Ankündigung: Once upon a Time Festival 2018

Am Pfingstwochenende heißt es auf Zeche Zollern in Dortmund wieder: Es war einmal…
Und diesmal noch größer, schöner und fantastischer als im vergangenen Jahr!

Samstags von 10- 22.00 Uhr, sonntags von 10- 20.00 Uhr öffnen sich die Tore des „Once upon a Time – Festival der Jahrmarktkultur und Strassenkunst“ [sic!].

Foto: Dirk Krings/Irrlicht-Fotografie

Auf dem Gelände des LWL-Industriemuseums entführt ein historischer Jahrmarkt mit Fahrgeschäften und Schaubuden in eine vergangene Zeit. Über 30 Gruppen, Kleinkünstler und Street-Performer aus ganz Europa werden die Gäste verzaubern.

Mit dabei unter anderem das wohl letzte reisende Illusionstheater Deutschlands: die Revue der Illusionen; aber auch Quacksalber Dr. Marrax, The Gearmonkeys, Scharlatan Gilbert, Pantomime Anais und viele weitere Akteure warten darauf, entdeckt zu werden.

Neben Gauklern, Akrobaten, Zauberkünstlern, Pantomimen, Feuerkünstlern, Fabelwesen und Stelzenläufern ist auch die Steampunkszene stärker als je zuvor vertreten. In der Ecke der Erfinder und Tüftler erwarten euch die wundersamen Kreationen des Wupperdampf Laboratorium und der Ruhrwerke, ebenso wie die fahrenden Kuriositäten des Dampfzirkus Papenburg.

Auf der Wiese der Abenteurer entführt die Steampunk Expeditionsgesellschaft in ferne Welten oder die Creative Steampunk Connection und The Time Travellers nehmen euch mit auf eine Reise durch die Zeit. Ihr wollt lieber über die Weltmeere reisen? Dann seid ihr bei Käptn Black von Aera Hard und seiner Crew genau richtig!

Den passenden Soundtrack liefert Samstag und Sonntag jeweils um 19.00 Uhr die Steampunk Gothic Metal Band Aeronautica, aber auch die Nautilus-One-Man-Band ist auf dem Gelände unterwegs.

Vergesst den Zeitreise-Pass nicht! Das Amt für Aetherangelegenheiten findet ihr zusammen mit vielen weiteren Händlern in der Maschinenhalle. Im Herzstück des Museums lädt der Steampunk Markt zum stöbern und Garderobe-erweitern ein.

Aber auch das LWL-Industriemuseum selbst will erkundet werden. Die Musterzeche Zollern, benannt nach der Fürstenfamilie Hohenzollern, entstand zwischen 1898 und 904 und sollte Vorbildcharakter für andere Zechen haben. Die kunstvollen Bauten über Tage, entworfen von Architekt Paul Knobbe, beherbergen heute die verschiedenen Dauer- und Wechselausstellungen, sind aber auch selbst architektonische Kleinode. (Mehr Infos zur Geschichte.) Nicht umsonst gilt der Gebäudekomplex um Zollern II/IV als „Schloss der Arbeit“. Über all auf dem Gelände finden sich passende Fotospots um die eigene Erscheinung zu dokumentieren. Besonders bekannt ist das große Jugendstilportal der Maschinenhalle, dort treffen wir uns um jeweils 17.00 Uhr zum großen Steampunk Gruppenfoto.

Der Museumsbesuch ist im Eintrittspreis inbegriffen.

Kurz & Knapp:

Eintritt:
Erwachsene: 7€
Kinder bis 12 Jahren: 4€
Bis 3 Jahre: Eintritt frei
Familienkarte (2 Erwachsene 2 Kinder): 17€

Ort:
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Grubenweg 5
44388 Dortmund

Öffnungszeiten:
Samstag, 19. Mai: 10-22.00 Uhr
Sonntag, 20. und Montag 21. Mai: 10-20.00 Uhr

Mehr Informationen auf der Homepage der Veranstaltung: www.once-upon-a-time.info/
Oder auf Facebook: facebook.com/FestivalderJahrmarktkulturundStrassenkunst/

Über das Aethercircus Steampunk Festival

Das Konzept, ein Steampunk Festival zum Stadtfest werden zu lassen, ist insgesamt aufgegangen, denn es gab viel positives Feedback, sowohl von langjährigen Steampunks wie auch von interessierten Einheimischen, die viele Fragen stellten, sich verzaubern ließen von den Shows, den Maschinen, den Gadgets, der Kleidung (eindrucksvoll zu sehen unter anderem auf der Modenschau) und vielem anderen mehr. Entsprechend war auch die Durchmischung von Einheimischen in Alltagskleidung und den gewandeten Steampunks.

© Roger Steen

Dieser Bericht schildert subjektive Eindrücke vom Festival. Ich hatte nicht die Möglichkeit, mir alles anzusehen und kann daher nur über Teilbereiche der Veranstaltung berichten. Ich habe mich umgehört, wie das Festival insgesamt angekommen ist.

Das Gelände war relativ weitläufig, die einzelnen Programmpunkte waren auf mehrere Standorte verteilt. Wer sich viel ansehen wollte, musste also entsprechend einiges an Strecken zurücklegen. Die Kulisse der Altstadt, unter anderem mit alten Fachwerkhäusern, bildete einen sehr passenden, schönen Hintergrund für das Steampunk-Thema. Verschiedene Geschäfte in der Innenstadt gingen ebenfalls mit geliehenen Ausstellungsobjekten darauf ein.

© Roger Steen

 

© Roger Steen

 

© Roger Steen

 

© Roger Steen

 

Die Künstler Stephan Kuhn und Vadim Voitekhovitch stellten ihre Werke aus und es gab auch eine weitere Steampunk-Ausstellung und mehrere Marktstände.

Vadim Voitekhovitch und einige seiner Werke © Roger Steen

In einem umgebauten Wohnmobil wurden Kurzfilme gezeigt und in den Straßen waren mehrere steampunkige, zum Teil dampfbetriebene Fahrzeuge unterwegs, die für Aufsehen sorgten.

Jürgen Lautner widmete sich in seinem Video-Vortrag über Steampunk unter anderem der Frage, wie die Zukunft der Szene aussehen mag und stellte die Überlegung in den Raum, dass es vielleicht noch circa fünf Jahre dauert, bis der Szene gewissermaßen „die Luft ausgeht“, da es leider ingesamt im deutschsprachigen Raum zu wenig Aktive gibt, also Menschen, die Veranstaltungen wie den Aethercircus organisieren. Auch der Trend, der bis vor kurzem noch für eine gewisse Kommerzialisierung gesorgt hat, ist mittlerweile wieder abgeflaut.

Auf der großen Hauptbühne beim Rathaus traten sowohl am Samstag und am Sonntag mehrere Bands auf und lockten viele Zuschauer an. Weitere Bands und Künstler traten auf kleineren Bühnen an anderen Standorten auf. Auf dem Platz vor der Malerschule und an verschiedenen Stellen in der Stadt wurde auch spontan Musik gemacht und ein wenig getanzt. Der Irish Pub „Rebel’s Choice“ stellte seine Räumlichkeiten ebenfalls zur Verfügung. Dort kamen insbesondere die folkig angehauchten „Tales of Nebelheym“ sehr gut an. Auch die Modenschau, die bereits seit dem Beginn des Festivals im Jahr 2012 ein fester Bestandteil ist, fand großen Anklang. In diesem Jahr wurde sie von dem Autor Marco Ansing moderiert.

Off Limits © Roger Steen

 

Jessness © Roger Steen

 

Professor Abraxo präsentiert sein Fahrzeug © Roger Steen

Der Bremer Zirkel moderierte stilvoll ein Tee-Duell auf einer der kleineren Bühnen und arbeitete zusammen mit dem Amt für Aetherangelegenheiten. Für reichlich Unterhaltung sorgte ein Temporalmarken-Fälscher aus ihren Reihen. Es gab auch noch weitere Anlaufstellen des Amtes auf dem Aethercircus, an denen man Stempel, Temporalmarken, Zeitreise-Visa und natürlich Zeitreisepässe erhalten konnte.

Der Bremer Zirkel veranschaulichte die Tradition des Tee-Duells © Roger Steen

Bei den Autorinnen und Autoren gab es im Deck 2 in der Malerschule ein Platzproblem für die Bücherstände, leider war im Vorfeld nicht ausreichend kommuniziert worden, wie das genau organisiert war. Auch war es ungünstig, dass die Vorträge und Lesungen im Deck 2 sich im selben Raum befanden wie die Büchertische der Autoren, denn ein Gespräch mit vorübergehenden Interessierten wurde dadurch fast unmöglich. Da das Programm hier sehr voll war, gab es auch nur wenig Pausen, die man dafür hätte nutzen können.

Kinderprogramm mit Doc Mac Dooley im Deck 2 © Roger Steen

 

Autorin Swantje Niemann während ihrer Lesung im Deck 2 © Roger Steen

Platzprobleme meldete auch die Steampunk Expeditionsgesellschaft, die letztlich nicht alle ihre Zelte aufbaute, zumal Fußgänger oft direkt an den Zelten vorbeigingen und im Gedränge gegen Zeltschnüre stießen, da der Hauptverbindungsweg aus der Stadt zum Veranstaltungsgebäude Deck 1/2 und Kulturforum direkt am Camp vorbeiführte.

Leider war dieser Weg aufgrund einer Treppe nicht für Rollstühle geeignet, eine Alternativroute nicht beschildert, was mehrfach für ratlose Gesichter sorgte. Die Räumlichkeiten des Veranstaltungsgebäudes waren allerdings eh nicht für Rollstühle geeignet, was sehr schade war, befand sich dort doch der Großteil der Händler.

© Roger Steen

 

Feuershow von Ravenchild © Roger Steen

Die Möglichkeit auf einem historischen Schiff, der Ewer Magareta, unter Deck Lesungen abzuhalten, war etwas Besonderes und sorgte ebenfalls für positives Feedback von den Besuchern des Festivals. Allerdings war die Lage des Schiffes ungünstig im Lageplan eingezeichnet, denn der Zugang von der dort markierten Straße Ostfleth war gesperrt, so dass man unter Umständen einen Umweg laufen musste, um zur gegenüberliegenden Straße Westfleth zu gelangen.

Die erste Lesung am Samstag von Tanja Meurer auf dem Schiff fiel leider aus, woraufhin ich mich spontan mit ihr zusammengetan habe bei meiner Lesung später am Tag, so dass wir beide ein Publikum hatten.

Künstler Stephan Kuhn © Michael Meister

Der Künstler Stephan Kuhn hat einen kleinen Bericht aus seiner Sicht verfasst, den wir freundlicherweise zitieren dürfen:

Zu erst einmal ist zu sagen: Der Aethercircus war wieder mal eine klasse Veranstaltung und Buxtehude war ein toller Standort dafür. Man traf viele alte und neue Freunde. Das Wetter hat super mitgespielt. Trocken bis sonnig, nicht zu warm, nicht zu kalt. So muss das sein! Auch die Besucher waren allesamt gut gelaunt, neugierig und sehr positv eingestellt. Ich konnte sogar einige Bilder verkaufen, die die sonst eher gar nicht gingen. Also für mich gilt: Beim nächsten Aethercircus bin ich wieder dabei!
Dennoch, muss ich noch einige Kritikpunkte aufzählen, die den gesamten Spaß etwas betrübt haben.
Der Raum in dem ich saß war etwas ungünstig platziert. Entweder musste man durch einen schmalen Gang gehen, oder man war gezwungen durch eine andere Vorführung zu gehen und durch ein Bistro um zum Ausstellungsraum zu gelangen. Die Beschilderung war, was das anging, sehr suboptimal. Wenn ich dann auch mitkriege, dass bei der Lesung von der Tanja gar keine Besucher zugegen waren, merke ich dass dies auch woanders ein Problem war. Und auch wenn die Malerschule ein klasse Gebäude ist für solche Sachen, außerhalb der Altstadt und über eine Straße zu gehen, scheint manche Leute etwas abzuschrecken. Jedenfalls habe ich auch noch am Sonntag abend Besucher sagen hören „Oh, hier waren wir ja noch gar nicht“.
Trotzdem, mein Stand war gut besucht und ich konnte einige Menschen glücklich machen mit meinen Werken. Sowas macht man immer gerne :)
Es bleibt dabei: Nächstes Mal bin ich wieder dabei!

Fazit: Ein kreativ gestaltetes, gelungenes Festival, das sehr viel an positivem Feedback bekommen hat, wenn auch mit einigen organisatorischen Schwächen an manchen Stellen, die  hoffentlich bei einem weiteren Aethercircus  schon im Vorfeld bedacht werden.

Die Fotos für diesen Bericht wurden uns freundlicherweise von Roger Steen zur Verfügung gestellt.

© Roger Steen

 

Steampunk Events Mai bis August 2018

Ankündigungsplakat Steampunk Events Mai bis August 2018

gemeinfreie Abbildung von Pixabay

Mit etwas Verspätung kommt nun die Veranstaltungsübersicht der Steampunkevents in diesem Sommer.

Weiterlesen Steampunk Events Mai bis August 2018

Aethercircus Steampunk Festival am 28./29. April in Buxtehude

(c) Altstadtverein Buxtehude e.V.

Nach einem Jahr Pause öffnet das Aethercircus Steampunk Festival wieder seine Tore – nicht in der Festung Grauer Ort, sondern mitten in der Altstadt von Buxtehude. Das war eine Idee des Fotografen Roger Steen und möglich gemacht haben dies der Altstadtverein Buxtehude e.V. und die Steampunkband Drachenflug.

Also ein ganzes Stadtfest unter Steampunk-Motto und passend dazu ist in Buxtehude verkaufsoffener Sonntag. Der Eintritt zum Festival ist frei und die Altstadt wird mit allerlei Attraktionen aufwarten, darunter viele Konzerte auf mehreren Bühnen und ein Indoor-Markt. Dr. Jürgen Lautner geht in einem Vortrag der Frage nach, wo der Steampunk 2018 steht, der Bremer Zirkel bittet zum Tee-Duell und auf der Modenschau lassen sich phantasievolle Kreationen bewundern.

(c) Jessness

Musikalisch geben sich die Ehre: Drachenflug, Evevory, Molllust, die Kaizer Band, Feline and Strange.
Folkig wird es mit  2B Folkish, Jessness, den Schattenwebern, und Offlimits, außerdem sind Tales of Nebelheym, Estoplyn, Sisc und Narrenbart mit dabei, sowie Daniel Malheur.

Drachenflug Foto: (c) Lars Mac Hoese

Ravenchild präsentiert ihre Feuershow, wenn es dunkel geworden ist und Stella Crowmoon zeigt in ihrer Performance eine Mischung aus Pantomime, Tribal-Fusion, Ballett, Jazzdance und Burlesque.

(c) Stella Crowmoon

Vor Ort ist auch das Amt für Aetherangelegenheiten und die Steampunk-Expeditionsgesellschaft wird ihre Zelte aufschlagen. Wer schon immer mal wissen wollte, was eine Laterna Magica ist, kann dies im Kulturforum nachholen. Das über 120 Jahre alt Schiff Ewa Margareta und das Deck 2 in der Malerschule werden zum Schauplatz mehrerer Lesungen; die lesenden Autorinnen und Autoren sind an diesem Wochenende auch an Bücherständen in der Malerschule anzutreffen. Christian Funkelflix präsentiert das kleinste wandernde Kurzfilmkino und Professor Abraxo ist unterwegs mit seiner „Steamrider“ Zeitmaschine.

 

Professor Abraxo und sein Steamrider, Foto (c) Hannah Sauer

 

Die „Ewer Margareta“, Foto (c) Roger Steen

 

Autorin Tanja Meurer, Foto (c) Kira Wolf-Marz

 

Autor Christian Günther, Foto (c) Katharina Bodmann

 

Seite aus dem Programmheft des Festivals

Buxtehude ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und alle Veranstaltungsorte in der Altstadt sind leicht per Fuß zu erreichen, wie dieser Plan zeigt:

Lageplan aus dem Programmheft

 

Feline and Strange Foto (c) Victoria Linchong

Die Veranstaltung im Gesichtsbuch: https://www.facebook.com/events/481860008846120/

Die Veranstaltung auf der Seite des Altstadtvereins Buxtehude e.V.:
https://www.altstadtverein-buxtehude.de/steampunkfestival

Hier gibt es das Programmheft als herunterladbares 16seitiges PDF (Programmänderungen vorbehalten):
https://www.dropbox.com/s/mcuwpdqgt1c1l1t/Programmheft-Aethercircus-Steampunk-Festival-2018.pdf?dl=0

Marina Furiosa - Steampunk in Regensburg - Ankündigung

Wer einen Blick auf unsere Veranstaltungsübersicht geworfen hat, dürfte dort den klangvollen Namen „Marina Furiosa“ entdeckt haben. Vom 13. – 15. April findet die Eröffnungswoche der neuen Veranstaltungslocation marinaforum in Regensburg ihren Höhepunkt unter dem Thema Steampunk.

Und das kommt nicht von ungefähr: Der ehemalige Schlachthof wurde 1888 zur Zeit der Industrialisierung errichtet und bekommt nun nach Sanierung und Umbau einen neuen Zweck als Veranstaltungsort für Messen, Kongresse, Galas, Bälle und Konzerte. Die Eröffnungswoche und das Marina Furiosa Festival soll die Möglichkeit bieten, das neue Veranstaltungszentrum zwischen Innenstadt und Hafen, kennen zu lernen.

Nachdem in der Eröffnungswoche (9.4.-12.4.) das Gebäude mit seinen Möglichkeiten verschiedenen Gruppen vorgestellt wird, wird das Wochenendspektakel die Tätigkeit des marinaforums als Veranstaltungszentrum quasi mit einem Knall eröffnen. Und so hat sich die Regensburg Tourismus GmbH auch nicht lumpen lassen und bietet eine solche Vielzahl an (größtenteils kostenlosen!) Programmpunkten an, dass es uns schwer fällt hier einen Überblick zu geben. (Eine Zusammenfassung findet ihr am Ende des Artikels.)

Freudenau

Begonnen wird am 13.4. mit einer historischen Donauschifffahrt zur Walhalla. Kostenpunkt: 18€ (9€ für Kinder unter 14 Jahren) oder enthalten im VIP Ticket (57€).
Treffpunkt hierfür ist 14.30 Uhr am Museumsschiff „MZS Ruthof“ des Donau Schifffahrtsmuseums, einem Dampfschiff aus dem Jahre 1922. Dort findet zunächst der Cocktailempfang und eine Führung durch das historische Dampfschiff statt.
Gegen 16.00 Uhr stehen zur Weiterfahrt zur Wahl die „MSZ Freudenau“ (nur echt mit Dieselduft) und die „MS Fürstin Gloria“, auf der u. A. Salontenor Daniel Malheur und Zauberkünstlerin Anais auftreten werden. Der Wechsel zwischen den Schiffen ist möglich, jedoch ist die Platzanzahl begrenzt. ACHTUNG: Mitfahrt auf den Schiffen ist nur in passender Garderobe möglich (Historisch bis 20er Jahre oder Steampunkig).
An der Walhalla angekommen, ist man dort zum gemeinsamen Picknick eingeladen. Fertige Picknickkörbe können zur Fahrt hinzugebucht werden (ab 20€), oder man bringt sich einfach etwas mit.

Rückankunft ist um 19.00 Uhr geplant, Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer erwartet die elegante Reisegesellschaft um mit ihr im Festzug zum marinaforum zu ziehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ab 20.00 Uhr wird das Industriedenkmal kunstvoll illuminiert und das Marina Furiosa Festival damit feierlich eröffnet. Die Band „Äl Jawala“ begleitet den Abend und Ravenschild bittet zur Feuershow. Bis 23.00 Uhr können die Räumlichkeiten erkundet werden. Von 22.00 – 2.00 Uhr öffnet die Speakeasy Bar mit Burlesque Show und 20er Jahre Musik. (Alles kostenlos, Anmeldung erbeten)

Samstag, 14.4. und Sonntag, 15.4. geht es ab 11.00 Uhr dort weiter, wo am Abend zu vor aufgehört wurde: Das marinaforum soll erkundet werden. Es gilt die Steampunkausstellungen von Horatius Steam, Gears & Skulls (Alex Schlesier) und Anachronika zu erkunden, auf dem Jahrmarkt nach „Mode, Schmuck, Skurrilem und Nachhaltigem“ zu stöbern oder an einem der Workshops und Vorträge teilzunehmen. Mit dabei ist natürlich auch das Amt für Aetherangelegenheiten, aber auch verschiedene Walking Acts wie das Abacustheater mit ihren Timecruisern, die viele bereits vom Steampunk Jahrmarkt kennen oder die „Herde der Maschinenwesen“ von foolpool.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Markt schließt am Samstag um 20.00 Uhr, weiter geht es dann mit dem Abendkonzert mit den Irish Folkern von Harmony Glen und „Russian Turbo Polka“ von Russkaja aus Wien, Tickets hierfür sind für 32€ erhältlich oder im VIP Ticket enthalten.

Der Sonntag steht unter dem Motto „Panoptikum der Kulinarik“ und beginnt ab 11.00 Uhr mit Absinthfrühstück. Zusätzlich zu den Steampunk Stellern und Händlern sind dann auch regionale Produzenten und Gastronomen vor Ort und ab 14.00 Uhr wird zum „Royal Afternoon Tea“ geladen.

Ende des Marina Furiosa ist um 18.00 Uhr.

Es ist also ganz schön was los innerhalb dieser drei Tage und wir haben noch nicht einmal alles aufgelistet. Mehr Infos bekommt ihr auf www.marinafuriosa.de oder direkt hier im Programmheft.


Kurze Zusammenfassung:

WAS?

  • 13.4.
    14.30 – 19 Uhr Donauschifffahrt (Ticket erforderlich 9/18€ oder VIP Ticket)
    20 – 2 Uhr Marina Furiosa Festivaleröffnung mit Licht und Feuershow (kostenlos)
  • 14.4.
    11 – 20 Uhr Marina Furiosa (kostenlos)
    ab 20 Uhr Konzerte Harmony Glen + Russkaja (Tickets 32€ oder VIP Ticket)
  • 15.4.
    11 – 18 Uhr Marina Furiosa mit Schwerpunkt Panoptikum der Kulinarik (kostenlos)

WO?

marinaforum Regensburg, Johanna-Dachs-Str. 46, 93055 Regensburg

WIE VIEL?

Das Marina Furiosa Festival selbst ist kostenlos, eine Anmeldung wird jedoch erbeten, dafür bekommt ihr auch schicke schwarze Festivalbändchen.
Schifffahrt und Konzert kosten extra:
Entweder ihr kauft ein VIP Ticket für 57€ (da sind Schiff, Konzert und Zugang zur VIP Loge mit exklusiven Blick auf das Konzert, sowie eigener Bar enthalten)
Oder ihr kauft separat ein Ticket für die Schifffahrt für 18€ inkl. Aperitif (allerdings nur erhältlich bei Schiffahrt Klinger oder in der Tourist Info im Alten Rathaus UPDATE: Ab sofort auch hier erhältlich) und ein Ticket für die Konzerte für 32€ über eventbrite.


Alle Infos auch unter www.marinafuriosa.de

Die Veranstaltung im Salon und im Gesichtsbuch.

 

 

Fröhlichen Air Kraken Day!

Heute ist nicht nur St. Patrick’s Day, sondern es ist auch Air Kraken Day. Neben dem International Steampunk Day am 14. Juni der wichtigste Steampunk-Feiertag. Erfunden wurde er 2007 im Brass-Goggles Forum, anlässlich der Kurzgeschichte „The Horror of the Heights“ von Sir Arthur Conan Doyle.

Kraken und Octopoden sind im Steampunk mittlerweile ja allgegenwärtig und das nicht zuletzt wegen des Cthulu Mythos von H. P. Lovecraft. Auch die Comics „Otto & Victoria“ von Disney Künstler Brian Kesinger sind Teil des Bildkanons der achtarmigen Tiere.

Wir wünschen euch allen einen fröhlichen Air Kraken Day und/oder St. Patrick’s Day, grün kann man bei beidem finden ;)

„[…] In 80 Tagen nur“, sagte Phileas Fogg – Ein Besuch im Theater

Hannover, 11. November 2017, Schauspielhaus

Der Jules Verne Klassiker „Reise um die Erde in 80 Tagen“ feiert Premiere als Kindertheaterstück und ist ausverkauft.

Ist doch logisch“ wird der ein oder andere Leser nun denken, aber in Zeiten von NETFLIX, POKÉMON und Co. erst einmal gar nicht so selbstverständlich.

Regie geführt hat Tilo Nest, der die Seele der Originalgeschichte erfasst zu haben scheint und seine Inszenierung mit viel Witz, Charme und originellen Ideen ausgestattet hat, welche dazu führen, dass gänzlich alle Termine ausverkauft sind.

Mittlerweile sind Zusatztermine bis in den Mai an die eigentlichen Spieltage angefügt, denn das Stück begeistert Jung und Alt gleichermaßen und hat sich unter Theaterfreunden herum gesprochen.

Damit stehe also auch ich, an einem der Zusatztermine, im Foyer des SCHAUSPIELs HANNOVER und warte gespannt auf den Einlass. Als die Türen aufgehen und die Masse in den Saal wabert, erklingen schon das erste „Oh“ und „Ah“, denn ganz klassisch verdeckt ein roter Vorhang die Bühne, der verheißungsvoll verbirgt, was hinter ihm wartet.

Wir nehmen Platz und es wird dunkel, der Saal atmet voller Erwartung tief ein.

Von den Seiten geht ein Quartett auf. Sie tragen Instrumente bei sich, sind aber (gespielt) nicht besonders mit Talent gesegnet, denn es braucht zwei Anläufe, bis das „20th Century Fox“ -Intro einigermaßen schmerzfrei rezitiert werden kann.

Dieses Stück erweist bereits zu Beginn Erfindergeist und Ideenreichtum und die kommenden neunzig Minuten werden sehr wahrscheinlich sehr vielversprechend.

Zu den Seiten hin verschwindet das Quartett wieder und der Vorhang hebt sich.

Wir blicken auf ein imposantes Bühnenbild. Der Saal des Herrenclubs, dem unser Hauptcharakter angehört, wird dargestellt: Mit hohen, grünen Wänden, gefliestem Boden und sehr viel Liebe zum Detail (Der Kenner wird jetzt an „realistisches Theater“ nach Tschechow denken). Eine große Weltkarte hängt in der Mitte der hinteren Bühnenwand, rechts oben befindet sich eine schlichte Zeigeruhr. Diverse Sessel, eine Theke und Tische stehen in der Mitte. Da hat jemand viel Liebe und Geist in die Entwicklung gesteckt und unwillkürlich tauschen meine Sitznachbarin und ich eine kurzen Blick:

Wie bauen die so ein großes Bühnenbild um, sobald Mr. Fogg London verlassen hat?

Jean Passepartout fällt krachend durch die Tür in den Saal, gefolgt vom geradlinigen, hochgewachsenen Phileas Fogg. Während Letzterer die Ruhe selbst zu sein scheint, dreht Passepartout völlig am Rad der Verzweiflung. Wir erfahren von ihm, dass unsere Hauptfiguren gerade von ihrer Reise heimgekehrt sind, dass sie verloren haben und sich eingestehen müssen, sich verschätzt zu haben.

Aha. Wir beginnen das Stück also von Hinten. Keine schlechte Idee, Herr Nest.

Wir erkennen außerdem, dass Passepartout als Vermittler zwischen Bühne und Publikum agiert. Ein Spaß für alle Kinder im Publikum, denn sie antworten fröhlich auf die (rhetorischen) Fragen des Dieners, der im Verlaufe des Abends öfter zwischen Bühnenrand und Spiel hin und her wechseln wird.

Dann passiert etwas Unerwartetes: Ein Stichwort fällt und ZACK! Das Licht verwandelt sich in Stroboskop, die Bühne spielt völlig verrückt. Die Uhr läuft in einem Affenzahn rückwärts, die Figuren durchleben eine Zeitreise und verlassen, ebenfalls rückwärts, wieder die Bühne und schon sind wir am Anfang der uns bekannten Geschichte angelangt.

Der Steampunk-Charakter, mit welchem in Hannover und Umgebung die Werbetrommel gerührt wurde, schimmert hier ganz klar durch.

Die Geschichte nimmt ihren Lauf, beginnend bei der Wette zwischen Mr. Fogg und seinen Kollegen des Herrenclubs, über den Bankraub in London, hin zur zarten Liebesgeschichte zwischen Fogg und Aouda und schließlich zum glücklichen Ende aller Figuren.

Jede Szene spritzt nur so vor Ideen und sorgt im Laufe des Stückes immer wieder für reichlich Zwischenapplaus. Die Schauspieler um Silvester von Hösslin, der Fogg mimt, laufen auf Hochtouren mit Gesang, Tanz und Morsegeräuschen und auch das Bühnenbild, welches uns zu Beginn bezüglich seiner „Wuchtigkeit“ etwas überrumpelt hat, beweist seine geschmeidig-durchdachte Wandelbarkeit:

Anstelle verschiedener Settings, wurde sich mit dem, was da ist, etwas Neues geschaffen. So werden bestehende Requisiten benutzt, um die Reise dazustellen. Da verwandelt sich ein kleiner Beistelltisch in ein Kutter, welcher die Herren nach Paris bringt oder die Theke wird zu den verschiedenen Schiffen, erkennbar daran, dass ein Schauspieler einen Schornstein oben auf anbringt, umfunktioniert.

Jeder Moment ist gut durchdacht, es gibt Witze für Kinder und Witze für Erwachsene, alles begleitet von einem Augenzwinkern, aber mit ganz viel Liebe zum Detail. Mal ist es überdreht, mal ganz fein. Es wird auch nicht vor Fantasiesprache Halt gemacht und Länderklischees werden fröhlich bedient.

Die Schauspieler haben diebische Freude an ihrer Darstellung und diese Freude überträgt sich so sehr aufs Publikum, dass zwischendurch die Ränge kochen. Sogar die LGBT-Flagge schwebt einmal durchs Bild und Jules Verne-Freunde werden die Anspielungen auf „20000 Meilen unter dem Meer“ und „Von der Erde zum Mond“ freudestrahlend wieder erkennen. Nur ein oder zwei Mal tauchen Witze auf, die ein bisschen zu sehr aufs Fremdschämen gehen. Aber die wiegen nichts, im Verhältnis zum Rest der Inszenierung.

Alles in allem hat diese Inszenierung alles, was ein Erfinder – und Fantasiefreund so braucht. Ein liebevolles Bühnenbild, welches jede nötige Form annehmen kann, tolle Kostüme, charmante Wortwitze, kluge Ideen, einen kleinen Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung „Gegenwart“, eine ordentliche Prise Keckheit, Live-Musik und – besonders erwähnenswert – einige Mengen Glitzer!

Wer sich also auf einen turbulenten Abend einlassen möchte: Vier ausverkaufte Monate können nicht lügen. Packt eure Goggles ein, schnappt eure Taschenuhr und rauf aufs fliegende Bett Richtung Hannover.

Bereits bekanntgegebene Spieltermine sind:

04.03. So 17:00
18.03. So 17:00
02.04. Mo 17:00
11.04. Mi 10:30
29.04. So 15:00

Es folgen weitere.

Ein Trailer noch: YouTube Preview Image

 

Wir jedenfalls sind aus dem Theater gegangen, wie andere aus einem guten Kinoabend.

Eindeutig eingeheizt und leicht beschwipst von der guten Laune.

Tilo Nest und sein Ensemble haben ganze Arbeit geleistet und die Termine sind, zu Recht, ausverkauft.

 

Steampunk Oper kehrt zurück nach Gelsenkirchen

Heute erreichten uns über die Gesichtsbuchseite der Herren von Coppelius wunderbare Neuigkeiten: Die „welterste Steampunk Oper“ „Klein zaches – Genannt Zinnober“, welche im November 2015 Premiere im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen feierte (der Clockworker berichtete), wird 2018 auf die Bretter, die die Welt bedeuten zurück kehren. Die Termine sind:

08.09.2018, 19:00 Uhr
09.09.2018, 15:00 Uhr
30.09.2018, 18:00 Uhr
01.12.2018, 19:30 Uhr
31.12.2018, 19:00 Uhr

Der Kartenverkauf startet im Mai, dann direkt über die Seite des Musiktheaters.

Wer die Opern noch nicht gesehen hat: Das ist eure Chance!
Ein paar kleine Einblicke in ein wahrschlich grandioses Stück:

YouTube Preview Image

Ankündigung: Aeronautica & Storm Seeker in Dormagen

Steampunk Gothic Metal trifft auf Pirate Folk Metal, Luftschiffcrew auf Piratenpack. Am Freitag, 23.02.2018 wird es ordentlich laut in der Kulturkirche Dormagen.

Aeronautica, das ist ein „grandioses Zusammenspiel zwischen erzählenden Texten und bombastischer Musik“. Die Crew besteht aus Felix Tenten und Tobias Kurzawa an Gitarre und Gesang, Ben Rösgen am Schlagwerk und Jessica Hoffmann am Bass. Bereits in der Vergangenheit haben wir mehrfach über die vier berichtet.
(Sturmzeit CD – Review // Im Salongespräch // Maschinengeist -Musikvideo)

Mit ungewöhnlicher Instrumentierung beschwört die sechsköpfige Truppe von Storm Seeker das Gefühl von „gemütlichen Zusammenkünften in Hafenspelunken und Beutezügen auf hoher See“ herauf. Mit dabei sind Timothy am Gesang und Bass, Patty am Gesang und der Hurdy Gurdy, Sandra am Cello, Tim am Keyboard, Patrick an der Gitarre und Olaf am Schlagzeug.

Tickets gibt es noch an der Abendkasse für 13€, Einlass 19.30 Uhr.

Bericht: 4. Steampunk Jahrmarkt 2018

Um 13.00 Uhr ging es los und der 4. Steampunk Jahrmarkt öffnete die Tore der Jahrhunderthalle Bochum. Bereits um kurz vor 14.00 Uhr war das erste Parkhaus voll, es schien also voll zu werden.

An der Kasse folgte dann die erste Überraschung: Entgegen der Informationen, die auch wir als Pressemitteilung erhalten hatten und die auch auf Facebook immer wiederholt worden waren, gab es nun doch ein Kinderticket für 12,50€ für Kinder bis 8 Jahren. (Zur Erinnerung: Vorher hieß es immer, Kinder ab 80cm zahlen den vollen Eintritt von 20€ VVK/ 24€ AK.) Freundlicherweise wurden bereits gekaufte Karten vor Ort umgetauscht. Das brachte aber denen wenig, die sich von den Preisen hatten abhalten lassen. (Übrigens kam zum Eintrittspreis noch die Parkgebühr von 3,50€ hinzu.)

Die Gewinner unserer Ticketverlosung

In der Halle selbst war es im Vergleich zu den Vorjahren doch recht leer und der Anteil an „normalen“ Besuchern war deutlich größer im Verhältnis zu den anwesenden Steampunks.

Wie erwartet waren auch recht viele Fotografen unterwegs, diese schienen jedoch etwas moderater zu agieren als im Vorjahr, auch wenn es immer wieder zu „Rudelknipsen“ kam, sobald ein passendes Motiv sich für den einen nett-fragenden Fotografen positioniert hatte. Trotzdem gab es auch wieder die unbelehrbaren Exemplare, die auf den freundlichen Hinweis, doch bitte nicht beim Essen zu fotografieren allen Ernstes antworteten: „Ich habe doch darauf geachtet, dass der Mund auf den Fotos zu ist.“ Man kann nur den Kopf schütteln und als Frau den Fächer als Waffe gegen ungewollte Knipser zücken.

Auf den vielfach kritisierten und rechtlich nicht ganz einwandfreien Hinweis des Vorjahres, dass man sich mit Betreten des Jahrmarktes mit der Anfertigung von Fotos einverstanden erkläre, hatte man übrigens in diesem Jahr verzichtet.

Was ebenfalls weitgehend fehlte war das angekündigte Programm. Stand bis kurz vorher in der Facebook Veranstaltung noch der Text: „Die Besucher erwartet ein stimmungsvoll hergerichteter viktorianischer Jahrmarkt im Stil der Jahrhundertwende des 19. Jahrhunderts, mit freier Fahrt auf den historischen Fahrgeschäften sowie antiken Jahrmarktständen, Kirmeswagen, Straßenkünstlern, Steampunk Gerätschaften, Steampunk Live-Musik im Abendprogramm und vielem mehr.“, wurde der letzte Teil am Freitag vorher einfach gestrichen.

Abacus-Theater

Was übrig blieb, waren die Modelldampfmaschinen von Herrn Papirnik, sowie der Familie Spree und die Kunst-Fahrzeuge des Abacus-Theaters. Auch Zauberkünstler Dr. Marrax gab mehrfach Vorstellungen und um 17.30 Uhr erfolgte ein Outfitwettbewerb. Eine Bühne gab es für diesen leider nicht, lediglich einen rund 30m langen roten Teppich mit ein paar Absperrungen rundherum; bei weitem nicht genug, um wirklich etwas sehen zu können. Die Moderation durch Bep Welters war nur im vorderen Teil überhaupt zu hören, weiter hinten wurde sie von einer der restaurierten Kirmes Orgeln überschallt.

Moderatorin Bep Welters bei der Überreichung des Preises für den 1. Platz des Outfitwettbewerbs

Diese taten ihr Bestes, das nicht vorhandene Musikprogramm zu ersetzen, allerdings dann so häufig, dass man mit den benachbarten Standbesitzern Mitleid haben musste.

Insgesamt fügten sich die zahlreichen Steampunkhändler (insgesamt über 20 Stück) wie gewohnt sehr gut in die Kulisse des Jahrmarktes ein und gerade durch die Verkäufe an die „normalen“ Besucher waren die die Einnahmen trotz deutlich gestiegener Standgebühren mehr als zufriedenstellend.

Leider war das Foyer der Jahrhunderthalle, in dem ebenfalls Händler platziert waren, in diesem Jahr unbeheizt, was dazu führte, dass die Besucher sich dort nur kurz aufhielten. Den frierenden Verkäufern an den Türen wurden immerhin später Heizlüfter zur Verfügung gestellt um der Kälte zu trotzen.

Insgesamt fehlten in diesem Jahr neben dem Programm auch die Künstler und Maker komplett. Fiel im vergangenen Jahr erstmal nur die Abwesenheit der lokalen Gruppierungen auf, hatte man in diesem Jahr komplett auf diesen wichtigen Teil des Steampunks verzichtet und den Jahrmarkt zu einer reinen Verkaufsveranstaltung gemacht.

Die Hauptattraktion, der historische Jahrmarkt selbst, war natürlich nach wie vor eine wundervolle Kulisse und auch die im Ticketpreis enthaltenen Fahrten auf den Fahrgeschäften wurden ausgiebig genutzt.

(Man könnte jetzt kleinlich sein und darauf hinweisen, dass es kein, wie angekündigt, viktorianischer Jahrmarkt war, da die meisten Fahrgeschäfte eher aus den 30er bis 50er Jahren des 20. Jahrhunderts stammen, aber das ist eigentlich unwichtig, denn die Fahrten selbst auf Riesenrad, Kettenkarussell und Co machen Spaß, egal aus welcher Zeit das Fahrgeschäft stammt.)

Insgesamt hat man leider das Gefühl, dass auf dem Jahrmarkt alles nur auf die Gewinnoptimierung des Veranstalters aus ist. Es scheint kein echtes Interesse mehr an der Steampunkszene selbst zu geben und man merkt deutlich, dass niemand aus der Szene mehr an der Organisation beteiligt ist. Dabei sind die Steampunks mit ihren Outfits überhaupt erst der Grund, warum dieser Veranstaltungstag sich von den anderen Tagen des historischen Jahrmarktes unterscheidet. Dass sie dafür dann aber auch noch 5€ bzw. 9€ mehr als an den anderen Tagen zahlen müssen ist angesichts des „Programms“ absolut ungerechtfertigt. Insbesondere dann, wenn man sieht, dass Gäste, die passend zur Sonderveranstaltung „Rock anne Raupe“ gekleidet kommen, einen Eintrittsrabatt erhalten.

Letztlich haben sich die meisten Steampunkbesucher einen schönen Tag vor Ort gemacht und den 4. Steampunk Jahrmarkt genutzt um Freunde und Bekannte dort zu treffen. Nicht zuletzt mit dem Amt für Aetherangelegenheiten oder spontanen Dudelsack einlagen haben sie ihr eigenes Programm gestaltet. Dafür muss man aber nicht den Mehrpreis zahlen um dann anderen als Attraktion zu dienen. Vermehrt wurden Stimmen laut, im kommenden Jahr einfach an einem anderen Tag den Jahrmarkt zu besuchen, oder als normale Besucher zu kommen und sich lediglich im frei zugänglichen Foyer zu treffen.

Spontane Dudelsackeinlage eines Besuchers

Andrang beim Amt für Aetherangelegenheiten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sollte sich die Einstellung der Veranstalter zur Szene nicht ändern, werden die Steampunks mehr und mehr wegbleiben und die kostenlose Attraktion der „lustig Kostümierten“ damit ebenso.

Außerdem muss dringend an der Informationspolitik gearbeitet werden. Sie war schlichtweg inexistent: Anfragen wurden nicht beantwortet, Fragen in der Facebook Veranstaltung sind bis heute unbeantwortet, lange Wartezeiten bei Mailanfragen, wobei auch da nicht zwangsläufig überhaupt eine Antwort kam, dazu gab es mit dem Clockworker auch noch eine Akkreditierungspanne, die sich zwar klären ließ, aber vermeidbar gewesen wäre.

An schönen Kulissen mangelt es bekanntlich im Ruhrgebiet nicht und der einzige Vorteil, den der Jahrmarkt noch genießt, ist die Tatsache eine beheizte Innenveranstaltung im sonst eher veranstaltungsarmen Winter zu sein. Wenn die Kommerzialisierung dieser Veranstaltung so weitergeht und die Atmosphäre darunter leidet, werden sich über kurz oder lang sicherlich Alternativen ergeben, die mehr Wert auf die Leute legen, die den Steampunk Jahrmarkt erst zu dem gemacht haben, was er heute ist.

Weitere Veranstaltungstermine findet ihr übrigens hier.

Alle Bilder sind auf flickR oder hier auf Facebook zu finden.
In der FB Gruppe „Steampunk Event Fotos – NRW“ sammeln sich außerdem Fotografen und Besucher um ihre Bilder auszutauschen.

 

(Der Artikel spiegelt ausschließlich die Eindrücke des Autors wider und entspricht nicht zwangsläufig der gesammten Clockworker Redaktion.)

Gewinner der Ticketverlosung zum 4. Steampunk Jahrmarkt in Bochum

In der Nacht von Sonntag auf Montag ging unser Gewinnspiel für 2 x 2 Tickets für den 4. Steampunk Jahrmarkt in Bochum zu Ende. Viele triftige Gründe wurden genannt: von Geschenken für die Freundin, die gerade Steampunk für sich entdeckt hat, über Auszeit vom Umzugsstress, bis hin zu Familienausflügen. Bei so vielen Zusendungen mussten wir letztlich das Los entscheiden lassen.

Gewonnen haben folgende Beiträge:

Die Zeitreisenden (Volker & Sabine):

Verehrtes Clockworker-Team,

schon vor langer Zeit sind wir hier gestrandet, im 21. Jahrhundert. Die Zeitmaschine, welche uns in das 21. Jahrhundert brachte, wurde gestohlen. Wir warten schon lange darauf, in unsere alte Zeitrechnung zurück zu kommen. Durch eure Verlosung sehen wir endlich die Chance zurück zu kehren. Ihr seid unsere letzte Hoffnung.
Seid gnädig und schickt uns zurück.

Hochachtungsvoll
Die Zeitreisenden

Jenny:

Hallo ihr Lieben,

Ich möchte bitte gewinnen, weil ich dann meine Karte an ein ganz bezauberndes 3 jähriges Mädchen geben möchte, die sonst den vollen Eintrittspreis bezahlen muss.

Ich würde mich über leuchtende Kinderaugen freuen

Einen ganz lieben Gruß sendet

Jenny

Wir gratulieren den Gewinner und bedanken uns bei allen Teilnehmern!

4. Steampunk Jahrmarkt Bochum - Ankündigung und Gewinnspiel

Bereits zum vierten Mal öffnet der Steampunk Jahrmarkt im Rahmen des Historischen Jahrmarktes in der Jahrhunderthalle Bochum am 17. Februar seine Türen. Von 13.00 bis 1.00 Uhr nachts stehen den Besuchern die historischen Fahrgeschäfte zur Verfügung, deren Nutzung ist übrigens im doch recht üppigen Eintrittspreis (VVK 20€, AK 24€) enthalten.

Aber auch antike Jahrmarktsstände, Kirmeswagen, Zugmaschinen, Straßenkünstler, sowie Steampunk Gerätschaften und Live-Musik sind Teil des Programms.
(Zur Stunde ist noch nicht bekannt, wie das Programm konkret aussieht.) Mit dabei sind in jedem Falle wieder verschiedenste Steampunk Händler.

Teilnehmer des Outfitwettbewerbs 2017

Der größte Programmpunkt dürfte aber wie in den vergangenen Jahren das Publikum selbst sein. Der Jahrmarkt ist ein großes Schaulaufen und Sehen und Gesehen werden und bietet dafür natürlich die perfekte Kulisse.

Bleibt zu hoffen, dass die Situation in Bezug auf die Fotografen sich in diesem Jahr etwas entspannt (siehe dazu auch unser Bericht aus dem vergangenen Jahr).

Wir freuen uns, dass wir 2x 2 Eintrittskarten für den Steampunk Jahrmarkt verlosen können! Zur Teilnahme schickt uns eine Mail an gewinnspiel[at]clockworker.de und erzählt uns, warum gerade ihr die Karten gewinnen wollt.

Die Gewinner werden per Los bestimmt und am 4.2. benachrichtigt.

Viel Glück!

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Alle Infos zum Jahrmarkt nochmal in aller Kürze:

4. Steampunk Jahrmarkt
17.02.2018, 13.00 – 1.00 Uhr
Tickets: VVK 20€, AK 24€ inkl. Nutzung aller Fahrgeschäfte (Kinder unter 80cm frei, Gäste mit Schwerbehinderung (Merkzeichen: G) frei, (Begleitpersonen zahlen den Normalpreis))
Homepage
Facebook-Veranstaltung

Mehr Bilder aus dem letzten Jahr finden sich hier.

Leipziger Buchmesse 2018 - Der phantastische Reiseführer

Auch in diesem Jahr dürfte die Leipziger Buchmesse viele neue Highlights für Steampunker bereithalten.  Noch ist das Lesungsprogramm nicht veröffentlicht, aber man kann sicher sein, dass im Rahmen von „Leipzig liest“ auch die Freunde der gehobenen Gesellschaft und der dampfenden Utopien auf ihre Kosten kommen werden.  Die phantastische Leseinsel gehört seit Jahren zu einer festen Größe, um Leser und Autoren zusammenzubringen.

Gespannt sein darf man auch auf die Preisverleihung des Seraph der Phantastischen Akademie, die im Rahmen der Buchmesse statt findet.

Im Gegensatz zur Frankfurter Buchmesse können die neu entdeckten (und gehörten) Bücher in Leipzig auch direkt gekauft werden, was den Besuch der Messe um so lohnenswerter macht.

Besonders möchten wir noch auf den phantastischen Reiseführer hinweisen, der erneut die Leser mit den kleineren Verlagen bekannt machen möchte.

Die Leipziger Buchmesse findet auf dem Messegelände Leipzig vom 15.-18.3.2018 statt.

 

Der phantastische Reiseführer 2018
Der phantastische Reiseführer 2018
Ausgesuchte Kleinverlage der Phantastik auf der Leipziger Buchmesse präsentieren den phantastischen Reiseführer 2018. Nach dem großen Erfolg in 2017 wird das Gemeinschaftsprojekt von 11 Verlagen fortgesetzt.

Der Reiseführer zu den phantastischen Verlagen wird in limitierter Auflage gedruckt und bietet den Besuchern der Leipziger Buchmesse interessante Mehrwerte: Neuerscheinungen werden mit Leseproben vorgestellt, entsprechende Gewinnspiele angekündigt und es gibt kleine Geschenke am Stand der teilnehmenden Verlage, die nur für die Besitzer des Reiseführers reserviert sind. Dazu enthält der phantastische Reiseführer alle Lesungen, Termine und Informationen der 11 Phantastik-Verlage auf einen Blick.

Für Fans der Phantastik ein idealer Leitfaden für die Leipziger Buchmesse! Nicht zuletzt ist das Büchlein eine tolle Erinnerung, denn es gibt Platz für Autorensignaturen, Fotos und andere Erinnerungsbotschaften.

Der phantastische Reiseführer kann kostenlos bei den teilnehmenden Verlagen angefordert werden: acabus Verlag Hamburg, Amizaras-Chronik Dorsten, Amrûn Verlag Traunstein, DichtFest Wittendörp, Edition Roter Drache Remda-Teichel, Eisermann Verlag Bremen, Verlagshaus el Gato Berlin, Lysandra Books Verlag Dresden, MAIN Verlag Frankfurt am Main, Verlag Torsten Low Meitingen, Wölfchen Verlag Syke.

Steampunk Events Januar bis April 2018

gemeinfreie Abbildung von Pixabay.com

Das Jahr startet mit einigen interessanten Steampunk Veranstaltungen und wir haben hier einmal eine kleine Übersicht zusammengestellt:

20. Januar 2018
Fest der Fantasie
Stadtbibliothek Rotenburg
u.A. mit Lesung von Tanja Schierding
https://www.facebook.com/events/130…

27. Januar 2018
Zahnrad Zirkus – Alarm im Maschinenraum – Steampunk Dinner – AUSVERKAUFT –
Schlosshotel Neufahrn
www.zahnrad-zirkus.de/

17. Februar 2018
Steampunk Jahrmarkt
Jahrhunderthalle Bochum
http://www.jahrhunderthalle-bochum.de
Tickets: ab 20€

23. Februar 2018
Aeronautica Konzert mit Storm Seeker
Kulturkirche Dormagen
https://www.facebook.com/events/242…
Tickets im Aeronautica-Shop: 10€ 

06. März 2018
geeks@cologne: Steampunk – Mythos, Maker, Mode
Stadtbibliothek Köln 19-21.30 Uhr
https://www.facebook.com/events/169…
https://geekscologne.wordpress.com/

10. – 11. März 2018
Maker Faire Ruhr
DASA Dortmund
www.makerfaire-ruhr.com/
Tickets: 5€/8€

10. – 11. März 2018
Mercatus Phantasticus – Das große Fest der Fantasie 
Trier
https://www.facebook.com/events/346…

24. März 2018
Bohème Sauvage Cologne – 20er Jahre Party
(ACHTUNG! Kein Steampunk Event! Dress-Code beachten , aber es werden eine Menge Steampunks da sein)
www.boheme-sauvage.net/
https://www.facebook.com/events/341…
Tickets ab 25€

25. März 2018
1. Steamday – Eine Vern(e)ssage 
Elster Saloon Leipzig
https://www.facebook.com/events/982144855274074/

13. – 15 . April 2018
Marina Furiosa
Regensburg
www.marinafuriosa.de
https://www.facebook.com/events/118…

28.- 29. April 2018
Aethercircus Kunst- und Kulturfestival 2018
Buxtehude
https://www.facebook.com/events/481…
Kostenlos

 

Haben wir was vergessen? Hinterlasst uns einen Kommentar.

Gerne kündigen wir auch eure Veranstaltungen an. Schickt uns eure Presseinfos an redaktion [at]clockworker[punkt]de

 

Ankündigung: Jingle Bells 2017

Am kommenden Wochenende (16. und 17. Dezember) findet in der Glockengießerei in Saarburg wieder der viktorianische Weihnachtsmarkt „Jingle Bells“ statt. Der Markt, der seit Jahren großen Anklang in der Steampunk Szene findet, ist Samstags von 14:00 Uhr bis 21:00 Uhr und Sonntag von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, stattdessen werden Spenden für die Arbeit des Lokalen Bündnis für Familie e.V. gesammelt.

Neben dem Marktgeschehen gibt es auch kulinarische Leckereien, Tombola, Walking Acts und natürlich die Enchanting Carol Singers. Am Samstag kommt die Verleihung des 2. Steam-Awards hinzu, Sonntags dann der Victorian-Award mit Fokus auf historischer Kleidung. (Anmeldung 5€ bzw. 10€ für Gruppen, das Geld wird ebenfalls gespendet).

Mehr Infos zum Programm findet ihr auf den Seiten des Ausrichters Ars et Cultura

Zeit also, die Tournüren und Zylinder aus den Schränken zu holen und die Motorkutsche für die Zeitreise bereit zu machen. Das Ambiente der Glockengießerei und der historische Ortskern von Saarburg bieten die perfekte Kulisse für einen Wochenendausflug.