Beachtenswert

International Steampunk Day 2016

Heute, am 14. Juni, ist „International Steampunk Day“!

In der dazugehörigen (leider etwas eingeschlafenen) Facebook Gruppe heißt es dazu:

„There is International Pirate Day, Ninja Appreciation Day, Dress like a Goth Day and Mock an Emo Day, but there is no steampunk day. I suggest we remedy this and have a offical Holiday where we get to dress up like Steampunk Characters, watch steampunk movies, play steampunk video games, read steampunk books and just bask in the glory that is the steampunk genre. So bust out your goggles and your ray guns, your felt vests and your steam gaskets and imagine a history that might have been…at least for one day.“

Haben auch Sie Pläne, Ihren Steampunk Tag zu feiern? Wir freuen uns über fotografische Kommentare auf unserer Gesichtsbuchseite.

Einen fröhlichen Internationalen Steampunk Tag euch allen!

Steampunk vs. Endzeit

Trafen sich ein paar Steampunks und Ödländer und stellten fest: Der größte Unterschied zwischen beiden Gruppen ist nur die Anzahl an Löchern und Dreck in der Klamotte… So geschehen auf der FaRK, dem großen Fantasie- und Rollenspiel-Konvent in Reden. Wie gelangt man zu so einer Einschätzung? Gedanklich bekommt man Queen Victoria und Max Rockatansky schließlich nur schwer unter einen Hut. Aber man wird sowohl Steampunk als auch Endzeit nicht gerecht, wenn man nur die dominanten Stile beider Genres betrachtet. Denn in den verschiedenen Ausprägungen von Steampunk und Endzeit findet man tatsächlich einige Gemeinsamkeiten. Machen wir uns also auf die Suche nach den verbindenden Elementen.

Der größte gemeinsame Nenner lässt sich leicht finden. Vertretet beider Gruppen sind in der Regel auch immer Maker bzw. DIY- Künstler. Beide Schneidern, Schmieden, Färben, Basteln was das Zeug hält, und müssen dabei nicht selten komplexe Probleme Lösen. Oft bauen sie sich eigene Werkzeuge und Hilfsmittel, oder machen sogar kleine Erfindungen. Das haben sie allerdings auch mit den meisten anderen kreativen Subkulturen gemeinsam.

Repurposing & Hacking. Zwei Schlagworte die sich Steampunk ganz groß auf die Fahnen schreibt. Das Wiederverwenden (Repurpose), Umbauen und Zweckentfremden (Hacking im Wortsinne) ist im Steampunk ein grundlegender, philosophischer Ansatz. Während es in der Enzeit eher eine Notwendigkeit oder auch den eigentlich Charakter des Genres darstellt. Während die einen gegen die Wegwerfmentalität anstinken, liegt bei den anderen die Basis der Wertschöpfung buchstäblich im Müll, oder besser gesagt in den Hinterlassenschaften einer gescheiterten Zivilisation.

Ich habe einen der größten Maker, Dmitri von „Nuclear Snail Studios„, der deutschen Endzeit-Szene gefragt ob auch er Gemeinsamkeiten sehen kann, und wo diese liegen.

Zitat Dmitri:

Welches konkrete postapokalyptische Setting ist denn genau gemeint? Denn „Post-Apokalypse“ heißt erstmal nur, dass innerhalb des Settings eine Apokalypse geschehen ist, nicht mehr und nicht weniger. Und es gibt ja alles mögliche von Mad Max, Borderlands und Fallout bis hin zu The Road, Falling Skies, und The Walking Dead. Alles davon ist „Post-Apo“, jedoch sieht man extreme gestalterische Unterschiede.

Selbstverständlich kann es auch eine „reine“ Steampunk-Apokalypse geben! Man nehme dafür ein Steampunk-Setting, und sage die Welt sei untergegangen, fertig. Man kann ja schließlich alles mit allem mischen. Steampunk und Post-Apo schließen sich nicht aus, können sich aber wunderbar ergänzen – wenn es erwünscht ist.

Vergleicht man Steampunk mit trockener, brutaler, realistischer Post-Apokalypse wie The Road, oder auch mit der Zombie-Apokalypse wie The Walking Dead, stellt sich raus dass es da so gut wie keine stilistischen Gemeinsamkeiten gibt.

In der Regel versteht man allerdings unter „Post-Apo“ vor allem das Retrokalypse-Setting à la Fallout. Und ich glaube darauf bezog sich die Frage nach Gemeinsamkeiten am ehesten? Bei diesem konkreten Setting sind die Gemeinsamkeiten eben dass es in beiden Fällen eine Retro-Ästhetik ist, die mit High-Tech gekoppelt ist. Bei Fallout ist es die Ästhetik der 50er Jahre, und bei Steampunk die der viktorianischen Ära. Beide Welten sind schön verziert, verschnörkelt, und durchgestaltet, und zwar auf die Weise die man eben aus den realen, historischen Epochen kennt, plus noch durch die erweiterte künstlerische Freiheit die sie bieten dadurch dass es Fantasiewelten sind.

Es ist eigentlich wie Äpfel und Birnen vergleichen. Und ja, man kanns auch mischen zu einem leckeren Salat. Man kann aber nicht pauschal die Frage nach Ähnlichkeiten beantworten. Man muss immer das Konkrete Setting unter die Lupe nehmen um eine präzise Aussage treffen zu können.

Mit dem Begriff „Retrokalypse“ bringt es Dmitri für mich auf den Punkt. Betrachtet man die unterschiedlichen Stile in diesem Genre global wird es klarer. In der Mojave-Wüste Kaliforniens treffen sich z.B. seit vielen Jahren die Mad Max Fans und zelebrieren die harte Endzeit im Stil der bekannten Filme beim Wasteland Weekend. Auch im Europäischen Ausland sind Festivals und Conventions in den letzten Jahren häufiger anzutrefen dieses sich vorrangig dieses Stils bedienen. Im Vergleich dazu wird in Deutschland jedoch eher die Retrokalypse in Form von LARP bedient. Dazu zählt das F.A.T.E. , welches dieses Jahr bereits zum zehnten Mal stattfand, sowie weitere junge und eigenständige Genre-Ableger wie das Bunker Springs, Modrowgorod und IT-Tavernen wie das Zasta.

Bei den meisten genannten LARP-Veranstaltungen wird in der Regel die Hintergrundgeschichte in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts angesiedelt (Bunker Springs in den 90ern). Daher also das „Retro“ in der Retrokalypse. Aber man kann es auch wie die Steampunks ausdrücken: „Eine Vergangenheit mit einer Zukunft wie sie so nicht stattgefunden hat.“. Auch werden häufig Elemente von Technologie und SciFi in die Hintergründe eingewoben. Betrachtet man nun die Kostüme und Ausrüstung der Retrokalypse-Fans wird man häufiger Elemente entdecken die man auch im Steampunk wiederfindet. Da Steampunk sich seit einigen Jahren auch in Deutschland wachsender Beliebtheit erfreut, ist es auch kein Wunder dass er immer wieder mal Einfluss auf die Retrokalypse nimmt.

Die Betrachtung der Retrokalypse beantwortet wohl am ehesten die am Anfang des Artikels gestellt Frage. Steampunks und Ödländer können sich stilistisch mitunter sehr, sehr ähnlich werden und unterscheiden sich dann tatsächlich überwiegend durch den Zustand ihrer Kleidung. Folgendes Bild verdeutlicht optisch wie stark diese Ähnlichkeit manchmal sein kann:

Soldier by Nuclear Snail Studios

Soldier by Nuclear Snail Studios

Denn den jungen Mann auf dem Bild kann man locker sowohl in ein Steampunk- Dieselpunk- Universum stecken als auch in ein Endzeit-Szenario. Ich selbst habe auf meinem erst kürzlich absolvierten Ausflug ins Endzeit-LARP eine Menge Elemente sehen können, die mich auf Anhieb an Steampunk erinnert haben. Aber wie der Artikel hoffentlich auch zeigt, gibt es durchaus weitere Gemeinsamkeiten die einem nicht sofort ins Gesicht springen. Dieser Artikel möchte sich auch als kleines Plädoyer für mehr Steampunk (und dessen Spielarten) jenseits des 19. Jahrhunderts verstehen. Denn genau genommen beschränkt sich der Steampunk ja nicht auf die viktorianische Ära, sondern ist in seiner Ursprungsidee viel weitreichender und facettenreicher. Beschränkt euch nicht auf Zylinder, schicke Kleider und abgespreizte kleine Finger an der Teetasse. Habt Mut zu mehr Dreck und der Darstellung von Underdogs in eurem Steampunk. Er kann es gut gebrauchen.

 

Update / Richtigstellung:

In einem netten Gespräch mit einem Teil der Orga von Bunker Springs, wurde ich auf einen Fehler in meinem Artikel aufmerksam gemacht.

Die Welt von Bunker Springs versteht sich explizit nicht als „Retro“, selbst wenn das Zaungästen etwas anders vorkommen mag. Bunker Springs, kurz BS, versteht sich wesentlich offener und weitreichender im grundlegenden Setting. Dabei bedient es sich einer wesentlich längeren Zeitachse in Bezug auf zugrunde liegendem Stand an Technologie (bis ca. 1995), individueller Charakter-Konzepte und den Stilen der Spieler. Während das Spiel selbst in der Zukunft ab ca. 2066 stattfindet.

Des weiteren sollte das BS bitte nicht als Ableger anderer Veranstaltungen verstanden werden.

 

Bild mit freundlicher Genehmigung von Nuclear Snail Studios.

Links:

Nuclear Snail Studios

FaRK

Bunker Springs

Modrowgorod

F.A.T.E.

Wasteland Weekend

Billy O'Shea: Kingdom of Clockwork

Rezension

copyright: Kingdom of Clockwork, Black Swan

copyright: Kingdom of Clockwork, Black Swan

Dänemark im Jahr 2413: Ein Königreich, das die technischen Errungenschaften und Ressourcen vergangener Jahrhunderte verloren hat. Diese sind lang begraben, vergessen oder werden als Legenden betrachtet. Die mächtige Kirche verbietet Archäologie, so dass auch keine Forschung betrieben werden darf. Doch noch immer finden sich Spuren des einstigen technischen Fortschritts im Königreich.

Zwar verfügt der König über Luftschiffe und eine Marineflotte, doch das ist ihm nicht genug. So beauftragt er den einfachen Uhrmacher Karl Nielsen damit, anhand einer historischen Spielzeugeisenbahn eine echte Eisenbahn zu entwickeln. Mangels einer Energieversorgung durch Kohleverbrennung entwickelt Nielsen eine Technik für die Eisenbahn, welche auf Uhrwerksmechanismen basiert. Währenddessen wird er hineingerissen in eine höfische Intrige. Wenig später bricht der König mit ihm und einer Armee auf zu einer gefährlichen Expedition in den hohen Norden.

„Kingdom of Clockwork“ ist historische Fantasy. Der Autor entwirft hier ein alternatives Skandinavien in der Zukunft, dessen Gesellschaftsstruktur eher an die Renaissance erinnert. Das Steampunk-Genre zeigt sich ebenfalls deutlich, z.B. in der ausführlich beschriebenen Technik und in spannenden Luftschiff-Gefechten. Als Leser schmunzelt man hier und da, wenn die Charaktere sich im Jahr 2413 auf historische Spurensuche begeben und den gefundenen Dingen (aus unserer Gegenwart) skurille Bedeutungen zuschreiben, die man leicht als falsch identifizieren kann. Sie glauben sogar an eine sogenannte „irrationale Schicht“ im Erdboden, in der Dinge aus der Vergangenheit zu finden sind, für die es keine logische Erklärung gibt.

Der Hauptcharakter Nielsen, aus dessen Sicht die Geschichte geschildert wird, ist ein sympathischer Anti-Held, der eher zufällig in dieses Abenteuer hineingerissen wird. Billy O’Shea schreibt ohne „viel Gerede“ in einem reduzierten Stil, der sehr gut auf den Punkt kommt.

Der Roman und auch die Fortsetzung sind erhältlich als E-Book bei Amazon
und als Printausgabe sowie als Hörbuch hier: http://blackswan.dk/shop/
Das Hörbuch ist passenderweise gespeichert auf einem Steampunk-USB-Stick, und es gibt auch eine Hörprobe auf der Website.

Interview mit Billy O’Shea

Billy 2015

Billy O’Shea, copyright: Kingdom of Clockwork

Billy, mir hat Ihr erster Roman „Kingdom of Clockwork“ sehr gefallen, gerade weil es keine typische Steampunk Geschichte ist. Ich fand sie sehr originell. Wann haben Sie mit dem Schreiben begonnen – diesen Roman und allgemein?

Es freut mich, dass Ihnen der Roman gefallen hat. Es stimmt, es ist keine typische Steampunk Geschichte, denn obwohl es Luftschiffe und viele Uhrwerke gibt, fehlt es hier am Dampfkraftbetrieb. Ich schätze, genaugenommen kann man es „Clockpunk“ nennen. Eine andere Sache, die eher ungewöhnlich ist, ist dass es in Dänemark spielt, wo ich lebe. Soweit ich weiß, ist es der erste Steampunk Roman, welcher in Skandinavien angesiedelt ist. Und auch wenn es von einer renaissanceartigen Gesellschaft handelt, ist es doch in der fernen Zukunft, nicht in der Vergangenheit. Also ich schätze, das macht es ingesamt ein wenig „anders.“
Ich schreibe seit ich 14 bin, vor allem Science Fiction. Damals wurde eine Geschichte von mir in einer Regionalzeitung in Limerick gedruckt, aber ich habe erst jetzt in meinen Fünfzigern angefangen, ganze Romane zu schreiben. Vielleicht liegt es daran, weil ich mit dem Alter etwas exzentrischer werde…

Bitte verraten Sie uns folgendes: Hatten Sie eine besondere Inspiration für den Roman?

Ich denke, die meiste Inspiration habe ich durch die Stadt Kopenhagen bekommen. Ich hatte die Idee über ein „Schatten-Kopenhagen“ zu schreiben – ein Kopenhagen, über das ich eher tagträume als das, welches ich täglich sehe – und von da kamen dann weitere Ideen. Kopenhagen ist eine dieser Städte, die zu solchen Träumen inspirieren. Was die Charaktere betrifft, die zupfen mich quasi am Ärmel und sagen mir: „Erzähl meine Geschichte!“ Und ich schreibe sie dann halt nieder.

Die Idee von der Untergrundbahn als Ort, an dem Ungeheuer und Geister leben, hat mir viel Freude gemacht in „Kingdom of Clockwork“ – es ist eine recht alte Idee. Also hast du da diese Leute in der fernen Zukunft, welche die alten U-Bahnlininien unter der Stadt entdecken und Angst haben, dort hinunter zu gehen, weil sie nicht wissen können, was sie dort finden werden. Seit ich das Buch geschrieben habe, ist etwas Merkwürdiges passiert – die Stadt Kopenhagen hat beschlossen, eine U-Bahnlinie direkt unter unserem Haus zu bauen. Außerdem ist das Gebäude, in dem wir leben, auf dem Grundstück des Hauses gebaut, in dem Hans Christian Andersen seine letzten Lebensjahre verbracht hat – also wer weiß, was sie da noch finden werden in der „irrationalen Schicht“!

2. Das Sequel zu „Kingdom of Clockwork“ ist „It’s only a clockwork moon“ und beide sind bereits veröffentlicht. Haben Sie eine Trilogie geplant?

Ja, es wird eine Trilogie werden. Am Ende von „Kingdom of Clockwork“ wusste ich, dass ich die Geschichte fortsetzen musste. Aber ich wollte auch, dass alle drei Bücher sich voneinander unterscheiden. In „It’s only a clockwork moon“ gibt es mehr lustige Elemente, außerdem spielt es teilweise in Irland, wo ich herkomme. Auch wenn die Bücher einige ernste Anschauungen in sich tragen, haben ich keine Ambitionen, ernste Literatur zu schreiben. Ich möchte einfach gern Geschichten schreiben, welche Leser unterhalten, sie zum Lachen bringen und vielleicht auch ein paar Gedankenanstöße liefern – vielleicht etwas, was man gern auf Reisen liest.

Zur Zeit sind meine Bücher nur auf Englisch erhältlich, aber „Kingdom of Clockwork“ wird zur Zeit ins Finnische übersetzt, und ich hoffe, dass sie eines Tages auch auf Deutsch und in anderen Sprachen veröffentlicht werden.

Sie haben in Ihrem Roman sehr detailliert über die Uhrwerkmechanismen und andere Technik geschrieben. Wie haben Sie dafür recherchiert?

Ich mag das Recherchieren sehr gern, denn ich liebe Uhrwerke und alle möglichen Automaten, sowie Geschichte im Allgemeinen. Vieles recherchiere ich über das Internet, aber ich habe auch das Glück, einige Experten auf dem Gebiet der Uhrwerksmechanik und auf anderen Gebieten zu kennen, und diese helfen mir, wenn es etwas gibt, was ich nicht weiß. Ich reise auch soviel ich kann, um mir interessante Orte und Gerätschaften anzuschauen. Natürlich muss man die technischen Möglichkeiten ein bisschen übertreiben, sonst gäbe es ja keine Story, aber ich ich gestalte es gern so realistisch wie möglich, damit der Leser den Eindruck bekommt, dass es so tatsächlich funktionieren könnte.
Ihr Sohn Christopher hat einen virtuellen 3D-Flug mit einem Luftschiff entwickelt, den man mit einem Virtual-Reality Headset genießen kann. Ich nehme an, dieser Flug ist eine Szene aus Ihrem Roman?

Ja, das ist es. Der derzeitige Luftschiff-Flug ist der dritte, den er produziert hat und er basiert auf einer Szene aus dem zweiten Roman „It’s only a Clockwork moon“. Chris schreibt und designt dies komplett allein. Eigentlich war die Idee dabei, die Bücher zu bewerben, aber die virtuellen Luftschiff-Flüge sind so beliebt mittlerweile, dass die Bücher dabei etwas aus dem Fokus geraten sind. Aber das stört mich nicht – ich finde es toll, wie die Besucher auf Steampunk und Science Fiction Cons darauf reagieren. Es gibt nichts Schöneres, als Menschen eine interessante Erfahrung zu bescheren. Außerdem macht es mir viel Freude, etwas zusammen mit Chris zu machen.

Sie leben mit Ihrer Familie in Dänemark. Gibt es dort eine Steampunk-Community? Bitte erzählen Sie uns ein wenig darüber.

Man kann es keine große Szene nennen, noch nicht. Bis vor kurzem dachte ich, meine Familie und ich wären die einzigen Steampunkinteressierten in Dänemark. Aber im letzten November waren wir auf dem „Eve of steam“, dem ersten dänischen Steampunk Event, und das war ein großer Erfolg. Wir waren auch auf einigen großartigen Steampunk Cons in Schweden. Es gibt dort sehr talentierte Leute, wie z.B. Annet Lind, Lykke Banck, Hanna Ågren und Pia Björckne Bengtsson. Wir wollen auch in diesem Herbst und Winter Veranstaltungen in Helsingborg und Göteborg besuchen, und wir werden im Oktober auf Island sein.

Was gefällt Ihnen am meisten am Steampunk oder der Steampunk-Szene?

Ich liebe diesen Style und die Kreativität. Ich staune immer über die Maker und Künstler, welche all diese fantastischen Steampunk Geräte und Kleidung gestalten. Ich selbst habe dafür kein Talent, aber es fasziniert mich, was andere Leute so alles machen. Für mich ist Steampunk ein großes Abenteuer, das mir erlaubt zu reisen, tolle Leute zu treffen und fantastische Dinge zu sehen.

Was machen Sie beruflich, wenn Sie nicht Romane schreiben?

Als ich damals nach Dänemark kam, arbeitete ich als Musiker, aber mittlerweile bin ich Übersetzer für Dänisch-Englisch. Das passt auch gut mit dem Schreiben zusammen, denn wenn ich gerade keine Übersetzungsaufträge habe, schreibe ich an dem neuen Roman oder nehme die Audiobücher auf.

Herzlichen Dank für das Interview und viel Erfolg weiterhin.

Danke, dass Sie mich gefragt haben.

 

Maker of the Month, Juni: Genius Emanuel von Heddernheim

Joe-Buff[1]

Herr von Heddernheim alias Joachim Buff ist einer der kreativsten Köpfe des Genres und ein echter Erfinder. Immer wieder verblüfft er uns mit neuen, interessanten Geräten und komplett selbst erdachten Technologien.

Eines seiner Geniestreiche, ist der Briefkasten mit einem selbst erdachten und konstruiertem Zahlenschloss.

Zeitungskasten[1]

Auch seinen anderen Ideen und Geräte sprühen vor Kreativität und immer ist ein Augenzwinkern dabei.

Lamentiergerät[1]Sei es das Lamentiergerät, welches einem das tägliche lamentieren abnimmt,

Urne-mit-Modul[1]die sprechende Urne, die die Hinterbliebenen beglückt (oder nicht) oder

Brassberry[1]der Raspberry Pi im Messinggewand, welcher dann auch treffend Brassberry genannt wurde.

 

Ein Besuch auf der Homepage des Herr von Heddernheim lohnt sich auf jeden Fall.

www.vonheddernheim.de

Impressionen vom Aethercircus Steampunk Festival

Am 30.4. und 1.5. fand zum vierten Mal das Aethercircus Steampunk Festival statt, wieder in der historischen Festung Grauer Ort bei Stade. Hier sehen Sie einige ausgewählte Impressionen, da es den Rahmen sprengen würde, auf alle Programmpunkte einzugehen.
Die Fotos in diesem Bericht wurden uns von dem Fotografen Patrick Frauchiger freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Übrigens sendet das DAS-Magazin im NDR-Fernsehen am Freitag, den 27. Mai um 18:45 und 19:30 einen kleinen Fernsehbericht über das Festival, welcher dann auch in der Mediathek zu sehen sein wird.

 

copyright: Patrick Frauchiger

Ein – nicht vollständiges – Gruppenbild mit Feuerspucker

copyright: Patrick Frauchiger

La Frontera Victoriana on stage

copyright: Patrick Frauchiger

… und im Gruppenbild

copyright: Patrick Fauchiger

Circus of fools

copyright: Patrick Frauchiger

Ein Gewinner beim Steampunk-Teeduell

copyright: Patrick Frauchiger

Hier brennt sogar der Reifrock!

Steampunk Festival Aethercircus, copyright Patrick Frauchiger

ein mechanischer dampfender Drache, von Toni Reintelseder

copyright: Patrick Frauchiger

auf zur Zeitreise!

copyright: Patrick Frauchiger

Vielleicht mit diesem Gefährt?

copyright: Patrick Frauchiger

Ein Steampunk-Gerät

copyright: Patrick Frauchiger

eine Hommage an 20.000 Meilen unter dem Meer, von Jürgen Lautner

copyright: Patrick Frauchiger

Der Illustrator Stephan Kuhn mit einem Steampunk-Motiv

copyright: Patrick Frauchiger

Ein Walking act

copyright: Patrick Frauchiger

mithilfe dieser speziellen Apparatur konnten Besucher einen animierten, dreidimensional erlebbaren Luftschiffflug erleben

copyright: Patrick Frauchiger

Michael Freiherr von Dunkelfels von der Band Drachenflug mit einer Nyckelharpa, einem alten skandinavischen Instrument

 

Voltaire Deutschland Tour 2016

Heute startet im Fundbüro Hamburg die Deutschland Tour von US-Sänger Voltaire. Der Musiker und Schriftsteller ist immer wieder einen Besuch wert und weis sein Publikum mit makabren und zweideutig witzigen Songs zu unterhalten. Klassische Gothic Themen werden ebenso bedient (und durch den Kakao gezogen), wie Star Trek und Star Wars, oder eben Steampunk.

Wer ihn etwas näher kennen lernen möchte, dem seien die Meet&Greet VIP Events im Vorfeld der Konzerte ans Herz gelegt (und natürlich das Interview mit dem Clockworker von seiner Tour 2013)

Seine Show beschreibt er häufig mit „watch an old pirate getting drunk“, aber es passiert noch so viel mehr auf der Bühne, sodass die werten Mitreisenden diese Chance nicht verpassen sollten, um den charismatischen Herren live zu erleben.

Termine:

Plakat_Voltaire_DE2016

In Hamburg und Leverkusen wird er begleitet von Feline & Strange aus Berlin, die in der Steampunk Szene hinreichend bekannt sein sollten.
In Enkirch und Frankfurt werden argue about a second aus Mainz aufspielen.

 

Mehr Infos (auch zu zukünftigen Veranstaltungen) gibt es in der eigens geschaffenen Gesichtsbuchgruppe und natürlich im Aethernetz unter www.voltaire-tour.eu/
Dort gibt es auch noch Tickets für die Konzerte, sowie das exklusive Tour-Shirt im Vorverkauf.

Preview des Tour Shirts, 17€ VVK/20€ auf den Konzerten

Preview des Tour Shirts, 17€ VVK/20€ auf den Konzerten

„Maker of the Month“: Mai, Carsten Küppers

20160504_222310Bild: Steamtropolis in Bochum

Sehr geehrte Damen und Herren,

diesen Monat möchte ich Ihnen einen besonderen, jungen Mann vorstellen, der einen großen Schritt gewagt hat. Carsten Küppers hat damit angefangen, seine Kreationen auf dem Markt anzubieten. Seine Werke zeichnen sich durch absolute Präzision in ihrer Ausführung aus. Seine USB-Sticks und Tastaturen lösen einen spontanen „haben Effekt“ aus.

T1

9GR 11GR

 

3GR 1GR

 

 

 

Was verbrigt sich nun hinter dem Namen Syrestria?

Lassen wir den Künstler einmal selbst zu Wort kommen:

„Syrestria – Ein einzigartiger Name der für einzigartige Qualität und individuelles Steampunk Computer Equipment steht. Doch wer verbirgt sich hinter Syrestria?

Mein Name ist Carsten Küppers, Baujahr 1989, und bin der Gründer von Syrestria.

Bereits seit frühester Kindheit war meine Begeisterung für Technik aller Art sehr groß, weshalb ich, neben meinen eigenen Hobbybasteleien zu Hause, auch unbedingt beruflich kreierend und erschaffend arbeiten wollte. So hab ich dann im 2012 meine Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration abgeschlossen, was mir sehr nützlich für mein zukünftiges Projekt werden würde.

Zur Steampunk-Szene hat es mich dann erst ein wenig später hingezogen. Eine Freundin hat den indirekten Anstubser geliefert, als sie mir einige Bilder von Steampunk Tastaturen zeigte. Ich war vom ersten Augenblick an begeistert und wusste, dass ich auch so etwas bauen wollte: Nach meiner eigenen Vorstellung, und nach meinen eigenen Ansprüchen. Denn die sind wirklich sehr hoch, jedes noch so winzige Teil muss auf den Millimeter seinen richtigen Platz haben – und die entsprechende Qualität.

Und so hab ich damit angefangen Syrestria Schritt für Schritt aufzubauen. Die ersten Steampunk USB-Sticks und die erste Tastatur sind durch meine eigene Handarbeit entstanden.

Nun bin ich seit einem halben Jahr auf dem Markt, und baue die Produktvielfalt weiterhin aus. Doch welche Projekte in Zukunft geplant sind, werde ich an dieser Stelle noch nicht verraten ;-)“

Danke Carsten für Deine Vorstellung.

 

H. Steam

Steampunk im Mai

Der Mai scheint ein besonders aktiver Monat in Sachen Steampunk zu sein, denn es gibt gleich eine ganze Reihe von Großveranstaltungen, die es sich zu besuchen lohnt. Wir wollen Ihnen, werte Mitreisende hier einen kleinen Überblick verschaffen.


 

Angefangen mit dem Aethercircus in Stade:  Das erste deutsche Steampunkfestival öffnet am 30. April und 1. Mai die Tore der Festung Grauer Ort. Mit Konzerten, Führungen durch die Festung, Workshops, Lesungen etc.

Tickets: 18€ Samstag /10€ Sonntag/22€ Wochenende, jeweils inkl. Führung, Konzerte, Lesungen, Modenschau, Ausstellung etc., Wochenendticket im VVK nur noch bis 28.04.,
Studenten, Rentner, ALGII-Empfänger und Schüler erhalten 3,- Euro Ermäßigung (mit dem jeweils entsprechenden Ausweis), Kinder bis 13 Jahre haben freien Eintritt


Weiter geht es bereits am 4. und 5. Mai mit der dritten Ausgabe der Steamtropolis in der Matrix in Bochum. Mit Abendkonzert, Lesungen, Markt und Familienprogramm.

Steamtropolis

Tickets im VVK: Mittwoch (inkl. Abendkonzerten) 18,80€/Donnerstag (Tagesprogramm mit Lesungen etc.) 7,10€/beide Tage 23,20€,
Kinder unter 12 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen frei


Am 7. und 8. Mai geht es dann im Industriemuseum Osnabrück mit dem Steampunkspass weiter. Ein neues großes Steampunkfestival in Deutschland mit vielen Teilnehmern und des ersten offiziellen Teapot Race in Deutschland.

Tickets: 12€ im VVK, 15€ an der Tageskasse, Kinder 11-17 Jahre 8€, Familienkarte (2 Erw. + 2 Kinder bis 17 J.) 35€ (ggf. + VVK-Gebühren)
Kinder bis 10 Jahren frei


 

Vom 13. bis 16. Mai wird Leipzig zum Wave Gotik Treffen schwarz (der Clockworker berichtete bereits) und es finden sich seit Jahren immer mehr Programmpunkte (und Bands wie Abney Park, Coppelius, Meinhard oder Voltaire) die auch für Steampunks interessant sind. Ebenfalls zum Pflichtprogramm zu Pfingsten zählt das zeitgleich stattfindende Victorian Village am Freitag, 13. Mai im Panometer Leipzig,
Victorian Villagesowie das 5. Steampunk Picknick am Samstag, 14. Mai im Palmengarten Leipzig.

Steampunk Picknick

Bei beiden ist der Eintritt frei, es wird kein WGT Ticket benötigt.


Wer es nicht aufs WGT schafft, dem wird vom 14. bis 16. Mai im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern eine Alternative geboten: Once upon a time. Festival der Jahrmarktkultur und Straßenkunst.

Once upon a Time

Tickets: Erwachsene 6€/Kinder 3€
Eintritt Steampunks am 14. Mai nur 3€


Der Mai endet mit zwei Veranstaltungen, die zwar nicht explizit Steampunk sind, aber immer wieder zahlreiche Steampunks anzieht. Zum einen die Maker Faire Hannover, 27. – 29. Mai, zum anderen die Role Play Convention (RPC) in Köln am 28. und 29. Mai.


Sie sehen, im Mai gibt es genug zu tun, und das hier sind nur die größeren Veranstaltungen! Es lohnt sich, den Veranstaltungskalender des Rauchersalons im Auge zu behalten um insbesondere lokale Treffen zu finden.

Fröhliche Urlaubsplanung!

 

Ein Radio-Interview & Musik von und mit der Steampunk Band Drachenflug

Der Hamburger Autor Marco Ansing hat kürzlich mit der Steampunk Band Drachenflug
ein Interview für den Sender TIDE und der Sendung „Hörspielerei“ gemacht. Evie ex Machina und Michael Freiherr von Dunkelfels von Drachenflug erklären, was Steampunk auszeichnet und stellen
ihr Album „Rendezvous beim Aethercircus“ vor – welches nicht nur Lieder, sondern auch Hörspielpassagen enthält, welche Marco Ansing geschrieben und produziert hat. Außerdem erzählen die beiden „Drachenflieger“ vom Steampunk Festival Aethercircus, welches am kommenden Wochenende zum vierten Mal stattfindet.
Teil 1 des Interviews können Sie nun auf Mixcloud hören. Bitte drücken Sie einfach auf die dreieckige Abspieltaste in der Abbildung. Teil 2 des Interviews gibt es bald ebenfalls dort
und heute schon um 22 Uhr live auf TIDE: http://www.tidenet.de/radio

 

Maker of the Month, April: Telemann von Phone

6G4A7378-768x909

„Steampunk ist für mich mehr als eine

Subkultur – es ist eine Kunstrichtung!“

Als ich Herrn von Phone vor einigen Jahren kennen lernte, faszinierten mich besonders seine Leuchtobjekte aus alten, defekten W48 Telefonen.

Diese Telefone sind, sozusagen das Markenzeichen des Herrn von Phone. Seit 1998 ist Herr von Phone künstlerisch tätig und am Anfang ging es ihm wie vielen „Makern“ in der Szene. Er baute Steampunk oder besser Phonepunk, ohne zu wissen, dass es tatsächlich Steampunk ist.

Seine Objekte regen zum Nachdenken, aber auch zum Träumen an, sie beflügeln die Phantasie und inspirieren.

gC_65tVRq5tsCv-tJ78NMpQDlZxzKfhhXv0sE4kZO5w-661x1024 12814327_1021481694582597_8285850379371065292_n-1

 

Herr von Phone beschränkt sich dabei nicht allein auf das Bauen von Kunstobjekten. Aus einem daher gesagten Satz: „Jemand müsste mal alle diese Sachen aus der Steampunk Szene zusammen ausstellen“, wurde ein: „Ich mache das jetzt“.

Die Machina Nostalgica war geboren, die erste Deutsche Steampunkausstellung, die sich nicht allein an Steampunks, sondern an Jedermann richtete.

Mit der Aussage…

„Es ist üblich, dass der Besucher meistens zur Kunst kommt,

also in ein Museum, eine Ausstellung, etc.

Wir haben das Projekt gewagt, die Kunst zum Besucher zu bringen.

So gab es im Sommer 2015 zum ersten Mal eine Steampunkausstellung

in einer Shoppingmall, ausgestattet von -Phonepunk-, Steampunk Decadence

und Horatius Steam, um das Genre einem breiten Publikum nahe zu bringen.“

…wurde der Versuche gewagt Steampunk zu den Menschen zu tragen. Die Ausstellung in Berlin war ein voller Erfolg.

 

thumbs_DSC1592a DSC1704a-768x604

 

Besuchen Sie die weiter führenden Seiten von Herrn von Phone alias André Kahlke. Sie werden weitere faszinierende Einblicke in die Ideenwelt und die Projekte von Herrn von Phone entdecken können. Unter Anderem ein neues Projekt, auf das wir hier gesondert verweisen möchten:

Das Fotoprojekt Expediton.

13000418_1730865417195159_369146586_o-768x512

Bis zum nächsten Monat.

Ihr Horatius Steam

 

Weiterführende Links:

www.phonepunk.de

www.machina-nostalgica.de

 

Ausstatterin:

www.steampunk.decadence.com

 

Bilder:

André Kahlke

Dirk Jacobs

Thomas Clemens

 

 

Eilmeldung: Abney Park auf dem WGT

Das diesjährige Wave Gotik Treffen (WGT) wird immer steampunkiger. Neben den bereits bestätigten Bands wie Coppelius oder auch Voltaire ist nun auch noch Abney Park hinzugekommen, die auf dem WGT ihr exklusives Deutschlandkonzert 2016 spielen werden.

Captain Robert 2013 auf dem Phantasium (NL)

Mehr Infos zum WGT finden Sie hier in unserer Ankündigung oder hier auf der Homepage.

Nicht vergessen: Am WGT Samstag (14.05.) findet das 5. Steampunk Picknick statt, für dieses wird kein WGT-Ticket benötigt!

Jede Menge Steampunk: Das BB E-Book Event 2016

Am Freitag, den 8. April 2016 beginnt das vierte E-Book Event der Literaturgruppe Brennende Buchstaben in SecondLife. Wer in sozialen Netzwerken mit Literaturschaffenden verdrahtet ist, wird zumindest schon mal von den virtuellen Lesungen gehört haben, die Kirsten Riehl und Thorsten Küper alias Kueperpunk seit einigen Jahren gemeinsam organisieren. Obwohl die beiden sich immer um ein möglichst breites Spektrum von Genres bemühen, bildet auch in diesem Jahr Fantastik einen Schwerpunkt und dabei ganz besonders Steampunk und Dieselpunk.

Auftreten werden unter anderem Anja Bagus, Carsten Steenbergen und Detlef Tams, Selina Haritz, Frederic Brake, Judith Vogt, Alex Jahnke und Sean O´Connell.

Neben bekannten Namen können virtuelle Lesungen aber noch etwas ganz besonderes bieten. Passende Kulissen nämlich. Die Brennenden Buchstaben arbeiten mit anderen SecondLife Enthusiasten zusammen, die mit großer Begeisterung Bühnen bauen. Die sind genau auf die Lesungen zugeschnitten und man kann als Besucher dort auch mal ganz unerwartet zum Statisten werden.

Im folgenden eine Übersicht über die Steampunk- und Dieselpunk-Programmpunkte des BB E-Book Events 2016 und solche, die thematisch nah liegen oder an denen Steampunk-Autoren beteiligt sind:

SnapshotBagus1

Ein bezaubernder Friedhof für die Lesung von Anja Bagus.

 

Anja Bagus eröffnet die Lesungsreihe am Freitag, den 8. April mit ihrer Kurzgeschichte aus „Aether, Schwerter und Planeten“. Die Kulissen dafür hat SecondLife Bauexperte Barlok Barbosa zusammengestellt.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/208/137/24

 

Snapshotsteenbergen1

Charmante Kanalisation unter Carsten Steenbergens „Steamtown“.

Am Samstag, den 9. April ab 20 Uhr treten dann Carsten Steenbergen und Detlef Tams zum ersten Mal virtuell mit ihrer Lesung aus „Steamtown – Die Fabrik“ auf. Barlok Barbosa hat eigens dafür ein charmantes Kanalisationssystem mit grün leuchtenden Plasmaleitungen vorbereitet.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/135/157/22

Am selben Abend liest ab 21 Uhr Selina Haritz aus ihrem Roman „Traumdealer am Abstellgleis“. Zwar kein Steampunk, die Autorin bevorzugt für ihre virtuelle Inkarnation dennoch den viktorianischen Erfinderlook. Clairediluna Chevalier hat die Bühne dafür zusammengestellt.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Stuttgart/167/147/1204

Am Sonntag, den 10. April ab 20 Uhr folgt eine Lesung von Frederic Brake, der diesmal eine Fantasy-Kurzgeschichte lesen wird. Auch diese Bühne wurde von Clairediluna Chevalier arrangiert.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Stuttgart/186/51/21

Am Sonntag, den 17. April steht ab 20 Uhr Judith Vogt mit „Die verlorene Puppe“ auf der Bühne. Sie wird im Schatten eines gewaltigen Luftschiffs zwischen aztekischen Ruinen für uns lesen. Die ungewöhnlichen Kulissen dafür hat BukTom Bloch vorbereitet.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Vision%20of%20mountains1/146/200/95

SnapshotJahnke1

Reichsflugscheibenhangar in Alex Jahnkes Neuschwabenland.

Am selben Abend um 21 Uhr erleben wir Alex Jahnke mitten in einem antarktischen Reichsflugscheibenstützpunkt (gebaut von Barlok Barbosa), wo er  seine satirischen „Liebesgrüße aus Neuschwabendland“ verlesen wird.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/135/157/22

Am Samstag, den 23. April führt uns Sean O´Connell ab 20 Uhr ins „Fundbüro der Finsternis“. Kein Steampunk, aber trotzdem bleibt Sean auch diesmal der Fantastik treu. Die wuchtige Kulisse kommt ebenfalls von Barlok Barbosa.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/135/157/22

Das BB E-Book Event 2016 umfasst insgesamt 18 Lesungen aus den Genres Thriller, Horror, Science Fiction, Steampunk und Dieselpunk. Es lohnt sich auf jeden Fall, noch einmal einen Blick auf das Gesamtprogramm zu werfen, das man unter diesem Link findet:

http://kueperpunk2012.blogspot.de/p/bb-e-book-event-2016.html

Wer sich mit dem Thema virtuelle Welten und Lesungen bisher noch nicht befasst hat, aber es gern mal selbst versuchen möchte, findet dort eine Anleitung:

http://kueperpunk2012.blogspot.de/2014/09/secondlife-tutorial-fur-zuhorer-und.html

Die Installation ist natürlich kostenlos (solange man nicht auf die Idee kommt, einen Premium Account zu wählen, wozu kein Grund besteht.) Wichtig ist es, sich schon ein paar Tage vorher umzusehen und zu testen, ob das Voice-System funktioniert. Nur weil man Geräusche in SecondLife hören kann, bedeutet das nämlich noch lange nicht, dass man auch die Stimmen anderer SecondLifer hören kann.

 Thorsten Küper alias Kueperpunk unterstützt gern inworld oder bei Facebook.

„Maker of the Month“ Lucian Ator

Als „Maker of the Month“ möchte ich Ihnen einen „Newcomer“ in der Szene vorstellen.

la_portrait

Lucian Ator

Herr Ator kam vor kurzem in den Rauchersalon Salon und überraschte in seinem Debüt-Beitrag mit seinen selbst erstellten Geräten.

Wir haben Ihn um ein paar Worte über sich selbst gebeten und auch prompt eine Antwort erhalten:

„Ich bin noch eher ein Neuling, sowohl hier im Salon als auch was die
SP-Bastelei insgesamt angeht. Auf den Steampunk als solchen wurde ich schon vor
längerer Zeit aufmerksam. Selbst am Basteln bin ich mehr oder weniger aktiv
erst seit ca. zwei Jahren (den Ausschlag hat damals glaube ich ein Bericht in
der „c’t Hacks“ gegeben. Die Öffentlichkeitsarbeit lohnt sich also :) ). Die
ersten Werke bestanden im wesentlichen aus „kupferfarben lackieren und ein paar
Zahnräder draufkleben“, aber mit jedem Mal, das meine eigenen Erwartungen
übertroffen wurden stieg auch mein Anspruch an das nächste Werk. Das ist wohl
die wichtigste Erkenntnis die ich dabei hatte: Man kann viel mehr erreichen als
man zunächst denkt — man muss sich nur trauen es einfach zu tun.

Im sonstigen Leben bin ich Informatiker, habe beruflich mit handwerklicher
Arbeit also nichts zu tun. Entsprechend bin ich gerade viel am lernen und
experimentieren, was die Arbeit mit Holz angeht.

Neben der Ästhetik gefällt mir am Steampunk vor allem die Möglichkeit vormals
weniger ansprechende Gebrauchsgegenstände auf individuelle Weise zu verschönern
ohne dabei ihre Funktionalität zu beeinträchtigen.  Das ist auch insofern praktisch,
dass man keinen zusätzlichen Platz braucht, da vor allem vorhandenes ersetzt wird.“

 

Schaut man sich die Werke an, so fällt ein gewisser Hang zur Präzision auf. Selbst die Geräte aus der Rubrik „kupferfarben lackieren und ein paar
Zahnräder draufkleben“, weisen eine besondere Ästhetik auf und lassen einen eigenen und besonderen Baustil erkennen. Wir stellen hier ein paar Werke von Herrn Ator vor.

 

20160307_teedose_006_0 20160307_teedose_007_0

Teedosen

20160304_schallmaschiene_03_0 aetheruhr

 

Soundanlage

Nach einer Beschreibung gefragt, erstellte Herr Ator, ganz im Sinne des Steampunk und des „Information Sharings“, eine ausführliche Bauanleitung mit exakten mathematischen Berechnungen für ein Schreibtischutensil.

pentagon

Rezension: Stationen - ein Lebenslauf von Eusebius van den Boom

Eusebius van den Boom ist das Steampunk-Alter-Ego von Uwe Kurz, Jahrgang 1961. Der selbstständige akademische Sprachtherapeut aus Duisburg ist  vielseitig interessiert. Er sammelt Uhren, malt, fotografiert, liest und schreibt, wenn er nicht gerade obskure Steampunk-Gerätschaften anfertigt, die man in seinem Steampunk Archiv bewundern kann.

copyright: Edition Roter Drache

copyright: Edition Roter Drache

Jetzt hat Eusebius van den Boom mit „Stationen – ein Lebenslauf“ eine fiktive Steampunk-Autobiographie veröffentlicht, im Format von 24 Kurzgeschichten. Wie bei einer Autobiographie üblig, verwendet er die Perspektive des Ich-Erzählers. Die Geschichten tragen Titel wie „Der Uhrmachergehilfe“, „Der Ahnenforscher“ oder auch „Der Erzähler“. Das erzählerische Format dieses Werkes könnte man auch als experimentell bezeichnen.

Bald zeigt sich, dass diese fiktive Lebensgeschichte sehr bewegt ist. Van den Boom verlässt schon früh die Enge seines recht spießbürgerlichen, stark religiösen Elternhauses in Blankenberge (Westflandern, an der belgischen Nordseeküste) und findet erst Jahre später ein Geheimnis über seinen schon verstorbenen Vater heraus. Seine Lebensreise führt ihn an viele verschiedene Orte, bis hin in die Hansestadt Hamburg und nach Baden-Baden. Er versucht sich in vielen verschiedenen Berufen, zeigt sich als wissbegierig und vielseitig talentiert. Insbesondere das Erfinden von interessanten Gerätschaften bereitet dem Helden dieser Biographie große Freude. Doch auch das Fabulieren von Geschichten ist ein Steckenpferd van den Booms, und so gibt es mit „Krakenzeit“ eine spannende Kurzgeschichte in der Geschichte. Auch der bildenden Kunst ist er zugetan, allerdings bringt diese Tätigkeit ihn in Kontakt mit einer Kundin, die völlig überzogene Ansprüche an ihre Auftragsarbeit stellt. Ein großes Rätsel begleitet ihn durch mehrere der „Stationen“ hindurch, bis hin zur Auflösung in der letzten Geschichte.
Und wer die Aetherwelt-Romane von Anja Bagus kennt, wird in dieser Anthologie auch das Amt für Aetherangelegenheiten wiederentdecken.

Eusebius van den Boom, photo copyright: Atelier "et Lux", Berlin

Eusebius van den Boom, photo copyright: Atelier „et Lux“, Berlin

Mein Fazit:
„Stationen – ein Lebenslauf“ ist ein ungewöhnliches Buch, insofern, dass hier wie gesagt das Format der Kurzgeschichte mit einer Autobiographie verbunden wird. In den meisten dieser Geschichten ist das Steampunk-Genre gut wiederzufinden, vor allem im zweiten Teil des Buches. Interessant zu lesen ist das große Detailwissen des Autors, z.B. über technische Zusammenhänge, Funktionen und Fachwissen aller Art in den verschiedenen Berufen. Hier kann der geneigte Leser noch einiges dazu lernen.
Hier und da fand ich es schade, wenn eine Geschichte relativ abrupt aufhörte, etwa der Krimi um einen Schreiner, der sich von van den Boom metallene Flügel anfertigen lässt. Mich wunderte auch, dass van den Boom nicht noch ein wenig mehr über das Geheimnis seines Vaters herausfinden wollte. Aber vielleicht wird es ja zu diesem Thema noch weitere Kurzgeschichten geben. Insgesamt finde ich diese Anthologie sehr lesenswert.

Eine zweite Kurzgeschichtensammlung ist übrigens bereits in Planung.
Die Verlagsseite zum Buch:
http://www.roterdrache.org/catalog/product_info.php?products_id=150

Maker Faire Ruhr - die Achse des Aethers

Guten Morgen,

am vergangenen Wochenende, fand die erste Maker Faire in den Räumen der DASA in Dortmund statt. Tausende von Besuchern konnten eine Fülle von Ideen, Inspirationen und Mitmachevents erleben. Herr von Phone hat das Ereignis durch die Steampunk Brille betrachetet. Den Bericht möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.

Herr von Phone, Sie haben das Wort:

„Es fällt schwer einen einigermaßen detailierten Bericht zu dem Event zu schreiben, zu vielfälltig waren die Eindrücke, zu vielfälltig waren auch die Protagonisten.

Ich schreibe daher rein aus meiner Sicht der Ereignisse:
Am Freitag angereist öffnete sich vor Ort eine Art Zeitportal, das gesamte Team des DASA-Museums in Dortmund viel vom ersten Moment mit absoluter Professionalität auf, was sich das gesamte Wochenende nicht abschwächen sollte.

Der Aufbau verlief reibungslos und man durfte alte Bekannte wieder einmal in die Arme schließen, als da waren Der Graf van de Dampmolen, nebst reizender Gattin, die uns ersteinmal mit Kaffee versorgte. Das Amt für Aetherangelegenheiten übernahm den Zeitschutz auf der linken Flanke der Achse, die Vertreter von Vaporis Ruhr dazwischen und die Machina Nostalgica bat dem zukünftigen Publikum die breite Fläche nach vorn und zur rechten Seite.

12841233_1021481874582579_3252826137512822038_o774969_1022285291168904_4770069904931223036_o12828539_1022309397833160_1124112589398659292_o

(Fotos Thomas Clemens)

Da eine Gruppe von R2D2-Reproduzenten uns gegenüber stand, wurde der verwirrte Besucher zwischen 2 Welten hin und her gespielt. Was durch das Abacus-Theater und unentwegt herumwuselnden R2D2s umso lustiger wirkte.

DSC_2406so

Das Publikum war beeindruckend diszipliniert interessiert und so kam es über 2 Tage wie gewohnt zu unzähligen Gesprächen, die immer wieder ergänzt wurden durch die singende Tesla des Herrn Ravensdale oder den Darbietungen der Abacus-Herren.

Die Herren H. Steam und Ravensdale warteten zusätzlich mit einem Vortrag und einem USB-Workshop auf, die Pressearbeit übernahm zufällig diesmal ich selbst.

Noch so viele Begebenheiten wären zu erzählen, aus den angrenzenden Hallen, am Essentisch, am Abend im Hotel, mit all den anderen Microkosmen der Maker Faire – unmöglich diese alle zu erzählen.

Abschließend ist zu bemerken, dass

– die Herren vom Heise-Verlag wiedereinmal sehr offen für unsere Verrücktheiten waren  (der Freitagabend im Hotel wird mir lange in Erinnerung bleiben),

– das Haus der DASA mit ALLEN Mitarbeitern  unglaublich gute Arbeit leisteten,

– das Publikum uns sehr viel Freude bereitet hat,

– tausend neue Ideen ihren Anfang fanden,

– die „Achse des Aethers“ die eigenen Lachmuskeln teilweise zum Bersten brachte,

– und wir wohl im nächsten Jahr gerne wieder kommen werden…

…und wieder einmal bleibt es DANKE zu sagen.

Am Sonntag wieder heil zu Hause angekommen, öffnete sich die Zeitkapsel wieder und der Microkosmos lag hinter mir, eine Welt, in die wir für ein Wochenende abtauchten, in dem wir selber Besucher und Protagonisten waren, in dem wir selber die reale Welt verließen (oder vieleicht auch nicht…)

Noch immer beeindruckt, Ihr

Teleman von Phone“

10993122_10200191456744559_3880967098473188928_o

 

 

 

Sehr geehrter Herr von Phone,

wir bedanken uns für Ihren Gastbericht.

 

Mehr Bilder der Maker Faire finden Sie hier und seit neuestem auch auf unserer Gesichtsbuchseite hier.