Beachtenswert

Ankündigung und Verlosung: Once upon a time

Once upon a time – Festival der Jahrmarktskultur und Straßenkunst

Hinter diesem klangvollen Namen verbirgt sich ein dreitägiges Spektakel mit historischem Jahrmarkt, Oldtimern und vielem mehr auf Zeche Zollern in Dortmund. Über Pfingsten wird das LWL-Industriemuseum zum Schauplatz für Jahrmarktstreiben und Gauklerei aller Art. Puppentheater und Stelzenläufer, Feuershow und Flohzirkus; die Künstler sind zahlreich, daher findet sich eine Übersicht auf der Homepage des Festivals.

In diesem Jahr zum ersten Mal mit von der Partie: Die Steampunks! Auf dem Ehrenhof vor der alten Verwaltung und in der historischen Maschinenhalle mit dem ikonischen Jugendstiltor werden sich Händler und Aussteller gleichermaßen tummeln.

Dabei wird der Samstag der Haupt-Steampunktag sein. Auf der Bühne treten dann auf: Whiskey for Joe, Off Limits und Aeronautica! Aber auch an allen anderen Tagen sind Steampunks natürlich herzlich willkommen. Zeitreisepässe können beim Amt für Aetherangelegenheiten erworben und gestempelt werden, die Steampunk Expeditionsgesellschaft entführt in ferne Welten und das Wupperdampf Laboratorium, sowie die Ruhrwerke präsentieren ihre teils skurrilen Kreationen.

Die historischen Zechengebäude bieten die perfekte Kulisse (sie stammen aus den Jahren 1898-1904) und auch auf dem Gelände finden sich wunderbare Fotopunkte, die man ausnutzen kann. Außerdem ist täglich um 17.00 Uhr ein großes Gruppenfoto mit allen anwesenden Steampunks geplant. (Ort wird noch bekannt gegeben).

Zusätzlich zum Sonderprogramm ist die Dauerausstellung zum Ruhrgebietsbergbau, sowie die Sonderausstellung „Erich Grisar, Ruhrgebietsfotografien 1928-1933“ des Museums geöffnet.

Drei Tage volles Programm erwartet also die Besucher! Da freuen wir uns besonders, dass wir 3x 2 Tageseintritte zum Once upon a Time Festival verlosen dürfen!

Was müsst ihr tun? Schreibt uns einfach eine E-Mail an gewinnspiel[at]clockworker.de und zeigt uns euer schönstes Steampunkbild. Der Gewinner wird am Donnerstag bekanntgegeben.

Hier noch einmal alle Eckdaten zur Veranstaltung:

Once upon a Time. Festival der Jahrmarktskultur und Straßenkunst
03. – 05.06. 2017 (Pfingsten)
Samstag: 11.00 bis 22.00 Uhr
Sonntag und Montag: 11.00 bis 20.00 Uhr
Eintritt: 6€ / 3€ ermäßigt, Familienkarte 16€

www.once-upon-a-time.info

Das Wave Gotik Treffen 2017 in Leipzig

Das Wave Gotik Treffen feiert sein sechsundzwanzigjähriges Jubiläum, und so wird Leipzig vom 2. bis 5. Juni wieder zum Treffpunkt der schwarzen Szene. Mit rund 21000 Besuchern zählt dieses Festival neben dem M’era Luna Festival zu den größten der Gothic-Szene und ist schon seit vielen Jahren auch unter Steampunks sehr beliebt.

In diesem Jahr sind ca. 145 Künstler mit dabei – eine Auswahl von A bis Z ist unten aufgelistet.

In der gesamten Stadt wird es am Pfingstwochenende viele Veranstaltungen geben, darunter die Steampunk Ausstellung Machina Nostalgica (wir berichteten), Lesungen, Führungen auf Friedhöfen, Theater- und Varietévorführungen und noch einiges mehr.

Das genaue Programm und weitere Informationen sind auf der Festivalwebseite zu finden:
http://www.wave-gotik-treffen.de

copyright: Goth United

Das 6. Steampunk Picknick zum WGT wird diesmal auf dem Gelände des Deutschen Kleingärtnermuseum bzw. im historischen Ambiente der Schrebergartenanlage stattfinden am Samstag, den 03.06.2017 ab 14 Uhr.
Es ist übrigens auch ohne ein WGT-Ticket frei zugänglich. (Adresse: Aachener Straße 7, 04109 Leipzig)
Steampunk-Garderobe oder historisierende Kleidung sind ausdrücklich erwünscht. Zum Programm tragen der Hardchor „Stimmgewalt“ und die Steampunkband „Drachenflug“ bei, der Autor Christian Aster wird im Laubengarten eine Lesung machen. Weitere Informationen zum Picknick finden sich hier bei Goth United und im Gesichtsbuch:
https://www.facebook.com/events/1298661520166711/

Im Gesichtsbuch gibt es übrigens auch eine große Gruppe, die sich mit allem rund um das Festival beschäftigt.
https://www.facebook.com/groups/2392121448/

Konzerte auf dem WGT (Auswahl)
Amanda Palmer (Dresden Dolls) & Edward Ka-Spel (Legendary Pink Dots) (USA/NL)
Amorphis (FIN)
Andi Sexgang (GB) mit einem Akustikkonzert
Angels & Agony (NL)
Annwn (D)
Black Nail Cabaret (H)
Bleib Modern (D)
Bloody, Dead & Sexy (D)
Cabaret Voltaire (GB) mit einem exklusives Konzert in Deutschland 2017
Cryo (S)
Cuelebre (E)
Da-Sein (E) mit einer Weltpremiere
Der Blaue Reiter (E)
Dorsetshire & Gäste (D) exklusives Konzert zur Wiedervereinigung
Dunkelschön (D)
Eden (AUS) mit Europa-Premiere
Eisfabrik (D)
Equilibrium (D)
Erdling (D)
Folk Noir (D/NL)
Frankenstein (USA)
Funker Vogt (D) exklusives Konzert in Deutschland 2017
Hamferð (FO)
Iamtheshadow (P)
In the Woods… (N) –

Johnny Deathshadow (D)
Klangstabil (D)

Landscape Body Machine (CDN)

Machine De Beauvoir (D)
Masquerade (FIN)
Massive Ego (GB)
MGT & Friends (GB)
Mlada Fronta (F)
Moon Far Away (RUS)
Nachtblut (D)

Nox Interna (D)

Odroerir (D) –
Ohm (CDN) –
Ordo Rosarius Equilibrio (S)
Peter Bjärgö (S)
Peter Heppner (D)
Pouppée Fabrikk (S)
Principia Audiomatica (HR)
Ragnaröek (D)
Red Cell (S)
Red Mecca (S)
Rendered (D)
Revolting Cocks (USA/B) mit einem exklusives Konzert in Deutschland 2017

Saigon Blue Rain (F)

Sündenrausch (D)
Scary Bitches (GB)
Schneewittchen (D)
Sex Gang Children (GB)
She Past Away (TR)

Skinny Puppy (CDN) mit einem exklusives Konzert in Deutschland 2017

Spiritual Front (I) präsentieren „BLACK HEARTS IN BLACK SUITS“ –

Sylvaine (N)

Sylvgheist Maëlström (F)
Tanzwut (D)
Technique (BR)
The 69 Eyes (FIN)
The Creepshow (CDN)
The Devil And The Universe (A)
The Eye Of Time (F)
The Mission (GB)
The Pussybats (D)
The Vision Bleak (D)
This Morn‘ Omina (B)
Too Dead To Die (RUS)
Unlight (D)
V2A (D/GB)
Vain Warr (USA) ehemals Blacklist
Varg (D)
Virgin In Veil (FIN)
VNV Nation (IRL/GB)
Vogelfrey (D)
Wednesday 13 (USA)
Whispering Sons (B)
Whispers In The Shadow (A)
Wires & Lights (D)
Xandria (D)
Yggdrasil (S)

Machina Nostalgica - Steampunk Ausstellung in Leipzig

Die Machina-Nostalgica ist eine Gruppe Steampunk-Künstler aus Deutschland, die mittlerweile deutschlandweit auf Tour gehen. In ihrer Ausstellung auf den Promenaden des Hauptbahnhofs Leipzig präsentieren sie vom 22. Mai bis Pfingstmontag über 60 Steampunk-Objekte, Fotografien und Mode.

Hier gibt es einen kleinen Eindruck, was den Besucher dort erwartet:
YouTube Preview Image

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.
Wann:Montag, 22. Mai um 11:00 bis  Pfingstmontag, 5. Juni um 10:00
Wo: Promenaden Hauptbahnhof Leipzig
Willy–Brandt–Platz 7, 04109 Leipzig

Meet the Makers
Das Künstlerteam ist am Sonntag, 4. Juni 2017 von 14:00 bis 18:00 Uhr
direkt bei der Ausstellung vor Ort und stellt sich Euren Fragen.

Phonepunk
Andre und Sylvia Kahlke, 46 Jahre aus Itzehoe
bilden den Kopf der Machina Nostalgica
http://www.phonepunk.de/

Horatius Steam
Jochen Enderlein, 60 Jahre aus Buchholz
Schwerpunkt Nachrichten- und Computertechnik
http://www.horatius-steam.com/

Ars Vaporis – Toni Reintelseder
Gastaussteller Toni Reintelseder aus Leipzig
Dampfmaschinentechnik und Maschinenkunst

Steampunk Decadence
Cornelia Heß, 54 Jahre aus Hemmingstedt
Steampunkmode und Modekunst.
http://www.steampunk-decadence.com/

Bands & Fans Foto – Dirk Jacobs
Dirk Jacobs, 50 Jahre, aus Heide
Fotokunst und Dokumentation
http://www.presspix.3base.de/

Die teilnehmenden Künstler über sich:

Phonepunk
Steampunk ist für mich mehr als eine Subkultur – es ist eine Kunstrichtung! Dieses Genre bezeichnet ein Spannungsfeld zwischen altem Design und modernster Technik. Es ist eine Kommunikation zwischen der erlebten Vergangenheit und einer möglichen Zukunft. Unter dem Label „Phonepunk“ verbirgt sich mein eigenes Schaffen mit Designerlampen aus alten W-48 Telefonen, das bei Ausstellungen wie „Kunst im Treppenhaus“, der „Machina Nostalgica“ im Prinzeßhofmuseum zu Itzehoe, der „Machina Nostalgica“ im Maschinen-Museum Kiel, in der Kunststätte Bossard und anderen Ausstellungen reges Interesse fand.

Horatius Steam
Das Genre Steampunk hat mich vollständig infiziert, dabei geht es mir nicht nur um Mode, Stil, Benimm und Eloquenz. Neben diesen Dingen treibt mich auch die Frage: Was wäre wenn? Was wäre, wenn es zu der Zeit schon Computer, Radios, Mobiltelefone etc. gegeben hätte. Wie würden die dann wohl ausgesehen haben? Hier möchte ich Ihnen einen Einblick in meine Ideenwelt geben und ein paar Projekte vorstellen. Ich bin ein „Bastler, ein „Erfinder“ und „Tüftler“ im positivsten Sinne. Ich bin überzeugt, dass nur im Team, im Miteinander und im Teilen von Wissen wahrlich Großes entstehen kann.“

Toni Reintelseder
Bewegliche Metall-Skulpturen aus Stahl, Kupfer und Messing gefertigt sind Hauptbestandteil meiner Arbeit. Die einzelnen Grundbestandteile werden von Hand über einem Gesenk getrieben und miteinander vernietet, die beweglichen Teile werden, über Wellen und Hebel, einzig von einer integrierten Dampfmaschine angetrieben, welche durch einen eingebauten Kessel unter Dampf gesetzt wird, mit Spiritus oder Holz-Feuerung. Die Teile der Dampf-Anlage werden gedreht, gefräst und hart gelötet. Jedes dieser Objekte ist ein absolutes Unikat.

Steampunk Decadence
Mode ist niemals nur ein Stück Stoff… … das wir am Körper tragen. Im besten Fall unterstreicht sie die Einzigartigkeit des Trägers, im Schlimmsten ist sie ein Massenprodukt, das uns Uniformität aufzwingt. Eines ist sie aber in beiden Fällen: ein Ausdruck des Zeitgeistes. Getragene zeitgenössische Kunst, ein Blick auf Gedanken und Lebensweisen. Eine Chance uns unserer Geschichte und Kultur
zu nähern.

Dirk Jacobs
„Es wäre Gegenkulturfotographie, wenn der Rest tatsächlich Kultur wäre.“ Szene- und Pressefotograf seit 15 Jahren. Angefangen als Kind analog mit einer Spiegelreflex von Exacta, Dunkelkammer und Rebellentum. Digitalfotograf seit der Sigma SD9 heute mit Canon 5D MkIII und MKII sowie 7D unterwegs. Ständig den Sinn hinterfragend, dabei Stimmungen und Personen einzufangen, ist hierbei das Ziel. Unterwegs bei Allem was den Kopf frei macht.

 

 

Rezension: Menschmaschinen - eine Steamcyberpunk-Anthologie

Ob Dampf, ob Öl oder Elektoimpulse – seit jeher träumt der Mensch von der Verbesserung seiner selbst.
Nun haben sich zehn Tüftler an die Aufgabe gewagt, das fleischliche Selbst zu modifizieren und auf eine neue Stufe zu bringen. Ob mechanische Gliedmaßen, dampfende Herzen oder roboterartige Haushaltshilfen – der Traum hat die Realität bereits eingeholt.
Diese Anthologie aus dem Amrûn-Verlag enthält zehn Geschichten aus steam-, cyberpunkigen und transhumanen Welten aus der Feder von Thorsten Küper, Melanie Ulrike Junge, Marco Ansing, Gloria H. Manderfeld, Mia Steingräber & Tobias Rafael Junge, Peer Bieber, Peter Hohmann, Andreas Winterer, Eva Strasser und Anja Bagus. Sie wurde herausgegeben von André Skora.

© Amrûn Verlag 2017, Covergestaltung Christian Günther, Atelier Tag 1

Rezension zu den einzelnen Geschichten

Fitzroy, Falstaff und andere furiose Menschmaschinen – Thorsten Küper
Die erste und zugleich längste Geschichte der Anthologie wird aus der Sicht einer Menschmaschine geschildert – ein Herr, der einst menschlich war und nun im Grunde mehr oder weniger als halb mechanischer Handlanger für eine Dame arbeitet, die auf Rache sinnt. Dementsprechend actionreich ist die Handlung, die bisweilen ziemlich diabolisch wird, stellenweise tragisch und auch mit Andeutungen erotischer Natur aufwartet.

Der Heizer – Melanie Ulrike Junge
Hier wird eine dystopische Welt beschrieben, in der es zwar noch Menschen gibt, die auf der Erde leben, aber auch solche, die in Luftschiffen wohnen und die Erde fast nie betreten. Die Protagonistin, eine junge Frau aus der höheren Gesellschaft in der Hierarchie der Luftschiffer, trifft auf einen mechanischen Heizer, doch an Bord des Luftschiffes wird es schon bald sehr unruhig…

Der wilde Reiter – Marco Ansing
Marco Ansing schreibt immer wieder gern Abenteuer des Reporters Johann Alexander Krieger, der für den Hamburger Hanseboten arbeitet. In dieser Geschichte, die in Form kurzer Reportagen gegliedert ist, geht es um ein Reiterdenkmal für Wilhelm I., welches übrigens tatsächlich um 1902 in Hamburg aufgestellt wurde, allerdings erst nach längeren Debatten. In dieser Geschichte findet der Reporter Herr Krieger heraus, was es damit auf sich hatte und eine besondere Form der steampunkigen Technik spielt eine entscheidene Rolle dabei.

Ultramarinblau – Gloria H. Manderfeld
Diese Geschichte ist ebenfalls dystopisch und eher traurig. Hier geht es um „augmentierte Menschen“ auf der einen, und „normale“, unveränderte auf der anderen Seite. Wobei die „Augmentierten“ allerdings in dieser technikbegeisterten Welt, welche die Autorin hier entworfen hat, die neue Norm darstellen. Entsprechend schwierig gestaltet sich die Situation für die Unveränderten, die in Reservaten leben.

Adam – Mia Steingräber & Tobias Rafael Junge
Diese Geschichte ist angesiedelt in der „Eis & Dampf“-Welt von Christian und Judith Vogt. Ich hatte hier ein wenig den Eindruck, dass sie etwas verständlicher wäre, wenn man die entsprechende Welt bereits kennt, da vieles nur angedeutet wird. Außerdem ist sie eher episodenhaft angelegt, ungefähr so, als ob hier verschiedene Impressionen dieser Welt wiedergegeben werden.

Böse Träume – Peer Bieber
Hier wird es schön schaurig, denn übernatürliche Wesen gehen Anfang des 20. Jahrhunderts in winterlichen London um und versetzen ein Waisenhaus in Angst und Schrecken.

Rettung – Peter Hohmann
Eine düster-dystopische, spannende Geschichte, in der ein Technik-Fabrikant vor keinem Mittel zurückschreckt, um seinen Gewinn zu steigern. Bis sich ihm unerwartete Gegner entgegenstellen…

Der Fall Rohrschach – Andreas Winterer
Was wäre, wenn Maschinen einem beim Denken und Erforschen des menschlichen Bewusstseins helfen könnten, ja wenn sie sogar das menschliche Bewusstsein erweitern könnten? Mit dieser Frage beschäftigen sich der Erfinder Rohrschach und seine Frau, also sie auf ein mysteriöses Manuskript stoßen. An dieser Stelle möchte ich nicht verraten, um welches Manuskript es sich handelt, nur so viel sei gesagt, dass dies tatsächlich ein reales Vorbild hat, über das man unter anderem bei Wikipedia nachlesen kann.

Rupert – Eva Strasser
Diese Geschichte spielt nicht in einem typischen Steampunk-Setting, sondern eher in der nahen Zukunft. In einer minimalistischen Sprache schildert die Autorin den Alltag eines Mannes, der nach einem Unfall an Amnesie leidet und sich seinen Weg zurück ins Leben kämpft, stetig begleitet von seiner Frau und einem Arzt. Dann wird er von einer Firma namens CyCorps angeheuert, doch zunächst ist ihm nicht klar, was dort eigentlich produziert wird…

Happy Transition Day! – Anja Bagus
Diese Geschichte verzichtet ebenfalls auf eine genaue Zeit- und Ortsangabe, dadurch wirkt sie im positiven Sinne ein wenig zeitlos. Hier wird eine Welt geschildert, in der Menschen standardmäßig mithilfe einer fortgeschrittenen Technik eine Transition durchlaufen, um sich von menschlichen Schwächen aller Art zu befreien. Aber ob das auf Dauer gutgehen kann?

Die Anthologie umfasst 215 Seiten und ist als Taschenbuch und E-Book erhältlich.
Das Vorwort wurde von Autor Christian Vogt verfasst.
Die Verlagsseite zum Buch:
http://www.amrun-verlag.de/produkt/menschmaschinen-eine-steamcyberpunk-anthologie/

Fest der Güterhallen 2017 - Steampunk Art

Wer am Wochenende noch nichts vor hat, der könnte einen Ausflug in die Messerstadt Solingen wagen. Dort findet am Samstag, 13.05. ab 16.00 Uhr und am Sonntag, 14.05. 11 bis 18.00 Uhr das Fest der Güterhallen unter dem Thema „Steampunk Art: Phantastische Welten“ statt.

In den ehemaligen Güterhallen des alten Solinger Hauptbahnhofs bietet der Verein GÜTERHALLEN e.V. Raum für Kunst, Handwerk und Wohnen in 16 Ateliers. Am kommenden Wochenende laden die Künstler nun zu einer Zeitreise durch Kunst und Kultur ein.

Mit dabei sein aus den Reihen der Steampunks wird u.A. Steampunk-Electropop-Band Held der Arbeit, Stella Crowmoon´s Tanztheater, die Steamtropolis on Tour, aber auch Steampanoptikumautorin Clara Lina Wirz und viele mehr.

Der Eintritt ist frei, für das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt sein. Mehr Infos zu Künstlern, Programm und Location findet sich auf der Homepage www.gueterhallen.de.

Güterhallen e.V.
Alexander-Coppel-Strasse 42
42651 Solingen

Aurelio Voltaire wieder auf Deutschland Tour

© Aurelio Voltaire Hernandez


„It’s so easy when you’re evil“ hat Aurelio Voltaire, US-Amerikaner mit Kubanischen Wurzeln, bereits vor Jahren festgestellt. Aber so abgrundtief böse ist er dann in Wirklichkeit doch nicht, mit einer guten Portion Humor der schwärzesten Sorte und einfühlsamen Liedern hat sich Voltaire nicht nur in die Herzen der Goth-Gemeinde gespielt; nein, mit seinem Programm begeistert er Geeks und Fans auf den größten Conventions (Goth, Steampunk, SciFi, Fantasy, Comics, Cosplay, etc) rund um den Globus.

Seine Lieder handeln von Liebe, Unterdrückung, Schmerz und Wut, von Leichen und Zombies, die einen doch immer wieder zum Lachen und Mitsingen bringen. Und auch Steampunk-Themen tauchen immer wieder auf, wie z.B. im Album „Riding a black unicorn“, wenn er die irrwitzige Geschichte vom „Mechanical girl“ erzählt.

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Außerdem ist Voltaire Autor verschiedener Goth-Ratgeber, Comics und Jugendbücher, Schauspieler, Spielzeugdesigner und „Trickfilmkünstler“, wie er selber immer wieder betont.  In seinem Youtube-Kanal hat er unter anderem eine Webserie für Gothics („Gothic homemaking“)  und eine Ratgeber-Reihe für angehende Rock Stars gestartet: „The future Rock Star’s Handbook“.

Mittlerweile kann der Künstler auf zehn veröffentliche Alben zurückblicken und auf dieser Tour wird es in Leipzig eine Release-Party zu einem „Best of“-Album geben. Außerdem erscheint gegen Ende des Jahres ein neues Album, auf das sich seine Fans freuen können: „Heart shaped wound“.

Aurelio Voltaire im Shadow, Leverkusen 2016 © Ayra Leona

 

Im Mai 2017 spielt Voltaire in 5 deutschen Städten:

Moritzbastei Leipzig – Montag, 15.05.2017 ab 20:00
Shadow, Leverkusen – Dienstag, 16.05.2017 ab 21:00
Tom‘s Keller, Enkirch (Mosel) – Mittwoch, 17.05.2017 ab 21:00
Dreikönigskeller, Frankfurt am Main – Donnerstag, 18.05.2017 ab 21:00
Pyrates, Hamburg – Sonntag, 21.05.2017 ab 21:00

Die Aetherpräsenz des Künstlers:
http://www.voltaire.net/

Zur Seite der Deutschland-Tour.

 

Rezension: Aetheragenten - das Erwachen, Roman von Tanja Schierding

„Ætheragenten – das Erwachen“ ist ein abenteuerlicher All Age Steampunk-Roman, der in derselben Welt wie die Aetherwelt-Romane von Anja Bagus angesiedelt ist.

© Edition Roter Drache

Inhalt
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts überzieht grüner Æthernebel die Flüsse und Seen dieser Welt. Auch bleibt das beschauliche Wallsend im hohen Norden Englands nicht verschont. Als der dort wohlbehütet aufgewachsene vierzehnjährige Gregory durch einen mysteriösen Unfall mit dem Æther in Berührung kommt, verändert er sich und sein bisher überschaubares Leben gerät aus den Fugen.

Von seinen Eltern verstoßen, stolpert er, auf der Suche nach seinem Platz im Leben, in ein ebenso rätselhaftes wie gefährliches Abenteuer. Was verbergen die Mauern der Burg Bamborough und ist der mysteriöse Schausteller Peverell Primeaux wirklich ein Verräter an der Krone?

Spuren führen Gregory und seinen neugewonnenen Freund Weston auf die andere Seite des Erdballs, wo sie sich einem von dunklen Plänen getriebenen Widersacher gegenüber sehen. Reichen am Ende ein aufrechtes Herz und eine gehörige Portion Mut aus, um dem Bösen die Stirn zu bieten und mehr als nur einen Freund zu retten?

Rezension
In „Ætheragenten – das Erwachen“ wird das „Shared universe“ der Ætherwelt nach England übertragen, und eine abenteuerliche Reise verschlägt Gregory erst zu Ausgestoßenen, die den Gedanken an Robin Hood nahelegen und später dann zum Britischen Geheimdienst, oder vielmehr einer Spezialabteilung, die mit vom Æther veränderten Menschen arbeitet. Dort muss Gregory sich bald in einem Team mit ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten zurechtfinden und trifft dabei längst nicht nur auf freundlich gesinnte Kollegen.

Das darauffolgende Abenteuer ist spannend und actionreich erzählt, außerdem gibt es einige interessante technische, steampunkige Erfindungen, die gekonnt in die Handlung eingewoben sind.
Und es ist gewiss kein Zufall, dass einer der Erfinder mit Nachnamen ausgerechnet „Marvel“ heißt und gern Comics zeichnet. Wer angesichts der vom Æther Veränderten, die gesellschaftlich kaum akzeptiert oder sogar verstoßen werden, an Mutanten wie die „X-Men“ denkt, der liegt insofern richtig, dass auch in dieser Geschichte Themen wie (In-)Toleranz und Anderssein eine wichtige Rolle spielen.

In einigen Teilen des Buches hätte ich mir etwas ausführlichere Beschreibungen gewünscht, z.B. zu dem Unterricht und Training des Geheimdienstes, aber in diesem ersten Roman der Ætheragenten-Reihe geht es gleich „in die Vollen“, was natürlich auf der anderen Seite wiederum die Spannung erhöht.
Gregory verfügt durch seinen Kontakt zum Æther über mehr Fähigkeiten, als ihm anfangs klar ist – das zeigt sich im Finale am anderen Ende der Welt, welches außerdem  mit einer überraschenden Wende aufwartet…

Die Geschichte funktioniert aus meiner Sicht sehr gut als All age-Roman, denn diese unterhaltsame Mischung aus Steampunk-, Abenteuer-, Fantasy- und Entwicklungsroman dürfte Jugendlichen genau so viel Freude bereiten wie jungen oder auch älteren Erwachsenen.

Die Verlagsseite zum Buch
232 Seiten, erhältlich als Taschenbuch und E-Book

Die Fortsetzung zu „Ætheragenten – das Erwachen“ heißt „Ætheragenten 2: Gregory Ferrinton Roycroft und das Tor nach Xibalba“ und ist ebenfalls bereits erschienen.

Die Webseite der Autorin:
http://tanjaschierding.de/

Außerdem haben die Ætheragenten ihre eigene Ætherpräsenz:
http://aetheragent.de/

 

Die kleine Nacht der Luftschiffe im Zeppelinmuseum

Skizze des Luftschiff LZ1, historische Abbildung


Was wäre, wenn die Welt noch voller unentdeckter Orte wäre?
Was wäre, wenn Wissenschaft noch Abenteuer bedeutete
und wenn Handwerkskunst auf Dampfmaschinen und Elektronik träfe?
Was wäre, wenn Luftschiffe mit Dampf betrieben werden könnten?
Auf den Spuren Jules Vernes entstehen fantastische Welten
und alternative Vergangenheit trifft auf modernes Handwerk.

Die „Kleine Nacht der Luftschiffe“ im Zeppelinmuseum in Zeppelinheim (Hessen) lässt diese Welten am kommenden Samstag lebendig werden, etwa mit dem Kurzfilm „Airlords of Airia“, der Ausstellung „Fantasie-Luftschiff-Welten“, Autorenlesungen von verlorenen Puppen und Æetherwelten, (mit Judith und Christian Vogt und Anja Bagus) den Waren der fahrenden Händler, fantastischen Kostümen und Ausstellungen von Steampunk-Makern. Denis Wittberg belebt dazu die Musik der 20er Jahre und auch das leibliche Wohl soll nicht zu kurz kommen. Der Eintritt ist frei und die Veranstaltung ist auch für Kinder geeignet.

Die kleine Nacht der Luftschiffe
Samstag, 29. April,
16 – 23 Uhr
Veranstaltungsort:
Zeppelinmuseum
Kapitän-Lehmann-Straße 2,
63263 Zeppelinheim

Historischer Hintergrund des Museums

1936 startete auf dem Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main eröffnet der Transatlantikverkehr per Zeppelin. Deshalb ließ die Deutsche Zeppelin Reederei für das Bord- und Bodenpersonal in unmittelbarer Nähe des neuen Arbeitsplatzes die Wohnsiedlung Zeppelinheim errichten, welche heute ein Stadtteil Neu-Isenburgs ist.

Mehr über das Museum erfährt man hier:
http://www.zeppelin-museum-zeppelinheim.de/

Das genaue Programm (Änderungen vorbehalten) ist in dieser Abbildung dargestellt:

Programm der „Kleinen Nacht der Luftschiffe“ Abbildung: Zeppelin-Museum

Zombies, Zahnrad und Zylinder - der etwas andere Steampunk LARP

„Wir schreiben das Jahr 2017 anno Domini. Manche im Deutschen Kaiserreich nennen es auch das „Jahr 90 nach Ende des großen Zombiekrieges“. Frau Wilhelmine Wohlgemuth und Graf Holger von den Driesch laden zur 90-Jahrfeier der Beendigung des grossen Zombiekrieges ein…
In der historischen Ludwigsvorfeste (89231 Neu-Ulm, Wileystraße 21), welche während des großen Zombiekrieges eine bedeutende Rolle spielte, finden wir einen würdigen Rahmen, in dem wir uns treffen können, um den Jahrestag würdig zu begehen.“

So beginnt der Einladungstext zu einer ungewöhnlichen LARP-Veranstaltung, ein Crossover aus Steampunk- und Zombie-Genre: „Zombies, Zahnrad und Zylinder“. Diese findet am 07./08. Juli 2017 in Neu-Ulm statt.

Organisiert wird das ganze von der „Game over LARP“ Orga, die aus einem neunköpfigen Team besteht. Für das vorliegende Interview haben uns Holger und Bianca von der Head-Orga freundlicherweise einige Fragen beantwortet.
Holger ist seit vielen Jahren begeisterter Rollenspieler und Mittelalterdarsteller. Die meisten im LARP kennen ihn von Endzeit und Zombieapokalypse-Cons. Bianca ist ebenfalls seit vielen Jahren begeisterte Pen-and-Paper-Rollenspielerin und  Mittelalterdarstellerin. Im Steampunk ist sie bereits seit einigen Jahren aktiv. Zum LARP kam sie durch einen Firefly-Con und als Mitorganisatorin des  ersten Game Over.

copyright: Game over LARP Orga

Steampunk ist ja an sich schon eher ein Nischengenre im LARP. Ihr kombiniert dies in eurer neuen Conreihe ausgerechnet mit Zombies. Wie seid ihr auf diese Idee gekommen? Bisher sind Untote ja eher in Fantasy- oder Endzeitsettings zu finden, und auch in der Steampunkliteratur sind Zombies relativ selten anzutreffen…

 

Holger: Vom Prinzip her ist das einfach, Bianca (meine bessere Hälfte) ist Steampunkfan und ich bin Zombiefan und uns beiden gefiel die Idee beides zusammen zu bringen. Die Zombies im ersten Con sind an die Zombies in „Fido“ angelehnt.

 

Bianca: Als Ergänzung für die, die Fido nicht kennen: Unsere Zombies tragen Halsbänder, die den Beißreflex unterdrücken und können so für allerlei Arbeiten herangezogen werden. Von einfachsten Tätigkeiten in Fabriken bis hin zu Dienstboten in reichen Häusern.

 

copyright: Game over LARP Orga

 

Was ist denn das Ausgangssetting für eure Steampunk-Zombie-Cons? Sind sie im 19. Jahrhundert angesiedelt?

 

Holger: Nein die Cons sind in einem fiktiven Jahr 2017 angesiedelt, 90 Jahre nach Beendigung des großen Zombiekrieges. Wir haben eine komplette Hintergrundwelt dazu erschaffen. In dieser gibt es übrigens keine im Steampunk so beliebten Zeitreisen, weil das ansonsten dazu führen würde das der Ausbruch nie stattfand….. ;) Zeitparadoxen und so

 

Bianca: Die gesamte Hintergrundwelt gibt es auf wwww.game-over-larp.de zum Nachlesen.

Kurz zusammengefasst tauchten die ersten Infizierten im Jahre 1901 in Afrika auf, von dort verbreitete sich das Virus, bis schließlich auch Europa überrannt wurde. Nach langen und verlustreichen Kämpfen konnten die Horden zurückgedrängt werden. Durch diesen Krieg stoppte aber die technische Entwicklung, da Ressourcen und Menschen fehlten. Es wurde für den Wiederaufbau zunächst auf die vorhandenen robusten und einfach zu reparierenden Dampfmaschinen zurückgegriffen, die dann auch weiterentwickelt wurden.

 

Was könnt ihr uns über die Zombies in eurem Setting verraten, ohne zu spoilern? Und sind es allein NSC-Charaktere, oder könnte man auch als SC einen Zombie darstellen?

 

Holger: Die Zombies in unserem Setting sind tatsächlich SC, da sie an Zombies aus dem Film „Fido“ angelehnt sind, so kommen auch Zombiespieler in den Genuss eine Rolle spielen zu können ohne ständig „umgebracht“  zu werden.

Bianca: Unsere Zombies sollen Charakter haben. Außerdem ist ein trainierter und ausgebildeter Zombie ziemlich teuer. Der Besitzer desselben wäre nicht erfreut, würde er einfach so der letzten Ruhe überantwortet.

 

 

copyright: Game over LARP Orga

 

Hängen die von euch aktuell geplanten drei Cons direkt miteinander zusammen, oder könnte man sie auch unabhängig voneinander besuchen?

Man kann sie unabhängig von einander besuchen, da sie nur in der gleichen Welt spielen, für Leute die alle besuchen, haben wir aber „Easter-Eggs“ geplant, die in Form von kleinen Plots zu finden sind.

copyright: Game over LARP Orga

Welches Regelsystem benutzt ihr? Habt ihr ein eigenes entwickelt, greift ihr auf vorhandene zurück oder ist es DKWDDK? („Du kannst, was du darstellen kannst“)

Holger: Für unser ZZZ [„Zombie, Zahnrad und Zylinder“, Anmerkung der Redaktion] benutzen wir tatsächlich das DKWDDK, weil es sich als ziemlich praktisch heraus gestellt hat.

Sind eure Cons auch für LARP-Anfänger oder Steampunk-Newbies geeignet? Oder sollte man hier schon Erfahrung mitbringen? Und gibt es auf euren Cons einen Dress-Code?

 

Holger: Die Cons richten sich ganz bewusst auch an Anfänger und Quereinsteiger (Steampunker, Cosplayer, etc.) da wir der Ansicht sind das sich gerade so ein Setting auch für Anfänger eignet, da wir ja die „Jetztzeit“ bespielen die zwar einige Änderungen gegenüber der Vergangenheit hat, aber das ganze kommt ohne große sprachliche Verrenkungen daher da wir als Einsteigercon einen Feiercon mit allen Gesellschaftsschichten veranstalten, bei dem Krimidiner sieht es schon etwas anders aus da man sich in „gehobener“ Gesellschaft befindet, bzw. als Zombie „sprachlos“ agiert.

Einen „Dresscode“ gibt es nur in sofern als das man sich einer „Fraktion“ anschliessen sollte. Also der „klassische“ Steampunker als „Oberschicht“, Mittelschicht ehr in die Richtung „Gothic-Steampunk“ (so in der Art Junge Wilde) und die Unterschicht ehr so wie in „Gangs of New York mit Steampunkeinschlag“. Wir veröffentlichen regelmäßig Bilder im Internet und auf Facebook mit Beispielen, wo sich Interessierte dran orientieren können.

 

Bianca: Die Bilder findet Ihr auf der Facebook-Seite Game-over-Larps https://www.facebook.com/Game-Over-Larps-1182601161800188/ oder in unserem Forum http://game-over-larp.de/phpbb/index.php (auch über einen Link auf Game-over-larp.de erreichbar).

Hier gibt es neben Ideen zur Gewandung auch kleine Übersichten zu den Adelstiteln oder militärischen Rängen, die wir verwenden. Wir richten uns hierbei nach den Gepflogenheiten des Deutschen Kaiserreiches.

 

Habt ihr noch andere LARP-Projekte abseits der Zombies und Steampunk?

Holger: Yep und zwar einen Cyberpunk-Con und ein Western-Zombie-Crossover LARP.

 

Das klingt auch spannend. Last, but not least: Was gefällt euch besonders am Steampunk?

 

Holger: Die Möglichkeit zu basteln und mit anderen gleichgesinnten zu agieren, eine Rolle zu spielen und ganz einfach Spaß zu haben.

 

Bianca: Mich hat zuerst die Ästhetik angezogen. Und dann mag ich den „Punk“ im Steam sehr gern. Wir sind auch Reenactors und da achte ich persönlich für mich sehr auf das große A wie in authentisch. Im Steampunk hat das für mich keinen Platz, da ist alles erlaubt, was gefällt. Die Vielfalt, die man z. B. auf Treffen sieht, sorgt immer wieder für kreative Schübe. Die technischen Basteleien faszinieren mich auch sehr. Aber da stehe ich noch ganz am Anfang.


Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg für eure LARP-Projekten!


Weitere Informationen zur Veranstaltung am 08./09. Juli 2017 gibt es hier:

http://game-over-larp.de/html/zzz2017.html

Steampunk Kurzfilme

Steampunkfilme und -Serien sind relativ rar, verglichen mit anderen Genres.  Auch wenn es hier und da bereits einige Hollywood- oder auch andere Großproduktionen mit Steampunk- oder Dieselpunk-Elementen gibt, ist es doch eher ein Nischengenre, an dem sich große Filmstudios nur selten versuchen.

Allerdings existieren mittlerweile eine ganze Reihe an Independant-Steampunk-Kurzfilmen und auch Webserien, die von engagierten und kreativen Filmemachern kreiert wurden und werden, oft unterstützt von Steampunks, z.B. als Crowdfunder oder auch als Komparsen.

Eine kleine Auswahl solcher Filme möchten wir heute vorstellen. In diesem Beitrag geht es übrigens ausschließlich um englisch- oder deutschsprachige Realverfilmungen, da sich mit Steampunk-Animationsfilmen ein eigener Beitrag füllen lässt.

Aurora

Gewinner in der Kategorie „Bester Action/Abenteuer-Film“
beim Comic Con International Independent Film Festival 2013.

Nachdem seine Frau von einer Gruppe Sklavenhändlern entführt wird, kämpft der Kapitän des Luftschiffes „Aurora“ mit allen Mitteln darum, sie zu befreien. Dieser Film wurde mit einem Budget von 1800 $ über dreieinhalb Jahre gedreht, mit einem Team von über 100 Personen.

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Heute ist noch kein Amt
Eine deutsche Webserie, die auf Anja Bagus‘ Aetherwelt-Romanen basiert:
Willkommen im Amt für Aetherangelegenheiten!

Space: 1889
Dieser deutschsprachige Film ist eher als längerer Trailer oder Demo zu sehen für einen Film,
der zu dem Pen & Paper Rollenspiel „Space: 1889“ geplant ist.

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Tea Time
Dieser humorvolle Film beschäftigt sich mit einer skurrilen Erfindung
und ihrer unkonventionellen Erfinderin.

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Vollbracht
An diesem Musik-Kurzfilm von Sivia Dinh waren La Fronteria Victoriana, Kat Dunkelbunt
und eine ganze Reihe an Steampunk-Komparsen beteiligt.

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The world of steam – The clockwork heart
Im ersten Teil dieser Webserie wird eine in sich abgeschlossene Geschichte erzählt:
Als der Erfinder Hieronymous Smythe seine Frau verliert, kommt ihm eine höchst fragwürdige Idee.
In diesem Film gibt es auch einige kurze animierte Sequenzen und einen interessanten Twist am Ende.

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A Rock and hard place – Adventures of the League of S.T.E.A.M.

Die Webserie League of S.T.E.A.M. erzählt bereits seit 6 Jahren in einzelnen, in sich abgeschlossenen humorvollen Episoden die Abenteuer einiger Geister- und Monsterjäger. Wer da an „Ghostbusters“ denkt, liegt nicht daneben, denn auch diese Geisterjäger verfügen über allerhand interessante Gadgets.
Die hier vorgestellte Episode ist eine der jüngsten,
die weiteren sind im gleichen Youtube-Kanal zu finden.

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Airlords of Airia
Airlord Karak, Admiral einer Luftschiffflotte, hat eine mächtige, antike Waffe auf einer Expedition entdeckt. Nachdem er die Wodnik 7 Basis erobert hat, will er die Macht der Republik Airia an sich reißen und den gesamten Kontinent in einen Krieg verstricken. Die Polizeibeamtin Lura tut sich mit einer Schmugglerbande zusammen, um Karaks Pläne zu durchkreuzen.

Dieser Kurzfilm (der im Clockworker bereits einmal vorgestellt wurde)
dient als Trailer bzw. Demo für einen geplanten Spielfilm von ca. 90 Minuten.

 

 

Premiere: Coppelius.Waits. for you - Musiktheater im Revier

Nur wenige Monate nach der für Ende 2016 angekündigten Clubbühnenabstinenz finden die Herren von Coppelius doch den Weg zurück auf eine Bühne: nämlich die, des kleinen Hauses des Musiktheaters im Revier (MiR) in Gelsenkirchen, in dem Ende 2015/Anfang 2016 auch die Steampunk Oper „Klein Zaches, genannt Zinnober“ zur Aufführung kam.

Und das, was da am Abend des 01.04. stattfand, wurde als „Club-Konzert“ angekündigt. Das freut natürlich besonders die Fans, die sich schon auf eine längere Pause eingestellt hatten.

Trotzdem ist dieses Konzert etwas völlig Neues und Anderes, als die bisherigen Auftritte der Berliner Band. Nicht nur, weil man dieses Mal den Klängen im Sitzen lauscht, nein, auch weil Coppelius nicht alleine gekommen sind:

Mit dabei ist auch Rüdiger Frank, dessen Bekanntschaft man als Klein Zaches Darsteller machen durften, und dessen Begleitung Pianist Heribert Feckler.

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Steampunktortenkleider auf der Creativa

Seit gestern hat die Creativa in den Dortmunder Westfalenhallen für die Besucher geöffnet.

Die Messe CREATIVA Dortmund ist Europas größte Messe für kreatives Gestalten. Mehr als 660 Aussteller präsentieren auf der Dortmunder CREATIVA Messe Materialien, Geräte, Werkzeuge und Zubehör für die unterschiedlichsten Kreativ-Techniken sowie kreative Fertigobjekte aus eigener Herstellung. Das Themenspektrum reicht dabei von Handarbeit, Malen und Zeichnen über Basteln und Handwerken bis hin zu Schmuck, Puppen und Spielzeug. Zahlreiche interaktive Sonderschauen und Kreativ-Workshops laden auf der CREATIVA Messe Dortmund außerdem zum selber Mitmachen und Gestalten ein.

Mit dabei ist auch die Cake Company, deren Spezialgebiet Tortendekorationen sind. „von A wie Ausstecher bis Z wie Zuckerdekor, Fondant, Marzipan, Tortendekoration, Schokoladen Dekoration, Backmischungen u.v.m.“

In der Halle 4 veranstaltet die Troisdorfer Firma den „Queens Battle“, ein Livewettkampf, bei dem die Teilnehmerinnen Showtorten zum Thema „Steampunk Kleider“ erstellen müssen.

Noch bis morgen wird fleißig weiter an den Kreationen gewerkelt, bevor diese sich der Jury stellen müssen. Mit bewerten werden unter anderem Dusty Steampott und Sibylle Nix (Funkelglanz/Steamtropolis). Bis dahin kann man den fleißigen Tortenkünstlerinnen noch Live über die Schulter schauen oder sich nebenan bei der Cake Company Tipps und Tools zum selbst kreativ werden holen.

Aber nicht nur die süßen Kreationen künden vom Steampunk, auch die „Steamtropolis on Tour“ ist vor Ort anzutreffen und verbreitet das Wissen um die Szene. Außerdem können Kleinigkeiten von verschiedenen Steampunk Verkäufern am Stand E20 in Halle 4 erworben werden, mit dabei u.A. Hüte von Kat’s Lullaby und Schmuck von Doriel Design.

In den Hallen 4 bis 7 findet der geneigte Bastler außerdem einiges, was sich auch im Steampunkbereich nutzen lässt. Insbesondere das Herz der nähenden Steampunks dürften angesichts der breiten Auswahl an Stoffen, Borten, Spitzen und Knöpfen höher schlagen, aber auch Schmuckbastler werden in den Hallen fündig, sodass sich ein Besuch definitiv lohnt.

Die Creativa hat bis einschließlich Sonntag täglich von 9-18 Uhr geöffnet. Tickets gibt es ab 10,00€ im Vorverkauf. Mehr Infos unter www.messe-creativa.de

Feline & Stranges Steam Ball in Berlin und ihr neues Album OUT

Die Berliner Electro-Wave Band Feline & Strange veröffentlicht mit OUT ihr fünftes Album. Das Record Release Konzert findet im Rahmen eines Steamballs am 24.03. im Berliner Pfefferberg statt.

In Zusammenarbeit mit dem Team der Band und des Steamballs verlosen wir 2 x 2 Tickets zur Veranstaltung. Alle Infos dazu am Ende des Artikels.

Infos zur Veranstaltung
Motto: Still on earth?
Genre: Electronic Wave Cabarét / Steampunk
Datum: FR, 24.03.2017
Beginn: 20:00 Uhr
Location: Pfefferberg Haus 13
Adresse: Schönhauser Allee 176, 10119 Berlin
Website: http://felineandstrange.com/steamball
Eintritt: VVK: 9€ plus Gebühren (über Website), AK: 12€

Programm auf dem Steamball:
Die Bands The Clockwork Faerie und The JackAffair als Gäste, Tanzworkshops und Showtanz, Burlesque, Modenschau, Steampunkmarkt, Kostümverleih, sowie eine große Lightshow. Durch das Programm führt die britische Burlesque-Künstlerin Jezebel Steele.
Für das Publikum gilt ein strikter Dresscode, der sich an den ästhetischen Welten des Steampunk und des Gothic orientiert. „Sei Weltretter, Geheimagent, Zeitreisender, Alien, verrückter Erfinder, Aufziehpuppe, das Unbekannte Erforschender, oder einfach die Schönste auf einem rauschenden Ball“, geben die Veranstalter zur Orientierung mit auf den Weg.
(Genauer Programmablauf auf der oben verlinkten Website)

coypright: Victoria Linchong

Über die Band:
Nach Engagements als Opernsängerin, Tangochanteuse, sowie als Regisseurin und Festivalveranstalterin gründete Feline Lang zusammen mit Christoph Klemke 2009 die Band Feline & Strange. Sie machte sich aufgrund ihres auffälligen Musikstils und Bühnenoutfits schnell einen Namen, wurde 2014 vom amerikanischen Produzenten Jason Rubal (Dresden Dolls) entdeckt und ist seitdem regelmäßig auf internationalen Festivals vertreten. Out ist das mittlerweile fünfte Album.

 

copyright: creative commons Feline Lang

Rezension zum Album Out
Wie schon bei ihreren früheren Alben zeigen Feline & Strange in ihrem neuen Album Out nicht nur ihr starkes  musikalisches Talent, sondern auch ihr Gespür für eindringliche Geschichten, die sie hier in 11 Songs verpacken.

Out startet in dem Song How much mit sanften Klavierklängen die langsam überleiten
in ein zunehmend dramatisches und zugleich mystisch wirkendes Lied

Lilith wirkt auf den ersten Blick wie eine liebliche Ballade, hat aber auch düstere Untertöne.

In Modern Conversation nimmt Feline die Unterhaltungen und Kommentare
in sozialen Medien mit vielen kurzen Ausrufen (und vermutlich auch anderswo) kritisch aufs Korn.

The train ist das vielleicht melancholischte Stück des Albums. Der Erzähler berichtet
von seiner Verwirrung, wie er eigentlich in diesen Zug gekommen ist, in dem er niemanden kennt.
Und dass ihm eine lange Reise bevorsteht. Die immer wiederholte Zeile „And the train goes on…“ wirkt in diesem Zusammenhang von mal zu mal bedrohlicher, erst jetzt als sie im letzten Teil auch noch geflüstert wird.

And if the world would end tonight gehört ebenfalls zu den schwermütigeren Stücken des Albums. Es beschäftigt sich sowohl mit dem Tod, als auch dem Leben, was ganz und gar gelebt werden will, bevor alles endet.

City by the sea besticht durch abgehackt klingende, metallische Riffs und erzählt von dem schwierigen Leben in einer Stadt. Von der Atmosphäre und seinem Rhythmus her erinnert der Song auch an Country & Western Songs.

No life on Mars verwendet ungewöhnliche Klänge und Rhythmen zu Beginn,
bis es bald zu einem tanzbaren Elektro-Song wird. Der Text lässt an Science Fiction und Weltraumreisen denken – eine Space Opera, wenn man so will. Im dazugehörigen Musikvideo wird das schön surreal umgesetzt:

Feline & Strange „No life on Mars“ Musikvideo:

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Hole in the ground ist akustisch arrangiert und erzählt die skurrile Geschichte eines Einsiedlers,
der sich in einem Loch verkriecht.

Berlin’s a bitch erinnert an alte Zirkusmusik, die recht hektisch wirkt und gemeinsam mit dem Text das Chaos einer Großstadt sehr gut widerspiegelt. Einzelne Zeilen unterscheiden sich deutlich davon, klingen sie doch eher wie eine Liebeserklärung aus einem alten Lied über diese Stadt:
„Und doch komm ich immer zurück zu dir, mein Berlin, mein Berlin
ich kann eben einfach nicht lassen von dir, ich muss doch immer wieder hin…“
Doch auch diese Verse stammen von Feline & Strange.

On the run erzählt eine Geschichte von einer turbulenten Flucht, bei der es um Leben und Tod geht. Dementsprechend rasant wirkt dieser Song, zumindest im Refrain, während die einzelnen Strophen eher wie Verschnaufpausen unterwegs klingen.

Elektronisch und schnell wird es wieder bei Little Boxes, dem Abschlusslied, das einen zugleich sozialkritischen und zynischen Eindruck macht.

gemeinfreie Abbildung

Verlosung von 2 x 2 Karten für den Steamball am 24. März 2017 in Berlin
Die Verlosung startet heute und endet am Sonntag, 19. März Januar 2017
Die GewinnerInnen werden per E-Mail informiert.
Teilnahmeberechtigt sind alle über 18 mit Wohnsitz in Deutschland.
Zur Teilnahme senden Sie bitte einfach eine E-Mail an amaliazeichnerin(at)gmx.de,
mit dem Betreff „Verlosung“

Steampunk Events im Frühjahr 2017

Während der Winter sich seinem Ende nähert, hier schon einmal ein Überblick über Steampunk-Veranstaltungen im Frühling 2017, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

steampunk-vorlage02

Abbildung: gemeinfrei von Pixabay.com, bearbeitet von A. Zeichnerin

März
5. März: Freiburg unter Dampf 1/17 –  Steampunk-Stammtisch in Gundelfingen
http://salon.clockworker.de/events/freiburg-unter-dampf-runder-tisch-1-17

18. + 19. März: Clockwork Cabinet II Schloss Grailsheim in Rödelsee.
https://www.facebook.com/events/141014009688509/

 

24. März 2017 Steam Ball 4 – Record Release Konzert zum Album „OUT“ von Feline & Strange, Berlin

http://felineandstrange.com/steamball

26. März: Phantastisch historischer Flohmarkt. Celle https://www.facebook.com/events/131401754034869/

26. März 2017 Steampunktreffen in Heppenheim, Kein Eintritt, Gebäck erwünscht; Hessen https://www.facebook.com/events/1326423580741062/

25. + 26. März 2017 Maker Faire in der DASA Dortmund mit vielen Steampunk Ausstellern https://www.facebook.com/MakerFaireRuhr/?fref=ts

30. März 2017 Auf Geistersuche – eine Grusel-Lesung (mit historischen Romanen, die um 1887 und 1921 angesiedelt sind) im ViaCafélier, Paul-Dessau-Str. 4 in Hamburg-Bahrenfeld, ab 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
https://www.facebook.com/events/616024311930833/

April
01. – 02. April: Steamtropolis in Witten (NRW)
https://www.facebook.com/events/570123896518154/

09.04.2017 Worte aus Dampf – Steampunk-Lesung
in der Grotesque Absinthbar in Aachen (Rennbahn 1, 52062 Aachen) – ab ca. 19:00 Uhr
Lesungen aus versch. Bücher des Art Skript Phantastik-Verlags
Website der Absinth-Bar: http://www.grotesque-bar.de/
(Veranstaltungsseite bisher nicht bekannt)

29. – 30. April: Elfia in Haarzuilens – NL
http://salon.clockworker.de/events/elfia

29. April : Kleine Nacht der Luftschiffe, Zeppelinmuseum in Zeppelinheim bei Frankfurt https://www.facebook.com/events/1273624392658046/

30. April: Steampunk Frühjahrstreffen Aschaffenburg, Bayern, Kein Eintritt; https://www.facebook.com/events/388505621480652/

Mai
20. Mai: 2. Steampunkpicknick am Seeschloß Monrepos, Ludwigsburg
http://salon.clockworker.de/events/2-steampunkpicknick-am-seeschlo-monrepos

20. – 21. Mai: Vaporium Ruhr – Dampffestival Ruhrgebiet
in der Zeche Hannover, Bochum
https://www.facebook.com/events/751755088321126/

Diese und weitere Veranstaltungen finden Sie im Veranstaltungskalender des Rauchersalon
oder auch in der Facebook-Gruppe Steam & Victorian Events and More Germany.

Bericht: 3. Steampunk Jahrmarkt

Gemessen an den Besucherzahlen kann man mit Fug und Recht behaupten, dass auch der 3. Steampunk Jahrmarkt in der Jahrhunderthalle Bochum ein voller Erfolg war. Rund 3700 größtenteils gewandete Besucher verkündete Albert Ritter, Mit-Veranstalter und Moderator des Steampunk Outfit Wettbewerbs, gegen 21.30 Uhr.

Die drängten sich vor allem am Nachmittag zwischen den Fahrgeschäften und Ständen des 10. Historischen Jahrmarkts und genossen die Atmosphäre, soweit es möglich war, denn der Platz wurde stellenweise dann doch arg eng und der Lautstärkepegel war entsprechend. Gut, dass das Foyer ebenfalls mit einbezogen wurde und man bei den dortigen Steampunk Händlern etwas mehr Luft und Platz bekam, auch wenn man sich zur Rückkehr in die Halle dann wieder in die teils sehr langen Einlassschlangen einreihen musste.

Natürlich nutzten auch viele Fotografen die Gunst der Stunde so viele hervorragend gekleidete Steampunks vor die Linse zu bekommen, sodass es insbesondere nachmittags zu Szenen kam, die man sonst eher von der Elfia kennt: Ein Fotograf der seltenen Art „Ich frage, bevor ich ein Bild mache“ hat ein Model gefunden und nach seinen Wünschen positioniert und direkt nutzen einige Wild-Mit-Knipser die Chance und halten auch drauf.
Dem wird vermutlich nur sehr schwer beizukommen sein, es sei denn, man verbietet Fotografieren in Gänze bzw. nur mit Akkreditierung.

Schwierig auch deshalb die Entscheidung, weil natürlich viele der Anwesenden die Chance zum Showlaufen nutzen und sich über gute (!) Bilder im Anschluss freuen. (Auf Facebook gibt es übrigens eine Fotogruppe, die versucht die Alben und Fotos des Jahrmarkts an einer Stelle zu sammeln. )

Gegen Abend wurde die Ratio Steampunk-Besucher/Fotografen dann deutlich angenehmer und das Bühnenprogramm begann.
Neben Akustikauftritten von Drachenflug im Foyer und Lesungen von Judith und Christian Vogt aus „Die verlorene Puppe“ war der Höhepunkt mit dem Outfitwettbewerb angesetzt. Zur Einleitung gab es eine Vorführung am Vertikalseil von NRW-Kirmeskönigin Sophie I. bevor es in die Jurybewertung der Outfits ging.

Zu gewinnen gab es eine Reise zum Steampunk Asylum in Lincoln, entsprechend groß war die Motivation zur Teilnahme, sodass sich die Vorstellung der Beteiligten sehr in die Länge zog. Bereits bei Nr. 15 war Unruhe im Publikum zu bemerken, beim Blick auf die Nummernzettel erhaschte man eine 39 und so war es wenig verwunderlich, dass sich gegen Ende hauptsächlich noch die Teilnehmer selbst vor der Bühne tummelten.
Ein paar weniger Teilnehmer, etwas weniger spektakuläre Preise hätten es für den Zuschauer bei Weitem auch getan, zumal die Teilnehmer sich meist nicht selbst gemeldet hatten, sondern zuvor gezielt angesprochen worden waren.

Das Getümmel vor der Bühne konnte man auch nutzen um sich nun endlich einmal in Ruhe die vorhandenen Stände genauer anzusehen.
Zwischen Entchenangeln und Schießbude waren Steampunk Händler verschiedenster Art versammelt: Schmuck, Korsetts, Goggles, Hütchen, alles was das kauffreudige Herz begehrte und der Geldbeutel hergab.

Dazwischen fuhren immer wieder die fantastischen Gefährte des Abacus-Theater, nun auch mit einem neuem Steampunk Fahrzeug. Ebenso konnten funktionstüchtige Modelle von Dampfmaschinen bestaunt werden und die historischen Zugwagen.

In Sachen Ausstellung sah es in diesem Jahr dagegen eher Mau aus. „Freiburg unter Dampf“ fand sich dort und auch die Niederländer des Clockwork Carrousel trugen mit Teeduellen zur Besucherbelustigung bei.
Damit hatte es sich dann aber auch schon an Steampunk spezifischen Gruppen vor Ort und die bekannten Größen der deutschen Szene fehlten komplett:
Zwar konnte man sich, wenn man wusste, wen man ansprechen musste, seinen Zeitreisepass stempeln lassen, das Amt für Aetherangelegenheiten selbst war aber nicht da. Ebenso keine Machina Nostalgica Ausstellung oder die lokalen Gruppen wie die Ruhrwerke oder das Wupperdampf Laboratorium.

Schade, sind doch Make und Steampunk als Kunstrichtung DIE treibende Kraft und die Szene eigentlich weit mehr als schicke Klamotten.

Ein paar Gedanken zu den Eintrittspreisen: 20€ im Vorverkauf und 24€ an der Abendkasse, inklusive der Nutzung aller Fahrgeschäfte, sind durchaus vertretbar für das Angebot, ABER es gab keinen Kinderpreis und auch auf vermehrte Nachfragen in der Facebookveranstaltung wurde nicht beantwortet wieso. Lediglich Kinder unter 80cm hatten freien Eintritt.

80cm erreicht aber so mancher 1,5 -2-jährige schon; für diese Altersgruppe gibt es aber kaum Fahrgeschäfte, die sie nutzen dürfen, was ein volles Eintrittsgeld rechtfertigen würde.
Auch im Vergleich mit den normalen Tagespreisen an anderen Veranstaltungstagen schneidet der Steampunk Jahrmarkt deutlich teurer ab:
Normaler Eintritt beim historischen Jahrmarkt: 15€, Kinder bis 14 Jahre 12,50€, Familien (2 Erw. + 2 Kinder) 50€, bei Sonderveranstaltungen wie „Rock’n Roll anne Raupe“ ebenfalls 15€ (für alle, keine Kinderpreise), dafür aber für entsprechend dem Thema gekleidete nur 12,50€. Allerdings beginnen diese Sonderveranstaltungen erst um 18.00 Uhr und nicht, wie der Steampunk Jahrmarkt bereits um 13.00 Uhr.

Es scheint, als ob man bei Sonderveranstaltungen Kinder nicht dabeihaben möchte, oder dass man davon ausgeht, dass die Steampunks eh genug Geld haben.

Verwunderlich wird es, wenn man mitbekommt, dass zu späteren Einlasszeiten Kinder DOCH einen Kinderpreis zugestanden bekommen haben, sogar umsonst reinkamen, bereits gekaufte Karten teilerstattet wurden, das Ganze allerdings OHNE dass dies kommuniziert wurde.

Schade, dass die Einsicht so spät kam, denn viele Steampunks mit Familie hatten sich im Vorfeld von den Eintrittspreisen abhalten lassen. (Der hohe Preis für Familien war auch einer der am meisten angegeben Gründe bei unserem Ticket-Gewinnspiel, das haben wir dem Veranstalter auch mitgeteilt, was allerdings ignoriert wurde.)


FAZIT:

Insgesamt ist der Steampunk Jahrmarkt eine schöne Veranstaltung um Freunde und Bekannte zu Treffen und sein bestes Outfit auszutragen. Die Kulisse des Jahrmarkts und vor allem der Jahrhunderthalle passen hervorragend zur Steampunkästhetik und auch die Fahrten auf den historischen Fahrgeschäften machen Laune.

ABER man merkt leider deutlich, dass der Steampunk Jahrmarkt nicht von der Szene für die Szene gemacht wird, sondern eine kommerzielle Veranstaltung ist, die vorranging mit der Optik der Outfits und weniger mit dem Herz des Steampunks (Make und Literatur) arbeitet.

Die Preispolitik könnte hinsichtlich Familien oder Gewandeten Rabatt noch überarbeitet werden und auf die Kommunikation in sozialen Medien sollte dringend ein besseres Auge geworfen werden; werden Anfragen nur unzureichend beantwortet oder werden gar ignoriert.

Die Veranstaltung lebt von den Besuchern, die in Steampunkoutfit kommen, und die Steampunkdichte gegenüber den „normalen“ Besuchern ist mit schätzungsweise 75-85% sehr hoch. Ohne die zahlungswilligen Gäste in Kostüm wäre der Jahrmarkt nicht ansatzweise so gut.

Mehr Fotos von Rüschen & Dampf -Lichtbilder und Photographie Matthias May finden Sie hier oder auf der Facebookseite des Clockworkers.

Wir freuen uns über Ihre persönlichen Eindrücke und Gedanken zum 3. Steampunk Jahrmarkt, hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar.