Tales of Nebelheym - Chapter 1: A Wanderer's Heart

Viel zu lange liegt es schon auf meinem Schreibtisch, „A Wanderer’s Heart“. Das erste komplette Album der Stuttgarter Band Tales of Nebelheym. Wir berichteten bereits über sie und ließen uns beantworten, warum sie ihre Musik in das Steampunk Genre einordnen. Die Antwort gibt aber am besten die Musik selbst. Doch dazu später.

Auf meinem Tisch liegt CD im klassischen Digipack mit vierzehnseitigem Booklet, welches alle Liedtexte und eine kleine Einleitung in die Welt von Nebelheym enthält. Auffallend symphatisch ist die gesamte Gestaltung und die Zeichnungen der CD, denn die stammen von Matse, dem Violinisten der Band.

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„A hundred years and more have passed since the strangers anchored on the coast of the port city of Barvak. Our lives to a decisive turn today. Their ships did not rely on the power of the wind and waves, they were driven by fire and steam. The technology that was given to us influenced our economy, our social lives, and even our music…“

So beginnt die Reise durch Nebelheym und seine Geschichte. Die Geschichte des „Wanderers“, der aufbricht, um die Welt als stiller Beobachter zu erkunden und nieder zu schreiben was er sieht, die „Tales of Nebelheym“. Eine Welt in der die Dampfkraft erst seit einiger Zeit Fuß gefaßt hat und noch nicht überall angekommen ist. Eine Welt, die sich im Umbruch befindet und in der sich ihre Bewohner erstmal mit den neuen technischen Errungenschaften vertraut machen müssen.

Sämtliche Lieder auf der CD sind handgemacht. Sowohl die Musik als auch die Texte stammen aus den Köpfen und Fingern der Bandmitglieder. Sie erzählen nicht nur von dampfenden Maschinen, drehenden Zahnrädern, oder wie verraucht alles ist, sondern sie erzählen Geschichten von Menschen und Städten, die der Wanderer auf seiner Reise trifft. Sie sind Teil einer Chronik, die noch weitergeschrieben werden muß.

An dieser Stelle möchte ich einen zwei Jahre alten Tweet der großartigen Künstlerin Unwoman ausgraben, denn genau diesem Wunsch haben „Tales of Nebelheym folge geleistet“

 


 
Vergleiche ich „A Wanderer’s Heart“ mit der Demo CD „Prequel“ hat sich nochmal einiges getan. Es kamen neue Gesangsparts hinzu und manche wurden erneut eingesungen. Alles klingt runder und solider. Die CD bekam nochmal einen ordentlich Mix-down und hat einiges an Qualität zugelegt. Man merkt, daß viel Arbeit darin steckt von Leuten die ihr Handwerk verstehen.

Auf der Platte hört man bis auf den E-Bass keine elektrischen Instrumente. Whistles, Violine, Gitarren, Purcussion und das Akkordeon sind alle „akkustisch“ und erzeugen trotzdem genug Druck, der einen feiern lassen kann ohne die E-Gitarre zu vermissen. Wie schon damals im Interview erwähnt, ist keiner der Musiker ein wirklich unbeschriebenes Blatt. Sie alle haben schon Erfahrung in anderen Bands gesammelt, was der Qualität der Musik durchaus zu Gute kommt. Ich persönlich sehe die Komposition der Lieder als eine der Stärken der Band an. Kein Lied klingt wie das andere, jedes ist auf seine Art und Weise markant. Man begnügt sich nicht mit simplen Strophe – Refrain Schemata sondern packt noch mindens mal Intro, Zwischenspiel und Outro dazu. Das gefällt.

Insgesamt finden wir auf der CD zwölf Lieder mit einer Gesamtlaufzeit von rund vierzig Minuten.

The Fiddler eröffnet die Platte und zeigt mit einem schnellen Reel erstmal, wohin die Reise geht… Nach vorne…

Warden of the City ist eine der Geschichten aus der Stadt. Der Alltag des Wächters, der auf seinem Turm steht und alles im Auge behält, während die Diebe versuchen, im zu entgehen.

Choices erzählt von einem jungen Mann, der sein Leben selbst in die Hand nimmt und sich als Soldat in die Welt hinaus macht.

Der Sailorman’s Chant überzeugt einen Jungen, mit auf den Meeren zu segeln und den Wind im Gesicht zu spüren. Raise your glass! Hooray!

Come and Dance in der Kneipe, zwanzig Meilen von Landeron. Singen, trinken, tanzen und Geschichten erzählen.

Wanderer’s Heart erzählt die Geschichte des Wanderers selbst.

Thieves sind die, die der Warden of the City nicht erwischt. Unentdeckt durch die Nacht, raubend und mordend. Es werden nie weniger…

Fly away my dear… Der dampfbetriebene Kompass, der dem Wanderer auf seiner Erkundung immer wieder den Weg weist.

Shelter and Bane. Wenn eine Melodie der letzte Halt in einer Welt ist…

In Nebelheym’s Past singt der Wanderer von seiner Vergangenheit und seiner Zukunft.

Gimme some Beer genau wie der Fiddler gibt dieses Lied die Richtung vor… Geradeaus! Diesmal in die Taverne!

 

Alles in allem eine sehr gelungende CD. Ich weiß nicht, wie oft ich sie schon gehört habe, aber ich weiß werde es sicher noch öfter tun. Eine klare Empfehlung für Liebhaber von gut gemachter, folkiger Musik, die Geschichten zu erzählen hat.

Ich muß allerdings sagen, auch wenn mir die CD wirklich gut gefällt, ihren wahren Trumpf spielen „Tales of Nebelheym“ auf der Bühne aus. Sie sind einfach eine Band, die zwar im Studio überzeugt, aber auf der Bühne zu Hause ist.

Kaufen könnt ihr die CD direkt im Shop ihres Labels Pangalactic Records.

Ich freue mich jetzt schon auf die neue Platte und verspreche, nicht erst rund zehn Monate später darüber zu schreiben!

 

Steampunk auf der Kieler Woche?

Die Band La Frontera Victoriana, die sich selbst als erste Steam Rock Band Deutschlands bezeichnen, haben es ins Onlinevoting des NDR um den Titel „Schleswig-Holstein Hammer 2015″ geschafft.

Im Vorentscheid in der Stadthalle Neumünster haben sie es aus 30 Teilnehmern unter die ersten 17 geschafft, die sich noch bis zum 16. Juni 2015, 12.00Uhr dem Voting auf der Homepage des NDR stellen. Die 8 meistgewählten Bands, werden beim Hammer-Finale am 23. Juni auf der Kieler Woche auftreten und um den Titel „Schleswig-Holstein Hammer 2015″.

Unter der Startnummer 28 könnt ihr nun die Steampunk Rocker unterstützen und sie auf die NDR -Bühne der Kieler Woche bringen.

Mehr über die Band, die bereits seit 2004 Gigs spielt, erfahrt ihr auf ihrer Aetherpräsenz, im Gesichtsbuch oder auf Youtube.

La Frontera Victoriana

 

Welterste Steampunk Oper

Coppelius_Opern_FlyerUnd schon wieder gibt es Neuigkeiten von Coppelius. Die Berliner Band gab heute bekannt, dass es ab Herbst im Gelsenkirchener Musiktheater (MiR) die welterste Steampunk Oper zu sehen geben wird. Auf der Seite des MiR finden sich dazu folgende Infos:

Ein ungewöhnliches Projekt für einen klassischen Opernbetrieb und eine Her(t)zensangelegenheit für die kreative Schmiede des Musiktheater im Revier!
Bereits seit 2012 existiert der Plan, gemeinsam mit der Berliner Band „Coppelius“, deren Mitglieder allesamt Abgesandte des romantischen 19. Jahrhunderts sind, ein Opernprojekt der besonderen Art auf die Bühne Gelsenkirchens zu bringen. Zusammen mit der Neuen Philharmonie Westfalen werden die 6 Coppelianischen Herren die Bühne in eine akustische Dampfmaschine verwandeln, die jeden in ihren Bann zieht.
Mit der phantastischen Erzählung „Klein Zaches, genannt Zinnober“ des dunklen Dichterfürsten E.T.A. Hoffmann ist die exzentrische Vorlage für eines der schlagzeilenverdächtigsten Theaterprojekte im Galileischen Weltbild gefunden und bringt nun die Theatermaschine kräftig ins Rollen.

Ab 14. November 2015 erzählen die Coppelianischen Superhelden auf ungewohnt lauten klassischen Instrumenten in Harmonie mit dem Orchester des MiR die Geschichte des missgestalteten Emporkömmlings Klein Zaches, der aufgrund eines wunderbaren Zaubers zu höchsten Ehren gelangt und damit beinah das Leben eines jungen Dichters zerstört. Doch Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall …

Lesen Sie demnächst Neues aus dem Klein Zaches-Universum!

Weitere Infos werden wohl in Kürze auf der Seite des Musiktheaters im Revier zu finden sein.

CD-Review: Coppelius - Hertzmaschine

Coppelius HERTZMASCHINE Cover1815. Herrensitz Coppelius.
Alchemisten, Akustiker und Astrologen arbeiten im Auftrag der Herren Coppelius an einem
Verfahren, um die akustischen Instrumente Cello, Contrabass und Clarinetti auf unerhörte Lautstärke
zu verstärken: Die galvanische Amplifikation!
Die Rockgeschichte hat begonnen.
 
2015. Herrensitz Coppelius.
Die Hertzmaschine ist fertiggestellt!
Akustisches Instrumentarium entfaltet sich zu dröhnendem Klanggewitter:Das Cello röhrt, der Bass knarzt, die Klarinetten schneiden sich durch Schlagzeug und Gesang.
Gitarristen packen beschämt ihre Verstärker ein. Gaslichtromantiker, Steampunker und Liebhaber
von handgemachter Musik – Coppelius sind zurück, lauter denn je!

So wortgewaltig kündigen die Berliner Herren Coppelius ihr am 30. Januar erscheinendes Album „Hertzmaschine“ an. Der Clockworker durfte sich schon jetzt ein Eindruck des „Klanggewitters“ der fünf Herren mit Diener machen und wir wollen Ihnen nun unsere Impressionen nicht vorenthalten.*

Tracklist:
01  Tragisches Ende eines Luftpiraten
02  Der Luftschiffharpunist
03  Moor
04  Harmonie
05  Herzmaschine
06  Sternenstaub
07  Reise
08  Ein Experiment
09  Glad to be dead
10  Contenance
11  Killers
12  Es fiel ein Himmelstaue
13  Des Bettlers Traum
14  Black is the colour
15  Der Musenkuß
16  Konzert

Nicht nur das Cover des neuen Langspielers, sondern auch die Tracklist vermittelt den Eindruck, dass es im neuen Album deutlich dampfiger zugeht als bisher. (Übrigens ordnet sich die Band mit ihrer Ankündigung erstmals selbst dem Steampunk zu, das klang im Salongespräch 2013 anlässlich ihres damaligen Albums Extrablatt noch ganz anders.)

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Bereits das erste Lied „Tragisches Ende eines Luftschiffpiraten“ entführt uns hoch über die Wolken, wo es zu einer ungewöhnlichen Begegnung kommt. Auf 30 Sekunden setzen Coppelius ihre quasi-Tradition der A-cappella Stücke fort.

Auch „Der Luftschiffharpunist“ agiert in großen Höhen, kommt aber deutlich rockiger daher, so dass man fast nicht glauben mag, dass es wirklich Cello und Kontrabass sind, die da erklingen. Was hier positiv auffällt, ist das im Gegensatz zu den vorangegangenen Alben besser abgemischte Schlagwerk. Leider hapert es dafür beim Gesang, dieser geht stellenweise hinter den Instrumenten arg verloren, sodass man nur dank dem wunderschön postergedruckten Booklet die Bridge vollständig verfolgen kann.
Ansonsten führt aber die dunkle, rauchige Stimme Comte Caspars gekonnt ein, in die Technik des fliegenden Ungetüms und die Arbeit des Harpunisten. Doch bei der Jagd auf Wolkenkraken (oder vielleicht doch eher „Airkrakens?“) läuft leider nicht immer alles glatt…

Dieser Song ist übrigens im in galvanischer Fassung bereits auf Amazon, iTunes und Spotify verfügbar. (Wer die MP3-Fassung vorbestellt, [Amazon / iTunes] bekommt den Luftschiffharpunisten ohne zusätzliche Kosten sofort zum herunterladen und zahlt zum Releasedatum dann nur noch den Differenzbetrag zum Album.)

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Ein Vertreter der Airkraken Gattung „Octopelius“

Auch bei „Moor“ zeigt sich die neue Elektrifizierung der klassischen Instrumente, sodass der Song über eine wunderliche Begegnung und Hilfeleistung im Sumpf ziemlich punkig anmutet mit einer kräftigen Prise Funk. Das alles inklusive Soli und starker Verzerrung, die man sonst vermutlich nur einer Gitarre zutrauen würde.

„Harmonie“ beginnt, dem Titel entsprechend, schon deutlich ruhiger. Ein Cembalo ergänzt die sonst übliche Instrumentierung aus Cello, Kontrabass, Klarinetten und Schlagzeug. Das zunächst gemächliche Tempo steigert sich im Verlauf des Liedes zu Zylinder-fliegender Geschwindigkeit, wenn wir dank Bastilles Gesang, der von Graf Lindorf ergänzt wird, herausfinden, dass die zuvor beschriebene Harmonie nicht ganz natürlich herbeigeführt wurde…

Weiter geht es mit „Herzmaschine“ und nein, das ist kein Rechtschreibfehler, diesmal ohne „t“, denn es geht um ein schlagendes Herz, eines, das sich nicht verlieben will und seine Gefühle mit Dampfkraft und Kesseldruck unter Kontrolle zu halten versucht.
Textlich ist dieses Stück sicherlich (neben dem Luftschiffharpunisten) das steampunkigste des Albums. Vielleicht liegt es daran, dass hier das Wissen der Szene, allen voran Jochen Enderlein aka Horatius Steam, mitgeholfen hat, den technischen Hintergrund zu erstellen.
Die Rhythmik erinnert an „Reichtum“ (Extrablatt, 2013), der Aufbau variiert jedoch:  Stampfendes Schlagzeug wechselt mit melodischen Klarinettenparts, teilweise unterstützt von Cembalo.

Nach diesem kraftvollen Stück folgt mit „Sternenstaub“ quasi das absolute Gegenteil. Eine traurige Ballade, in der die akustischen (unverstärkten) Eigenschaften der Instrumente ausgenutzt werden um gemeinsam mit Bastilles Gesang die Kälte des ewigen Eises heraufzubeschwören. Relativ Coppelius-untypisch gibt hier ein Klavier den Ton an.

Das nachfolgende „Reise“ wird dann wieder etwas flotter und zum Takt einer dahin rasenden Dampflokomotive zeigen hier besonders die Klarinetten ihr Können.

Rasant geht es weiter und mit „Ein Experiment“ wird ein weiteres omnipräsentes Thema des Steampunks bedient: Der verrückte Professor. Zerstreut schraubt und werkelt er, von Max Coppella vertont, an verschiedenen Erfindungen, deren Beschreibungen dem geneigten Hörer doch mehr oder weniger bekannt sein dürften. Unterstützung erhält er von einem Assistenten. Wer beim Castlefest 2014 dabei war, dem dürfte die Stimme von Baron von Ede bekannt vorkommen, die da immer wieder erklingt und den Professor vor dem Schlimmsten bewahrt. Leider kommt er nicht immer rechtzeitig, sodass das Lied ein sehr abruptes Ende findet.
Musikalischen wie textlich ist „Ein Experiment“ durchaus auf der humorvollen Seite zu finden, ähnlich wie „Gumbagubanga“ (Zinnober, 2010).

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Baron von Ede auf dem Castlefest 2014

Ernster und auch härter wird es danach mit dem ersten der drei englischsprachigen Titel des Albums „Glad to be dead“. Hier wird sich wieder einmal auf die langjährige Geschichte der Band berufen (s.o.)  und die „gute alte Zeit“ besungen, sodass die Zeitgenossen der Herren, die mittlerweile das zeitliche gesegnet haben, froh sein können, bereits tot zu sein. Bei näherer Betrachtung des Besungenen merkt man jedoch schnell, dass nicht alle Änderungen wirklich schlecht sind, auch wenn die Kritik des ständigen Wettbewerbs und der steigenden Überbevölkerung natürlich berechtigt sind.

Da kann einen schon mal die Wut packen. Dann ist das sich Mantra-artig wiederholende „Contenance“ genau das Richtige um die Haltung zu bewahren oder zurückzuerlangen. Auch hier zeigen Coppelius ihr Können im Bereich des mehrstimmigen Gesangs.

Nachdem die Gemüter sich ein wenig beruhigen konnten, lässt der nachfolgende Song das Blut wieder hochkochen. Es gilt als allgemein bekannt, dass die Jungs von Iron Maiden in den 1980er gerne einmal ein Lied, was natürlich im Original von Coppelius stammt, coverten. Nach „Murders in the Rue Morgue“ (Original von Coppelius veröffentlicht: Time-Zeit, 2007), bringen Coppelius nun mit „Killers“ eine weitere „Originalfassung“ heraus.
Die Energie, die Bastille bei diesem Stück live auf die Bühne zu bringen pflegt, kann aber leider nicht 100%ig auf CD gebannt werden. (Ein weiterer Grund unbedingt einmal ein Konzert zu besuchen, Termine weiter unten.)
Nichtsdestotrotz ist das Lied ein hervorragendes Beispiel für den selbsternannten Stil des „Kammer-Core“ (oder auch „Heavy Wood“), der hier auf den klassischen Instrumenten hervorgebracht wird und einen spätestens hier den Zylinder einen guten Hut sein lässt und zum extatischen Haare schütteln veranlasst.

Coppelius Hamburg Knust 27.03.2014

Hamburg – Knust 27.03.201

Beim der folgenden Liebesballade ist es nun wiederum umgekehrt: Hier covern die Herren Coppelius; nämlich eine klassische Volksweise, die aus den Jahren um 1539 stammt: „Es fiel ein Himmelstaue“. Auch die Instrumentierung bleibt klassisch, wieder in Verbindung mit dem Cembalo.

„Des Bettlers Traum“  ist da weit weniger klassisch. Besungen wird hier der Bettler, den keine materiellen Güter glücklich machen können, dafür aber seine (unerreichbare) Liebe. Thematisch scheint das Stück ein Pendant zu „Habgier“ (Tumult, 2009) zu bilden, ist musikalisch jedoch deutlich unaufgeregter. Es dominiert eher die Abscheu gegenüber der Hortung von Besitztümern und das Schmachten nach einer Unerreichbaren.

Mit „Black is the colour“ folgt eine weitere Interpretation klassischen Liedgutes. Diesmal ist es ein englisches bzw. genauer ein schottisches Liebeslied, was in Begleitung des Cembalos durch den Diener vorgetragen wird.
Live ein würdiger Nachfolger von „Ade mein Lieb“ (Zinnober, 2010).

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Stuttgart 05.04.2014

Der vorletzte Song des Albums beschäftigt sich mit der Inspiration des Künstler, dem „Musenkuß“. Mit gezupften Saiteninstrumenten beginnt es leise, doch dann bricht das gewohnte coppelianische Chaos aus. Denn leider ist die Muse in diesem Falle einzig in flüssiger Form zu erreichen. Welche Auswirkungen das auf den Dichter hat, zeigt sich in Text und Musik gleichermaßen, denn letztere steigert sich immer weiter in immer ausgedehnteren Soli, Variationen etc. bis nach der letzten Zeile der Höhepunkt erreicht und „Aus und Schluss“ damit ist.

Das Album ist hier aber noch nicht zu Ende, als 16. folgt eine recht ungewöhnliche Form der Darbietung: Die Vertonung von Heinz Max Aids Gedicht „Konzert“. Wobei Vertonung vielleicht etwas zu viel ist: zu den melancholischen Klängen der akustischen Instrumente wird der Text verlesen, welcher von dem Hin und Her gerissen sein nach einem Konzert berichtet: Soll man glücklich sein, weil es so gut war, oder traurig, weil es vorbei ist?
Gut, das der heimische Tonwiedergeber eine Wiederholungsfunktion hat und diese Entscheidung dem geneigten Hörer dieses Langspielers erspart bleibt!


FAZIT:
Spätestens dem neuen Album „Hertzmaschine“ sind Coppelius mitten im Steampunk angekommen. Leitthemen des Genres (Luftschiffpiraten, Dampfmaschinen, verrückte Wissenschaftler) werden textlich aufgenommen und verarbeitet. Insgesamt ist es weniger gesellschaftskritisch als sein Vorläufer Extrablatt (2013), dafür aber wahrscheinlich auch massentauglicher.

Auch musikalisch scheinen sich die Herren mehr und mehr am allgemein-Geschmack zu orientieren, was aber keinesfalls negativ sein muss. Es gibt immer noch die, meiner Meinung nach typisch coppelianischen, Mehrstimmen-Gesänge und auch die Klarinetten-Soli bleiben uns erhalten. Durch die neue Amplifikation verwischt aber klanglich mehr und mehr der Unterschied zwischen klassischen Instrumenten und der „Rock-Normal-Besetzung“, sodass dem zufälligen Hörer das besondere Instrumentarium von Coppelius womöglich entgeht. Auf der Bühne jedoch dürfte es dafür umso mehr rocken. Man darf also gespannt sein auf die kommende Konzerttour (s.u.).

Es sind auffallend viele Balladen und ruhige Stücke (mind. 6) auf der Platte gelandet, nichtsdestotrotz wird aber auch die Haar-Schüttelnde Fraktion ausreichend bedient, sodass der Zylinder (sofern er nicht festgetackert ist) getrost im Regal bleiben kann. Genügend Ohrwurm-Potential inklusive!

Alles in allem ein typisch coppelianischer Mix aus verschiedenen Genre-Einflüssen unter voller Ausnutzung der technischen Möglichkeiten der Instrumente der sich definitiv lohnt!

(Wer immer noch mit dem Kauf hadert, ist selber Schuld, aber vielleicht überzeugt ihn ja der Hinweis, dass das Booklet als Poster gedruckt wurde und so als Deko für’s steampunkige Eigenheim durchaus Potential hat.)


CD release
Die offiziellen Veröffentlichunsfeierlichkeiten finden übrigens am 30.01. in Berlin statt und werden um 18.00 Uhr mit einem Fanatikertreff (inkl. Fragerunde, Spiele etc.) beginnen, ab 23.00 Uhr öffnet dann der Maskenball seine Tore.

Mehr Informationen sind hier zu finden.

Natürlich gehört zu einem neuen Album auch eine Konzertreise und wie oben bereits mehrfach mitschwang sollte man sich die Herren und ihren Diener unbedingt einmal live ansehen!

Hier haben sie die Möglichkeit dazu:
11.03.2015  (Mi)  Osnabrück, Lagerhalle
12.03.2015  (Do)  Bochum, Matrix
13.03.2015  (Fr)  Hamburg, KNUST
14.03.2015  (Sa)  Hannover, Musikzentrum
20.03.2015  (Fr)  Berlin, LIDO
21.03.2015  (Sa)  München, Backstage
22.03.2015  (So)  Nürnberg, Hirsch
02.04.2015  (Do)  Stuttgart , Club Cann
03.04.2015  (Fr)  Wien, Szene
04.04.2015  (Sa)  Annaberg-Buchholz, Alte Brauerei
30.04.2015  (Do)  Magdeburg, Factory
01.05.2015  (Fr)  Hexentanzfestival
02.05.2015  (Sa)  Leipzig, Werk 2

Tickets unter gibt es bei extratix.de

 

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*(Anm. d. Red.: Auch wenn hinlänglich bekannt sein sollte, dass unsere reviewende Autorin ein besonderes Faible für die Herren hat, möchten ich Ihnen versichern, dass ich diese Rezension so objektiv, wie möglich durchgeführt wurde.)

Uhrwerk – Die Neue Welt - Review

Seit dem 13.12.2014 ist die erste EP der Steampunk Western Rock Band Uhrwerk erhältlich. Der Clockworker hatte die Chance in die 6 sehr unterschiedlichen Songs hineinzuhören und möchte nun von seinen Eindrücken berichten.
Uhrwerk_CoverTracklist:
1. Intro
2. Die Neue Welt
3. Gesprengte Ketten
4. Rebell Soldier
5. Hymn of Sorrow
6. Lonely Rider

Der Hörer wird begrüßt von einem ausgedehnten Intro, das ihn soundtrackartig in den Wilden Westen entführt. Gitarre, Mundharmonika und Streicher mischen sich mit Wind und Glockenschlag zu einer fast schon episch anmutenden Klangkulisse. Es könnte sich ebenso gut um das Opening eines Western-Dramas handeln.

Nach einem Tempowechsel bieten David Ross (Elektrische Gitarre, Western Gitarre, Gesang) und Ian Hale (Elektrischer Bass, Klavier, Gesang) mit „Die Neue Welt“ direkt eine sehr kritische Sicht auf die heutige Gesellschaft. Rockig-metallige E-Gitarren im Takt des stetig und gnadenlos davon tickenden Uhrwerks, begleitet vom melodischem Gesang von Frontmann Robert Francis Fox (neben Gesang auch Mundharmonika), wechseln mit mehrstimmigen Gesangsparts des gesamten Trios.

Zu diesem Song veröffentlichten Uhrwerk auch ihr erstes Musikvideo, welches auf Youtube zu sehen ist.
YouTube Preview Image

Rockig geht es mit „Gesprengte Ketten“ weiter, in dem sich alles um Kriegsbegeisterung, Soldatenehre und das unausweichliche Ende dreht. Der Song beginnt schnell mit militärisch fortschreitendem Schlagzeug. Nach wiederum soundtrackartigem Instrumental/Soloteil endet er mit melancholischem Gesang in Klavierbegleitung, welcher, einem ersterbenden Herz gleich, mehr und mehr an Tempo verliert und letztlich im Geräusch des Windes erstirbt.

Ohne Unterbrechung kommt nun die Geräuschkulisse eines Lagerfeuers hinzu und Westerngitarre, Mundharmonika sowie gepfiffene Parts versetzen den Hörer mit dem aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg stammenden „Rebel Soldier“ in eine wehmütige Lagerstimmung. Dieser erste der nun folgenden englischsprachigen Songs profitiert insbesondere von den unterschiedlichen Tonlagen der drei Herren Uhrwerk.

Ihr gesangliches Können beweisen sie auch im folgenden Acapella Intermezzo „Hymn of sorrow“. Auf kurzen 24 Sekunden entfaltet sich eine Stimmgewalt, der man fast nicht glauben mag, dass es „nur“ drei Herren sind, die da vom Kummer um gefallene Waffenbrüder singen.

Musikalisch wird es nach diesem etwas ruhigeren Teil nun wieder lauter, wenn Ross, Fox und Hale von Roman Harasymiw an der Trompete unterstützt werden, um die Geschichte des „Lonley Rider“ zu erzählen. Stärker noch, als in den vorangegangenen Liedern, wird hier der Western Einfluss deutlich, der in der selbst gewählten Genre Bezeichnung „Steampunk Western Rock“ proklamiert wird und man sieht den einsamen Reiter förmlich in den Sonnenuntergang entschwinden.

Wer nach dem gepfiffenen Ende des Songs noch weiter lauscht, wird nicht enttäuscht und mit einem kurzen Hörspiel inklusive Klaviereinlage mit bester Saloonatmosphäre belohnt, in dem Uhrwerk noch einmal ihre Wurzeln im Western betonen.

Uhrwerk

Fazit: Alles in allem ist „Die Neue Welt“ ein gelungenes Erstlingswerk mit einem guten Mix aus ruhig und schnell, laut und leise.
Leider hört man soundtechnisch einen erheblichen Qualitätsunterschied zwischen den ersten zwei metal-rockigen und den darauf folgenden Western Songs. Bei letzteren merkt man deutlich, dass Western (und Akustik) eindeutig das Feld sind, aus dem die drei Uhrwerker stammen.
Die Verbindung Western Rock und Steampunk ist aber absolut gelungen und spätestens seit „Wild Wild West“ auch naheliegend. Innerhalb der Songs könnte allerdings noch eine stärkere Vermischung stattfinden. Auf der EP hat man ein wenig das Gefühl von zwei Genre-Blöcken, welches noch durch die Sprachwahl deutsch-englisch verstärkt wird. Auch der Aufbau mit dem Hörspiels am Ende, in dem es heißt „Horcht, es geht los“ hat mich etwas irritiert, zumal auch die musikalische Verbindung zwischen Intro und „Die Neue Welt“ nicht ganz eindeutig ist.

Nichtsdestotrotz zeigt sich in allen Songs das musikalische Können der jungen Band und besonders die gesangliche Mehrstimmigkeit gefällt mir außerordentlich gut.

Absolut empfehlenswert für jeden Steampunk, der über den Tellerrand von König und Kaiserin in den Wilden Westen schauen möchte!

Wer mehr über Uhrwerk erfahren möchte, findet auf der Facebookseite der Band aktuelle Infos und Konzertdaten.

Eilmeldung: Abney Park auf der Elfia Haarzuilens

Zwar ist es zur Elfia Haarzuilens 2015 (NL) noch ein bisschen hin, gerade aber erreichte uns die Nachricht, dass Abney Park am Samstag, den 25. April abends dort auftreten werden.

Eine Zusammenfassung der (steampunkigeren) Highlights folgt, sobald wir mehr über das Programm wissen.

Im Salongespräch: Tales of Nebelheym

Im Salon begrüßen wir heute Tales of Nebelheym, eine junge Band aus dem Stuttgarter Raum, vertreten durch Fabian, der am Bass und Akkordeon sein Werk tut.

Tales of Nebelheym

Fabian, ich habe euch vor nicht ganz zwei Jahren in einer kleinen Taverne in der Nähe von Stuttgart kennengelernt, als ihr für einen Unplugged Auftritt auf einem Fantasy Liverollenspiel gebucht wart. Im Gespräch danach sagtet ihr, daß ihr euch als Steampunkband seht.

Wenn man sich eure CD anhört, und mit anderen Bands aus dem Genre vergleicht, dann erschließt sich das einem nicht sofort. Erzähl mal, warum macht „Tales of Nebelheym“ Steampunkmusik und was denkst du, zeichnet Musik in diesem speziellen Genre eigentlich aus?

Nun, ich denke, Steampunk-Musik im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Es gibt Musik, die auf retro-futuristischen Instrumenten (z.B. Theremin) oder zumindest auf Steampunk-getrimmten Instrumenten gemacht wird (z.B: auf umgebauten Gitarren), oder eben Musik, bei der es um Themen und Geschichten aus dem SteamPunk, aus einer Welt des Dampfes und der Mechanik, aber auch der Abenteuer und Romantik geht. Daher gibt es „die“ Steampunk-Musik meiner Meinung nach nicht, wichtig für mich ist, dass mir die Musik gefällt und ich das Gefühl habe, dass derjenige, der sie macht Spaß und Herzblut in die Sache steckt..

Warum Steampunk? Was hat euch an diesem Genre besonders gereizt?

Mich persönlich haben schon immer die Werke von Jules Verne und H.G. Wells gereizt, ebenso aber auch Werke und v.a. Gedichte von Edgar.Allen. Poe und Lord Byron. Diese Abenteuer – und Horrorgeschichten in Verbindung mit einer für uns altertümlich anmutenden Technik, die aber aufgrund einer herausragenden Präzision und Ästhetik trotzdem zu überragenden, unserer heutigen Technik weit überlegenen Leistungen fähig ist übt einen besonderen Faszination aus.

Das heißt, man findet den Steampunk bei euch nicht vordergründig, da ihr nicht von Zahnrädern und Maschinen singt, sondern eher im Gesamtkonzept? Ihr seid eher Jules Verne, als Nicolai Tesla?

Die Atmosphäre des Steampunk spiegelt sich bei uns in der Welt Nebelheym wieder, die sich gerade in der Phase der Industrialisierung mit Entdeckung der Dampfmaschine und dem damit verbundenen Umbruch der Gesellschaft befindet. Nach Eintreffen der sogenannten Fremden mit ihrer großartigen (Dampf-)Technologie liegt in Nebelheym ein Konflikt zwischen zwei großen Parteien, die diese Neuerungen willkommen heißen und regelrecht anbeten oder kategorisch ablehnen vor. Dies ist der Hintergrund, vor dem sich die einzelnen Facetten der „Tales of Nebelheym“ abspielen.

Was bedeutet eine Szene für euch? Es es für euch wichtig, daß man als Teil solcher auch aktiv etwas dazu beträgt, oder reicht es auch, einfach nur zu konsumieren?

Eine Szene zu haben finde ich sehr wichtig, da sich hier Leute mit gleichen Interessen finden und austauschen können. Wie weit dann jeder gehen will, ob er sich aktiv einbringt oder lieber konsumiert, ist natürlich jedem selbst überlassen – wir als Band versuchen, unserem Publikum durch unsere Musik und unsere Auftritte eine Art Lebensgefühl Nebelheyms weiterzugeben.

Ihr schreibt soweit ich das sehen kann alle Songs selbst. Gibt es jemanden, oder etwas, was euch beim schreiben beeinflußt, oder habt ihr eine bestimmte Quelle der Inspiration? Was ist eure Muse?

Genau, wir schreiben alle Songs selbst, sowohl musikalisch als auch textlich, was uns sehr wichtig ist. Musikalisch kann so jeder von uns seine eigenen Vorlieben und Interessen mit einbringen. Inspirationen ziehen wir einerseits aus eigenen Erlebnissen, aber auch aus der Erschaffung der Welt Nebelheym. Wir versuchen, durch unsere Texte dieser Welt Leben einzuhauchen und sie für den Zuhörer lebendig zu machen, ohne sie dabei zu genau zu definieren. Jeder soll die Möglichkeit haben, sich in Nebelheym selbst zu finden – insofern ist sicher Nebelheym unsere Muse.

Bei eurem Auftritt war es sehr auffällig, daß jeder von euch genau wußte, was er mit seinem Instrument anstellen muß und obwohl Tales of Nebelheym noch nicht so lange existiert, hatte man den Eindruck, daß ihr schon lange zusammen Musik macht. Woher kommt das?

Wir sind alle schon etwas länger im „Musikgeschäft“ dabei – wir waren und sind alle in unterschiedlichen Bands aktiv. So kennen Jo und ich uns schon aus der gemeinsamen Zeit bei Coronatus, Teddy ist zusätzlich Sänger bei Daedalous, Malte Gitarrist bei Opus Irae und Matse ist bei Gold, Stone und Silver dabei. Daher haben wir alle schon einige „musikalische Vorbildung“. Abgesehen davon haben wir aber auch das Glück, dass wir einfach auf einer Wellenlänge liegen und es uns erstaunlich leicht fällt, auf Ideen des einzelnen einzugehen und daraus dann einen gemeinsamen Song zu gestalten.

Was sind die „Tales of Nebelheym“? Gibt es dazu eine Geschichte?

Die “ Tales of Nebelheym“ sind sozusagen die Chroniken der Welt Nebelheym – dementsprechend sind wir ihre Chronisten.
Als solche haben wir uns zum Ziel gemacht, Momentaufnahmen aus Nebelheym zu sammeln und niederzuschreiben, um sie mit unseren Zuhörern zu teilen und ihnen somit diese fiktive Welt nahe zu bringen.

In ein paar Wochen wird euer erstes Studio Album „A Wanderers Heart“ das Licht der Ladentheke erblicken. Worum gehts da? Steckt ein Konzept dahinter?

Das Konzept des Albums besteht darin, dass es um die Geschichte des einsamen „Wanderers“ geht, der durch die Welt Nebelheym zieht – daher auch der Titel „A Wanderer’s Heart“.
Die Erlebnisse, Erinnerungen und Gefühle, die der Wanderer auf seiner Reise durchlebt, spiegeln sich in den einelnen Stückn des Albums wieder. Dabei wird mehr und mehr von der Welt Nebelheym offenbart.

Ich habe das Glück sie schon eine zeitlang hören zu dürfen und konnte sie mit der Demo CD vergleichen. Ihr habt mit den neuen Platte gegebenüber dem Demo nochmal einiges zugelegt, was die Arrangements und die Qualität der Aufnahmen angeht. Was war euch für euer erstes großes Album wichtig und ist es so geworden, wie ihr es euch gewünscht habt?

Absolut – uns war es wichtig, dass wir – nach der Demo „Prequel“ – auf jeden Fall gleich ein vollwertiges, sauber produziertes Studioalbum nachlegen – was uns mit der Hilfe von Markus Stock aus der Klangschmiede Studio e auch gelungen ist. Wichtig war uns außerdem, dass es dabei nicht steril wirkt, sondern den Charakter unserer Auftritte einfängt, das Lebendige, was uns als Band ausmacht.

Keiner von euch ist wirklich ein Bühnenneuling und in wenigen Wochen steht eure CD Release Party an. Auch wenn man schon ein alter Hase ist, was Konzerte angeht, sind Release Parties enorm wichtige Meilensteine für eine Band und deshalb immer ganz besondere Konzerte. Was erwartet ihr euch von dem Abend und was macht für euch das perfekte Konzert aus?

Die Releaseparty ist definitiv etwas besonderes für uns. Daher freuen wir uns alle schon sehr auf den Abend und sind auch bereits etwas aufgeregt. Wir erwarten ein tolles Konzert, viele nette Gäste und Freunde (u.a. auch die Musiker von Krayenzeit, die uns an dem Abend musikalisch unterstüzen werden), eine großartige Party und einfach einen absolut gelungenen Abend. Wichtig ist meiner Meinung nach, dass man Spaß hatte, nach dem Auftritt mit sich zufrieden ist und es vor allem auch dem Publikum gefallen hat. Dann ist man auf jeden Fall nah dran am perfekten Konzert.

Was haben wir in Zukunft von Tales of Nebelheym zu erwarten? Gibt es Pläne?

Zu allererst einmal wollen wir natürlich das Album gebührend promoten und das ein oder andere Akustikkonzert spielen, unser Set noch etwas erweitern und ausbauen und versuchen, den Leuten Nebelheym näher zu bringen. In etwas weiterer Ferne steht unser Metalalbum an – wir haben außerhalb des Akustik-Sets noch ein Metalset, das zwar auch in Nebelheym angesiedelt ist, charakterlich aber natürlich eine ganz andere Sparte bedient. In diesem Bereich wollen wir uns ebenfalls weiterentwickeln.
Es wird also definitiv nicht langweilig :-)

Dann danke ich dir für die vielen Antworten und eure feine Musik. Ich wünsche euch auf jeden Fall alles Gute für die Zukunft und eine großartige Releaseparty.

Wer nach dem folgenden Video Lust hat, mehr von Tales of Nebelheym zu sehen und zu hören, dem sei der Internetauftritt der Band ans Herz gelegt.

Für die spontanen Leser, sei zu sagen, daß am Freitag, dem 24.10.2014 um 19:30h ( ja, das ist in knapp 20 Stunden :) ) das CD Release Konzert zu „A Wanderers Heart“ in Ludwigsburg im „Scala“ stattfinden wird.

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Steampunk-Krimidinner in Berlin

Wer am 12. April noch nichts vor hat und sich in der Hauptstadt befindet (oder die Aetherkutsche in dorthin bringen kann), der sollte sich überlegen, ob er nicht Lust hat, an der Teegesellschaft teilzunehmen.

Foto: Jörg Merlin Noack

Foto: Jörg Merlin Noack

Es wird kriminell in Groß-Berlin!
Am 12. April, in nun mehr einer Woche, ist es so weit. Das erste Berliner Steampunk Krimidinner (https://www.facebook.com/events/581981155211280/?fref=ts) bittet zu Tisch. Ein Kriminalfall bei Kaffee und Kuchen soll gelöst werden.

Eine Mischung aus Kaffeekränzchen und Liverollespiel in gemütlicher Atmosphäre.
Das Spiel findet im Comic Kaspar (Rosenthaler Platz, unter dem Haus am See) statt.
Der Eintritt kostet 15 Euro und kann solidarisch bis zu einem Betrag von 20 Euro aufgestockt werden, im Preis enthalten ist der Eintritt zur Teegesellschaft inklusive Buffet, dem darauf folgenden Auftritt der Band SISC und der Luftschiff Tanzveranstaltung.

Alles was sonst noch benötigt wird ist ein ausgefüllter Charakterbogen.
http://mitternachtsgesellschaft.de/teegesellschaft/Anmeldebogen140212.pdf
Sie können ihn online ausfüllen und dann an E.Ende[at]live.de zurück schicken.
Wir freuen uns über Rückfragen und ihre Teilnahme.

Euere Mitternachtsgesellschaft
Eva Ende und Doktor E. R. Kluge
Lilly Letterweib und Jörg Merlin Noack

Rückfragen bitte über das Facebook Event, an E.Ende@live.de oder an die Mitternachtsgesellschaft (http://facebook.com/mitternachtsgesellschaft) stellen.

Weitere Infos zum bespielten Hintergund, Charaktererstellung, Live-Rollenspiel und Krimidinner allgemein und vieles mehr finden sich auf der Homepage der Teegesellschaft.

Die Luftschiff-Tanzveranstaltung ist auch als Veranstaltung im Salon zu finden.

Und wenn das alles immernoch nicht überzeugt, lässt sich eventuell zu einem Trip nach Berlin hinreißen, wenn er erfährt, dass am Abend vorher die Herren Coppelius in der Hauptstadt aufspielen. Das alles, sollte doch eine Reise nach Berlin wert sein!

43 Zeichentrickintros in 5 Minuten

Ein Ensemble der Carnegie Hall spielt die Titelmelodien von 43 verschiedenen Zeichentrickserien in unter fünf Minuten. Damit man auch alle erkennen kann, wurde kleine Hinweise im Video untergebracht.

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Aeronautica - Sturmzeit - Review

Wie bereits angekündigt erscheint am 25. März das erste Album der Steampunk Metal Band Aeronautica: Sturmzeit
(Digital Release worldwide 4. April).
Aeronautica_CoverDer Clockworker hatte die Chance vorab schon einmal in die 12 Songs hinein zu hören und möchte euch nun seine Eindrücke nicht vorenthalten:

Tracklist:
1. Aufwärts
2. Kompassreise
3. Blitzschlag
4. Maschinengeist
5. Herbst
6. Im ewigen Eis
7. Wolkenbrecher
8. Der Augenzeuge
9. Orient Express
10. Sternenfeuer
11. Pech & Schwefel
12. Unendlichkeit

Los geht’s mit „Aufwärts“. Schon der Titel ist ein perfekter Einstieg ins Album. Klassischer Metal  Gitarrensound lässt ahnen, warum sich die Crew aus den Gitarristen und Sängern Felix Tenten und Tobias Kurzawa, dem Schlagzeuger Ben Rösgen und Live-Bassistin Jessica Hoffman als erste  deutsche Steampunk Gothic-Metal Band bezeichnet. Passend zum technischen Text des Songs (wir befinden uns im Maschinenraum des Luftschiffs) ist auch der Gesang eher mechanisch abgehackt.

Weiter geht’s mit „Kompassreise“. Bereits auf der EP „Maschinengeist“ (2012) zu hören gewesen, ist dieser Song deutlich schneller und entführt den Hörer nach dem Start mit „Aufwärts“  mit der Luftschiff-Sinfonie auf eine Reise durch den Luftraum. Satte Gitarrenklänge gepaart mit kräftigem Schlagzeug werden unterstützt von Bläsern.

Aeronautica Sturmzeit Inlet

Gelungenes Design der CD, auch wenn mancher behaupten mag „Just glue some gears on it…“

„Blitzschlag“ beginn zunächst sehr langsam, nur um dann in hartem Kontrast den Blitz einschlagen zu lassen und mit voller Kraft und Metal Sound seinen fatalen Weg durch das Luftschiff nachzuzeichnen.

Mit „Maschinengeist“ wird das zuvor abgestürzte Luftschiff wieder zum Leben erweckt. Auch hier wird wieder eindrucksvoll das Innenleben einer solch großen Maschine beschrieben. Passend dazu stampfender Schlagzeugklang und der kraftvolle Ausruf „Steamed!“, unterstützt von Gitarren und Bass. (Über das Performance Video zu diesem Song berichteten wir bereits.)

Vergleichsweise melancholisch kommt „Herbst“ daher. Beginnend mit sanften Gitarrentönen, steigert sich das Stück, um in den Strophen wieder ruhiger zu werden. Unterfüttert wird der romantische Text mit Streicherklängen und auch hier wird dem Luftschiffthema treu geblieben.
Den Gesang empfinde ich für den malerischen Text jedoch als etwas zu steif.

Ähnlich geht es mir beim nächsten Lied „Im ewigen Eis“, eine Hommage an die Legende der Schneekönigin. Zu kräftig und starr der Gesang im Vergleich zum Text, der von der Schönheit der Königin und ihrer Macht erzählt, die den Protagonisten verzaubert und ihn gefangen hält.
Im Refrain wird der Gesang jedoch weicher und von Sängerin Louiza Fröbe unterstützt.
Musikalisch überzeugt mich Stück hier aber voll und ganz: rockiger Gitarrenklang, schön unterfüttert mit Streichern und Bläsern.

Aeronautica beim Metal for Mercy Gothic Night II. in Witten

Mit „Wolkenbrecher“ wird es wieder ein ganzes Stück härter und Metal-lastiger. Ein langsamer Schlagzeug und Keyboardeinstieg, der durch Gitarre und Bass verstärkt wird, zeigt lautmalerisch das besungene Luftschiff, welches sich durch die Wolken schiebt. Lädt der Anfang des Songs noch zum Headbangen ein, sind die Strophen wieder deutlich ruhiger, steigern sich aber im Verlauf des Liedes.

„Der Augenzeuge“ ist wieder ein Stück der EP Maschinengeist. Erneut etwas ruhiger, kommt hier Drehorgelsound zum Einsatz und unterstreicht die träumerischen Überlegungen über den Sternenhimmel. Besonders gelungen finde ich hier die Soli.

Der „Orient Express“ nimmt den Hörer nun mit auf eine rasante Fahrt! Schnelles Schlagzeug, orientalische Klänge und natürlich der gewohnte Metal-Sound überzeugen hier voll und ganz. Auch der Gesang und die „Zugdurchsagen“ sorgen dafür, dass man sich in ein Abteil des Zuges hineinversetzt fühlt und den „Rausch der Geschwindigkeit“ hautnah erleben kann. Definitiv mein Lieblingssong des Albums!

Felix und Jessica beim Metal for Mercy Gothic Night II. in Witten

Es folgt ein klassisches Rockstück: „Sternenfeuer“ erzählt die Geschichte der Crew der Aeronautica und ihrem Kampf gegen ein fremdes Luftschiff.

„Pech und Schwefel“ klingt wiederum mehr nach Piraten-Metal, insbesondere durch den Klang eines Akkordeons/Harmonika; ein fast schon traditionelles Trinklied, das Stimmung macht. Allerdings nicht auf den Planken eines Dreimasters, sondern, wie könnte es anders sein, an Deck eines Luftschiffs.

Das Album schließt ab mit „Unendlichkeit“. Ruhige Strophen wechseln mit geshoutetem Refrain, technoide Untermalung mit fetten Bass- und Gitarrensound. Inhaltlich geht es um die Machtübernahme durch Maschinendrohnen.
Ein fulminanter Metal-lastiger Abschluss für die „Sturmzeit“.

Tobias beim Metal for Mercy Gothic Night II. in Witten

Fazit:
Ein sauberes erstes Album! Kraftvoller Metal wechselt mit Rock und auch melancholische Stücke runden das Repertoire ab. Inhaltlich orientiert sich die Band nah an ihren Namensvettern, den Aeronauten, und so ist es nicht verwunderlich, dass Luftschiffe und alles was dazugehört immer wieder auftauchen.
Musikalisch geht da sicher noch was, besonders im Gesang würde ich mir mehr Variation wünschen. Passt die statische Art bei den Songs über die Technik noch hervorragend, wirkt er bei langsameren Stücken eher aufgesetzt und zu gewollt böse.

Trotzdem kann ich jedem, der auf etwas härtere Musik steht, dieses Album nur sehr ans Herz legen und insbesondere empfehlen, sich die vier mal Live anzusehen!

2014 bietet hier diverse Möglichkeiten:

Aeronautica
Wer nun neugierig geworden ist, kann in der Soundcloud den Song „Im ewigen Eis“ kostenlos downloaden und auch eine Hörprobe vom „Orient Express“ ist dort zu hören.

„Im ewigen Eis“ gibt’s auch auf Youtube:

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Das Album kann hier vorbestellt werden.

Aeronautica im Aether: Band Hompage
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Die kleinen Perlen des WGTs 2014

Neben den großen Namen auf dem Wave Gotik Treffen sind die kleinen eher unbekannten Bands oft die wirklichen Highlights des Festivals. Meist entdeckt man sie eher durch Zufall, weil man gerade auf ein anderes Konzert wartet und ist dann völlig begeistert. Eine Auswahl dieser kleinen besonderen Bands gibt es hier schon einmal zum Reinhören. Die komplette und aktuelle Liste ist immer hier zu finden.

 

7JK

Ambient, Experimental | Großbritannien/Polen

http://www.youtube.com/watch?v=f-Px0SxT9Lk

Interessante Kollaboration des manischen Geigers Matt Howden (Sieben) mit den polnischen Dark Ambient-Meistern von Job Karma, welche jeweils auch mit ihren Projekten beim WGT vertreten sind.

Aeon Sable

Gothic Rock | Deutschland

http://www.youtube.com/watch?v=dlheixEXpsU

Neue Hoffnung für Freunde des klassischen Sounds von Fields und Sisters.

Alcest

Post Rock, Shoegaze | Frankreich

http://www.youtube.com/watch?v=4PmCb9OiFYQ

Nach dem Live-Debüt beim WGT 2010 endlich wieder dabei – unterdessen weitaus bekannter, auch durch
das vergleichsweise eingängige neue Album, welches von Birgir Jón Birgisson (Sänger v. Sigur Rós) produziert wurde.

Ascetic:

Gothic Rock, Post Punk | Australien

http://www.youtube.com/watch?v=_HZ78lnZRo0

Junge Band aus Melbourne im Geiste von Bauhaus, Joy Division und den Sisters of Mercy

Beck Sián

Folk | Großbritannien

http://www.youtube.com/watch?v=pG9BYwTMXSY

Die Großcousine von Kate Bush (kein Witz!) präsentiert entrückten und feenhaften britischen „Ghost-Folk“ – selbst die Stimme hat ein wenig Ähnlichkeit mit der berühmten Verwandten.

Cécile Corbel

Folk | Frankreich

http://www.youtube.com/watch?v=oPCXFC1pmnc

Bretonische Folk-Sängerin, die in vielen Sprachen singt und dazu ihre Harfe erklingen lässt. Von ihr wird es zwei Konzerte geben, eines davon im „Heidnischen Dorf“.

I-M-R

Wave-Pop, Neofolk | Deutschland

http://www.youtube.com/watch?v=SCIVEvmVgh8

Bis vor einiger Zeit kannte man diese Band noch als „In My Rosary“…

Imaginary War

Synthpop, Indie | Deutschland

https://www.youtube.com/watch?v=WBEu6xzGU5o

Junge Band aus Jena für Freunde von IAMX und Depeche Mode, anspruchsvoller Synthpop der Neuzeit.

Kiss The Anus Of A Black Cat

Wave | Belgien

http://www.youtube.com/watch?v=Dn2hOxuLY8M

Wer sich nicht vom skurrilen Bandnamen abschrecken lässt, bekommt feinen Wave-Rock geboten.

Konstruktivists

Industrial | Großbritannien

http://www.youtube.com/watch?v=XrsoOhpKe4c

Eine der letzten verbliebenen Bands aus der Frühphase des britischen Industrial der 80er mit Zeitgenossen wie Throbbing Gristle, Nurse With Wound, Whitehouse oder Cabaret Voltaire.

Lebanon Hanover

Minimal, Wave | Großbritannien

http://www.youtube.com/watch?v=wBrsc_7RKc0

Die Senkrechtstarter im boomenden Genre.

Little Nemo

Cold Wave | Frankreich

http://www.youtube.com/watch?v=X4EF2Ibx9RI

Eine der bedeutendsten Bands der französischen „Cold Wave“ oder „Touching Pop“-Bewegung der 80er Jahre. Seit 2008 wieder aktiv, nun zum 1. Mal beim WGT.

MDS51

Industrial | Deutschland

http://www.youtube.com/watch?v=3I0gZGu3oXs

Junge Formation aus der näheren Umgebung, für Freunde von November Növelet oder ähnlichem.

Oppenheimer MKII

Minimal Wave, Synthpop | Großbritannien

http://www.youtube.com/watch?v=caP3tAmMEbc

Kultband der 80er, bis vor einem Jahr bekannt als „Oppenheimer Analysis“. Seit dem Tod von Bandmitglied Martin Lloyd im April 2013 unter neuem Projektnamen aktiv.

Rainy Days Factory

Wave, Post Punk | Portugal

http://www.youtube.com/watch?v=lu1Af_V0Alk

Frische neue Band, deren Vorbilder u.a. Joy Division und The Cure sein dürften.

The Bellwether Syndicate

Gothic Rock | USA

http://www.youtube.com/watch?v=fAjXMB1Skjo

Das neue Projekt von William Faith nach der Trennung von Faith & The Muse.

The Devil And The Universe

Ghost Wave, Minimal, Dark Ambient | Österreich

http://www.youtube.com/watch?v=S7OGzaNFHq8

Obskures und interessantes Projekt mit Ashley Dayour (Whispers In The Shadow), zwischen modernem Minimal Wave und okkulten Cold-Meat-Klängen – optisch präsentiert mit Kutten und Schafsmasken.

The Lost Rivers

Shoegaze, Noise Rock | Deutschland

https://www.youtube.com/watch?v=fELqBO6g5Q4

Die finsteren Ziehsöhne von The Jesus And Mary Chain, My Bloody Valentine und Sonic Youth kommen aus Baden- Württemberg und braten uns eine gehörige Portion Gitarrenfeedback um die Ohren.

The Marionettes

Gothic Rock | Großbritannien

http://www.youtube.com/watch?v=fy5D_6CetBw

Zurückgekehrte 90er Gothrock-Formation.

The Revolutionary Army Of The Infant Jesus

Neofolk, Neoklassik, Experimental | Großbritannien

http://www.youtube.com/watch?v=vP7iXGe1Ax0

Rückkehr einer obskuren Band aus Liverpool mit Hang zu christlicher Mystik, die in den 80er und 90er Jahren drei Alben veröffentlichte und seinerzeit oft mit Current 93 oder Dead Can Dance verglichen wurde.

Trepaneringsritualen

Industrial | Schweden

http://www.youtube.com/watch?v=Xv5t7Y4tJik

Relativ junges Projekt mit beachtlichem Kult-Status unter Kennern. Pechschwarzer Death-Industrial im Stile der Großmeister Brighter Death Now oder Mental Destruction.

Verdiana Raw

Neoklassik, Dark Wave | Italien

http://www.youtube.com/watch?v=N5lmRD5QTf8

Verträumte und teils leicht verschrobene Klänge einer klassisch ausgebildeten Sängerin/Pianistin, begleitet von Gitarre und Perkussion – irgendwo zwischen Tori Amos und Diamanda Galás.

„Die Susi bläst das Saxophon“ – MonokelPop at its best

Nach der gelungenen Crowdfunding des LOST CABARET (der Clockworker berichtete), folgt nun das nächste Projekt des Herren Daniel Malheur:

Lichtbild: neukoelner.net

Lichtbild: neukoelner.net

Seine neue CD „Die Susi bläst das Saxophon“ braucht Ihre Unterstützung.

Die neue Malheur – CD: Eine Hommage an den deutschen Schlager der 1920er Jahre und seine Tanzorchester. Daniel Malheur singt zu original Orchesteraufnahmen von Schellackplatte und präsentiert heute in Vergessenheit geratene frivole Foxtrotts und verführerische Tangos aus der Zeit der Weimarer Republik.

Eine Collection ausgesuchter und zum Teil sehr seltener Aufnahmen dereinst berühmter Tanzorchestern wie Marek Weber, Paul Goodwin, Efim Schachmeister, das Jazzorchester John Morris und vieler anderer bilden die musikalische Begleitung für den Chansonnier und MonokelPopper Daniel Malheur. Zwanzig musikalische Kurzgeschichten von Liebe, Lust und Laster entführen den Zuhörer in die Cabarets, Salons und Tanzpaläste der schnellsten Stadt der Welt, das New York Europas der 1920er Jahre: Berlin!

Es bleiben ab heute noch 56 Tage Zeit auf Startnext die Summe von 1500€ aufzubringen. Wie beim Crowdfunding üblich gibt es für verschiedene Unterstützungssummen unterschiedliche „Dankeschöns“. Natürlich kann man einfach die CD „vorbestellen“, aber es gibt auch so reizvolle Dinge wie ein Abendessen mit Herrn Malheur oder ein Wohnzimmerkonzert zu erwerben.

Auch wenn man seine Musik zeitlich eher in den Dieselpunk passt, ist Daniel Malheur u.A. auch auf Steampunkveranstaltungen wie dem Aethercircus anzutreffen. (Übrigends auch in diesem Jahr wieder.)

Damit man den frivolen Texten nicht nur auf Events und Konzerten lauschen kann, soll jetzt der nächste Tonträger voll mit Monokelpop folgen. Also zücken Sie das Portemonnaie und unterstützen Sie den Herren HIER.

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Abney Park - Live At The End Of Days

Seit ihrem Auftritt letztes Jahr auf dem WGT weiß man auch hier: Die Konzerte von Abney Park gehen über das simple Aufführen ihrer Songs hinaus, sie werden neu interpretiert und haben noch mehr Biss als die Studioaufnahmen. Daher ist auch ihr letzte Woche erschienen Live Album keine „Best Of“-Sammlung mit Live Feeling, sondern ein eigenständiges Werk, bei dem man viele Klassiker in neuem Gewand erleben kann.

Die Doppel-CD ist auf der Webseite der Band erhältlich und das Video gibt einen guten Eindruck, was man zu erwarten hat.

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Disk One:
1. Intro to The End of Days
2. Building Steam
3. End of Days
4. Neobedouin
5. Sleep Isabella
6. The Story That Never Starts
7. Throw Them Overboard
8. Until the Day You Die
9. Crowd banter: But That is Not This Day
10. The Circus at the End of the World
11. Blowing Off Steam
12. The Anthropophagists‘ Club
13. Victorian Vigilante

Disk Two:
1. Bad Things Coming
2. Wanderlust
3. Steampunk Revolution
4. Scupper Shanty
5. Dominion of Dust
6. Off the Grid
7. Space Cowboy
8. To the Apocalypse in Daddy’s Sidecar
9. Ancient World
10. Aether Shanty
11. Airship Pirate
12. The Wrong Side
13. Crowd Banter: Encore!
14. Rise Up

Getty Museum - A Trip Through Time mit der Musik von Vernian Process

Das berühmte Getty Museum hat anlässlich ihrer Ausstellung A Royal Passion: Queen Victoria and Photography den Promo-Clip A Trip through Time mit der Musik von Vernian Process produziert.

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via Daily Steampunk

Musikvideo: Maschinengeist

Seit heute gibt es von Aeronautica, die sich selbst bewusst als erste deutsche Steampunk-Metalband bezeichnen, das erste Performance Musikvideo zu bestaunen: Maschinengeist:

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Am 25.März erscheint übrigends das neue Album „Sturmzeit“. Wer vorher schon mehr hören möchte bekommt am kommenden Samstag die Chance: Aeronautica treten beim Metal for Mercy II in Witten auf.

Metal for Mercy

Weitere Termine findet ihr auf der Bandhomepage.

Wer ein bisschen mehr erfahren möchte, dem sei unser Interview mit Felix und Tobias ans Herz gelegt. Die beiden haben sich 2012 dem Salongespräch gestellt.