Beachtenswert

Voltaire Deutschland Tour 2016

Heute startet im Fundbüro Hamburg die Deutschland Tour von US-Sänger Voltaire. Der Musiker und Schriftsteller ist immer wieder einen Besuch wert und weis sein Publikum mit makabren und zweideutig witzigen Songs zu unterhalten. Klassische Gothic Themen werden ebenso bedient (und durch den Kakao gezogen), wie Star Trek und Star Wars, oder eben Steampunk.

Wer ihn etwas näher kennen lernen möchte, dem seien die Meet&Greet VIP Events im Vorfeld der Konzerte ans Herz gelegt (und natürlich das Interview mit dem Clockworker von seiner Tour 2013)

Seine Show beschreibt er häufig mit „watch an old pirate getting drunk“, aber es passiert noch so viel mehr auf der Bühne, sodass die werten Mitreisenden diese Chance nicht verpassen sollten, um den charismatischen Herren live zu erleben.

Termine:

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In Hamburg und Leverkusen wird er begleitet von Feline & Strange aus Berlin, die in der Steampunk Szene hinreichend bekannt sein sollten.
In Enkirch und Frankfurt werden argue about a second aus Mainz aufspielen.

 

Mehr Infos (auch zu zukünftigen Veranstaltungen) gibt es in der eigens geschaffenen Gesichtsbuchgruppe und natürlich im Aethernetz unter www.voltaire-tour.eu/
Dort gibt es auch noch Tickets für die Konzerte, sowie das exklusive Tour-Shirt im Vorverkauf.

Preview des Tour Shirts, 17€ VVK/20€ auf den Konzerten

Preview des Tour Shirts, 17€ VVK/20€ auf den Konzerten

„Maker of the Month“: Mai, Carsten Küppers

20160504_222310Bild: Steamtropolis in Bochum

Sehr geehrte Damen und Herren,

diesen Monat möchte ich Ihnen einen besonderen, jungen Mann vorstellen, der einen großen Schritt gewagt hat. Carsten Küppers hat damit angefangen, seine Kreationen auf dem Markt anzubieten. Seine Werke zeichnen sich durch absolute Präzision in ihrer Ausführung aus. Seine USB-Sticks und Tastaturen lösen einen spontanen „haben Effekt“ aus.

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Was verbrigt sich nun hinter dem Namen Syrestria?

Lassen wir den Künstler einmal selbst zu Wort kommen:

„Syrestria – Ein einzigartiger Name der für einzigartige Qualität und individuelles Steampunk Computer Equipment steht. Doch wer verbirgt sich hinter Syrestria?

Mein Name ist Carsten Küppers, Baujahr 1989, und bin der Gründer von Syrestria.

Bereits seit frühester Kindheit war meine Begeisterung für Technik aller Art sehr groß, weshalb ich, neben meinen eigenen Hobbybasteleien zu Hause, auch unbedingt beruflich kreierend und erschaffend arbeiten wollte. So hab ich dann im 2012 meine Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration abgeschlossen, was mir sehr nützlich für mein zukünftiges Projekt werden würde.

Zur Steampunk-Szene hat es mich dann erst ein wenig später hingezogen. Eine Freundin hat den indirekten Anstubser geliefert, als sie mir einige Bilder von Steampunk Tastaturen zeigte. Ich war vom ersten Augenblick an begeistert und wusste, dass ich auch so etwas bauen wollte: Nach meiner eigenen Vorstellung, und nach meinen eigenen Ansprüchen. Denn die sind wirklich sehr hoch, jedes noch so winzige Teil muss auf den Millimeter seinen richtigen Platz haben – und die entsprechende Qualität.

Und so hab ich damit angefangen Syrestria Schritt für Schritt aufzubauen. Die ersten Steampunk USB-Sticks und die erste Tastatur sind durch meine eigene Handarbeit entstanden.

Nun bin ich seit einem halben Jahr auf dem Markt, und baue die Produktvielfalt weiterhin aus. Doch welche Projekte in Zukunft geplant sind, werde ich an dieser Stelle noch nicht verraten ;-)“

Danke Carsten für Deine Vorstellung.

 

H. Steam

Steampunk im Mai

Der Mai scheint ein besonders aktiver Monat in Sachen Steampunk zu sein, denn es gibt gleich eine ganze Reihe von Großveranstaltungen, die es sich zu besuchen lohnt. Wir wollen Ihnen, werte Mitreisende hier einen kleinen Überblick verschaffen.


 

Angefangen mit dem Aethercircus in Stade:  Das erste deutsche Steampunkfestival öffnet am 30. April und 1. Mai die Tore der Festung Grauer Ort. Mit Konzerten, Führungen durch die Festung, Workshops, Lesungen etc.

Tickets: 18€ Samstag /10€ Sonntag/22€ Wochenende, jeweils inkl. Führung, Konzerte, Lesungen, Modenschau, Ausstellung etc., Wochenendticket im VVK nur noch bis 28.04.,
Studenten, Rentner, ALGII-Empfänger und Schüler erhalten 3,- Euro Ermäßigung (mit dem jeweils entsprechenden Ausweis), Kinder bis 13 Jahre haben freien Eintritt


Weiter geht es bereits am 4. und 5. Mai mit der dritten Ausgabe der Steamtropolis in der Matrix in Bochum. Mit Abendkonzert, Lesungen, Markt und Familienprogramm.

Steamtropolis

Tickets im VVK: Mittwoch (inkl. Abendkonzerten) 18,80€/Donnerstag (Tagesprogramm mit Lesungen etc.) 7,10€/beide Tage 23,20€,
Kinder unter 12 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen frei


Am 7. und 8. Mai geht es dann im Industriemuseum Osnabrück mit dem Steampunkspass weiter. Ein neues großes Steampunkfestival in Deutschland mit vielen Teilnehmern und des ersten offiziellen Teapot Race in Deutschland.

Tickets: 12€ im VVK, 15€ an der Tageskasse, Kinder 11-17 Jahre 8€, Familienkarte (2 Erw. + 2 Kinder bis 17 J.) 35€ (ggf. + VVK-Gebühren)
Kinder bis 10 Jahren frei


 

Vom 13. bis 16. Mai wird Leipzig zum Wave Gotik Treffen schwarz (der Clockworker berichtete bereits) und es finden sich seit Jahren immer mehr Programmpunkte (und Bands wie Abney Park, Coppelius, Meinhard oder Voltaire) die auch für Steampunks interessant sind. Ebenfalls zum Pflichtprogramm zu Pfingsten zählt das zeitgleich stattfindende Victorian Village am Freitag, 13. Mai im Panometer Leipzig,
Victorian Villagesowie das 5. Steampunk Picknick am Samstag, 14. Mai im Palmengarten Leipzig.

Steampunk Picknick

Bei beiden ist der Eintritt frei, es wird kein WGT Ticket benötigt.


Wer es nicht aufs WGT schafft, dem wird vom 14. bis 16. Mai im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern eine Alternative geboten: Once upon a time. Festival der Jahrmarktkultur und Straßenkunst.

Once upon a Time

Tickets: Erwachsene 6€/Kinder 3€
Eintritt Steampunks am 14. Mai nur 3€


Der Mai endet mit zwei Veranstaltungen, die zwar nicht explizit Steampunk sind, aber immer wieder zahlreiche Steampunks anzieht. Zum einen die Maker Faire Hannover, 27. – 29. Mai, zum anderen die Role Play Convention (RPC) in Köln am 28. und 29. Mai.


Sie sehen, im Mai gibt es genug zu tun, und das hier sind nur die größeren Veranstaltungen! Es lohnt sich, den Veranstaltungskalender des Rauchersalons im Auge zu behalten um insbesondere lokale Treffen zu finden.

Fröhliche Urlaubsplanung!

 

Ein Radio-Interview & Musik von und mit der Steampunk Band Drachenflug

Der Hamburger Autor Marco Ansing hat kürzlich mit der Steampunk Band Drachenflug
ein Interview für den Sender TIDE und der Sendung „Hörspielerei“ gemacht. Evie ex Machina und Michael Freiherr von Dunkelfels von Drachenflug erklären, was Steampunk auszeichnet und stellen
ihr Album „Rendezvous beim Aethercircus“ vor – welches nicht nur Lieder, sondern auch Hörspielpassagen enthält, welche Marco Ansing geschrieben und produziert hat. Außerdem erzählen die beiden „Drachenflieger“ vom Steampunk Festival Aethercircus, welches am kommenden Wochenende zum vierten Mal stattfindet.
Teil 1 des Interviews können Sie nun auf Mixcloud hören. Bitte drücken Sie einfach auf die dreieckige Abspieltaste in der Abbildung. Teil 2 des Interviews gibt es bald ebenfalls dort
und heute schon um 22 Uhr live auf TIDE: http://www.tidenet.de/radio

 

Maker of the Month, April: Telemann von Phone

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„Steampunk ist für mich mehr als eine

Subkultur – es ist eine Kunstrichtung!“

Als ich Herrn von Phone vor einigen Jahren kennen lernte, faszinierten mich besonders seine Leuchtobjekte aus alten, defekten W48 Telefonen.

Diese Telefone sind, sozusagen das Markenzeichen des Herrn von Phone. Seit 1998 ist Herr von Phone künstlerisch tätig und am Anfang ging es ihm wie vielen „Makern“ in der Szene. Er baute Steampunk oder besser Phonepunk, ohne zu wissen, dass es tatsächlich Steampunk ist.

Seine Objekte regen zum Nachdenken, aber auch zum Träumen an, sie beflügeln die Phantasie und inspirieren.

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Herr von Phone beschränkt sich dabei nicht allein auf das Bauen von Kunstobjekten. Aus einem daher gesagten Satz: „Jemand müsste mal alle diese Sachen aus der Steampunk Szene zusammen ausstellen“, wurde ein: „Ich mache das jetzt“.

Die Machina Nostalgica war geboren, die erste Deutsche Steampunkausstellung, die sich nicht allein an Steampunks, sondern an Jedermann richtete.

Mit der Aussage…

„Es ist üblich, dass der Besucher meistens zur Kunst kommt,

also in ein Museum, eine Ausstellung, etc.

Wir haben das Projekt gewagt, die Kunst zum Besucher zu bringen.

So gab es im Sommer 2015 zum ersten Mal eine Steampunkausstellung

in einer Shoppingmall, ausgestattet von -Phonepunk-, Steampunk Decadence

und Horatius Steam, um das Genre einem breiten Publikum nahe zu bringen.“

…wurde der Versuche gewagt Steampunk zu den Menschen zu tragen. Die Ausstellung in Berlin war ein voller Erfolg.

 

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Besuchen Sie die weiter führenden Seiten von Herrn von Phone alias André Kahlke. Sie werden weitere faszinierende Einblicke in die Ideenwelt und die Projekte von Herrn von Phone entdecken können. Unter Anderem ein neues Projekt, auf das wir hier gesondert verweisen möchten:

Das Fotoprojekt Expediton.

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Bis zum nächsten Monat.

Ihr Horatius Steam

 

Weiterführende Links:

www.phonepunk.de

www.machina-nostalgica.de

 

Ausstatterin:

www.steampunk.decadence.com

 

Bilder:

André Kahlke

Dirk Jacobs

Thomas Clemens

 

 

Eilmeldung: Abney Park auf dem WGT

Das diesjährige Wave Gotik Treffen (WGT) wird immer steampunkiger. Neben den bereits bestätigten Bands wie Coppelius oder auch Voltaire ist nun auch noch Abney Park hinzugekommen, die auf dem WGT ihr exklusives Deutschlandkonzert 2016 spielen werden.

Captain Robert 2013 auf dem Phantasium (NL)

Mehr Infos zum WGT finden Sie hier in unserer Ankündigung oder hier auf der Homepage.

Nicht vergessen: Am WGT Samstag (14.05.) findet das 5. Steampunk Picknick statt, für dieses wird kein WGT-Ticket benötigt!

Jede Menge Steampunk: Das BB E-Book Event 2016

Am Freitag, den 8. April 2016 beginnt das vierte E-Book Event der Literaturgruppe Brennende Buchstaben in SecondLife. Wer in sozialen Netzwerken mit Literaturschaffenden verdrahtet ist, wird zumindest schon mal von den virtuellen Lesungen gehört haben, die Kirsten Riehl und Thorsten Küper alias Kueperpunk seit einigen Jahren gemeinsam organisieren. Obwohl die beiden sich immer um ein möglichst breites Spektrum von Genres bemühen, bildet auch in diesem Jahr Fantastik einen Schwerpunkt und dabei ganz besonders Steampunk und Dieselpunk.

Auftreten werden unter anderem Anja Bagus, Carsten Steenbergen und Detlef Tams, Selina Haritz, Frederic Brake, Judith Vogt, Alex Jahnke und Sean O´Connell.

Neben bekannten Namen können virtuelle Lesungen aber noch etwas ganz besonderes bieten. Passende Kulissen nämlich. Die Brennenden Buchstaben arbeiten mit anderen SecondLife Enthusiasten zusammen, die mit großer Begeisterung Bühnen bauen. Die sind genau auf die Lesungen zugeschnitten und man kann als Besucher dort auch mal ganz unerwartet zum Statisten werden.

Im folgenden eine Übersicht über die Steampunk- und Dieselpunk-Programmpunkte des BB E-Book Events 2016 und solche, die thematisch nah liegen oder an denen Steampunk-Autoren beteiligt sind:

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Ein bezaubernder Friedhof für die Lesung von Anja Bagus.

 

Anja Bagus eröffnet die Lesungsreihe am Freitag, den 8. April mit ihrer Kurzgeschichte aus „Aether, Schwerter und Planeten“. Die Kulissen dafür hat SecondLife Bauexperte Barlok Barbosa zusammengestellt.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/208/137/24

 

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Charmante Kanalisation unter Carsten Steenbergens „Steamtown“.

Am Samstag, den 9. April ab 20 Uhr treten dann Carsten Steenbergen und Detlef Tams zum ersten Mal virtuell mit ihrer Lesung aus „Steamtown – Die Fabrik“ auf. Barlok Barbosa hat eigens dafür ein charmantes Kanalisationssystem mit grün leuchtenden Plasmaleitungen vorbereitet.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/135/157/22

Am selben Abend liest ab 21 Uhr Selina Haritz aus ihrem Roman „Traumdealer am Abstellgleis“. Zwar kein Steampunk, die Autorin bevorzugt für ihre virtuelle Inkarnation dennoch den viktorianischen Erfinderlook. Clairediluna Chevalier hat die Bühne dafür zusammengestellt.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Stuttgart/167/147/1204

Am Sonntag, den 10. April ab 20 Uhr folgt eine Lesung von Frederic Brake, der diesmal eine Fantasy-Kurzgeschichte lesen wird. Auch diese Bühne wurde von Clairediluna Chevalier arrangiert.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Stuttgart/186/51/21

Am Sonntag, den 17. April steht ab 20 Uhr Judith Vogt mit „Die verlorene Puppe“ auf der Bühne. Sie wird im Schatten eines gewaltigen Luftschiffs zwischen aztekischen Ruinen für uns lesen. Die ungewöhnlichen Kulissen dafür hat BukTom Bloch vorbereitet.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Vision%20of%20mountains1/146/200/95

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Reichsflugscheibenhangar in Alex Jahnkes Neuschwabenland.

Am selben Abend um 21 Uhr erleben wir Alex Jahnke mitten in einem antarktischen Reichsflugscheibenstützpunkt (gebaut von Barlok Barbosa), wo er  seine satirischen „Liebesgrüße aus Neuschwabendland“ verlesen wird.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/135/157/22

Am Samstag, den 23. April führt uns Sean O´Connell ab 20 Uhr ins „Fundbüro der Finsternis“. Kein Steampunk, aber trotzdem bleibt Sean auch diesmal der Fantastik treu. Die wuchtige Kulisse kommt ebenfalls von Barlok Barbosa.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/135/157/22

Das BB E-Book Event 2016 umfasst insgesamt 18 Lesungen aus den Genres Thriller, Horror, Science Fiction, Steampunk und Dieselpunk. Es lohnt sich auf jeden Fall, noch einmal einen Blick auf das Gesamtprogramm zu werfen, das man unter diesem Link findet:

http://kueperpunk2012.blogspot.de/p/bb-e-book-event-2016.html

Wer sich mit dem Thema virtuelle Welten und Lesungen bisher noch nicht befasst hat, aber es gern mal selbst versuchen möchte, findet dort eine Anleitung:

http://kueperpunk2012.blogspot.de/2014/09/secondlife-tutorial-fur-zuhorer-und.html

Die Installation ist natürlich kostenlos (solange man nicht auf die Idee kommt, einen Premium Account zu wählen, wozu kein Grund besteht.) Wichtig ist es, sich schon ein paar Tage vorher umzusehen und zu testen, ob das Voice-System funktioniert. Nur weil man Geräusche in SecondLife hören kann, bedeutet das nämlich noch lange nicht, dass man auch die Stimmen anderer SecondLifer hören kann.

 Thorsten Küper alias Kueperpunk unterstützt gern inworld oder bei Facebook.

„Maker of the Month“ Lucian Ator

Als „Maker of the Month“ möchte ich Ihnen einen „Newcomer“ in der Szene vorstellen.

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Lucian Ator

Herr Ator kam vor kurzem in den Rauchersalon Salon und überraschte in seinem Debüt-Beitrag mit seinen selbst erstellten Geräten.

Wir haben Ihn um ein paar Worte über sich selbst gebeten und auch prompt eine Antwort erhalten:

„Ich bin noch eher ein Neuling, sowohl hier im Salon als auch was die
SP-Bastelei insgesamt angeht. Auf den Steampunk als solchen wurde ich schon vor
längerer Zeit aufmerksam. Selbst am Basteln bin ich mehr oder weniger aktiv
erst seit ca. zwei Jahren (den Ausschlag hat damals glaube ich ein Bericht in
der „c’t Hacks“ gegeben. Die Öffentlichkeitsarbeit lohnt sich also :) ). Die
ersten Werke bestanden im wesentlichen aus „kupferfarben lackieren und ein paar
Zahnräder draufkleben“, aber mit jedem Mal, das meine eigenen Erwartungen
übertroffen wurden stieg auch mein Anspruch an das nächste Werk. Das ist wohl
die wichtigste Erkenntnis die ich dabei hatte: Man kann viel mehr erreichen als
man zunächst denkt — man muss sich nur trauen es einfach zu tun.

Im sonstigen Leben bin ich Informatiker, habe beruflich mit handwerklicher
Arbeit also nichts zu tun. Entsprechend bin ich gerade viel am lernen und
experimentieren, was die Arbeit mit Holz angeht.

Neben der Ästhetik gefällt mir am Steampunk vor allem die Möglichkeit vormals
weniger ansprechende Gebrauchsgegenstände auf individuelle Weise zu verschönern
ohne dabei ihre Funktionalität zu beeinträchtigen.  Das ist auch insofern praktisch,
dass man keinen zusätzlichen Platz braucht, da vor allem vorhandenes ersetzt wird.“

 

Schaut man sich die Werke an, so fällt ein gewisser Hang zur Präzision auf. Selbst die Geräte aus der Rubrik „kupferfarben lackieren und ein paar
Zahnräder draufkleben“, weisen eine besondere Ästhetik auf und lassen einen eigenen und besonderen Baustil erkennen. Wir stellen hier ein paar Werke von Herrn Ator vor.

 

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Teedosen

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Nach einer Beschreibung gefragt, erstellte Herr Ator, ganz im Sinne des Steampunk und des „Information Sharings“, eine ausführliche Bauanleitung mit exakten mathematischen Berechnungen für ein Schreibtischutensil.

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Rezension: Stationen - ein Lebenslauf von Eusebius van den Boom

Eusebius van den Boom ist das Steampunk-Alter-Ego von Uwe Kurz, Jahrgang 1961. Der selbstständige akademische Sprachtherapeut aus Duisburg ist  vielseitig interessiert. Er sammelt Uhren, malt, fotografiert, liest und schreibt, wenn er nicht gerade obskure Steampunk-Gerätschaften anfertigt, die man in seinem Steampunk Archiv bewundern kann.

copyright: Edition Roter Drache

copyright: Edition Roter Drache

Jetzt hat Eusebius van den Boom mit „Stationen – ein Lebenslauf“ eine fiktive Steampunk-Autobiographie veröffentlicht, im Format von 24 Kurzgeschichten. Wie bei einer Autobiographie üblig, verwendet er die Perspektive des Ich-Erzählers. Die Geschichten tragen Titel wie „Der Uhrmachergehilfe“, „Der Ahnenforscher“ oder auch „Der Erzähler“. Das erzählerische Format dieses Werkes könnte man auch als experimentell bezeichnen.

Bald zeigt sich, dass diese fiktive Lebensgeschichte sehr bewegt ist. Van den Boom verlässt schon früh die Enge seines recht spießbürgerlichen, stark religiösen Elternhauses in Blankenberge (Westflandern, an der belgischen Nordseeküste) und findet erst Jahre später ein Geheimnis über seinen schon verstorbenen Vater heraus. Seine Lebensreise führt ihn an viele verschiedene Orte, bis hin in die Hansestadt Hamburg und nach Baden-Baden. Er versucht sich in vielen verschiedenen Berufen, zeigt sich als wissbegierig und vielseitig talentiert. Insbesondere das Erfinden von interessanten Gerätschaften bereitet dem Helden dieser Biographie große Freude. Doch auch das Fabulieren von Geschichten ist ein Steckenpferd van den Booms, und so gibt es mit „Krakenzeit“ eine spannende Kurzgeschichte in der Geschichte. Auch der bildenden Kunst ist er zugetan, allerdings bringt diese Tätigkeit ihn in Kontakt mit einer Kundin, die völlig überzogene Ansprüche an ihre Auftragsarbeit stellt. Ein großes Rätsel begleitet ihn durch mehrere der „Stationen“ hindurch, bis hin zur Auflösung in der letzten Geschichte.
Und wer die Aetherwelt-Romane von Anja Bagus kennt, wird in dieser Anthologie auch das Amt für Aetherangelegenheiten wiederentdecken.

Eusebius van den Boom, photo copyright: Atelier "et Lux", Berlin

Eusebius van den Boom, photo copyright: Atelier „et Lux“, Berlin

Mein Fazit:
„Stationen – ein Lebenslauf“ ist ein ungewöhnliches Buch, insofern, dass hier wie gesagt das Format der Kurzgeschichte mit einer Autobiographie verbunden wird. In den meisten dieser Geschichten ist das Steampunk-Genre gut wiederzufinden, vor allem im zweiten Teil des Buches. Interessant zu lesen ist das große Detailwissen des Autors, z.B. über technische Zusammenhänge, Funktionen und Fachwissen aller Art in den verschiedenen Berufen. Hier kann der geneigte Leser noch einiges dazu lernen.
Hier und da fand ich es schade, wenn eine Geschichte relativ abrupt aufhörte, etwa der Krimi um einen Schreiner, der sich von van den Boom metallene Flügel anfertigen lässt. Mich wunderte auch, dass van den Boom nicht noch ein wenig mehr über das Geheimnis seines Vaters herausfinden wollte. Aber vielleicht wird es ja zu diesem Thema noch weitere Kurzgeschichten geben. Insgesamt finde ich diese Anthologie sehr lesenswert.

Eine zweite Kurzgeschichtensammlung ist übrigens bereits in Planung.
Die Verlagsseite zum Buch:
http://www.roterdrache.org/catalog/product_info.php?products_id=150

Maker Faire Ruhr - die Achse des Aethers

Guten Morgen,

am vergangenen Wochenende, fand die erste Maker Faire in den Räumen der DASA in Dortmund statt. Tausende von Besuchern konnten eine Fülle von Ideen, Inspirationen und Mitmachevents erleben. Herr von Phone hat das Ereignis durch die Steampunk Brille betrachetet. Den Bericht möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.

Herr von Phone, Sie haben das Wort:

„Es fällt schwer einen einigermaßen detailierten Bericht zu dem Event zu schreiben, zu vielfälltig waren die Eindrücke, zu vielfälltig waren auch die Protagonisten.

Ich schreibe daher rein aus meiner Sicht der Ereignisse:
Am Freitag angereist öffnete sich vor Ort eine Art Zeitportal, das gesamte Team des DASA-Museums in Dortmund viel vom ersten Moment mit absoluter Professionalität auf, was sich das gesamte Wochenende nicht abschwächen sollte.

Der Aufbau verlief reibungslos und man durfte alte Bekannte wieder einmal in die Arme schließen, als da waren Der Graf van de Dampmolen, nebst reizender Gattin, die uns ersteinmal mit Kaffee versorgte. Das Amt für Aetherangelegenheiten übernahm den Zeitschutz auf der linken Flanke der Achse, die Vertreter von Vaporis Ruhr dazwischen und die Machina Nostalgica bat dem zukünftigen Publikum die breite Fläche nach vorn und zur rechten Seite.

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(Fotos Thomas Clemens)

Da eine Gruppe von R2D2-Reproduzenten uns gegenüber stand, wurde der verwirrte Besucher zwischen 2 Welten hin und her gespielt. Was durch das Abacus-Theater und unentwegt herumwuselnden R2D2s umso lustiger wirkte.

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Das Publikum war beeindruckend diszipliniert interessiert und so kam es über 2 Tage wie gewohnt zu unzähligen Gesprächen, die immer wieder ergänzt wurden durch die singende Tesla des Herrn Ravensdale oder den Darbietungen der Abacus-Herren.

Die Herren H. Steam und Ravensdale warteten zusätzlich mit einem Vortrag und einem USB-Workshop auf, die Pressearbeit übernahm zufällig diesmal ich selbst.

Noch so viele Begebenheiten wären zu erzählen, aus den angrenzenden Hallen, am Essentisch, am Abend im Hotel, mit all den anderen Microkosmen der Maker Faire – unmöglich diese alle zu erzählen.

Abschließend ist zu bemerken, dass

– die Herren vom Heise-Verlag wiedereinmal sehr offen für unsere Verrücktheiten waren  (der Freitagabend im Hotel wird mir lange in Erinnerung bleiben),

– das Haus der DASA mit ALLEN Mitarbeitern  unglaublich gute Arbeit leisteten,

– das Publikum uns sehr viel Freude bereitet hat,

– tausend neue Ideen ihren Anfang fanden,

– die „Achse des Aethers“ die eigenen Lachmuskeln teilweise zum Bersten brachte,

– und wir wohl im nächsten Jahr gerne wieder kommen werden…

…und wieder einmal bleibt es DANKE zu sagen.

Am Sonntag wieder heil zu Hause angekommen, öffnete sich die Zeitkapsel wieder und der Microkosmos lag hinter mir, eine Welt, in die wir für ein Wochenende abtauchten, in dem wir selber Besucher und Protagonisten waren, in dem wir selber die reale Welt verließen (oder vieleicht auch nicht…)

Noch immer beeindruckt, Ihr

Teleman von Phone“

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Sehr geehrter Herr von Phone,

wir bedanken uns für Ihren Gastbericht.

 

Mehr Bilder der Maker Faire finden Sie hier und seit neuestem auch auf unserer Gesichtsbuchseite hier.

Ankündigung: Das 4. Aethercircus Steampunk Festival

Am 30. April und 1. Mai 2016 öffnet der Aethercircus
in der historischen Festung Grauer Ort bei Stade (Niedersachsen) wieder seine Tore.

copyright: Drachenflug GbR

copyright: Drachenflug GbR

Musik
Auf der musikalischen Bühne sind in diesem Jahr mit neuen Alben die Steampunk Metal Formation La Frontera Victoriana, außerdem Daniel Malheur, bekannt für seinen „Monokel-Pop“ im Stile der 1920er und 30er, und natürlich die Raum-Zeit-Kapelle Drachenflug.

Die Steampunk Folk Bands Off Limits, Jess Ness und die Metal-Folk-Band Harpyie werden für viel Dampfdruck in den Kesseln sorgen. Settlelight beschreiben ihre Musik als eine Mischung aus Weirdfolk, Acoustic und Folkadelic. Circus of Fools schaffen mit Jonglage, einer Tänzerin, und ausgefeilten Zirkus-Kostümen gewiss eine makabre Atmosphäre auf dem Aethercircus – und wer Angst hat vor gruseligen Clowns, sollte vielleicht nicht gleich in der ersten Reihe stehen…

Lesungen
Die schottisch stämmige Autorin Rona Walter  wird ihre Saga von 1900 bis in die Roaring 1920s um das geheimnisvolle Amaranth Manor präsentieren. Erfahren Sie dabei düstere Geheimnisse eines verfluchten Anwesens voller verschlossener Türen und Geheimgänge.

Zugegen wird auch Marco Ansing sein, der sich unter anderem durch seine Steampunk Live-Hörspiel-Inszenierungen um den rasenden Reporter Johann Alexander Krieger einen Namen gemacht hat.

Amalia Zeichnerin liest aus ihrem Debütroman „Der Stern des Seth“, eine Steampunk-Abenteuer-Geschichte. Außerdem wird sie ein Steampunk-Tee-Duell moderieren, bei dem Sie als Besucher des Festivals spontan teilnehmen können.

Weitere Autorinnen sind Billy O`Shea, Nina C. Hasse und Ann-Kathrin Karschnick (wir berichteten).

Weiteres Programm
Der verrückte Wissenschaftler Abraxo wird mit lebenden Schlangen die Besucher verzaubern.

Eine Steampunk-Modenschau und ein Kostümwettbewerb veranschaulichen, was Steampunks heutzutage gerne tragen und auf dem Laufsteg sehen. Ein Steampunk-Kunsthandwerker-Markt, z.B. mit Accessoires, Schmuck und anderen schönen Dingen wird ebenfalls auf dem Festivalgelände zu finden sein.

Der Wissenschaftsrat zur Erforschung intertemporaler Beziehungen wird eine Delegation seiner renommiertesten Mitglieder schicken, um den Besuchern die Wissenschaft des Zeitsehens näherzubringen. Das dürfte spannend werden…

Dale Rowes wird auf der Bühne Steampunk Tänze anleiten, dort können Sie also das Tanzbein schwingen.

Auch die Kunst ist vertreten, mit „Sophies Henker“, Silvana Czech, Jürgen Lautner, Vadim Voitekovitch und Cornered Ring Art.

Weitere Künstler, Maker und Musiker werden erwartet, konnten aber bei Redaktionsschluss nicht bestätigt werden.

Mit besonderer 3D-Brillen-Technik eines dänischen Künstlers können die Gäste sich selbst auf eine Reise in einem Steampunk Luftschiff begeben.
Ein Photo- Zeichner-Automat mit den teilnehmenden Künstlern – hier können Sie sich in nur fünf Minuten
zeichnen lassen gegen eine kleine Spende.
Eine Dampfmaschine mit einem Kran – das hört sich sehenswert an.
Der sogenannte „Festungsblitz“, eine ganz kleine Eisenbahn, fährt interessierte Gäste über das Gelände
Ein Flohmarkt in der Nähe auf dem Festungsgelände
Historische Führungen durch die Festung
Sofern das Wetter den Besuchern hold ist, kann man am nahe gelegenen Elbstrand spazieren gehen.
In der Nacht vom Samstag wird es außerdem auf der Bühne eine Walpurgisnacht-Show geben.
Kunsthandwerkliches
Kreiieren Sie etwas Eigenes am Steampunk Basteltisch. Lernen Sie etwas über das Filzen in einem Workshop
oder werden Sie kreativ am offener Zeichentisch.

Noch einige praktische Hinweise:
Wenn Sie von außerhalb anreisen, besteht im begrenzten Umfang die Möglichkeit, ein Festivalticket inkl. Übernachtung zu erwerben. Zelten in der Nähe ist ebenfalls möglich, bitte erkundigen Sie sich bei den Veranstaltern.

Das genaue Programm wird demnächst auf der VeranstaltungsWebsite und im Gesichtsbuch bekannt gegeben:
Aethercircus Website

https://www.facebook.com/events/922100384474934/
Dort finden Sie auch Ansprechpartner und weitere Informationen.

Die Aetherpräsenzen der einzelnen Bands finden Sie hier, wenn Sie auf die entsprechenden Bilder klicken:
http://aethercircus.blogspot.de/p/bands-2016.html

Einige photographische impressionen der letzten Aethercircus-Festivals sind hier zu sehen:
Michael Hellwig Photographie

 

Stimmen zum 2. Steampunk Jahrmarkt

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Da unser Gastreporter Thorsten Armbrüster, der für uns vom 2. Steampunk Jahrmarkt berichtete, zum ersten Mal dort war und so keinen Vergleich zum Vorjahr hatte, haben wir uns noch ein bisschen umgehört und ein paar (kritische) Meinungen eingeholt, die wir hier wieder geben möchten:
(Disclaimer: Die hier wiedergegebenen Statements entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung der Autoren des Clockworkers.)

Sch.:

Der zweite Steampunk Jahrmarkt war großartig. Die Kritiken vom vergangenen Jahr wurden ernst genommen und gut umgesetzt. Es ist immer wieder herrlich zu sehen, mit wie viel Liebe und Enthusiasmus hier von Seiten der Schausteller die alten Karussells in Schuss gehalten und bedient werden. Wir hatten wieder riesig viel Spaß beim diesjährigen Steampunk Jahrmarkt in Bochum und freuen uns schon jetzt auf den nächsten, der hoffentlich kommen wird.

B.:

Wir waren auf dem diesjährigen Steampunk Jahrmarkt zu dritt. Zwei Erwachsene und ein Kleinkind. Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen und das Kinder ab einer Größe von 80cm den Kinderbetrag zahlen sollten fand ich schon happig (80cm hat ein grosses Baby mit 12-13 Monaten). Für den angehobenen Preis bekam man dieses Jahr aber auch einen ganzen Tag, anstatt nur einen Abend die Möglichkeit ganz viel Karusell zu fahren.
Selbst unsere kleine Tochter hatte sehr viel Spass auf dem Kinder- und dem Pferdekarusell (mehr durfte sie leider nicht nutzen, da die meisten Fahrgeschäfte ab 6 oder 8 Jahren waren). Auch gab es in diesem Jahr im Foyer zusätzliche Verkaufsstände.

Was mir etwas gefehlt hat waren einige Steampunk Gruppen, die man von anderen Events her kennt. Die Hauptaktraktion waren die vielfältig gestylten Besucher. Zu der Band kann ich nichts sagen, da wir deutlich vorher wieder gefahren sind, aber ich fänd keine Band und dafür wieder ein geringerer Eintrittspreis hätte was.

Im Grossen und Ganzen war es eine schöne Veranstaltung, die Kritikpunkte vom Vorjahr wurden größtenteils sehr gut umgesetzt.

J.:

An sich ein schönes Festival, preislich gesehen aber doch sehr happig, da das Festival vorallem von seinen Besuchern lebt. Musikalisch und unterhaltungstechnisch kam für 20 Euro vom Veranstalter nichts. Die dargebotene Ware war teuer. Was ok ist, wenn man auch einen Bankautomaten anbieten würde. Die Szene feiert sich selbst, ohne die RP Szene. Alles in allem fehlt der Veranstaltung die Seele, da kann man auch nach Phantasialand gehen, nur das die ausgefallenen Figuren dafür bezahlt werden.

Q.:

Mir hat der Jahrmarkt sowohl 2015, als auch 2016 gut gefallen. Natürlich war 2015 nicht perfekt, war ja auch erst mal ein Versuch, die Veranstaltung zu etablieren. Kritikpunkte von 2015 z. B. zu wenig Essen- und Getränkestände wurden 2016 besser umgesetzt. Habe aber dieses Jahr ein paar Gruppen, wie z. B.die Steampunk-Expeditionsgesellschaft vermisst.

P.:

Über die Organisation des Jahrmarktes lässt sich eigentlich nur Gutes sagen. Die Veranstalter hatten sich die Kritikpunkte des Vorjahres zu Herzen genommen, und verschiedene Verbesserungen vorgenommen. So war das Angebot an Getränken und Speisen in diesem Jahr deutlich erweitert, auch die Zahl der Verpflegungsstände insgesamt war größer. Deutlich mehr Platz zwischen den Ständen und den Attraktionen und Fahrgeschäften machte das Flanieren und Vorankommen deutlich einfacher, es gab wesentlich mehr Raum zum Gehen und Sehen. Mehr Stände als bisher waren im Foyer. Die Anzahl der Stände war größer als im Jahr zuvor, das Angebot war sehr reichhaltig.

Wieder waren viele Maker mit interessanten Ausstellungsstücken dabei, auch einmal aus andern Regionen wie Baden-Württemberg. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Einige bekannte Steampunkgrößen fehlten in diesem Jahr. Gerade lokale Aussteller wie die bekannte Autorin Anja Bagus mit dem Amt für Aetherangelegenheiten, die Wupperdampf-Laboratorien oder die Steampunk-Expeditionsgesellschaft waren leider nicht vertreten. Die Beschilderung des Foyers hätte besser sein können. Es gab zwei unerschiedliche Kassen, eine Tageskasse und eine, an der man vorbezahlte Tickets gegen Armbändchen eintauschen konnte. Leider waren sie nicht gut erkennbar beschrifet, so dass einige sich am falschen Schalter anstellten. Gut gelungen war das Unterhaltungsprogramm mit Live-Musik des Monokelpop-Sängers Daniel Malheur aus Berlin oder der italienischen Steampunk-Rockband Poison Garden. Die Bühne war jedoch direkt neben dem „Selbstfahrer“ ungeschickt platziert, so dass nur eine kleine Zuschauermenge davor Platz hatte. Insgesamt war es ein gelungener Jahrmarkt, und ein Besuch im nächsten Jahr ist wärmstens angeraten.

Wir danken den Herrschaften für ihre Meinungen.

Wie habt ihr den Jahrmarkt erlebt? Was hat euch gut, was weniger gut gefallen? Teilt uns eure Meinung gerne mit!

2. Steampunk Jahrmarkt in der Jahrhunderthalle Bochum

Nach seinem erfolgreichen Start im letzten Jahr luden am Samstag den 20. Februar von 10.00 Uhr vormittags bis 1.00 Uhr nachts die „Historische Gesellschaft Deutscher Schausteller e.V.“, die Veranstaltungs-GmbH der Jahrhunderthalle Bochum mit Unterstützung von Steampunk-eyewear zum 2. Steampunk Jahrmarkt im Industrie Denkmal, der Jahrhunderthalle Bochum, ein.

Nach Angaben des Veranstalters folgten etwa fünftausend Besucher, nicht nur Steampunk-Begeisterte unterschiedlichen Alters, sondern auch zahlreiche Familien, welche sich das Treiben in Bochum einmal näher ansehen wollten, ihrer Einladung. Sie alle bevölkerten die beheizte 8.900 m² große Industriehalle, um das ein oder andere Kleinod zu erwerben, das Angebot an zahlreichen historischen Fahrgeschäften zu nutzen, oder einfach nur um sich die Kreativität der anderer Gäste zu bestaunen und selbst gesehen und fotografiert zu werden. Wer für letzteres gekommen war, wurde nicht enttäuscht. Die Bemühungen der Schausteller, Handelstreibenden, wie auch der Mehrheit der Gäste, die bereits äußerst stimmungsvolle Kulisse der historischen Industriehalle durch eigene Kostüme und Apparaturen noch lebendiger zu gestalten, wurden nicht nur von den zahlreichend anwesenden Fotographen gewürdigt. Regelmäßig konnte man Besuchern begegnen, welche untereinander über ihre neusten Errungenschaften und Erweiterungen ihrer Garderobe fachsimpelten.

Werke von www.S-Team-Art.de – Foto: Kueperpunk

Als besonderen Blickfang lassen sich ohne Zweifel die zahlreichen Fahrgeschäfte aufführen, welche diese Veranstaltung von anderen Messen rund um die Themen Gaslight und Steampunk abgrenzen und gleichzeitig ihren Drehpunkt bilden. Unter ihnen die bereits den Besuchern des letztjährigen Marktes bekannte Riesenrad von 1902, die sogenannte „Raupe“ von 1926, sowie das wunderschön bemalte Holzpferdekarussell und die historische Geisterbahn. Für die Bereitstellung, Führung und Restaurierung der Fahrgeschäfte, historischen Karussellen und Kirmesorgeln meldete wie bereits im letzten Jahr die Historische Gesellschaft Deutscher Sachausteller e.V. verantwortlich, welche ihren Enthusiasmus und ihre Fachkenntnisse zudem dadurch unter Beweis stellten, dass sie interessierten Besuchern bereitwillig in die Funktionsweise und Eigenheiten ihrer Fahrgeschäfte einführten. Zahlreiche gastronomische Stände sorgten darüber hinaus für das leibliche Wohl, so dass es rund um die Uhr möglich war, den kleinen und großen Hunger zu stillen. Neben Unterhaltung, angetrieben durch Dampf, Kurbel und Motor, präsentierten die Veranstalter desweiteren zahlreiche lebendige Liveacts auf der Showbühne der Halle. Unter Ihnen die italienische Steampunk-Band Poison Garden. Obwohl eindrucksvoll in Szene gesetzt, litt diese, wie auch andere musikalischen Darbietungen, jedoch unter der äußerst schlechten Akustik der Halle. Während die Kirmesorgeln keine Mühe hatten, sich in den weiten Mauern Gehör zu verschaffen, war es für Besucher, welche am Rand des Bühnenpublikums standen, schwer einzelnen erzählerische Beiträge zu akustisch zu folgen.

Besonders um die Mittagszeit, sowie zum frühen Nachmittag schien der Ansturm an den Verkaufsständen kaum zu verebben. Und so schwärmten Gewerbetreibende noch beim Abbau ihrer Auslagen ab 1 Uhr Nachts erschöpft doch glücklich von der bemerkenswert starken Kaufkraft der Gäste. In den Zeiten, in denen der Andrang zumindest zweitweise nachließ, stand Schaustellern und Verkäufern im Nebengebäude ein Ruhebereich zu Verfügung. Ein äußerst freundliches Cateringpersonal bot hier neben dem dringend gebrauchten Kaffee eine Auswahl von günstigen, dafür schmackhaften Gerichten an, welche so ausgiebig genutzt wurden, dass alle warmen Speisen restlos verkauft wurden. Als ebenfalls stets freundlich bewiesen sich das Sicherheitspersonal, sowie die Einweiser der Halle, die Kälte und Regen zum Trotz immer ein freundliches Wort für die an- und abreisenden Aussteller bereit hatten. Während der Gästestrom am Nachmittag nicht enden wollte, schien sich die Halle bereits zu den frühen Abendstundenzwischen 19.00 und 20.00 Uhr zu lichten und auch an den Verkaufsständen wurde es ruhiger. Was sich wohl durch die Konzentration der Besucher vor dem Bühnenprogramm, sowie der heimkehrenden Familien erklären lässt.

Lohnt sich also ein Besuch im kommenden Jahr? Oder anders gefragt: Haben sich die Ticketkosten von 20,50 Euro im Vorverkauf (Tageskasse 22,50 Euro) gelohnt? Diese Frage kann nur jeder für sich selbst beurteilen. Ist sie doch insbesondere davon abhängig, was der Besucher erwartet, beziehungsweise von seinem Besuch mitnehmen möchte. Die Tageskarte beinhaltet die freie Fahrt mit allen bereitgestellten Fahrgeschäften. Von der Seite des Autoren dieses Beitrages sei dazu soviel gesagt: Wer diese ausgiebig nutzt und zudem Freude an Staunen und Schauen hat, bekommt für den Preis zweier Kinokarten bereits nur durch diese Unterhaltung, welche mehr als die Länge zweier Kinofilme andauert.
Der Erlös des Jahrmarktes, so die Veranstalter, fließt in Pflege, Restauration und Bewahrung der historischen Fahrgeschäfte, sowie in den Erhalt der Jahrhunderthalle Bochum. Eine Information, welche Steampunk-Fans und Gewerbetreibende ebenso bei der Entscheidungsfindung beeinflussen könnte.

Noch gibt es keine offiziellen Rückmeldungen, ob und wann wir im nächsten Jahr den 3. Steampunk Jahrmarkt in Bochum erwarten können. Die großen Besucherzahlen und die positive Rückmeldung von Steampunk-eyewear via facebook lassen jedoch davon ausgehen. Bis dahin bleiben uns zahlreiche Bilder und Filme, um einen Eindruck von der Atmosphäre des Jahrmarktes zu erhalten, beziehungsweise gesammelte Eindrücke bis zum nächsten Mal in ungefähr einem Jahr wieder aufleben zu lassen. Nicht einmal mehr ein Jahr. Mal wieder viel zu wenig Zeit, um weiter an unseren Outfits und Apparaturen für unseren nächsten Besuch in Bochum zu schrauben.

(Mehr Bilder gibt es z.B. im Bericht von Kueperpunk2012, von dem wir auch einige hier verwenden durften)

Für das Abenteuer im Kopf - die Musik von Erdenstern

Werte Leserinnen und Leser, hören Sie heute ein Podcast-Interview über Erdenstern.
Hinter dieser musikalischen Formation stehen die Hamburger Musiker Andreas Petersen, Eva-Maria Irek und Per Dittmann. Das Trio komponiert seit 2004 Musik, die sich zum Beispiel als Hintergrund für Rollenspiele geeignet ist und sich an Film- und Computerspiel-Soundtracks orientiert.

Erdenstern, photo copyright: Heike Rössing

Erdenstern, photo copyright: Heike Rössing

Mittlerweile haben sie mehr als 15 Alben veröffentlicht – davon die ersten mit Titeln, die sich an Farben orientieren, beginnend mit „Into The Green“.

Into the green. Copyright: Erdenstern

Into the green. Copyright: Erdenstern

Außerdem hat Erdenstern auch mehrere Auftragsarbeiten übernommen, z.B. für Rollenspiel-Kampagnen und Computerspiele. Im Doppel-Album „Into The Light“ von 2011 finden sich im Abschnitt „Era of Steam“ neun Steampunk-Tracks.

Into the light. Copyright: Erdenstern

Into the light. Copyright: Erdenstern

Im Podcast-Interview spricht Amalia Zeichnerin mit Eva-Maria Irek unter anderem über das Konzept von Erdenstern, woher ihre Inspirationen kommen und wie sie diese künstlerisch umsetzen sowie über ihr neues Album „Aqua“ (erschienen im letzten Jahr).

Aqua. Copyright: Erdenstern

Aqua. Copyright: Erdenstern

Außerdem geht es um Erdensterns aktuelle Auftragsarbeit zu einem „Dresden Files“ RollenspielCrowdfunding-Projekt („Dresden Files“ ist eine Urban-Fantasy-Romanreihe von Jim Butcher). Den fertigen Soundtrack stellen sie voraussichtlich Ende Mai 2016 auf der RPC in Köln vor. Das Interview schließt mit einigen Worten zu dem düster-gruseligen Nebenprojekt „13 Briefe – Nachrichten aus der Dämmerung“.

Die Musik im Podcast stammt ebenfalls von Erdenstern, es sind zwei Steampunk-Tracks aus dem Doppel-Album „Into The Light“
Intro: Aus dem Track „Steel warriors – these fellows will secure my success
Outro: Aus dem Track „The mechanical pony – wait until you see the automatic bartender!

Weitere Informationen, Hörproben und kostenlose Bonustracks unter http://erdenstern.com/
Erdenstern bei Bandcamp: https://erdenstern.bandcamp.com/

Coppelius - Bühnenabstinenz? - Ein Salongespräch

 

Club Cann Stuttgart – 02.04.2015

Nach der Veröffentlichung der Coppelius Konzertdaten für 2016 war in der Beschreibung des Jahresabschlusskonzertes am 28.12.2016 in Annaberg-Buchholz zu lesen:

Coppelius haben seit nunmehr 213 Jahren versucht, den guten Ton in die Konzertsäle zurückkehren zu lassen. Dieser Versuch misslang völlig und aus lieblichen Kammertönen wurde ein tosendes Inferno des Kammercores, das sämtliche Bühnen, auf denen die Herren auftraten, bis auf die Grundmauern niederbrannte… Nun sind selbst die Ohren der 5 Herren mit ihrem Kammerdiener Bastille überstrapaziert & somit muss Schluß sein … vorerst! Coppelius möchten sich bei Ihnen würdig, krachend, rasend und einzigartig auf klassischen Instrumenten harte Rockmusik spielend, von den Clubbühnen verabschieden, bis es irgendwann wieder heißen kann:„Coppelius hilft“.

Ein Aufschrei ging durch die Fangemeinde: Was konnte das bedeuten?

Der Clockworker bat daraufhin die Herren zum Gespräch, Max Coppella und Graf Lindorf gaben sich die Ehre uns einige Fragen zu beantworten:

 

Clockworker
Uns ist zu Ohren gekommen, dass Sie vorhaben eine Pause zu machen. Manche Gerüchte besagen sogar, dass Sie komplett aufhören möchten, was natürlich zu einigem Tumult innerhalb der Fanatikerschaft führt. Erzählen Sie uns doch ein wenig mehr:
Was beinhaltet diese Pause? Geht es nur um Clubkonzerte oder auch um Festivalauftritte?

Max Coppella: Es ist doch ein Wunder, wie schnell man wieder Bescheid weiß in den Kreisen der lieben Zuhörer, mich hat ja diese Nachricht selbst überrascht. Ich bitte vielmals alle Leute um Entschuldigung, die sich nun Sorgen um meinen Zustand machen, der ist in der Tat Besorgnis erregend. Aber nach einer kleinen Pause von wenigen …ähm Monaten…sollten wir alle Genaueres sagen. Ganz im Ernst: es ist wirklich nur eine Pause angedacht.
Graf Lindorf: Um ehrlich zu sein, sind wir selbst nicht ganz sicher, wie lange wir von welchen Bühnen abstinent bleiben werden. In jedem Falle sollte man die Chance in diesem Jahr noch nutzen, Clubkonzerte und Festivals zu besuchen. Letztes Jahr kurz nach Weihnachten waren wir nach langem mal wieder in Kaiserslautern – man hatte uns schon bedrängt – aber leider wollten dann doch nicht so viele Leute ins Kammgarn kommen, wie laut gerufen hatten. Kaiserslautern ist in diesem Jahr nun auch nicht mehr auf dem Spielplan… sehr schade!

Benutzen Sie die frei werdende Zeit für eine Luftschiffreise um die Welt oder haben Sie ganz andere Pläne?

M.C.: Ich möchte mich zwar unbedingt in ein Luftschiff begeben, allerdings bin ich nicht schwindelfrei, es darf also nicht starten, wenn ich noch an Bord bin. Ein echtes Schiff kommt ebenfalls nicht in Frage, denn ich werde sofort seekrank, wenn ich auch nur einem Kind beim schaukeln zusehen muß. Also kommt nur eine Arbeitspause in Frage, bei der ich versuche, dem Comte das Noten schreiben beizubringen. Ich hoffe, Sie verstehen den Spaß, den ich machen möchte.
G.L.: Endlich Gelegenheit, mal wieder in ferne Länder zu reisen, was für eine großartige Idee. In früheren Zeiten machte ich oft Reisen mit dem Fahrrad. Da ich nun auch wieder über eine entsprechend großes Gefährt verfüge, böte sich das in der Tat an!

Graf Lindorf – 11.03.2015 Lagerhalle Osnabrück

Was passiert, wenn eine Klarinette/Cello/Bass/Schlagwerk/Triangel nicht mehr so oft gespielt wird? Oder machen Sie weiter Musik ohne die Kollegen? Darf man sich auf Gastauftritte bei Kollegen freuen?

M.C.: Ich trete ja grundsätzlich nicht gerne in die Öffentlichkeit, also spiele ich mein Instrument heimlich, wenn ich es nicht verkauft kriege.
G.L.: Mein Cello würde ich gar nicht verkauft kriegen, so wie es aussieht und was es alles durchgemacht hat. Ich käme auch nie auf die Idee, es verkaufen zu wollen oder es nicht mehr zu spielen. Ein komischer Kauz der Herr Coppella, ich muss mich immer wieder wundern.

Haben Sie noch genug Aufgaben, um den Diener fit zu halten, nun, da er nicht so oft mehr die Bühnen auf- und abbauen wird? Spendieren Sie ihm ein Fitnessabonnement oder werden im Herrenhaus neue Aufgaben gefunden?

M.C.: Wenn Sie wüssten, wie es hier im Herrenhause aussieht, dann könnten Sie erkennen, daß sich unser Kammerdiener nach einem Ende der Pause sehnen wird. Das wird ihm dann wie ein wunderbarer Urlaub vorkommen.
G.L.: Der Auf- & Abbau der Bühnen waren bisher wie eine Urlaubsreise für Bastille, da er im Herrenhause seinen regulären Aufgaben nicht nachgehen musste. Das ist wohl auch ein weiterer Grund für die Pause. Das Herrenhaus muss einmal wieder vom Keller bis zum Dachboden gereinigt werden und Altlasten gehören auf den Schrott.

Butler Bastille – Lagerhalle Osnabrück 11.03.2015

Im Rückblick auf die vergangenen 213 Jahre haben Sie einiges erreicht, nicht zuletzt in den letzten drei Jahren sind zwei neue Alben und eine Opernproduktion entstanden. Worauf sind Sie besonders stolz?

M.C.: So lange zu leben, ist nicht schön. Aber es ist eine besondere Leistung der Wissenschaft, darauf bin ich stolz, auch wenn ich nur ein Teil dieses Experiments bin.
G.L.: So lange zu leben ist wunderbar! Es ist keine besondere Leistung der Wissenschaft, sondern Bastilles Geschick im Umgang mit unseren Pflegeprodukten. Ich bin stolz auf Extrablatt & Hertzmaschine (der CW berichtete, Anm. d. Red.), denn wer nur eine leise Ahnung davon hat, was nötig ist, um ein Album fertig zu stellen und was für Mut es heutzutage bedarf, um einer solchen Unternehmung nachzugehen, wird das verstehen. Auf unsere Opernproduktion bin ich besonders stolz, denn wie lange wollte kein Opernhaus mehr etwas von uns wissen, haben wir doch für so viele Theaterbrände gesorgt (ich glaube es war jedesmal ein Unfall und der Feuerwehrmann an der Seitenbühne war eingeschlafen).

Noch 10 Clubkonzerte und 6 Festivalauftritte 2016. Das müsste doch reichen, um als künstlerischen Nachlass eine Live-DVD zu produzieren. Werden Sie den Fanatikern diesen lang gehegten Wunsch nun endlich erfüllen?

M.C.: Aber natürlich, sehr gerne! Das heißt übersetzt leider, ich denke, das wird für Coppelius wohl etwas zu aufwendig.
G.L.: Darauf wäre ich wohl am stolzesten!

FOTOS: PEDRO MALINOWSKI

Klein Zaches, genannt Zinnober, Foto: Pedro Malinowski

Es folgen außerdem noch 6 Vorstellungen der coppelianischen Steampunk-Oper „Klein Zaches, genannt Zinnober“ (der Clockworker berichtete) in diesem Frühjahr, was haben Sie bis jetzt aus der Produktion mitgenommen/gelernt?

M.C.: Ich möchte so etwas unbedingt gerne einmal wieder machen, das habe ich gelernt.
G.L.: Ich habe meinen Text gelernt! Ich muss ihn nun auch wiederholen, damit im Frühling alles wieder sitzt. Ich habe gelernt, dass wir uns nicht unterkriegen lassen wie schwer es auch manchmal sei.

Coppelius – Musikzentrum Hannover 14.03.2015

Nun denn, wir danken den Herren für ihre Antworten, obwohl wir nun natürlich, wie könnte es bei Coppelius anders sein, auch nicht viel schlauer sind, als vorher.

Es sei an dieser Stelle auf eine Petition des Coppelius Fanclubs „Geheime Coppelianische Straßenbau Gesellschaft“ verwiesen: „Für eine professionelle videographische Verewigung der Konzertabstinenzankündigungsreise“, die darum bittet, von den noch folgenden Konzerten wieder Tourtagebücher anzufertigen. Ihre Unterschrift für dieses Unterfangen können Sie hier abgeben.

Die Daten der kommenden Konzertreisen, sowie die Operntermine finden Sie hier.

Bleibt zu hoffen, dass es nach diesem Jahr schnell wieder heißen kann „Coppelius hilft“, bis dahin sagen wir aber lieber: „helft Coppelius“: kauft Konzertkarten, unterstützt Band und Veranstaltungsorte, damit es sich auch in Zukunft noch lohnt, Steampunk Musik zu machen.