Jede Menge Steampunk: Das BB E-Book Event 2016

Am Freitag, den 8. April 2016 beginnt das vierte E-Book Event der Literaturgruppe Brennende Buchstaben in SecondLife. Wer in sozialen Netzwerken mit Literaturschaffenden verdrahtet ist, wird zumindest schon mal von den virtuellen Lesungen gehört haben, die Kirsten Riehl und Thorsten Küper alias Kueperpunk seit einigen Jahren gemeinsam organisieren. Obwohl die beiden sich immer um ein möglichst breites Spektrum von Genres bemühen, bildet auch in diesem Jahr Fantastik einen Schwerpunkt und dabei ganz besonders Steampunk und Dieselpunk.

Auftreten werden unter anderem Anja Bagus, Carsten Steenbergen und Detlef Tams, Selina Haritz, Frederic Brake, Judith Vogt, Alex Jahnke und Sean O´Connell.

Neben bekannten Namen können virtuelle Lesungen aber noch etwas ganz besonderes bieten. Passende Kulissen nämlich. Die Brennenden Buchstaben arbeiten mit anderen SecondLife Enthusiasten zusammen, die mit großer Begeisterung Bühnen bauen. Die sind genau auf die Lesungen zugeschnitten und man kann als Besucher dort auch mal ganz unerwartet zum Statisten werden.

Im folgenden eine Übersicht über die Steampunk- und Dieselpunk-Programmpunkte des BB E-Book Events 2016 und solche, die thematisch nah liegen oder an denen Steampunk-Autoren beteiligt sind:

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Ein bezaubernder Friedhof für die Lesung von Anja Bagus.

 

Anja Bagus eröffnet die Lesungsreihe am Freitag, den 8. April mit ihrer Kurzgeschichte aus „Aether, Schwerter und Planeten“. Die Kulissen dafür hat SecondLife Bauexperte Barlok Barbosa zusammengestellt.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/208/137/24

 

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Charmante Kanalisation unter Carsten Steenbergens „Steamtown“.

Am Samstag, den 9. April ab 20 Uhr treten dann Carsten Steenbergen und Detlef Tams zum ersten Mal virtuell mit ihrer Lesung aus „Steamtown – Die Fabrik“ auf. Barlok Barbosa hat eigens dafür ein charmantes Kanalisationssystem mit grün leuchtenden Plasmaleitungen vorbereitet.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/135/157/22

Am selben Abend liest ab 21 Uhr Selina Haritz aus ihrem Roman „Traumdealer am Abstellgleis“. Zwar kein Steampunk, die Autorin bevorzugt für ihre virtuelle Inkarnation dennoch den viktorianischen Erfinderlook. Clairediluna Chevalier hat die Bühne dafür zusammengestellt.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Stuttgart/167/147/1204

Am Sonntag, den 10. April ab 20 Uhr folgt eine Lesung von Frederic Brake, der diesmal eine Fantasy-Kurzgeschichte lesen wird. Auch diese Bühne wurde von Clairediluna Chevalier arrangiert.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Stuttgart/186/51/21

Am Sonntag, den 17. April steht ab 20 Uhr Judith Vogt mit „Die verlorene Puppe“ auf der Bühne. Sie wird im Schatten eines gewaltigen Luftschiffs zwischen aztekischen Ruinen für uns lesen. Die ungewöhnlichen Kulissen dafür hat BukTom Bloch vorbereitet.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Vision%20of%20mountains1/146/200/95

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Reichsflugscheibenhangar in Alex Jahnkes Neuschwabenland.

Am selben Abend um 21 Uhr erleben wir Alex Jahnke mitten in einem antarktischen Reichsflugscheibenstützpunkt (gebaut von Barlok Barbosa), wo er  seine satirischen „Liebesgrüße aus Neuschwabendland“ verlesen wird.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/135/157/22

Am Samstag, den 23. April führt uns Sean O´Connell ab 20 Uhr ins „Fundbüro der Finsternis“. Kein Steampunk, aber trotzdem bleibt Sean auch diesmal der Fantastik treu. Die wuchtige Kulisse kommt ebenfalls von Barlok Barbosa.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/135/157/22

Das BB E-Book Event 2016 umfasst insgesamt 18 Lesungen aus den Genres Thriller, Horror, Science Fiction, Steampunk und Dieselpunk. Es lohnt sich auf jeden Fall, noch einmal einen Blick auf das Gesamtprogramm zu werfen, das man unter diesem Link findet:

http://kueperpunk2012.blogspot.de/p/bb-e-book-event-2016.html

Wer sich mit dem Thema virtuelle Welten und Lesungen bisher noch nicht befasst hat, aber es gern mal selbst versuchen möchte, findet dort eine Anleitung:

http://kueperpunk2012.blogspot.de/2014/09/secondlife-tutorial-fur-zuhorer-und.html

Die Installation ist natürlich kostenlos (solange man nicht auf die Idee kommt, einen Premium Account zu wählen, wozu kein Grund besteht.) Wichtig ist es, sich schon ein paar Tage vorher umzusehen und zu testen, ob das Voice-System funktioniert. Nur weil man Geräusche in SecondLife hören kann, bedeutet das nämlich noch lange nicht, dass man auch die Stimmen anderer SecondLifer hören kann.

 Thorsten Küper alias Kueperpunk unterstützt gern inworld oder bei Facebook.

„Maker of the Month“ Lucian Ator

Als „Maker of the Month“ möchte ich Ihnen einen „Newcomer“ in der Szene vorstellen.

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Lucian Ator

Herr Ator kam vor kurzem in den Rauchersalon Salon und überraschte in seinem Debüt-Beitrag mit seinen selbst erstellten Geräten.

Wir haben Ihn um ein paar Worte über sich selbst gebeten und auch prompt eine Antwort erhalten:

„Ich bin noch eher ein Neuling, sowohl hier im Salon als auch was die
SP-Bastelei insgesamt angeht. Auf den Steampunk als solchen wurde ich schon vor
längerer Zeit aufmerksam. Selbst am Basteln bin ich mehr oder weniger aktiv
erst seit ca. zwei Jahren (den Ausschlag hat damals glaube ich ein Bericht in
der „c’t Hacks“ gegeben. Die Öffentlichkeitsarbeit lohnt sich also :) ). Die
ersten Werke bestanden im wesentlichen aus „kupferfarben lackieren und ein paar
Zahnräder draufkleben“, aber mit jedem Mal, das meine eigenen Erwartungen
übertroffen wurden stieg auch mein Anspruch an das nächste Werk. Das ist wohl
die wichtigste Erkenntnis die ich dabei hatte: Man kann viel mehr erreichen als
man zunächst denkt — man muss sich nur trauen es einfach zu tun.

Im sonstigen Leben bin ich Informatiker, habe beruflich mit handwerklicher
Arbeit also nichts zu tun. Entsprechend bin ich gerade viel am lernen und
experimentieren, was die Arbeit mit Holz angeht.

Neben der Ästhetik gefällt mir am Steampunk vor allem die Möglichkeit vormals
weniger ansprechende Gebrauchsgegenstände auf individuelle Weise zu verschönern
ohne dabei ihre Funktionalität zu beeinträchtigen.  Das ist auch insofern praktisch,
dass man keinen zusätzlichen Platz braucht, da vor allem vorhandenes ersetzt wird.“

 

Schaut man sich die Werke an, so fällt ein gewisser Hang zur Präzision auf. Selbst die Geräte aus der Rubrik „kupferfarben lackieren und ein paar
Zahnräder draufkleben“, weisen eine besondere Ästhetik auf und lassen einen eigenen und besonderen Baustil erkennen. Wir stellen hier ein paar Werke von Herrn Ator vor.

 

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Teedosen

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Nach einer Beschreibung gefragt, erstellte Herr Ator, ganz im Sinne des Steampunk und des „Information Sharings“, eine ausführliche Bauanleitung mit exakten mathematischen Berechnungen für ein Schreibtischutensil.

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Maker Faire Ruhr - die Achse des Aethers

Guten Morgen,

am vergangenen Wochenende, fand die erste Maker Faire in den Räumen der DASA in Dortmund statt. Tausende von Besuchern konnten eine Fülle von Ideen, Inspirationen und Mitmachevents erleben. Herr von Phone hat das Ereignis durch die Steampunk Brille betrachetet. Den Bericht möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.

Herr von Phone, Sie haben das Wort:

„Es fällt schwer einen einigermaßen detailierten Bericht zu dem Event zu schreiben, zu vielfälltig waren die Eindrücke, zu vielfälltig waren auch die Protagonisten.

Ich schreibe daher rein aus meiner Sicht der Ereignisse:
Am Freitag angereist öffnete sich vor Ort eine Art Zeitportal, das gesamte Team des DASA-Museums in Dortmund viel vom ersten Moment mit absoluter Professionalität auf, was sich das gesamte Wochenende nicht abschwächen sollte.

Der Aufbau verlief reibungslos und man durfte alte Bekannte wieder einmal in die Arme schließen, als da waren Der Graf van de Dampmolen, nebst reizender Gattin, die uns ersteinmal mit Kaffee versorgte. Das Amt für Aetherangelegenheiten übernahm den Zeitschutz auf der linken Flanke der Achse, die Vertreter von Vaporis Ruhr dazwischen und die Machina Nostalgica bat dem zukünftigen Publikum die breite Fläche nach vorn und zur rechten Seite.

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(Fotos Thomas Clemens)

Da eine Gruppe von R2D2-Reproduzenten uns gegenüber stand, wurde der verwirrte Besucher zwischen 2 Welten hin und her gespielt. Was durch das Abacus-Theater und unentwegt herumwuselnden R2D2s umso lustiger wirkte.

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Das Publikum war beeindruckend diszipliniert interessiert und so kam es über 2 Tage wie gewohnt zu unzähligen Gesprächen, die immer wieder ergänzt wurden durch die singende Tesla des Herrn Ravensdale oder den Darbietungen der Abacus-Herren.

Die Herren H. Steam und Ravensdale warteten zusätzlich mit einem Vortrag und einem USB-Workshop auf, die Pressearbeit übernahm zufällig diesmal ich selbst.

Noch so viele Begebenheiten wären zu erzählen, aus den angrenzenden Hallen, am Essentisch, am Abend im Hotel, mit all den anderen Microkosmen der Maker Faire – unmöglich diese alle zu erzählen.

Abschließend ist zu bemerken, dass

– die Herren vom Heise-Verlag wiedereinmal sehr offen für unsere Verrücktheiten waren  (der Freitagabend im Hotel wird mir lange in Erinnerung bleiben),

– das Haus der DASA mit ALLEN Mitarbeitern  unglaublich gute Arbeit leisteten,

– das Publikum uns sehr viel Freude bereitet hat,

– tausend neue Ideen ihren Anfang fanden,

– die „Achse des Aethers“ die eigenen Lachmuskeln teilweise zum Bersten brachte,

– und wir wohl im nächsten Jahr gerne wieder kommen werden…

…und wieder einmal bleibt es DANKE zu sagen.

Am Sonntag wieder heil zu Hause angekommen, öffnete sich die Zeitkapsel wieder und der Microkosmos lag hinter mir, eine Welt, in die wir für ein Wochenende abtauchten, in dem wir selber Besucher und Protagonisten waren, in dem wir selber die reale Welt verließen (oder vieleicht auch nicht…)

Noch immer beeindruckt, Ihr

Teleman von Phone“

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Sehr geehrter Herr von Phone,

wir bedanken uns für Ihren Gastbericht.

 

Mehr Bilder der Maker Faire finden Sie hier und seit neuestem auch auf unserer Gesichtsbuchseite hier.

Coppelius - Bühnenabstinenz? - Ein Salongespräch

 

Club Cann Stuttgart – 02.04.2015

Nach der Veröffentlichung der Coppelius Konzertdaten für 2016 war in der Beschreibung des Jahresabschlusskonzertes am 28.12.2016 in Annaberg-Buchholz zu lesen:

Coppelius haben seit nunmehr 213 Jahren versucht, den guten Ton in die Konzertsäle zurückkehren zu lassen. Dieser Versuch misslang völlig und aus lieblichen Kammertönen wurde ein tosendes Inferno des Kammercores, das sämtliche Bühnen, auf denen die Herren auftraten, bis auf die Grundmauern niederbrannte… Nun sind selbst die Ohren der 5 Herren mit ihrem Kammerdiener Bastille überstrapaziert & somit muss Schluß sein … vorerst! Coppelius möchten sich bei Ihnen würdig, krachend, rasend und einzigartig auf klassischen Instrumenten harte Rockmusik spielend, von den Clubbühnen verabschieden, bis es irgendwann wieder heißen kann:„Coppelius hilft“.

Ein Aufschrei ging durch die Fangemeinde: Was konnte das bedeuten?

Der Clockworker bat daraufhin die Herren zum Gespräch, Max Coppella und Graf Lindorf gaben sich die Ehre uns einige Fragen zu beantworten:

 

Clockworker
Uns ist zu Ohren gekommen, dass Sie vorhaben eine Pause zu machen. Manche Gerüchte besagen sogar, dass Sie komplett aufhören möchten, was natürlich zu einigem Tumult innerhalb der Fanatikerschaft führt. Erzählen Sie uns doch ein wenig mehr:
Was beinhaltet diese Pause? Geht es nur um Clubkonzerte oder auch um Festivalauftritte?

Max Coppella: Es ist doch ein Wunder, wie schnell man wieder Bescheid weiß in den Kreisen der lieben Zuhörer, mich hat ja diese Nachricht selbst überrascht. Ich bitte vielmals alle Leute um Entschuldigung, die sich nun Sorgen um meinen Zustand machen, der ist in der Tat Besorgnis erregend. Aber nach einer kleinen Pause von wenigen …ähm Monaten…sollten wir alle Genaueres sagen. Ganz im Ernst: es ist wirklich nur eine Pause angedacht.
Graf Lindorf: Um ehrlich zu sein, sind wir selbst nicht ganz sicher, wie lange wir von welchen Bühnen abstinent bleiben werden. In jedem Falle sollte man die Chance in diesem Jahr noch nutzen, Clubkonzerte und Festivals zu besuchen. Letztes Jahr kurz nach Weihnachten waren wir nach langem mal wieder in Kaiserslautern – man hatte uns schon bedrängt – aber leider wollten dann doch nicht so viele Leute ins Kammgarn kommen, wie laut gerufen hatten. Kaiserslautern ist in diesem Jahr nun auch nicht mehr auf dem Spielplan… sehr schade!

Benutzen Sie die frei werdende Zeit für eine Luftschiffreise um die Welt oder haben Sie ganz andere Pläne?

M.C.: Ich möchte mich zwar unbedingt in ein Luftschiff begeben, allerdings bin ich nicht schwindelfrei, es darf also nicht starten, wenn ich noch an Bord bin. Ein echtes Schiff kommt ebenfalls nicht in Frage, denn ich werde sofort seekrank, wenn ich auch nur einem Kind beim schaukeln zusehen muß. Also kommt nur eine Arbeitspause in Frage, bei der ich versuche, dem Comte das Noten schreiben beizubringen. Ich hoffe, Sie verstehen den Spaß, den ich machen möchte.
G.L.: Endlich Gelegenheit, mal wieder in ferne Länder zu reisen, was für eine großartige Idee. In früheren Zeiten machte ich oft Reisen mit dem Fahrrad. Da ich nun auch wieder über eine entsprechend großes Gefährt verfüge, böte sich das in der Tat an!

Graf Lindorf – 11.03.2015 Lagerhalle Osnabrück

Was passiert, wenn eine Klarinette/Cello/Bass/Schlagwerk/Triangel nicht mehr so oft gespielt wird? Oder machen Sie weiter Musik ohne die Kollegen? Darf man sich auf Gastauftritte bei Kollegen freuen?

M.C.: Ich trete ja grundsätzlich nicht gerne in die Öffentlichkeit, also spiele ich mein Instrument heimlich, wenn ich es nicht verkauft kriege.
G.L.: Mein Cello würde ich gar nicht verkauft kriegen, so wie es aussieht und was es alles durchgemacht hat. Ich käme auch nie auf die Idee, es verkaufen zu wollen oder es nicht mehr zu spielen. Ein komischer Kauz der Herr Coppella, ich muss mich immer wieder wundern.

Haben Sie noch genug Aufgaben, um den Diener fit zu halten, nun, da er nicht so oft mehr die Bühnen auf- und abbauen wird? Spendieren Sie ihm ein Fitnessabonnement oder werden im Herrenhaus neue Aufgaben gefunden?

M.C.: Wenn Sie wüssten, wie es hier im Herrenhause aussieht, dann könnten Sie erkennen, daß sich unser Kammerdiener nach einem Ende der Pause sehnen wird. Das wird ihm dann wie ein wunderbarer Urlaub vorkommen.
G.L.: Der Auf- & Abbau der Bühnen waren bisher wie eine Urlaubsreise für Bastille, da er im Herrenhause seinen regulären Aufgaben nicht nachgehen musste. Das ist wohl auch ein weiterer Grund für die Pause. Das Herrenhaus muss einmal wieder vom Keller bis zum Dachboden gereinigt werden und Altlasten gehören auf den Schrott.

Butler Bastille – Lagerhalle Osnabrück 11.03.2015

Im Rückblick auf die vergangenen 213 Jahre haben Sie einiges erreicht, nicht zuletzt in den letzten drei Jahren sind zwei neue Alben und eine Opernproduktion entstanden. Worauf sind Sie besonders stolz?

M.C.: So lange zu leben, ist nicht schön. Aber es ist eine besondere Leistung der Wissenschaft, darauf bin ich stolz, auch wenn ich nur ein Teil dieses Experiments bin.
G.L.: So lange zu leben ist wunderbar! Es ist keine besondere Leistung der Wissenschaft, sondern Bastilles Geschick im Umgang mit unseren Pflegeprodukten. Ich bin stolz auf Extrablatt & Hertzmaschine (der CW berichtete, Anm. d. Red.), denn wer nur eine leise Ahnung davon hat, was nötig ist, um ein Album fertig zu stellen und was für Mut es heutzutage bedarf, um einer solchen Unternehmung nachzugehen, wird das verstehen. Auf unsere Opernproduktion bin ich besonders stolz, denn wie lange wollte kein Opernhaus mehr etwas von uns wissen, haben wir doch für so viele Theaterbrände gesorgt (ich glaube es war jedesmal ein Unfall und der Feuerwehrmann an der Seitenbühne war eingeschlafen).

Noch 10 Clubkonzerte und 6 Festivalauftritte 2016. Das müsste doch reichen, um als künstlerischen Nachlass eine Live-DVD zu produzieren. Werden Sie den Fanatikern diesen lang gehegten Wunsch nun endlich erfüllen?

M.C.: Aber natürlich, sehr gerne! Das heißt übersetzt leider, ich denke, das wird für Coppelius wohl etwas zu aufwendig.
G.L.: Darauf wäre ich wohl am stolzesten!

FOTOS: PEDRO MALINOWSKI

Klein Zaches, genannt Zinnober, Foto: Pedro Malinowski

Es folgen außerdem noch 6 Vorstellungen der coppelianischen Steampunk-Oper „Klein Zaches, genannt Zinnober“ (der Clockworker berichtete) in diesem Frühjahr, was haben Sie bis jetzt aus der Produktion mitgenommen/gelernt?

M.C.: Ich möchte so etwas unbedingt gerne einmal wieder machen, das habe ich gelernt.
G.L.: Ich habe meinen Text gelernt! Ich muss ihn nun auch wiederholen, damit im Frühling alles wieder sitzt. Ich habe gelernt, dass wir uns nicht unterkriegen lassen wie schwer es auch manchmal sei.

Coppelius – Musikzentrum Hannover 14.03.2015

Nun denn, wir danken den Herren für ihre Antworten, obwohl wir nun natürlich, wie könnte es bei Coppelius anders sein, auch nicht viel schlauer sind, als vorher.

Es sei an dieser Stelle auf eine Petition des Coppelius Fanclubs „Geheime Coppelianische Straßenbau Gesellschaft“ verwiesen: „Für eine professionelle videographische Verewigung der Konzertabstinenzankündigungsreise“, die darum bittet, von den noch folgenden Konzerten wieder Tourtagebücher anzufertigen. Ihre Unterschrift für dieses Unterfangen können Sie hier abgeben.

Die Daten der kommenden Konzertreisen, sowie die Operntermine finden Sie hier.

Bleibt zu hoffen, dass es nach diesem Jahr schnell wieder heißen kann „Coppelius hilft“, bis dahin sagen wir aber lieber: „helft Coppelius“: kauft Konzertkarten, unterstützt Band und Veranstaltungsorte, damit es sich auch in Zukunft noch lohnt, Steampunk Musik zu machen.

Neue Lebensform entdeckt....

…Stromfresser unter uns!

Vor einiger Zeit ereignete sich im Norden von Hamburg eine merkwürdige Begebenheit. Herr von Phone berichtete von seltsamen Wesen, die sich plötzlich um einen Stromanschluss in seinem Anwesen tummelten:

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„Die Stromfresser

in einer dunklen Realität, die wir kaum wahrnehmen, weil wir heute nicht mehr wirklich hinsehen, existieren Kreaturen, die sich von einer Errungenschaft ernähren, die wir schon fast vergessen hatten.

Zum einen, weil wir eben jene Errungenschaft heute für selbstverständlich halten, in unserem Zeitalter, zum anderen, weil wir ihre Entdeckung schon einmal vergessen hatten.

Die „Stromfresser“ waren bekannt in der ägyptischen Antike, waren vergessen bis zur Aera Teslas und treiben im Hintergrund bis in unsere Zeit weiterhin ihr Unwesen.

Bis zum Tage, an dem Herr von Phone, Ihrer bewusst wurde…..“

Anscheinend fliegen diese Wesen aus und kommen wieder, um sich an den Anschlüssen für Teslaenergie zu laben. Wie Herr von Phone feststellte, sind diese Wesen schon aus der alten Zeit bekannt:

„Die Stromfresser waren schon im alten Ägypten bekannt. Eine Art, die sich den Überlieferungen nach, aus einem missglückten Experiment des Pharaos RAM-ses Nukleapatro entwickelten. Schnell wurde jedoch ihre enorme Nützlichkeit entdeckt. Tagsüber an den Vorläufern der heutigen Akkumulatoren aufgeladen, wurden diese nachts freigelassen, um die Umgebung der Pyramidenbaustellen mit Licht zu versorgen.

So konnte man den weltweit ersten Bau aus Menschenhand rund um die Uhr betreiben. Ging die Sonne am Firmament auf, kamen die Kreaturen eigenständig zur Versorgungsstation zurück um sich von den Elektronen zu ernähren.

Noch heute erzählen uns verblichene Zeichnungen von farbenfrohen Scarabäen die Geschichte aus jenen Tagen, nur hat dies bisher niemand in dieser Form interpretiert…“

Lassen Sie sich also verzaubern, von Wesen, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

 

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Hochachtungsvoll,

 

Horatius Steam

Maker of the Month Februar Aeon Junophor

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

in diesem Monat möchte ich Ihnen einen ganz besonderen Maker der Szene vorstellen:

Werkschau-Eröffnet

Aeon Junophor

Einer der ersten „Maker“ der Szene in Deutschland. Herr Junophor baut seine Geräte in einem ganz besonderen und faszinierendem Stil. Bei seinen Kunstwerken denkt man sofort und unwillkürlich an Jules Verne, die Nautilus, die geheimnisvolle Insel und an 5 Wochen im Ballon.

Vulcanfiber, helles Holz und eine sichere Hand für Stil, Materialmix und Design zeichnen seinen unverwechselbaren Baustil aus. Dabei steht neben Ästhetik und Design auf immer die Funktion des Objektes im Vordergrund.

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Herr Junophor ist aber auch ein Teamplayer; wo er kann fördert er die Idee des Steampunks, die Idee, das Teilen von Informationen und Materialien alle voran bringen wird. Sein uneigennütziges Organisationstalent ist legendär. Teilen ist eines der Paradigmen, denen er sich verschrieben hat.

Darüber hinaus ist Herr Junophor Stifter im Sinne der alten Ordenstraditionen. So hat er den Orden „Pour le Ferrite“ für besondere Verdienste im Sinne des Steampunks gestiftet, kreiert und hergestellt.

Ordenscollegium

Hier sehen Sie das Gründungskollegium

auf der Machina Nostalgica in Itzehoe

Herr Junophor weiß immer wieder mit neuen und erstaunlichen Kreationen zu überraschen.

Sie finden Ihn und seine Werke auf www.dampfkraftlabor.de.

 

3000, oder wer hätte das gedacht?

Guten Tag aus dem Norden!

Der 3.000. Besucher im Rauchersalon. Aus diesem Anlass, ein kleiner Rückblick……

So um den 22. Februar herum, vor 7 Jahren, bekam das Steampunk Magazin, „Der Clockworker“ ein Forum.

Naja, Forum für ein Online Magazin war dann denn doch zu trivial, Was hatte jedes feine Haus, das auf sich zählte?

Einen Rauchersalon! Und so bekam das Magazin einen „Anhängsel“, eben den Rauchersalon. Anhängsel deshalb, weil der Salon eine Subdomain vom www.clockworker.de ist eben: salon.clockworker de.

Als ich vor 7 Jahren das Forum entdeckte, merkte ich schnell, dass sich hier ein ganzes Universum von Möglichkeiten auftat. Waren, in der ersten Zeit, überwiegend Verlinkungen auf andere Seiten, Anleitungen und Ideen zu finden, entwickelte sich schnell eine eigene „Macher Kultur“. Irgendwann wurde der Platz auf dem Schiff zu eng und der Salon zog um. Auf den neuen Seiten bei NING, entstand eine Besonderheit. Viele Besucher, die das erste Mal den Salon betreten, merken recht schnell, dass der Salon getragen wird von einer Kultur der Wertschätzung und des Respekts. Das war nicht immer so, denn wie jedes Forum hatte auch die HMS Anastasia einige Tiefflüge, Lecks und Trollüberfälle zu überstehen.

Seit dem letzten Jahr hat die HMS Anastasia eine neue Crew, die sich bemüht ein ausgewogenes Forum für alle Interessengruppen des Steampunks zu bieten. Ob das langfristig gelingen wird, wird die Zukunft zeigen.

Vor ein paar Tagen konnten wir die 3.000. Anmeldung verzeichnen. Eine Zahl die eigentlich nicht viel aussagt. Sie sagt lediglich aus, dass seit der Gründung des Netzwerkes, durch Alex Jahnke aka Captain Serenus, über 3.000 Besucher angemeldet sind. Wer noch aktiv ist, nur zuschaut oder das Schiff verlassen hat und ein verwaiste Kabine zurück ließ, kann niemand sagen.

Allerdings sind der Clockworker und der Salon zu einer zentralen Anlaufstelle für den deutschsprachigen Steampunk geworden, so dass wir mit Freude und Spaß, Nähnadel, Feder, Lötkolben, Amboss und Schraubenzieher  in die Zukunft schauen.

 

An dieser Stelle ein ganz herzliches DANKESCHÖN an Alex für die Gründung des Netzwerkes und für die Ideen und Anregungen beim Start des virtuellen Luftschiffes HMS Anastasia.

Hochachtungsvoll,

Horatius Steam

PS

Wer mag, kann sich ja einmal von hinten durch die Erfinderwerkstatt klicken. Es tut sich erstaunliches auf: KLICK

Metal-Songs im Stil der 1920er - Daniel Malheurs Heaven and Hell Orchestra

Das ist mal was anderes…
Metal Songs von AC/DC, Van Halen, Black Sabbath, Metallica und anderen Bands in Coverversionen von Daniel Malheur und seinem HEAVEN AND HELL ORCHESTRA. Dieses furiose Orchester klingt so, als hätte es den Clubs der  Goldenen Zwanziger Jahre gründlich eingeheizt.

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Das HEAVEN AND HELL ORCHESTRA, ein Nebenprojekt von Herrn Malheur, wurde schon vielfach live aufgeführt, mit Gesang von Daniel Malheur, Piano von Dirk Bewig, Bass von Kaspar Loyal,  sowie Agata Pontius an der Violine und Stoppel Eggert am Schlagzeug.

Nun soll in einem Crowdfunding Projekt bei Startnext auch eine CD dazu entstehen, mit dem schaurigen Titel „MEPHISTOPOLIS – the incredible Songbook of Charles T. Goodhill“. Geplant ist eine Auflage von 1000 Stück.

 

Daniel Malheur @ Viona's Victorian Village

Daniel Malheur auf Viona’s Victorian Village, Leipzig im Mai 2015 ,
Photo copyright: Ayra Leona

Herr Malheur schreibt dazu: „Das HEAVEN AND HELL ORCHESTRA ist als ‚Seitensprung‘ zu verstehen. Nach 20 Jahren MonokelPop wollte ich musikalisch mal etwas anderes machen und trotzdem den 1920ern verbunden bleiben.

Eine Hommage an die Idole meiner Jugend. …ich bin Geschichtenerzähler, und dies ist meine neue Geschichte:

Berlin 1929: Im HIMMEL & HÖLLE, einem berüchtigten Vergnügungsetablissement im dekadenten Berliner Westen, feierte der britische Jazzmusiker und Komponist Charles T. Goodhill mit seinem Orchester in der Zeit der weltweiten Depression Ende der Weimarer Republik große Erfolge. Ihm wird nachgesagt, er sei das Oberhaupt eines sektenartigen Geheimkultes gewesen. Abend für Abend habe er ein williges Auditorium in ein verborgenes Hinterzimmer des Etablissement geladen, um dort schwarze Messen abzuhalten und seine Anhänger mit seiner Musik zu betören. Goodhill galt in okkulten Kreisen als Meister der sogenannten ‚Schweren Musik‘, in deren Texten die dunkle Seite der Seele, das Böse im Allgemeinen und Satan im Speziellen thematisiert wurde.“

Das klingt in der Tat nach Metal vom Feinsten…

Im Frühjahr 2014 hat Herrn Malheur übrigens dank seinen Fans bereits ein CD-Projekt namens „Die Susi bläst das Saxophon – Monokelpop at its best“ erfolgreich finanzieren können. Der Clockworker drückt nun die Daumen für die geplante neue CD mit dem HEAVEN & HELL ORCHESTRA. Das Projekt läuft noch bis 9. Februar 2016

Daniel Malheurs Seite im Netz:
http://www.daniel-malheur.de/

Steampunk als Markenname - Nachtrag

Der Anstragsteller, Stefan Arbes, hat das ganze natürlich auch nicht ignoriert und seinerseits eine recht ausführliche Stellungnahme veröffentlicht, die wir, in Absprache mit ihm, an dieser Stelle gerne weitergeben möchten.

Stellungnahme zu der Anmeldung von „Steampunk“ als Marke: Bitte dies erst mal vollständig lesen, es soll niemand in der Szene damit geschädigt werden.

Bei der Recherche für ein Rollenspielprojekt („Ameryll“) Anfang diesen Jahres haben wir festgestellt, dass es bereits 4 (inzwischen sind es schon 5) Eintragungen in unterschiedlichen Klassen für „Steampunk“ gibt. Auf Grund des momentanen Booms aller möglichen Anbieter bei allem, was damit zu tun hat, war und ist zu erwarten, dass früher oder später irgendjemand darauf aufmerksam und versuchen wird, mit dem nötigen juristischen Rückhalt und Resourcen Kapital daraus zu schlagen. Es gibt präventiv nicht allzuviele Möglichkeiten, das ohne langwierige rechtliche Auseinandersetzungen zu verhindern. Wir wollten uns diesem Risiko nicht aussetzen.
Wer schon einmal einem Markenrechtsstreit hatte, weiss, wovon ich rede.

Ich habe deshalb im März schon (ist auch in der Anmeldung leicht zu sehen), den Begriff „Steampunk“ in den Klassen 28, 9 und 41 beim Deutschen Patent- und Markenregister angemeldet, um zu klären, dass „Steampunk“ kein schützenswerter Begriff ist.

Derzeit ist das auch nach wie vor nur eine Anmeldung, eingetragen ist noch gar nichts.

Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten:

a) Ich ziehe (wie von einigen sehr aufgebrachten Leuten schon verlangt) die Anmeldung zurück. Das wäre an sich meinerseits kein Problem, nur ist dann im Grunde auch nichts weiter gewonnen. Eine Rücknahme einer Anmeldung stellt leider überhaupt nichts klar. Denn dann wird früher oder später der Nächste kommen, der das versuchen wird, und dann möglicherweise mit ganz anderen Absichten. Und ich weiß sicher, dass dies kommen wird.

b) Das DPMA lehnt die Markeneintragung mit der Begründung eines nicht schützenswerten Begriffs ab. Das ist dann eine klare Aussage der qualifizierten Fachbehörde, die in jeglicher späteren Abmahnung oder Prozess gegen irgendjemanden, der versucht, aus einer Marke „Steampunk“ Gewinn zu schlagen, Gewicht hat. Und zwar wesentlich mehr Gewicht als alle sonstigen Argumentationen.

c) Das DPMA trägt die Marke ein und die Widerspruchsfrist beginnt. Dann kann der Eintragung widersprochen und dem Widerspruch stattgegeben werden. Auch hier ist das Ergebnis wie bei a), nämlich einigermaßene Klarheit.

d) Es kommt zur Eintragung der Marke. Dann werde ich die Marke an eine unabhängige Institution übertragen (das ist dann wahrscheinlich sinnvollerweise ein Verein oder Ähnliches), die die Marke verwaltet und an jeden Interessierten symbolisch weiter lizensiert. Damit sind alle, die in den Klassen irgend etwas in dem Bereich machen, einigermaßen geschützt.

Im Moment ist (wie schon seit inzwischen 8 Monaten) da noch gar nichts eingetragen, aber das DPMA hat bereits schon vor Monaten Bedenken gegen die Eintragung geäußert und befaßt sich wie gewünscht damit.

Ich stehe selbstverständlich zu Rückfragen dazu zur Verfügung, unter meiner email info@arbes.de, per FB oder sonst wie. Nur bitte ich von aufgebrachten Anrufen abzusehen, Ihr lauft eigentlich nur offene Türen ein und das bringt nichts.

Stefan Arbes

Steampunk als Markenname

Vermutlich habt ihr alle schon den Antrag auf Steampunk als Markenname und alle dazugehörigen Meldungen in den genreverwandten Gruppen in sozialen Medien entdeckt.
Leider kochen dabei auch gerade die Gemüter hoch und schlimme Worte werden geschrieben. Schließlich geht ja jedem um „sein Steampunk“.

Daß man das ganze ernst nehmen sollte und eine Eintragung in das DPMAregister im Zweifel das Recht für Abmahungen gibt, fordet in jedem Fall auf dagegen zu handeln.
Eine Genrebezeichnung, wie „Steampunk“ darf nicht geschützt sein. Das ist Allgemeingut. Ich denke, darüber sind wir uns einig.
Vor allem, wenn es darum geht, selbst die Klassen 28 und 9 ( Erklärung zu den Nizza Klassen: siehe dieses pdf ) schützen zu lassen, welche jede Ausstellung und jedes Event, welches unter dem Namen Steampunk läuft abmahnbar machen.

Wir von Clockworker haben, ignorieren das natürlich nicht.
Wir verweisen an dieser Stelle auf die ehrenwerten Kollegen von Phantanews.de, die sich dem ganzen schon im Sinne des Widerspruchs und der Aufklärung gewidmet haben.
Ebenso formalen Widerpruch hat auch schon Oliver Hoffmann, seines Zeichens Verlagsleiter von Feder & Schwert, denen wir seit einigen Jahren das Sub-Label Steampunk zu verdanken haben, eingelegt.
Als langjähriger Berichterstatter des Genres haben wir unser Recht auf Wiederspruch natürlich auch schon wahrgenommen.

Wir werden über den Ausgang dieses Verfahrens berichten und danken all jenen, die sich dem Thema sachlich aber bestimmt annehmen.

Gastbeitrag: Let’s Play - Assassin’s Creed: Syndicate

Es ist mal wieder Zeit für einen Gastbeitrag: Diesmal berichtet DrunkenGypsy von ihren ersten Eindrücken vom neuen Assassin’s Creed, dass alleine durch sein Setting schon sehr schön zum Genre passt, aber lest selbst:

Es ist mal wieder Oktober, darum ist es, wie so oft, an der Zeit für Ubisoft den neuen und mittlerweile neunten Teil der Assassin’s Creed-Reihe auf den Spielemarkt zu werfen. Assassin’s Creed: Syndicate heißt der neue Teil, in dem es wie immer darum geht mit Hilfe genetischer Erinnerungen die Vergangenheit als Assassinen zu erleben und den Templern das Handwerk zu legen.

Der neue Teil, der übrigens seit dem 23. Oktober erhältlich ist, spielt im London des späten 19. Jahrhunderts, zu einer Zeit in der Armut und Ungleichheit das Bild der Stadt bestimmen. Man spielt die Assassinen-Zwillinge Evie und Jacob Frye und übernimmt damit die zentrale Rolle in der Befreiung Londons. Erstmals kann man zwischen zwei Assassinen wählen, die beide ihre eigenen Fähigkeiten, Ausrüstungsgegenstände und Vorgangsweisen haben. Evie zum Beispiel bevorzugt den stillen Weg an ihr Ziel zu kommen, während Jacob eher auf Konfrontation aus ist. Man kann im Spiel Fähigkeitspunkte sammeln und so die Assassinen leveln und neue Skills freischalten.

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Was mir persönlich sehr am Spiel gefällt, ist nicht nur die Szenerie sondern die gesamte Aufmachung. Bereits das Ubisoft Logo wurde dem Thema der Industriellen Revolution optisch angepasst, genauso der Titelbildschirm. London ist grafisch wunderschön und sehr detailliert dargestellt, der Soundtrack ist zum meist düster und schwerfällig und zeugt von der Hoffnungslosigkeit der Menschen zu der Zeit. Auf den Straßen sind zum größten Teil schäbig gekleidete Menschen unterwegs, sehr viele Bettler und unheimlich viele Kinder, da Kinderarbeit quasi allgegenwärtig ist. Da Syndicate während der Industriellen Revolution spielt, führen einige der auszuführenden Missionen in große Fabriken, in denen mit Schweiß und Blut unter dem Joch der Templer gearbeitet wird, nur damit die Reichen noch reicher werden können. Tatsächlich wird im Spiel von einem besonders sympathischen Templer-Aufseher gesagt, dass Kinder zwar sehr billige Arbeitskräfte seien, man aber jede Woche eines ersetzen müsse.

Eine weitere Sache, die mir sehr gut gefällt, ist das Vorkommen berühmter Persönlichkeiten wie Charles Dickens oder Alexander Graham Bell, mit welchen man interagieren und für die man Aufträge erledigen kann. Es ist eine weit reichende Tradition der Assassin’s Creed-Reihe berühmte Personen in den Plot einzubeziehen. So macht Geschichte lernen Spaß.

Insgesamt halte ich den neuen Teil für schön anzusehen und bis dato sehr spaßig. Ich habe ihn erst etwa vier Stunden angespielt und daher noch nicht viel von London gesehen, weil die Spielwelt natürlich relativ groß ist und es eine ganze Weile dauert von A nach B zu laufen. Falls man mal nicht laufen oder klettern möchte, kann man auch mit der Kutsche oder dem Zug fahren. Überhaupt ist mir die Existenz der vielen Kutschen positiv aufgefallen.

Die Tatsache, dass man zwischen den beiden Protagonisten wählen kann, gefällt mir auch sehr gut, da ich einerseits gern Missionen beende, ohne dass mich jemand bemerkt, ich aber auch gerne mal in eine Schlägerei gerate. So kann ich mich der jeweiligen Situation anpassen und die Fähigkeiten und Vorzüge von Evie bzw. Jacob auszunutzen.

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Alles in allem halte ich diesen neunten Teil der Reihe als würdigen Nachfolger, der die vergangenen Sünden, vor allem von Unity, wett zu machen vermag.

Wir danken vielmals für diesen Gastbeitrag!

Sie möchten auch einen Beitrag beisteuern? Eine Apparatur vorstellen? Haben ein Event entdeckt, dass unbedingt hier auftauchen sollte? Gastbeiträge werden unter clarawirz [at] clockworker.de entgegengenommen.

Eilmeldung! Noch heute und morgen: Festival der Liebe

Gestern ging es bereits los: Das Festival der Liebe (kurz FdL) der Brennenden Buchstaben in Second Life. Aber heute und morgen geht es noch weiter: Mit Lesungen, Ausstellungen, Comedy und vielem mehr wartet das Kulturfestival in der virtuellen Welt von Second Life.

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Heute abend gibt es z.B. Steampunk von Anja Bagus, aber auch Krimi, Fantastik und vieles mehr. Der gesamte Leseplan ist hier einzusehen.

Und das Beste ist: Das gesamte Programm könnt ihr gemütlich von zu Hause genießen. Das die Athmosphäre dabei nicht zu kurz kommt, beweisen die fleißigen Kulissenbauer.

Wie das Ganze funktioniert und wo ihr genau hin müsst, erfahrt ihr bei Kueperpunk.
Dort findet ihr auch Screenshots, Berichte und weitere Ankündigen des Events. Wer also heute und morgen noch nichts vorhat, dem sei dieses Event, wärmstens ans Herz gelegt.

 

(Es lohnt sich aber auch sonst die Brennenden Buchstaben im Auge zu behalten, denn das FdL ist nicht das einzige Second Life Event, dass sie organisieren.)

Ein schönes Wochenende
Wünscht AyraLeona

Bericht: Elfia Arcen 2015

Eines der größten Fantasyfestivals Europas fand am vergangen Wochenende im Niederländischen Arcen statt. Die Elfia (früher unter dem Namen Elf Fantasy Fair bekannt) zog in ihrer Herbstausgabe wieder zahlreiche Fans und Gäste in die Schlossgärten an der Niederländisch-Deutschen Grenze bei Venlo.

Lesungen, Bodypainting, Feuershows, Reiterkunst, Outfitwettbewerbe; die Elfia bot ein buntes Programm für die Besucher, wobei diese selbst eigentlich schon einen Besuch wert sind. Mit schätzungsweise 80-90% gewandeter Gäste ist die Veranstaltung für Fantasy, Science-Fiction, Steampunk und verwandte Genres eine Spielwiese aller Arten der Fantastik. Das nutzen natürlich auch immer mehr Fotografen. Aufgrund des wechselhaften Wetters am Samstag, hielt sich ihre Dichte jedoch in Grenzen.

Durch die teilweise sehr engen Wege kommt es sonst häufiger zu kleineren Staus, weil jemand ein Foto machen möchte oder zum schauen stehen bleibt. Die geänderte Wegführung im Gegensatz zum Vorjahr machte es aber auch ohne Fotografenstau schwer, schnell von einem Ort zum anderen zu gelangen. Hatte man also einen Programmpunkt, denn man rechtzeitig erreichen wollte, musste man dafür ein wenig Zeit einplanen um dorthin zu gelangen. Warum der schnellste (und breiteste Weg) des Parks nur in kleinen Teilstücken geöffnet war, erschließt sich mir nicht.

Dafür war die Schlammbekämpfung deutlich verbessert worden. Dank dem sintflutartigen Regen, der das Königreich Elfia am Samstagnachmittag heimsuchte, wurden viele der unbefestigten Wege und Wiesen zu einem Sumpfloch. Der Schlamm wurde jedoch mit ausgelegten Planken und Holzspänen weitgehend bekämpft, sodass man auch ohne Trekkingschuhe oder Gummistiefel einigermaßen unbeschadet seiner Wege gehen konnte.

Leider traf der schlimmste Regenschauer genau das geplante Steampunk Gruppenfoto. Aber einige Steamer hatten sich nichtsdestotrotz am Treffpunkt eingefunden in einer ca. 30 sekündigen Regenpause schaffte man es doch, ein Bild zu schießen, bevor der Himmel meldete: Land unter. Die wenigen Unterstände waren ratzfatz voll und so mancher Schirm hat wohl unter dem, was da von oben kam, sein Ende gefunden. Der Wetterumschwung war dann leider auch das Ende für viele der aufwendigeren Kostüme, sodass der weitere Samstag, obwohl die Sonne sich später doch noch zeigte, für Fotografen nicht mehr ganz so ergiebig war. (Der Sonntag konnte dies glücklicherweise wieder wett machen.)

Insgesamt fiel auf, dass es in diesem Jahr deutlich weniger Lager gab. Stattdessen reihte sich ein Verkaufstand an den nächsten, mit teils sehr ähnlichem Sortiment. Auch an dem Platz, wo in den vergangenen Jahren die Steampunk Expeditions Gesellschaft und das Steampunk Objective ihre Zelte aufgeschlagen hatten, stand nun eine weitere Reihe von bunten Buden (und ein paar neue Blumen), sodass leider gar kein Steampunk Camp vor Ort gab und somit auch keinen direkten Anlaufpunkt für Steampunks. (Beide Gruppen waren aber als Besucher vor Ort, wie man auf dem Gruppenfoto erkennen kann.) Auch Star Wars und Verwandte suchte man vergeblich.

Die wenigen Camps, die es noch gab (u.a. Flint’s Buccaneers, das Regiment anachronistischer Grenadiere, Jurassic Park Netherlands, Stranded Drifters …) fielen meist deutlich kleiner aus als zuvor und waren in die letzten Ecken abgeschoben worden, sodass man sie nur mit Mühe fand.

Einzig die kreativ gekleideten Besucher haben es geschafft den Charme der Elfia einigermaßen aufrecht zu erhalten, ansonsten wäre sie vollends zu einem riesigen Einkaufszentrum verkommen. Daran können auch die zwei Bühnen mit Live-Musik und die Sonderbühne für die Auftritte von Schlangenmagier Professor Abraxo kaum etwas ändern, geht doch ihr Programm im übermächtigen Markttreiben schier unter.

Drachenflug bei ihrem Auftritt am Samstag auf der kleinen Bühne

Gott sei Dank lassen es sich die Besucher auch von schlechtem Wetter nicht nehmen, ihre Gewandungen und Kostüme auszuführen und die Schlossgärten Arcen bieten mit ihren verschiedenen Bereichen (Wassergärten, asiatische Gärten, etc.) eine zauberhafte Kulisse für so viel Fantasie. So bleibt die Elfia nach wie vor einen Besuch wert. Wir hoffen nur, dass die aktuellen Entwicklungen nicht so weitergehen werden.

Mehr Bilder finden Sie hier
und hier von Hilde Heyvaert

3. Jardin de Belle Epoque

Weiter geht es mit unseren aktuellen Serie Steampunk und Picknicks, alle bisherigen Beiträgen finden Sie unter dem Schlagwort Serie: Picknick.


 

Das Wetter hatte ein Einsehen mit dem fast schon traditionellen Picknick „Jardin de Belle Époque“ im Friedenspark, Köln, Freitag, 24.Juli. Seit drei Jahren veranstalten Natalia Le Fay und Oh, Marisha das dunkelromantische Zusammentreffen am Nachmittag vor dem Amphi Festival.Jardin de Belle Epoque-1

Ab 15.00 Uhr kamen die gewandeten Gäste auf der Wiese an den Katakomben zusammen. Dress-Code war Rokoko, Barock, Viktorianisch, Steampunk, Classic und Elegant Lolita Elegant Goth oder einfach schicke Picknickgarderobe. Es war ein dunkelbuntes Volk, was sich da zusammen fand.

Jardin de Belle Epoque-4Natürlich wurde viel gequatscht, gegessen und getrunken, aber auch anderweitig konnte man sich die Zeit vertreiben:

So gab es zum Beispiel ein Kricketset zum bespielen und die Belgische Tea Duelling Society lud zum Tee Duell ein.

Jardin de Belle Epoque-3Jardin de Belle Epoque-2

Nebenher wurde natürlich auch der Friedenspark als Fotokulisse genutzt und die anwesenden Fotografen kamen ebenso auf ihre Kosten, wie die fotoaffineren der Gäste. Geknipst wurde hauptsächlich ein wenig abseits der Picknickdecken, sodass man hier mehr oder weniger ungestört das Beisammensein genießen konnte.

Gegen Ende wurde natürlich noch ein obligatorisches Gruppenfoto geschossen, bei dem sich zeigte, wie bunt und groß die Varianz der Gäste war.

Gruppenfoto

© André M. Hünseler | thinkingpixels.com

Wir freuen uns schon auf die Wiederholung, denn der Jardin de Belle Epoque findet auf großen Wunsch hin nicht mehr nur zum Amphi statt, nähere Informationen findet man zeitnah zum neuen Termin auf der Facebookseite der Veranstaltung.


Möchten auch Sie uns von einem Picknick des Genres berichtet? Oder haben Sie DAS Rezept für leckere Mitbringsel? Haben Sie DEN Picknickkorb schlechthin gebaut? Berichten Sie uns und anderen Steampunks davon.
Gastbeiträge werden unter clarawirz [at] clockworker.de entgegengenommen.

Die bisherigen Beiträge finden Sie unter dem Schlagwort Serie: Picknick oder einzeln hier aufgelistet:

  1. Ankündigung der Serie
  2. Herr Baron von Heim: 2. Nordbadisches Steampunk Picknick
  3. Miss Lola Wellington: 4. Steampunk Picknick in Wuppertal
  4. Amalia Zeichnerin: 3. Hamburger Steampunk Picknick – indoor
  5.  AyraLeona: Jardin de Belle Epoque

Mythbuster fordert Werkunterricht

Wir alle kennen die „Mythbusters“. Die Fernsehsendung, die urbane Mythen mit praktischen Experimenten und theoretischen Unterbau so wissenschaftlich wie eben möglich bestätigt oder zum platzen bringt.

Adam Savage, einer der Gastgeber der Show, hat sich in der amerikanischen DIY und Makerszene schon lange einen Namen gemacht und hier untermauert er mal wieder, warum:

STEM, the acronym for science, technology, engineering and math should be STEAM, because you need art in there to complete education

Ich neige nicht, dazu, ihm zu widersprechen, vor allem nicht bei der Abkürzung! :)

http://www.intellectualtakeout.org/blog/mythbusters-star-argues-schools-should-bring-back-shop-class