Metal-Songs im Stil der 1920er - Daniel Malheurs Heaven and Hell Orchestra

Das ist mal was anderes…
Metal Songs von AC/DC, Van Halen, Black Sabbath, Metallica und anderen Bands in Coverversionen von Daniel Malheur und seinem HEAVEN AND HELL ORCHESTRA. Dieses furiose Orchester klingt so, als hätte es den Clubs der  Goldenen Zwanziger Jahre gründlich eingeheizt.

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Das HEAVEN AND HELL ORCHESTRA, ein Nebenprojekt von Herrn Malheur, wurde schon vielfach live aufgeführt, mit Gesang von Daniel Malheur, Piano von Dirk Bewig, Bass von Kaspar Loyal,  sowie Agata Pontius an der Violine und Stoppel Eggert am Schlagzeug.

Nun soll in einem Crowdfunding Projekt bei Startnext auch eine CD dazu entstehen, mit dem schaurigen Titel „MEPHISTOPOLIS – the incredible Songbook of Charles T. Goodhill“. Geplant ist eine Auflage von 1000 Stück.

 

Daniel Malheur @ Viona's Victorian Village

Daniel Malheur auf Viona’s Victorian Village, Leipzig im Mai 2015 ,
Photo copyright: Ayra Leona

Herr Malheur schreibt dazu: „Das HEAVEN AND HELL ORCHESTRA ist als ‚Seitensprung‘ zu verstehen. Nach 20 Jahren MonokelPop wollte ich musikalisch mal etwas anderes machen und trotzdem den 1920ern verbunden bleiben.

Eine Hommage an die Idole meiner Jugend. …ich bin Geschichtenerzähler, und dies ist meine neue Geschichte:

Berlin 1929: Im HIMMEL & HÖLLE, einem berüchtigten Vergnügungsetablissement im dekadenten Berliner Westen, feierte der britische Jazzmusiker und Komponist Charles T. Goodhill mit seinem Orchester in der Zeit der weltweiten Depression Ende der Weimarer Republik große Erfolge. Ihm wird nachgesagt, er sei das Oberhaupt eines sektenartigen Geheimkultes gewesen. Abend für Abend habe er ein williges Auditorium in ein verborgenes Hinterzimmer des Etablissement geladen, um dort schwarze Messen abzuhalten und seine Anhänger mit seiner Musik zu betören. Goodhill galt in okkulten Kreisen als Meister der sogenannten ‚Schweren Musik‘, in deren Texten die dunkle Seite der Seele, das Böse im Allgemeinen und Satan im Speziellen thematisiert wurde.“

Das klingt in der Tat nach Metal vom Feinsten…

Im Frühjahr 2014 hat Herrn Malheur übrigens dank seinen Fans bereits ein CD-Projekt namens „Die Susi bläst das Saxophon – Monokelpop at its best“ erfolgreich finanzieren können. Der Clockworker drückt nun die Daumen für die geplante neue CD mit dem HEAVEN & HELL ORCHESTRA. Das Projekt läuft noch bis 9. Februar 2016

Daniel Malheurs Seite im Netz:
http://www.daniel-malheur.de/

Steampunk als Markenname - Nachtrag

Der Anstragsteller, Stefan Arbes, hat das ganze natürlich auch nicht ignoriert und seinerseits eine recht ausführliche Stellungnahme veröffentlicht, die wir, in Absprache mit ihm, an dieser Stelle gerne weitergeben möchten.

Stellungnahme zu der Anmeldung von „Steampunk“ als Marke: Bitte dies erst mal vollständig lesen, es soll niemand in der Szene damit geschädigt werden.

Bei der Recherche für ein Rollenspielprojekt („Ameryll“) Anfang diesen Jahres haben wir festgestellt, dass es bereits 4 (inzwischen sind es schon 5) Eintragungen in unterschiedlichen Klassen für „Steampunk“ gibt. Auf Grund des momentanen Booms aller möglichen Anbieter bei allem, was damit zu tun hat, war und ist zu erwarten, dass früher oder später irgendjemand darauf aufmerksam und versuchen wird, mit dem nötigen juristischen Rückhalt und Resourcen Kapital daraus zu schlagen. Es gibt präventiv nicht allzuviele Möglichkeiten, das ohne langwierige rechtliche Auseinandersetzungen zu verhindern. Wir wollten uns diesem Risiko nicht aussetzen.
Wer schon einmal einem Markenrechtsstreit hatte, weiss, wovon ich rede.

Ich habe deshalb im März schon (ist auch in der Anmeldung leicht zu sehen), den Begriff „Steampunk“ in den Klassen 28, 9 und 41 beim Deutschen Patent- und Markenregister angemeldet, um zu klären, dass „Steampunk“ kein schützenswerter Begriff ist.

Derzeit ist das auch nach wie vor nur eine Anmeldung, eingetragen ist noch gar nichts.

Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten:

a) Ich ziehe (wie von einigen sehr aufgebrachten Leuten schon verlangt) die Anmeldung zurück. Das wäre an sich meinerseits kein Problem, nur ist dann im Grunde auch nichts weiter gewonnen. Eine Rücknahme einer Anmeldung stellt leider überhaupt nichts klar. Denn dann wird früher oder später der Nächste kommen, der das versuchen wird, und dann möglicherweise mit ganz anderen Absichten. Und ich weiß sicher, dass dies kommen wird.

b) Das DPMA lehnt die Markeneintragung mit der Begründung eines nicht schützenswerten Begriffs ab. Das ist dann eine klare Aussage der qualifizierten Fachbehörde, die in jeglicher späteren Abmahnung oder Prozess gegen irgendjemanden, der versucht, aus einer Marke „Steampunk“ Gewinn zu schlagen, Gewicht hat. Und zwar wesentlich mehr Gewicht als alle sonstigen Argumentationen.

c) Das DPMA trägt die Marke ein und die Widerspruchsfrist beginnt. Dann kann der Eintragung widersprochen und dem Widerspruch stattgegeben werden. Auch hier ist das Ergebnis wie bei a), nämlich einigermaßene Klarheit.

d) Es kommt zur Eintragung der Marke. Dann werde ich die Marke an eine unabhängige Institution übertragen (das ist dann wahrscheinlich sinnvollerweise ein Verein oder Ähnliches), die die Marke verwaltet und an jeden Interessierten symbolisch weiter lizensiert. Damit sind alle, die in den Klassen irgend etwas in dem Bereich machen, einigermaßen geschützt.

Im Moment ist (wie schon seit inzwischen 8 Monaten) da noch gar nichts eingetragen, aber das DPMA hat bereits schon vor Monaten Bedenken gegen die Eintragung geäußert und befaßt sich wie gewünscht damit.

Ich stehe selbstverständlich zu Rückfragen dazu zur Verfügung, unter meiner email info@arbes.de, per FB oder sonst wie. Nur bitte ich von aufgebrachten Anrufen abzusehen, Ihr lauft eigentlich nur offene Türen ein und das bringt nichts.

Stefan Arbes

Steampunk als Markenname

Vermutlich habt ihr alle schon den Antrag auf Steampunk als Markenname und alle dazugehörigen Meldungen in den genreverwandten Gruppen in sozialen Medien entdeckt.
Leider kochen dabei auch gerade die Gemüter hoch und schlimme Worte werden geschrieben. Schließlich geht ja jedem um „sein Steampunk“.

Daß man das ganze ernst nehmen sollte und eine Eintragung in das DPMAregister im Zweifel das Recht für Abmahungen gibt, fordet in jedem Fall auf dagegen zu handeln.
Eine Genrebezeichnung, wie „Steampunk“ darf nicht geschützt sein. Das ist Allgemeingut. Ich denke, darüber sind wir uns einig.
Vor allem, wenn es darum geht, selbst die Klassen 28 und 9 ( Erklärung zu den Nizza Klassen: siehe dieses pdf ) schützen zu lassen, welche jede Ausstellung und jedes Event, welches unter dem Namen Steampunk läuft abmahnbar machen.

Wir von Clockworker haben, ignorieren das natürlich nicht.
Wir verweisen an dieser Stelle auf die ehrenwerten Kollegen von Phantanews.de, die sich dem ganzen schon im Sinne des Widerspruchs und der Aufklärung gewidmet haben.
Ebenso formalen Widerpruch hat auch schon Oliver Hoffmann, seines Zeichens Verlagsleiter von Feder & Schwert, denen wir seit einigen Jahren das Sub-Label Steampunk zu verdanken haben, eingelegt.
Als langjähriger Berichterstatter des Genres haben wir unser Recht auf Wiederspruch natürlich auch schon wahrgenommen.

Wir werden über den Ausgang dieses Verfahrens berichten und danken all jenen, die sich dem Thema sachlich aber bestimmt annehmen.

Gastbeitrag: Let’s Play - Assassin’s Creed: Syndicate

Es ist mal wieder Zeit für einen Gastbeitrag: Diesmal berichtet DrunkenGypsy von ihren ersten Eindrücken vom neuen Assassin’s Creed, dass alleine durch sein Setting schon sehr schön zum Genre passt, aber lest selbst:

Es ist mal wieder Oktober, darum ist es, wie so oft, an der Zeit für Ubisoft den neuen und mittlerweile neunten Teil der Assassin’s Creed-Reihe auf den Spielemarkt zu werfen. Assassin’s Creed: Syndicate heißt der neue Teil, in dem es wie immer darum geht mit Hilfe genetischer Erinnerungen die Vergangenheit als Assassinen zu erleben und den Templern das Handwerk zu legen.

Der neue Teil, der übrigens seit dem 23. Oktober erhältlich ist, spielt im London des späten 19. Jahrhunderts, zu einer Zeit in der Armut und Ungleichheit das Bild der Stadt bestimmen. Man spielt die Assassinen-Zwillinge Evie und Jacob Frye und übernimmt damit die zentrale Rolle in der Befreiung Londons. Erstmals kann man zwischen zwei Assassinen wählen, die beide ihre eigenen Fähigkeiten, Ausrüstungsgegenstände und Vorgangsweisen haben. Evie zum Beispiel bevorzugt den stillen Weg an ihr Ziel zu kommen, während Jacob eher auf Konfrontation aus ist. Man kann im Spiel Fähigkeitspunkte sammeln und so die Assassinen leveln und neue Skills freischalten.

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Was mir persönlich sehr am Spiel gefällt, ist nicht nur die Szenerie sondern die gesamte Aufmachung. Bereits das Ubisoft Logo wurde dem Thema der Industriellen Revolution optisch angepasst, genauso der Titelbildschirm. London ist grafisch wunderschön und sehr detailliert dargestellt, der Soundtrack ist zum meist düster und schwerfällig und zeugt von der Hoffnungslosigkeit der Menschen zu der Zeit. Auf den Straßen sind zum größten Teil schäbig gekleidete Menschen unterwegs, sehr viele Bettler und unheimlich viele Kinder, da Kinderarbeit quasi allgegenwärtig ist. Da Syndicate während der Industriellen Revolution spielt, führen einige der auszuführenden Missionen in große Fabriken, in denen mit Schweiß und Blut unter dem Joch der Templer gearbeitet wird, nur damit die Reichen noch reicher werden können. Tatsächlich wird im Spiel von einem besonders sympathischen Templer-Aufseher gesagt, dass Kinder zwar sehr billige Arbeitskräfte seien, man aber jede Woche eines ersetzen müsse.

Eine weitere Sache, die mir sehr gut gefällt, ist das Vorkommen berühmter Persönlichkeiten wie Charles Dickens oder Alexander Graham Bell, mit welchen man interagieren und für die man Aufträge erledigen kann. Es ist eine weit reichende Tradition der Assassin’s Creed-Reihe berühmte Personen in den Plot einzubeziehen. So macht Geschichte lernen Spaß.

Insgesamt halte ich den neuen Teil für schön anzusehen und bis dato sehr spaßig. Ich habe ihn erst etwa vier Stunden angespielt und daher noch nicht viel von London gesehen, weil die Spielwelt natürlich relativ groß ist und es eine ganze Weile dauert von A nach B zu laufen. Falls man mal nicht laufen oder klettern möchte, kann man auch mit der Kutsche oder dem Zug fahren. Überhaupt ist mir die Existenz der vielen Kutschen positiv aufgefallen.

Die Tatsache, dass man zwischen den beiden Protagonisten wählen kann, gefällt mir auch sehr gut, da ich einerseits gern Missionen beende, ohne dass mich jemand bemerkt, ich aber auch gerne mal in eine Schlägerei gerate. So kann ich mich der jeweiligen Situation anpassen und die Fähigkeiten und Vorzüge von Evie bzw. Jacob auszunutzen.

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Alles in allem halte ich diesen neunten Teil der Reihe als würdigen Nachfolger, der die vergangenen Sünden, vor allem von Unity, wett zu machen vermag.

Wir danken vielmals für diesen Gastbeitrag!

Sie möchten auch einen Beitrag beisteuern? Eine Apparatur vorstellen? Haben ein Event entdeckt, dass unbedingt hier auftauchen sollte? Gastbeiträge werden unter clarawirz [at] clockworker.de entgegengenommen.

Eilmeldung! Noch heute und morgen: Festival der Liebe

Gestern ging es bereits los: Das Festival der Liebe (kurz FdL) der Brennenden Buchstaben in Second Life. Aber heute und morgen geht es noch weiter: Mit Lesungen, Ausstellungen, Comedy und vielem mehr wartet das Kulturfestival in der virtuellen Welt von Second Life.

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Heute abend gibt es z.B. Steampunk von Anja Bagus, aber auch Krimi, Fantastik und vieles mehr. Der gesamte Leseplan ist hier einzusehen.

Und das Beste ist: Das gesamte Programm könnt ihr gemütlich von zu Hause genießen. Das die Athmosphäre dabei nicht zu kurz kommt, beweisen die fleißigen Kulissenbauer.

Wie das Ganze funktioniert und wo ihr genau hin müsst, erfahrt ihr bei Kueperpunk.
Dort findet ihr auch Screenshots, Berichte und weitere Ankündigen des Events. Wer also heute und morgen noch nichts vorhat, dem sei dieses Event, wärmstens ans Herz gelegt.

 

(Es lohnt sich aber auch sonst die Brennenden Buchstaben im Auge zu behalten, denn das FdL ist nicht das einzige Second Life Event, dass sie organisieren.)

Ein schönes Wochenende
Wünscht AyraLeona

Bericht: Elfia Arcen 2015

Eines der größten Fantasyfestivals Europas fand am vergangen Wochenende im Niederländischen Arcen statt. Die Elfia (früher unter dem Namen Elf Fantasy Fair bekannt) zog in ihrer Herbstausgabe wieder zahlreiche Fans und Gäste in die Schlossgärten an der Niederländisch-Deutschen Grenze bei Venlo.

Lesungen, Bodypainting, Feuershows, Reiterkunst, Outfitwettbewerbe; die Elfia bot ein buntes Programm für die Besucher, wobei diese selbst eigentlich schon einen Besuch wert sind. Mit schätzungsweise 80-90% gewandeter Gäste ist die Veranstaltung für Fantasy, Science-Fiction, Steampunk und verwandte Genres eine Spielwiese aller Arten der Fantastik. Das nutzen natürlich auch immer mehr Fotografen. Aufgrund des wechselhaften Wetters am Samstag, hielt sich ihre Dichte jedoch in Grenzen.

Durch die teilweise sehr engen Wege kommt es sonst häufiger zu kleineren Staus, weil jemand ein Foto machen möchte oder zum schauen stehen bleibt. Die geänderte Wegführung im Gegensatz zum Vorjahr machte es aber auch ohne Fotografenstau schwer, schnell von einem Ort zum anderen zu gelangen. Hatte man also einen Programmpunkt, denn man rechtzeitig erreichen wollte, musste man dafür ein wenig Zeit einplanen um dorthin zu gelangen. Warum der schnellste (und breiteste Weg) des Parks nur in kleinen Teilstücken geöffnet war, erschließt sich mir nicht.

Dafür war die Schlammbekämpfung deutlich verbessert worden. Dank dem sintflutartigen Regen, der das Königreich Elfia am Samstagnachmittag heimsuchte, wurden viele der unbefestigten Wege und Wiesen zu einem Sumpfloch. Der Schlamm wurde jedoch mit ausgelegten Planken und Holzspänen weitgehend bekämpft, sodass man auch ohne Trekkingschuhe oder Gummistiefel einigermaßen unbeschadet seiner Wege gehen konnte.

Leider traf der schlimmste Regenschauer genau das geplante Steampunk Gruppenfoto. Aber einige Steamer hatten sich nichtsdestotrotz am Treffpunkt eingefunden in einer ca. 30 sekündigen Regenpause schaffte man es doch, ein Bild zu schießen, bevor der Himmel meldete: Land unter. Die wenigen Unterstände waren ratzfatz voll und so mancher Schirm hat wohl unter dem, was da von oben kam, sein Ende gefunden. Der Wetterumschwung war dann leider auch das Ende für viele der aufwendigeren Kostüme, sodass der weitere Samstag, obwohl die Sonne sich später doch noch zeigte, für Fotografen nicht mehr ganz so ergiebig war. (Der Sonntag konnte dies glücklicherweise wieder wett machen.)

Insgesamt fiel auf, dass es in diesem Jahr deutlich weniger Lager gab. Stattdessen reihte sich ein Verkaufstand an den nächsten, mit teils sehr ähnlichem Sortiment. Auch an dem Platz, wo in den vergangenen Jahren die Steampunk Expeditions Gesellschaft und das Steampunk Objective ihre Zelte aufgeschlagen hatten, stand nun eine weitere Reihe von bunten Buden (und ein paar neue Blumen), sodass leider gar kein Steampunk Camp vor Ort gab und somit auch keinen direkten Anlaufpunkt für Steampunks. (Beide Gruppen waren aber als Besucher vor Ort, wie man auf dem Gruppenfoto erkennen kann.) Auch Star Wars und Verwandte suchte man vergeblich.

Die wenigen Camps, die es noch gab (u.a. Flint’s Buccaneers, das Regiment anachronistischer Grenadiere, Jurassic Park Netherlands, Stranded Drifters …) fielen meist deutlich kleiner aus als zuvor und waren in die letzten Ecken abgeschoben worden, sodass man sie nur mit Mühe fand.

Einzig die kreativ gekleideten Besucher haben es geschafft den Charme der Elfia einigermaßen aufrecht zu erhalten, ansonsten wäre sie vollends zu einem riesigen Einkaufszentrum verkommen. Daran können auch die zwei Bühnen mit Live-Musik und die Sonderbühne für die Auftritte von Schlangenmagier Professor Abraxo kaum etwas ändern, geht doch ihr Programm im übermächtigen Markttreiben schier unter.

Drachenflug bei ihrem Auftritt am Samstag auf der kleinen Bühne

Gott sei Dank lassen es sich die Besucher auch von schlechtem Wetter nicht nehmen, ihre Gewandungen und Kostüme auszuführen und die Schlossgärten Arcen bieten mit ihren verschiedenen Bereichen (Wassergärten, asiatische Gärten, etc.) eine zauberhafte Kulisse für so viel Fantasie. So bleibt die Elfia nach wie vor einen Besuch wert. Wir hoffen nur, dass die aktuellen Entwicklungen nicht so weitergehen werden.

Mehr Bilder finden Sie hier
und hier von Hilde Heyvaert

3. Jardin de Belle Epoque

Weiter geht es mit unseren aktuellen Serie Steampunk und Picknicks, alle bisherigen Beiträgen finden Sie unter dem Schlagwort Serie: Picknick.


 

Das Wetter hatte ein Einsehen mit dem fast schon traditionellen Picknick „Jardin de Belle Époque“ im Friedenspark, Köln, Freitag, 24.Juli. Seit drei Jahren veranstalten Natalia Le Fay und Oh, Marisha das dunkelromantische Zusammentreffen am Nachmittag vor dem Amphi Festival.Jardin de Belle Epoque-1

Ab 15.00 Uhr kamen die gewandeten Gäste auf der Wiese an den Katakomben zusammen. Dress-Code war Rokoko, Barock, Viktorianisch, Steampunk, Classic und Elegant Lolita Elegant Goth oder einfach schicke Picknickgarderobe. Es war ein dunkelbuntes Volk, was sich da zusammen fand.

Jardin de Belle Epoque-4Natürlich wurde viel gequatscht, gegessen und getrunken, aber auch anderweitig konnte man sich die Zeit vertreiben:

So gab es zum Beispiel ein Kricketset zum bespielen und die Belgische Tea Duelling Society lud zum Tee Duell ein.

Jardin de Belle Epoque-3Jardin de Belle Epoque-2

Nebenher wurde natürlich auch der Friedenspark als Fotokulisse genutzt und die anwesenden Fotografen kamen ebenso auf ihre Kosten, wie die fotoaffineren der Gäste. Geknipst wurde hauptsächlich ein wenig abseits der Picknickdecken, sodass man hier mehr oder weniger ungestört das Beisammensein genießen konnte.

Gegen Ende wurde natürlich noch ein obligatorisches Gruppenfoto geschossen, bei dem sich zeigte, wie bunt und groß die Varianz der Gäste war.

Gruppenfoto

© André M. Hünseler | thinkingpixels.com

Wir freuen uns schon auf die Wiederholung, denn der Jardin de Belle Epoque findet auf großen Wunsch hin nicht mehr nur zum Amphi statt, nähere Informationen findet man zeitnah zum neuen Termin auf der Facebookseite der Veranstaltung.


Möchten auch Sie uns von einem Picknick des Genres berichtet? Oder haben Sie DAS Rezept für leckere Mitbringsel? Haben Sie DEN Picknickkorb schlechthin gebaut? Berichten Sie uns und anderen Steampunks davon.
Gastbeiträge werden unter clarawirz [at] clockworker.de entgegengenommen.

Die bisherigen Beiträge finden Sie unter dem Schlagwort Serie: Picknick oder einzeln hier aufgelistet:

  1. Ankündigung der Serie
  2. Herr Baron von Heim: 2. Nordbadisches Steampunk Picknick
  3. Miss Lola Wellington: 4. Steampunk Picknick in Wuppertal
  4. Amalia Zeichnerin: 3. Hamburger Steampunk Picknick – indoor
  5.  AyraLeona: Jardin de Belle Epoque

Mythbuster fordert Werkunterricht

Wir alle kennen die „Mythbusters“. Die Fernsehsendung, die urbane Mythen mit praktischen Experimenten und theoretischen Unterbau so wissenschaftlich wie eben möglich bestätigt oder zum platzen bringt.

Adam Savage, einer der Gastgeber der Show, hat sich in der amerikanischen DIY und Makerszene schon lange einen Namen gemacht und hier untermauert er mal wieder, warum:

STEM, the acronym for science, technology, engineering and math should be STEAM, because you need art in there to complete education

Ich neige nicht, dazu, ihm zu widersprechen, vor allem nicht bei der Abkürzung! :)

http://www.intellectualtakeout.org/blog/mythbusters-star-argues-schools-should-bring-back-shop-class

 

2. Nordbadisches Steampunk-Picknick

Wir beginnen nun mit der angekündigten Serie über Steampunk-Picknicks. Als erstes darf ich Herrn Baron Peter von Heim als Gastautoren begrüßen. Genießen Sie nun seinen Bericht des 2. Nordbadischen Steampunk-Picknicks:


Bereits zum zweiten Male lud die Großherzoglich Badische Luftschiff-Marine unter der Schirmherrschaft von Baron Peter von Heim am Sonntag, den 21. Juno 2015 zum Nordbadischen Steampunk-Picknick in den Schlossgarten nach Karlsruhe. Für alle bereits am Vorabend angereisten gab es einen kleinen Umtrunk am Samstagabend.
Angespornt durch den großen Erfolg des Vorjahrespicknicks, bei dem trotz anfänglich fürchterlichen Regenwetters immerhin 66 Gäste erschienen waren, hatte die Luftschiff-Marine schon früh im Jahr beschlossen, dieses Event zu wiederholen und damit eine schöne neue Tradition zu beginnen.

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Herr Baron von Heim, Photo: Silke Grehling

Bereits zum kleinen Vorabendumtrunk versammelten sich 30 gutgelaunte Steampunks aus fast ganz Deutschland und der Schweiz, um bei einer gutbürgerlichen Mahlzeit und gutem, hausgebrautem badischen Bier in der schönen Schwarzbrennerstube im Badisch Brauhaus in Karlsruhe. Einige der Gäste hatten nahezu 50 badische Meilen (oder 400 Kilometer) des Weges auf sich genommen, nur um an Abendveranstaltung und Picknick teilnehmen zu können! Die Veranstalter waren ob dieser großen Ehre wohlbegeistert! Mit dem Fortschreiten der Zeit förderte das angenehm warme Wetter deutlich den Getränkeumsatz, und es wurde ein sehr lustiger Abend. Die letzten Besucher verließen das Gasthaus wohl gut nach Mitternacht.

Der Sonntagmorgen verhieß wie bereits im Vorjahr keinen Sonnenschein, aber auch in diesem Jahr hatten die Wettergötter ein Einsehen. Bereits eine halbe Stunde vor der Zeit versammelten sich viele gutgelaunte Steampunks am Schloss in Karlsruhe, um nach dem obligatorischen Gruppenphoto gemeinsam zu Picknickplatz in den Schlossgarten zu spazieren. Alsbald rissen die Wolken auf, und die pittoresk von Bäumen und Büschen umstandene Picknickwiese wurde in goldenes Sonnenlicht getaucht. Einige Nachzügler, die von der unglücklichen Verkehrssituation in und um Karlsruhe aufgehalten worden waren, stießen zu den Feiernden hinzu, sodass bald über 100 Köpfe gezählt wurden.

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Photo: Herbert Mau

Wie immer wurde viel geplaudert und viel gelacht. Mannigfaltige Speisen und Getränke wurden auf den Picknickdecken und Tischchen aufgebaut, und wie bereits im Jahr zuvor wurde viel von den Köstlichkeiten hin- und her getauscht und gegenseitig von den Köstlichkeiten probiert. Einige der Teilnehmer hatten sich gar die Mühe gemacht, warme Speisen mitzubringen!

Besonders beeindruckend war natürlich auch die vielfältige und überaus einfallsreiche Gewandung der Picknickgäste! Alle hatten sich sehr große Mühen gegeben und waren in ihren schönsten Kleidern erschienen, auf dass es eine Freude für das Auge war. Man sah ausladende Kleider, wunderbare Gehröcke, phantastischen Schmuck und phantasievolle Kopfbedeckungen.

Der Nachmittag wurde aber nicht nur mit Völlerei und Plauderei verbracht, es gab auch sportliche Betätigung unter der Leitung von Zedena von Tharendt, die einige der Teilnehmenden mit einem Tualoop-Spiel auf Zack hielt. Währenddessen las Peter von Heim, unterstützt von Freya von Senser, ein überaus anrührendes Kapitel aus seinem 2016 erscheinenden Erstlingswerk über Zwergschlammelfen. Es wurde von den Zuhörern mit großer Anteilname aufgenommen. Es folgte eine Darbietung auf Raphaelius Alva Grußers Dampfhornspieolofon und die Vorstellung des ferngesteuerten Kleinstluftschiffes „Heliominerva“, ebenfalls aus den Grußer’schen Werkstätten.

Einer weiteren Tradition folgend begleitete Thaddäus von Senser einige Gäste auf einer Fahrt mit dem Schlossgartenbähnle, das wie an jedem Sommersonntag von der treuen Dampflokomotive „Greif“ gezogen wird.
Kurz bevor der Nachmittag in Ruhe ausklingen konnte, wurde das illustre Treiben den Wettergottheiten dann wohl doch zu viel, und sie beendeten die Veranstaltung durch Herabschicken eines Regenschauers.

Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung, die allen Beteiligten wohl recht große Freude breitete. Peter von Heim kündigte auf Nachfrage bereits an, dass für das Jahr 2016 bereits die dritte Auflage des Picknicks in Planung ist.


 

Wir danken für diesen Einblick zum Picknick in Karlsruhe! Weitere Picknick-Impressionen erwarten Sie Ende der Woche. Alle Beiträge der Serie finden sich unter dem Schlagwort Serie: Picknick.

Möchten auch Sie einen Gastbeitrag zum Thema Steampunk Picknick oder einem anderen Steampunk releanten Thema verfassen? Kommentieren Sie hier oder schicken Sie eine Aetherpost an clarawirz [at] clockworker.de

Steampunks und Picknicks

Source: LovedayLemon auf FlickR

Steampunks scheinen eine Affinität zum Picknicken zu haben. Zahlreiche Events ebenjener Verspeisung in steampunkiger Garderobe tauchen im Salonkalender und direkt hier auf.

Kein Wunder eigentlich, kam doch das Picknicken zur Zeit Viktorias erst so richtig in Mode. Auch der vollausgestattete Picknick-Korb fällt in seiner Entstehung ins 19. Jahrhundert.

Damals gehörte auch Tee eindeutig mit zum Essen und ohne Thermoskanne musste dann eben vor Ort zubereitet werden.

Heute bezeichnet man als ein Picknick, bei dem jeder sein Essen selbst mitbringt als Potluck. Wobei das wohl den wenigsten bekannt ist und man auch hier mit der Bezeichnung Picknick ganz gut fährt.

Diese kommt übrigens von französisch „piquer“ für etwas „aufpicken, aufnehmen“ und „niquer“ für „Kleinigkeit“. (Achtung! „niquer“ wird in der heutigen französischen Umgangssprache für den Beischlafschlaf verwendet.)

Steampunk haben jedenfalls vielfach Gefallen gefunden am gemeinsamen Speisen im Freien und zahlreiche Veranstaltungen finden in diesem Rahmen statt.
In den kommendne Tagen möchten wir von einigen berichten und einige ankündigen.

11. Amphi-Festival in Köln - Neue Location - VVK ausverkauft

promo2015Der Sommer ist endlich angekommen und passend dazu startet auch der Clockworker bald in die Sommer Festival Saison und wird euch berichtet, was in Sachen Steampunk so los ist.

Am 25. und 26. Juli (also schon in zwei Wochen!) findet zum 11. Mal das Amphi Festival in Köln statt. In diesem Jahr zieht die Veranstaltung vom Tanzbrunnen wenige Meter weiter in die Lanxessarena und den eigens geschaffenen Amphi Eventpark.

Auf zwei Outdoorbühnen und in der Arena findet ein vielfältiges Programm aus Konzerten, Theater und Lesungen statt. Daneben wird natürlich auch für das leibliche Wohl gesorgt (der Veranstalter verspricht gesunkene Getränkepreise im Vergleich zum Vorjahr und mehr Auswahl, insbesondere auch an vegetarischen Speisen) und auch die Shoppinggelüste des schwarz-bunten Volkes werden befriedigt werden können.

Das Line-up mit über 45 bestätigten Künstlern ist so umfangreich, wie noch nie:

AND ONE

VNV NATION

FRONT 242 – THE MISSION  – DIARY OF DREAMS – OOMPH! – DAF

COMBICHRIST – GOETHES ERBEN – AGONOIZE – THE BIRTHDAY MASSACRE

SAMSAS TRAUM – WELLE:ERDBALL – THE CRÜXSHADOWS  –  [:SITD:]

DAS ICH – WESSELSKY – ZERAPHINE – NEUROTICFISH – DIORAMA – S.P.O.C.K

STAHLMANN – [X]-RX – QNTAL – ROME – RABIA SORDA – THE CREEPSHOW

INKUBUS SUKKUBUS – LEBANON HANOVER – CENTHRON – PATENBRIGADE: WOLFF

DARKHAUS – SCHÖNGEIST – HENRIC DE LA COUR – DER TOD (DEATH COMEDY)

CHROM – DER FLUCH – FOLK NOIR – EUZEN – SONJA KRAUSHOFER – ÆON SABLE

THE DEVIL & THE UNIVERSE – POKÆMON REAKTOR – ALEXANDER KASCHTE

CHRISTIAN VON ASTER + Rahmenprogramm

Moderation: DR. MARK BENECKE | DER TOD

Einen kleinen Einblick könnt ihr hier bekommen:

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Auch wenn keine davon „Steampunk“ schreit, werden bestimmt wieder viele Besucher und auch Händler zur sepiafarbenen Subkultur gehören. Bereits in den vergangenen Jahren  konnten wir uns vor Ort umsehen und unsere Eindrücke hier dokumentieren (siehe Berichte 201120122013).

Es heißt also wieder einmal: Auf nach Köln!

Wer noch keine Tickets hat, sollte sich beeilen, denn das Vorverkaufskontingent ist bereits erschöpft. Aktuell kann man noch Wochenend- und Tagestickets zum Tageskassenpreis reservieren lassen. Die neue Location lockt und das Amphi ist auf dem besten Wege ausverkauft zu sein!

Alle Informationen zu Tickets, Übernachtung, Anfahrt und Co findet ihr auf der Amphi Homepage www.amphi-festival.de

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Übrigens: Am Freitag vor dem Amphi findet im Friedenspark der Jardin de Belle Epoque statt, ein historisches Picknick für Rokoko, Viktorianisch, Steampunk und Lolita Begeisterte von Marisha und Natala Le Fay.

„Steampunk, Die Erben Jules Vernes“

An diesem Wochenende erscheint ein neues Steampunk Buch mit obigem Titel. Ich hatte das Vergnügen, das Buch bereits zu lesen und der Franzis Verlag hat mich gebeten meine Meinung über das Buch kund zu tun. Hier ist sie also, meine Meinung:

„Steampunk

Die Erben Jules Vernes“

Anders als der Titel des Buches vermuten lässt, ist dieses Buch in erster Linie eines:

Ein Buch von Dan Aetherman über Dan Aetherman.

Steampunk außerhalb seines „Steampunkuniversums“ findet, zumindest in diesem Buch, nur als Randerscheinung statt. Das zumindest suggeriert das Buch beim ersten, flüchtigen Durchsehen. Befasst man sich näher mit dem Werk, so vertieft sich der Eindruck. Die Anderen, im Buch erwähnten Künstler, tauchen als Beiwerk, oder besser noch als Rahmen auf, um dem Meister die Bühne zu bereiten.

Hat der Leser dies einmal verinnerlicht, so erschließt sich das Buch jedoch als Gesamtkunstwerk eben über Dan Aetherrman aka „Der Chocolatist“, der in seinem Buch, die von ihm erschaffenen Werke, meisterlich ins Licht zu setzen versteht.

Dabei gibt Dan Aetherman eine Einführung in das Genre Steampunk und die Ursprünge, stellt seine „Steampunk Friends“ vor und schwenkt dann zu sich, seinen Werken und Ideen.

Wie ein roter Faden zieht sich die Handschrift Dan Aethermans durch seine Kreationen. Die Kombination von Hightechelementen und historischer Technik gibt seinen Geräten und Gadgets einen ganz eigenen Charme, machen sie absolut einmalig und besonders.

Anders als beim „Functional Steampunk (1)“ kombiniert Dan Aetherman gekonnt nicht funktionale Elemente mit funktionalen Bauteilen. Die so entstandenen Geräte lassen verharren und bieten weiten Spielraum für die Phantasie und regen zum Nachdenken an.

Im Anhang verfährt der Meister dann nach alter Steampunk Tradition und öffnet seine Werkstatt verrät Tricks und plaudert, teilweise sehr detailliert, über die Entstehung seiner Werke. Auch wird im Rahmen eines ausführlichen Tutorials der Selbstbau eines Steampunk USB – Sticks beschrieben.

 

Fazit: Ein gelungenes Buch mit leider irreführendem Titel.

 

Als Titel hätte,

„Dan Aetherman

Einer der Erben Jules Vernes“

besser gepasst.

 

Das Buch erscheint im Franzis Verlag ISBN-13: 978-3645603812

Und kostet 39,95, das e-Book ist für 29,95 zu haben.

 

Dan Aetherman  wird am Samstag und am Sonntag um 14.30 auf der Maker World in Friedrichshafen signieren. Halle A5, Stand 200. Man kann das Buch direkt vor Ort kaufen und dann signieren lassen.

 

(1) Functional Steampunk, hier habe alle verbauten Teile am Gerät eine Funktion und sind nicht allein schmückendes Beiwerk.

Tales of Nebelheym - Chapter 1: A Wanderer's Heart

Viel zu lange liegt es schon auf meinem Schreibtisch, „A Wanderer’s Heart“. Das erste komplette Album der Stuttgarter Band Tales of Nebelheym. Wir berichteten bereits über sie und ließen uns beantworten, warum sie ihre Musik in das Steampunk Genre einordnen. Die Antwort gibt aber am besten die Musik selbst. Doch dazu später.

Auf meinem Tisch liegt CD im klassischen Digipack mit vierzehnseitigem Booklet, welches alle Liedtexte und eine kleine Einleitung in die Welt von Nebelheym enthält. Auffallend symphatisch ist die gesamte Gestaltung und die Zeichnungen der CD, denn die stammen von Matse, dem Violinisten der Band.

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„A hundred years and more have passed since the strangers anchored on the coast of the port city of Barvak. Our lives to a decisive turn today. Their ships did not rely on the power of the wind and waves, they were driven by fire and steam. The technology that was given to us influenced our economy, our social lives, and even our music…“

So beginnt die Reise durch Nebelheym und seine Geschichte. Die Geschichte des „Wanderers“, der aufbricht, um die Welt als stiller Beobachter zu erkunden und nieder zu schreiben was er sieht, die „Tales of Nebelheym“. Eine Welt in der die Dampfkraft erst seit einiger Zeit Fuß gefaßt hat und noch nicht überall angekommen ist. Eine Welt, die sich im Umbruch befindet und in der sich ihre Bewohner erstmal mit den neuen technischen Errungenschaften vertraut machen müssen.

Sämtliche Lieder auf der CD sind handgemacht. Sowohl die Musik als auch die Texte stammen aus den Köpfen und Fingern der Bandmitglieder. Sie erzählen nicht nur von dampfenden Maschinen, drehenden Zahnrädern, oder wie verraucht alles ist, sondern sie erzählen Geschichten von Menschen und Städten, die der Wanderer auf seiner Reise trifft. Sie sind Teil einer Chronik, die noch weitergeschrieben werden muß.

An dieser Stelle möchte ich einen zwei Jahre alten Tweet der großartigen Künstlerin Unwoman ausgraben, denn genau diesem Wunsch haben „Tales of Nebelheym folge geleistet“

 


 
Vergleiche ich „A Wanderer’s Heart“ mit der Demo CD „Prequel“ hat sich nochmal einiges getan. Es kamen neue Gesangsparts hinzu und manche wurden erneut eingesungen. Alles klingt runder und solider. Die CD bekam nochmal einen ordentlich Mix-down und hat einiges an Qualität zugelegt. Man merkt, daß viel Arbeit darin steckt von Leuten die ihr Handwerk verstehen.

Auf der Platte hört man bis auf den E-Bass keine elektrischen Instrumente. Whistles, Violine, Gitarren, Purcussion und das Akkordeon sind alle „akkustisch“ und erzeugen trotzdem genug Druck, der einen feiern lassen kann ohne die E-Gitarre zu vermissen. Wie schon damals im Interview erwähnt, ist keiner der Musiker ein wirklich unbeschriebenes Blatt. Sie alle haben schon Erfahrung in anderen Bands gesammelt, was der Qualität der Musik durchaus zu Gute kommt. Ich persönlich sehe die Komposition der Lieder als eine der Stärken der Band an. Kein Lied klingt wie das andere, jedes ist auf seine Art und Weise markant. Man begnügt sich nicht mit simplen Strophe – Refrain Schemata sondern packt noch mindens mal Intro, Zwischenspiel und Outro dazu. Das gefällt.

Insgesamt finden wir auf der CD zwölf Lieder mit einer Gesamtlaufzeit von rund vierzig Minuten.

The Fiddler eröffnet die Platte und zeigt mit einem schnellen Reel erstmal, wohin die Reise geht… Nach vorne…

Warden of the City ist eine der Geschichten aus der Stadt. Der Alltag des Wächters, der auf seinem Turm steht und alles im Auge behält, während die Diebe versuchen, im zu entgehen.

Choices erzählt von einem jungen Mann, der sein Leben selbst in die Hand nimmt und sich als Soldat in die Welt hinaus macht.

Der Sailorman’s Chant überzeugt einen Jungen, mit auf den Meeren zu segeln und den Wind im Gesicht zu spüren. Raise your glass! Hooray!

Come and Dance in der Kneipe, zwanzig Meilen von Landeron. Singen, trinken, tanzen und Geschichten erzählen.

Wanderer’s Heart erzählt die Geschichte des Wanderers selbst.

Thieves sind die, die der Warden of the City nicht erwischt. Unentdeckt durch die Nacht, raubend und mordend. Es werden nie weniger…

Fly away my dear… Der dampfbetriebene Kompass, der dem Wanderer auf seiner Erkundung immer wieder den Weg weist.

Shelter and Bane. Wenn eine Melodie der letzte Halt in einer Welt ist…

In Nebelheym’s Past singt der Wanderer von seiner Vergangenheit und seiner Zukunft.

Gimme some Beer genau wie der Fiddler gibt dieses Lied die Richtung vor… Geradeaus! Diesmal in die Taverne!

 

Alles in allem eine sehr gelungende CD. Ich weiß nicht, wie oft ich sie schon gehört habe, aber ich weiß werde es sicher noch öfter tun. Eine klare Empfehlung für Liebhaber von gut gemachter, folkiger Musik, die Geschichten zu erzählen hat.

Ich muß allerdings sagen, auch wenn mir die CD wirklich gut gefällt, ihren wahren Trumpf spielen „Tales of Nebelheym“ auf der Bühne aus. Sie sind einfach eine Band, die zwar im Studio überzeugt, aber auf der Bühne zu Hause ist.

Kaufen könnt ihr die CD direkt im Shop ihres Labels Pangalactic Records.

Ich freue mich jetzt schon auf die neue Platte und verspreche, nicht erst rund zehn Monate später darüber zu schreiben!

 

Steampunk auf der Kieler Woche?

Die Band La Frontera Victoriana, die sich selbst als erste Steam Rock Band Deutschlands bezeichnen, haben es ins Onlinevoting des NDR um den Titel „Schleswig-Holstein Hammer 2015“ geschafft.

Im Vorentscheid in der Stadthalle Neumünster haben sie es aus 30 Teilnehmern unter die ersten 17 geschafft, die sich noch bis zum 16. Juni 2015, 12.00Uhr dem Voting auf der Homepage des NDR stellen. Die 8 meistgewählten Bands, werden beim Hammer-Finale am 23. Juni auf der Kieler Woche auftreten und um den Titel „Schleswig-Holstein Hammer 2015“.

Unter der Startnummer 28 könnt ihr nun die Steampunk Rocker unterstützen und sie auf die NDR -Bühne der Kieler Woche bringen.

Mehr über die Band, die bereits seit 2004 Gigs spielt, erfahrt ihr auf ihrer Aetherpräsenz, im Gesichtsbuch oder auf Youtube.

La Frontera Victoriana

 

Steampunk Lesung in Markus Bücherkiste

Lesung-1

Autoren, Gastgeber und Stimmenleiher des Abends

Am Samstag, 30. Mai sollte in Markus Bücherkiste ein Steampunk Picknick mit Lesung von Anja Bagus, Thorsten Küper und Bernar Leston stattfinden. Das Wetter machte der Picknick-Planung jedoch einen Strich durch die Rechnung und so versammelte man sich stattdessen in der Bücherkiste selbst und wie der Name schon erahnen lässt, wurde es sehr kuschelig.

Der Stimmung tat dies keinen Abbruch und so lauschten die Gäste den Geschichte aus den Steampunkwelten der drei Autoren.

Als besonderes Schmankerl hatten diese sich dafür entschieden ihre Texte mit verteilten Rollen in szenischen Vorlesen vorzutragen, was den Erzählungen eine völlig neue Qualität verlieh.

Kulinarisch gut versorgt durch die Picknickpakete folgte man zweieinhalb Stunden Abenteuern von Monsterjägern, Untoten Armeen und Geheimnissen aus dem Aether.

Einen kleinen Eindruck vermag dieses Video denen geben, die dem wundervollen Abend nicht beiwohnen konnten, einige Ausschnitte aus den drei Lesungen:

YouTube Preview Image

Weitere Eindrücke (in Wort und Bild) vermittelt der Bericht von Thorsten Küper und der von Markus Gersting.

Eine Wiederholung, diesmal aber wirklich mit Picknick, für das kommende Jahr ist bereits geplant und sollte unbedingt besucht werden!