Steampunk Picknicks in diesem Sommer

Picknickgesellschaft Anfang des 20. Jahrhunderts. (gemeinfreie Abbildung)

Picknickgesellschaft Anfang des 20. Jahrhunderts. (gemeinfreie Abbildung)

Der Ursprung des Picknicks liegt im 17. Jahrhundert. Damals wurde damit in Frankreich eine Mahlzeit bezeichnet, die dem Vergnügen diente und zu der jeder Gast etwas beisteuern sollte. Später genossen sowohl Ober-, Mittel- und Unterschicht in der warmen Jahreszeit das Essen im Grünen, war dies doch eine Möglichkeit, zumindest zeitweise der Enge in den Städten zu entfliehen bzw. eine Abwechslung zu den eigenen vier Wänden zu haben. Im späten 19. Jahrhundert kamen in England die Picknickkörbe auf und ein gewisser Lord Sandwich entwickelte die nach ihm benannten belegten Brote, welche für das Schmausen im Freien besonders praktisch waren.

Steampunk- oder viktorianische Picknicks sind mittlerweile fest etabliert in der Steampunkszene.  Die ersten Picknicks haben dieses Jahr bereits stattgefunden, z.B. auf dem WGT in Leipzig. Hier ein Überblick über weitere dieser Freiluft-Veranstaltungen in diesem Jahr:

3. Juli ab 14:30
5. Viktorianisches Picknick in 45529 Hattingen

Diese Veranstaltung finden Sie im Gesichtsbuch:
https://www.facebook.com/events/215795398779742/

10. Juli 2016 ab 15 Uhr
4. Steampunk Picknick im Stadtpark in 22339 Hamburg
http://salon.clockworker.de/events/4-sommerliches-steampunk-picknick-in-hamburg

Foto: jill111, pixabay

Foto: jill111, pixabay

16. Juli ab 15 Uhr
Schwarzes Picknick im Jenischpark in 22605 Hamburg
Bei diesem Picknick sind auch Steampunks gern gesehen.
Die Veranstaltung finden Sie im Gesichtsbuch:
https://www.facebook.com/events/1153765348034389/

16. Juli 2016 ab 14:30 Uhr – 19 Uhr
Steampunk Treffen mit Picknick im Residenzschloss in 71634 Ludwigsburg
Ab 22:00 Uhr findet gegenüber vom Schloss Ludwigsburg eine Steampunk Party mit dem Titel „The Revolution of Steampunk“ statt, mit DJ Jolly im „Muttermund Club“, so dass sich Picknick und Party miteinander verbinden lassen.
http://salon.clockworker.de/events/steampunk-treffen-mit-picknick-im-residenzschloss-ludwigsburg

22. Juli ab 15 Uhr
5. Jardin de Belle Époque – historisches & dunkelromantisches Picknick
im Friedenspark in Köln
Dieses Picknick ist gleichzeitig eine inoffizielle Pre-Veranstaltung zum Amphi Musik Festival und ist ebenfalls im Gesichtsbuch zu finden:
https://www.facebook.com/events/957509754370179/

6. August 2016 von 14 – 22 Uhr
Steampunk/viktorianisches Picknick im Volksgarten in 50677 Köln
Der 1. Steampunk Fan Club Köln lädt ein zum ersten Picknick dieser Art in Köln.
http://salon.clockworker.de/events/steampunk-picknick-in-k-ln

28. August, ganztägig im Freilichtmuseum in 58091 Hagen
Steampunk-Picknick
Das etwas andere Picknick: Das Freilichtmuseum Hagen und das Amt für Aetherangelegenheiten lädt ein: Picknicken Sie im Museum. Es werden schön gedeckte Tische und Bänke gestellt und die Ersten, die sich melden, bekommen eine Eintrittskarte. Damit ist der Eintritt frei. Es warten vom Museum hergestellte Gaumenfreuden und Mitmachaktionen speziell für Steampunker.
http://salon.clockworker.de/events/zeitreise-hagen-steampunkpicknick

Auch im Herbst gibt es dann (mindestens) ein Steampunk Picknick:

02.10. ab 14 Uhr
Herbst-Picknick Steampunk meets Victorian,
Park Schönbusch in 63739 Aschaffenburg/Bayern

https://www.facebook.com/events/509530799252411/

 

 

 

Vaporium Ruhr - Extraschicht 2016

Morgen, am 25. Juni 2016, findet zum zweiten Mal das Vaporium Ruhr auf der Zeche Hannover in Bochum statt. Im Rahmen der Extraschicht – Die Nacht der Industriekultur wird das Außengelände des LWL-Industriemuseums von 18.00 Uhr bis 2.00 Uhr nachts zum Schauplatz für das „Steampunk Wunderland„.

Die Extraschicht ist ein seid 2001 jährlich stattfindendes Festival, das ehemalige Industrieanlagen, aktuelle Produktionsstätten, Zechen und Halden als Spielorte der Industriekultur geschickt in Szene setzt und den Wandel von der Schwerindustrie zu einer modernen Wirtschafts- und Kulturregion verdeutlicht. Über 50 verschiedene Spielorte im gesamten Pott sind am Abend des 25. Juli mit dem Extraschicht Ticket zu besuchen. Neben den öffentlichen Verkehrsmittel werden auch Sondershuttlebusse eingesetzt, die mit dem Ticket kostenlos zu benutzen sind.
Jeder Spielort hat dabei sein ganz eigenes, persönliches Programm.

Auf der Zeche Hannover wird in diesem Jahr in einer Mischung aus Steampunk und Alice im Wunderland das Programm mit verschiedenen Künstlern gestaltet: Monokel-Pop Sänger Daniel Malheur sorgt ebenso für musikalische Kurzweil, wie die Nautilus One-Man-Band.

Verschiedene Steampunk Gruppen und Maker stellen ihre Werke aus und laden zum Plausch ein und auch ein kleiner Markt für das eine oder andere Mitbringsel ist vor Ort.

Die komplette Teilnehmerliste ist auf der Seite des Vaporium Ruhr zu finden: ww.vaporium-ruhr.de/die-extraschicht/teilnehmer/

Für Kinder wird das Kinderbergwerk Zeche Knirps bis 21.00 Uhr geöffnet sein. Das Museum selbst mit seiner aktuellen Ausstellung „Zwischen Ungewissheit und Zuversicht. Polnische Displaced Persons in Deutschland 1945-1955“ und der historischen Dampffördermaschine aus dem Jahr 1893 kann ebenfalls besichtigt werden.

Ab ca. 22.30 Uhr wird das Industriedenkmal dann kunstvoll von rost:licht illuminiert.

Foto: Dietmar Osses

Neben den musikalischen Auftritten wird das Programm erweitert mit Teslavorführungen, Expeditionsausflügen und Teeduellen. Es verspricht ein unterhaltsamer Abend zu werden, hoffen wir, dass das Wetter mitspielt.

Tickets:
Spielortticket AK (nur Zeche Hannover ohne ÖPNV): 12€
Extraschichtticket (alle Spielorte, inkl. OPNV) im VVK (nur noch heute): 17€ (ermäßigt 14€)
an der AK: 20€

International Steampunk Day 2016

Heute, am 14. Juni, ist „International Steampunk Day“!

In der dazugehörigen (leider etwas eingeschlafenen) Facebook Gruppe heißt es dazu:

„There is International Pirate Day, Ninja Appreciation Day, Dress like a Goth Day and Mock an Emo Day, but there is no steampunk day. I suggest we remedy this and have a offical Holiday where we get to dress up like Steampunk Characters, watch steampunk movies, play steampunk video games, read steampunk books and just bask in the glory that is the steampunk genre. So bust out your goggles and your ray guns, your felt vests and your steam gaskets and imagine a history that might have been…at least for one day.“

Haben auch Sie Pläne, Ihren Steampunk Tag zu feiern? Wir freuen uns über fotografische Kommentare auf unserer Gesichtsbuchseite.

Einen fröhlichen Internationalen Steampunk Tag euch allen!

Impressionen vom Aethercircus Steampunk Festival

Am 30.4. und 1.5. fand zum vierten Mal das Aethercircus Steampunk Festival statt, wieder in der historischen Festung Grauer Ort bei Stade. Hier sehen Sie einige ausgewählte Impressionen, da es den Rahmen sprengen würde, auf alle Programmpunkte einzugehen.
Die Fotos in diesem Bericht wurden uns von dem Fotografen Patrick Frauchiger freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Übrigens sendet das DAS-Magazin im NDR-Fernsehen am Freitag, den 27. Mai um 18:45 und 19:30 einen kleinen Fernsehbericht über das Festival, welcher dann auch in der Mediathek zu sehen sein wird.

 

copyright: Patrick Frauchiger

Ein – nicht vollständiges – Gruppenbild mit Feuerspucker

copyright: Patrick Frauchiger

La Frontera Victoriana on stage

copyright: Patrick Frauchiger

… und im Gruppenbild

copyright: Patrick Fauchiger

Circus of fools

copyright: Patrick Frauchiger

Ein Gewinner beim Steampunk-Teeduell

copyright: Patrick Frauchiger

Hier brennt sogar der Reifrock!

Steampunk Festival Aethercircus, copyright Patrick Frauchiger

ein mechanischer dampfender Drache, von Toni Reintelseder

copyright: Patrick Frauchiger

auf zur Zeitreise!

copyright: Patrick Frauchiger

Vielleicht mit diesem Gefährt?

copyright: Patrick Frauchiger

Ein Steampunk-Gerät

copyright: Patrick Frauchiger

eine Hommage an 20.000 Meilen unter dem Meer, von Jürgen Lautner

copyright: Patrick Frauchiger

Der Illustrator Stephan Kuhn mit einem Steampunk-Motiv

copyright: Patrick Frauchiger

Ein Walking act

copyright: Patrick Frauchiger

mithilfe dieser speziellen Apparatur konnten Besucher einen animierten, dreidimensional erlebbaren Luftschiffflug erleben

copyright: Patrick Frauchiger

Michael Freiherr von Dunkelfels von der Band Drachenflug mit einer Nyckelharpa, einem alten skandinavischen Instrument

 

Voltaire Deutschland Tour 2016

Heute startet im Fundbüro Hamburg die Deutschland Tour von US-Sänger Voltaire. Der Musiker und Schriftsteller ist immer wieder einen Besuch wert und weis sein Publikum mit makabren und zweideutig witzigen Songs zu unterhalten. Klassische Gothic Themen werden ebenso bedient (und durch den Kakao gezogen), wie Star Trek und Star Wars, oder eben Steampunk.

Wer ihn etwas näher kennen lernen möchte, dem seien die Meet&Greet VIP Events im Vorfeld der Konzerte ans Herz gelegt (und natürlich das Interview mit dem Clockworker von seiner Tour 2013)

Seine Show beschreibt er häufig mit „watch an old pirate getting drunk“, aber es passiert noch so viel mehr auf der Bühne, sodass die werten Mitreisenden diese Chance nicht verpassen sollten, um den charismatischen Herren live zu erleben.

Termine:

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In Hamburg und Leverkusen wird er begleitet von Feline & Strange aus Berlin, die in der Steampunk Szene hinreichend bekannt sein sollten.
In Enkirch und Frankfurt werden argue about a second aus Mainz aufspielen.

 

Mehr Infos (auch zu zukünftigen Veranstaltungen) gibt es in der eigens geschaffenen Gesichtsbuchgruppe und natürlich im Aethernetz unter www.voltaire-tour.eu/
Dort gibt es auch noch Tickets für die Konzerte, sowie das exklusive Tour-Shirt im Vorverkauf.

Preview des Tour Shirts, 17€ VVK/20€ auf den Konzerten

Preview des Tour Shirts, 17€ VVK/20€ auf den Konzerten

Steampunk im Mai

Der Mai scheint ein besonders aktiver Monat in Sachen Steampunk zu sein, denn es gibt gleich eine ganze Reihe von Großveranstaltungen, die es sich zu besuchen lohnt. Wir wollen Ihnen, werte Mitreisende hier einen kleinen Überblick verschaffen.


 

Angefangen mit dem Aethercircus in Stade:  Das erste deutsche Steampunkfestival öffnet am 30. April und 1. Mai die Tore der Festung Grauer Ort. Mit Konzerten, Führungen durch die Festung, Workshops, Lesungen etc.

Tickets: 18€ Samstag /10€ Sonntag/22€ Wochenende, jeweils inkl. Führung, Konzerte, Lesungen, Modenschau, Ausstellung etc., Wochenendticket im VVK nur noch bis 28.04.,
Studenten, Rentner, ALGII-Empfänger und Schüler erhalten 3,- Euro Ermäßigung (mit dem jeweils entsprechenden Ausweis), Kinder bis 13 Jahre haben freien Eintritt


Weiter geht es bereits am 4. und 5. Mai mit der dritten Ausgabe der Steamtropolis in der Matrix in Bochum. Mit Abendkonzert, Lesungen, Markt und Familienprogramm.

Steamtropolis

Tickets im VVK: Mittwoch (inkl. Abendkonzerten) 18,80€/Donnerstag (Tagesprogramm mit Lesungen etc.) 7,10€/beide Tage 23,20€,
Kinder unter 12 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen frei


Am 7. und 8. Mai geht es dann im Industriemuseum Osnabrück mit dem Steampunkspass weiter. Ein neues großes Steampunkfestival in Deutschland mit vielen Teilnehmern und des ersten offiziellen Teapot Race in Deutschland.

Tickets: 12€ im VVK, 15€ an der Tageskasse, Kinder 11-17 Jahre 8€, Familienkarte (2 Erw. + 2 Kinder bis 17 J.) 35€ (ggf. + VVK-Gebühren)
Kinder bis 10 Jahren frei


 

Vom 13. bis 16. Mai wird Leipzig zum Wave Gotik Treffen schwarz (der Clockworker berichtete bereits) und es finden sich seit Jahren immer mehr Programmpunkte (und Bands wie Abney Park, Coppelius, Meinhard oder Voltaire) die auch für Steampunks interessant sind. Ebenfalls zum Pflichtprogramm zu Pfingsten zählt das zeitgleich stattfindende Victorian Village am Freitag, 13. Mai im Panometer Leipzig,
Victorian Villagesowie das 5. Steampunk Picknick am Samstag, 14. Mai im Palmengarten Leipzig.

Steampunk Picknick

Bei beiden ist der Eintritt frei, es wird kein WGT Ticket benötigt.


Wer es nicht aufs WGT schafft, dem wird vom 14. bis 16. Mai im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern eine Alternative geboten: Once upon a time. Festival der Jahrmarktkultur und Straßenkunst.

Once upon a Time

Tickets: Erwachsene 6€/Kinder 3€
Eintritt Steampunks am 14. Mai nur 3€


Der Mai endet mit zwei Veranstaltungen, die zwar nicht explizit Steampunk sind, aber immer wieder zahlreiche Steampunks anzieht. Zum einen die Maker Faire Hannover, 27. – 29. Mai, zum anderen die Role Play Convention (RPC) in Köln am 28. und 29. Mai.


Sie sehen, im Mai gibt es genug zu tun, und das hier sind nur die größeren Veranstaltungen! Es lohnt sich, den Veranstaltungskalender des Rauchersalons im Auge zu behalten um insbesondere lokale Treffen zu finden.

Fröhliche Urlaubsplanung!

 

Ein Radio-Interview & Musik von und mit der Steampunk Band Drachenflug

Der Hamburger Autor Marco Ansing hat kürzlich mit der Steampunk Band Drachenflug
ein Interview für den Sender TIDE und der Sendung „Hörspielerei“ gemacht. Evie ex Machina und Michael Freiherr von Dunkelfels von Drachenflug erklären, was Steampunk auszeichnet und stellen
ihr Album „Rendezvous beim Aethercircus“ vor – welches nicht nur Lieder, sondern auch Hörspielpassagen enthält, welche Marco Ansing geschrieben und produziert hat. Außerdem erzählen die beiden „Drachenflieger“ vom Steampunk Festival Aethercircus, welches am kommenden Wochenende zum vierten Mal stattfindet.
Teil 1 des Interviews können Sie nun auf Mixcloud hören. Bitte drücken Sie einfach auf die dreieckige Abspieltaste in der Abbildung. Teil 2 des Interviews gibt es bald ebenfalls dort
und heute schon um 22 Uhr live auf TIDE: http://www.tidenet.de/radio

 

Eilmeldung: Abney Park auf dem WGT

Das diesjährige Wave Gotik Treffen (WGT) wird immer steampunkiger. Neben den bereits bestätigten Bands wie Coppelius oder auch Voltaire ist nun auch noch Abney Park hinzugekommen, die auf dem WGT ihr exklusives Deutschlandkonzert 2016 spielen werden.

Captain Robert 2013 auf dem Phantasium (NL)

Mehr Infos zum WGT finden Sie hier in unserer Ankündigung oder hier auf der Homepage.

Nicht vergessen: Am WGT Samstag (14.05.) findet das 5. Steampunk Picknick statt, für dieses wird kein WGT-Ticket benötigt!

Jede Menge Steampunk: Das BB E-Book Event 2016

Am Freitag, den 8. April 2016 beginnt das vierte E-Book Event der Literaturgruppe Brennende Buchstaben in SecondLife. Wer in sozialen Netzwerken mit Literaturschaffenden verdrahtet ist, wird zumindest schon mal von den virtuellen Lesungen gehört haben, die Kirsten Riehl und Thorsten Küper alias Kueperpunk seit einigen Jahren gemeinsam organisieren. Obwohl die beiden sich immer um ein möglichst breites Spektrum von Genres bemühen, bildet auch in diesem Jahr Fantastik einen Schwerpunkt und dabei ganz besonders Steampunk und Dieselpunk.

Auftreten werden unter anderem Anja Bagus, Carsten Steenbergen und Detlef Tams, Selina Haritz, Frederic Brake, Judith Vogt, Alex Jahnke und Sean O´Connell.

Neben bekannten Namen können virtuelle Lesungen aber noch etwas ganz besonderes bieten. Passende Kulissen nämlich. Die Brennenden Buchstaben arbeiten mit anderen SecondLife Enthusiasten zusammen, die mit großer Begeisterung Bühnen bauen. Die sind genau auf die Lesungen zugeschnitten und man kann als Besucher dort auch mal ganz unerwartet zum Statisten werden.

Im folgenden eine Übersicht über die Steampunk- und Dieselpunk-Programmpunkte des BB E-Book Events 2016 und solche, die thematisch nah liegen oder an denen Steampunk-Autoren beteiligt sind:

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Ein bezaubernder Friedhof für die Lesung von Anja Bagus.

 

Anja Bagus eröffnet die Lesungsreihe am Freitag, den 8. April mit ihrer Kurzgeschichte aus „Aether, Schwerter und Planeten“. Die Kulissen dafür hat SecondLife Bauexperte Barlok Barbosa zusammengestellt.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/208/137/24

 

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Charmante Kanalisation unter Carsten Steenbergens „Steamtown“.

Am Samstag, den 9. April ab 20 Uhr treten dann Carsten Steenbergen und Detlef Tams zum ersten Mal virtuell mit ihrer Lesung aus „Steamtown – Die Fabrik“ auf. Barlok Barbosa hat eigens dafür ein charmantes Kanalisationssystem mit grün leuchtenden Plasmaleitungen vorbereitet.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/135/157/22

Am selben Abend liest ab 21 Uhr Selina Haritz aus ihrem Roman „Traumdealer am Abstellgleis“. Zwar kein Steampunk, die Autorin bevorzugt für ihre virtuelle Inkarnation dennoch den viktorianischen Erfinderlook. Clairediluna Chevalier hat die Bühne dafür zusammengestellt.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Stuttgart/167/147/1204

Am Sonntag, den 10. April ab 20 Uhr folgt eine Lesung von Frederic Brake, der diesmal eine Fantasy-Kurzgeschichte lesen wird. Auch diese Bühne wurde von Clairediluna Chevalier arrangiert.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Stuttgart/186/51/21

Am Sonntag, den 17. April steht ab 20 Uhr Judith Vogt mit „Die verlorene Puppe“ auf der Bühne. Sie wird im Schatten eines gewaltigen Luftschiffs zwischen aztekischen Ruinen für uns lesen. Die ungewöhnlichen Kulissen dafür hat BukTom Bloch vorbereitet.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Vision%20of%20mountains1/146/200/95

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Reichsflugscheibenhangar in Alex Jahnkes Neuschwabenland.

Am selben Abend um 21 Uhr erleben wir Alex Jahnke mitten in einem antarktischen Reichsflugscheibenstützpunkt (gebaut von Barlok Barbosa), wo er  seine satirischen „Liebesgrüße aus Neuschwabendland“ verlesen wird.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/135/157/22

Am Samstag, den 23. April führt uns Sean O´Connell ab 20 Uhr ins „Fundbüro der Finsternis“. Kein Steampunk, aber trotzdem bleibt Sean auch diesmal der Fantastik treu. Die wuchtige Kulisse kommt ebenfalls von Barlok Barbosa.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/135/157/22

Das BB E-Book Event 2016 umfasst insgesamt 18 Lesungen aus den Genres Thriller, Horror, Science Fiction, Steampunk und Dieselpunk. Es lohnt sich auf jeden Fall, noch einmal einen Blick auf das Gesamtprogramm zu werfen, das man unter diesem Link findet:

http://kueperpunk2012.blogspot.de/p/bb-e-book-event-2016.html

Wer sich mit dem Thema virtuelle Welten und Lesungen bisher noch nicht befasst hat, aber es gern mal selbst versuchen möchte, findet dort eine Anleitung:

http://kueperpunk2012.blogspot.de/2014/09/secondlife-tutorial-fur-zuhorer-und.html

Die Installation ist natürlich kostenlos (solange man nicht auf die Idee kommt, einen Premium Account zu wählen, wozu kein Grund besteht.) Wichtig ist es, sich schon ein paar Tage vorher umzusehen und zu testen, ob das Voice-System funktioniert. Nur weil man Geräusche in SecondLife hören kann, bedeutet das nämlich noch lange nicht, dass man auch die Stimmen anderer SecondLifer hören kann.

 Thorsten Küper alias Kueperpunk unterstützt gern inworld oder bei Facebook.

Maker Faire Ruhr - die Achse des Aethers

Guten Morgen,

am vergangenen Wochenende, fand die erste Maker Faire in den Räumen der DASA in Dortmund statt. Tausende von Besuchern konnten eine Fülle von Ideen, Inspirationen und Mitmachevents erleben. Herr von Phone hat das Ereignis durch die Steampunk Brille betrachetet. Den Bericht möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.

Herr von Phone, Sie haben das Wort:

„Es fällt schwer einen einigermaßen detailierten Bericht zu dem Event zu schreiben, zu vielfälltig waren die Eindrücke, zu vielfälltig waren auch die Protagonisten.

Ich schreibe daher rein aus meiner Sicht der Ereignisse:
Am Freitag angereist öffnete sich vor Ort eine Art Zeitportal, das gesamte Team des DASA-Museums in Dortmund viel vom ersten Moment mit absoluter Professionalität auf, was sich das gesamte Wochenende nicht abschwächen sollte.

Der Aufbau verlief reibungslos und man durfte alte Bekannte wieder einmal in die Arme schließen, als da waren Der Graf van de Dampmolen, nebst reizender Gattin, die uns ersteinmal mit Kaffee versorgte. Das Amt für Aetherangelegenheiten übernahm den Zeitschutz auf der linken Flanke der Achse, die Vertreter von Vaporis Ruhr dazwischen und die Machina Nostalgica bat dem zukünftigen Publikum die breite Fläche nach vorn und zur rechten Seite.

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(Fotos Thomas Clemens)

Da eine Gruppe von R2D2-Reproduzenten uns gegenüber stand, wurde der verwirrte Besucher zwischen 2 Welten hin und her gespielt. Was durch das Abacus-Theater und unentwegt herumwuselnden R2D2s umso lustiger wirkte.

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Das Publikum war beeindruckend diszipliniert interessiert und so kam es über 2 Tage wie gewohnt zu unzähligen Gesprächen, die immer wieder ergänzt wurden durch die singende Tesla des Herrn Ravensdale oder den Darbietungen der Abacus-Herren.

Die Herren H. Steam und Ravensdale warteten zusätzlich mit einem Vortrag und einem USB-Workshop auf, die Pressearbeit übernahm zufällig diesmal ich selbst.

Noch so viele Begebenheiten wären zu erzählen, aus den angrenzenden Hallen, am Essentisch, am Abend im Hotel, mit all den anderen Microkosmen der Maker Faire – unmöglich diese alle zu erzählen.

Abschließend ist zu bemerken, dass

– die Herren vom Heise-Verlag wiedereinmal sehr offen für unsere Verrücktheiten waren  (der Freitagabend im Hotel wird mir lange in Erinnerung bleiben),

– das Haus der DASA mit ALLEN Mitarbeitern  unglaublich gute Arbeit leisteten,

– das Publikum uns sehr viel Freude bereitet hat,

– tausend neue Ideen ihren Anfang fanden,

– die „Achse des Aethers“ die eigenen Lachmuskeln teilweise zum Bersten brachte,

– und wir wohl im nächsten Jahr gerne wieder kommen werden…

…und wieder einmal bleibt es DANKE zu sagen.

Am Sonntag wieder heil zu Hause angekommen, öffnete sich die Zeitkapsel wieder und der Microkosmos lag hinter mir, eine Welt, in die wir für ein Wochenende abtauchten, in dem wir selber Besucher und Protagonisten waren, in dem wir selber die reale Welt verließen (oder vieleicht auch nicht…)

Noch immer beeindruckt, Ihr

Teleman von Phone“

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Sehr geehrter Herr von Phone,

wir bedanken uns für Ihren Gastbericht.

 

Mehr Bilder der Maker Faire finden Sie hier und seit neuestem auch auf unserer Gesichtsbuchseite hier.

Ankündigung: Das 4. Aethercircus Steampunk Festival

Am 30. April und 1. Mai 2016 öffnet der Aethercircus
in der historischen Festung Grauer Ort bei Stade (Niedersachsen) wieder seine Tore.

copyright: Drachenflug GbR

copyright: Drachenflug GbR

Musik
Auf der musikalischen Bühne sind in diesem Jahr mit neuen Alben die Steampunk Metal Formation La Frontera Victoriana, außerdem Daniel Malheur, bekannt für seinen „Monokel-Pop“ im Stile der 1920er und 30er, und natürlich die Raum-Zeit-Kapelle Drachenflug.

Die Steampunk Folk Bands Off Limits, Jess Ness und die Metal-Folk-Band Harpyie werden für viel Dampfdruck in den Kesseln sorgen. Settlelight beschreiben ihre Musik als eine Mischung aus Weirdfolk, Acoustic und Folkadelic. Circus of Fools schaffen mit Jonglage, einer Tänzerin, und ausgefeilten Zirkus-Kostümen gewiss eine makabre Atmosphäre auf dem Aethercircus – und wer Angst hat vor gruseligen Clowns, sollte vielleicht nicht gleich in der ersten Reihe stehen…

Lesungen
Die schottisch stämmige Autorin Rona Walter  wird ihre Saga von 1900 bis in die Roaring 1920s um das geheimnisvolle Amaranth Manor präsentieren. Erfahren Sie dabei düstere Geheimnisse eines verfluchten Anwesens voller verschlossener Türen und Geheimgänge.

Zugegen wird auch Marco Ansing sein, der sich unter anderem durch seine Steampunk Live-Hörspiel-Inszenierungen um den rasenden Reporter Johann Alexander Krieger einen Namen gemacht hat.

Amalia Zeichnerin liest aus ihrem Debütroman „Der Stern des Seth“, eine Steampunk-Abenteuer-Geschichte. Außerdem wird sie ein Steampunk-Tee-Duell moderieren, bei dem Sie als Besucher des Festivals spontan teilnehmen können.

Weitere Autorinnen sind Billy O`Shea, Nina C. Hasse und Ann-Kathrin Karschnick (wir berichteten).

Weiteres Programm
Der verrückte Wissenschaftler Abraxo wird mit lebenden Schlangen die Besucher verzaubern.

Eine Steampunk-Modenschau und ein Kostümwettbewerb veranschaulichen, was Steampunks heutzutage gerne tragen und auf dem Laufsteg sehen. Ein Steampunk-Kunsthandwerker-Markt, z.B. mit Accessoires, Schmuck und anderen schönen Dingen wird ebenfalls auf dem Festivalgelände zu finden sein.

Der Wissenschaftsrat zur Erforschung intertemporaler Beziehungen wird eine Delegation seiner renommiertesten Mitglieder schicken, um den Besuchern die Wissenschaft des Zeitsehens näherzubringen. Das dürfte spannend werden…

Dale Rowes wird auf der Bühne Steampunk Tänze anleiten, dort können Sie also das Tanzbein schwingen.

Auch die Kunst ist vertreten, mit „Sophies Henker“, Silvana Czech, Jürgen Lautner, Vadim Voitekovitch und Cornered Ring Art.

Weitere Künstler, Maker und Musiker werden erwartet, konnten aber bei Redaktionsschluss nicht bestätigt werden.

Mit besonderer 3D-Brillen-Technik eines dänischen Künstlers können die Gäste sich selbst auf eine Reise in einem Steampunk Luftschiff begeben.
Ein Photo- Zeichner-Automat mit den teilnehmenden Künstlern – hier können Sie sich in nur fünf Minuten
zeichnen lassen gegen eine kleine Spende.
Eine Dampfmaschine mit einem Kran – das hört sich sehenswert an.
Der sogenannte „Festungsblitz“, eine ganz kleine Eisenbahn, fährt interessierte Gäste über das Gelände
Ein Flohmarkt in der Nähe auf dem Festungsgelände
Historische Führungen durch die Festung
Sofern das Wetter den Besuchern hold ist, kann man am nahe gelegenen Elbstrand spazieren gehen.
In der Nacht vom Samstag wird es außerdem auf der Bühne eine Walpurgisnacht-Show geben.
Kunsthandwerkliches
Kreiieren Sie etwas Eigenes am Steampunk Basteltisch. Lernen Sie etwas über das Filzen in einem Workshop
oder werden Sie kreativ am offener Zeichentisch.

Noch einige praktische Hinweise:
Wenn Sie von außerhalb anreisen, besteht im begrenzten Umfang die Möglichkeit, ein Festivalticket inkl. Übernachtung zu erwerben. Zelten in der Nähe ist ebenfalls möglich, bitte erkundigen Sie sich bei den Veranstaltern.

Das genaue Programm wird demnächst auf der VeranstaltungsWebsite und im Gesichtsbuch bekannt gegeben:
Aethercircus Website

https://www.facebook.com/events/922100384474934/
Dort finden Sie auch Ansprechpartner und weitere Informationen.

Die Aetherpräsenzen der einzelnen Bands finden Sie hier, wenn Sie auf die entsprechenden Bilder klicken:
http://aethercircus.blogspot.de/p/bands-2016.html

Einige photographische impressionen der letzten Aethercircus-Festivals sind hier zu sehen:
Michael Hellwig Photographie

 

Stimmen zum 2. Steampunk Jahrmarkt

Steampunk_Jahrmarkt

Da unser Gastreporter Thorsten Armbrüster, der für uns vom 2. Steampunk Jahrmarkt berichtete, zum ersten Mal dort war und so keinen Vergleich zum Vorjahr hatte, haben wir uns noch ein bisschen umgehört und ein paar (kritische) Meinungen eingeholt, die wir hier wieder geben möchten:
(Disclaimer: Die hier wiedergegebenen Statements entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung der Autoren des Clockworkers.)

Sch.:

Der zweite Steampunk Jahrmarkt war großartig. Die Kritiken vom vergangenen Jahr wurden ernst genommen und gut umgesetzt. Es ist immer wieder herrlich zu sehen, mit wie viel Liebe und Enthusiasmus hier von Seiten der Schausteller die alten Karussells in Schuss gehalten und bedient werden. Wir hatten wieder riesig viel Spaß beim diesjährigen Steampunk Jahrmarkt in Bochum und freuen uns schon jetzt auf den nächsten, der hoffentlich kommen wird.

B.:

Wir waren auf dem diesjährigen Steampunk Jahrmarkt zu dritt. Zwei Erwachsene und ein Kleinkind. Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen und das Kinder ab einer Größe von 80cm den Kinderbetrag zahlen sollten fand ich schon happig (80cm hat ein grosses Baby mit 12-13 Monaten). Für den angehobenen Preis bekam man dieses Jahr aber auch einen ganzen Tag, anstatt nur einen Abend die Möglichkeit ganz viel Karusell zu fahren.
Selbst unsere kleine Tochter hatte sehr viel Spass auf dem Kinder- und dem Pferdekarusell (mehr durfte sie leider nicht nutzen, da die meisten Fahrgeschäfte ab 6 oder 8 Jahren waren). Auch gab es in diesem Jahr im Foyer zusätzliche Verkaufsstände.

Was mir etwas gefehlt hat waren einige Steampunk Gruppen, die man von anderen Events her kennt. Die Hauptaktraktion waren die vielfältig gestylten Besucher. Zu der Band kann ich nichts sagen, da wir deutlich vorher wieder gefahren sind, aber ich fänd keine Band und dafür wieder ein geringerer Eintrittspreis hätte was.

Im Grossen und Ganzen war es eine schöne Veranstaltung, die Kritikpunkte vom Vorjahr wurden größtenteils sehr gut umgesetzt.

J.:

An sich ein schönes Festival, preislich gesehen aber doch sehr happig, da das Festival vorallem von seinen Besuchern lebt. Musikalisch und unterhaltungstechnisch kam für 20 Euro vom Veranstalter nichts. Die dargebotene Ware war teuer. Was ok ist, wenn man auch einen Bankautomaten anbieten würde. Die Szene feiert sich selbst, ohne die RP Szene. Alles in allem fehlt der Veranstaltung die Seele, da kann man auch nach Phantasialand gehen, nur das die ausgefallenen Figuren dafür bezahlt werden.

Q.:

Mir hat der Jahrmarkt sowohl 2015, als auch 2016 gut gefallen. Natürlich war 2015 nicht perfekt, war ja auch erst mal ein Versuch, die Veranstaltung zu etablieren. Kritikpunkte von 2015 z. B. zu wenig Essen- und Getränkestände wurden 2016 besser umgesetzt. Habe aber dieses Jahr ein paar Gruppen, wie z. B.die Steampunk-Expeditionsgesellschaft vermisst.

P.:

Über die Organisation des Jahrmarktes lässt sich eigentlich nur Gutes sagen. Die Veranstalter hatten sich die Kritikpunkte des Vorjahres zu Herzen genommen, und verschiedene Verbesserungen vorgenommen. So war das Angebot an Getränken und Speisen in diesem Jahr deutlich erweitert, auch die Zahl der Verpflegungsstände insgesamt war größer. Deutlich mehr Platz zwischen den Ständen und den Attraktionen und Fahrgeschäften machte das Flanieren und Vorankommen deutlich einfacher, es gab wesentlich mehr Raum zum Gehen und Sehen. Mehr Stände als bisher waren im Foyer. Die Anzahl der Stände war größer als im Jahr zuvor, das Angebot war sehr reichhaltig.

Wieder waren viele Maker mit interessanten Ausstellungsstücken dabei, auch einmal aus andern Regionen wie Baden-Württemberg. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Einige bekannte Steampunkgrößen fehlten in diesem Jahr. Gerade lokale Aussteller wie die bekannte Autorin Anja Bagus mit dem Amt für Aetherangelegenheiten, die Wupperdampf-Laboratorien oder die Steampunk-Expeditionsgesellschaft waren leider nicht vertreten. Die Beschilderung des Foyers hätte besser sein können. Es gab zwei unerschiedliche Kassen, eine Tageskasse und eine, an der man vorbezahlte Tickets gegen Armbändchen eintauschen konnte. Leider waren sie nicht gut erkennbar beschrifet, so dass einige sich am falschen Schalter anstellten. Gut gelungen war das Unterhaltungsprogramm mit Live-Musik des Monokelpop-Sängers Daniel Malheur aus Berlin oder der italienischen Steampunk-Rockband Poison Garden. Die Bühne war jedoch direkt neben dem „Selbstfahrer“ ungeschickt platziert, so dass nur eine kleine Zuschauermenge davor Platz hatte. Insgesamt war es ein gelungener Jahrmarkt, und ein Besuch im nächsten Jahr ist wärmstens angeraten.

Wir danken den Herrschaften für ihre Meinungen.

Wie habt ihr den Jahrmarkt erlebt? Was hat euch gut, was weniger gut gefallen? Teilt uns eure Meinung gerne mit!

2. Steampunk Jahrmarkt in der Jahrhunderthalle Bochum

Nach seinem erfolgreichen Start im letzten Jahr luden am Samstag den 20. Februar von 10.00 Uhr vormittags bis 1.00 Uhr nachts die „Historische Gesellschaft Deutscher Schausteller e.V.“, die Veranstaltungs-GmbH der Jahrhunderthalle Bochum mit Unterstützung von Steampunk-eyewear zum 2. Steampunk Jahrmarkt im Industrie Denkmal, der Jahrhunderthalle Bochum, ein.

Nach Angaben des Veranstalters folgten etwa fünftausend Besucher, nicht nur Steampunk-Begeisterte unterschiedlichen Alters, sondern auch zahlreiche Familien, welche sich das Treiben in Bochum einmal näher ansehen wollten, ihrer Einladung. Sie alle bevölkerten die beheizte 8.900 m² große Industriehalle, um das ein oder andere Kleinod zu erwerben, das Angebot an zahlreichen historischen Fahrgeschäften zu nutzen, oder einfach nur um sich die Kreativität der anderer Gäste zu bestaunen und selbst gesehen und fotografiert zu werden. Wer für letzteres gekommen war, wurde nicht enttäuscht. Die Bemühungen der Schausteller, Handelstreibenden, wie auch der Mehrheit der Gäste, die bereits äußerst stimmungsvolle Kulisse der historischen Industriehalle durch eigene Kostüme und Apparaturen noch lebendiger zu gestalten, wurden nicht nur von den zahlreichend anwesenden Fotographen gewürdigt. Regelmäßig konnte man Besuchern begegnen, welche untereinander über ihre neusten Errungenschaften und Erweiterungen ihrer Garderobe fachsimpelten.

Werke von www.S-Team-Art.de – Foto: Kueperpunk

Als besonderen Blickfang lassen sich ohne Zweifel die zahlreichen Fahrgeschäfte aufführen, welche diese Veranstaltung von anderen Messen rund um die Themen Gaslight und Steampunk abgrenzen und gleichzeitig ihren Drehpunkt bilden. Unter ihnen die bereits den Besuchern des letztjährigen Marktes bekannte Riesenrad von 1902, die sogenannte „Raupe“ von 1926, sowie das wunderschön bemalte Holzpferdekarussell und die historische Geisterbahn. Für die Bereitstellung, Führung und Restaurierung der Fahrgeschäfte, historischen Karussellen und Kirmesorgeln meldete wie bereits im letzten Jahr die Historische Gesellschaft Deutscher Sachausteller e.V. verantwortlich, welche ihren Enthusiasmus und ihre Fachkenntnisse zudem dadurch unter Beweis stellten, dass sie interessierten Besuchern bereitwillig in die Funktionsweise und Eigenheiten ihrer Fahrgeschäfte einführten. Zahlreiche gastronomische Stände sorgten darüber hinaus für das leibliche Wohl, so dass es rund um die Uhr möglich war, den kleinen und großen Hunger zu stillen. Neben Unterhaltung, angetrieben durch Dampf, Kurbel und Motor, präsentierten die Veranstalter desweiteren zahlreiche lebendige Liveacts auf der Showbühne der Halle. Unter Ihnen die italienische Steampunk-Band Poison Garden. Obwohl eindrucksvoll in Szene gesetzt, litt diese, wie auch andere musikalischen Darbietungen, jedoch unter der äußerst schlechten Akustik der Halle. Während die Kirmesorgeln keine Mühe hatten, sich in den weiten Mauern Gehör zu verschaffen, war es für Besucher, welche am Rand des Bühnenpublikums standen, schwer einzelnen erzählerische Beiträge zu akustisch zu folgen.

Besonders um die Mittagszeit, sowie zum frühen Nachmittag schien der Ansturm an den Verkaufsständen kaum zu verebben. Und so schwärmten Gewerbetreibende noch beim Abbau ihrer Auslagen ab 1 Uhr Nachts erschöpft doch glücklich von der bemerkenswert starken Kaufkraft der Gäste. In den Zeiten, in denen der Andrang zumindest zweitweise nachließ, stand Schaustellern und Verkäufern im Nebengebäude ein Ruhebereich zu Verfügung. Ein äußerst freundliches Cateringpersonal bot hier neben dem dringend gebrauchten Kaffee eine Auswahl von günstigen, dafür schmackhaften Gerichten an, welche so ausgiebig genutzt wurden, dass alle warmen Speisen restlos verkauft wurden. Als ebenfalls stets freundlich bewiesen sich das Sicherheitspersonal, sowie die Einweiser der Halle, die Kälte und Regen zum Trotz immer ein freundliches Wort für die an- und abreisenden Aussteller bereit hatten. Während der Gästestrom am Nachmittag nicht enden wollte, schien sich die Halle bereits zu den frühen Abendstundenzwischen 19.00 und 20.00 Uhr zu lichten und auch an den Verkaufsständen wurde es ruhiger. Was sich wohl durch die Konzentration der Besucher vor dem Bühnenprogramm, sowie der heimkehrenden Familien erklären lässt.

Lohnt sich also ein Besuch im kommenden Jahr? Oder anders gefragt: Haben sich die Ticketkosten von 20,50 Euro im Vorverkauf (Tageskasse 22,50 Euro) gelohnt? Diese Frage kann nur jeder für sich selbst beurteilen. Ist sie doch insbesondere davon abhängig, was der Besucher erwartet, beziehungsweise von seinem Besuch mitnehmen möchte. Die Tageskarte beinhaltet die freie Fahrt mit allen bereitgestellten Fahrgeschäften. Von der Seite des Autoren dieses Beitrages sei dazu soviel gesagt: Wer diese ausgiebig nutzt und zudem Freude an Staunen und Schauen hat, bekommt für den Preis zweier Kinokarten bereits nur durch diese Unterhaltung, welche mehr als die Länge zweier Kinofilme andauert.
Der Erlös des Jahrmarktes, so die Veranstalter, fließt in Pflege, Restauration und Bewahrung der historischen Fahrgeschäfte, sowie in den Erhalt der Jahrhunderthalle Bochum. Eine Information, welche Steampunk-Fans und Gewerbetreibende ebenso bei der Entscheidungsfindung beeinflussen könnte.

Noch gibt es keine offiziellen Rückmeldungen, ob und wann wir im nächsten Jahr den 3. Steampunk Jahrmarkt in Bochum erwarten können. Die großen Besucherzahlen und die positive Rückmeldung von Steampunk-eyewear via facebook lassen jedoch davon ausgehen. Bis dahin bleiben uns zahlreiche Bilder und Filme, um einen Eindruck von der Atmosphäre des Jahrmarktes zu erhalten, beziehungsweise gesammelte Eindrücke bis zum nächsten Mal in ungefähr einem Jahr wieder aufleben zu lassen. Nicht einmal mehr ein Jahr. Mal wieder viel zu wenig Zeit, um weiter an unseren Outfits und Apparaturen für unseren nächsten Besuch in Bochum zu schrauben.

(Mehr Bilder gibt es z.B. im Bericht von Kueperpunk2012, von dem wir auch einige hier verwenden durften)

Coppelius - Bühnenabstinenz? - Ein Salongespräch

 

Club Cann Stuttgart – 02.04.2015

Nach der Veröffentlichung der Coppelius Konzertdaten für 2016 war in der Beschreibung des Jahresabschlusskonzertes am 28.12.2016 in Annaberg-Buchholz zu lesen:

Coppelius haben seit nunmehr 213 Jahren versucht, den guten Ton in die Konzertsäle zurückkehren zu lassen. Dieser Versuch misslang völlig und aus lieblichen Kammertönen wurde ein tosendes Inferno des Kammercores, das sämtliche Bühnen, auf denen die Herren auftraten, bis auf die Grundmauern niederbrannte… Nun sind selbst die Ohren der 5 Herren mit ihrem Kammerdiener Bastille überstrapaziert & somit muss Schluß sein … vorerst! Coppelius möchten sich bei Ihnen würdig, krachend, rasend und einzigartig auf klassischen Instrumenten harte Rockmusik spielend, von den Clubbühnen verabschieden, bis es irgendwann wieder heißen kann:„Coppelius hilft“.

Ein Aufschrei ging durch die Fangemeinde: Was konnte das bedeuten?

Der Clockworker bat daraufhin die Herren zum Gespräch, Max Coppella und Graf Lindorf gaben sich die Ehre uns einige Fragen zu beantworten:

 

Clockworker
Uns ist zu Ohren gekommen, dass Sie vorhaben eine Pause zu machen. Manche Gerüchte besagen sogar, dass Sie komplett aufhören möchten, was natürlich zu einigem Tumult innerhalb der Fanatikerschaft führt. Erzählen Sie uns doch ein wenig mehr:
Was beinhaltet diese Pause? Geht es nur um Clubkonzerte oder auch um Festivalauftritte?

Max Coppella: Es ist doch ein Wunder, wie schnell man wieder Bescheid weiß in den Kreisen der lieben Zuhörer, mich hat ja diese Nachricht selbst überrascht. Ich bitte vielmals alle Leute um Entschuldigung, die sich nun Sorgen um meinen Zustand machen, der ist in der Tat Besorgnis erregend. Aber nach einer kleinen Pause von wenigen …ähm Monaten…sollten wir alle Genaueres sagen. Ganz im Ernst: es ist wirklich nur eine Pause angedacht.
Graf Lindorf: Um ehrlich zu sein, sind wir selbst nicht ganz sicher, wie lange wir von welchen Bühnen abstinent bleiben werden. In jedem Falle sollte man die Chance in diesem Jahr noch nutzen, Clubkonzerte und Festivals zu besuchen. Letztes Jahr kurz nach Weihnachten waren wir nach langem mal wieder in Kaiserslautern – man hatte uns schon bedrängt – aber leider wollten dann doch nicht so viele Leute ins Kammgarn kommen, wie laut gerufen hatten. Kaiserslautern ist in diesem Jahr nun auch nicht mehr auf dem Spielplan… sehr schade!

Benutzen Sie die frei werdende Zeit für eine Luftschiffreise um die Welt oder haben Sie ganz andere Pläne?

M.C.: Ich möchte mich zwar unbedingt in ein Luftschiff begeben, allerdings bin ich nicht schwindelfrei, es darf also nicht starten, wenn ich noch an Bord bin. Ein echtes Schiff kommt ebenfalls nicht in Frage, denn ich werde sofort seekrank, wenn ich auch nur einem Kind beim schaukeln zusehen muß. Also kommt nur eine Arbeitspause in Frage, bei der ich versuche, dem Comte das Noten schreiben beizubringen. Ich hoffe, Sie verstehen den Spaß, den ich machen möchte.
G.L.: Endlich Gelegenheit, mal wieder in ferne Länder zu reisen, was für eine großartige Idee. In früheren Zeiten machte ich oft Reisen mit dem Fahrrad. Da ich nun auch wieder über eine entsprechend großes Gefährt verfüge, böte sich das in der Tat an!

Graf Lindorf – 11.03.2015 Lagerhalle Osnabrück

Was passiert, wenn eine Klarinette/Cello/Bass/Schlagwerk/Triangel nicht mehr so oft gespielt wird? Oder machen Sie weiter Musik ohne die Kollegen? Darf man sich auf Gastauftritte bei Kollegen freuen?

M.C.: Ich trete ja grundsätzlich nicht gerne in die Öffentlichkeit, also spiele ich mein Instrument heimlich, wenn ich es nicht verkauft kriege.
G.L.: Mein Cello würde ich gar nicht verkauft kriegen, so wie es aussieht und was es alles durchgemacht hat. Ich käme auch nie auf die Idee, es verkaufen zu wollen oder es nicht mehr zu spielen. Ein komischer Kauz der Herr Coppella, ich muss mich immer wieder wundern.

Haben Sie noch genug Aufgaben, um den Diener fit zu halten, nun, da er nicht so oft mehr die Bühnen auf- und abbauen wird? Spendieren Sie ihm ein Fitnessabonnement oder werden im Herrenhaus neue Aufgaben gefunden?

M.C.: Wenn Sie wüssten, wie es hier im Herrenhause aussieht, dann könnten Sie erkennen, daß sich unser Kammerdiener nach einem Ende der Pause sehnen wird. Das wird ihm dann wie ein wunderbarer Urlaub vorkommen.
G.L.: Der Auf- & Abbau der Bühnen waren bisher wie eine Urlaubsreise für Bastille, da er im Herrenhause seinen regulären Aufgaben nicht nachgehen musste. Das ist wohl auch ein weiterer Grund für die Pause. Das Herrenhaus muss einmal wieder vom Keller bis zum Dachboden gereinigt werden und Altlasten gehören auf den Schrott.

Butler Bastille – Lagerhalle Osnabrück 11.03.2015

Im Rückblick auf die vergangenen 213 Jahre haben Sie einiges erreicht, nicht zuletzt in den letzten drei Jahren sind zwei neue Alben und eine Opernproduktion entstanden. Worauf sind Sie besonders stolz?

M.C.: So lange zu leben, ist nicht schön. Aber es ist eine besondere Leistung der Wissenschaft, darauf bin ich stolz, auch wenn ich nur ein Teil dieses Experiments bin.
G.L.: So lange zu leben ist wunderbar! Es ist keine besondere Leistung der Wissenschaft, sondern Bastilles Geschick im Umgang mit unseren Pflegeprodukten. Ich bin stolz auf Extrablatt & Hertzmaschine (der CW berichtete, Anm. d. Red.), denn wer nur eine leise Ahnung davon hat, was nötig ist, um ein Album fertig zu stellen und was für Mut es heutzutage bedarf, um einer solchen Unternehmung nachzugehen, wird das verstehen. Auf unsere Opernproduktion bin ich besonders stolz, denn wie lange wollte kein Opernhaus mehr etwas von uns wissen, haben wir doch für so viele Theaterbrände gesorgt (ich glaube es war jedesmal ein Unfall und der Feuerwehrmann an der Seitenbühne war eingeschlafen).

Noch 10 Clubkonzerte und 6 Festivalauftritte 2016. Das müsste doch reichen, um als künstlerischen Nachlass eine Live-DVD zu produzieren. Werden Sie den Fanatikern diesen lang gehegten Wunsch nun endlich erfüllen?

M.C.: Aber natürlich, sehr gerne! Das heißt übersetzt leider, ich denke, das wird für Coppelius wohl etwas zu aufwendig.
G.L.: Darauf wäre ich wohl am stolzesten!

FOTOS: PEDRO MALINOWSKI

Klein Zaches, genannt Zinnober, Foto: Pedro Malinowski

Es folgen außerdem noch 6 Vorstellungen der coppelianischen Steampunk-Oper „Klein Zaches, genannt Zinnober“ (der Clockworker berichtete) in diesem Frühjahr, was haben Sie bis jetzt aus der Produktion mitgenommen/gelernt?

M.C.: Ich möchte so etwas unbedingt gerne einmal wieder machen, das habe ich gelernt.
G.L.: Ich habe meinen Text gelernt! Ich muss ihn nun auch wiederholen, damit im Frühling alles wieder sitzt. Ich habe gelernt, dass wir uns nicht unterkriegen lassen wie schwer es auch manchmal sei.

Coppelius – Musikzentrum Hannover 14.03.2015

Nun denn, wir danken den Herren für ihre Antworten, obwohl wir nun natürlich, wie könnte es bei Coppelius anders sein, auch nicht viel schlauer sind, als vorher.

Es sei an dieser Stelle auf eine Petition des Coppelius Fanclubs „Geheime Coppelianische Straßenbau Gesellschaft“ verwiesen: „Für eine professionelle videographische Verewigung der Konzertabstinenzankündigungsreise“, die darum bittet, von den noch folgenden Konzerten wieder Tourtagebücher anzufertigen. Ihre Unterschrift für dieses Unterfangen können Sie hier abgeben.

Die Daten der kommenden Konzertreisen, sowie die Operntermine finden Sie hier.

Bleibt zu hoffen, dass es nach diesem Jahr schnell wieder heißen kann „Coppelius hilft“, bis dahin sagen wir aber lieber: „helft Coppelius“: kauft Konzertkarten, unterstützt Band und Veranstaltungsorte, damit es sich auch in Zukunft noch lohnt, Steampunk Musik zu machen.

Steampunk Revue und „Turm und Strang“-Konzert

Aus Österreich, besser gesagt aus Wien erreicht uns ein Gastbeitrag von Fräulein Queran Ruffles: Sie war auf der Vienna Steampunk Revue und berichtet vom dortigen Treiben:

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Halbjährlich findet seit einiger Zeit in Wien die Steampunk Revue statt, ein Partyabend ganz im Zeichen des Dampfes. Die Szene in Wien ist zwar nicht groß, aber sehr motiviert, und so ist das Weberknecht an diesem Abend immer gut besucht. Es gibt ja auch einiges zu sehen und zu tun: Im Erdgeschoss finden sich neben dem ausgedehnten Barbereich auch ein Raum mit Händlern und eine Lounge mit ruhigerer Musik als im Keller, wo die Party abgeht.

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Wie immer hat sich die Organisation mit der stilgerechten Dekoration Mühe gegeben und Zahnräder baumeln sogar über der Tanzfläche von der Ziegeldecke. In Lounge und Händlerbereich wurde für stimmungsvolles Licht gesorgt, um die Outfits der Besucher und Besucherinnen und die Waren auf den Verkaufstischen richtig in Szene zu setzen. Die Angebote der Händler und Händlerinnen überraschen, denn abgesehen von den erwarteten Kopfbedeckungen und Schmuckstücken gibt es auch Pfeifen, Kunst und Handtaschen aus alten Büchern zu erstehen. Die Stände sind liebevoll dekoriert, die meisten AusstellerInnen haben sich Mühe gegeben, ihr Outfit dem Anlass anzupassen und der alte Holzboden trägt zur Vervollkommnung des Ambientes bei.

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Die Steampunk Revue ist nicht nur eine Partynacht mit DJ, es wird mit einer Modeschau von Nico Öst, einer Tanzeinlage der Showgruppe „Do you Spider“ und einem Konzert der ersten Wiener Steampunkband „Turm und Strang“ noch mehr Programm geboten. Zwischen den Acts, die etwas verspätet um 22:30 beginnen, legen DJ Vagabund und DJ Avalon auf. Steampunk als Szene ist weitläufig und daher schwer zu beschreiben, und ebenso verhält es sich mit der Musik, die auf Steampunkevents gespielt wird. Die Stücke bewegen sich an diesem Samstag zwischen Elektroswing, Gothic, Folkmetal und elektronischer Tanzmusik, und vieles davon passt zwar gut zum Thema des Abends, ist aber schwer tanzbar. Aber nicht nur die schwierige Musik, sondern wohl auch die aufwendigen Outfits der Damen und Herren tragen dazu bei, dass der Barbereich im Erdgeschoss viel voller als die Tanzfläche ist. Unten tummeln sich vor allem diejenigen, die vorrausschauend leichtere Kleider gewählt haben und auch einige Leute, denen man ihre Begeisterung für Steampunk nicht ansehen würde. Da das Weberknecht oft Veranstaltungen aus der Schwarzen Szene und anderen alternativen Szenen beherbergt, sind wohl auch einige der Besucher und Besucherinnen eher aus Gewohnheit oder Neugier als aus Szenezugehörigkeit gekommen. Zu späterer Stunde ist es aber einerlei, aus welcher Szene und wie gekleidet man ist, die Tanzfläche füllt sich und die Tanzwütigen haben ihren Spaß.

Um halb elf geht es mit dem Konzert von „Turm und Strang“ los. Die noch recht neue Band hat im Januar ihr erstes Album herausgebracht und spielt eine Auswahl daraus. Obwohl die Band noch nicht viel Bühnenerfahrung gemeinsam hat, ist das Konzert toll durchgeplant und in sich sehr stimmig. Persönlich habe ich es immer sehr gerne, wenn eine Band ihr Set nicht einfach nur runter spielt und dann wieder geht, sondern das Konzert zu einem Erlebnis macht, das mit dem Anhören der aktuellen CD nicht nachvollzogen werden kann. „Turm und Strang“ erfüllen diesen Anspruch vollständig, da sie mit ihrem Konzert eine Geschichte erzählen.

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Es beginnt mit einem gesprochenen Intro, das uns ins London der 1860er zurückführt, darauf folgt ein Lied, das die Geschichte weitererzählt. Dieses Format wird das Konzert über beibehalten, das Genre der Songs variiert dabei stark. Den Beginn macht ein kraftvoller Mix aus Dubstep, Rock und Sprechgesang, es gibt aber auch Stücke, die ruhig und romantisch werden und zwei Lieder kommen sogar ganz ohne Text aus. Die Mischung ist schwer zu beschreiben und klingt seltsam, funktioniert aber auf der Bühne tadellos. Die großartige Stimme des Sängers trägt dazu bestimmt bei. Die Geschichte endet damit, dass der Protagonist nach einer Reise quer durch die Welt aus Wien zurück nach London berufen wird, da Van Hellsing verstorben ist und die Königin Victoria seine Hilfe erbittet. Es scheint also, als ob die nächsten Konzerte diese Story fortsetzen, und ich werde bestimmt dabei sein, um sie zu hören.

Vielen Dank für diesen wundervollen Bericht! Mehr Lichtbidler des Abends finden Sie hier bei Geoff Brook.

Wenn auch Sie von einer Veranstaltung erzählen möchten oder ein anderes Thema haben, über das es sich zu berichten lohnt, schreiben Sie uns unter info ät clockworker.de. Wir freuen uns immer über Gastbeiträge!