Interview mit Comiczeichner Felix Mertikat

Felix Mertikat ist vielen Steampunks bekannt durch seine Projekte „Opus Anima“ und „Steam Noir“.
Im Interview berichtet er, wie er zum Comiczeichnen kam, von seinen Einflüssen und neuen Projekten.

Felix Mertikat, Foto von Katja Pfister

Felix Mertikat, Foto von Katja Pfister

Felix, wie bist du zum Comiczeichnen gekommen? Das war ja nicht deine erste Berufswahl…

Meine erste Berufswahl war Biologe und dachte mir dann, dass ich als Concept Artist und Illustrator, eigentlich ein ganz schönes Leben haben würde…und dann kam der Comic dazwischen, der mich seitdem mit seiner Magie nicht mehr losgelassen hat.

Wer hat dich dabei beeinflusst, bzw. hast du Vorbilder? Die Graphic Novel „Steam Noir“ wird ja gern mit franco-belgischen Comics verglichen. Manche der Rückblenden in Band 4 von Steam Noir haben mich an expressionistische Stummfilme und alte Scherenschnitte erinnert…

Du fasst die Einflüsse schon ganz gut vorweg. Tatsächlich habe ich mich sehr stark im europäischen Stil zuhause gefühlt und weniger im US-Stil. Am Ende war der Wunsch da, dennoch etwas Neues zu gestalten, vielleicht eine eigene Note darin zu finden. Stark inspiert haben mich vor allem Filme wie „Delicatessen“ und „Die Stadt der verlorenen Kinder“. Vom Erzählen komme ich sowieso aus dem filmischen, weswegen meine Panels und die Bildgestaltung einer natürlichen Kamera sehr nahe kommt- wohl ein Erbe meiner Arbeit als Storyboarder.

Die Comicserie Steam Noir ist sehr vielschichtig. Sie erzählt einen phantastischen Krimi in einer bizarren Welt mit ganz besonderer, beseelter Technik, aber sie philosophiert gleichzeitig auch über das Sterben und was nach dem Tod kommt – und das auf eine Weise, die an grotesken Gothic Horror erinnert. Was den Hintergrund der Geschichte angeht, gibt es viele Parallelen zu deinem Rollenspielsystem „Opus Anima“, an dem du mit Tim Bröstl 12 Jahre lang gearbeitet hast.

Grotesker Horror hat eine Faszination, die mich nicht losgelassen hat. Die Verunstaltung von Menschen, das hat eine zeichnerische Begeisterung für mich seit jeher. Opus Anima war da für mich ein riesiges Versuchsfeld. Ein Rollenspiel bietet dafür sehr viel Raum, da die Bilder nie in einem narrativen Zusammenhang stehen müssen, kann man losgelöst voneinander Ideen und Konzepte darstellen. 12 Jahre Entwicklung bringen zudem Ideen zu Tage, die man nicht einfach aus dem Ärmel schüttelt. Die Hauptaufgabe war es vielmehr, das vorliegende Material auszudünnen, es erzählbar und verstehbar zu machen…etwas das manchmal härter ist, als Neues zu entwickeln. Man versteht danach „Kill your darlings“ nochmal ganz neu.

Aus "Steam Noir" copyright: Felix Mertikat

Aus „Steam Noir“ copyright: Felix Mertikat

Hattest du schon bei der Veröffentlichung von „Opus Anima“ 2008 die Idee, eine Geschichte wie „Das Kupferherz“ als Graphic novel zu erzählen, oder wie ist das zustande gekommen?

Nein, gar nicht. Wir wollten eigentliche weiter Rollenspielbücher zu Opus Anima machen, das ist aber aus vielerlei Gründen dann gescheitert. Stattdessen hat die Arbeit an meinem ersten Comic „Jakob“ in Zusammenarbeit mit Cross Cult die Chance geboten, Steam Noir zu entwickeln. Ursprünglich hieß es sogar noch Opus Anima Comic, aber geplant war es nie. Im Gegenteil.

Aus "Steam Noir" copyright: Felix Mertikat

Aus „Steam Noir“ copyright: Felix Mertikat

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Herr Hirschmann aus „Steam Noir“, copyright: Felix Mertikat

Am Gratiscomictag 2012 erschien im „The walking dead“ Heft eine fünfseitige Comic-Kurzgeschichte von Verena Klinke und dir, welche ebenfalls im Steam Noir Universum spielt – „Zeitenwende“. Plant ihr noch weitere Steam Noir Geschichten als Comic?

Ja das würden wir sehr gerne. Es gibt bereits Ideen und erste Skizzen, wir warten nur noch den richtigen Zeitpunkt ab, diese umzusetzen. Es wird dabei wohl in einem noch nicht näher beschrieben Land in unserer fiktiven Welt spielen, aber zu viel verraten will ich da auch nicht.

Das klingt spannend. Ihr habt ja auch Spiele entwickelt; das Kartenspiel „Steam Noir: Revolution“ ist 2013 als Crowdfunding Projekt erfolgreich finanziert worden. Bitte erzähle uns etwas über das neue Brettspiel „Steam Noir: Kalendarium“.

Du bist gut informiert :) SN:Kalendarium ist ein Spiel für 3-6 Spieler und man kann damit die Geschehnisse und Herausforderungen um die Blinden Tage erleben. Die Spieler haben danach gesagt, dass sie jetzt viel besser die Gefahren der Blinden Tage verstehen, da jeder von Ihnen über ein „Regierungsgebiet“ verwaltet und trotz Kooperation, muss man genau abwägen, welche Gebäude man errichtet um den nächsten Blinden Tagen zu trotzen, wieviele Bizarromanten man zur Bekämpfung der Seelen einsetz. Das Spiel hat eine Spieldauer von 90-120 min. und würde ich als semi-kooperativ beschreiben. Der Clou: das Ganze spielt über 300 Jahre vor den Geschehnissen im „Kupferherz“ und bietet so einen neuen Blick auf die gleiche Welt. Beigelegt soll im Idealfall noch ein Kurzcomic sein. Wann das Spiel erscheint ist noch nicht klar.

Woran arbeitest du aktuell, wenn du soviel verraten darfst?
Wir konzipieren und entwickeln unseren neuen Comic „Koshu“, der mit einem 150 seitigen Einzelband ein Konterpunkt zu Steam Noir definieren soll. Außerdem wird er voller Farben sein, fast schon vor Buntheit strotzend. Wir, Verena Klinke und ich, erzählen die Geschichte von Suana, einem jungen Frau, die mit der einzigen Karawane der Wüste Bun mitreist, weil es die einzige Möglichkeit ist, um seine Heimatstadt zu verlassen un mehr von der Welt zu sehen. Wir erleben sehr viel Wüste und eine sehr persönliche Geschichte von Suana.
Daneben arbeite ich am Brettspiel Tsukuyumi-Full Moon Down. Der Mond ist im Pazifik gelandet und in ihm schläft ein gewaltiger weißer Drache der Kami „Tsukuyumi“. 99% der Menschheit ist verstorben durch die Landung des Mondes und so kämpfen die letzten Überleben nicht nur gegen die Schergen des Kami sondern auch gegen andere Spezies, die die freigewordene Position als Dominante Spezies für sich einnehmen wollen. Dabei können 3-5 Spieler zwischen 20 verschiedenen Fraktionen auswählen und etwa die auf zwei Beinen laufenden Schweinekrieger der Boarlords spielen, oder die Cybersamurai mit ihren Robotern und Drohnen, oder gar die Dark Seed, ein Metaorganismus aus Millionen von Insekten. Jede Fraktion verändert das Spiel grundlegend und bringt grundsätzlich andere Regeln und Konzepte ins Spiel, so dass man nie zwei gleiche Spiele spielen wird. Das Spiel soll per Crowdfunding finanziert werden. Mehr zu Tsukuyumi findet ihr auf www.kingracoon.de.

aus dem Comic "Koshu" . copyright: Felix Mertikat

aus dem Comic „Koshu“ . copyright: Felix Mertikat

Spiel "Alle Mann an Deck" copyright: Felix Mertikat

Spiel „Alle Mann an Deck“ copyright: Felix Mertikat

"Tsukuyumi - Full Moon Down" copyright: Felix Mertikat

„Tsukuyumi – Full Moon Down“ copyright: Felix Mertikat

Ich bin gespannt, dann den Kontrast zwischen „Koshu“ und „Steam Noir“ zu sehen und wünsche auch viel Erfolg für das neue Crowdfunding Projekt „Tsukuyumi“. Abschließend noch die Frage: Was ist für dich Steampunk, und was gefällt dir daran?

Steampunk ist vor allem das was jeder daraus macht. Es gibt nicht viele Genres, in denen die Facetten so vielseitig und offen ausgelotet werden, wie dieses, und so will ich mich selbst nicht festlegen, was genau es ist. Denn das Ungenaue ist der Reiz, den ich und viele andere Anhänger darin sehen: Schmuck, Dampf, Kostüme, Comics, Fahrzeuge – und vielleicht ist die einzige Gemeinsamkeit die Liebe zum Selbstgemachten und Ausprobieren. Das tüfteln und zeigen. Das präsentieren und genießen.

Erstes öffentliches Teeduell in Norddeutschland

Das Tee-Duell ist eine Erfindung englischer Steampunks, bei dem man sich stilvoll und genussvoll mit Tee und Keksen duelliert. Mittlerweile werden sogar Meisterschaften darin ausgetragen, z.B. im Vereinigten Königreich und in Amerika. Die Regeln können Sie hier nachlesen.

Im Rahmen des Steampunk Weihnachtsmarktes in der Goblinstadt Hamburg veranstalteten Herr Arno Nym und ich das erste öffentliche Tee-Duell Norddeutschlands, mit ingesamt 7 Durchgängen.

Hier ein photographischer Bericht.
Die Photographien stellte uns Herr Neudecker freundlicherweise zur Verfügung.

copyright: Norbert Neudecker

copyright: Norbert Neudecker

Herr Nym und ich erklären die Regeln des Tee-Duells.

copyright: Norbert Neudecker

copyright: Norbert Neudecker

Herr Nym präsentiert die Waffen, d.h. die Kekse, in diesem Fall weihnachtlichen Spekulatius

copyright: Norbert Neudecker

copyright: Norbert Neudecker

Mister John Driftwood wählt im ersten Durchgang des Tee-Duells eine Waffe.

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copyright: Norbert Neudecker

Auch seine Kontrahentin, Fräulein Dr. Wiba Wer?! wählt eine Waffe.

copyright: Norbert Neudecker

copyright: Norbert Neudecker

Herr Nym schenkt den Tee ein, einen milden Darjeeling.

Copyright: Norbert Neudecker

Copyright: Norbert Neudecker

Auf das Kommando „Tunken“ werden die Waffen (Kekse) in den Tee getunkt. Es wird bis fünf gezählt.
Dann wird der Keks so langsam und stilvoll wie möglich verspeist.
Fällt ein Keks zurück in die Tasse, wie es Mister Driftwood passierte, so nennt man das einen „Splash“.
Der Duellist gilt dann als geschlagen.
Fällt ein Keks auf den Boden oder Tisch, ist dies ein „Splatter“
(was übrigens nichts zu tun hat mit dem gleichnamigen Horror-Genre)
und der Duellist ist ehrenhaft geschlagen.
Fällt der Keks gar auf ein Körperteil oder die Kleidung, ist dies ein „Splosh“
und der Duellist gilt ebenfalls als ehrenhaft geschlagen.

copyright: Norbert Neudecker

copyright: Norbert Neudecker

Ich gratuliere der Siegerin des ersten Durchgangs, Fräulein Dr. Wiba Wer?!

copyright: Norbert Neudecker

copyright: Norbert Neudecker

Zwei weitere Kontrahenten vor ihrem Tee-Duell. In diesem Fall gewann der Herr,
obwohl die Dame im Gegensatz zu ihm bereits Erfahrungen mit Tee-Duellen hatte.

copyright: Norbert Neudecker

copyright: Norbert Neudecker

Ein weiterer Duellist prüft die Waffen mit kritischem Blick.

Nicht abgebildet sind die Sekundantinnen und Sekundanten der Kontrahenten. Diese  hatten die Aufgabe, die Kekse und den Tee zu prüfen, oder auch für ihren Schützling einzuspringen, sollte dieser eine Sinnkrise erleiden. Jedoch fühlten sich erfreulicherweise alle Duellisten dazu in der Lage, zum Duell anzutreten.

Beim Tee-Duell am Sonntagnachmittag gaben sich übrigens auch Bordingenieur Eugenius, der Prospektor Herr Dr. h.c. mult. von Gruvenstein und der Pilot Herr von Nankofen von „La Frontera Victoriana“ als Duellisten und als Sekundanten die Ehre.

Die Gewinner erhielten am Samstag Urkunden, am Sonntag den „goldenen Teebeutel“.

copyright: Amalia Zeichnerin

copyright: Amalia Zeichnerin

Das nächste öffentliche Tee-Duell in Norddeutschland wird voraussichtlich auf dem Aethercircus Steampunk Festival (30. April/1. Mai 2016) stattfinden. Eine Vorankündigung zu dieser Veranstaltung gibt es demnächst hier im Clockworker.

Eine Art Besprechung des "Hymnen an die Nacht" Steampunk Penny Dreadful LARP

Eine Besprechung von Tobias Rohde / Artjom Orolow / Herr Anton Adler

Hymnen an die Hymnen

Eine Art Besprechung des „Hymnen an die Nacht“

Steampunk Penny Dreadful LARP (Fuck yeah!)

Ich mache normalerweise kein LARP… mehr…

Daher ist dieses Review nicht durch die rosarote Brille des „Fans“ geschrieben und auch nicht durch die schmutzig-gelbe Sonnenglasversion des Steampunk Anhängers…

Wirklich, ich und LARP wir waren erstmal fertig miteinander. Ich hatte soviel daran satt, was in mir oft einen schalen und schlechten Nachgeschmack von viel vergangener Zeit und Mühe hinterlassen hatte. Und gepaart mit einem Gefühl, das wir das früher, auf dem Spielplatz, ganz ohne Kostüm und SL besser hinbekommen hatten, war ich einfach nicht mehr bereit meine wenigen verlängerten Wochenenden mit Fremdschemen und schüchternen Latexfights zuzubringen…

Aber hey, Rollenpielen in jeder Facette ist Zeitaufwendig. Warum reizt mich das denn überhaupt?

Weil, wenn man es richtig macht, nimmt man eine seltsame Art guter Erinnerungen auf. Halb virtuelles. Nicht wirklich reales und dennoch erlebtes, das durch die Interaktivität und den Zauber der Immersion, plötzlich wesentlich substantieller und persönlicher im eigenen Kopf platziert ist, als es Filme oder Bücher oder Games je werden können. Wenn man es richtig macht!

Das ist was mich immer daran angezogen hat.

Und offensichtlich noch oder vielleicht wieder tut, seit „Hymnen an die Nacht“

Eine gute Freundin hat mir lange gut zugeredet und sich vorallem über die Besonderheiten der Orga dieses Cons ausgelassen, und mich mit der ersten Staffel von Penny Dreadful angefixt, bis ich mich traute zuzusagen.

Die Aussagen „exklusiv“, „Bewerbungen“ und „sehr investierte drei Leute Orga“ kamen vor und wurden durchaus zu Verkaufsargumenten für mich.

Und so bewarb ich mich, und schrieb einen echt langen Brief und wollte wirklich unbedingt dabei sein und verdammt… ich kann nicht sagen wann ich das letzte mal so unruhig auf eine Zu- oder Absage gewartet habe. Und ich bin froh das es eine Zusage war die ich per Mail bekam.

Jetzt, fast zwei lange Wochen nach dem Event im fiktiven deutschen Kaiserinnenreich, kann ich mich genug sortieren um den Erfolg dieses Cons in Worte zu fassen.

Ich habe sie bekommen, diese Perlen des Halbrealen, diese Erinnerungen die sich solider anfühlen als Träume, direkter und erlebter als Bücher, die sich von den Erinnerungen an reale Ereignisse nur durch genaues hinsehen unterschieden lassen. Ich habe sie bekommen diese Perlen des halb virtuellen, in Vorstellungskraft und Kostümaufwand, Schauspiel und Plot auferstandenen Momente, gewürzt von realen Gefühlen, aus intensiven Gesprächen zwischen erfundenen Rollen, wirklichem Erschrecken und echtem Grusel und der Immersion von 70h ununterbrochenem Intime. Sie sind mein, die phantastischen, bereits im Sepiua des Wundervollen gezeichneten Bilder eines überaus gelungenen LARP Events. Des gelungensten LARP Events das ich je aufgesucht habe.

So viel Liebe zum Detail steckte hier in den Rollen, der Location, den Hintergrundverschränkungen, den Requisiten, der schön unaufdringlichen, aber dennoch immer wieder präsenten und am Ende wundervoll eskalierenden Handlung, den Spielern und NSCs und einfach allem, dass es durch und durch spürbar war und immerwieder spürbar wurde, wie sehr diese Details allem eine Dichte gaben, die sich jetzt auszahlt in den gut gerahmten und wundervoll zu betrachtenden Bildern des Zurückblickens auf unser gemeinsames Leben dort. So wie es nur passieren kann, wenn von mehr als zwei Dutzend Personen Herzblut und dann auch reichlich Kunstblut in etwas gesteckt wird. Man kann schlicht nur den Hut ziehen vor dieser Orga; und hiermit möchte ich den an eben dieser Orga Beteiligten meinen vollen Respekt aussprechen, als ehemaliger Eventmanager und Theatererfahrener lässt es sich für mich gut abschätzen, wieviel Mühe ihr euch gegeben habt mit eurem Baby, und ich will meine ganze Anerkennung bekunden, als Spielleiter und Vater von manch einer Geschichte, für die angenehm präsente, nie aufdringliche SL, welche Freiheit und Anleitung meistervoll im Gleichgewicht angeboten hat und ganz ohne Outtime blasen ausgekommen ist, und ich auch meinen Dank als Spieler und Zurückgekehrter, für diese Veranstaltung. Ihr ward spitze, und habt mich den langen und steinigen Pfad zurückgebracht zu diesem Hobby, und mehr als zwei Dutzend Personen überaus glücklich gemacht mit eurer harten Arbeit.

Und wie wars jetzt da?

Ehrlich? Ich könnte viele Worte darüber verlieren, mich über die schöne Horror Handlung auslassen, die gut geschriebenen Motivationen, die tollen PvP Plotverschränkungen, das gute Ensemble, die vielen schönen Kostüme… die Damen… oder in den Highlights meiner eigenen Perspektive schwelgen, von der Seance an der ich teilnahm erzählen, oder wie das war vom durchgedrehten Inspektor mit dem Revolver bedroht zu werden, Experimente mit Strom an meinem Gehirn machen zu lassen, ein flackerndes Gaßlicht über den Tisch zu halten während am Inspektor die Halswunde genäht wird, Gespräche mit Fräulein Rebecca, in welcher ich meine IT Liebe fand und welche dann weinend über meinem Leichnam zusammenbrach während die blutverschmierte Dr. Besset versuchte mich zu reanimieren… aber auch dies wären nur einzelne Ausschnitte aus vielen Ereignissen die ich miterlebt habe und ein noch kleinerer Ausschnitt aus all den Geschehnissen denen ich nicht beiwohnte. Ich könnte mit 10Seiten dem gesamten Con nicht gerecht werden.

Ich könnte auch von den ganz tollen Spieler-Requisiten berichten, was die alles gebastelt und mitgebracht haben, deren Liebe und Commitment für das Projekt hervorheben oder auch auf tolle Erfahrungen im Kontakt mit einzelnen Rollen eingehen…

Aber verdammt, ihr wart halt nicht dabei und diese Perlen bleiben die meinen!

-Wenn ihr sie haben wollt, kostet euch das mehr als einen Klick in dieses Review. Es kostet euch mindestens einen guten Gin Tonic, wie den den wir dort getrunken haben; oder ein intensives und erheiterndes Gespräch in besonderer Umgebung, wie die die wir dort geführt haben; oder einen geteilten Moment der Ausgelassenheit, wie jene welche wir auf der wundervollen After-Live Party dort teilten… unter solchen Umständen komme ich dann vielleicht ins Erzählen. Wahrscheinlich aber werde ich sie nur im Stillen hervorholen, diese Perlen, und euch anlächeln wenn ihr danach fragt und lediglich schmunzelnd sagen: Hymnen an die Nacht? Diesen Schatz? Den gibt es wirklich! -Und ich war dabei als wir ihn gemacht haben.

Auf einem der besten Cons die es je gab!

5. Winter-One-Page-Contest für Pen and Paper Rollenspiel, z.B. Steampunk

Der Würfelheld und die Greifenklaue richten zum 5. Mail
den sogenannten Winter-One-Page-Contest aus, einen Pen & Paper Rollenspiel Wettbewerb

copyright: WinterOPC

Die Ausschreibung

Gesucht werden die besten einseitigen Beiträge zu 5 Kategorien. Bei den Beiträgen geht es immer um bespielbares Material, ob universell, ob Genre-abhängig oder für ein konkretes System, ob Abenteuer, NSC, Kartenmaterial, Zufallstabellen etc. pp. Neu in diesem Jahr ist, dass jede der Kategorien auf dem Einseiter ausgewiesen wird und diese getrennt gewertet werden.

Themen und Kategorien
Insgesamt gibt es diesmal 5 Kategorien, die lokationsbasiert sind:

  • Auf der Insel
  • Im ewigen Eis
  • Auf zu den Sternen
  • Unter den Städten
  • Im Wilden Westen

Weiteres
Dem Teilnehmer steht eine A4 Seite Platz zur Verfügung, um darauf etwas Spielbares zu einer der fünf Kategorien zu entwerfen. Diese sind für sich ja schon recht weitläufig auslegbar.

Was hat das mit Steampunk zu tun?
Die Ausrichter geben kein System vor – nehmt das, welches Euch am besten passt – es könnte also auch Steampunk, Dieselpunk, Gaslight oder ähnliches sein – gerade die Kategorie „Im Wilden Westen“ würde sich hier hervorragend anbieten. Man kann das System aber auch universell halten.

Spielmaterial kann z.B. sein: Abenteuer, Dungeons, Szenarien, Encounter, Kampagnenbögen, Rollenspiele, Schauplätzen, Zufallstabellen, NSCs / Monstern, mag. Gegenständen, etc. pp. Man kann es auch mischen, einige Plothooks werten z.B. mag. Gegenstände, NSCs oder Monster ziemlich auf.

copyright: Andrea Kerlen

copyright: Andrea Kerlen

Die Laufzeit
Der WOPC startet: Dienstag, 01.12.2015 – 10:00 Uhr
Der WOPC endet: Dienstag, 05.01.2016 – 23:59 Uhr

Der Ablauf im Kurzüberblick
– 01.12.2015 Start des 5. Winter One Page Contests
– 06.12.2015 Stichtag für den Schnellstarterpreis
– 24.12.2015 Stichtag für den Weihnachtspreis
– 05.01.2016 Ende des 5. Winter One Page Contests
– Die Juror- und Auswertungsphase wird voraussichtlich bis Anfang März 2016 dauern
– Preisvergabe und Download der Abenteuer ca. April 2016 bzw. zum GRT

Gewinne
In Zusammenarbeit mit diversen Spiel- und Belletristikverlagen gibt es unter anderem eine ganze Reihe an Romanen, außerdem Pen & Paper Rollenspielbücher (z.B. Grundregelwerke), sowie Rollenspielmusik-CDs von Erdenstern zu gewinnen.

Genaue Informationen zum Ablauf, Regeln, Gewinne und Preisverleihungen gibt es im Würfelheld Blog.
https://wuerfelheld.wordpress.com/2015/12/03/5-winter-one-page-contest-der-schnellfinder/

Im Gesichtsbuch ist der Wettbewerb hier zu finden:
https://www.facebook.com/WinterOPC

Gastbeitrag: Let’s Play - Assassin’s Creed: Syndicate

Es ist mal wieder Zeit für einen Gastbeitrag: Diesmal berichtet DrunkenGypsy von ihren ersten Eindrücken vom neuen Assassin’s Creed, dass alleine durch sein Setting schon sehr schön zum Genre passt, aber lest selbst:

Es ist mal wieder Oktober, darum ist es, wie so oft, an der Zeit für Ubisoft den neuen und mittlerweile neunten Teil der Assassin’s Creed-Reihe auf den Spielemarkt zu werfen. Assassin’s Creed: Syndicate heißt der neue Teil, in dem es wie immer darum geht mit Hilfe genetischer Erinnerungen die Vergangenheit als Assassinen zu erleben und den Templern das Handwerk zu legen.

Der neue Teil, der übrigens seit dem 23. Oktober erhältlich ist, spielt im London des späten 19. Jahrhunderts, zu einer Zeit in der Armut und Ungleichheit das Bild der Stadt bestimmen. Man spielt die Assassinen-Zwillinge Evie und Jacob Frye und übernimmt damit die zentrale Rolle in der Befreiung Londons. Erstmals kann man zwischen zwei Assassinen wählen, die beide ihre eigenen Fähigkeiten, Ausrüstungsgegenstände und Vorgangsweisen haben. Evie zum Beispiel bevorzugt den stillen Weg an ihr Ziel zu kommen, während Jacob eher auf Konfrontation aus ist. Man kann im Spiel Fähigkeitspunkte sammeln und so die Assassinen leveln und neue Skills freischalten.

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Was mir persönlich sehr am Spiel gefällt, ist nicht nur die Szenerie sondern die gesamte Aufmachung. Bereits das Ubisoft Logo wurde dem Thema der Industriellen Revolution optisch angepasst, genauso der Titelbildschirm. London ist grafisch wunderschön und sehr detailliert dargestellt, der Soundtrack ist zum meist düster und schwerfällig und zeugt von der Hoffnungslosigkeit der Menschen zu der Zeit. Auf den Straßen sind zum größten Teil schäbig gekleidete Menschen unterwegs, sehr viele Bettler und unheimlich viele Kinder, da Kinderarbeit quasi allgegenwärtig ist. Da Syndicate während der Industriellen Revolution spielt, führen einige der auszuführenden Missionen in große Fabriken, in denen mit Schweiß und Blut unter dem Joch der Templer gearbeitet wird, nur damit die Reichen noch reicher werden können. Tatsächlich wird im Spiel von einem besonders sympathischen Templer-Aufseher gesagt, dass Kinder zwar sehr billige Arbeitskräfte seien, man aber jede Woche eines ersetzen müsse.

Eine weitere Sache, die mir sehr gut gefällt, ist das Vorkommen berühmter Persönlichkeiten wie Charles Dickens oder Alexander Graham Bell, mit welchen man interagieren und für die man Aufträge erledigen kann. Es ist eine weit reichende Tradition der Assassin’s Creed-Reihe berühmte Personen in den Plot einzubeziehen. So macht Geschichte lernen Spaß.

Insgesamt halte ich den neuen Teil für schön anzusehen und bis dato sehr spaßig. Ich habe ihn erst etwa vier Stunden angespielt und daher noch nicht viel von London gesehen, weil die Spielwelt natürlich relativ groß ist und es eine ganze Weile dauert von A nach B zu laufen. Falls man mal nicht laufen oder klettern möchte, kann man auch mit der Kutsche oder dem Zug fahren. Überhaupt ist mir die Existenz der vielen Kutschen positiv aufgefallen.

Die Tatsache, dass man zwischen den beiden Protagonisten wählen kann, gefällt mir auch sehr gut, da ich einerseits gern Missionen beende, ohne dass mich jemand bemerkt, ich aber auch gerne mal in eine Schlägerei gerate. So kann ich mich der jeweiligen Situation anpassen und die Fähigkeiten und Vorzüge von Evie bzw. Jacob auszunutzen.

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Alles in allem halte ich diesen neunten Teil der Reihe als würdigen Nachfolger, der die vergangenen Sünden, vor allem von Unity, wett zu machen vermag.

Wir danken vielmals für diesen Gastbeitrag!

Sie möchten auch einen Beitrag beisteuern? Eine Apparatur vorstellen? Haben ein Event entdeckt, dass unbedingt hier auftauchen sollte? Gastbeiträge werden unter clarawirz [at] clockworker.de entgegengenommen.

Steampunk und Viktorianisches im Rollenspiel

Eigentlich habe ich nur nach Abenteuern und Hintergrundinformationen für das oft unterschätzte Castle Falkenstein gesucht, und dann ist mir die Arbeit eines sehr fleißigen Bloggers auf dem Bildschirm erschienen, den ich den rollenspielenden unter unseren Leser in keinem Falle vorenthalten möchte.

Lowell Francis hat sich die Arbeit gemacht und einfach mal alle viktorianischen und steampunkigen Rollenspielen, die er gefunden hat, chronologisch zu ordnen, zu beschreiben und so weit es ging zu verlinken. Respekt.

Hier gehts lang: Age of Raven Blog

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Steampunk-Larp: Hymnen an die Nacht

Liverollenspiele im Steampunk-Setting werden selten organisiert, sind aber sehr gesucht. Daher wird es wahrscheinlich auch nicht lange dauern, bis Penny Dreadful – Hymnen an die Nacht ausgebucht sein wird. Das Larp in einem Steampunk-Horror-Setting wird die Spieler um den Schlaf bringen und in eine andere andere Welt entführen, bezahlt wird … mit dem Tod?

Ein Spiel, das anders ist in vielerlei Hinsicht, was bereits mit der Anmeldung beginnt. Denn für „Hymnen an die Nacht“ muss man sich auf eine vorgegebene Rolle bewerben. Dies hat den großen Vorteil, dass die Charaktere bereits vor Beginn des Spiels miteinander verknüpft sind, Geheimnisse, Schwächen und vielleicht auch Vorteile haben.

Seien Sie gespannt und steigen Sie ein…

The Scarecrow

Trailer für das Spiel „The Scarecrow“ mit einer sehr steampunkigen Grundaussage. Es  geht nicht immer nur um Maschinen…

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via Captain Robert

Little Sister (Live Action BioShock Teaser)

An einem Tag mit praktisch keinem Budget gedreht, ist der Kurzfilm Andreas Climent & André Hedetoft ein echtes Highlight.

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The Order 1886 - Game Trailer

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Hat Tip an Falko

Roleplay Convention 2013

Es gibt Tage im Leben, da läuft einfach gar nichts. Man braucht nicht viel dazu: Eine Speicherkarte, die nur lustige Sonderzeichen im Inhaltsverzeichnis zeigt, ist ein sicherer Hinweis, dass einer dieser Tage gekommen ist. Mittels diverser Rettungstools konnte ich noch ein paar Fotos von der Karte retten, aber der größte Teil der RPC-Bilder sind im digitalen Nirvana gelandet (und die Karte im realen Nirvana). Daher sind leider nicht mehr als ein paar Impressionen von der Messe erhalten geblieben.

Was alles passiert ist und was es an neuen Veröffentlichungen gibt, könnt ihr im Podcast zur RPC hören.
Ein Spiel möchten wir aber noch besonders erwähnen: Victorian Brawler (welches wir ebenfalls im Podcast besprechen). Für 12 EUR (inkl. Versand) bekommt ihr ein liebevoll gestaltetes Spiel mit einer ordentlichen Schlägerei in der guten alten Zeit aus dem Hause Gentlezen Studios. Da George auch hin und wieder im Clockworker schreibt, liegt uns dieses Spiel natürlich besonders am Herzen. Es ist aber auch wirklich gut.

Make Munich

Am 20/21 April fand in der Tonhalle in München die Make Munich statt. Ich zitiere die Veranstalter:

Make Munich ist eine am 20./21. April 2013 stattfindende Messe für Trends und Innovationen aus den Bereichen 3D-Druck, Do It Yourself, Hacking, sowie Basteln und Tüfteln. Auf der Make Munich stehen das Basteln, Bauen, Erfinden, Experimentieren, Lernen, Recyceln, Inspirieren und Spaß haben im Mittelpunkt.

Und tatsächlich gab es dort eine ganze Menge spannender Dinge zu sehen. Natürlich die derzeit voll im Trend liegenden 3D-Drucker, Laser-Cutter, viel selbst gemachtes und recyceltes, Guerilla-Gardening sowie reichlich Elektronik und Technik. Es gab Vorträge, Workshops und einen Case-Mod-Wettbewerb. Zwei Steampunk-Case-Mods waren auch dabei und Steampunk hätte sehr gut in diese Messe gepasst. Leider ist 1. Steampunk in Bayern nur sehr wenig präsent und 2. Musste bedauerlicher Weise einer der am meisten prädestinierten Vertreter „Horatius Steam“ seine Teilnahme absagen. Eigentlich wollte ich in Form von Bildern dokumentieren, entschied mich aber spontan für Video. Einen kleinen Zusammenschnitt der Eindrücke seht ihr daher hier:

 

 

Leider war es in der Halle doch verhältnismäßig lichtarm, was sich negativ auf das Video auswirkt. Aber ich hoffe es ist genug zu erkennen um einen kleinen Eindruck davon zu erhalten. Es bleibt zu wünschen dass die Messe in Zukunft wiederholt wird und unsere Steampunk-Community dann auch anständig repräsentiert werden kann. Hervorheben möchte ich die witzige Brettspiel-Variante von Pacman „Whacky Wit“ und das Tabletop „Lands of Ruin„, welches wirklich sehr innovativ ist.

Pressure - Mit Volldampf über den Rennstrecke

Die Privatisierung des Wasser ist Thema der Tagespolitik, was für eine Folge dieser Schritt haben könnte, zeigt das Spiel Pressure sehr drastisch. Ein Adliger will sein Spa ausbauen und klaut daher den Bewohnern der kleinen Pressure-Welt das ganze Wasser. Die Hintergrundgeschichte zu Pressure ist völlig surreal und wahnsinnig, was aber genau zum Spiel passt, denn das ist auch die Stimmung des Spiels. Es geht nicht um eine epische Queste mit moralischen Entscheidungspunkten im Laufe des Spiels, sondern um reine Action, bei der die Hintergrundgeschichte nur das Setting klärt.

Pressure wird als Rennspiel verkauft ist aber eigentlich ein Top-Down-Shooter. Man steuert sein Gefährt über die Rennbahn und feuert dabei aus allen Rohren, um die üblen Minions des Grafen ins Nirvana zu blasen. Das heftige Dauerfeuer auf alles was sich bewegt ist auch unbedingt notwendig, denn sonst fällt die „Pressure“ im eigenen Kessel ab und das Rennen ist beendet, bevor unser Held sein Ziel erreicht hat. Dabei geht es bunt, hektisch und übertrieben zu, was durch den Cartoon-Grafikstil wunderbar unterstrichen wird. An jeder Stelle des Bildschirms passiert etwas, was manchmal auch etwas zu viel sein kann und man die dringend benötigte Kontrolle sucht, um sie dann doch nicht rechtzeitig zu finden. Optisch befinden wir uns in einer Steampunkwelt, die Fahrzeuge sind aufgemotzte Oldtimer, die Gegner Maschinen aus den Laboren eines Dr Mabuse.

Nach geschlagener Schlacht (aka Ende der Runde) geht es in die heimische Werkstatt, wo der eigene Buggy mit den neuesten Errungenschaften der Zerstörungstechnologie weiter ausgebaut werden kann. Natürlich ist auch unser böser Adliger nicht untätig und rüstet auch seine Minions immer weiter auf, um sie am Ende zu stattlichen Bossen werden zu lassen, an denen man sich die Zahnräder ausbeißen kann. Von diesen Minions hat der gute Herr eine große Auswahl und es werden immer neue Gegner mit neuen Fähigkeiten gegen unseren Helden ins Feld geschickt. Wechselnden Rennstrecken, unterschiedliche Gegner, neue Bewaffnung des eigenen Fahrzeugs: Das ist die Rezeptur, dass Pressure auch auf längere Sicht nicht langweilig wird und man immer wieder etwas Neues entdeckt.

Man muss sich auch nicht alleine dem Gegner stellen, sondern kann gemeinsam mit einem Freund sich auf die Jagd nach dem Bösewicht machen. Dabei unterstützt man sich nicht nur mit gemeinschaftlicher Feuerkraft, sondern kann auch dem Partner die dringend benötigte Pressure teilen und ihn so wieder flott machen. Der CoOp-Modus ist sowohl im LAN, als auch Online möglich.

Fazit: 

Ich hatte diese Art von Spiel schon fast vergessen geglaubt. Der Trend geht zu immer größeren Storylines und komplexeren Spielerlebnissen, was eine schöne Sache ist. Aber manchmal möchte man sich eben auch für eine halbe Stunde vor den Monitor setzen und zocken – ohne Vorher die MisssionLogs der Aliens von Aldebaran III auswendig zu können. Genau diese Sehnsucht erfüllt Pressure perfekt. Gut, das mit der halben Stunde klappt nicht immer und man will nur noch eben noch schnell eine weitere Runde fahren, aber das ist eine Auszeichnung, denn ein Kritikpunkt. Mit einem Preis von 15 EUR und einer Demo auf der Webseite besteht auch keinerlei Risiko, man bekommt eine Menge Spaß für kleines Geld. Wer einfach mal wieder eine Runde zocken möchte, dem sei Pressure wärmstens ans Herz gelegt.

Pressure stammt aus dem Hause Chasing Carrots, einer kleinen, aber feinen Softwareschmiede aus Stuttgart. Es ist für knapp 15 EUR im Handel, wie auch auf Steam erhältlich.

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Steam Noir: Revolution Crowdfunding gestartet

Eine kleine Ankündigung hatten wir bereits, jetzt geht es für das Kartenspiel Steam Noir Revolution in die heiße Crowdfunding-Phase bei der Unterstützer gesucht werden.

„Steam Noir: Revolution“ ist in der Steampunk-Welt der Comicserie „Steam Noir“ angesiedelt. In diesem äußerst dynamischen und interaktiven Kartenspiel betreiben 5 Bevölkerungsgruppen den Sturz Kaiser Julians. Die 3 bis 5 Spieler spielen gleichzeitig Karten für diese Bevölkerungsgruppen aus, wobei jeder versucht, für eine bestimmte Fraktion die meisten Punkte zu sammeln. Dies geschieht zum Einen durch Karten, die nach jeder Runde zur Wertung gelegt werden, zum anderen durch Revolutionsmarker, die die Spieler zusätzlich erhalten. Ein großer Spielreiz entsteht dadurch, dass die jeweilige Gruppe, für die jeder Spieler spielt, vor den Mitspielern geheim ist – erst am Ende wird aufgedeckt, zu welcher Gruppe die Revolutionsmarker jedes Spielers hinzuaddiert werden.
Ein weiterer Kick besteht darin, dass auch der Kaiser mitmischt. Jeder Spieler kann einzelne Karten als „Verräter“ spielen und damit den Kaiser stärken sowie andere Fraktionen schwächen. Geschieht das zu oft, schlägt am Ende des Spiels der Kaiser die Revolution nieder – und es gewinnt derjenige Spieler, dessen Gruppe am wenigsten Punkte gesammelt hat – denn diese hat sich am wenigsten an der gescheiterten Revolution beteiligt!

Das Spiel lebt durch das intensive Abschätzen eigener Möglichkeiten und dem Durchschauen der Mitspieler. Es ergeben sich immer wieder neue Allianzen, bei denen jeder auf seinen Vorteil bedacht ist, ohne offen zu zeigen, für welche Gruppe er spielt. Die Spannung steigt kontinuierlich bis zum Ende, wenn sich erweist, wer seine Mitspieler am geschicktesten manipuliert, und wer sich verzockt hat.

„Steam Noir: Revolution“ erfordert vor allem Flexibilität, und die erste Partie ist eher eine Lernpartie. Nach und nach durchschaut man dann aber die Möglichkeiten des Spiels, und beeinflusst den Verlauf der Revolution immer besser.

Die genaue Spielweise kann man sich in diesem Video anschauen. Man wird das Spiel nur über dieses Crowdfunding bekommen, also direkt unterstützen und zu den Auserwählten gehören!

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Steam Noir: Revolution

Aus dem gefeierten Steampunk-Comic Steam Noir wird ein spannendes Kartenspiel. Das alleine wäre schon eine Schlagzeile wert, aber auch schon die ersten Schritte zur Produktion waren ein voller Erfolg. Die Startphase des Crowdfundings wurde schnell erreicht und schon jetzt sind die Kritiker begeistert. Nächste Woche beginnt dann die Finanzierungsphase und nur in dieser Phase hat man Gelegenheit das Spiel zu erwerben!

Daher jetzt schon mal reinschauen und gespannt auf die nächste Woche warten. Bis dahin kann man auch im Entwicklerblog stöbern.