Unblutige Duelle für Gentlemen

Lange bevor es Paintball gab (dessen Wurzeln in den Markierpistolen von Förstern liegen), kam man schon auf die Idee, dass es Spaß machen könnten aufeinander zu schießen ohne dabei gleich eine Witwenrente bezahlen zu müssen.
Ein französischer Arzt mit Namen de Villers kam auf die Idee, Duellpistolen mit Wachspatronen zu laden, die Kombatanten in Schutzkleidung zu packen, um so “bloodless duells” durchführen zu können (und auch ein wenig für den Ernstfall trainieren zu können). Der erste Club entstand 1905 in Paris und breitete sich von dort auch nach Großbritanien und die USA aus. Völlig ohne Verletzungen lief dieser Sport natürlich auch nicht ab und es gibt mehrere Zeitungsberichte über Unfälle dieses Sports.
Eine britische Gruppe für historisches Fechten hat diesen alten Sport wieder aufgegriffen und die benutzen Gegenstände wieder hergestellt.

Der Herr ganz rechts ist Sir Cosmo Duff Gordon, Sportler und Überlebender der Titanic

Nachbau der Duellpistolen

James Bond begleitet die Queen zum Olympiastadium

Die Queen hat Humor und Stil, mit ihrem besten Geheimagent macht sie sich auf den Weg zum Olympiastadion. Für mich jetzt schon die beste Szene der ganzen Olympischen Spiele.

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Chap Olympiade in den Vintage News

Das Warten hat ein Ende, die Vintage News berichten ausführlich von der letzten Chap Olympiade und man bekommt auch einen kurzen Blick auf Außenseitersportarten wie “Not Playing Tennis” .

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Hat Tip an Herrn ElShoggotho.

Retro-Skateboard

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Impressionen vom 2. Oldenburger Tweed Run

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Ein Sport für Gentlemen

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Jede Ähnlichkeit mit Cricket wäre rein zufällig-

Bartitsu Concepts: Selbstverteidigung mit dem Spazierstock

Stefan von Alte Kampfkunst bietet wieder einen Bartitsu Seminar an, diesmal mit dem Schwerpunkt Spazierstock.

Was ist Bartitsu? (Wer es schon weiß kann bei Inhalte weiterlesen)
Hinter dem ungewöhnlichen Namen ‘Bartitsu’ verbirgt sich eine um 1900 in London gelehrte Neue Kunst der Selbstverteidigung, die dann aber für ein gutes Jahrhundert in Vergessenheit geraten war. [mehr]
Bartitsu-Concepts bezeichnet sowohl Stefan Diekes Weg für die Anwendung der Prinzipien des kanonischenBartitsu auf nicht-kanonische Kampfsituationen als auch seine Art des Trainings der erforderlichen Fertigkeiten.

Vorkenntnisse
Sind nicht erforderlich. Wer sich jedoch dafür interessiert erhält einen Überblick über die alle Disziplinen des Bartitsu sowie seinen historischen Hintergrund im Bartitsu-Einführungsseminar.

Inhalte
An diesem Wochenende konzentrieren wir uns ausschließlich auf die Verwendung des Spazierstocks im Bartitsu!
Behandelt werden:

  • traditionelles Stockfechten des 19. Jahrhunderts
  • kanonische Bartitsu-Stockkampftechniken : die Innovationen des Pierre Vigny
  • Bartitsu-Concepts Stockkampf: Anwendung der Prinzipien derkanonischen Techniken in anderen Kampfsituationen

Benötigte Aursrüstung:
- normale Sportkleidung.
- Spazierstöcke werden gestellt!

sinnvolle weitere Ausrüstung wenn vorhanden:
Fechtmaske, Handschuhe, Schienbeinschützer

Dozent: Stefan Dieke

Dauer:10 Stunden effektive Seminarzeit

Termin:
10. u. 11.03.2012

Zeiten
Samstag
10.30 Uhr – 16.30 Uhr (davon 1 Stunde Mittagspause)

Sonntag
10.30 Uhr – 16.30 Uhr (davon 1 Stunde Mittagspause)

Ort:
Alte Kampfkunst
Paradestr. 57 a
42107 Wuppertal – Elberfeld

 

Vergessene Sportarten: Blind-Boxen

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via Neatorama

Digitaler Charleston

Für alle, die bis zur nächsten Bohéme Sauvage ein paar Schritte lernen wollen, aber kein Geld oder keinen Partner für einen Tanzkurs haben, dafür aber eine Nintendo Wii: Denen sei das Ubisoft-Spiel “Just Dance 2″ ans Herz gelegt. Darin enthalten ist ein Charleston, und man lernt nicht nur was, es macht auch noch jede Menge Spaß.

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Wem das nicht reicht, der kann als DLC unter anderem auch Mambo Nr. 5 herunterladen.

Vergessene Sportarten: Topless Fencing

Nachdem wir schon die passende Bekleidung für fechtenden Frauen vorgestellt hatten, zeigt ein Blick in die Geschichte, dass es auch eine sehr ungewöhnliche Bekleidung der Damen gab – oder besser: gar keine.
Diese Anekdote der Geschichte beruht dabei nicht auf den Wünschen der männlichen Sekundanten, sondern auf dem medizinische Sachverstand der Baronin Lubinska. Sie organisierte das Duell zwischen Prinzessin Pauline Metternich und der Gräfin Kielmannsegg im August 1892 in Verduz, Liechtenstein. Lubinska wies vor dem Duell darauf hin, dass die gefährlichen Verwundungen bei einem Duell von den Kleidungsstücken stammen, die in die Wunden dringen und sie dann infizieren – meist mit tödlichem Ausgang. Ganz pragmatisch schlug sie den Kombattantinnen vor, ihre Oberbekleidung abzulegen.

Mehr zum Thema Frauen-Duelle mit weiteren Quellen findet man bei WOA.

Fechtende Frauen

Women’s Fencing in 1909

Women’s Fencing in 1909

Wochenende, Zeit für Entspannung, Freizeit und Sport.

Es begegnet einem der ein oder andere Mann von den Universitäten mit frischem Schmiss im Gesicht.
Ausdruck jugendlichem Übermuts beim Fechten mit den Kommilitonen.
Ich hoffe die Damen die ich hier vorstelle tun dies nicht unbedingt, es könnte ihren Wert auf dem Heiratsmarkt mindern.

Members of the fencing team cross foils, 1900

Wir reden von fechtenden Frauen und deren Bekleidung.
Ich finde es sehr elegant, das weiße Blüschen mit dem aufgenähten Herzen und der sportliche Rock zu schwarzem Strumpf und Sportschuhen.

Fencing Girl
Dadurch das man mit Trainingsflorett/-degen kämpft, darf man auch mal elegantere Kleidung tragen, sobald es in einen richtigen Trainingskampf geht aber doch bitte die Maske und die gepolsterte Jacke nicht weglassen.

Illustration by G. Amato of a Ladies’ Fencing Exhibition 1902

C

 

 

Bartitsu in der Presse

In der aktuellen Ausgabe von “Schwert & Klinge” (ein Sonderheft vom Messer Magazin), widmet man sich neben den geschärften Klingen auch in einem großen Artikel dem Thema Bartitsu. Dort gibt Stefan von Alte Kampfkunst in einer langen Bild-Strecke Einblick in die Techniken des Kampfes mit dem Spazierstock.

Mens Health - Die viktorianische Ausgabe

Bernard Adolphus McFadden (1868) war ein kränkliches Kind, erst die Arbeit auf einer Farm machte aus dem schmalen Kerl einen muskulösen Mann, was sich aber schnell wieder änderte, als er einen Bürojob annahm. Um dem entgegen zu wirken, verschrieb sich Bernard dem Sport: Er ging Laufen, trainierte mit Gewichten und wurde Vegetarier. 1899 rief er das Physical Culture Magazin ins Leben und änderte seinen Namen auf Bernarr Macfadden. Er war der Meinung, dass Bernarr wie das Löwengebrüll klang und Macfadden (mit a und kleinem f) maskuliner wirken würde. Aus dem Magazin wurde schnell ein Medienimperium (Macfadden Publications) mit diversen Publikationen, dass es bis heute gibt. Aus seinem Körperkult ging eine eigene Stadt hervor, die “Physical Culture City” (in Monroe Township, New Jersey) und er gründete sogar eine Religion. Dem Cosmotarianism war aber, ebenso wie der Stadt, kein Erfolg vergönnt.
Physical Culture hatte seine Hochzeit zu Beginn des 20.sten Jahrhunderts und verschwand danach, Macfadden aber versprach sich von seiner Lebensart ein Alter von 150 Jahren. Letztendlich wurde er 87 Jahre alt, die Themen und Schlagzeilen von Physical Culture findet man aber heute noch auf diversen Sport-Magazinen.

Wobei ich die Schlagzeile “Will Europes War cause Polygamy?” (Cover 4) für ein echtes Highlight des Journalismus halte.

Octopus Wrestling - Eine vergessene Sportart

Vergessen sie den Undertaker, Edge oder The Rock! Bei Octopus Wrestling werden wahre Helden geboren!
Diese Sportart war an der Westküste Amerikas in den 60er Jahren sehr beliebt, das Event wurde im Fernsehn übertragen und mehr als 5000 Zuschauer verfolgten die Kämpe der Gladiatoren live vor Ort. Im Jahr 1949 schrieb Mechanix Illustrated das erste mal über diese Sportart, selbst das ehrwürdige Time Magazine huldigte 1965 dem Octopus Wrestling:

Merely to minnow about underwater is no longer enough, and such sports as octopus wrestling are coming increasingly into vogue, particularly in the Pacific Northwest, where the critters grow up to 90 Ibs. and can be exceedingly tough customers. Although there are several accepted techniques for octopus wrestling, the really sporty way requires that the human diver go without artificial breathing apparatus.

Als Vater dieses Sports gilt ein ein Herr O’Rourke, dieser soll – der Legende nach – mit seinem Partner die Kraken gefischt haben, wobei O’Rourke als Köder gediente. Zeitzeugen beschreiben ihn als den Hulk Hogan des Octopus Wrestling.

All this while O’Rourke was becoming perhaps the world’s greatest authority on the thought processes and the personality of the octopus. He knew how to outmaneuver them, to outflank them, and to outthink them. He knew full well, many years ago, what today’s octopus wrestlers are just beginning to learn—that it is impossible for a man with two arms to apply a full nelson on an octopus; he knew full well the futility of trying for a crotch hold on an opponent with eight crotches.

H. Allen Smith im True magazine (1964) via Wikipedia

Erweiterte Golf-Regeln (1940)

Auch ein Bombenangriff hält den Gentleman von Welt nicht von seinem wichtigen Spiel ab.

via BoingBoing