Metal und Hard Rock meets Golden Twenties - eine Rezension der CD

Der Tonträger „Mephistopolis“ des Heaven and Hell Orchestras ist ein Projekt von Daniel Malheur, welches erfolgreich durch eine Crowdfunding Kampagne finanziert wurde (wir bericheten).

copyright: Salome Records Berlin 2016

Das Booklet berichtet aus dem abenteuerlichen Leben des Charles T. Goodhill, der  Anfang der 1920er nach Berlin zieht und dort in okkulte Kreise kommt, bis er schließlich seinen eigenen Salon in dem Vergnügungsetablissement „Himmel & Hölle“  eröffnet und dort unter anderem teuflische Tangos und düstere Songs á la Weill zum Besten gibt. Später wird der Pianist allerdings in einen Skandal verwickelt und verhaftet. Rund 100 Jahre später entdeckt Daniel Malheur auf einem Flohmarkt eine Schallplatte des berüchtigten Künstlers und recherchiert dessen bewegtes Leben.
Die alte Schallplatte dient Daniel Malheur und seinem Heaven and Hell Orchestra als Inspiration für „Mephistopolis“, während sich das CD-Cover unschwer erkennbar an dem Filmklassiker „Metropolis“ von Fritz Lang (aus dem Jahr 1927) orientiert.
Wer übrigens nun im Aether oder anderswo nach Charles T. Goodhill sucht, wird nicht fündig werden, denn seine Person und Lebensgeschichte sind in Vergessenheit geraten und in den Weiten des Aethers nicht zu finden…

Für das vorliegene Werk hat das Heaven and Hell Orchestra zwanzig Klassiker aus dem Hard Rock und Metal Bereich neu vertont, darunter  „The final […]

Neujahrsgruß und ein Dieselpunk-Abenteuer-Roman von K.M. Weiland

Werte Leserinnen und Leser,

die Clockworker Redaktion wünscht Ihnen allen ein frohes neues Jahr 2016 mit vielen schönen Steampunk/Dieselpunk/Neo-victorian etc. Veranstaltungen, Konzerten, Treffen, Picknicks und Medien aller Art.

public domain, presented by Graphics fairy (Karen Watson)

Wir starten international ins neue Jahr, mit dem amerikanischen Dieselpunk-Abenteuer Roman „Storming“
von K. M. Weiland, und laden Sie ein, mitzufliegen…

public domain, präsentiert von Graphics Fairy (Karen Watson)

Rezension

Dieser Dieselpunk Roman handelt von Robert „Hitch“ Hitchcock, einem Doppeldecker Piloten einer eher heruntergekommenen kleinen Flugshow. Er kehrt in seine kleine Heimatstadt in Nebraska zurück, um an einem Flugshow-Wettbewerb teilzunehmen, der ihm eventuell einen besser bezahlten Job einbringt bei einem größeren Flugshow-Zirkus. Hitch hat eine schwierige, konfliktreiche Vergangenheit mit seiner Familie und dem korrupten Sheriff des Orts, so dass er am liebsten gar nicht heimgekehrt wäre.

Um die Dinge noch komplizierter zu machen, fällt eine mysteriöse fremde Frau namens Jael vom Himmel und auf sein Flugzeug. Hitch hält sie für völlig verrückt, als sie ihn bittet, sie wieder nach Hause zu bringen – in den Himmel. Bis er mit seinem Flugzeug fast mit einem seltsamen Luftschiff zusammenstößt – ein Luftschiff mit Piraten, die das Wetter kontrollieren können und […]

Serientipps für Steampunks - heute: Miss Fishers mysteriöse Mordfälle

Copyright: Alice Azzo

Die australische Krimi-Serie „Miss Fishers mysteriöse Mordfälle“ (Originaltitel „Miss Fisher’s Murder Mysteries“) basiert auf zwanzig Büchern der Autorin Kerry Greenwood. Erschienen sind seit 2012 bisher 34 Episoden in 3 Staffeln.

Die Serie handelt von den Kriminalfällen der wohlhabenden Privatdetektivin Phryne* Fisher in den 1920ern in Melbourne.
Phryne (überzeugend dargestellt von Essie Davis) ist eine starke, unabhängige, emanzipierte Frau – in der heutigen Gesellschaft würde man sagen, sie ist ein überzeugter Single, der durchaus gern wechselnde Affären mit Männern hat. Zugleich entwickelt sich zwischen ihr und Detective Inspector Robinson (Nathan Page) eine interessante Beziehung insofern, dass sie dem ermittelnden Beamten immer wieder „dazwischenfunkt“, ihm oft aber auch wertvolle Hinweise geben kann zu seinen Kriminalfällen.
Der Ton der Serie ist geprägt von Ernst auf der einen, aber auch subtilem Humor auf der anderen Seite. Letzteres wird auch durch die oft lebhaft fröhliche Musik im Stil der 1920er unterstrichen.

Die Plots an sich sind eher herkömmlich, hier wird also das Rad nicht neuerfunden. Die Kriminalfälle drehen sich teilweise um klassische Themen der damaligen Zeit aus einem australischen Blickwinkel – darunter Immigration, Rauschgifthandel, Vergiftungen mit Arsen (wie man sie auch bei Agatha Christie findet), Morde im Millieu der darstellenden Künste, z.B. in einem Zirkus […]

Metal-Songs im Stil der 1920er - Daniel Malheurs Heaven and Hell Orchestra

Das ist mal was anderes…
Metal Songs von AC/DC, Van Halen, Black Sabbath, Metallica und anderen Bands in Coverversionen von Daniel Malheur und seinem HEAVEN AND HELL ORCHESTRA. Dieses furiose Orchester klingt so, als hätte es den Clubs der  Goldenen Zwanziger Jahre gründlich eingeheizt.

Das HEAVEN AND HELL ORCHESTRA, ein Nebenprojekt von Herrn Malheur, wurde schon vielfach live aufgeführt, mit Gesang von Daniel Malheur, Piano von Dirk Bewig, Bass von Kaspar Loyal,  sowie Agata Pontius an der Violine und Stoppel Eggert am Schlagzeug.

Nun soll in einem Crowdfunding Projekt bei Startnext auch eine CD dazu entstehen, mit dem schaurigen Titel „MEPHISTOPOLIS – the incredible Songbook of Charles T. Goodhill“. Geplant ist eine Auflage von 1000 Stück.

 

Daniel Malheur auf Viona’s Victorian Village, Leipzig im Mai 2015 ,
Photo copyright: Ayra Leona

Herr Malheur schreibt dazu: „Das HEAVEN AND HELL ORCHESTRA ist als ‚Seitensprung‘ zu verstehen. Nach 20 Jahren MonokelPop wollte ich musikalisch mal etwas anderes machen und trotzdem den 1920ern verbunden bleiben.

Eine Hommage an die Idole meiner Jugend. …ich bin Geschichtenerzähler, und dies ist meine neue Geschichte:

Berlin 1929: Im HIMMEL & HÖLLE, einem berüchtigten Vergnügungsetablissement im dekadenten Berliner Westen, feierte der britische Jazzmusiker und Komponist Charles T. Goodhill mit seinem […]