Am 20/21 April fand in der Tonhalle in München die Make Munich statt. Ich zitiere die Veranstalter:
“Make Munich ist eine am 20./21. April 2013 stattfindende Messe für Trends und Innovationen aus den Bereichen 3D-Druck, Do It Yourself, Hacking, sowie Basteln und Tüfteln. Auf der Make Munich stehen das Basteln, Bauen, Erfinden, Experimentieren, Lernen, Recyceln, Inspirieren und Spaß haben im Mittelpunkt.“
Und tatsächlich gab es dort eine ganze Menge spannender Dinge zu sehen. Natürlich die derzeit voll im Trend liegenden 3D-Drucker, Laser-Cutter, viel selbst gemachtes und recyceltes, Guerilla-Gardening sowie reichlich Elektronik und Technik. Es gab Vorträge, Workshops und einen Case-Mod-Wettbewerb. Zwei Steampunk-Case-Mods waren auch dabei und Steampunk hätte sehr gut in diese Messe gepasst. Leider ist 1. Steampunk in Bayern nur sehr wenig präsent und 2. Musste bedauerlicher Weise einer der am meisten prädestinierten Vertreter “Horatius Steam” seine Teilnahme absagen. Eigentlich wollte ich in Form von Bildern dokumentieren, entschied mich aber spontan für Video. Einen kleinen Zusammenschnitt der Eindrücke seht ihr daher hier:
Leider war es in der Halle doch verhältnismäßig lichtarm, was sich negativ auf das Video auswirkt. Aber ich hoffe es ist genug zu erkennen um einen kleinen Eindruck davon zu erhalten. Es bleibt zu wünschen dass die Messe in Zukunft wiederholt wird und unsere Steampunk-Community dann auch anständig repräsentiert werden kann. Hervorheben möchte ich die witzige Brettspiel-Variante von Pacman “Whacky Wit” und das Tabletop “Lands of Ruin“, welches wirklich sehr innovativ ist.
Die Privatisierung des Wasser ist Thema der Tagespolitik, was für eine Folge dieser Schritt haben könnte, zeigt das Spiel Pressure sehr drastisch. Ein Adliger will sein Spa ausbauen und klaut daher den Bewohnern der kleinen Pressure-Welt das ganze Wasser. Die Hintergrundgeschichte zu Pressure ist völlig surreal und wahnsinnig, was aber genau zum Spiel passt, denn das ist auch die Stimmung des Spiels. Es geht nicht um eine epische Queste mit moralischen Entscheidungspunkten im Laufe des Spiels, sondern um reine Action, bei der die Hintergrundgeschichte nur das Setting klärt.
Pressure wird als Rennspiel verkauft ist aber eigentlich ein Top-Down-Shooter. Man steuert sein Gefährt über die Rennbahn und feuert dabei aus allen Rohren, um die üblen Minions des Grafen ins Nirvana zu blasen. Das heftige Dauerfeuer auf alles was sich bewegt ist auch unbedingt notwendig, denn sonst fällt die “Pressure” im eigenen Kessel ab und das Rennen ist beendet, bevor unser Held sein Ziel erreicht hat. Dabei geht es bunt, hektisch und übertrieben zu, was durch den Cartoon-Grafikstil wunderbar unterstrichen wird. An jeder Stelle des Bildschirms passiert etwas, was manchmal auch etwas zu viel sein kann und man die dringend benötigte Kontrolle sucht, um sie dann doch nicht rechtzeitig zu finden. Optisch befinden wir uns in einer Steampunkwelt, die Fahrzeuge sind aufgemotzte Oldtimer, die Gegner Maschinen aus den Laboren eines Dr Mabuse.
Nach geschlagener Schlacht (aka Ende der Runde) geht es in die heimische Werkstatt, wo der eigene Buggy mit den neuesten Errungenschaften der Zerstörungstechnologie weiter ausgebaut werden kann. Natürlich ist auch unser böser Adliger nicht untätig und rüstet auch seine Minions immer weiter auf, um sie am Ende zu stattlichen Bossen werden zu lassen, an denen man sich die Zahnräder ausbeißen kann. Von diesen Minions hat der gute Herr eine große Auswahl und es werden immer neue Gegner mit neuen Fähigkeiten gegen unseren Helden ins Feld geschickt. Wechselnden Rennstrecken, unterschiedliche Gegner, neue Bewaffnung des eigenen Fahrzeugs: Das ist die Rezeptur, dass Pressure auch auf längere Sicht nicht langweilig wird und man immer wieder etwas Neues entdeckt.
Man muss sich auch nicht alleine dem Gegner stellen, sondern kann gemeinsam mit einem Freund sich auf die Jagd nach dem Bösewicht machen. Dabei unterstützt man sich nicht nur mit gemeinschaftlicher Feuerkraft, sondern kann auch dem Partner die dringend benötigte Pressure teilen und ihn so wieder flott machen. Der CoOp-Modus ist sowohl im LAN, als auch Online möglich.
Fazit:
Ich hatte diese Art von Spiel schon fast vergessen geglaubt. Der Trend geht zu immer größeren Storylines und komplexeren Spielerlebnissen, was eine schöne Sache ist. Aber manchmal möchte man sich eben auch für eine halbe Stunde vor den Monitor setzen und zocken – ohne Vorher die MisssionLogs der Aliens von Aldebaran III auswendig zu können. Genau diese Sehnsucht erfüllt Pressure perfekt. Gut, das mit der halben Stunde klappt nicht immer und man will nur noch eben noch schnell eine weitere Runde fahren, aber das ist eine Auszeichnung, denn ein Kritikpunkt. Mit einem Preis von 15 EUR und einer Demo auf der Webseite besteht auch keinerlei Risiko, man bekommt eine Menge Spaß für kleines Geld. Wer einfach mal wieder eine Runde zocken möchte, dem sei Pressure wärmstens ans Herz gelegt.
Pressure stammt aus dem Hause Chasing Carrots, einer kleinen, aber feinen Softwareschmiede aus Stuttgart. Es ist für knapp 15 EUR im Handel, wie auch auf Steam erhältlich.
Eine kleine Ankündigung hatten wir bereits, jetzt geht es für das Kartenspiel Steam Noir Revolution in die heiße Crowdfunding-Phase bei der Unterstützer gesucht werden.
„Steam Noir: Revolution“ ist in der Steampunk-Welt der Comicserie „Steam Noir“ angesiedelt. In diesem äußerst dynamischen und interaktiven Kartenspiel betreiben 5 Bevölkerungsgruppen den Sturz Kaiser Julians. Die 3 bis 5 Spieler spielen gleichzeitig Karten für diese Bevölkerungsgruppen aus, wobei jeder versucht, für eine bestimmte Fraktion die meisten Punkte zu sammeln. Dies geschieht zum Einen durch Karten, die nach jeder Runde zur Wertung gelegt werden, zum anderen durch Revolutionsmarker, die die Spieler zusätzlich erhalten. Ein großer Spielreiz entsteht dadurch, dass die jeweilige Gruppe, für die jeder Spieler spielt, vor den Mitspielern geheim ist – erst am Ende wird aufgedeckt, zu welcher Gruppe die Revolutionsmarker jedes Spielers hinzuaddiert werden.
Ein weiterer Kick besteht darin, dass auch der Kaiser mitmischt. Jeder Spieler kann einzelne Karten als „Verräter“ spielen und damit den Kaiser stärken sowie andere Fraktionen schwächen. Geschieht das zu oft, schlägt am Ende des Spiels der Kaiser die Revolution nieder – und es gewinnt derjenige Spieler, dessen Gruppe am wenigsten Punkte gesammelt hat – denn diese hat sich am wenigsten an der gescheiterten Revolution beteiligt!
Das Spiel lebt durch das intensive Abschätzen eigener Möglichkeiten und dem Durchschauen der Mitspieler. Es ergeben sich immer wieder neue Allianzen, bei denen jeder auf seinen Vorteil bedacht ist, ohne offen zu zeigen, für welche Gruppe er spielt. Die Spannung steigt kontinuierlich bis zum Ende, wenn sich erweist, wer seine Mitspieler am geschicktesten manipuliert, und wer sich verzockt hat.
„Steam Noir: Revolution“ erfordert vor allem Flexibilität, und die erste Partie ist eher eine Lernpartie. Nach und nach durchschaut man dann aber die Möglichkeiten des Spiels, und beeinflusst den Verlauf der Revolution immer besser.
Die genaue Spielweise kann man sich in diesem Video anschauen. Man wird das Spiel nur über dieses Crowdfunding bekommen, also direkt unterstützen und zu den Auserwählten gehören!
Aus dem gefeierten Steampunk-Comic Steam Noir wird ein spannendes Kartenspiel. Das alleine wäre schon eine Schlagzeile wert, aber auch schon die ersten Schritte zur Produktion waren ein voller Erfolg. Die Startphase des Crowdfundings wurde schnell erreicht und schon jetzt sind die Kritiker begeistert. Nächste Woche beginnt dann die Finanzierungsphase und nur in dieser Phase hat man Gelegenheit das Spiel zu erwerben!
Daher jetzt schon mal reinschauen und gespannt auf die nächste Woche warten. Bis dahin kann man auch im Entwicklerblog stöbern.
Fantasy Flight Games bringt im zweiten Quartal ein Steampunk-Post-Apokalypse Brettspiel auf den Markt, dessen Beschreibung sich sehr spannend liest: Gearworld – Boderlands
Mit etwas Glück wird sich auch ein deutscher Verlag um die Lizenz bemühen.
In days before, the gears still turned and the old machines still worked. The sky was clear and blue, and life flourished. Then noxious clouds came and choked the air. Smoke blanketed the sky. Some people departed in flying cities, ascending above the clouds to the World Above. Others dug deep beneath the ground, vanishing into the World Below. Meanwhile, those in the Borderlands watched the world grow dark as the gears ground to a halt.
Fantasy Flight Games is excited to announce Gearworld: The Borderlands, a game of negotiation, conquest, and construction for two to four players! Players compete to gain the favor of the Sky People for their tribe of scavengers in a post apocalyptic landscape. Based on the classic board game Borderlands designed by Bill Eberle, Jack Kittredge and Peter Olotka, Gearworld: The Borderlands has streamlined the original rules and re-imagined the game’s setting while retaining its predecessor’s spirit and core mechanics.
Der 26. März rückt langsam nähe rund um die Wartezeit zu verkürzen, gibt es zwei neue Bioshock Infinite Videos. Ein Trailer und eine pseudo-historische VHS-Aufnahme.
Alte Rollenspieler werden ganz nostalgisch, wenn sie ein altes D&D-Abenteuer auf dem Flohmarkt ergattern können. Die aus heutiger Sicht sehr einfach gestrickten Abenteuer haben allerdings auch immer noch ihren Reiz, sind sie doch die Basis für jedes Rollenspiel dass heute auf dem Markt ist. Bisher konnte man die alten Module nur über dunkle Quellen im Netz beziehen, seit heute hat Wizards of the Cost die Webseite http://www.dndclassics.com/ freigeschaltet, auf der man alle Publikation in jeder Auflage als PDF als Download kaufen kann. $5 für ein eher dünnes Abenteuer ist zwar stolz, was aber einen echten Fan nicht aufhalten dürfte.
Zum Gratisrollenspiel-Tag am 2.2.2013 gibt es in ganz Deutschland wieder viele Aktionen um Rollenspiele. Der Uhrwerk-Verlag beteiligt sich an der Aktion mit einer Sonderausgabe eines Abenteuers zu ihrem Systems Space 1889.
Was genau wo passiert und welche Sonderaktionen es gibt, findet sich im Blog zum GRT.
Ein neugieriger Reporter, ein genialer Erfinder und eine waschechte Zeitmaschine – und schon beginnt ein aufregendes Abenteuer der etwas anderen Art!
Dieses Space-Abenteuer führt die Charaktere auf eine abenteuerliche Expedition in das Jahr 802889, wo sie einen verschollenen Wissenschaftler aufspüren sollen. Auf ihrer Rettungsmission treffen sie auf Riesenameisen, müssen sich mit sprechenden Bäumen auseinandersetzen und gegen intelligente Maschinen kämpfen.
Wandeln Sie auf den Spuren H.G. Wells und begeben Sie sich auf eine phantastische Reise in eine Welt, wie sie noch kein Gentleman vor Ihnen betreten hat: die Welt der Zukunft!
PULP! the highly customizable, single player game for PC, Mac, and Linux platforms, sends you into battle as a skyship captain in our 3D steampunk environment. Battle in ship-to-ship combat to vanquish your foes, using everything from cannons to ray guns, and a healthy dose of strategy. Continue to upgrade your ships while progressing through a storyline based on our heroine, Riva; formerly disgraced Commander of Dawns navy for voicing public opposition to her Commander The last hope in the conflict she lost everything to avoid, Riva returns to the sky to set things right, and to save Dawn from the promised annihilation by the invading Duskan forces.
We are creating a
Strong single player storyline
Equal genders, colors, and LGBT friendly
Fun & accessible gameplay that lets players have fun within the game without micromanagement or a steep learning curve that is so familiar with most games in the genre.
Deep Gameplay that allows advanced players to customize and balance their ships
Mit GUNS OF ICARUS ONLINE von MuseGames betritt ein neues MMO den Äther. Es unterscheidet sich allerdings von den typischen “Zwerk diskriminiert Elfe und aus Frust hauen beiden den Ork”-MMOs, sondern die Crews verschiedene Luftschiffe kämpfen in unterschiedlichen Settings gegeneinander, wobei die Rollen Kanonier, Captain und Mechaniker zu vergeben sind.
Eine hübsche Idee und mit unter 20 EUR bei Steam auch einen Versuch wert.
Der Spieler gerät durch ein zufällig gefundenes Verbindungsbuch auf die Insel Myst. Er trifft dort in einer Bibliothek die Brüder Sirrus und Achenar, gefangen in zwei Büchern, die sie nicht verlassen können, bis die herausgerissenen Seiten wieder eingesetzt sind. Der Spieler muss entscheiden, welchem der beiden er Glauben schenken und welchen er befreien soll. Der Spieler entdeckt die verborgenen Hinweise darauf, dass jeder der Brüder Schandtaten begangen hat. Die richtige Entscheidung befreit schließlich den Vater Atrus, der ebenfalls in einem Gefängnisbuch eingeschlossen war. Wikipedia zum Computerspiel: Myst
Mike Ando hat das Linking Book aus der Computerspiel-Serie Myst nachgebaut. Im Inneren des Buches befindet sich Rechner, Touchscreen und eine Festplatte mit allen Myst-Spielen, die sich natürlich auch direkt im Buch spielen lassen.
Mehr zum Buch auf der Webseite A ‘real’ Myst book, wo man dieses Einzelstück auch kaufen kann.
Als einst angesehener Leibwächter der beliebten Kaiserin wurden Sie fälschlicherweise ihres Mordes bezichtigt und entwickeln sich zu einem berüchtigten Attentäter, dessen einziges Markenzeichen eine bedrohliche Maske ist.
Sie bewegen sich durch eine Welt, die von einer tödlichen Seuche heimgesucht wird und deren skrupellose Regierung das Volk mithilfe merkwürdiger neuartiger Technologien unterdrückt. Und der Grund für den Verrat an Ihnen ist so undurchsichtig, wie die trüben Gewässer der Stadt.
Ihre Taten und Entscheidungen bestimmen das Schicksal der Welt und mit einem Schlag ist Ihr altes Leben für immer vorbei.
Ratten! Die ganze Stadt ist voller Ratten und man tritt überall auf diese verdammten Viecher! Sie laufen durch die Gassen, immer auf der Suche nach Futter.
Die Geschichte von Dishonored ist schnell erzählt: Als alter Champion der Königin kommt man zurück in die Heimat und sieht, wie sie ermordet wird. Leider ist man der einzige Zeuge und damit auch der beste Täter – zumal Kräfte im Hintergrund darauf hinwirken, dass dies genau so aussieht. Aber es gibt noch weitere Kräfte im Hintergrund, die die alte Ordnung wiederherstellen möchten und so gelingt es dem Helden kurz vor seiner Hinrichtung aus dem Gefängnis zu entfliehen.
Ab diesem Punkt ist man ständig vor die Wahl gestellt: Heimlich, still und leise an den Verfolgern vorbeischleichen und sie gegebenenfalls betäuben oder mit einem gezielten schnellen Angriff für alle Zeiten zu den Akten zu legen. Die dunkle Seite ist stark, denn ein Toter kommt nicht wieder und alarmiert auch nicht seine Freunde. Wenn… ja, wenn da nicht diese Ratten wären. Die freuen sich nämlich über so viel kostenloses “Futter”, wie ich im Verlauf des Spieles feststellen durfte und durch meine Taten verwandelte sich die Stadt in eine finstere Hölle.
Diese besondere Stimmung in der Stadt, getrieben von den eigenen Entscheidungen ist auch das ganz große Highlight von Dishonored und macht es für mich zum Spiel des Jahres. Technisch findet manin den Profi-Zocker-Foren zwar Dinge, die nicht dem Stand der Technik entsprechen, so ist die Grafik eher durchschnittlich, passt aber sehr gut zum Spiel und dem Steampunk-Flair des Settings. Was nützen mir 30.000 Polygonen im Gesicht, wenn ich mich nicht wirklich ins Spiel begeben kann und in der Rolle des Helden bin? Etwas ärgerlicher ist die etwas dumme KI, die die Gegenspieler selbst nach dem größten Aufruhr nach einigen Minuten wieder völlig zur Ruhe kommen lässt, so dass sie wieder ihren Dienst nach Vorschrift machen. Das ist aber auch Jammern auf hohem Niveau, denn Dishonored macht einfach Spaß und hat die seltene Qualität auch bei mehrfachen Spielen immer noch Spaß zu machen. Ich war ständig versucht, meine Aufgaben mit unterschiedlichen Strategien zu lösen und zu schauen, was besser geht und ob es zu unterschiedlichen Lösungen führt.
Der stark beworbene Punkt: Uncut ist mir persönlich gar nicht so aufgefallen. Klar, es ist blutig, wenn man einen Wächter mit dem Messer tötet, ich bezweifle aber, dass das Spiel mit oder ohne Blut irgendwie Spielspaß verlieren würde.
Dishonored ist für PC, PS3 und xBox 360 erhältlich. FSK ab 18.