Anja Bagus: Aethersymphonie

Seit heute ist es offiziell soweit: Anja Bagus drittes Buch aus der Aetherwelt ist erhältlich!

Aethersymphonie_Cover

Auch im dritten Teil der Self-Publishing Reihe erlebt die Heldin Annabelle Rosenherz wieder Abenteuer zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Diesmal nicht nur in und um Baden-Baden, sondern auch in Prag. Der Klappentext lässt auf eine weitere rasante Geschichte um die Auswirkungen des mysteriösen Aethers hoffen:

Æther gestaltet die Welt neu. Jeden Tag werden Entdeckungen und Erfindungen gemacht, die das Leben, die Technik, Tiere und Menschen verändern. Heute noch Luftschiffkapitän, morgen ein Monster mit Fell und Krallen, Flügel und Schnabel. Niemand weiß, ob er am nächsten Tag mit einer seltsamen Fähigkeit erwacht. Annabelle Rosenherz ist so eine Veränderte. Mit ihrer grünen Hand kann sie heilen und töten. Während die Welt sich langsam an die neuen Gegebenheiten gewöhnt, vermisst sie immer noch schmerzhaft ihren Vater, der nun seit zwei Jahren verschwunden ist. Eine Spur führt nach Prag. Annabelle lädt ihre Freunde zu einer Fahrt auf der »Delfin«, einem experimentellen Luftschiff, ein. Während sie sich bemühen, der goldenen Stadt ihre Geheimnisse zu entlocken, werden Sucher zu Gesuchten und schließlich zu Gejagten.

Eine unbedingte Leseempfehlung!
Das e-Book ist hier erhältlich.

EDIT: Seit heute ist auch die Print-Ausgabe erhältlich: Hier

Steampunk-Krimidinner in Berlin

Wer am 12. April noch nichts vor hat und sich in der Hauptstadt befindet (oder die Aetherkutsche in dorthin bringen kann), der sollte sich überlegen, ob er nicht Lust hat, an der Teegesellschaft teilzunehmen.

Foto: Jörg Merlin Noack

Foto: Jörg Merlin Noack

Es wird kriminell in Groß-Berlin!
Am 12. April, in nun mehr einer Woche, ist es so weit. Das erste Berliner Steampunk Krimidinner (https://www.facebook.com/events/581981155211280/?fref=ts) bittet zu Tisch. Ein Kriminalfall bei Kaffee und Kuchen soll gelöst werden.

Eine Mischung aus Kaffeekränzchen und Liverollespiel in gemütlicher Atmosphäre.
Das Spiel findet im Comic Kaspar (Rosenthaler Platz, unter dem Haus am See) statt.
Der Eintritt kostet 15 Euro und kann solidarisch bis zu einem Betrag von 20 Euro aufgestockt werden, im Preis enthalten ist der Eintritt zur Teegesellschaft inklusive Buffet, dem darauf folgenden Auftritt der Band SISC und der Luftschiff Tanzveranstaltung.

Alles was sonst noch benötigt wird ist ein ausgefüllter Charakterbogen.
http://mitternachtsgesellschaft.de/teegesellschaft/Anmeldebogen140212.pdf
Sie können ihn online ausfüllen und dann an E.Ende[at]live.de zurück schicken.
Wir freuen uns über Rückfragen und ihre Teilnahme.

Euere Mitternachtsgesellschaft
Eva Ende und Doktor E. R. Kluge
Lilly Letterweib und Jörg Merlin Noack

Rückfragen bitte über das Facebook Event, an E.Ende@live.de oder an die Mitternachtsgesellschaft (http://facebook.com/mitternachtsgesellschaft) stellen.

Weitere Infos zum bespielten Hintergund, Charaktererstellung, Live-Rollenspiel und Krimidinner allgemein und vieles mehr finden sich auf der Homepage der Teegesellschaft.

Die Luftschiff-Tanzveranstaltung ist auch als Veranstaltung im Salon zu finden.

Und wenn das alles immernoch nicht überzeugt, lässt sich eventuell zu einem Trip nach Berlin hinreißen, wenn er erfährt, dass am Abend vorher die Herren Coppelius in der Hauptstadt aufspielen. Das alles, sollte doch eine Reise nach Berlin wert sein!

Aeronautica - Sturmzeit - Review

Wie bereits angekündigt erscheint am 25. März das erste Album der Steampunk Metal Band Aeronautica: Sturmzeit
(Digital Release worldwide 4. April).
Aeronautica_CoverDer Clockworker hatte die Chance vorab schon einmal in die 12 Songs hinein zu hören und möchte euch nun seine Eindrücke nicht vorenthalten:

Tracklist:
1. Aufwärts
2. Kompassreise
3. Blitzschlag
4. Maschinengeist
5. Herbst
6. Im ewigen Eis
7. Wolkenbrecher
8. Der Augenzeuge
9. Orient Express
10. Sternenfeuer
11. Pech & Schwefel
12. Unendlichkeit

Los geht’s mit „Aufwärts“. Schon der Titel ist ein perfekter Einstieg ins Album. Klassischer Metal  Gitarrensound lässt ahnen, warum sich die Crew aus den Gitarristen und Sängern Felix Tenten und Tobias Kurzawa, dem Schlagzeuger Ben Rösgen und Live-Bassistin Jessica Hoffman als erste  deutsche Steampunk Gothic-Metal Band bezeichnet. Passend zum technischen Text des Songs (wir befinden uns im Maschinenraum des Luftschiffs) ist auch der Gesang eher mechanisch abgehackt.

Weiter geht’s mit „Kompassreise“. Bereits auf der EP „Maschinengeist“ (2012) zu hören gewesen, ist dieser Song deutlich schneller und entführt den Hörer nach dem Start mit „Aufwärts“  mit der Luftschiff-Sinfonie auf eine Reise durch den Luftraum. Satte Gitarrenklänge gepaart mit kräftigem Schlagzeug werden unterstützt von Bläsern.

Aeronautica Sturmzeit Inlet

Gelungenes Design der CD, auch wenn mancher behaupten mag “Just glue some gears on it…”

„Blitzschlag“ beginn zunächst sehr langsam, nur um dann in hartem Kontrast den Blitz einschlagen zu lassen und mit voller Kraft und Metal Sound seinen fatalen Weg durch das Luftschiff nachzuzeichnen.

Mit „Maschinengeist“ wird das zuvor abgestürzte Luftschiff wieder zum Leben erweckt. Auch hier wird wieder eindrucksvoll das Innenleben einer solch großen Maschine beschrieben. Passend dazu stampfender Schlagzeugklang und der kraftvolle Ausruf „Steamed!“, unterstützt von Gitarren und Bass. (Über das Performance Video zu diesem Song berichteten wir bereits.)

Vergleichsweise melancholisch kommt „Herbst“ daher. Beginnend mit sanften Gitarrentönen, steigert sich das Stück, um in den Strophen wieder ruhiger zu werden. Unterfüttert wird der romantische Text mit Streicherklängen und auch hier wird dem Luftschiffthema treu geblieben.
Den Gesang empfinde ich für den malerischen Text jedoch als etwas zu steif.

Ähnlich geht es mir beim nächsten Lied „Im ewigen Eis“, eine Hommage an die Legende der Schneekönigin. Zu kräftig und starr der Gesang im Vergleich zum Text, der von der Schönheit der Königin und ihrer Macht erzählt, die den Protagonisten verzaubert und ihn gefangen hält.
Im Refrain wird der Gesang jedoch weicher und von Sängerin Louiza Fröbe unterstützt.
Musikalisch überzeugt mich Stück hier aber voll und ganz: rockiger Gitarrenklang, schön unterfüttert mit Streichern und Bläsern.

Aeronautica beim Metal for Mercy Gothic Night II. in Witten

Mit „Wolkenbrecher“ wird es wieder ein ganzes Stück härter und Metal-lastiger. Ein langsamer Schlagzeug und Keyboardeinstieg, der durch Gitarre und Bass verstärkt wird, zeigt lautmalerisch das besungene Luftschiff, welches sich durch die Wolken schiebt. Lädt der Anfang des Songs noch zum Headbangen ein, sind die Strophen wieder deutlich ruhiger, steigern sich aber im Verlauf des Liedes.

„Der Augenzeuge“ ist wieder ein Stück der EP Maschinengeist. Erneut etwas ruhiger, kommt hier Drehorgelsound zum Einsatz und unterstreicht die träumerischen Überlegungen über den Sternenhimmel. Besonders gelungen finde ich hier die Soli.

Der „Orient Express“ nimmt den Hörer nun mit auf eine rasante Fahrt! Schnelles Schlagzeug, orientalische Klänge und natürlich der gewohnte Metal-Sound überzeugen hier voll und ganz. Auch der Gesang und die „Zugdurchsagen“ sorgen dafür, dass man sich in ein Abteil des Zuges hineinversetzt fühlt und den „Rausch der Geschwindigkeit“ hautnah erleben kann. Definitiv mein Lieblingssong des Albums!

Felix und Jessica beim Metal for Mercy Gothic Night II. in Witten

Es folgt ein klassisches Rockstück: „Sternenfeuer“ erzählt die Geschichte der Crew der Aeronautica und ihrem Kampf gegen ein fremdes Luftschiff.

„Pech und Schwefel“ klingt wiederum mehr nach Piraten-Metal, insbesondere durch den Klang eines Akkordeons/Harmonika; ein fast schon traditionelles Trinklied, das Stimmung macht. Allerdings nicht auf den Planken eines Dreimasters, sondern, wie könnte es anders sein, an Deck eines Luftschiffs.

Das Album schließt ab mit „Unendlichkeit“. Ruhige Strophen wechseln mit geshoutetem Refrain, technoide Untermalung mit fetten Bass- und Gitarrensound. Inhaltlich geht es um die Machtübernahme durch Maschinendrohnen.
Ein fulminanter Metal-lastiger Abschluss für die „Sturmzeit“.

Tobias beim Metal for Mercy Gothic Night II. in Witten

Fazit:
Ein sauberes erstes Album! Kraftvoller Metal wechselt mit Rock und auch melancholische Stücke runden das Repertoire ab. Inhaltlich orientiert sich die Band nah an ihren Namensvettern, den Aeronauten, und so ist es nicht verwunderlich, dass Luftschiffe und alles was dazugehört immer wieder auftauchen.
Musikalisch geht da sicher noch was, besonders im Gesang würde ich mir mehr Variation wünschen. Passt die statische Art bei den Songs über die Technik noch hervorragend, wirkt er bei langsameren Stücken eher aufgesetzt und zu gewollt böse.

Trotzdem kann ich jedem, der auf etwas härtere Musik steht, dieses Album nur sehr ans Herz legen und insbesondere empfehlen, sich die vier mal Live anzusehen!

2014 bietet hier diverse Möglichkeiten:

Aeronautica
Wer nun neugierig geworden ist, kann in der Soundcloud den Song „Im ewigen Eis“ kostenlos downloaden und auch eine Hörprobe vom „Orient Express“ ist dort zu hören.

“Im ewigen Eis” gibt’s auch auf Youtube:

YouTube Preview Image

Das Album kann hier vorbestellt werden.

Aeronautica im Aether: Band Hompage
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Gala Nocturna 2014 - La Belle et la Bête

Wie bereits angekündigt, fand am vergangenen Samstag, 08. März in Antwerpen die 8. Ausgabe der Gala Nocturna statt. Diesmal unter dem Thema “La Belle et la Bête” (Die Schöne und das Biest) inspiriert von der Verfilmung von Jean Cocteau (1946).

Gala Nocturna 2014Um kurz vor 20.00 Uhr warteten schon die ersten Besucher vor den Toren des Antwerpener Zoos, in dessen Palmenhaus der dunkelromantische Ball stattfand.

Besucher vor dem Eingang des Antwerpener Zoos

Der Weg zum Ballsaal wurde von Kerzenschein erhellt und einige Tänzerinnen als Geister gewandet unterhielten die wartenden Gäste.

Drinnen angekommen, wurden im Eingangsbereich die roten Rosen gesammelt, die jeder männliche Gast mitbringen sollte.


Das Palmenhaus als neue Location bot wesentlich mehr Platz als in den vergangenen Jahren. Ein Ballsaal mit Bar für die Tänze, im Palmenhaus die Fotoecke, in der man sich von Fred Lo Cascio professionell ablichten lassen konnte, dazu der Eingangsbereich mit großer Freitreppe, auf der man sich auch einmal hinsetzen konnte , um kurz zu verschnaufen oder die angebotenen Speisen zu verzehren. Und dann im oberen Geschoss der Markt mit verschiedensten Ständen, von Schmuck, über Kleidung, Schminkkunst bis hin zu Cupcakes.

Einziges Manko an der sonst so gelungenen Raumaufteilung war die Lage der Bar: Man musste erst durch Ballsaal hindurch, sich zwischen den Tänzern hindurchkämpfen auf die andere Seite. Dort angekommen knubbelte es sich schnell, da die Bar leider mit etwas wenig Personal bestückt war. Aber man konnte sich die Wartezeit auch gut vertreiben, indem man den Tänzern auf der Tanzfläche zusah.

So begann der Ball mit einer historischen Tanzstunde unter Anleitung von Lieven Baert.
Zum abwechslungsreichen Programm des Abends gehörten auch mehrere Schaukämpfe auf der großen Treppe, bei dem das Biest und seine Belle natürlich nicht fehlen durften.

Wie in jedem Jahr waren besonders die aufwändigen Gewänder der Besucher eine wahre Augenweide. So ist das Thema zwar nicht streng verpflichtend, aber die meisten Besucher versuchen doch ihm zu entsprechen. Was aber nicht heißen soll, dass es ein einheitliches Bild gibt, keinesfalls! Insbesondere, da bei dieser besonderen Veranstaltungen die unterschiedlichsten Geschmäcker und Subkulturen aufeinander treffen. So sieht man von klassisch schwarz Gothic, über historische Gewandungen, Steampunk bis hin zu Tribal Outfits fast alles, was man sich vorstellen kann. Nur eines nicht: Langweiliges!
(Der Dress-Code gilt übrigens auch für Fotografen/Presse, sodass diese nicht störend auffallen, wie es bei manch anderer Veranstaltung der Fall ist.)

Allein deswegen lohnt es sich schon die Gala Nocturna zu besuchen und die große Treppe bot eine wunderbare Gelegenheit, die zertanzten Füße ein wenig auszuruhen und sich die vorbeiwandelnden Gestalten etwas näher zu betrachten.

(Besonders interessant war es meiner Meinung nach zu sehen, welches Schuhwerk sich unter den ausladenen Kleider so verbarg: die ganze Bandbreite des weiblichen Schuhwerks: klassicher Pump aber auch geschickt unter Reifrock und Co versteckte Chucks und Combat Boots konnte man entdecken.)

Alles in Allem ein sehr lohnenswerter Abend! Tanz und Musik, schauspielerische und kämpferische Darbietungen, ein Markt mit breit gefächertem Angebot, günstige und gute Verpflegung (Pizza und Kürbissuppe, sowie neben den üblichen Getränken auch Biosäfte für 2€) und natürlich das tolle Ambiente machen die Gala Nocturna jedes Jahr lohnenswert!

Ich kann jedem nur empfehlen einmal die Reise auf sich zu nehmen. Die neue Location ist direkt neben dem Hauptbahnhof, also auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Wenn man keinen längeren Fußmarsch auf sich nehmen will, kann Parken allerdings etwas teuer werden.

Am folgenden Sonntag wurde in diesem Jahr auch ein Brunch angeboten, zu dem man sich im Voraus anmelden konnte.

Wer neugierig geworden ist, findet hier noch mehr Fotos. In der Gatehouse Gazette findet sich auch eine weitere Review mit mehr Bildern.

Man sieht sich hoffentlich im nächsten Jahr- AyraLeona de Loryva

 

Steampunk Hands around the World

Steampunk HandsSteampunk Hands around the World ist ein ergeiziges Projekt, dass den Februar 2014 zum Steampunk- Monat ernennt. Klingt erstmal schön und gut, aber was hat es damit auf sich? Die “Presse-Info” bringt Aufschluss:

So wie die Ausdrucksformen des Steampunks der heutigen Zeit nicht länger beschränkt auf seine literarischen Wurzeln sind, so sind die Mitglieder der Steampunk-Gemeinschaft nicht mehr auf eine geografische Region beschränkt. Steampunk erscheint in vielen Formen – und mit seiner stetig steigenden Popularität ist er gewachsen, um die ganze Welt zu umspannen.

Diesen weltweiten Bund zu feiern und bekannter zu machen ist die Kernidee eines neuen Projekts namens “Steampunk Hands Around The World”. Es wurde ersonnen von Kevin Steil, dem Schöpfer und Redakteur der Webseite “Steampunk Ambassador”, die den Interessierten mit Neuigkeiten und Resourcen versorgt. Mehr als drei Dutzend Steampunk-Schöpfer – Blogger, Autoren, Veranstalter und andere – nehmen bis jetzt an diesem Projekt teil, das über einen Monat laufen soll, und das die internationalen Verbindungen und Kontakte der Gemeinschaft in diversen Medienformaten präsentieren will.

Von Sonntag, dem 2. Februar 2014 bis Freitag, dem 28 Februar, wird die Gruppe zeigen, dass die Steampunks miteinander verbunden sind, egal wo sie auch leben mögen, und dass mit jedem Gespräch und jeder Verbindung neue Freundschaften entstehen können.

Steampunk bringt die Menschen in seinen zahllosen Formen zusammen, in einem umfassenden und stets hilfsbereiten Netzwerk Gleichgesinnter. Vom Teilen der Besprechungen neuer Bücher oder Musik, über das Spielen der aktuellsten Spiele bis hin zum Weitergeben von Anleitungenzur Herstellung von Gewandung oder Requisiten, bringt die Steampunk-Gemeinschaft Personen von acht bis achtzig zusammen, auf eine Art und Weise, wie man sie in anderen Gemeinschaften nicht oft findet.

Die vollständige und täglich aktualisierte Liste der teilnehmenden Webseiten, Blogs und Veranstaltungen wird in einem Auftaktbeitrag auf der Webseite des Airship Ambassadors veröffentlicht werden:

http://airshipambassador.wordpress.com

Für mehr Informationen bitte Kevin Steil (Kevin at AirshipAmbassador punkt com) kontaktieren (Englisch)

Klingt spannend, nicht wahr? Auch mehrere Deutsche Blogs und Webseiten machen bereits mit, so unter anderem

Aber es können noch mehr werden! Machen sie mit!

Sie haben kein eigenes Blog oder eine Website? Kein Problem! Wir vom Clockworker möchten hiermit quasi einen

“Call for Papers”

ausrufen und Sie, werte Mitreisende darum bitten uns einmal als Gastautoren zu erzählen, was sie am Steampunk so faszinierend finden, welche (internationalen) Erfahrungen sie gemacht haben, eine tolle Buch/Film/Spiel/etc. Empfehlung oder einfach einen Bericht vom letzten Stammtischtreffen. Es steht Ihnen völlig frei, was Sie schreiben wollen. Frei nach dem Motto: Was Sie als Steampunk interessiert, interessiert auch andere Steampunks!

Schicken Sie Ihre Beiträge einfach an  redaktion at clockworker punkt de Wir freuen uns über Ihre Einsendungen!

Während dem Steampunkmonat werden wir Sie natürlich auch über die anderen Projekte informiert halten. Seien Sie also gespannt und vor Allem: MACHEN SIE MIT!

Mit Volldampf in 2014

Durch eine Raum-Zeit-Anomalie verspätet, aber um so herzlicher: Ein erfolgreiches 2014!

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Elfia Arcen 2013

Ups, nach einigen technischen Problemen am Luftschiff folgt nun endlich die Berichterstattung von der diesjährigen Elfia in Arcen, ehemals bekannt als Elf Fantasy Fair. Wir entschuldigen uns vielmals für die extreme Zeitverzögerung und wünschen viel Spaß beim “in Erinnerungen schwelgen”.

Elfia bei Nacht

Wie der Clockworker bereits angekündigt hatte, fand diese am 14. und 15. September in den Schlossgärten von Arcen in der Nähe von Venlo statt.

Seit den vergangenen Jahren nimmt auch dort die Anzahl der anwesenden Steampunks stetig zu. Dies mag nicht zuletzt dem immer größer werdenden Steampunkbereich gedankt sein, der vom Steampunk Objective, einer niederländischen Steampunkgruppe  belebt wird. In diesem Jahr zum ersten Mal dabei war auch eine Gruppe aus Deutschland um die Steampunk Area mit Leben zu füllen: Die Steampunk Expeditions-Gesellschaft.

Logo des Steampunk Objectives

Die SEG war bereits am Freitag angereist und hatte ihre Zelte aufgeschlagen. Nach einem geselligen, internationalen Abend, wurden dann am Samstagmorgen auch die Tore für die Besucher geöffnet. Die ließen sich auch von schlechtem Wetter nicht abhalten und hatten teilweise ihre Kostüme mit Regenschirm und Gummistiefeln wetterfest gemacht.

Die Steampunk Expeditions Gesellschaft

Auch das Königspaar, in diesem Jahr ein deutsch-niederländisches-Damen-Duo, ließ sich nicht abhalten und flanierte durch ihr Königreich Elfia. Und was gab es da nicht alles zu sehen: Von Orks und Elfen, über Ritter und Knappen bis hin zum Predator und Klonkrieger waren alle Spielarten der Fantasy (und Science Fiction) vertreten. Ein wenig geordnet nach Genres konnte der Besucher praktisch durch verschiedene Welten wandern und sich verzaubern lassen.

Die weiße Königin mit ihrem “Preis” des Wettschießens

Am Sonntag dann spielte auch das Wetter mit und die Sonne kam heraus um sich das bunte Treiben zu beschauen.

Sowohl  Samstags als auch Sonntags schloss sich die Steampunkgruppe zusammen für einen Zug durch das Gelände um möglichst viele Dampfpunker für das Gruppenfoto zusammenzubekommen, welches hinter dem Lager vor dem See aufgenommen wurde und wie auch im vergangenen Jahr von vielen Fotografen genutzt wurde um die tollen Outfits abzulichten.

Captain Flint’s Buccaneers

Neben kreativen Gewandungen und Kostümen gab es in Elfia natürlich noch mehr zu bewundern. Geboten wurde ein buntes Programm mit Musik, Lesungen, Tanz, Kunst, Workshops und noch vielem mehr.

Vorsicht! Drache!

Live Music

Endzeit Lager

Predator

Nazghul

Es lohnt sich jedes Jahr wieder nach Elfia zu reisen und ich kann jedem nur empfehlen sich einmal auf den Weg zu machen um sich diese wunderbare Welt anzusehen. Die nächste Chance ist die Frühjahrs-Elfia in Haarzuilens, welche am Osterwochenende 19. – 21. April stattfinden wird, hoffentlich auch da mit internationalem Steampunk Bereich.

Mehr Fotos gibt es unter anderem hier zu sehen.

(Wer sich vorher nocheinmal ins Fantasy Getümmel stürzen möchte, dem sei die Midwinter Fair am 7. und 8. Dezemeber in Alphen aan den Rijn ans Herz gelegt, auch dort mit den Kollegen vom Steampunk Objective.)

Ad Astra Richard Nagy aka Datamancer

nagy

Leider müssen wir berichten, dass Richard – Datamancer – Nagy letzte Woche verstarb. Steampunk wäre ohne ihn nicht das, was es heute ist. Er war einer der ersten, der Menschen mit seinen Kunstwerken begeisterte. Seine Liebe zum Detail, die bedingungslose Sorgfalt in der Wahl der Materialien machten ihm zu einem der ganz großen Künstler der Szene. Dabei blieb er aber immer am Boden und nahm sich die Zeit sich mit anderen Steampunkern auszutauschen und Ratschläge zu geben.

Evelyn Kriete, eine enge Freundin von Richard, schrieb diesen Wunsch in ihren Nachruf, den wir mit ganzem Herzen unterstützen.

What I want you to do is this: instead of leaving thousands of “I’m sorry” comments to this, I want you to do something productive. Something that will actually make a dent in the universe. Richard’s death is not fair. He spent years and thousands of hours on his art and for all that work he never got his due. He was never properly rewarded for his hard work, his talent, and his incredible creativity. So I want you to make certain he and his art are not forgotten. I want you to go like his Facebook fan pagehttps://www.facebook.com/DatamancerLabs . Yes, it probably will not get any more updates, but at least you doing that will help spread him and his art around. If you ever wanted one of his keyboards, go and bid on one of the last auctions of his work still going on http://www.ebay.com/usr/datamancer. With a sudden death like this, every penny helps the family. I want you to try to make certain he and his art are not forgotten as that’s the only thing we can do now. An artist’s art are how they can stay immortal and the only way that can happen is we the living keep posting and perpetuating to others the knowledge of their talent and art. So do not let the world forget about Richard Nagy and his amazing sculptures. That is how you take back and preserve a little of what death has had stolen.

Also, if you have an artist, an author, or another kind of creative that you love, buy their stuff in the moment. Let them know you like their stuff,. Promote them. If something happens and they’re gone, they will never know you liked their art and that is one of the greatest crimes of the universe. Don’t let the world forget about Richard and his art. Never let the world forget about an artist. I’m not going to let you forget about him so do him the favor and pass that along his hard work and talent should have been rewarded more while he was with us. Do not let it fade away and be forgotten now that he has been taken from the world.

Zur Erinnerung die Reportage des SWR über Richard

Datamancer Steampunk on German 3sat TV from Richard Nagy on Vimeo.

TV-Reportage Leben!: Steampunker, Expedition in die Fantasywelt

leben

Eine weitere Steampunk-Dokumentation ist gerade online gegangen für die Sendung Leben! auf EinsPlus. Zu sehen sind unter anderem unsere Redakteurin AyraLeona de Loryva und Admiral Ravensdale. Sendetermin ist Sonntag 22.15 Uhr.

Eilmeldung: Steampunk auf EinsPlus

Heute Abend auf EinsPlus in der Sendung inPuncto “Volldampf in die Zukunft” um 22:15 steht unsere Redakteurin AyraLeona de Loryva Rede und Antwort in Sachen Steampunk. Die Sendung ist bereits jetzt online abzurufen. Nächsten Sonntag (wieder 22:15 EinsPlus) in der Sendung Leben! ist ebenfalls Steampunk das Thema, dann auch mit Admiral Ravensdale.

ayra

Im Salongespräch: Aurelio Voltaire

Vergangenen Mittwoch konnte im MTC in Köln eine Weltpremiere gefeiert werden: Aurelio Voltaire zum ersten Mal live on Stage in Deutschland.

Der Clockworker bekam die Chance ein Interview mit ihm zu führen und ihm die Chance zu geben, sich dem deutschen Publikum vorzustellen.

Mein Name ist Aurelio Voltaire und ich bin ein böser Clown… (lacht)
Ich weiß tatsächlich nicht wirklich, wie ich mich selbst vorstellen soll. Ich mache eine Menge verschiedener Dinge, aber die meisten beinhalten Dinge, die düster sind und zugleich humorvoll. Manchmal sind das Songs, manchmal Bücher, manchmal Filme und manchmal Spielsachen.

Dies ist das erste Mal, dass du auf dem Europäischen Festland bist?

Nun, eigentlich habe ich schon mal eine Show in Oslo, Norwegen gespielt, vor einigen Jahren. Aber das hier ist meine erste Europa Tour und sicherlich das erste Mal überhaupt, dass ich in Köln bin.

Was war der Hauptgrund um hier zu spielen, insbesondere in Deutschland?

Ich toure in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko. Und ich bekomme eine Menge Emails aus Europa und mein Webstore erhält sehr viele Bestellungen aus Europa, da war es nur eine natürliche Entwicklung, dass ich hier her kommen sollte, um die Menschen zu besuchen, die meine Musik hören.

Hast du besondere Vorbereitungen für die Shows in Deutschland getroffen?

Ähm… Nein. (lacht)

Ich kann nicht sagen, dass ich das getan hätte. Ich denke,  es sollte so sein, wie die Leute es von mir erwarten. Die Menschen, die kommen, wissen bereits, wer ich bin. Versteht ihr, was ich meine? Also sollten sie die gleiche Show bekommen, die ich in Amerika spiele.

Worüber ich nachdenke ist die Auswahl der Songs. Ich muss ein bisschen mehr darüber nachdenken, welche Songs musikalisch wirken, für ein Publikum, das eventuell kein Englisch spricht, im Gegensatz zu Songs, die über den Text wirken, denn eine Menge meiner Songs sind voll mit Wordspielen und -witzen. Und das könnte schwer zu verstehen sein für Leute mit Englisch als Fremdsprache. Also muss ich überlegen, welche Lieder am besten zu verstehen sein werden.

Ich habe in den Konzertdaten gesehen, dass du einen freien Tag zwischen den Konzerten hast, hast du dafür besondere Pläne? Möchtest du etwas Spezielles besuchen?

Ich mag freie Tage nicht besonders. Ich bin ein Workaholic und ich liebe es auf der Bühne zu stehen.

Ich hatte einen freien Tag in Wien. Es war schön, aber jetzt könnte ich mir in den Hinter treten, weil ich realisiert habe, wie nah Prag war und ich hätte mir Prag ansehen sollen. Aber Wien ist auch eine schöne Stadt.

Kommen wir zu deinem neuen Album „Raised by Bats“, das per Crowd-Funding finanziert wurde.

Ja… um ehrlich zu sein, hab ich 35000 Dollar dafür ausgegeben und jetzt finanziere ich die letzten 10.000 mit Crowd-Funding. Das ist, was eigentlich gerade passiert.

Wie bist du auf den Namen gekommen?

Der Titeltrack „Raised by bats“ ist ein Lied darüber, wie ich mit 17 von zu Hause weggelaufen bin. Und ihr wisst ja, wenn man sich ein wenig seltsam kleidet oder Gothic trägt, gibt es dort draußen eine Menge Leute, die sich über einen lustig machen und die einen beschimpfen mit „schwuler Dracula“, „Mörder“ , und allem Möglichen an Schimpfwörtern. Obwohl ich es eigentlich sogar mag, „schwuler Dracula“ genannt zu werden, das klingt ziemlich elegant…
Aber egal, an einem Punkt habe ich gemerkt, dass es gut ist den Leuten einfach eine raffinierte Antwort zu geben und bei mir war das eben, dass ich von Fledermäusen aufgezogen wurde und deshalb so aussehe.

Auf der Bühne trage ich ein Outfit, das nach dunklem Pirat aussieht. Und im Club schätzen die Leute das wirklich. Aber wann immer ich damit nach draußen gehe, werde ich automatisch zu Jack Sparrow, für die dummen, normalen Leute.
Ich weiß, es gibt sicherlich Schlimmeres, als mit Johnny Depp verglichen zu werden. Es ist einfach ein unglückliches Zeichen für Ignoranz, wenn Menschen sofort eine kulturelle Verbindung ziehen müssen, einen in eine Schublade stecken müssen, um sich selbst wohl fühlen zu können mit dem, was sie da gerade sehen. Für mich ist das ein Zeichen von Dummheit und Unsicherheit.

Dein letztes Album „Bitrektual“ befasst sich mit mehreren bekannten Science Fiction Serien, wie Star Wars, Star Trek und sogar Doctor Who. Neben diesen, welche anderen Science Fiction Serien würdest du empfehlen?

Oh Gott, ich weiß nicht. Wisst ihr, das Album „Bitrektual“ ist eine pornographische Sammlung von Star Trek und Star Wars Songs. Es gibt eigentlich nur einen Doctor Who Song, weil die Doctor Who Fans so penetrante Fotzen sind. Die haben mich dazu gebracht, diesen Song zu machen.

Naja, ich mag “Battlestar Galactica”. Und als ich aufwuchs habe ich “Lost in Space” und “Twilight Zone” geschaut. Wenn es ein Raumschiff gibt, stehen die Chancen gut, dass ich es sehen werde.

Kennst du auch Firefly?

Ich kenne Firefly, aber ich habe Firefly noch nie gesehen. Ein sehr guter Freund von mir, der auch Sänger ist, schreibt Lieder über Firefly. Sein Name ist Marc Gunn. Und Marc hat mir die komplette Serie gegeben.

Aber… ich sehe kein Fernsehen. Ich habe keinen Fernseher gehabt in den letzten 20 Jahren. Wenn ich Fernsehen schauen würde, wäre ich jetzt nicht hier und würde dieses Interview führen. Ich säße zu Hause vor dem Fernseher. Weil ich kein Fernsehen schaue, bekomme ich so viele Dinge getan.

Ich musste erst eine Operation haben und das Haus nicht verlassen dürfen um das neue Battlestar Galactica zu sehen.

Wenn ich mich also das nächste Mal verletze, verspreche ich, werde ich Firefly sehen.

Die Selbstbeschreibung der Show: “Watch an old Pirat getting drunk”

Ich habe diese Frage gestellt, weil Firefly sehr häufig als Steampunk bzw. Dieselpunk Serie genannt wird. Und deine Musik wird häufig genannt, wenn man nach Steampunk Musik fragt, wo siehst du die Hauptverbindung zum Genre?

Ich denke, es ist eine sehr organische Verbindung. Steampunk ist Science Fiction aus der Perspektive des viktorianischen England. Und es gibt nur sehr, sehr wenige Bands, die Instrumente benutzen, die es schon in der viktorianischen Zeit gab. Wenn man sich Bands ansieht, die sagen, „wir sind Steampunk Bands“ und dann aber Keyboards und E-Guitarre spielen, müssen die mit seltsamen Geschichten kommen, wie „wir sind durch die Zeit gereist und haben Keyboards aus den 90ern mitgebracht“.

Aber für mich war es das Natürlichste, das passieren konnte, als die Steampunkwelt anfing sich zu entwickeln, dass die Leute sich fragen „Welche Art von Musik hören wir“ und die natürlichste Antwort darauf war (für mich): Musik, die auch in der viktorianischen Ära hätte gespielt werden können.

Und die ersten zwei Bands, die mir dabei einfallen sind Rasputina und Tom Waits. Die beiden sind zwei meiner persönlichen Helden, sie haben mich dazu inspiriert Musik zu machen, die auch vor 200 Jahren schon hätte sein können. Ich denke, das ist alles eine natürliche Entwicklung. 
Allerdings könnte ich meine Steampunk Mitgliedskarte verlieren, denn mein neues Album ist ein Goth Rock Album und es ist das erste Mal, dass ich auch elektronische Musikinstrumente benutze. E-Guitarre, E-Bass, Keyboard und solche Sachen. Ich hoffe, ich werde zumindest immer ein Ehrenmitglied der Steampunkwelt bleiben. (lacht)

Welchen deiner Songs würdest du als steampunkigsten bezeichnen?

„The Mechnical Girl“

Als ich das Album „Riding a Black Unicorn Down the Side of an Erupting Volcano While Drinking from a Chalice Filled with the Laughter of Small Children” gemacht habe, habe ich meine Hörerschaft gefragt, welche Art von Album sie gerne hören würden und manche sagten Folk, andere Cabaret oder Gypsy Punk, manche wollten Steampunk und jemand sagte sogar Acoustic Heavy Metal. Und ich sagte: Okay.
Und ich habe sie alle gemacht. Dieses Album war nicht nur von einem Fan benannt, sondern auch vorgschlagen und diktiert von Fans. Und „The Mechanical Girl“ war mein Versuch den Steampunk Song auf dem Album zu kreieren. Wenn ich also auf Stemapunk Conventions bin, kann man sicher sein, dass ich dieses Lied spiele.

Du spielst recht häufig auf Conventions wie der „Dragon Con“…

Mittlerweile 15 Jahre hintereinander

…aber leider zu weit weg für uns

Das könnte ich eventuell nächstes Jahr beheben: Es gibt Gespräche darüber, dass ich nächstes Jahr auf einer Steampunk Convention in England spielen werde.

Zurück zur Frage: Auf den Conventions siehst du sicherlich auch jede Menge Steampunks, was ist deine Hauptreaktion ihnen gegenüber?

Steampunk ist etwas sehr natürliches für mich. Ihr müsst etwas verstehen: Ich bin aaalt. Aber selbst ich bin nicht so alt wie Steampunk. Die Leute denken, dass Steampunk etwas Neues ist. Aber als ich eine kleines Kind war, war mein Lieblingsfilm „Chitty chitty, Bang bang“, ein wahrer Steampunkfilm. Und dann gab es da die Serie „Wild Wild West“, die ebenfalls eine Steampunkserie ist. Die Philosophie nach Vorlage von Jules Verne Sciene Fiction aus der Viktorianischen Zeit zu erschaffen ist nicht neu, nur das kulturelle Phänomen von Treffen, Cosplay, Musik , dieser Teil ist neu.

Als ich klein war, hatten wir eine sehr verschnörkelte Messinglampe, die kaputt ging. Und ich fragte meine Mutter: Kann ich die haben? Und sie antwortete: Sicher, aber warum möchtest du diesen Müll haben? Und ich habe sie auseinander genommen und das verzierteste Messing Raumschiff daraus gebaut, dass ihr je gesehen habt.

Steampunk bringt einfach Dinge zusammen, die ich schon immer mochte: Science Fiction und antiquierte Dinge.

Also… Ich hab‘ die Frage vergessen… Oh ja: Was denke ich, wenn ich Steampunks sehe? Ich sehe Menschen, die die gleichen Dinge mögen wie ich. Meine Brüder und Schwestern.

Einige letzte Worte für die deutschen Fans?

Es ist wirklich, wirklich aufregend, nachdem ich jetzt seit vielen, vielen Jahren nach Deutschland kommen wollte, endlich hier zu sein und ich freue mich darauf, Menschen zu treffen, die meine Musik seit Jahren hören und mich noch nie persönlich treffen konnten. Und ich hoffe, dass dies erst das erste von vielen solcher Treffen sein wird.

Das hoffen wir auch! Vielen Dank für dieses Interview.

Es war mir ein Vergnügen, vielen Dank!

 

Auch uns hat das Interview sehr viel Spaß gemacht und wir hoffen, dass dies nicht das letzte Mal war, dass Voltaire nach Deutschland gekommen ist. Mehr Infos findet ihr auf seiner Hompage.

 

(Wer das Interview lieber im Orginal auf Englisch lesen möchte, findet dieses hier auf meinem/AyraLeonas persönlichem Blog Ruffles and Steam, inlusive einiger persönlicherer Eindrücke)

 

 

Ad Astra Scott Carpenter

Scott-Carpenter_recovery_NASA

Im Alter von 88 Jahren verstarb gestern Scott Carpenter, einer der sieben Männer der Mercury-Mission. Damit lebt nur noch John Glen als Teilnehmer der erstes Mondmission.

Ad Astra Frederik Pohl

Frederik-Pohl

Am 2.September 2013 verstarb der amerikanische SF-Autor Frederik Pohl im Alter von 93 Jahren. Pohl Werk schrieb von 1937-2013 Science Fiction Romane und (Fan-)Artikel, wobei neben seinen Romanen auch sein Blog The Way the Future Blogs mehrfach ausgezeichnet wurden.

Steampunk auf dem Amphi 2013

Auch in diesem Jahr berichten wir vom Amphi Festival im Kölner Tanzbrunnen. Auch wenn das Line-up nicht wirklich etwas Steampunkiges versprach, muss das ja nicht heißen, dass keine Steampunks das Festival besuchen würden und genauso war es auch.

Ein positives Erlebnis gab es direkt am Presseschalter. Dort angekommen und das Medium genannt, wurde ich direkt angesprochen: „Ach, das ist doch die Steampunk-Sache“. Ja genau, das ist der Clockworker! Es schein so, als würde Steampunk wohl doch bekannter, ob IBM wohl doch Recht hat?

Auch auf dem Gelände merkte man, dass Steampunk stärker vertreten war, als im vergangenen Jahr. Trotz des heißen Wetters hatten es sich zahlreiche Gäste nicht nehmen lassen in entsprechendem Outfit den Tanzbrunnen zu bevölkern. (Bei etwas gemäßigteren Temperaturen wären es bestimmt noch mehr gewesen.)

(Klick auf die Bilder zum Vergrößern)

Neben den Gästen boten auch die Verkaufsstände ein breiteres Spektrum an Schmuck, Kleidung und Accessoires. Atelier Tausendschön, Trollart, Dead Doll’s Needful Things und weitere ließen das Steampunker Herz höher schlagen. Das eigene Outfit konnte mit individueller Schmuck und selbstgemachten Kleinigkeiten nach Herzenslust erweitert werden oder aber der Grundstein für ein neues Outfit gelegt werden.

Atelier Tausendschön

Atelier Tausendschön

Positiv überrascht war ich besonders von Ständen wie Black Planet – Victorian Gothic, und anderen Bekleidungsständen, denn hier ließ sich meiner Meinung nach die Entwicklung besonders gut nachvollziehen: Wo im letzten Jahr noch Hosen mit aufgenähten Zahnrädern statt Knöpfen mit Steampunk betitelt wurden, hingen in diesem Jahr Korsetts mit Messing-Schließen, viktorianische Gehröcke und Zylinder. Definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Steampunk scheint mehr und mehr seinen Platz innerhalb der schwarzen Szene und damit auch auf Festivals wie dem Amphi zu bekommen.

Black

Black Planet – Victorian Gothic

Zurück zum Festival selbst: Zwei Bühnen, eine Außen, eine Innen plus das bestuhlte Theater versprachen ein abwechslungsreiches Programm. Neben den Konzerten fanden auch Lesungen von Christian von Aster und Mark Benecke statt. Welle:Erdball stellten ihre 20 Jahre Chronik vor und abends wurde die Bestuhlung im Theater zugunsten der Aftershow Partys mit verschiedenen DJs geräumt.

Christian von Aster

Christian von Aster

Für eine kleine Pause zwischendurch boten die zahlreichen Stände genügend Shoppingmöglichkeiten und auch kulinarisch wurde vieles geboten: Von Imbiss-Pommes über gebratene Nudeln bis hin zu Zuckerwatte und Co fehlte es an gar nichts.

Wer sich einfach nur ein wenig ausruhen wollte, konnte einen Platz in der Strandbar ergattern, sich am Amphi-Spielplatz in den Schatten setzen oder in den direkt neben dem Tanzbrunnen gelegenen Rheinpark flanieren.

Zusätzlich zu den diversen Trinkwasserstellen auf dem Gelände gab es in diesem Jahr auch noch eine Gartendusche an der Haupttrinkwasserversorgungsstelle, sodass für Abkühlung gesorgt war, was bei den Temperaturen durchaus von Vorteil war.

Amphi 2013 klein 005

Tanzbrunnen Köln

Dank der Konstruktion des Tanzbrunnes gab es auch vor der Bühne Schatten, sodass man, wenn man unter den riesigen Schirmen einen Platz ergattern konnte, auch die Außenkonzerte ohne Sonnenbrandgefahr genießen konnte.

Alles in allem wieder ein sehr gelungenes Festival, auch wenn es Wetter-mäßig auch ein paar Grad weniger getan hätten. Darauf wurde aber von der Festival-Orga mit zusätzlichen Trinkwasserstellen und der Dusche bestens reagiert.

Die gute Anbindung durch den Deutzer Bahnhof ist auch für daheim schlafende Festival-Besucher von Vorteil, auch wenn man besser den Weg kennen sollte (oder aber man folgt den schwarzen Massen). Das Amphi-Festival lohnt sich in jedem Jahr wieder und das auch unabhängig vom Line-up! Der Vorverkauf für das 10. Amphi am 26. und 27.07.2014 startet übrigends heute ;)

 

Im Salongespräch: Marco Ansing

Heute dürfen wir im Salon Marco Ansing begrüßen. Der gebürtige Gießener ist Autor von phantastischen Geschichten und Hörspielen und widmet sein Schaffen zur Zeit der Projektleitung von “Die Letzte Instanz -  Ein Livehörspiel

Marco, wir hörten in den letzten Wochen einiges über dein Projekt: “Die Letzte Instanz -  Ein Livehörspiel”. Hörspiele hatten in den letzten Jahren wieder einen großen Aufschwung und Theaterstücke kennen wir auch alle zu genüge. Was brachte dich und dein Team darauf das ganze zu kombinieren und worum geht es in dem Stück überhaupt?

Kristina Lohfeldt und ich wollten unsere Fähigkeiten für ein innovatives Projekt zusammenwerfen. Wir sind beide eigentlich literarisch eher humorvolle Schreiber. Sie mit ihrem Roman “Too Bad To Be God”, ich mit meinen vielen Kurzgeschichten, z.B. “Kegeln mit der Apokalypse”. Dazu kam nun meine Fähigkeit als Skriptschreiber aus diversen Hörspielprojekten und das Theater lieben wir beide. Dann kombinierten wir das Ganze und die Idee eines Live-Hörspiels war geboren. Wir wollten nicht einfach eine Steampunkstory, wir wollten einen Krimi schreiben, der Parallelen zur heutigen Zeit setzt. Dazu sollte es Figuren mit Tiefgang, eine Intrige, etwas Mysterie, viel Humor geben und so entstand die “Letzte Instanz”. Um was geht es? Nun, vier Passagiere reisen mit einem Luftschiff, dabei hat jeder ein finsteres Geheimnis. Und ganz langsam kommt dieses ans Tageslicht, was die Reise zu einer echten Nervenprobe werden lässt. Schlimmer noch, irgendetwas auf dem Schiff stimmt nicht. Spukt es etwa? Mehr darf und will ich nicht verraten.

Wie man in euren Blogposts erfährt, hast du dir einige gute und nicht gerade unbekannte Leute ins Boot geholt. Kannst du uns ein wenig über die Beteiligten in dem Projekt erzählen?

Aber natürlich. Kristina Lohfeldt hatte ich ja schon erwähnt. Sie ist die Mitautorin und zugleich Schauspielerin der Figur “Elsa Stahl”, eine renitente Frauenrechtlerin aus dem Arbeiterschicht. Daneben spielt Martin Sabel, bekannt aus diversen Hörspielen (Arwinger, Geisterschocker, Dorian Hunter, der Fluch, Caine, Drizzt,  Dragonbound, etc.) den Herman Kühn, einen sehr umtriebigen Reporter, der seine Nase in alles hineinsteckt. Der preußische Soldat Friedrich Adalbert vom Lehn, zu dem es auch ein Minicomic mit seiner Vorgeschichte gibt, wird von zwei Personen gespielt: Detlef Tams vertritt ihn auf unserer CD. Auch er ist bekannt als Sprecher (Dorian Hunter, Die drei ??? – Kids, Larry Brent, Hamburg-Krimis u.v.a.), mehr jedoch als Schauspieler in Hamburg. Carsten Krabbe stellt die Figur bei unserer Live-Inszenierung dar und ist Profisprecher (Radio, aber auch NDR, ZDF, arte und andere). Wiba Stein spielt unsere Chantal LaGrande, Tänzerin und Medium, und singt live auf der Bühne. Sie ist vielen bekannt als Musikerin der Band Drachenflug. Sie bringt jede Menge Bühnenerfahrung mit , so war sie bereits in “Soul Kitchen”, “Notruf Hafenkante” und “Liebe deinen Feind” zu sehen. Geräuschetechnisch werden wir durch Evie Ex Machina und Natalia Obscura, Mitglieder der Band Drachenflug, unterstützt. Sie klappern mit Geschirr, werfen mit Besteck, bewegen Schuhe, feuern Schüsse ab, lassen es explodieren und gebe jede Menge Dampf. Überhaupt bin ich überglücklich, dass die gesamte Band dabei ist: Michael, Freiherr von Dunkelfels, komponierte zum Beispiel die dramaturgische Musik für jede Szene und natürlich die Titelmelodie. Zum Schluss gibt es auf der Bühne noch unseren Techniker Lars “Mac” Hoese, der durch seine Arbeit hinter der Mischanlage quasi zum Ensemble gehört. Und nicht vergessen darf man Wey-Han Tan, unseren Illustrator, der das tolle Artwork entworfen hat. Dazu kommen noch diverse Organisatoren, denen ich für ihre Mühe zu tiefem Dank verpflichtet bin.

Das Steampunkgenre ist gerade hoch im Kurs und viele wunderbare Projekte erblicken das Licht der Welt. Was war euer Beweggrund genau dieses Genre zu wählen und wie erklärst du dir die momentate Beliebtheit von Steampunk?

Seit ich durch meine Kurzgeschichte “Der  Automatenimbiss” immer stärker in die Steampunkszene drang und  spätestens durch den Aethercircus 2012 die Band Drachenflig  kennenlernte, wurde klar: Steampunk sollte es sein. Schon immer habe ich  mich innerhalb von Storys aus dem 19. Jahrhundert, seien es Filme, Comics oder Romane, wohlgefühlt. Ich gebe zu, dass ich mit dem Projekt auch etwas beweisen wollte: Steampunk und Hörspiel ist kein Gegensatz und live auf der Bühne passt es auch. Jules Vernes Zeit interessiert jeden.
Die Beliebtheit von Steampunk entsteht wohl durch die ungenaue Definition, die es ermöglicht, dass jeder seine eigene Sicht des Themas hat. Im Grunde ist es vor allem der Drang sich aus der Massenproduktion abzukapseln und sich zu individualisieren. Jeden Steampunk, den ich treffe, kann ich Künstler nennen. Denn ob er selbst Schmuck bastelt, schreibt, musiziert, schneidert, schraubt oder sich Gedanken über die Ausstattung seines Picknickkorbes macht, am Ende ist es immer eine Kunstform, die ausgedrückt werden möchte. Steampunk erlaubt schöpferisch tätig zu sein und gibt als einzige Regel vor, dass es irgendetwas mit dem 19. Jahrhundert zu tun haben soll.

Wie wichtig ist es dir, wenn man Teil einer Szene ist, welches Genre auch immer, daß man aktiv etwas dazu beiträgt?

Die Szene lebt ja von Ihren einzelnen Mitgliedern. Jeder kann etwas tun, und wenn es nur die Begeisterung für etwas ist. Es gibt im Steampunk viele Bastler, die tolle Geräte bauen. Ihnen eine ehrliche Meinung zu geben , hilft den Leuten voran zu kommen. Und das hilft der gesamten Szene. Als kleines Beispiel möchte ich hier die “Machina Nostalgica“-Ausstellung nennen, die am 17. August in Itzehoe ihre Tore öffnet. Mal reinschnuppern lohnt sich, besonders, wenn man sich davor steampunkfit auf unserem Livehörspiel gemacht hat.

“…Jules Vernes Zeit interessiert jeden…” Denkst du, daß man aus dieser Zeit etwas für unsere Zeit mitnehmen kann? Kann sie Einfluß haben auf unser Leben, Umgangsformen, soziale Strukturen und andere Werte?

Ganz klar: Jules Verne war ein Visionär. Er erfand in seinen Werken Maschinen und Ideen, die zu jener Zeit Science-Ficiton waren, heute aber unlängst Realität sind. Die Zeit war berühmt durch Ihre krassen Widersprüche. Auf der einen Seite der stetige technische Fortschritt, andererseits die sozialen Gegensätze. Was man mitnehmen kann, ist ganz klar der Gedanke der Modernisierung: Es muss besser werden. Doch müssen wir es natürlich mit der Ethik unserer Gegenwart kombinieren. In Jules Vernes Zeit waren Frauen alles andere als gleichberechtigt, Rassismus gehörte zur Tagesordnung und Hunger war alltäglich. Jules Verne zeigt vor allem die Welt der Oberschicht. Trotzdem sind uns allen die Abenteuerromane bekannt. Für uns sollte es vor allem das Streben wichtig sein, das Streben nach einem individuellen Ziel: Im Steampunk nach sogenanntem Victorian Science-Ficition, bzw. Retrofuturismus.

Du hast dich für Crowdsourcing als Finanzierungsmethode entschieden. Was hält du grundsätzlich von diesem Verfahren? Denkst du, es ist die Finanzierungsoption der Zukunft? Funktioniert es am Ende gar für jede Art von Projekt?

Crowdfunding oder Crowdsourcing ist vor allem erstmal die Möglichkeit, ein Produkt vorzustellen, dass sich nicht am Massenmarkt orientiert, sondern äußerst individuell ist. Dann wird sich zeigen, ob sich eine gewisse Masse an Menschen für dieses Projekt begeistern kann. Dazu gehört natürlich, dass sich die Projektgruppe dahinter gut verkauft. Der Künstler muss erfahrbar werden für den Unterstützer. Mit Hilfe der Crowd können völlig neue Wege gegangen werden, die im kommerziellen Einerlei nicht möglich wären. Für unser Projekt heißt das vor allem viel Arbeit: werben, bekannt werden, überzeugen und immer wieder auf sich aufmerksam machen. Wir haben jede Menge Live-Events geplant, drehen Videos und basteln an den “Dankeschöns”. Und das ist ja das besondere am Crowdsourcing. Man sucht nicht einfach Spenden, sondern jeder, der unterstützt, bekommt etwas dafür. Und ohne diese Unterstützung funktioniert es nicht.Ich glaube nicht, dass es für jedes Projekt klappt und ich denke auch nicht, dass es das Modell der Zukunft ist. Aber es ist eine Möglichkeit etwas neben dem Mainstream einem speziellen Publikum zu präsentieren und es umzusetzen.

Die geplante große Inszenierung am 10.8. ist nicht euer erster Auftritt. Wie liefen die bisherigen und was für ein Feedback bekamt ihr vom Publikum?

Wir haben bisher immer Kurzversionen gespielt, etwa auf der NordCon in Hamburg, einer Brett- und Rollenspielconvention. Dann war da natürlichnoch  der legendäre Auftritt auf dem Steampunkfestival in Stade, dem Aethercircus.  Ein Livehörspiel ist für viele etwas Unbekanntes und demnach ist es nicht leicht zu überzeugen. Aber bisher konnten wir immer begeistern, was vor allem an den Sprechern liegt, die ihre Rollen auf ganz besondere Weise interpretieren, wie es uns Autoren vorher gar nicht bewusst war. Unser Hauptfeedback war die Liebe der Zuschauer zur Figur Friedrich Adalbert vom Lehn. Der preußische Soldat spielt sich durch seine knackigen Sätze und seinem spröden Humor schnell zum Publikumsliebling hoch. Deswegen haben wir ihm auch ein Mini-Comic gewidmet. Auf  der NordCon hatten wir über 100 johlende Fans. Das wollen wir natürlich  noch weiter steigern mit der Langversion des Hörspiels am 10. August. Dieses Event wird nur stattfinden können, wenn wir genügend  Unterstützer finden. Karten bekommt man demnach nicht an der Abendkasse, sondern nur über Startnext.

Wie stellst du dir für das Gesamtprojekt ‘Steampunkhörspiele’ die Zukunft vor? Gibt es für unsere Leser schon einen kleinen Ausblick?

Gewiss wird “Die letzte Instanz” nicht das einzige Live-Hörspiel bleiben. Mit der Band Drachenflug habe ich schon ein paar andere verrückte Ideen ausgeheckt. Ich träume immer noch davon meinen abenteuerlustigen Captain Silversteam auf die Bühne zu jagen um ihn bester Steampunkmanier den Tag retten zu lassen: Ganz pulpig und mit jeder Menge Dampf. Aber erstmal ist diese Idee noch in weiter Ferne. Das nächste Jahr bringt vor allem andere Bühnenprojekte. Doch darüber schweige ich vorerst.

Danke für das Interview Marco, das klingt alles sehr spannend. Ich hoffe, die Finanzierung wird erfolgreich sein und ich kann mir das Stück in Hamburg ansehen :)

Mehr Informationen unter:
Marcos Webseite
Die Projektseite
Die Band Drachenflug