend mit „Waldesruh“ (erschienen in der Edition Roter Drache) und fortgesetzt mit „Glasberg“. Der abschließende Teil „Rheingold“ wird im November 2015 erscheinen.

Ich möchte hier – nach einer kurzen Inhaltsangabe – meine Eindrücke von „Waldesruh“ zusammenfassen.

In den Tagen um Sylvester 1912: Die adlige Witwe Minerva hat die Nase voll davon, weiterhin Gesellschafterin ihrer Mutter zu sein. Der Unternehmer Falk Bischoff will […]

Im Salongespräch: Abney Park

Wie bereits vor einiger Zeit angekündigt, hatte der Clockworkerauf dem Phantasium in Eindhoven (22.02.) die Möglichkeit in Zusammenarbeit mit Hilde Heyvaert von The Gatehouse ein Interview mit Abney Park zu führen.

Um auch denen das Interview zugänglich zu machen, die nicht des Englischen mächtig sind, habe ich das Ganze sinngemäß übersetzt. Wer das englische Orginal vorzieht, wird hier in der Gatehouse fündig.

Vor dem Konzert:Jody, Robert, Dan, Josh and Titus

Ihr seid ein Teil der Steampunk Szene, so ziemlich von Beginn an. Was ist eurer Meinung nach die größte Entwicklung gewesen?

Robert Brown (vocals): Nun, es gab einige größere Veränderungen. Die erste war, das die Leute anfingen, Steampunk als Modebewegung wahrzunehmen und nicht nur als Kunststil. Denn am Anfang gab es zwar Steampunk Künstler, aber niemand sprach von einer Szene. Mittlerweile haben wir beobachten können, wie Steampunk durch alle kulturellen Veränderungen gegangen ist, durch die alle Subkulturen gehen. Als erstes weiß niemand, was es ist, dann gibt es ein paar wenige Leute die sich als Elite sehen und allen anderen sagen, dass sie es falsch machen. Danach werden diese Leute mehr oder weniger geächtet und im Moment sind wir in einer Phase in der die Leute versuchen herauszufinden […]

Interview mit Steamheart - Steampunks: Dampf statt Strom

Dag Rauber und Matthias Richter vom Label Steamheart (Facebook) standen dem ORF in einem kurzen Radio-Feature Rede und Antwort und berichten über Steampunk und die Ideen dahinter. Der Beitrag ist auf der Seite des ORF nachzulesen (begleitet von einigen Fotos) und hier zu hören (auf den Pfeil neben „Digital Leben“ klicken).

 

Steampunks: Dampf statt Strom

Was wäre, wenn Ende des 19. Jahrhunderts die Elektrizität sich nicht durchgesetzt hätte, sondern stattdessen die Dampfmaschine weiterentwickelt worden wäre?

 

Zeitreise, Zeitschneise - Steampunk auf EinsPlus

Hier nur ein kurzer Hinweis:

Die ARD hat ja unsere schöne „Zeitschneise“ gefilmt – den Beitrag dazu, samt Interview mit Miss C. Tickerlein (ganz privat), gibt´s morgen, den 15.05. um 20:15 auf EinsPlus, im Magazin „in.puncto„.
Mit dabei sein werden übrigens u.a. die Rockabillies, was unsere Dieselpunks ganz besonders erfreuen dürfte. Und mich auch.

Feder und Schwert im Interview auf der Buchmesse

necroweb.de hat sich auf der Buchmesse Oliver Graute vom Feder & Schwert Verlag zum Interview geschnappt:

 

NecroWeb: Phantastik ist ja nun sehr umfassend, wie Sie gerade sagten. Gibt es Tendenzen, in welche Richtung sie sich gerade bewegt? Steampunk ist ja momentan auch sehr im Kommen…

Oliver Graute: Richtig, Steampunk ist momentan ein Trend-Thema, das Feder&Schwert Ende 2009 aufgenommen hat, weil wir eine aus Amerika und England kommende Entwicklung gesehen haben – in Deutschland aber nicht so richtig wahrgenommen wurde…

 

 

Und das komplette Interview gibt es hier.

 

Lord Mel von Ancolie im Interview auf port01

Heute erschien auf www.port01.com unter dem Titel „Einfach mal Dampf ablassen“ ein interessantes Interview mit dem uns allen bekannten und geschätzen Lord Mel von Ancolie. Es bietet einen sehr informativen Einblick in den Werdegang des umtriebigen und kreativen Herren. Unbedingt lesenswert!

 

Lord Mel von Ancolie

 

Ach, und von ominösen größeren Projekten ist da auch die Rede. Wir dürfen gespannt sein und hoffen er findet genug Zeit um seine Ideen wahr werden zu lassen.