A.-G. Piel auf der FaRK

Mechanische Menschen, eine abenteuerlustige Prinzessin, London, Russland, der Mars…
Newcomer A.-G. Piel liest aus dem druckfrischen Steampunkroman Goldene Zeiten, erschienen bei Edition Roter Drache.
Auf der FaRK (Fantasie und Rollenspielkonvent), am Samstag, um 14:30.

A.-G. Piel wird übrigens auf Wunsch mitgebrachte oder vor Ort erworbene Exemplare von „Goldene Zeiten“ signieren.

3. Jardin de Belle Epoque

Weiter geht es mit unseren aktuellen Serie Steampunk und Picknicks, alle bisherigen Beiträgen finden Sie unter dem Schlagwort Serie: Picknick.


 

Das Wetter hatte ein Einsehen mit dem fast schon traditionellen Picknick „Jardin de Belle Époque“ im Friedenspark, Köln, Freitag, 24.Juli. Seit drei Jahren veranstalten Natalia Le Fay und Oh, Marisha das dunkelromantische Zusammentreffen am Nachmittag vor dem Amphi Festival.Jardin de Belle Epoque-1

Ab 15.00 Uhr kamen die gewandeten Gäste auf der Wiese an den Katakomben zusammen. Dress-Code war Rokoko, Barock, Viktorianisch, Steampunk, Classic und Elegant Lolita Elegant Goth oder einfach schicke Picknickgarderobe. Es war ein dunkelbuntes Volk, was sich da zusammen fand.

Jardin de Belle Epoque-4Natürlich wurde viel gequatscht, gegessen und getrunken, aber auch anderweitig konnte man sich die Zeit vertreiben:

So gab es zum Beispiel ein Kricketset zum bespielen und die Belgische Tea Duelling Society lud zum Tee Duell ein.

Jardin de Belle Epoque-3Jardin de Belle Epoque-2

Nebenher wurde natürlich auch der Friedenspark als Fotokulisse genutzt und die anwesenden Fotografen kamen ebenso auf ihre Kosten, wie die fotoaffineren der Gäste. Geknipst wurde hauptsächlich ein wenig abseits der Picknickdecken, sodass man hier mehr oder weniger ungestört das Beisammensein genießen konnte.

Gegen Ende wurde natürlich noch ein obligatorisches Gruppenfoto geschossen, bei dem sich zeigte, wie bunt und groß die Varianz der Gäste war.

Gruppenfoto

© André M. Hünseler | thinkingpixels.com

Wir freuen uns schon auf die Wiederholung, denn der Jardin de Belle Epoque findet auf großen Wunsch hin nicht mehr nur zum Amphi statt, nähere Informationen findet man zeitnah zum neuen Termin auf der Facebookseite der Veranstaltung.


Möchten auch Sie uns von einem Picknick des Genres berichtet? Oder haben Sie DAS Rezept für leckere Mitbringsel? Haben Sie DEN Picknickkorb schlechthin gebaut? Berichten Sie uns und anderen Steampunks davon.
Gastbeiträge werden unter clarawirz [at] clockworker.de entgegengenommen.

Die bisherigen Beiträge finden Sie unter dem Schlagwort Serie: Picknick oder einzeln hier aufgelistet:

  1. Ankündigung der Serie
  2. Herr Baron von Heim: 2. Nordbadisches Steampunk Picknick
  3. Miss Lola Wellington: 4. Steampunk Picknick in Wuppertal
  4. Amalia Zeichnerin: 3. Hamburger Steampunk Picknick – indoor
  5.  AyraLeona: Jardin de Belle Epoque

3. Hamburger Steampunk Picknick - indoor

Ein weiterer Beitrag zu unserer aktuellen Serie Steampunk und Picknicks, diesmal von unserer brandneuen Autorin: Amalia Zeichnerin.

Alle bisherigen Beiträgen finden Sie unter dem Schlagwort Serie: Picknick.


 

Wir, zwei Hamburger Steampunks, hatten in diesem Jahr zum dritten Mal eingeladen zu einem Steampunk Picknick an einem Juli-Sonntag im Hamburger Stadtpark.

Am Tage zuvor gab es übrigens das Schwarze Picknick Hamburg im Jenisch Park, eine Zusammenkunft für Gothics mit schwarzem und/oder historischem Dresscode, bereits zum vierten Mal. Auch dort sind Steampunks gern gesehene Gäste.

Nun ist in der Hansestadt Hamburg immer mal wieder mit Regen zu rechnen – leider keine idealen Voraussetzungen für stilvolle Picknicks mit Kostümen.
Am Samstagmorgen entschieden wir uns daher aufgrund der hohen Regenwahrscheinlichkeit am Sonntag recht kurzfristig für Plan B: Ein Indoor-Picknick in der Mehrzweckhalle einer freikirchlichen Gemeinde. Also tippten wir uns die Finger wund und informierten rasch im Rauchersalon, bei Facebook und per Mail alle Interessenten über die geänderte Location.
Von rund hundert angemeldeten Gästen erschienen dann immerhin noch circa sechzig, die sich auch von Regen und einem improvisierten Picknick mit Tischen und Stühlen in einer Halle nicht abhalten ließen. Steampunk ist eben das, was du draus machst…

Foto: Marie von Wolfshagen

Foto: Marie von Wolfshagen

Für Abwechslung sorgten Billard und ein Kicker-Tisch, auch gab es musikalische Untermalung mit Klavier und Gitarre.

Der „Bremer Zirkel“ war wieder durch mehrere Mitglieder vertreten. Mit selbstgebackenen Tee-Duell-Keksen – hergestellt mit Godric von Narugards selbstgebauter Backform – brachten sie diese Erfindung englischer Steampunks anderen Gästen näher.

Tee-Duell Kekse, Foto von Amalia Zeichnerin

Tee-Duell Kekse, Foto von Amalia Zeichnerin

Auch einige Reenacter waren zu Gast. Diese konnten hier unter den Steampunks einmal von der strengen Authentizität Abstand nehmen, die sonst bei ihren historischen Kostümen gefragt ist, wie die Künstlerin Leona di Colori mir erklärte.

Im Vorfeld des Picknicks brachte einer unserer Gäste die schöne, zum Gespräch einladende Idee eines Tauschbuffets ins Spiel, das es auch auf dem Steampunk-Picknick im Rahmen des WGT Leipzig gab.
Viele Speisen für das Tauschbuffet waren so liebevoll gestaltet, dass sie fast zu schön zum Essen waren, darunter etwa ein exquisiter Kuchen mit Zahnrädern aus golden gefärbtem Fondant und diese Beiträge aus Obst und Gemüse:

Beitrag zum Tauschbuffet, Foto von Rhys Mac Gearloose

Beitrag zum Tauschbuffet, Foto von Rhys Mac Gearloose

Beitrag fürs Tauschbuffet, Foto: Rhys Mac Gearloose

Beitrag fürs Tauschbuffet, Foto: Rhys Mac Gearloose

Beitrag fürs Tauschbuffet, Foto: Rhys Mac Gearloose

Beitrag fürs Tauschbuffet, Foto: Rhys Mac Gearloose

Das Picknick wurde auch beehrt von einigen Mitgliedern der Steampunk-Band Drachenflug. Sie organisieren seit mehreren Jahren das norddeutsche Steampunk Festival „Aethercircus“ und andere steampunkige Veranstaltungen.

Und was wäre ein Steampunk Picknick ohne das obligatorische Gruppenbild?

Gruppenbild, Foto: Moritz Klabes

Gruppenbild, Foto: Moritz Klabes

Sehen Sie genau hin…dann werden Sie auf unserem Gruppenbild sogar zwei intergalaktische Zeitreisende finden.

Auch wenn alles recht kurzfristig improvisiert war, dürfen wir dieses Indoor-Picknick und Steampunk Treffen nach vielen positiven Rückmeldungen der Gäste doch als eine gelungene Veranstaltung bezeichnen.

Wir hoffen allerdings, im kommenden Jahr wieder bei Sonnenschein im Park zu einem „echten“ Picknick einladen zu können.


Möchten auch Sie uns von einem Picknick des Genres berichtet? Oder haben Sie DAS Rezept für leckere Mitbringsel? Haben Sie DEN Picknickkorb schlechthin gebaut? Berichten Sie uns und anderen Steampunks davon.
Gastbeiträge werden unter clarawirz [at] clockworker.de entgegengenommen.

Die bisherigen Beiträge finden Sie unter dem Schlagwort Serie: Picknick oder einzeln hier aufgelistet:

  1. Ankündigung der Serie
  2. Herr Baron von Heim: 2. Nordbadisches Steampunk Picknick
  3. Miss Lola Wellington: 4. Steampunk Picknick in Wuppertal
  4. Amalia Zeichnerin: 3. Hamburger Steampunk Picknick – indoor

„Schmetterlingsbeute“ – ein Steampunk-Krimi-Livehörspiel von Marco Ansing mit Vernissage & Kunstauktion

Die stadtbekannte Diebin Madame Papillon hat es auf ein geheimnisumwittertes Gemälde der Künstlerin Amalia Zeichnerin abgesehen. Kann der Journalist Johann Alexander Krieger den Diebstahl verhindern?

Am 18. Juli 2015 fand in Hamburg eine Veranstaltung statt, die mehrere Kunstformen zusammenbrachte: Krimiliteratur, Hörspiel, Schauspiel und angewandte Kunst.

Marco Ansing, Foto von George H Peters

Marco Ansing, Foto von George H Peters

Autor Marco Ansing (siehe auch Die Letzte Instanz – ein Livehörspiel) schreibt schon seit einiger Zeit Steampunk Kurzgeschichten über  den gerissenen und gewitzten Reporter Johann Alexander Krieger vom fiktiven „Hamburger Hanseboten“.  Diese Serie hat er nun fortgesetzt mit der Geschichte „Schmetterlingsbeute“, welche er für die Bühne adaptierte.

Dafür hat sich Ansing außerdem inspirieren lassen von den beiden Steampunk Personas „Amalia Zeichnerin“ und „Sir Elias Ashton“. Beide tauchten bereits in einem früheren seiner Livehörspiele auf, das in fiktiver Weise vom Aethercircus Festival handelte.

Was ist eigentlich ein Live-Hörspiel?
Bekannt wurden etwa die Live-Produktionen der „Drei Fragezeichen“. Im Live-Hörspiel wird der Text anders als bei einem Schauspiel nicht auswendig vorgetragen, sondern lebendig vorgelesen, untermalt von Mimik und Gestik. Außerdem werden passende Sounds eingespielt, zum Beispiel das Klappern einer Schreibmaschinentastatur in einer Zeitungsredaktion oder das Ticken einer Standuhr. Marco Ansings Mitstreiter verwenden dabei auch allerhand Requisiten, damit klar wird, welche Rolle gerade gelesen wird. In „Schmetterlingsbeute“ stellte Schauspieler und Sprecher Thorsten Schneider den Kommissar Schmittke mit einer Pickelhaube dar, während der Adlige Sir Ashton mit einem Spazierstock herumfuchteln durfte.
Auch das Publikum wurde miteinbezogen und durfte Geräusche machen  – in einer Gefängnisszene beispielsweise war „anzügliches Gröhlen“ gefordert, dem die Zuschauer dann lautstark Ausdruck verliehen.

Bei manchen von Ansings Live-Hörspielen darf das Publikum sogar per Applaus abstimmen, welchen Weg die Helden wählen sollen im weiteren Handlungsverlauf.

Bei der Uraufführung von „Schmetterlingsbeute“ im originellen Eppendorfer Café „Jussi – Mein skandinavisches Krimibuchcafé“ kam eine andere Form der Interaktion zum Tragen: Die im Hörspiel beschriebene Kunstauktion wurde auch real durchgeführt mit dem anwesenden Publikum. Marco Ansing und Thorsten Schneider überboten sich beide gegenseitig auf komödiantisch-überzogene Weise darin, die zu versteigernden Steampunk-Werke und Portrait-Gutscheine von Amalia Zeichnerin anzupreisen – und waren damit sehr erfolgreich, denn sie brachten fünf Werke unter den Hammer.

Amalia Zeichnerin, Foto von Linde Abschinski

Amalia Zeichnerin, Foto von Linde Abschinski

Das im Livehörspiel hervorgehobene Gemälde „Mann mit Maschinenrucksack“ (auch „Steampunk Ball“ genannt, siehe Abbildung) wurde ursprünglich 2013 von Amalia Zeichnerin gemalt und auf dem Aethercircus Festival ausgestellt.
Marco Ansing beschrieb das Werk nun in seinem Hörspiel auf  detaillierte Weise und ließ es von einer der Figuren gar bis ins Kleinste feingeistig interpretieren.

Steampunk Ball von Amalia Zeichnerin

Steampunk Ball von Amalia Zeichnerin

„Schmetterlingsbeute“ entpuppte sich als unterhaltsamer Kunst-Krimi, in dem auch – passend zum Steampunk-Genre – ein verrückter Wissenschaftler noch eine tragende Rolle spielen sollte.

Passend dazu wurde auch ein Gemälde mit dem Titel „Für die Wissenschaft!“ versteigert, zu dem die Künstlerin auf der Auktion folgendes erzählte:

Hier sehen Sie den mehrfach ausgezeichnete Prof. Dr. Dr. Wilhelm Heisenfeldt und seinen Assistent Eugen bei der Erforschung der Gehirnperforationexplorationssynthese mittels Heisenfeldtiumhydroxit unter Zuhilfenahme eines von Nikola Tesla entwickelten elektrischen Gerätes.

Für die Wissenschaft! von Amalia Zeichnerin

Für die Wissenschaft! von Amalia Zeichnerin

Übrigens befanden sich im Publikum des Livehörspiels auch mehrere Stammgäste des Krimibuchcafés, die bisher mit Steampunk noch nicht in Berührung gekommen waren – so dass Ansing eine kleine Einführung ins Thema vorwegschickte. Nach viel Gelächter und positivem Feedback aus dem Publikum konnten alle Beteiligten diese einmalige Veranstaltung als gelungen betrachten.

Wer neugierig geworden ist auf  die Abenteuer vom Reporter Johann Alexander Krieger, kann eines davon – mit dem Titel „Volldampf zu den Sternen“ – nachlesen in der Steampunk Anthologie „Voll Dampf“ des Amrun Verlages, herausgegeben von Ingo Schulze und André Skora.

Mehr über Marco Ansing im Aether: http://www.marco-ansing.de/

Mehr über Amalia Zeichnerin: http://www.silestin.de/

4. Viktorianisches Picknick in Wuppertal

Wir setzen unsere Gastbeitragsreihe zum Thema Steampunks und Picknicks fort und dürfen als heutigen Gastbeitragschreiber Miss Lola Wellington begrüßen.

Alle Beiträge der Reihe finden Sie unter dem Schlagwort: Serie: Picknick


Miss Lola Wellington 2014Lola Wellington  lud zum 4. Viktorianischen Picknick in Wuppertal

Am 28. Juni lud die Künstlerin Nicole Paul alias Lola Wellington von Nici’s ART zum 4. Viktorianischen Picknick ein. Die Gäste kamen zu Hauf. Eine Kleiderordnung in Viktorianisch, Steampunk, Barock, Lolita oder Edelgothic waren Voraussetzung.

Nachdem wir drei Jahre auf der wunderschönen Isenburg in Hattingen gepicknickt hatten, trafen wir uns diesmal in Wuppertal Barmen und gingen gemeinsam in den historischen Vorwerkpark Anno 1907.

4. Viktorianisches Pickenick 2015 034Um 14:30 Uhr trafen sich am Tölleturm etwas über 100 Damen und Herren  in wunderbaren Kleidern und Anzügen im Stil des Viktorianischen Zeitalters, darunter Steampunker, Lolita-Ladies und Edelgoten, die ihre leckeren, meist extra zubereiteten Köstlichkeiten inklusive Picknickinventar über einen kurzen Abstieg durch ein Wäldchen bis hin zur Picknickwiese in den Vorwerkpark trugen.
Die Temperaturen waren optimal und hielten sich bei ca. 21 C Grad, es war leicht bedeckt, so dass die Sonne uns nicht gleich verbrannte. Herrliches Kaiserwetter für eine solche Veranstaltung.
Es wurden Picknickdecken ausgebreitet, Tischlein aufgestellt, Omas elegantes Sonntagsgedeck ausgepackt, Speisen und Getränke angerichtet, sogar ein Pavillon aufgebaut und ein Kofferplattenspieler angeschmissen.
Die Gäste sind in ihre Kreativität und detailtreue einfach wunderbar, denn sogar ein den sportlichen Zeitvertreib wurde gedacht: Krocket. Ein typisch englischer Sport, der sich auch schon im 19. Jh. großer Beliebtheit erfreute, so auch bei den Gästen des Viktorianischen Picknicks. Es wurde fleißig nach den originalen Regeln gespielt.

4. Viktorianisches Pickenick 2015 027Nachdem sich herzlich begrüßt wurden, neue Bekanntschaften geschlossen und die ersten Fotos im Kasten waren, ging man zum Probieren der Getränke und Speisen über.
Später lud der Park, mit seinen versteckten Örtchen, exotischen Bäumen, Rhododendronbüschen, dem mystischen Steinbruch und den kleinen Seen zum Spazierengehen und Fotografieren ein.
Im Laufe des Nachmittages wurden wunderbare, interessante Gespräche geführt, Kontakte geknüpft, Ideen ausgetauscht, Krocket gespielt, gezeichnet, fotografiert und viel gelacht.

4. Viktorianisches Pickenick 2015 051 4. Viktorianisches Pickenick 2015 026 4. Viktorianisches Pickenick 2015 010 4. Viktorianisches Pickenick 2015 003

Natürlich blieb die illustre Gesellschaft den Sonntagsbesuchern des Parks sowie den Anwohnern nicht unentdeckt. Rege und nur positive Resonanz wurde uns entgegen gebracht. Spaziergänger waren bereit ihr lieben Jagdhunde den Damen mit den passenden Kleider für ein Foto auszuleihen, ließen sich Kontaktdaten notieren und knipsten natürlich auch ein Erinnerungsfoto mit den Picknickgästen.

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Nach so einem wunderbaren Nachmittag mit interessanten Gesprächen, neuen Bekanntschaften und herzlichen Menschen wird dieses Picknick nicht das Letzte gewesen sein. Man munkelt, es werde vielleicht sogar diesem Jahr noch ein Weiteres geben. Ich werde meine Gäste über meine Seite Nici’s ART auf dem Laufenden halten.

Herzlichst,
Nici Paul alias Lola Wellington

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Wir bedanken uns für diesen wunderbaren Einblick!

Möchten auch Sie uns von einem Picknick des Genres berichtet? Oder haben Sie DAS Rezept für leckere Mitbringsel? Haben Sie DEN Picknickkorb schlechthin gebaut? Berichten Sie uns und anderen Steampunks davon.
Gastbeiträge werden unter clarawirz [at] clockworker.de entgegengenommen.

Die bisherigen Beiträge finden Sie unter dem Schlagwort Serie: Picknick oder einzeln hier aufgelistet:

  1. Ankündigung der Serie
  2. Herr Baron von Heim: 2. Nordbadisches Steampunk Picknick
  3. Miss Lola Wellington: 4. Steampunk Picknick in Wuppertal

 

2. Nordbadisches Steampunk-Picknick

Wir beginnen nun mit der angekündigten Serie über Steampunk-Picknicks. Als erstes darf ich Herrn Baron Peter von Heim als Gastautoren begrüßen. Genießen Sie nun seinen Bericht des 2. Nordbadischen Steampunk-Picknicks:


Bereits zum zweiten Male lud die Großherzoglich Badische Luftschiff-Marine unter der Schirmherrschaft von Baron Peter von Heim am Sonntag, den 21. Juno 2015 zum Nordbadischen Steampunk-Picknick in den Schlossgarten nach Karlsruhe. Für alle bereits am Vorabend angereisten gab es einen kleinen Umtrunk am Samstagabend.
Angespornt durch den großen Erfolg des Vorjahrespicknicks, bei dem trotz anfänglich fürchterlichen Regenwetters immerhin 66 Gäste erschienen waren, hatte die Luftschiff-Marine schon früh im Jahr beschlossen, dieses Event zu wiederholen und damit eine schöne neue Tradition zu beginnen.

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Herr Baron von Heim, Photo: Silke Grehling

Bereits zum kleinen Vorabendumtrunk versammelten sich 30 gutgelaunte Steampunks aus fast ganz Deutschland und der Schweiz, um bei einer gutbürgerlichen Mahlzeit und gutem, hausgebrautem badischen Bier in der schönen Schwarzbrennerstube im Badisch Brauhaus in Karlsruhe. Einige der Gäste hatten nahezu 50 badische Meilen (oder 400 Kilometer) des Weges auf sich genommen, nur um an Abendveranstaltung und Picknick teilnehmen zu können! Die Veranstalter waren ob dieser großen Ehre wohlbegeistert! Mit dem Fortschreiten der Zeit förderte das angenehm warme Wetter deutlich den Getränkeumsatz, und es wurde ein sehr lustiger Abend. Die letzten Besucher verließen das Gasthaus wohl gut nach Mitternacht.

Der Sonntagmorgen verhieß wie bereits im Vorjahr keinen Sonnenschein, aber auch in diesem Jahr hatten die Wettergötter ein Einsehen. Bereits eine halbe Stunde vor der Zeit versammelten sich viele gutgelaunte Steampunks am Schloss in Karlsruhe, um nach dem obligatorischen Gruppenphoto gemeinsam zu Picknickplatz in den Schlossgarten zu spazieren. Alsbald rissen die Wolken auf, und die pittoresk von Bäumen und Büschen umstandene Picknickwiese wurde in goldenes Sonnenlicht getaucht. Einige Nachzügler, die von der unglücklichen Verkehrssituation in und um Karlsruhe aufgehalten worden waren, stießen zu den Feiernden hinzu, sodass bald über 100 Köpfe gezählt wurden.

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Photo: Herbert Mau

Wie immer wurde viel geplaudert und viel gelacht. Mannigfaltige Speisen und Getränke wurden auf den Picknickdecken und Tischchen aufgebaut, und wie bereits im Jahr zuvor wurde viel von den Köstlichkeiten hin- und her getauscht und gegenseitig von den Köstlichkeiten probiert. Einige der Teilnehmer hatten sich gar die Mühe gemacht, warme Speisen mitzubringen!

Besonders beeindruckend war natürlich auch die vielfältige und überaus einfallsreiche Gewandung der Picknickgäste! Alle hatten sich sehr große Mühen gegeben und waren in ihren schönsten Kleidern erschienen, auf dass es eine Freude für das Auge war. Man sah ausladende Kleider, wunderbare Gehröcke, phantastischen Schmuck und phantasievolle Kopfbedeckungen.

Der Nachmittag wurde aber nicht nur mit Völlerei und Plauderei verbracht, es gab auch sportliche Betätigung unter der Leitung von Zedena von Tharendt, die einige der Teilnehmenden mit einem Tualoop-Spiel auf Zack hielt. Währenddessen las Peter von Heim, unterstützt von Freya von Senser, ein überaus anrührendes Kapitel aus seinem 2016 erscheinenden Erstlingswerk über Zwergschlammelfen. Es wurde von den Zuhörern mit großer Anteilname aufgenommen. Es folgte eine Darbietung auf Raphaelius Alva Grußers Dampfhornspieolofon und die Vorstellung des ferngesteuerten Kleinstluftschiffes „Heliominerva“, ebenfalls aus den Grußer’schen Werkstätten.

Einer weiteren Tradition folgend begleitete Thaddäus von Senser einige Gäste auf einer Fahrt mit dem Schlossgartenbähnle, das wie an jedem Sommersonntag von der treuen Dampflokomotive „Greif“ gezogen wird.
Kurz bevor der Nachmittag in Ruhe ausklingen konnte, wurde das illustre Treiben den Wettergottheiten dann wohl doch zu viel, und sie beendeten die Veranstaltung durch Herabschicken eines Regenschauers.

Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung, die allen Beteiligten wohl recht große Freude breitete. Peter von Heim kündigte auf Nachfrage bereits an, dass für das Jahr 2016 bereits die dritte Auflage des Picknicks in Planung ist.


 

Wir danken für diesen Einblick zum Picknick in Karlsruhe! Weitere Picknick-Impressionen erwarten Sie Ende der Woche. Alle Beiträge der Serie finden sich unter dem Schlagwort Serie: Picknick.

Möchten auch Sie einen Gastbeitrag zum Thema Steampunk Picknick oder einem anderen Steampunk releanten Thema verfassen? Kommentieren Sie hier oder schicken Sie eine Aetherpost an clarawirz [at] clockworker.de

Steampunks und Picknicks

Source: LovedayLemon auf FlickR

Steampunks scheinen eine Affinität zum Picknicken zu haben. Zahlreiche Events ebenjener Verspeisung in steampunkiger Garderobe tauchen im Salonkalender und direkt hier auf.

Kein Wunder eigentlich, kam doch das Picknicken zur Zeit Viktorias erst so richtig in Mode. Auch der vollausgestattete Picknick-Korb fällt in seiner Entstehung ins 19. Jahrhundert.

Damals gehörte auch Tee eindeutig mit zum Essen und ohne Thermoskanne musste dann eben vor Ort zubereitet werden.

Heute bezeichnet man als ein Picknick, bei dem jeder sein Essen selbst mitbringt als Potluck. Wobei das wohl den wenigsten bekannt ist und man auch hier mit der Bezeichnung Picknick ganz gut fährt.

Diese kommt übrigens von französisch „piquer“ für etwas „aufpicken, aufnehmen“ und „niquer“ für „Kleinigkeit“. (Achtung! „niquer“ wird in der heutigen französischen Umgangssprache für den Beischlafschlaf verwendet.)

Steampunk haben jedenfalls vielfach Gefallen gefunden am gemeinsamen Speisen im Freien und zahlreiche Veranstaltungen finden in diesem Rahmen statt.
In den kommendne Tagen möchten wir von einigen berichten und einige ankündigen.

11. Amphi-Festival in Köln - Neue Location - VVK ausverkauft

promo2015Der Sommer ist endlich angekommen und passend dazu startet auch der Clockworker bald in die Sommer Festival Saison und wird euch berichtet, was in Sachen Steampunk so los ist.

Am 25. und 26. Juli (also schon in zwei Wochen!) findet zum 11. Mal das Amphi Festival in Köln statt. In diesem Jahr zieht die Veranstaltung vom Tanzbrunnen wenige Meter weiter in die Lanxessarena und den eigens geschaffenen Amphi Eventpark.

Auf zwei Outdoorbühnen und in der Arena findet ein vielfältiges Programm aus Konzerten, Theater und Lesungen statt. Daneben wird natürlich auch für das leibliche Wohl gesorgt (der Veranstalter verspricht gesunkene Getränkepreise im Vergleich zum Vorjahr und mehr Auswahl, insbesondere auch an vegetarischen Speisen) und auch die Shoppinggelüste des schwarz-bunten Volkes werden befriedigt werden können.

Das Line-up mit über 45 bestätigten Künstlern ist so umfangreich, wie noch nie:

AND ONE

VNV NATION

FRONT 242 – THE MISSION  – DIARY OF DREAMS – OOMPH! – DAF

COMBICHRIST – GOETHES ERBEN – AGONOIZE – THE BIRTHDAY MASSACRE

SAMSAS TRAUM – WELLE:ERDBALL – THE CRÜXSHADOWS  –  [:SITD:]

DAS ICH – WESSELSKY – ZERAPHINE – NEUROTICFISH – DIORAMA – S.P.O.C.K

STAHLMANN – [X]-RX – QNTAL – ROME – RABIA SORDA – THE CREEPSHOW

INKUBUS SUKKUBUS – LEBANON HANOVER – CENTHRON – PATENBRIGADE: WOLFF

DARKHAUS – SCHÖNGEIST – HENRIC DE LA COUR – DER TOD (DEATH COMEDY)

CHROM – DER FLUCH – FOLK NOIR – EUZEN – SONJA KRAUSHOFER – ÆON SABLE

THE DEVIL & THE UNIVERSE – POKÆMON REAKTOR – ALEXANDER KASCHTE

CHRISTIAN VON ASTER + Rahmenprogramm

Moderation: DR. MARK BENECKE | DER TOD

Einen kleinen Einblick könnt ihr hier bekommen:

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Auch wenn keine davon „Steampunk“ schreit, werden bestimmt wieder viele Besucher und auch Händler zur sepiafarbenen Subkultur gehören. Bereits in den vergangenen Jahren  konnten wir uns vor Ort umsehen und unsere Eindrücke hier dokumentieren (siehe Berichte 201120122013).

Es heißt also wieder einmal: Auf nach Köln!

Wer noch keine Tickets hat, sollte sich beeilen, denn das Vorverkaufskontingent ist bereits erschöpft. Aktuell kann man noch Wochenend- und Tagestickets zum Tageskassenpreis reservieren lassen. Die neue Location lockt und das Amphi ist auf dem besten Wege ausverkauft zu sein!

Alle Informationen zu Tickets, Übernachtung, Anfahrt und Co findet ihr auf der Amphi Homepage www.amphi-festival.de

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Übrigens: Am Freitag vor dem Amphi findet im Friedenspark der Jardin de Belle Epoque statt, ein historisches Picknick für Rokoko, Viktorianisch, Steampunk und Lolita Begeisterte von Marisha und Natala Le Fay.

Steampunk Lesung in Markus Bücherkiste

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Autoren, Gastgeber und Stimmenleiher des Abends

Am Samstag, 30. Mai sollte in Markus Bücherkiste ein Steampunk Picknick mit Lesung von Anja Bagus, Thorsten Küper und Bernar Leston stattfinden. Das Wetter machte der Picknick-Planung jedoch einen Strich durch die Rechnung und so versammelte man sich stattdessen in der Bücherkiste selbst und wie der Name schon erahnen lässt, wurde es sehr kuschelig.

Der Stimmung tat dies keinen Abbruch und so lauschten die Gäste den Geschichte aus den Steampunkwelten der drei Autoren.

Als besonderes Schmankerl hatten diese sich dafür entschieden ihre Texte mit verteilten Rollen in szenischen Vorlesen vorzutragen, was den Erzählungen eine völlig neue Qualität verlieh.

Kulinarisch gut versorgt durch die Picknickpakete folgte man zweieinhalb Stunden Abenteuern von Monsterjägern, Untoten Armeen und Geheimnissen aus dem Aether.

Einen kleinen Eindruck vermag dieses Video denen geben, die dem wundervollen Abend nicht beiwohnen konnten, einige Ausschnitte aus den drei Lesungen:

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Weitere Eindrücke (in Wort und Bild) vermittelt der Bericht von Thorsten Küper und der von Markus Gersting.

Eine Wiederholung, diesmal aber wirklich mit Picknick, für das kommende Jahr ist bereits geplant und sollte unbedingt besucht werden!

Viona's Victorian Village 2015 - Bericht

Victorian VillageWie bereits angekündigt, fand in diesem Jahr das erste Mal das Victorian Village während dem WGT (Wave Gotik Treffen) statt. Als Reaktion auf die immer zahlreicher werdenden Fotografenmaßen beim Viktorianischen Picknick hatte sich Initiatorin Viona Ielegems dazu entschlossen, eine alternative Veranstaltung in geschlossenem Rahmen ins Leben zu rufen.

In der Arena am Panometer Leipzig war die passende Location gefunden und mit Hilfe von Einlasskontrollen, die nur schwarzes Volk in das Rund der Arena ließ, war die Atmosphäre deutlich gediegener, als die Jahre zuvor im öffentlichen Clara-Zetkin-Park. (In dem auch in diesem Jahr ein dunkelromantisches Picknick statt fand, diesmal aber nicht unter der Federführung von Viona.)


Im Vorfeld gab es wohl einige Missverständnisse bezüglich des Dress-Codes, da nicht jeder aufwändige (viktorianische) Roben im Kleiderschrank hat. Dabei ging es den Veranstaltern lediglich darum, gaffende „T-Shirt-Sandalen-Touris“ draußen zu halten.
Aus dem gleichen Grund war im Vorfeld ein Aufruf gestartet worden, dass sich interessierte Fotografen und Vertreter der Presse akkreditieren lassen sollten. (Ob diese Auswahl mal angesichts der Anwesenheit von Bild und RTL so gelungen war, sei mal dahin gestellt.)

Letztendlich war das Verhältnis Besucher/Fotografen in der Arena ein sehr ausgewogenes und die Anwesenden Knipser haben sich sehr zurückgehalten und höflich gefragt, bevor sie die Kamera ansetzten.


Zurück zur Veranstaltung selbst. Im Gegensatz zum Picknick erwartete den Besucher unter der offenen Kuppel des runden Baus ein gänzlich anderes Konzept, weswegen man die beiden Veranstaltungen auch nicht direkt vergleichen kann und sollte.

An den Außenwänden befand sich eine Auswahl an Verkaufsständen mit thematisch passender Kleidung, Schmuck und Kunst. Auch für Verpflegung war gesorgt, sodass man zu sehr moderaten Preisen Getränke, aber auch Kleinigkeiten zu Essen, wie etwa Crèpes bekam. Auch einige Stehtische sowie eine kleinere Tafel mit Bänken waren bereit gestellt worden. Dank der Erhöhung der Befestigung am Rand der Arena gab es ausreichend Gelegenheiten sich nieder zu lassen.
Auf der Rasenfläche in der Mitte war eine Bühne aufgebaut, von der das Ganze mit passender Musik beschallt wurde. Leider war diese zeitweise sehr laut, sodass Gespräche in normaler Lautstärke nicht möglich waren.


Zum Beginn des Outfitwettbewerbs trauten sich dann auch mehr Gäste auf den Rasen vor der Bühne um die Teilnehmer in den Kategorien „Best Man“, „Best Historical“, „Best Fantasy“ und „Best Goth“ zu bewundern. Ohne großen Kommentar durften diese sich dem Publikum und der Jury präsentieren, welche im Anschluss dann auch die Sieger kürte.
Teilnehmen konnte jeder, der Lust dazu hatte und sich vorher angemeldet hatte. Zur Präsentation hätte eine etwas peppigere Musik vermutlich besser gepasst, aber auch so bewegten sich die Teilnehmer überwiegend sicher über den improvisierten Laufsteg.

Teilnehmer des Outfitwettbewerbs

Am Abend, gegen 19.00 Uhr, wurde die Bühne dann von verschiedenen Musikern bespielt. Den Anfang machte der in der Szene bereits bekannte Daniel Malheur mit seinem neuen Programm. Es folgte ein gemeinsames Stück mit Dale Rowles von BBBlackdog aus Großbritannien, worauf dieser im Anschluss die Bühne übernahm um vor mittlerweile stark gelichteten Reihen zu spielen.

Insgesamt war das Victorian Village eine schöne Idee um etwas Neues auf die Beine zu stellen. Es darf aber nicht mit der Picknick Atmosphäre verglichen werden. Die Stimmung war zunächst etwas zurückhaltend und abwartend, schien sich aber mit dem Outfitwettbewerb zu lösen. Da die Organisatoren und Mithelfer größtenteils keine Deutsch-Muttersprachler waren, war einiges auch nur in Englisch kommuniziert worden. Moderatorin LaDutchessa, die einige vielleicht auch als Organisatorin des Emporium Vernesque kennen, gab sich jedoch alle Mühe, den Wettbewerb weitgehend zweisprachig durchzuführen.


Die einzelnen Programmpunkte lagen zeitlich sehr weit auseinander. Es war ein Tag-füllendes Programm konzipiert worden. Da die meisten Gäste jedoch auch Gäste des Wave Gotik Treffens waren (das Victorian Village war nicht Teil des offiziellen WGT Programms), schauten die meisten nur kurz rein, um dann zu anderen Veranstaltungen weiter zu ziehen. Insbesondere die Abendkonzerte hätte man durchaus auch weiter nach vorne legen können, dann hätten die Künstler auch nicht vor einem fast leeren Platz spielen müssen.

Die Location selbst war gut gewählt und die Arena vom Ambiente durchaus passend für eine solche Veranstaltung. Für die anwesenden Besucherzahlen war sie in diesem Jahr auch absolut
ausreichend, auch wenn es zwischenzeitlich zu einem kurzen Einlassstop kam.

Steampunk Flügel einer Besucherin

Es war eine wahre Freude all die festlich gekleideten Besucher zu sehen und sich darunter zu mischen. Viktorianisch und Steampunk passt hervorragend zusammen und das zeigte sich sowohl in den Outfits der Gäste, als auch bei den anwesenden Händlern.
Das Wetter spielte unter der offenen Kuppel Goth sei dank mit und so bleibt so zu hoffen, dass es im kommenden Jahr eine Wiederholung geben wird.

Lediglich einige Kommunikationsprobleme aufgrund von Sprachbarrieren sollte man bis dahin noch aus dem Wege schaffen.

 

Mehr Fotos von Gästen und Location gibt es hier auf Flickr oder hier im Gesichtsbuch zu sehen .

Viona's Victorian Village

Der Festivalsommer nimmt richtig Fahrt auf.
Nach der Steampunk Woche NRW geht es am kommenden Wochenende direkt weiter mit dem weltgrößten Gothic Festival: Dem Wave Gotik Treffen (WGT) in Leipzig.

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Paparazzi beim Viktorianschen Picknick – Mehr Fotografen als Besucher

 

Seit Jahren schon ist das Viktorianische Picknick am Freitag Nachmittag für viele der Auftakt gewesen. Leider wurde der Andrang der gaffenden Touristen im Clara-Zetkin-Park zuletzt immer größer, sodass Veranstalterin Viona Ielegems die Reißleine zog und nun in 2015 etwas völlig neues auf die Beine gestellt hat:

Viona’s Victorian Village öffnet nun am Freitag, 22. Mai zum ersten Mal seine Pforten im Panometer Leipzig. Ausschließlich für Besucher in passender Garderobe versucht man nun dem Fotografenandrang Herr zu werden. Aber nicht nur um den Gaffern einen Riegel vorzuschieben ist der Locationwechsel für alle ein Gewinn: Ein vielfältiges Programm erwartet den Besucher und das Beste: Der Eintritt ist frei, es wird kein WGT-Bändchen benötigt, einzig die Kleidung sollte zum Event passen.Victorian Village

(Der Dress-code besagt: Elegant historisch, Fantasy oder Gothic. Dies beinhaltet: Renaissance, Baroque, Biedermeier, Victorian, Belle Epoque, Steampunk und Lolita. Nicht ganz so „Aufrüsch“-Begeisterte Begleiter sind natürlich ebenfalls erlaubt, es wird um schlichte, elegante Kleidung gebeten. (z.B. Hemd+Hose+Krawatte))

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Arena am Panometer, Richard-Lehmann-Str.114, 04275 Leipzig

Ab 11.00 öffnet der dunkelromantische Markt zum flanieren und einkaufen mit Händlern wie Atropos Threads, BienBien Art & Design, Corsets by Ludwig Lilienthal, Cu Nature, Dress Art Mystery, Flame’s Mystery, Galeb Costumes, Infantium Victoria, Jutta Burghardt, Daphne C.E., Morgaine la Chatte, Pavlína Strnadová, Redstar-Tradingpost, Resplendor Atelier, Rotten Pearl und Svarta Läder. Außerdem wird es einen 2nd Hand Stand geben.

Von 12.00 bis 15.00 wird es historische Tanzstunden von Lieven Baert geben, welcher einigen bereits von der Gala Nocturna bekannt sein sollte.

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Zwischen 15.00 und 19.00 Uhr findet dann das eigentliche Event „The Dansant“ statt: Ein Viktorianischer Tanz-Tee, inklusive passender Speisen und Getränke.

Um 16.30 Uhr wird es außerdem einen Kostümwettbewerb geben.

Und damit nicht genug! Ab 19.00 Uhr beginnt das Kick-off Konzert zur Eröffnung des WGTs. Los geht es mit MONOKELPOP meets BB BLACKDOG (UK), Daniel Malheur und Dale Rowles werden gemeinsam den Abend beginnen. Weiter geht es mit LYCANTROPH gothic rock from Sachsen-Anhalt und ESTAMPIE – 30th anniversary celebration concert.
Bis etwa 22.00 Uhr wird in der Panometer Arena viktorianisch gefeiert.

Mehr Informationen zu Programm, Anreise und Co finden sich in der Gesichtsbuch Veranstaltung.

Wer nun das Picknicken vermisst, der sei auf das am Samstag, 23. Mai stattfindende Steampunk Picknick hingewiesen, welches im Palmengarten abgehalten wird. Auch dort wird es ein kleines Rahmenprogramm mit Musik und Lesungen geben. Bei schlechten Wetter wird das Treffen in ein Restaurant verlegt.

Wer nun doch die Paparazzi vermisst, braucht sich während dem WGT nur einmal in die Innenstadt zu begeben und auch auf der Agra ist natürlich Schaulaufen vom Feinsten angesagt.

Steampunk Woche NRW

Steampunk WocheDer Clockworker präsentiert: Die Steampunk Woche NRW

Es tut sich was in Nordrhein-Westfalen. Insbesondere der Mai ist ein sehr aktiver Monat in Sachen Steampunk. Gleich drei Events innerhalb einer Woche finden in Deutschlands bevölkerungsreichsten Bundesland statt:

VapRuhrDie Woche beginnt mit dem Dampf Festival Ruhrgebiet und dem Vaporium Ruhr am 9. und 10. Mai im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum. Über 20 originale historische Dampfmaschinen und eine Vielzahl an originalgetreuen Nachbauten und Modelldampfmaschinen lassen das Dampfzeitalter auf dem Zechengelände in Bochum Hordel wieder lebendig werden.
Im Malakow-Turm mit seiner historischen Fördermaschine von 1893 entführt derweil das Vaporium Ruhr die Besucher in die Zukunftsvisionen des 19. Jahrhunderts. Handwerk, Wissenschaft, Kunst und Literatur verbinden sich zu einem einzigartigen Schaukasten der Steampunkkultur.

Ein passendes Programm für Alt und Jung mit Steampunk Tribal Dance, Kinderbelustigung, Schlangenmagie, Fahrten auf den Dampfmaschinen und vieles mehr wird im Museum geboten. Samstagabend ist außerdem eine Gute-Nacht-Lesung in Pütz Bierstuben geplant.

Eintritt zum Dampf-Festival und zum Vaporium Ruhr 6€/3€ pro Tag.

Mehr Infos unter www.vaporium-ruhr.de

Steamtropolis_Logo
Wir bleiben in Bochum und wechseln nur die Location: Am Mittwochabend und Donnerstag (Himmelfahrt) öffnet Steamtropolis in der Matrix erstmalig seine Tore.
„Während der Eröffnungsabend unter anderem mit Live-Auftritten internationaler Steampunk-Bands, Burlesque und 2 Tanzsälen das erlauchte Publikum zu erquicken sucht, wird der Folgetag, Himmelfahrt, ganztägig ein exquisites Programm rund um Steampunk offerieren, darunter Zauber- und Feuershow, Lesungen, verschiedene Workshops, uvm. An beiden Tagen erwartet eine vielfältige Händlerschar die retro-futuristisch interessierten Besucher mit außergewöhnlichen Artikeln, von Schmuck über Kleidung bis zu den unglaublichsten Kleinodien.“

Eintritt:
VVK: beide Tage 11€, Mi 9€, Do 4€
AK: beide Tage 15€, Mi 12€, Do 5€

Mehr Infos unter www.steamtropolis.de

Steampunk Soiree 2015
Den Abschluss findet die Steampunk Woche bei der anlässlich zur Role Play Convention stattfindenen Steampunk Soirée in Köln-Deutz.
Die RPC wird seit Jahren schon regelmäßig von Steampunks frequentiert und nicht zuletzt die Anwesenheit des Amts für Aetherangelegenheiten, Steampunk-führenden Literaturverlagen wie Feder und Schwert oder Auftritte von Steampunkbands, wie Aeronautica lassen sie zu einem lohnenden Ziel für Liebhaber des Genres werden.
Da man aber aufgrund der Größe des Messegeländes unmöglich jeden zu Gesicht bekommen kann, lädt die Steampunk Soirée im „Brauhaus ohne Namen“ zum gemeinsamen Ausklang und Plausch am Samstagabend ab 18.00 Uhr ein.

Mehr Infos im Salon oder im Gesichtsbuch.

Wer noch nicht genug hat, kann in der Zwischenzeit auch noch die sehr steampunkige Ausstellung „Das Mechanische Corps“ im Dortmunder U besichtigen. (Der Clockworker berichtete.) Diese läuft noch bis zum 12. Juli.

Der Clockworker wünscht viel Spaß, egal ob die werten Mitreisenden nur eine oder gleich alle Veranstaltungen besuchen werden. Es wird sicherlich für jeden etwas dabei sein!

Berichterstattung: Coalescaremonium 2015

CSM3_Folder_page1Vergangenen Samstag fand in der alten Abtei von Bouche à Oreille in Brüssel die dritte Ausgabe des Coalescaremonium unter dem Thema „Industrial Decadence“ statt.

Ein dunkelbuntes Programm erwartete die Besucher, die sich herausgeputzt hatten für den Anlass. Ausgefallene Garderobe war zwar kein muss, aber viele nutzen die Chance um zu zeigen, was der Kleiderschrank so hergab.


Weit weniger Kleidung gab es im ersten Programmpunkt im Hauptsaal der Location: Die Mädels von Candy Coated Circus zeigten was Burlesque alles zu bieten hat.


Im Laufe des Abends gaben sich auf der Bühne Herrschaft und schwarzblut die Ehre, bevor es mit DJ SiSen und DJ Alchemy auch hier zum Tanzen überging.

Die Location selbst bot auf zwei Stockwerken noch weit mehr, als das Bühnenprogramm: In der Kapelle gab es Kunst von Marius Sachtikus, Nocturne Reflet und Fürst der Schatten zu sehen, im Foyer war ein Fotostudio aufgebaut und man konnte neben Kaffee und Tee auch Cupcakes erwerben.


Wer das Tanzbein schwingen wollte, konnte dies das ganze Event über zu verschiedenen DJ-Sets im Danceroom.

Trotz des kühlen Wetters wurde auch der Außenbereich rege genutzt, insbesondere, da dort mit Hamburgern, Cheeseburgern und Veggieburgern für das leibliche Wohl gesorgt wurde. Bezahlt wurde mit am Eingang erworbener Getränkekarte, sodass es keien Verzögerungen durch Kleingeldsuche gab.
Der Preis von 4€ pro Burger war angesichts der Größe jedoch etwas happig, für eine Veranstaltung dieser Art aber durchaus üblich.
Softdrinks, Säfte und Pils (0,2L) waren für 2€ erhältlich, „Special beer“ und Wein ab 3€.

Insgesamt wurde für den Eintrittspreis von 40€ einiges geboten. Der Veranstaltungsort mitten in Brüssel war Parkplatztechnisch eine Herausforderung. Dieses Problem hatte die Orga aber im Vorfeld durch ein Anfahrtsvideo gelöst, welches den Weg zu einem kostenlosen Parkplatz ein kleines Stück entfernt zeigte.
Ich selbst war beim ersten Auftauchen des Videos skeptisch, warum man so etwas braucht, muss aber sagen, dass ich bei der Hinfahrt dann doch dankbar darüber war, denn so konnte mich die belgische Straßenführung in der Hauptstadt nicht verwirren. Außerdem hätte ich sonst vermutlich auch den Eingang nicht gefunden, dieser wirkte in der Häuserzeile doch etwas unscheinbar.


Sonst gibt es aber nichts zu meckern, auch Punkte, die bei Veranstaltungen häufig Probleme machen, wie saubere Toiletten, Garderobe oder ausreichend Sitzgelegenheiten gaben beim Coalescaremonium keinen Anlass zur Kritik.

Fazit: Eine schöne, durchdachte Veranstaltung, die es verdient größer zu werden. Zielgruppe ist zwar eindeutig ein Gothic Publikum, Steampunks sind aber auch herzlich willkommen.
Und wenn man sich einmal den Namen gemerkt hat, der übrigens von „Coalescent Ceremony“ (~schillernde Zeremonie) kommt, steht einem wunderbaren Abend nichts mehr im Wege.

(Mehr Bilder gibt es hier)

Ausstellungseröffnung: Das Mechanische Corps

7213_1_2015_MEC_Design_800x600pxHeute Abend um 19.00 Uhr öffnet im Dortmunder U auf Ebene 3 die Ausstellung „Das Mechanische Corps. Auf den Spuren von Jules Verne“. Um 21.00 Uhr gibt es im Untergeschoss eine Performance des Soundpanzers zu sehen.

Nik Nowak, Panzer, 2012, Ausstellung "Das Mechanische Corps", HM

Nik Nowak, Spundpanzer, 2012, Ausstellung Das Mechanische Corps, HMKV im Dortmunder U, 11. April – 12. Juli 2015 © Nik Nowak

Schnaufende Dampfmaschinen, tickende Uhrwerke und feingliedrige Zahnradkonstruktionen, Kolben und Ventile, Kupfer, Nieten und Leder – die retrofuturistischen Welten des Steampunk ziehen derzeit Bastler und Romanciers, Nostalgiker und Utopisten, etablierte Künstler und ambitionierte Autodidakten gleichermaßen in ihren Bann.

Für ihr Ausstellungsprojekt „Das Mechanische Corps“ haben die Kuratoren Peter Lang (†) und Christoph Tannert eine Vielzahl von Objekten, Skulpturen und Entwürfen zusammengetragen, die der ästhetische Rückgriff auf die Welt des ausgehenden 19. Jahrhunderts eint. In der bildenden Kunst, in Mode und Design, in Literatur, Film und Comic finden sich vermehrt Zeugnisse des paradoxen Phänomens, das im Fokus der Ausstellung steht: die in den 1980er Jahren begründete und stetig wachsende Faszination für die Funktionalität, die Schönheit und das utopische Potential von Technologien des frühen Industriezeitalters – in einer Gegenwart, die selbst immer stärker von unsichtbaren und unbegreiflichen Mechanismen bestimmt wird, von Beschleunigung und Informationsüberfluss.

Wendy Esmeralda Castillo, Nautilus Gameboy, 2014, Ausstellung Das Mechanische Corps, HMKV im Dortmunder U, 11. April – 12. Juli 2015 © Andrea Eichardt

Wendy Esmeralda Castillo, Nautilus Gameboy, 2014, Ausstellung Das Mechanische Corps, HMKV im Dortmunder U, 11. April – 12. Juli 2015 © Andrea Eichardt

„Das Mechanische Corps“ ist ein erstaunliches Sammelsurium, das aus der zeitgenössischen Kunst ebenso schöpft wie aus Populär- und Subkultur. Zu bewundern sind ausgefeilte mechanische Konstruktionen, viktorianisch anmutende Kostüme, wahnwitzige Skizzen und versponnene Erfindungen, die in ihrer verträumten Kuriosität immer wieder die fantastischen Welten des Jules Verne heraufbeschwören und dabei die Grenzen zwischen Kunst, Handwerk und nerdiger DIY-Kultur vergessen lassen.

Die Ausstellung des Hartware MedienKunstVereins ist vom 11. April bis zum 12. Juli 2015 zu sehen. Eintritt kostet 5 € / 2,50 € ermäßigt.

Unter anderem mit dabei sind Werke von Alex Schlesier, besser bekannt als Steampunker.

Mehr Informationen gibt es hier.

La nuit publique 2015 - Ankündigung

Herr Remington Brass kündigte kürzlich eine Fortsetzung der Nuit pur le Ferite an, diesmal soll die Veranstaltung jedoch noch größere Kreise ziehen, aber lesen Sie selbst:

 

Sehr verehrte Damen und Herren,

hochgeschätzte Mitreisende,

diejenigen unter Ihnen, die sich bereits etwas länger an Bord der HMS Anastasia aufhalten, werden sich möglicherweise daran erinnern können, dass im Frühjahr des vergangenen Jahres die „Nuit pour le Ferite“ stattgefunden hatte. Die Damen und Herren des gleichnamigen Ordens hatten sich heimlich verabredet, gemeinsam eine ganze Nacht lang in ihren jeweiligen Werkstätten oder Ateliers fleißig zu sein und in regelmäßigen Abständen die Fortschritte ihrer nocturnen Aktivitäten in Wort und Bild hier im Salon zu präsentieren.

Wer den Gesprächsfaden dieser Nacht gern kennen lernen (oder nochmals nachlesen) möchte, der kann dies hier tun.

Schon am Morgen danach – noch von den „Strapazen“ der durchwachten Nacht gezeichnet – war allen damaligen Mitwirkenden klar: So etwas wird es im kommenden Jahr wieder geben – und dann sollen alle Interessierten mitmachen können …

Hier ist sie nun also, die Bekanntmachung und Mitmach-Einladung zur

Nuit publique

Freitag, 29. Mai ab 20.00 Uhr bis Sonnenaufgang

Seien Sie dabei und lassen Sie sich verzaubern von dem unvergleichlichen Gefühl, allein und doch gemeinsam mit vielen Anderen überall im Lande, eine ganze Nacht lang an einem Projekt Ihrer Wahl zu arbeiten. Zeigen Sie zwischendurch, was Sie tun und schauen Sie, was die Anderen tun!

Nutzen Sie die noch reichlich bemessene Vorbereitungszeit, um Ende Mai gerüstet zu sein für unsere gemeinsame Steampunk-Nachtschicht! Was Sie sich zu tun vornehmen, bleibt ganz Ihren Vorlieben überlassen.

Spitzen Sie die Nähnadeln an, wärmen Sie die Lötgeräte vor, rühren Sie Farben an, kochen Sie Knochenleim, polieren Sie das Bügeleisen, gerben Sie Leder, plündern Sie Schrottplätze, schärfen Sie Messer und Sägen – was auch immer … tun Sie´s! Bereiten Sie sich vor! Aber verraten Sie noch niemandem, was Sie in der Nuit publique vorhaben.

Und sagen Sie bereits jetzt alle Termine für Samstag, den 30.Mai ab – Sie werden Schlaf nachholen müssen!

Die Nuit publique wird auch im Veranstaltungskalender als Event gepostet. Alle Teilnahme-Interessenten werden gebeten, sich dort anzumelden.

In der Hoffnung, sich mit Ihnen gemeinsam eine Nacht um die Ohren schlagen zu können grüßt

Remington Brass

Wir hoffen, im Nachgang einige der entstandenen Werke hier präsentieren zu dürfen. Seien Sie also gespannt und verfolgen sie das Geschehen im Salon oder noch besser: Nehmen Sie teil!