CD-Rezension: Jessnes: What the Folk?

 

JESSNES – Das ist STEAMFOLK unter Hochdruck

Verloren im Jahre 1899 & doch nicht … passend zu keiner Welt rotieren wir als kleines Rädchen in den niemals geschehenen Facetten synthetisch abgepackter Zeit – der Whisky, welcher in purer Klangliebe reifte – rhythmisch gewälzt in den wirren Freigeistern unseres Aethers zum mechanischen Klicken vollmundiger Farbenvielfalt.

„The Steamy Way Of Folk“ ist unser Lebensstil, dabei statten wir nicht nur dem Irenlande wegen den berüchtigten Pubs einen Besuch ab, sondern wagen auch reißerisch bis träumerische Zeppelinfahrten nach Russland, Frankreich, Asturien, dem Orient oder zu Nomaden auf Kutschendächern oder tauchen gar ab in die reinste Fantasie oder Ambitionen unserer Besatzung.

Wir sind eine fünf- bis sechsköpfige Band bestehend aus allerhand urtümlichem Instrumentarium, so z.B. Gesang, Strohgeige, Violine, Bratsche, Blockflöte, (E-)Gitarre, Djembe, Cajon und Davul, welche auf teslabetriebene und vor allem entsprechend gestaltete Synthie- & Keyboardklänge treffen.

– Mehr als nur heißer Dampf!“

So beschreiben sich Jessnes selbst und auch der Titel ihres neuen Albums verspricht eine Reise durch den Folk: „What the Folk. In vierzehn Episoden um die Welt“ Wir haben uns die Platte einmal genauer angesehen und Teilen hier unsere Eindrücke mit.

Tracklist:

La Vie Antérieure
What the Folk?
Irish Nights
Asturias
Sa Gorami, Sa Dolami
Quen A Omagen Da Virgen
Tam Lin
I’ve Been Working […]

Das Debutalbum der Steampunk Stompers: Swamp steam

copyright: Mark Pettey Music

Die Mitglieder der amerikanischen Band „The Steampunk Stompers“ sind alle langjährig erprobte Livemusiker und verfügen über ein breites Repertoire an Instrumenten, darunter Violine, Trompete, Banjo, Ukulele, Gitarre, Tuba, Posaune und eine Eigenkreation namens Steamaphone. Gegründet wurde die fünfköpfige Band aus Florida von Dr. Robere DeGraf (alias Mark Pettey). Ihr Heimatstaat ist ja unter anderem für seine Sümpfe und die dort lebenden Alligatoren bekannt, und dies findet sich auch wieder im Titel des Albums – Swamp („Sumpf“) und im Motiv der Alligator-Silhouette auf dem CD-Cover.
Swamp steam präsentiert 10 überwiegend instrumentale Songs, denen man viele historische Wurzeln deutlich anhört, darunter Ragtime, Swing und Folk.

Der Titelsong „Swamp Steam“ wirkt eher melancholisch, während in anderen Songs eine gehörige Portion Humor zu finden ist, so in „When pigs learn to fly“ („Wenn Schweine fliegen lernen“) mit der Liveatmosphäre eines Pubs, oder auch im Video zu „Chap hop“:

„Hector the hero“ erinnert an schottischen/irischen Folk der epischen Art. Das heitere „A Bale Ndikuwuzeni“ hat Ohrwurm-Potential, ebenso der „Slow Gator Rag“. In „Steampunk Stomp“ wird von den Freuden der Luftschifffahrt berichtet und der „Waltz No. 1“ erinnert mit seinem Akkordeon an traditionelle französische Musik. Die abschließende „Time Lord Suite“ […]

Frenchy and the Punk - The Gypsy Nomads

Ursprünglich wollte ich – aus gegebenem Anlass – einen Artikel über die Gypsy Nomads schreiben. Das mache ich jetzt nicht, sondern schreibe über die Band Frenchy and the Punk, namentlich Samantha „Frenchy“ Stephenson und Scott „The Punk“ Helland, die vorher als The Gypsy Nomads aufgetreten sind. Das ist gar nicht so kompliziert wie es sich anhört, die Band hat sich nur den Namen gegeben, den als Spitznamen schon lange geführt haben.

Der Gitarist Scott ist ein Veteran der Punk Szene insbesondere des „Western mass hardcore“ und die in Frankreich geborene Sängerin und Percussionistin Samatha studierte Kunst an der National Academy of Design and Art Students League in New York. Die Inspiration für ihre Musik beziehen sie aus der Kunst und ihren Reisen. Letzteres machen sie sehr gerne, seit 2005 sind sie ständig auf Tour mit Rund 150 Shows im Jahr. So sind sie auch mit ihrem Album Happy Madness auf Tour, ganz aktuell erschienen ist die DVD „Live at Bube’s Brewery!“ aufgenommen in der legendären Bube Brewery, einer Brauerei aus dem 19. Jahrhundert.  Ihre Musik ist ein schwungvolle Mischung aus Folk, Cabaret und (Steam-)Punk, mal englisch, mal französisch – aber immer mit dem nötigen […]