Beachtenswert

Ankündigung: Amphi Festival 2016

Amphi2016

In zwei Wochen, am 23. und 24. Juli, startet das XII. Amphi-Festival in Köln. Nach dem kurzen (und stürmischen) Intermezzo in der Lanxessarena im vergangenen Jahr, kehrt das schwarze Festival zurück in den Kölner Tanzbrunnen. Allerdings gibt es auch hier einige Neuerungen, insbesondere die Bühnen betreffend.

D.A.F. beim Amphi 2016 in der Lanxess Arena

D.A.F. beim Amphi 2016 in der Lanxess Arena

Nach wie vor bedient wird die eigentliche Tanzbrunnenbühne; als zweite Konzertbühne wird die Bühne im Theaterhaus dienen (diese war in den Vorjahren hauptsächlich für Lesungen und anschließende Party genutzt worden). Ganz neu kommt die „Orbit Stage“ hinzu, bzw. wird aus dem Konzept des Lanxess Arena Event Parks übernommen, diese wird sich auf der MS RheinEnergie befinden, welche am Rhein unterhalb des Tanzbrunnens anlegt.

Mit zwei Innenbühnen und der zumindest teilweise überdachten Tanzbrunnenbühne wäre man zwar gewappnet, aber es bleibt natürlich zu hoffen, dass das Wetter nicht so böse mitspielt, wie im vergangenen Jahr.

Ein Blick in die kürzlich erschienene Runningorder zeigt, dass sowohl im Theater, als auch auf der RheinEnergie After Show Partys stattfinden werden. Allerdings zeigt sie auch, dass die Konzerte bereits um 22.00 Uhr zu Ende sind. (Vielleicht aus Lärmschutzgründen, das Festival ist immerhin mitten in der Stadt und dadurch auch gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Genügend Parkplätze sind außerdem ebenfalls vorhanden.)

 

Samstag, 23.07 2016

MAIN STAGE

  • Doors open 10:00
  • [X]-RX 11:00-11:40
  • Solitary Experiments 12:10-12:55
  • Megaherz 13:25-14:15
  • Stahlzeit 14:50-15:40
  • Mono Inc. 16:10-17:05
  • Tarja 17:35-18:35
  • Peter Heppner 19:10-20:10
  • Blutengel 20:45-21:55

THEATER STAGE

  • Doors open 10:30
  • One I Cinema 11:40-12:20
  • Angels & Agony 12:55-13:35
  • Dive 14:05-14:50
  • Ewigheim 15:20-16:10
  • Spetsnaz 16:40-17:30
  • Aesthetic Perfection 18:00-18:50
  • Neuroticfish 19:20-20:15
  • Front Line Assembly 20:45-21:55

ORBIT STAGE

  • Doors open 13:00-22:00
  • Bloodsucking Zombies From Outer Space 13:30-14:20
  • Laura Carbone 15:00-15:45
  • Lebanon Hanover 16:20-17:05
  • Whispers in the Shadow 17:40-18:35
  • Der Fluch  19:10-20:05
  • Nosferatu 20:40-21:45
  • Aftershow Doors open (
  • * erfordert ein HONEY-Ticket) 22:45
  • DJ Honey 23:00-23:30
  • Songwriting Interaktiv 23:30-00:30
  • DJ Honey 00:30-01:00

AFTERSHOW THEATER

  • Doors open 22:00
  • DJane Jeanny (Amphi Festival) 22:00-23:00
  • DJ Gillian (Nachtwerk | Karlsruhe) 23:00-00:00
  • DJ Steve Weeks (Slimelight | London)  00:00-01:00
  • DJ Sven Friedrich (Solar Fake | Zeraphine 01:00-02:00
  • DJane Schwarze Witwe (Das Chaos Team)  02:00-03:00
  • DJ Faderhead (Faderhead) 03:00-04:00
Sonntag, 24.07.2016

MAIN STAGE

  • Doors open 10:00
  • Beyond Obsession 11:00-11:40
  • Tüsn 12:10-12:55
  • Unzucht 13:25-14:15
  • Solar Fake 14:50-15:40
  • Suicide Commando 16:10-17:05
  • Covenant 17:35-18:35
  • Project Pitchfork 19:10-20:10
  • Editors 20:45-21:55

THEATER STAGE

  • Doors open 10:30
  • Xotox 11:40-12:20
  • Mantus 12:55-13:35
  • The Beauty of Gemina  14:05-14:50
  • Ost+Front  15:20-16:10
  • Coppelius 16:40-17:30
  • L’Âme Immortelle 18:00-18:50
  • Moonspell 19:20-20:15
  • Joachim Witt 20:45-21:55

ORBIT STAGE

  • Doors open 13:00
  • XMH 13:20-14:10
  • Songwriting Interaktiv feat. Honey (Welle:Erball) 14:25-14:35
  • Cryo 14:55-15:45
  • The Devil & The Universe 16:20-17:10
  • Faderhead 17:45-18:35
  • Escape with Romeo 19:10-20:05
  • Spiritual Front  20:40-21:45

AFTERSHOW THEATER

  • Doors open 22:00
  • DJ Daniel Myer (Haujobb | Architect)  22:00-23:00
  • DJ Alexx Botoxx (Eisenlager | Oberhausen) 23:00-00:00
  • DJ Danie Graves (Aesthetic Perfection) 00:00-01:00
  • DJ Dalecooper (Shadow | Laverkusen) 01:00-02:00
  • DJ Andtrax (Musikclub 77 | Karlsruhe)  02:00-03:00

Etwas verwirrend ist der Hinweis der Aftershow auf der RheinEnergie am Samstag: Für den Zutritt dort braucht man ein „Honey-Ticket“, da der Platz auf dem Schiff sehr begrenzt ist. Dieses wird man kostenlos samstags ab 12.00 Uhr am Amphi Festival Infostand bekommen (1 Ticket pro Person). Außerdem wird das Schiff für den Abend „umgeparkt“.

Hinweis auf der Amphi-Homepage: „Desweiteren wird die MS RheinEnergie um ca. 22:15 Uhr an das Altstadtufer, Pier 5 wechseln. Ihr geht lediglich über die Hohenzollernbrücke und seid direkt dort.“

Tod Comedy - Amphi 2015 in der Lanxessarena

Der Tod (Death Comedy) – Amphi 2015 in der Lanxessarena

Beim Blick aufs (Rahmen-)programm fällt außerdem auf, dass es wohl keine Lesungen, Vorträge oder Comedy geben wird. Vergangenes Jahr waren diese wegen des Wetters mehrfach ausgefallen. Dafür gibt es eine Kooperation mit ausgewählten Kölner Museen: Gegen Vorlage des Festivaltickets oder –Bändchens erhält man von Freitag bis Sonntag reduzierten Eintritt. Die Liste aller teilnehmenden Museen findet ihr hier.

Für Steampunks besonders interessant aus dem Line-up dürften wohl die Berliner Herren von Coppelius sein, welche sich am Sonntag die Ehre geben werden.

Aber auch ohne breites Steampunk Band Spektrum ist das Amphi immer einen Besuch wert, bzw. wird von Steampunks besucht, sodass die Chancen gut stehen, das ein oder andere bekannte Gesicht zu treffen. Auch mehr und mehr Händler bieten steampunkiges an oder spezialisieren sich auf Steampunk. Wobei der Fokus natürlich nach wie vor auf der schwarzen Szene liegt.

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Besucher 2015

Das Vorverkaufskontigent ist bereits erschöpft, es besteht aber die Möglichkeit, sich verbindlich Karten zu reservieren, die dann an der Tageskasse abgeholt werden können.
http://www.amphi-festival.de/2016/kartenreservierung.html

85€ für das Wochenende, 65€ Tagesticket.

Bereits am Freitag findet im Kölner Friedenspark das quasi schon traditionelle Amphi-Picknick: Jardin de Belle Epoque, organisiert von Natalia Le Fay und Marina Marisha statt. Es ist zwar kein Teil des offiziellen Amphi Programms, wird aber trotzdem mit auf der Seite angeführt.

Für das Picknick benötigt ihr kein Ticket, aber der Dress Code ist einzuhalten: „historical, goth, steampunk, baroque, uniforms, fairytales and all other such styles dark and elegant!“

Maker of the Month, Juli: Herr Leander Lavendel

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Herr Lavendel betrat den Salon mit einem Paukenschlag. Sein „Geheimnis“ sorgte für maximale Furore und Aufmerksamkeit. Das Gerät erinnert an das Videospiel „The Room“ nur mit dem Unterschied, dass hier alles in Realität funktioniert.

Herr Lavendel, könne Sie ein wenig über sich und Ihre Projekte erzählen?

 

1184564581„Der Kupferkeller ist ein rein privates Projekt welches einzig und allein auf mein Hobby bezogen ist. Beruflich habe ich sehr viel mit Kupfer, Aluminium, Zink und anderen Metallen zu tun. Schon 1998 hatte ich nebenher eine kleine Werkstatt in der ich viele Objekte aus Kupfer gebaut habe. Bilder, Wandbrunnen, Leuchten und Skulpturen. Bilder mit Wasserfluss oder Led Spielereien. Auch bewegliches war dabei. Es war zur damaligen Zeit mein persönlicher Steampunk und ich konnte damit Ideen verwirklichen die es in dieser Art noch nicht gab. Heute bieten sich noch viel mehr Möglichkeiten Gedankenspielereien in die Tat umzusetzen. Alleine schon durch die Computertechnik und das Fortschreiten der Elektronischen Entwicklung. Von daher möchte ich mit dem Kupferkeller nicht das Rad neu erfinden,  sondern versuchen das damalige aufzuarbeiten und in eine für die heutige Zeit angepasste Form zu bringen. Gedanklich habe ich noch tausende Dinge im Kopf die ich versuche zu verwirklichen und der Steampunk steht dabei im Mittelpunkt. Alle Objekte auf diesen Seiten sind in reiner Handarbeit entstanden und enthalten teilweise antike Bauteile. Somit ist jedes ein einmaliges Unikat. Steampunk der in Serie mit CNC Maschinen gebaut wurde oder wird ist für mich kein Steampunk und eher eine Schande für diese Szene. Wer Steampunk als Massenware verkauft, hat den Sinn und das Ziel nicht verstanden ! Stellen Sie sich einmal vor, Leonardo da Vinci hätte Mona Lisa fünfzig mal gemalt, was hätte dieses Bild noch für einen Reiz?

Steampunk ist für mich Kunst und Leidenschaft. Der Versuch, Funktion und Form mit Mitteln des viktorianischen Zeitalters zu verbinden und so darzustellen wie die Zukunft in früheren Zeiten wohl ausgesehen hätte.

Leander Lavendel“

 

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Die Kunstwerke von Herrn Lavendel strahlen eine besondere und bisher unbekannte Fazination aus. Die Kombination von Messing, Kupfer, Holz und Glas ist einmalig. Alle Objekte erstrahlen förmlich, man mag sie sich immer wieder ansehen und in der Realitär betrachtet sind sie zauberhaft schön.

 

Mehr zu Herrn Lavendel und seinen Objekten finden Sie unter:

 

http://www.kupferkeller.de/

 

Hochachtungsvoll,

Horatius Steam

Interview mit Comiczeichner Felix Mertikat

Felix Mertikat ist vielen Steampunks bekannt durch seine Projekte „Opus Anima“ und „Steam Noir“.
Im Interview berichtet er, wie er zum Comiczeichnen kam, von seinen Einflüssen und neuen Projekten.

Felix Mertikat, Foto von Katja Pfister

Felix Mertikat, Foto von Katja Pfister

Felix, wie bist du zum Comiczeichnen gekommen? Das war ja nicht deine erste Berufswahl…

Meine erste Berufswahl war Biologe und dachte mir dann, dass ich als Concept Artist und Illustrator, eigentlich ein ganz schönes Leben haben würde…und dann kam der Comic dazwischen, der mich seitdem mit seiner Magie nicht mehr losgelassen hat.

Wer hat dich dabei beeinflusst, bzw. hast du Vorbilder? Die Graphic Novel „Steam Noir“ wird ja gern mit franco-belgischen Comics verglichen. Manche der Rückblenden in Band 4 von Steam Noir haben mich an expressionistische Stummfilme und alte Scherenschnitte erinnert…

Du fasst die Einflüsse schon ganz gut vorweg. Tatsächlich habe ich mich sehr stark im europäischen Stil zuhause gefühlt und weniger im US-Stil. Am Ende war der Wunsch da, dennoch etwas Neues zu gestalten, vielleicht eine eigene Note darin zu finden. Stark inspiert haben mich vor allem Filme wie „Delicatessen“ und „Die Stadt der verlorenen Kinder“. Vom Erzählen komme ich sowieso aus dem filmischen, weswegen meine Panels und die Bildgestaltung einer natürlichen Kamera sehr nahe kommt- wohl ein Erbe meiner Arbeit als Storyboarder.

Die Comicserie Steam Noir ist sehr vielschichtig. Sie erzählt einen phantastischen Krimi in einer bizarren Welt mit ganz besonderer, beseelter Technik, aber sie philosophiert gleichzeitig auch über das Sterben und was nach dem Tod kommt – und das auf eine Weise, die an grotesken Gothic Horror erinnert. Was den Hintergrund der Geschichte angeht, gibt es viele Parallelen zu deinem Rollenspielsystem „Opus Anima“, an dem du mit Tim Bröstl 12 Jahre lang gearbeitet hast.

Grotesker Horror hat eine Faszination, die mich nicht losgelassen hat. Die Verunstaltung von Menschen, das hat eine zeichnerische Begeisterung für mich seit jeher. Opus Anima war da für mich ein riesiges Versuchsfeld. Ein Rollenspiel bietet dafür sehr viel Raum, da die Bilder nie in einem narrativen Zusammenhang stehen müssen, kann man losgelöst voneinander Ideen und Konzepte darstellen. 12 Jahre Entwicklung bringen zudem Ideen zu Tage, die man nicht einfach aus dem Ärmel schüttelt. Die Hauptaufgabe war es vielmehr, das vorliegende Material auszudünnen, es erzählbar und verstehbar zu machen…etwas das manchmal härter ist, als Neues zu entwickeln. Man versteht danach „Kill your darlings“ nochmal ganz neu.

Aus "Steam Noir" copyright: Felix Mertikat

Aus „Steam Noir“ copyright: Felix Mertikat

Hattest du schon bei der Veröffentlichung von „Opus Anima“ 2008 die Idee, eine Geschichte wie „Das Kupferherz“ als Graphic novel zu erzählen, oder wie ist das zustande gekommen?

Nein, gar nicht. Wir wollten eigentliche weiter Rollenspielbücher zu Opus Anima machen, das ist aber aus vielerlei Gründen dann gescheitert. Stattdessen hat die Arbeit an meinem ersten Comic „Jakob“ in Zusammenarbeit mit Cross Cult die Chance geboten, Steam Noir zu entwickeln. Ursprünglich hieß es sogar noch Opus Anima Comic, aber geplant war es nie. Im Gegenteil.

Aus "Steam Noir" copyright: Felix Mertikat

Aus „Steam Noir“ copyright: Felix Mertikat

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Herr Hirschmann aus „Steam Noir“, copyright: Felix Mertikat

Am Gratiscomictag 2012 erschien im „The walking dead“ Heft eine fünfseitige Comic-Kurzgeschichte von Verena Klinke und dir, welche ebenfalls im Steam Noir Universum spielt – „Zeitenwende“. Plant ihr noch weitere Steam Noir Geschichten als Comic?

Ja das würden wir sehr gerne. Es gibt bereits Ideen und erste Skizzen, wir warten nur noch den richtigen Zeitpunkt ab, diese umzusetzen. Es wird dabei wohl in einem noch nicht näher beschrieben Land in unserer fiktiven Welt spielen, aber zu viel verraten will ich da auch nicht.

Das klingt spannend. Ihr habt ja auch Spiele entwickelt; das Kartenspiel „Steam Noir: Revolution“ ist 2013 als Crowdfunding Projekt erfolgreich finanziert worden. Bitte erzähle uns etwas über das neue Brettspiel „Steam Noir: Kalendarium“.

Du bist gut informiert :) SN:Kalendarium ist ein Spiel für 3-6 Spieler und man kann damit die Geschehnisse und Herausforderungen um die Blinden Tage erleben. Die Spieler haben danach gesagt, dass sie jetzt viel besser die Gefahren der Blinden Tage verstehen, da jeder von Ihnen über ein „Regierungsgebiet“ verwaltet und trotz Kooperation, muss man genau abwägen, welche Gebäude man errichtet um den nächsten Blinden Tagen zu trotzen, wieviele Bizarromanten man zur Bekämpfung der Seelen einsetz. Das Spiel hat eine Spieldauer von 90-120 min. und würde ich als semi-kooperativ beschreiben. Der Clou: das Ganze spielt über 300 Jahre vor den Geschehnissen im „Kupferherz“ und bietet so einen neuen Blick auf die gleiche Welt. Beigelegt soll im Idealfall noch ein Kurzcomic sein. Wann das Spiel erscheint ist noch nicht klar.

Woran arbeitest du aktuell, wenn du soviel verraten darfst?
Wir konzipieren und entwickeln unseren neuen Comic „Koshu“, der mit einem 150 seitigen Einzelband ein Konterpunkt zu Steam Noir definieren soll. Außerdem wird er voller Farben sein, fast schon vor Buntheit strotzend. Wir, Verena Klinke und ich, erzählen die Geschichte von Suana, einem jungen Frau, die mit der einzigen Karawane der Wüste Bun mitreist, weil es die einzige Möglichkeit ist, um seine Heimatstadt zu verlassen un mehr von der Welt zu sehen. Wir erleben sehr viel Wüste und eine sehr persönliche Geschichte von Suana.
Daneben arbeite ich am Brettspiel Tsukuyumi-Full Moon Down. Der Mond ist im Pazifik gelandet und in ihm schläft ein gewaltiger weißer Drache der Kami „Tsukuyumi“. 99% der Menschheit ist verstorben durch die Landung des Mondes und so kämpfen die letzten Überleben nicht nur gegen die Schergen des Kami sondern auch gegen andere Spezies, die die freigewordene Position als Dominante Spezies für sich einnehmen wollen. Dabei können 3-5 Spieler zwischen 20 verschiedenen Fraktionen auswählen und etwa die auf zwei Beinen laufenden Schweinekrieger der Boarlords spielen, oder die Cybersamurai mit ihren Robotern und Drohnen, oder gar die Dark Seed, ein Metaorganismus aus Millionen von Insekten. Jede Fraktion verändert das Spiel grundlegend und bringt grundsätzlich andere Regeln und Konzepte ins Spiel, so dass man nie zwei gleiche Spiele spielen wird. Das Spiel soll per Crowdfunding finanziert werden. Mehr zu Tsukuyumi findet ihr auf www.kingracoon.de.

aus dem Comic "Koshu" . copyright: Felix Mertikat

aus dem Comic „Koshu“ . copyright: Felix Mertikat

Spiel "Alle Mann an Deck" copyright: Felix Mertikat

Spiel „Alle Mann an Deck“ copyright: Felix Mertikat

"Tsukuyumi - Full Moon Down" copyright: Felix Mertikat

„Tsukuyumi – Full Moon Down“ copyright: Felix Mertikat

Ich bin gespannt, dann den Kontrast zwischen „Koshu“ und „Steam Noir“ zu sehen und wünsche auch viel Erfolg für das neue Crowdfunding Projekt „Tsukuyumi“. Abschließend noch die Frage: Was ist für dich Steampunk, und was gefällt dir daran?

Steampunk ist vor allem das was jeder daraus macht. Es gibt nicht viele Genres, in denen die Facetten so vielseitig und offen ausgelotet werden, wie dieses, und so will ich mich selbst nicht festlegen, was genau es ist. Denn das Ungenaue ist der Reiz, den ich und viele andere Anhänger darin sehen: Schmuck, Dampf, Kostüme, Comics, Fahrzeuge – und vielleicht ist die einzige Gemeinsamkeit die Liebe zum Selbstgemachten und Ausprobieren. Das tüfteln und zeigen. Das präsentieren und genießen.

Steampunk Picknicks in diesem Sommer

Picknickgesellschaft Anfang des 20. Jahrhunderts. (gemeinfreie Abbildung)

Picknickgesellschaft Anfang des 20. Jahrhunderts. (gemeinfreie Abbildung)

Der Ursprung des Picknicks liegt im 17. Jahrhundert. Damals wurde damit in Frankreich eine Mahlzeit bezeichnet, die dem Vergnügen diente und zu der jeder Gast etwas beisteuern sollte. Später genossen sowohl Ober-, Mittel- und Unterschicht in der warmen Jahreszeit das Essen im Grünen, war dies doch eine Möglichkeit, zumindest zeitweise der Enge in den Städten zu entfliehen bzw. eine Abwechslung zu den eigenen vier Wänden zu haben. Im späten 19. Jahrhundert kamen in England die Picknickkörbe auf und ein gewisser Lord Sandwich entwickelte die nach ihm benannten belegten Brote, welche für das Schmausen im Freien besonders praktisch waren.

Steampunk- oder viktorianische Picknicks sind mittlerweile fest etabliert in der Steampunkszene.  Die ersten Picknicks haben dieses Jahr bereits stattgefunden, z.B. auf dem WGT in Leipzig. Hier ein Überblick über weitere dieser Freiluft-Veranstaltungen in diesem Jahr:

3. Juli ab 14:30
5. Viktorianisches Picknick in 45529 Hattingen

Diese Veranstaltung finden Sie im Gesichtsbuch:
https://www.facebook.com/events/215795398779742/

10. Juli 2016 ab 15 Uhr
4. Steampunk Picknick im Stadtpark in 22339 Hamburg
http://salon.clockworker.de/events/4-sommerliches-steampunk-picknick-in-hamburg

Foto: jill111, pixabay

Foto: jill111, pixabay

16. Juli ab 15 Uhr
Schwarzes Picknick im Jenischpark in 22605 Hamburg
Bei diesem Picknick sind auch Steampunks gern gesehen.
Die Veranstaltung finden Sie im Gesichtsbuch:
https://www.facebook.com/events/1153765348034389/

16. Juli 2016 ab 14:30 Uhr – 19 Uhr
Steampunk Treffen mit Picknick im Residenzschloss in 71634 Ludwigsburg
Ab 22:00 Uhr findet gegenüber vom Schloss Ludwigsburg eine Steampunk Party mit dem Titel „The Revolution of Steampunk“ statt, mit DJ Jolly im „Muttermund Club“, so dass sich Picknick und Party miteinander verbinden lassen.
http://salon.clockworker.de/events/steampunk-treffen-mit-picknick-im-residenzschloss-ludwigsburg

22. Juli ab 15 Uhr
5. Jardin de Belle Époque – historisches & dunkelromantisches Picknick
im Friedenspark in Köln
Dieses Picknick ist gleichzeitig eine inoffizielle Pre-Veranstaltung zum Amphi Musik Festival und ist ebenfalls im Gesichtsbuch zu finden:
https://www.facebook.com/events/957509754370179/

6. August 2016 von 14 – 22 Uhr
Steampunk/viktorianisches Picknick im Volksgarten in 50677 Köln
Der 1. Steampunk Fan Club Köln lädt ein zum ersten Picknick dieser Art in Köln.
http://salon.clockworker.de/events/steampunk-picknick-in-k-ln

28. August, ganztägig im Freilichtmuseum in 58091 Hagen
Steampunk-Picknick
Das etwas andere Picknick: Das Freilichtmuseum Hagen und das Amt für Aetherangelegenheiten lädt ein: Picknicken Sie im Museum. Es werden schön gedeckte Tische und Bänke gestellt und die Ersten, die sich melden, bekommen eine Eintrittskarte. Damit ist der Eintritt frei. Es warten vom Museum hergestellte Gaumenfreuden und Mitmachaktionen speziell für Steampunker.
http://salon.clockworker.de/events/zeitreise-hagen-steampunkpicknick

Auch im Herbst gibt es dann (mindestens) ein Steampunk Picknick:

02.10. ab 14 Uhr
Herbst-Picknick Steampunk meets Victorian,
Park Schönbusch in 63739 Aschaffenburg/Bayern

https://www.facebook.com/events/509530799252411/

 

 

 

Was rattert denn da? Oder, alte Technik neu belebt.

Das Rattern der Fernschreiber war, in der Vergangenheit, aus Büros, Amtsstuben und Behörden nicht wegzudenken. Galt ein Fernschreiben, durch den unveränderbaren Kennungsgeber, ja als rechtsverbindlich.

Als eine der ersten digitalen Übertragungstechniken, eroberte sie ab 1933, die gesamte, weltweite Kommunikation. Die Wandlung (Tastatur >> Leitung und Leitung >> Druckwerk) erfolgte lange Zeit mechanisch. Erst in den 70ern wurden die ersten, elektronischen Fernschreiber entwickelt.

Das Internet und E-Mail verdrängten die Fernschreiberei aus den Büros. Das fanden viele Leute schade und entwickelten die Möglichkeit, Fernschreiber über das Internet zu betreiben. Unter http://www.i-telex.net/ findte man die nötige Elektronik, um die Fernschreiber wieder und international zu benutzen. Dabei wird der Teilnehmer der Gegenstelle über die gute alte Wählscheibe angewählt. Das i-TELEX stellt die Verbindung her und schon kann man „chatten“ ;-). Das dann auch noch in Echtzeit!

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Henning Treumann stellte das i-TELX System, zum wiederholten Male, auf der Maker Faire in Hannover vor. Die Geräte, besonders die LO-15 der Firma Lorenz, sind nahezu unverwüstlich und man kann die berühmte LO-15 hier und da für unter 50.- EUR bekommen.

Aber es geht auch anders.

Dan Aetherman hat mit der Vorstellung seiner Restaurationsarbeit an einer LO-15, einen kleinen Boom im Rauchersalon ausgelöst. Die Steampunkwelt entdeckt die Fernschreiberei.

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Mit einem kleinen Interface und einem Stück Software, kann jeder einen solchen Fernschreiber am heimischen PC betreiben. Dabei lassen sich E-Mails abrufen, Newsfeeds und Wetterdaten drucken und beliebige ASCII – Texte an den Fernschreiber senden.

Die LO-15 zählt zu den lautesten Maschinen am Markt, allerdings ist der Spiel der Mechanik legendär.

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YouTube Preview Image

Evtl. habe ich Sie ja inspirieren können und Sie sind bald Mitglied im i-TELEX Netz oder Sie lesen Ihre E-Mails bald auf einem Fernschreiber.

 

http://www.computerwoche.de/a/vor-80-jahren-wurde-das-fernschreiben-populaer,2547962

http://salon.clockworker.de/forum/topics/der-fernschreiber-der-legend-ren-nautilus

http://salon.clockworker.de/forum/topics/familienzuwachs-lorenz-kommt

What about a steampunk world? - Das neue Album von Drachenflug

 

copyright: Drachenflug GbR

copyright: Drachenflug GbR

Die Raum-Zeit Kapelle Drachenflug hat kürzlich ihr 3. Album mit dem Titel „What about a Steampunk world?“ digital herausgebracht. Auch eine CD-Veröffentlichung der 14 Songs wird es demnächst geben.

In „Das Luftschiff“ erzählt die Band die Geschichte eines Luftschiffs, der „Victoire Adelaide“. Dies basiert auf den Hörspielteilen im vorherigen Album „Rendesvouz beim Aethercircus“, welches in Zusammenarbeit mit dem Autor Marco Ansing entstand.

„Drachenwissen“ berichtet im rasanten Tempo von der Sehnsucht, die Welt aus den Augen eines fliegenden Drachen zu sehen, doch gleichzeitig auch von einem Projekt, welches man vorantreibt, bis es einem über den Kopf wächst, sich im Netz verbreitet und letztendlich die Welt verändert.  Die Streicherpartien in diesem Lied Lied werden von einer Nyckelharpa gespielt.

„Aethercircus“, welches von dem gleichnamigen Steampunkfestival und seinen Attraktionen handelt, erinnert mit seinem Sprechgesang an Hiphop, und die Band setzt hier interessante Soundeffekte von alten Spielzeugen ein, die an Zirkusmusik erinnern.

„Alien Spices“ ist ein schneller, rockiger Song, in dem Evie ex Machina von hellem Background-Gesang unterstützt wird.

„Die Spieluhr“ ist ein sanftes, poetisches Lied (gesungen von Wiba Wer), das jedoch angenehmerweise nicht kitschig wirkt und auch ohne weiteres als Liebeslied verstanden werden kann.

In „Morgensport“ heizen Michael von Dunkelfels und die übrigen „Drachenflieger“ dem Hörer auf spaßige Weise ein; ein passender Song für ein Steampunk-Workout.

„Bay mir bistu sheyn“ ist ein jiddischer Song, der hier auf mitreißende Weise mit einem mehrstimmigen Chorgesang und einem chilenischen Saiteninstrument namens Charango vertont wurde. Das Lied stammt aus einem Musical von 1932.

In dem darauffolgenden „Aethernomaden“ wird das Tempo wieder langsamer, dieser Song wirkt verträumt und ein wenig melancholisch. Die Band setzt dabei einen „Ebow“ ein, ein Gerät mit dem sie die Saiten der Gitarre zum Schwingen bringen. Auf diese Weise können geigenähnliche Töne auf der Gitarre gespielt werden, die sehr eigen klingen. Die Sound im Hintergrund sind Rauschen und Klänge aus alten Kuzwellenradios. Der Aether ist also in diesem Stück quasi als Musikinstrument dabei.

„Auchindoun“ und „Island spinning songs“ sind traditionell interpretierte, live eingespielte Folksongs, beide stammen aus Schottland.

„Brüder aus Stahl“ wird mit einer Steel drum eingeleitet, auch ein Didjeridoo erklingt, wie bereits in einigen der vorherigen Lieder, während Michael von Dunkelfels hier im Sprechgesang eine düstere Geschichte erzählt: Wie ist es, aufgrund eines Regimes oder einer Hierarchie, seiner eigenen Familie nicht mehr trauen zu können? Es geht dabei auch um die Gefahr dadruch selbst zum Täter zu werden. Und seine Glaubwürdigkeit dadurch zu verlieren, dass man gegen sein Gewissen handelt…

„Lullaby of Takeda“ ist ein traditionelles japanisches Wiegenlied, das hier ruhig und akustisch in Szene gesetzt wird, dabei aber alles andere als „einschläfernd“ klingt. Der Hintergrund dieses Liedes: Im 19. Jahrhundert haben die japanischen Mädchen der Unterschicht häufig ihr Geld verdient, indem sie auf die Kleinkinder der Bessergestellten aufpassten. Allerdings rund um die Uhr in einem fast an Leibeigenschaft grenzenden Arbeitsverhältnis. Und hier beklagt sich ein solches Mädchen, wie gern sie stattdessen zum zu einem Fest gehen und ein schönes Kleid tragen würde.

Das Gedicht „Music Makers“ wurde bereits im Jahr 1874 von dem englischen Dichter Arthur O’Shaughnessy geschrieben und nun lebhaft vertont von Natalia Obscura.

„Blau II“ ist eine rockige, schnelle Weiterführung von „Blau“ aus dem gleichnamigen Album.

Fazit: „What about a steampunk world?“ hat viele Facetten; Drachenflug bleiben zum einen ihrer folkigen Vergangenheit treu, außerdem präsentieren sie hier wieder atmosphärisch dichte Songs voller Geschichten, die im Gehörgang haften bleiben, wie z.B. „Die Spieluhr“ und „Aethernomaden“. Und auch der Humor kommt nicht zu kurz, wie in „Morgensport“ zu hören.

Drachenflug - copyright: Pia Decker

Drachenflug – copyright: Pia Decker

Die Website der Band: http://steampunkband.de/

Vaporium Ruhr - Extraschicht 2016

Morgen, am 25. Juni 2016, findet zum zweiten Mal das Vaporium Ruhr auf der Zeche Hannover in Bochum statt. Im Rahmen der Extraschicht – Die Nacht der Industriekultur wird das Außengelände des LWL-Industriemuseums von 18.00 Uhr bis 2.00 Uhr nachts zum Schauplatz für das „Steampunk Wunderland„.

Die Extraschicht ist ein seid 2001 jährlich stattfindendes Festival, das ehemalige Industrieanlagen, aktuelle Produktionsstätten, Zechen und Halden als Spielorte der Industriekultur geschickt in Szene setzt und den Wandel von der Schwerindustrie zu einer modernen Wirtschafts- und Kulturregion verdeutlicht. Über 50 verschiedene Spielorte im gesamten Pott sind am Abend des 25. Juli mit dem Extraschicht Ticket zu besuchen. Neben den öffentlichen Verkehrsmittel werden auch Sondershuttlebusse eingesetzt, die mit dem Ticket kostenlos zu benutzen sind.
Jeder Spielort hat dabei sein ganz eigenes, persönliches Programm.

Auf der Zeche Hannover wird in diesem Jahr in einer Mischung aus Steampunk und Alice im Wunderland das Programm mit verschiedenen Künstlern gestaltet: Monokel-Pop Sänger Daniel Malheur sorgt ebenso für musikalische Kurzweil, wie die Nautilus One-Man-Band.

Verschiedene Steampunk Gruppen und Maker stellen ihre Werke aus und laden zum Plausch ein und auch ein kleiner Markt für das eine oder andere Mitbringsel ist vor Ort.

Die komplette Teilnehmerliste ist auf der Seite des Vaporium Ruhr zu finden: ww.vaporium-ruhr.de/die-extraschicht/teilnehmer/

Für Kinder wird das Kinderbergwerk Zeche Knirps bis 21.00 Uhr geöffnet sein. Das Museum selbst mit seiner aktuellen Ausstellung „Zwischen Ungewissheit und Zuversicht. Polnische Displaced Persons in Deutschland 1945-1955“ und der historischen Dampffördermaschine aus dem Jahr 1893 kann ebenfalls besichtigt werden.

Ab ca. 22.30 Uhr wird das Industriedenkmal dann kunstvoll von rost:licht illuminiert.

Foto: Dietmar Osses

Neben den musikalischen Auftritten wird das Programm erweitert mit Teslavorführungen, Expeditionsausflügen und Teeduellen. Es verspricht ein unterhaltsamer Abend zu werden, hoffen wir, dass das Wetter mitspielt.

Tickets:
Spielortticket AK (nur Zeche Hannover ohne ÖPNV): 12€
Extraschichtticket (alle Spielorte, inkl. OPNV) im VVK (nur noch heute): 17€ (ermäßigt 14€)
an der AK: 20€

Rezension: Steampunk 1851 - eine Anthologie

copyright: Art Skript Phantastik Verlag

copyright: Art Skript Phantastik Verlag

Steampunk im Jahr 1851, dem Jahr der großen Londoner Weltausstellung.Das ist die Ausgangsbasis für acht düstere Steampunk Kurzgeschichten:

  1. In „Das Ende der Fiktion“ will ein wahnsinniger Wissenschaftler mit seinem Assistenten ein Geheimnis lüften, welches sich in Schottland verbirgt.
  2. Der Erfinder und Physiker Foucault bekommt bei seinen Forschungen unerwartete Hilfe von einem Dämon, den eine Höllenmaschine auf die Erde teleportiert hat.
  3. Der deutsche Reporter Johann Alexander Krieger lernt während der Weltausstellung die Geheimnisse des Treibstoffs „Lykonium“ kennen.
  4. In Russland bekommen es zwei Gendarmen mit einem Vampir und einer teuflischen Erfindung zu tun.
  5. Das britische Royal Special Operation Corps rekrutiert ein neues Mitglied, welches sich unter realen Bedingungen beweisen soll, während in einem gewaltigen Luftschiff namens Crystal Palace die Weltausstellung präsentiert wird.
  6. Archibald Leach und seine Assistentin treffen auf einen Untoten, der sich an seinem Schöpfer rächen will.
  7. Die jungen Monsterjägerinnen Lena und Sophie reisen nach New York, um dort einen seltsamen Todesfall aufzuklären, der möglicherweise im Zusammenhang mit der berüchtigten irischen Straßengang „Dead rabbits“ steht: Der Mörder hinterließ bei den Leichen tote Kaninchen.
  8. In der letzten Geschichte schließlich steht ein Automat vor einem moralischen Dilemma.

Mir hat die Zusammenstellung dieser kurzweiligen Anthologie gut gefallen. Die Geschichten sind größtenteils actiongeladen und darin tauchen klassische Monster wie Vampire und Werwölfe auf. Außerdem kann man hier von originellen und schrägen steampunkigen Erfindungen lesen.
Und wenn sich am Ende ein Automat die Frage nach dem Sinn seines Daseins stellt, so erinnert das auch an ethische Fragen der heutigen Zeit zum Thema künstliche Intelligenz.

Die AutorInnen dieser Anthologie sind Denise Mildes, Sabine Frambach, Andrea Bienek, Marco Ansing, Hendrik Lambertus, Markus Cremer, Luzia Pfyl, Fabian Dombrowski.

„Steampunk 1851“ belegte übrigens den 3. Platz beim Deutschen Phantastik Preis 2014 in der Kategorie „Beste Original-Anthologie“.

Weitere Informationen finden Sie auf der Verlagsseite der Anthologie.

International Steampunk Day 2016

Heute, am 14. Juni, ist „International Steampunk Day“!

In der dazugehörigen (leider etwas eingeschlafenen) Facebook Gruppe heißt es dazu:

„There is International Pirate Day, Ninja Appreciation Day, Dress like a Goth Day and Mock an Emo Day, but there is no steampunk day. I suggest we remedy this and have a offical Holiday where we get to dress up like Steampunk Characters, watch steampunk movies, play steampunk video games, read steampunk books and just bask in the glory that is the steampunk genre. So bust out your goggles and your ray guns, your felt vests and your steam gaskets and imagine a history that might have been…at least for one day.“

Haben auch Sie Pläne, Ihren Steampunk Tag zu feiern? Wir freuen uns über fotografische Kommentare auf unserer Gesichtsbuchseite.

Einen fröhlichen Internationalen Steampunk Tag euch allen!

Steampunk vs. Endzeit

Trafen sich ein paar Steampunks und Ödländer und stellten fest: Der größte Unterschied zwischen beiden Gruppen ist nur die Anzahl an Löchern und Dreck in der Klamotte… So geschehen auf der FaRK, dem großen Fantasie- und Rollenspiel-Konvent in Reden. Wie gelangt man zu so einer Einschätzung? Gedanklich bekommt man Queen Victoria und Max Rockatansky schließlich nur schwer unter einen Hut. Aber man wird sowohl Steampunk als auch Endzeit nicht gerecht, wenn man nur die dominanten Stile beider Genres betrachtet. Denn in den verschiedenen Ausprägungen von Steampunk und Endzeit findet man tatsächlich einige Gemeinsamkeiten. Machen wir uns also auf die Suche nach den verbindenden Elementen.

Der größte gemeinsame Nenner lässt sich leicht finden. Vertretet beider Gruppen sind in der Regel auch immer Maker bzw. DIY- Künstler. Beide Schneidern, Schmieden, Färben, Basteln was das Zeug hält, und müssen dabei nicht selten komplexe Probleme Lösen. Oft bauen sie sich eigene Werkzeuge und Hilfsmittel, oder machen sogar kleine Erfindungen. Das haben sie allerdings auch mit den meisten anderen kreativen Subkulturen gemeinsam.

Repurposing & Hacking. Zwei Schlagworte die sich Steampunk ganz groß auf die Fahnen schreibt. Das Wiederverwenden (Repurpose), Umbauen und Zweckentfremden (Hacking im Wortsinne) ist im Steampunk ein grundlegender, philosophischer Ansatz. Während es in der Enzeit eher eine Notwendigkeit oder auch den eigentlich Charakter des Genres darstellt. Während die einen gegen die Wegwerfmentalität anstinken, liegt bei den anderen die Basis der Wertschöpfung buchstäblich im Müll, oder besser gesagt in den Hinterlassenschaften einer gescheiterten Zivilisation.

Ich habe einen der größten Maker, Dmitri von „Nuclear Snail Studios„, der deutschen Endzeit-Szene gefragt ob auch er Gemeinsamkeiten sehen kann, und wo diese liegen.

Zitat Dmitri:

Welches konkrete postapokalyptische Setting ist denn genau gemeint? Denn „Post-Apokalypse“ heißt erstmal nur, dass innerhalb des Settings eine Apokalypse geschehen ist, nicht mehr und nicht weniger. Und es gibt ja alles mögliche von Mad Max, Borderlands und Fallout bis hin zu The Road, Falling Skies, und The Walking Dead. Alles davon ist „Post-Apo“, jedoch sieht man extreme gestalterische Unterschiede.

Selbstverständlich kann es auch eine „reine“ Steampunk-Apokalypse geben! Man nehme dafür ein Steampunk-Setting, und sage die Welt sei untergegangen, fertig. Man kann ja schließlich alles mit allem mischen. Steampunk und Post-Apo schließen sich nicht aus, können sich aber wunderbar ergänzen – wenn es erwünscht ist.

Vergleicht man Steampunk mit trockener, brutaler, realistischer Post-Apokalypse wie The Road, oder auch mit der Zombie-Apokalypse wie The Walking Dead, stellt sich raus dass es da so gut wie keine stilistischen Gemeinsamkeiten gibt.

In der Regel versteht man allerdings unter „Post-Apo“ vor allem das Retrokalypse-Setting à la Fallout. Und ich glaube darauf bezog sich die Frage nach Gemeinsamkeiten am ehesten? Bei diesem konkreten Setting sind die Gemeinsamkeiten eben dass es in beiden Fällen eine Retro-Ästhetik ist, die mit High-Tech gekoppelt ist. Bei Fallout ist es die Ästhetik der 50er Jahre, und bei Steampunk die der viktorianischen Ära. Beide Welten sind schön verziert, verschnörkelt, und durchgestaltet, und zwar auf die Weise die man eben aus den realen, historischen Epochen kennt, plus noch durch die erweiterte künstlerische Freiheit die sie bieten dadurch dass es Fantasiewelten sind.

Es ist eigentlich wie Äpfel und Birnen vergleichen. Und ja, man kanns auch mischen zu einem leckeren Salat. Man kann aber nicht pauschal die Frage nach Ähnlichkeiten beantworten. Man muss immer das Konkrete Setting unter die Lupe nehmen um eine präzise Aussage treffen zu können.

Mit dem Begriff „Retrokalypse“ bringt es Dmitri für mich auf den Punkt. Betrachtet man die unterschiedlichen Stile in diesem Genre global wird es klarer. In der Mojave-Wüste Kaliforniens treffen sich z.B. seit vielen Jahren die Mad Max Fans und zelebrieren die harte Endzeit im Stil der bekannten Filme beim Wasteland Weekend. Auch im Europäischen Ausland sind Festivals und Conventions in den letzten Jahren häufiger anzutrefen dieses sich vorrangig dieses Stils bedienen. Im Vergleich dazu wird in Deutschland jedoch eher die Retrokalypse in Form von LARP bedient. Dazu zählt das F.A.T.E. , welches dieses Jahr bereits zum zehnten Mal stattfand, sowie weitere junge und eigenständige Genre-Ableger wie das Bunker Springs, Modrowgorod und IT-Tavernen wie das Zasta.

Bei den meisten genannten LARP-Veranstaltungen wird in der Regel die Hintergrundgeschichte in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts angesiedelt (Bunker Springs in den 90ern). Daher also das „Retro“ in der Retrokalypse. Aber man kann es auch wie die Steampunks ausdrücken: „Eine Vergangenheit mit einer Zukunft wie sie so nicht stattgefunden hat.“. Auch werden häufig Elemente von Technologie und SciFi in die Hintergründe eingewoben. Betrachtet man nun die Kostüme und Ausrüstung der Retrokalypse-Fans wird man häufiger Elemente entdecken die man auch im Steampunk wiederfindet. Da Steampunk sich seit einigen Jahren auch in Deutschland wachsender Beliebtheit erfreut, ist es auch kein Wunder dass er immer wieder mal Einfluss auf die Retrokalypse nimmt.

Die Betrachtung der Retrokalypse beantwortet wohl am ehesten die am Anfang des Artikels gestellt Frage. Steampunks und Ödländer können sich stilistisch mitunter sehr, sehr ähnlich werden und unterscheiden sich dann tatsächlich überwiegend durch den Zustand ihrer Kleidung. Folgendes Bild verdeutlicht optisch wie stark diese Ähnlichkeit manchmal sein kann:

Soldier by Nuclear Snail Studios

Soldier by Nuclear Snail Studios

Denn den jungen Mann auf dem Bild kann man locker sowohl in ein Steampunk- Dieselpunk- Universum stecken als auch in ein Endzeit-Szenario. Ich selbst habe auf meinem erst kürzlich absolvierten Ausflug ins Endzeit-LARP eine Menge Elemente sehen können, die mich auf Anhieb an Steampunk erinnert haben. Aber wie der Artikel hoffentlich auch zeigt, gibt es durchaus weitere Gemeinsamkeiten die einem nicht sofort ins Gesicht springen. Dieser Artikel möchte sich auch als kleines Plädoyer für mehr Steampunk (und dessen Spielarten) jenseits des 19. Jahrhunderts verstehen. Denn genau genommen beschränkt sich der Steampunk ja nicht auf die viktorianische Ära, sondern ist in seiner Ursprungsidee viel weitreichender und facettenreicher. Beschränkt euch nicht auf Zylinder, schicke Kleider und abgespreizte kleine Finger an der Teetasse. Habt Mut zu mehr Dreck und der Darstellung von Underdogs in eurem Steampunk. Er kann es gut gebrauchen.

 

Update / Richtigstellung:

In einem netten Gespräch mit einem Teil der Orga von Bunker Springs, wurde ich auf einen Fehler in meinem Artikel aufmerksam gemacht.

Die Welt von Bunker Springs versteht sich explizit nicht als „Retro“, selbst wenn das Zaungästen etwas anders vorkommen mag. Bunker Springs, kurz BS, versteht sich wesentlich offener und weitreichender im grundlegenden Setting. Dabei bedient es sich einer wesentlich längeren Zeitachse in Bezug auf zugrunde liegendem Stand an Technologie (bis ca. 1995), individueller Charakter-Konzepte und den Stilen der Spieler. Während das Spiel selbst in der Zukunft ab ca. 2066 stattfindet.

Des weiteren sollte das BS bitte nicht als Ableger anderer Veranstaltungen verstanden werden.

 

Bild mit freundlicher Genehmigung von Nuclear Snail Studios.

Links:

Nuclear Snail Studios

FaRK

Bunker Springs

Modrowgorod

F.A.T.E.

Wasteland Weekend

Billy O'Shea: Kingdom of Clockwork

Rezension

copyright: Kingdom of Clockwork, Black Swan

copyright: Kingdom of Clockwork, Black Swan

Dänemark im Jahr 2413: Ein Königreich, das die technischen Errungenschaften und Ressourcen vergangener Jahrhunderte verloren hat. Diese sind lang begraben, vergessen oder werden als Legenden betrachtet. Die mächtige Kirche verbietet Archäologie, so dass auch keine Forschung betrieben werden darf. Doch noch immer finden sich Spuren des einstigen technischen Fortschritts im Königreich.

Zwar verfügt der König über Luftschiffe und eine Marineflotte, doch das ist ihm nicht genug. So beauftragt er den einfachen Uhrmacher Karl Nielsen damit, anhand einer historischen Spielzeugeisenbahn eine echte Eisenbahn zu entwickeln. Mangels einer Energieversorgung durch Kohleverbrennung entwickelt Nielsen eine Technik für die Eisenbahn, welche auf Uhrwerksmechanismen basiert. Währenddessen wird er hineingerissen in eine höfische Intrige. Wenig später bricht der König mit ihm und einer Armee auf zu einer gefährlichen Expedition in den hohen Norden.

„Kingdom of Clockwork“ ist historische Fantasy. Der Autor entwirft hier ein alternatives Skandinavien in der Zukunft, dessen Gesellschaftsstruktur eher an die Renaissance erinnert. Das Steampunk-Genre zeigt sich ebenfalls deutlich, z.B. in der ausführlich beschriebenen Technik und in spannenden Luftschiff-Gefechten. Als Leser schmunzelt man hier und da, wenn die Charaktere sich im Jahr 2413 auf historische Spurensuche begeben und den gefundenen Dingen (aus unserer Gegenwart) skurille Bedeutungen zuschreiben, die man leicht als falsch identifizieren kann. Sie glauben sogar an eine sogenannte „irrationale Schicht“ im Erdboden, in der Dinge aus der Vergangenheit zu finden sind, für die es keine logische Erklärung gibt.

Der Hauptcharakter Nielsen, aus dessen Sicht die Geschichte geschildert wird, ist ein sympathischer Anti-Held, der eher zufällig in dieses Abenteuer hineingerissen wird. Billy O’Shea schreibt ohne „viel Gerede“ in einem reduzierten Stil, der sehr gut auf den Punkt kommt.

Der Roman und auch die Fortsetzung sind erhältlich als E-Book bei Amazon
und als Printausgabe sowie als Hörbuch hier: http://blackswan.dk/shop/
Das Hörbuch ist passenderweise gespeichert auf einem Steampunk-USB-Stick, und es gibt auch eine Hörprobe auf der Website.

Interview mit Billy O’Shea

Billy 2015

Billy O’Shea, copyright: Kingdom of Clockwork

Billy, mir hat Ihr erster Roman „Kingdom of Clockwork“ sehr gefallen, gerade weil es keine typische Steampunk Geschichte ist. Ich fand sie sehr originell. Wann haben Sie mit dem Schreiben begonnen – diesen Roman und allgemein?

Es freut mich, dass Ihnen der Roman gefallen hat. Es stimmt, es ist keine typische Steampunk Geschichte, denn obwohl es Luftschiffe und viele Uhrwerke gibt, fehlt es hier am Dampfkraftbetrieb. Ich schätze, genaugenommen kann man es „Clockpunk“ nennen. Eine andere Sache, die eher ungewöhnlich ist, ist dass es in Dänemark spielt, wo ich lebe. Soweit ich weiß, ist es der erste Steampunk Roman, welcher in Skandinavien angesiedelt ist. Und auch wenn es von einer renaissanceartigen Gesellschaft handelt, ist es doch in der fernen Zukunft, nicht in der Vergangenheit. Also ich schätze, das macht es ingesamt ein wenig „anders.“
Ich schreibe seit ich 14 bin, vor allem Science Fiction. Damals wurde eine Geschichte von mir in einer Regionalzeitung in Limerick gedruckt, aber ich habe erst jetzt in meinen Fünfzigern angefangen, ganze Romane zu schreiben. Vielleicht liegt es daran, weil ich mit dem Alter etwas exzentrischer werde…

Bitte verraten Sie uns folgendes: Hatten Sie eine besondere Inspiration für den Roman?

Ich denke, die meiste Inspiration habe ich durch die Stadt Kopenhagen bekommen. Ich hatte die Idee über ein „Schatten-Kopenhagen“ zu schreiben – ein Kopenhagen, über das ich eher tagträume als das, welches ich täglich sehe – und von da kamen dann weitere Ideen. Kopenhagen ist eine dieser Städte, die zu solchen Träumen inspirieren. Was die Charaktere betrifft, die zupfen mich quasi am Ärmel und sagen mir: „Erzähl meine Geschichte!“ Und ich schreibe sie dann halt nieder.

Die Idee von der Untergrundbahn als Ort, an dem Ungeheuer und Geister leben, hat mir viel Freude gemacht in „Kingdom of Clockwork“ – es ist eine recht alte Idee. Also hast du da diese Leute in der fernen Zukunft, welche die alten U-Bahnlininien unter der Stadt entdecken und Angst haben, dort hinunter zu gehen, weil sie nicht wissen können, was sie dort finden werden. Seit ich das Buch geschrieben habe, ist etwas Merkwürdiges passiert – die Stadt Kopenhagen hat beschlossen, eine U-Bahnlinie direkt unter unserem Haus zu bauen. Außerdem ist das Gebäude, in dem wir leben, auf dem Grundstück des Hauses gebaut, in dem Hans Christian Andersen seine letzten Lebensjahre verbracht hat – also wer weiß, was sie da noch finden werden in der „irrationalen Schicht“!

2. Das Sequel zu „Kingdom of Clockwork“ ist „It’s only a clockwork moon“ und beide sind bereits veröffentlicht. Haben Sie eine Trilogie geplant?

Ja, es wird eine Trilogie werden. Am Ende von „Kingdom of Clockwork“ wusste ich, dass ich die Geschichte fortsetzen musste. Aber ich wollte auch, dass alle drei Bücher sich voneinander unterscheiden. In „It’s only a clockwork moon“ gibt es mehr lustige Elemente, außerdem spielt es teilweise in Irland, wo ich herkomme. Auch wenn die Bücher einige ernste Anschauungen in sich tragen, haben ich keine Ambitionen, ernste Literatur zu schreiben. Ich möchte einfach gern Geschichten schreiben, welche Leser unterhalten, sie zum Lachen bringen und vielleicht auch ein paar Gedankenanstöße liefern – vielleicht etwas, was man gern auf Reisen liest.

Zur Zeit sind meine Bücher nur auf Englisch erhältlich, aber „Kingdom of Clockwork“ wird zur Zeit ins Finnische übersetzt, und ich hoffe, dass sie eines Tages auch auf Deutsch und in anderen Sprachen veröffentlicht werden.

Sie haben in Ihrem Roman sehr detailliert über die Uhrwerkmechanismen und andere Technik geschrieben. Wie haben Sie dafür recherchiert?

Ich mag das Recherchieren sehr gern, denn ich liebe Uhrwerke und alle möglichen Automaten, sowie Geschichte im Allgemeinen. Vieles recherchiere ich über das Internet, aber ich habe auch das Glück, einige Experten auf dem Gebiet der Uhrwerksmechanik und auf anderen Gebieten zu kennen, und diese helfen mir, wenn es etwas gibt, was ich nicht weiß. Ich reise auch soviel ich kann, um mir interessante Orte und Gerätschaften anzuschauen. Natürlich muss man die technischen Möglichkeiten ein bisschen übertreiben, sonst gäbe es ja keine Story, aber ich ich gestalte es gern so realistisch wie möglich, damit der Leser den Eindruck bekommt, dass es so tatsächlich funktionieren könnte.
Ihr Sohn Christopher hat einen virtuellen 3D-Flug mit einem Luftschiff entwickelt, den man mit einem Virtual-Reality Headset genießen kann. Ich nehme an, dieser Flug ist eine Szene aus Ihrem Roman?

Ja, das ist es. Der derzeitige Luftschiff-Flug ist der dritte, den er produziert hat und er basiert auf einer Szene aus dem zweiten Roman „It’s only a Clockwork moon“. Chris schreibt und designt dies komplett allein. Eigentlich war die Idee dabei, die Bücher zu bewerben, aber die virtuellen Luftschiff-Flüge sind so beliebt mittlerweile, dass die Bücher dabei etwas aus dem Fokus geraten sind. Aber das stört mich nicht – ich finde es toll, wie die Besucher auf Steampunk und Science Fiction Cons darauf reagieren. Es gibt nichts Schöneres, als Menschen eine interessante Erfahrung zu bescheren. Außerdem macht es mir viel Freude, etwas zusammen mit Chris zu machen.

Sie leben mit Ihrer Familie in Dänemark. Gibt es dort eine Steampunk-Community? Bitte erzählen Sie uns ein wenig darüber.

Man kann es keine große Szene nennen, noch nicht. Bis vor kurzem dachte ich, meine Familie und ich wären die einzigen Steampunkinteressierten in Dänemark. Aber im letzten November waren wir auf dem „Eve of steam“, dem ersten dänischen Steampunk Event, und das war ein großer Erfolg. Wir waren auch auf einigen großartigen Steampunk Cons in Schweden. Es gibt dort sehr talentierte Leute, wie z.B. Annet Lind, Lykke Banck, Hanna Ågren und Pia Björckne Bengtsson. Wir wollen auch in diesem Herbst und Winter Veranstaltungen in Helsingborg und Göteborg besuchen, und wir werden im Oktober auf Island sein.

Was gefällt Ihnen am meisten am Steampunk oder der Steampunk-Szene?

Ich liebe diesen Style und die Kreativität. Ich staune immer über die Maker und Künstler, welche all diese fantastischen Steampunk Geräte und Kleidung gestalten. Ich selbst habe dafür kein Talent, aber es fasziniert mich, was andere Leute so alles machen. Für mich ist Steampunk ein großes Abenteuer, das mir erlaubt zu reisen, tolle Leute zu treffen und fantastische Dinge zu sehen.

Was machen Sie beruflich, wenn Sie nicht Romane schreiben?

Als ich damals nach Dänemark kam, arbeitete ich als Musiker, aber mittlerweile bin ich Übersetzer für Dänisch-Englisch. Das passt auch gut mit dem Schreiben zusammen, denn wenn ich gerade keine Übersetzungsaufträge habe, schreibe ich an dem neuen Roman oder nehme die Audiobücher auf.

Herzlichen Dank für das Interview und viel Erfolg weiterhin.

Danke, dass Sie mich gefragt haben.

 

Maker of the Month, Juni: Genius Emanuel von Heddernheim

Joe-Buff[1]

Herr von Heddernheim alias Joachim Buff ist einer der kreativsten Köpfe des Genres und ein echter Erfinder. Immer wieder verblüfft er uns mit neuen, interessanten Geräten und komplett selbst erdachten Technologien.

Eines seiner Geniestreiche, ist der Briefkasten mit einem selbst erdachten und konstruiertem Zahlenschloss.

Zeitungskasten[1]

Auch seinen anderen Ideen und Geräte sprühen vor Kreativität und immer ist ein Augenzwinkern dabei.

Lamentiergerät[1]Sei es das Lamentiergerät, welches einem das tägliche lamentieren abnimmt,

Urne-mit-Modul[1]die sprechende Urne, die die Hinterbliebenen beglückt (oder nicht) oder

Brassberry[1]der Raspberry Pi im Messinggewand, welcher dann auch treffend Brassberry genannt wurde.

 

Ein Besuch auf der Homepage des Herr von Heddernheim lohnt sich auf jeden Fall.

www.vonheddernheim.de

Impressionen vom Aethercircus Steampunk Festival

Am 30.4. und 1.5. fand zum vierten Mal das Aethercircus Steampunk Festival statt, wieder in der historischen Festung Grauer Ort bei Stade. Hier sehen Sie einige ausgewählte Impressionen, da es den Rahmen sprengen würde, auf alle Programmpunkte einzugehen.
Die Fotos in diesem Bericht wurden uns von dem Fotografen Patrick Frauchiger freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Übrigens sendet das DAS-Magazin im NDR-Fernsehen am Freitag, den 27. Mai um 18:45 und 19:30 einen kleinen Fernsehbericht über das Festival, welcher dann auch in der Mediathek zu sehen sein wird.

 

copyright: Patrick Frauchiger

Ein – nicht vollständiges – Gruppenbild mit Feuerspucker

copyright: Patrick Frauchiger

La Frontera Victoriana on stage

copyright: Patrick Frauchiger

… und im Gruppenbild

copyright: Patrick Fauchiger

Circus of fools

copyright: Patrick Frauchiger

Ein Gewinner beim Steampunk-Teeduell

copyright: Patrick Frauchiger

Hier brennt sogar der Reifrock!

Steampunk Festival Aethercircus, copyright Patrick Frauchiger

ein mechanischer dampfender Drache, von Toni Reintelseder

copyright: Patrick Frauchiger

auf zur Zeitreise!

copyright: Patrick Frauchiger

Vielleicht mit diesem Gefährt?

copyright: Patrick Frauchiger

Ein Steampunk-Gerät

copyright: Patrick Frauchiger

eine Hommage an 20.000 Meilen unter dem Meer, von Jürgen Lautner

copyright: Patrick Frauchiger

Der Illustrator Stephan Kuhn mit einem Steampunk-Motiv

copyright: Patrick Frauchiger

Ein Walking act

copyright: Patrick Frauchiger

mithilfe dieser speziellen Apparatur konnten Besucher einen animierten, dreidimensional erlebbaren Luftschiffflug erleben

copyright: Patrick Frauchiger

Michael Freiherr von Dunkelfels von der Band Drachenflug mit einer Nyckelharpa, einem alten skandinavischen Instrument

 

Voltaire Deutschland Tour 2016

Heute startet im Fundbüro Hamburg die Deutschland Tour von US-Sänger Voltaire. Der Musiker und Schriftsteller ist immer wieder einen Besuch wert und weis sein Publikum mit makabren und zweideutig witzigen Songs zu unterhalten. Klassische Gothic Themen werden ebenso bedient (und durch den Kakao gezogen), wie Star Trek und Star Wars, oder eben Steampunk.

Wer ihn etwas näher kennen lernen möchte, dem seien die Meet&Greet VIP Events im Vorfeld der Konzerte ans Herz gelegt (und natürlich das Interview mit dem Clockworker von seiner Tour 2013)

Seine Show beschreibt er häufig mit „watch an old pirate getting drunk“, aber es passiert noch so viel mehr auf der Bühne, sodass die werten Mitreisenden diese Chance nicht verpassen sollten, um den charismatischen Herren live zu erleben.

Termine:

Plakat_Voltaire_DE2016

In Hamburg und Leverkusen wird er begleitet von Feline & Strange aus Berlin, die in der Steampunk Szene hinreichend bekannt sein sollten.
In Enkirch und Frankfurt werden argue about a second aus Mainz aufspielen.

 

Mehr Infos (auch zu zukünftigen Veranstaltungen) gibt es in der eigens geschaffenen Gesichtsbuchgruppe und natürlich im Aethernetz unter www.voltaire-tour.eu/
Dort gibt es auch noch Tickets für die Konzerte, sowie das exklusive Tour-Shirt im Vorverkauf.

Preview des Tour Shirts, 17€ VVK/20€ auf den Konzerten

Preview des Tour Shirts, 17€ VVK/20€ auf den Konzerten

„Maker of the Month“: Mai, Carsten Küppers

20160504_222310Bild: Steamtropolis in Bochum

Sehr geehrte Damen und Herren,

diesen Monat möchte ich Ihnen einen besonderen, jungen Mann vorstellen, der einen großen Schritt gewagt hat. Carsten Küppers hat damit angefangen, seine Kreationen auf dem Markt anzubieten. Seine Werke zeichnen sich durch absolute Präzision in ihrer Ausführung aus. Seine USB-Sticks und Tastaturen lösen einen spontanen „haben Effekt“ aus.

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Was verbrigt sich nun hinter dem Namen Syrestria?

Lassen wir den Künstler einmal selbst zu Wort kommen:

„Syrestria – Ein einzigartiger Name der für einzigartige Qualität und individuelles Steampunk Computer Equipment steht. Doch wer verbirgt sich hinter Syrestria?

Mein Name ist Carsten Küppers, Baujahr 1989, und bin der Gründer von Syrestria.

Bereits seit frühester Kindheit war meine Begeisterung für Technik aller Art sehr groß, weshalb ich, neben meinen eigenen Hobbybasteleien zu Hause, auch unbedingt beruflich kreierend und erschaffend arbeiten wollte. So hab ich dann im 2012 meine Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration abgeschlossen, was mir sehr nützlich für mein zukünftiges Projekt werden würde.

Zur Steampunk-Szene hat es mich dann erst ein wenig später hingezogen. Eine Freundin hat den indirekten Anstubser geliefert, als sie mir einige Bilder von Steampunk Tastaturen zeigte. Ich war vom ersten Augenblick an begeistert und wusste, dass ich auch so etwas bauen wollte: Nach meiner eigenen Vorstellung, und nach meinen eigenen Ansprüchen. Denn die sind wirklich sehr hoch, jedes noch so winzige Teil muss auf den Millimeter seinen richtigen Platz haben – und die entsprechende Qualität.

Und so hab ich damit angefangen Syrestria Schritt für Schritt aufzubauen. Die ersten Steampunk USB-Sticks und die erste Tastatur sind durch meine eigene Handarbeit entstanden.

Nun bin ich seit einem halben Jahr auf dem Markt, und baue die Produktvielfalt weiterhin aus. Doch welche Projekte in Zukunft geplant sind, werde ich an dieser Stelle noch nicht verraten ;-)“

Danke Carsten für Deine Vorstellung.

 

H. Steam