Vorankündigung: Eutiner Feierey am 9. und 10. September

© Vielerley Feierey 2017

Das Schloss Eutin lädt ein zu einer Zeitreise durch die Jahrhunderte, von der Zeit der Wikinger über Mittelalter und Barock bis hin zum 19. Jahrhundert bzw. auch Steampunk.
Die Eutiner Feierey findet alle zwei Jahre statt. In diesem Jahr gibt es erstmalig auch eine Buchmesse vor Ort, mit historischen, phantastischen und romantischen Büchern und ihren AutorInnen, die auch Lesungen machen.

Das Leseprogramm

Samstag, 9. September
11:00 Sandra Florean – Das Erbe des Hüters (Urban Fantasy/Vampire)
12:00-12:30 Irina Grabow Vakouja – Ränkespiele (Fantasy)
13:00-13:30 Arne Rosenow – Durch Sumpf und Wald (historische Fantasy)
14:00-14:30 Nils Krebber – Keine Helden (Fantasy)
15:00-15:30 Janika Hoffmann – Drachenkralle – Die Klaue des Morero (Fantasy)
16:00-16:30 Christian Günther – Faar, das versinkende Königreich (Dark Fantasy)
17:00-17:30 Farina de Waard – Teil 3: Vermächtnis der Wölfe (Fantasy)
18:00-18:30 Claudia Rapp – Summer Symphony: Ein Trip mit Sex, Zeitreisen und Rock´n´Roll (Zeitreise-Roman)
19:00-19:30 Kate Dark + Kate Peters – Steam Master (Steampunk/Erotik-Anthologie)

Sonntag, 10. September
11:00 – 12:00 Uhr: Hanna Nolden und Markus Heitkamp lesen Kurzgeschichten aus Anthologien des Torsten Low Verlags
12:00-12:30 Anja Bagus – Aetherwelt-Steampunk Chroniken: Kurzgeschichte „Das Leben ist nur ein Tag und eine Nacht“ (Steampunk/Fantasy)
13:00-13:30 Ann-Kathrin Karschnick – Der Fluchsammler (Urban Fantasy/Romantik)
14:00-15:00 historische Gemeinschaftslesung:
Jessie Weber liest aus ihrer historischen „Lianne“-Trilogie, angesiedelt im 17. Jh.
Katherine […]

Bericht: Elfia Arcen 2016

Unter strahlendem Sonnenschein öffneten am Samstag, 24. und Sonntag 25. September 2016 die Tore des Königreiches Elfia zur Herbstausgabe des halbjährlich stattfinden Fantasy Spektakels. In den Schlossgärten von Arcen, an der Niederländisch-Deutschen Grenze bei Venlo, trafen sich Fans der unterschiedlichsten Phantastik und Science-Fiction Genres zum bunten sehen und gesehen werden.

Das gute Wetter nutzten wohl auch viele kurzentschlossene Besucher, denn die „Kostümdichte“ fiel (zumindest gefühlt) deutlich geringer aus, als in den vergangenen Jahren. Dafür war das Gelände selbst gut gefüllt mit zahlreichen Gästen, stellenweise ging es nur noch im Gänsemarsch weiter, wenn man an einen Engpass, wie etwa eine Brücke oder ähnliches kam.

Natürlich nutzten auch (Hobby-)Fotografen die Gunst der Stunde um die phantasievollen Outfits abzulichten. Hier und dort kam es zu „Rudelshootings“, wenn sich ein Model gerade besonders gekonnt in Szene setzte. Insgesamt schien das Zusammenspiel aus Fotografen und Fotografierten aber durchaus harmonisch abzulaufen, auch wenn die Elfia Orga sich genötigt sah, extra Hinweisschilder aufzuhängen, die daran erinnerten, dass die Kostümierten nicht nur zum fotografiert-werden da sind.

Insgesamt bot die Elfia neben den Outfits seiner Gäste noch mehr zum Schauen und Staunen und vor allem zum Shoppen. Zahlreiche Stände mit unterschiedlichsten Preziosen boten ihre Ware auf dem Gelände feil: Schmuck, Kunst, […]

Dreadpunk - wenn Gothic Horror auf Steampunk trifft

Lady Lucille Sharp, „Crimson Peak“ Fanart. Copyright: Darkellaine, Deviantart.com

„Dreadpunk“ – dieser Begriff fiel unter anderem zuerst öffentlich auf dem Dragon Con in USA, wo ihn Derek Tatum benutzte, der auch die Website http://dreadpunk.com/ erstellt hat.

Es handelt sich um eine Verschmelzung aus den Worten „Dreadful“ (englisch: erschreckend, bedrohlich) und „Steampunk“. Hier geht es um eine Genremischung, in sich Dark Fantasy, Mystery, klassisch-viktorianischer Gothic Horror á la „Frankenstein“ und „Dracula“, gruselige Geschichten wie von Edgar Allan Poe sowie Geistergeschichten und Schauermärchen aus dem 19. Jahrhundert begegnen.  Im Dreadpunk geht es nicht so sehr um billige Schockeffekte, sondern eher um mystische und mysteriöse Ereignisse, aber auch menschliche (und übermenschliche) Abgründe. Hier und da bedient sich das Genre auch in der Mythologie und beim Aberglauben des 19. Jahrhunderts. Geister, verwunschene Orte, übernatürliche Kreaturen und Schauergestalten treten auf. Für die menschlichen Protagonisten enden diese Geschichten nicht selten tödlich – oder aber sie verändern sich grundlegend nach Erlebnissen und Begegnungen der übernatürlichen Art.

Gerade in den Überschneidungen der Steampunk- zur Gothic Szene ist Dreadpunk sicherlich für den einen oder anderen von besonderen Interesse.

Aja Romano beschrieb auf www.dailydot.com drei „Gesetze des Dreadpunks:“

1. Dreadpunk hat seine Basis im Horror oder in der Dark Fantasy, mit einer […]

„Phoenix“ – eine Teslapunk-Dystopie Trilogie: Rezension und Interview

copyright: Papierverzierer Verlag, Ann-Kathrin Karschnick

„Tochter der Asche“ ist der erste Teil einer Trilogie von Ann-Kathrin Karschnick und Gewinner in der Kategorie „Bester deutschsprachiger Roman“ beim Deutschen Phantastik Preis.

Wollte man diesen ungewöhnlichen Roman in Schubladen stecken, so würden darauf die Etiketten Teslapunk, (Urban) Fantasy, Dystopie, Science Fiction, Krimi und alternatives Universum passen:
Europa liegt nach einem fehlgeschlagenen Experiment im Jahr 1913 und diversen Kriegen mit Amerika in Trümmern. Mithilfe des damals führenden Wissenschaftlers Nicola Tesla bauten die Saiwalo, eine überirdische, geisterhafte Macht, Europa langsam wieder auf.
120 Jahre befindet sich die Zentrale des Überwachungsstaates in Hamburg.
Strombarrieren, Ausgangssperren und Überwachungsdrohnen kontrollieren die Stadt und niemand wagt es, gegen das System aufzubegehren.
Da erschüttert eine Mordserie die Stadt, die sich niemand erklären kann. Leon, ein Anhänger der Saiwalo und Mitglied der Kontinentalarmee, wird auf die Fälle angesetzt und trifft bei seinen Ermittlungen auf die rätselhafte Tavi.
Wer ist sie und wieso ist sie so fest von der Schuld der Saiwalo an den Morden überzeugt?

Kurzrezension
Ein totalitäter Überwachungsstaat, erbaut auf Ruinen. Eine Verfolgte mit einer geheimnisvollen Vergangenheit und ein Ermittler, der zu ihren Gegner zählt, da er das System unterstützt – mit diesem konfliktgeladenen Szenario beginnt „Tochter der Asche“.
Die Autorin schreibt in der dritten Person sehr lebendig, […]

Going Postal

Wer noch immer behauptet, Terry Pratchett mache alberne Fantasysatire, der hat wohl spätestens Mitte der neunziger aufgehört sich zu informieren.
„Going Postal“ zum Beispiel, ist ein ausgereiftes, vielschichtiges und auch durchaus spaßig-intelligentes Buch, welches nun für Sky One verfilmt wurde. Natürlich ist es nicht immer einfach, Pratchetts Wortwitz und eigensinnigen Humor in bewegten Bildern fest zu halten, jedoch ist dieser Zweiteiler seiner Vorlage durchaus gerecht geworden. Und über Klasseschauspieler und einen guten Schuss Steampunk verfügt er obendrein!