Steamtropolis im April 2017

copyright: Funkelglanz Events

Die Veranstaltung Steamtropolis geht im Frühling in eine weitere Runde:

vom 01. – 02. April 2017
wieder in der Werk°Stadt Witten (NRW).Der Eröffnungsabend steht mit den Steam Rock & Pop Musikkapellen La Frontera Victoriana, Victor Sierra, und Held der Arbeit ganz im Zeichen der musikalischen Unterhaltung. In den Umbaupausen zeigt Galathea mit den Schellen Steampunk Tribal Dance.
Der zweite Veranstaltungstag wartet mit einem vielfältigen Tagesprogramm für Groß & Klein auf, wie dem beliebten viktorianischen Lesezirkel mit Lesungen namhafter Steampunk-Autoren, Nachmittagskonzerte von und mit Monokelpop-Erfinder Daniel Malheur, Steampunk Kinderbastel- und Schmink-Bereich und manchem mehr. Weitere Programmpunkte sind geplant und auch für das leibliche Wohl ist natürlich gesorgt. An beiden Veranstaltungstagen gibt es außerdem ein vielfältiges viktorianisch-futuristisches Marktgeschehen.

Preise: Ein Billet für beide Veranstaltungstage kostet € 20,- und alle Vorverkaufsnutzer dieses Billets nehmen an einer Tombola mit interessanten Gewinnen teil. Auch Eintages-Billets sind erhältlich für € 6, –  im VVK oder € 8, –  an der Tageskasse (Kinder unter 12 Jahren frei am 02.04.2017).

Es gibt übrigens keinen Dresscode auf der Steamtropolis und keine Szenebeschränkung – erscheinen Sie einfach so bekleidet, wie Sie sich wohl fühlen.

Ticketvorverkauf ab sofort über www.steamtropolis.de, direkt in der Werk°Stadt Witten und (in Kürze) über Hellweg Tickets.
Direktlink Shop: https://www.facebook.com/steamtropolis.fair/shop/

Ankündigung: Steampunkkonzert mit Drachenflug im KulturWinterKaltehofe

coypright: Drachenflug GbR

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Drachenflug kommt aus dem Raum Hamburg und verführt Sie mit Klängen und Kunst in Träume von einer Vergangenheit, die es so nie gab. Fantasievolle Musik, modifizierte und selbstgebaute Instrumente, edle und verrückte Mode mit Zylinder und Goggles – das gehört zu ihrem Steampunk dazu.

Historische Instrumente, wie die Nyckelharpa, stark modifizierte E-Gitarren, Synthesizer und Schreibmaschinen, Koffer und Flaschen als Percussion verbinden alte und neue Technik. Das Stampfen von Dampfmaschinen und das Ticken einer Uhr sind Laute, die den „Steam“ in die Musik bringen. Stilistisch orientiert sich die Musik mit Swing-Elementen an der Zeit um 1900. Von ruhigen Balladen, über Reggae-Sounds zum mittanzen bis hin zu rockigen Stücken ist alles dabei.

Drachenflug hat bereits mehrere Steampunk-Alben veröffentlicht, zuletzt „What about a steampunk world?“. Außerdem organisiert die Band mit anderen Künstlern und Helfern gemeinsam das Steampunkfestival „Aethercircus“ und andere Steampunk-Events.

Der KulturWinterKaltehofe schafft in den Wintermonaten Raum für Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturinteressierte. Die Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe lädt von November 2016 bis Februar 2017 jeden zweiten Sonntag im Monat von 15.00 – 16.30 Uhr in den Museumskubus ein.

copyright: Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe

copyright: Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe

Über den Veranstaltungsort
Die Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe betreibt in Hamburg Rothenburgsort die Wasserkunst und das WasserForum. Auf dem Gelände der ehemaligen Langamsandfiltrationsanlage auf der Elbinsel sind heute Industriedenkmal, Museum und Naturpark im Einklang. Die Ausstellung in der historischen Villa zeigt die Anfänge der modernen Wasserversorgung Hamburgs. Der Museumsneubau präsentiert eine Ausstellung zu den schönsten Hamburger Brunnen. Entlang der ehemaligen Filterbecken führt ein Naturerlebnispfad.

Das Drachenflug Konzert findet statt am 08.01.2017 von 15.00 bis 16.30 Uhr

Übrigens ist der Eintritt zu allen Veranstaltungen der Reihe kostenfrei.

Die Seite des Veranstaltungsortes: https://wasserkunst-hamburg.de/
Die Seite der Band: http://steampunkband.de/

 

Steampunk Konzerte im Winter 2016

Die kalte Jahreszeit ist für die dampfgetriebene Gesellschaft kein Grund für weniger Zusammenkünfte: Wie schon unsere Übersicht zu Steampunk Veranstaltungen 2016/2017 zeigt, lässt sich der Steampunker sicherlich nicht vom Wetter abhalten. Aber auch auf die Ohren gibt es ordentlich, denn eine ganze Reihe der deutschen Steampunk Bands sind aktuell auf Tour oder spielen einzelne Konzerte.

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Jessica von Aeronautica – Foto: Ben Rösgen

Wer also noch nicht weiß, wie er die dunkle Jahreszeit verkürzen soll, dem möge die folgende Auflistung behilflich sein, beginnend direkt mit dem heutigen Abend!


Donnerstag, 20.10.2016
La Frontera Victoriana (supporting Tanzwut), Rosenhof, Osnabrück
SISC mit Nolya, Blackland, Berlin

Freitag, 21.10.2016
Aeronautica (supporting Spielbann), Club Cann, Stuttgart
Coppelius, Der Cult, Nürnberg
La Frontera Victoriana (supporting Tanzwut), M.A.U. Club, Rostock

Samstag, 22.10.2016
Aeronautica (supporting Spielbann), Backstage, München
Coppelius, Reithalle, Dresden
La Frontera Victoriana (supporting Tanzwut), Pumpwerk, Wilhelmshaven

Sissy Voss (Coppelius) @ Wave Gotik Treffen 2016

Freitag, 28.10.2016
Daniel Malheur, 20 Jahre Daniel Malheur, Schloss Schönhagen, Brodersby
Drachenflug und Off Limits, Steam Halloween, Molkerei, Oldenburg

Samstag 29.10. und Sonntag 30.10.2016
Aeronautica und La Frontera Victoriana, Jules Fantasy Markt, Leipzig

Donnerstag, 3.11.2016
La Frontera Victoriana (supporting Tanzwut), Underground,  Köln

Freitag, 4.11.2016
Aeronautica (supporting Spielbann), Das Bett, Frankfurt
La Frontera Victoriana (supporting Tanzwut), Colos-Saal, Aschaffenburg

Samstag, 5.11.2016
Aeronautica (supporting Spielbann), Frannz, Berlin
La Frontera Victoriana (supporting Tanzwut), MusikZentrum, Hannover
Tales of Nebelheym, Glasperlenspiel, Asperg

Aeronautica @ Steamtropolis 2016

Freitag, 11.11.2016
La Frontera Victoriana (supporting Tanzwut), Knust, Hamburg

Samstag, 12.11.2016
La Frontera Victoriana (supporting Tanzwut), PBHCLUB – Postbahnhof Club, Berlin

Samstag, 26.11.2016
Turm und Strang, Teufellauf Hollabrunn (NÖ)

Drachenflug @ Jules 2014

Samstag, 3.12.2016
Drachenflug, Albert Freeman und SISC, Steampunk Weihnachtsmarkt, Hamburg

Montag, 5.12.2016
Turm und Strang, Fledermaus, Wien

Freitag, 9.12.2016
Daniel Malheur, 20 Jahre Daniel Malheur, Schloss Schönhagen, Brodersby
SISC, Folk & Mittelalterabend 2, Slaughterhouse, Berlin

Donnerstag 22.12. und Freitag 23.12.2016
Off Limits, MPS Weihnachtsmarkt, Dortmund

Daniel Malheur @ Wave Gotik Treffen 2016

Mittwoch, 28.12.2016
Coppelius, Alte Brauerei, Annaberg Buchholz

Donnerstag, 29.12.2016
Coppelius, LIDO, Berlin


Aethernetzpräsenzen der Bands (mit Infos zu Tickets, Zeiten und Co):

Aeronautica www.aeronautica-band.de // Facebook

Albert Freemann www.alfreesms.blogspot.de

Coppelius www.coppelius.eu // Facebook

Daniel Malheur www.daniel-malheur.de // Facebook

Drachenflug www.steampunkband.de // Facebook

La Frontera Victoriana www.la-frontera-victoriana.de // Facebook

Off Limits www.ol-music.de // Facebook

SISC www.sisc-music.de // Facebook

Tales of Nebelheym www.nebelheym.de // Facebook

Turm und Strang www.turmundstrang.at  // Facebook


Wer jetzt den passenden Soudntrack dazu sucht, dem sei diese feine Playlist auf Youtube mit den o.g. und weiteren deutschen und österreichischen Steampunk Bands ans Herz gelegt, oder aber auch diese Liste auf Spotify.

Viel Spaß beim hören, tanzen, feiern und was man sonst noch alles mit guter Musik machen kann!

Anno 1900, die Steampunk Convention geht in die 6. Runde

Zum 6. mal jährt sich nun die erste Steampunk Convention auf dem Fond de Gras.

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Das, was in der Maschinenhalle des Bergbaumuseums mit einer kleinen Auswahl von Ausstellern begann, hat sich zu einem großartigen Treffpunkt für alle Steampunks Europas gemausert. Liest man das Programm, so kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Und auch dieses Jahr, werden viele der Besucher mit ihren selbst gemachten und phantasievollen Kostümen anreisen.

Die Maschinenhalle und der Bahnhof bieten eine perfekte Kulisse für das Event.

Wegen des großen Andrangs und der damit verbundenen Verkehrssituation, hat sich der Veranstalter etwas tolles ausgedacht.

Für nur 1.- EUR bietet er Parken UND einen Shuttle Service vom Parkplatz zum Gelände und zurück an. Für den ehemaligen Parkplatz auf dem Gelände sind zusätzliche Attraktionen geplant.

Wer stilvoll und unter Dampf anreisen  möchte kann in Petingen parken und von dort mit der Dampfeisenbahn anreisen.

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Nähere Infos und viele Bilder finden Sie auf der Facebookseite des Events: KLICK

oder auf der Veranstaltungsseite des Rauchersalons: KLICK

 

Ihnen allen eine sichere Anreise und jede Menge Spaß!

 

 

Metal und Hard Rock meets Golden Twenties - eine Rezension der CD

Der Tonträger „Mephistopolis“ des Heaven and Hell Orchestras ist ein Projekt von Daniel Malheur, welches erfolgreich durch eine Crowdfunding Kampagne finanziert wurde (wir bericheten).

copyright: Salome Records Berlin 2016

copyright: Salome Records Berlin 2016

Das Booklet berichtet aus dem abenteuerlichen Leben des Charles T. Goodhill, der  Anfang der 1920er nach Berlin zieht und dort in okkulte Kreise kommt, bis er schließlich seinen eigenen Salon in dem Vergnügungsetablissement „Himmel & Hölle“  eröffnet und dort unter anderem teuflische Tangos und düstere Songs á la Weill zum Besten gibt. Später wird der Pianist allerdings in einen Skandal verwickelt und verhaftet. Rund 100 Jahre später entdeckt Daniel Malheur auf einem Flohmarkt eine Schallplatte des berüchtigten Künstlers und recherchiert dessen bewegtes Leben.
Die alte Schallplatte dient Daniel Malheur und seinem Heaven and Hell Orchestra als Inspiration für „Mephistopolis“, während sich das CD-Cover unschwer erkennbar an dem Filmklassiker „Metropolis“ von Fritz Lang (aus dem Jahr 1927) orientiert.
Wer übrigens nun im Aether oder anderswo nach Charles T. Goodhill sucht, wird nicht fündig werden, denn seine Person und Lebensgeschichte sind in Vergessenheit geraten und in den Weiten des Aethers nicht zu finden…

Für das vorliegene Werk hat das Heaven and Hell Orchestra zwanzig Klassiker aus dem Hard Rock und Metal Bereich neu vertont, darunter  „The final countdown“, „Nothing else matters“, „Radar love“, „Hells bells“, „Highway to hell“, „Enter Sandman“ und „Heaven and hell“, allerdings alle mit neuen Titeln. So wird beispielsweise „The final countdown“ zu „Out in space“ und „Ride on“ zu „Another redlight nightmare“.

Die Umsetzung ist größtenteils rasant und temporeich, so dass man zu den meisten sehr gut das Tanzbein schwingen kann. Hier sei beispielsweise „Hells bells“ hervorgehoben. Zum Teil klingen die Coverversionen beschwingter als die Originale, was dem Charakter der Musik der 1920er und 1930er Rechnung trägt. Dieser Charakter wird so gut eingefangen, dass man die Songs für Originale halten könnte. Übrigens sind auch einige gelungen arrangierte Balladen darunter, z.B. „Ride on“ von AC/CD. „Mother“ (im Original von Danzig) wird hier gar zu einem dramatischen Tango. Hier und da erklingen Instrumente, die man mit Hard Rock oder Metal eher nicht in Verbindung bringt, z.B. ein Akkordeon oder auch ein Xylophon. In diesem Zusammenhang sind sie allerdings sehr passend eingesetzt.

In diesem Video gibt es einen Eindruck von einem Liveauftritt des Orchesters:
YouTube Preview Image

Weitere Informationen rund um die CD finden Sie auf dieser Seite:
http://www.daniel-malheur.de/mephistopolis/

Rezension: Die äußerst seltsame Reise des Montgomery Flagstone

Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieser Roman von Ralph G. Kretschmann zählt mit zu den besten deutschsprachigen Steampunk-Romanen der letzten Jahre.

copyright: Fantasy Verlag

copyright: Fantasy Verlag

Die spannende Geschichte ist angesiedelt in einem London der Zukunft (ca. 24. Jahrhundert), in der die Bevölkerung die Dampfkraft als vorherrschende Energiequelle nutzt. Grabungsfunde der Archäologischen Gesellschaft, einer beinahe allmächtigen Institution, geben Auskunft über vergangene Zeiten. Dieses zukünftige London ist so ganz anders als das heutige und wird auch anschaulich beschrieben.

Der Wissenschaftler Montgomery Flagstone wird mit seinem Freund Vincent Kant zu einer Ausgrabung nach Südamerika geschickt, bei der Dinge zutage entdeckt wurden, die sich die Archäologen nicht erklären können. Sind es am Ende gar außerirdische Artefakte? Währenddessen plant ein skrupelloser Verbrecher in London seinen Aufstieg und geht dabei auch über Leichen.

Auf rund 670 Seiten fächert sich die Handlung auf in verschiedene Schauplätze, vor allem Südamerika und London. Schließlich bereist ein Teil der Helden sogar den Weltraum. Mutanten, eine künstliche Intelligenz, Mensch-Maschinen-Wesen, steampunkige Prothesen und erstaunliche Waffen sind hier ebenso zu finden wie ein Protagonist mit einem quälenden Geheimnis, so manche Intrige und zwei Liebesgeschichten, die angesichts von rasanter Action und Abenteuer dezent im Hintergrund bleiben.
Der Schreibstil des Autors ist angenehm flüssig zu lesen, ohne weitschweifende Beschreibungen, aber mit genug Hintergrundinformationen, dass man die Steampunk- und Science-Fiction-Elemente gut nachvollziehen kann. Als Perspektive ist hier die des allwissenden Erzählers gewählt, der uns einen guten Einblick gibt in die Gedankengänge und Motivationen aller wichtigen Charaktere.
Trotz der Länge des Buches wird es übrigens an keiner Stelle langweilig, der Autor bringt die Handlung immer gekonnt auf den Punkt. Die Kombination aus Science-Fiction, Abenteuer und Steampunk ist ihm auf jeden Fall gelungen.

Da die Website des Autors zur Zeit überarbeitet wird, hier ein anderer Link zum Buch.

Steampunk vs. Endzeit

Trafen sich ein paar Steampunks und Ödländer und stellten fest: Der größte Unterschied zwischen beiden Gruppen ist nur die Anzahl an Löchern und Dreck in der Klamotte… So geschehen auf der FaRK, dem großen Fantasie- und Rollenspiel-Konvent in Reden. Wie gelangt man zu so einer Einschätzung? Gedanklich bekommt man Queen Victoria und Max Rockatansky schließlich nur schwer unter einen Hut. Aber man wird sowohl Steampunk als auch Endzeit nicht gerecht, wenn man nur die dominanten Stile beider Genres betrachtet. Denn in den verschiedenen Ausprägungen von Steampunk und Endzeit findet man tatsächlich einige Gemeinsamkeiten. Machen wir uns also auf die Suche nach den verbindenden Elementen.

Der größte gemeinsame Nenner lässt sich leicht finden. Vertretet beider Gruppen sind in der Regel auch immer Maker bzw. DIY- Künstler. Beide Schneidern, Schmieden, Färben, Basteln was das Zeug hält, und müssen dabei nicht selten komplexe Probleme Lösen. Oft bauen sie sich eigene Werkzeuge und Hilfsmittel, oder machen sogar kleine Erfindungen. Das haben sie allerdings auch mit den meisten anderen kreativen Subkulturen gemeinsam.

Repurposing & Hacking. Zwei Schlagworte die sich Steampunk ganz groß auf die Fahnen schreibt. Das Wiederverwenden (Repurpose), Umbauen und Zweckentfremden (Hacking im Wortsinne) ist im Steampunk ein grundlegender, philosophischer Ansatz. Während es in der Enzeit eher eine Notwendigkeit oder auch den eigentlich Charakter des Genres darstellt. Während die einen gegen die Wegwerfmentalität anstinken, liegt bei den anderen die Basis der Wertschöpfung buchstäblich im Müll, oder besser gesagt in den Hinterlassenschaften einer gescheiterten Zivilisation.

Ich habe einen der größten Maker, Dmitri von „Nuclear Snail Studios„, der deutschen Endzeit-Szene gefragt ob auch er Gemeinsamkeiten sehen kann, und wo diese liegen.

Zitat Dmitri:

Welches konkrete postapokalyptische Setting ist denn genau gemeint? Denn „Post-Apokalypse“ heißt erstmal nur, dass innerhalb des Settings eine Apokalypse geschehen ist, nicht mehr und nicht weniger. Und es gibt ja alles mögliche von Mad Max, Borderlands und Fallout bis hin zu The Road, Falling Skies, und The Walking Dead. Alles davon ist „Post-Apo“, jedoch sieht man extreme gestalterische Unterschiede.

Selbstverständlich kann es auch eine „reine“ Steampunk-Apokalypse geben! Man nehme dafür ein Steampunk-Setting, und sage die Welt sei untergegangen, fertig. Man kann ja schließlich alles mit allem mischen. Steampunk und Post-Apo schließen sich nicht aus, können sich aber wunderbar ergänzen – wenn es erwünscht ist.

Vergleicht man Steampunk mit trockener, brutaler, realistischer Post-Apokalypse wie The Road, oder auch mit der Zombie-Apokalypse wie The Walking Dead, stellt sich raus dass es da so gut wie keine stilistischen Gemeinsamkeiten gibt.

In der Regel versteht man allerdings unter „Post-Apo“ vor allem das Retrokalypse-Setting à la Fallout. Und ich glaube darauf bezog sich die Frage nach Gemeinsamkeiten am ehesten? Bei diesem konkreten Setting sind die Gemeinsamkeiten eben dass es in beiden Fällen eine Retro-Ästhetik ist, die mit High-Tech gekoppelt ist. Bei Fallout ist es die Ästhetik der 50er Jahre, und bei Steampunk die der viktorianischen Ära. Beide Welten sind schön verziert, verschnörkelt, und durchgestaltet, und zwar auf die Weise die man eben aus den realen, historischen Epochen kennt, plus noch durch die erweiterte künstlerische Freiheit die sie bieten dadurch dass es Fantasiewelten sind.

Es ist eigentlich wie Äpfel und Birnen vergleichen. Und ja, man kanns auch mischen zu einem leckeren Salat. Man kann aber nicht pauschal die Frage nach Ähnlichkeiten beantworten. Man muss immer das Konkrete Setting unter die Lupe nehmen um eine präzise Aussage treffen zu können.

Mit dem Begriff „Retrokalypse“ bringt es Dmitri für mich auf den Punkt. Betrachtet man die unterschiedlichen Stile in diesem Genre global wird es klarer. In der Mojave-Wüste Kaliforniens treffen sich z.B. seit vielen Jahren die Mad Max Fans und zelebrieren die harte Endzeit im Stil der bekannten Filme beim Wasteland Weekend. Auch im Europäischen Ausland sind Festivals und Conventions in den letzten Jahren häufiger anzutrefen dieses sich vorrangig dieses Stils bedienen. Im Vergleich dazu wird in Deutschland jedoch eher die Retrokalypse in Form von LARP bedient. Dazu zählt das F.A.T.E. , welches dieses Jahr bereits zum zehnten Mal stattfand, sowie weitere junge und eigenständige Genre-Ableger wie das Bunker Springs, Modrowgorod und IT-Tavernen wie das Zasta.

Bei den meisten genannten LARP-Veranstaltungen wird in der Regel die Hintergrundgeschichte in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts angesiedelt (Bunker Springs in den 90ern). Daher also das „Retro“ in der Retrokalypse. Aber man kann es auch wie die Steampunks ausdrücken: „Eine Vergangenheit mit einer Zukunft wie sie so nicht stattgefunden hat.“. Auch werden häufig Elemente von Technologie und SciFi in die Hintergründe eingewoben. Betrachtet man nun die Kostüme und Ausrüstung der Retrokalypse-Fans wird man häufiger Elemente entdecken die man auch im Steampunk wiederfindet. Da Steampunk sich seit einigen Jahren auch in Deutschland wachsender Beliebtheit erfreut, ist es auch kein Wunder dass er immer wieder mal Einfluss auf die Retrokalypse nimmt.

Die Betrachtung der Retrokalypse beantwortet wohl am ehesten die am Anfang des Artikels gestellt Frage. Steampunks und Ödländer können sich stilistisch mitunter sehr, sehr ähnlich werden und unterscheiden sich dann tatsächlich überwiegend durch den Zustand ihrer Kleidung. Folgendes Bild verdeutlicht optisch wie stark diese Ähnlichkeit manchmal sein kann:

Soldier by Nuclear Snail Studios

Soldier by Nuclear Snail Studios

Denn den jungen Mann auf dem Bild kann man locker sowohl in ein Steampunk- Dieselpunk- Universum stecken als auch in ein Endzeit-Szenario. Ich selbst habe auf meinem erst kürzlich absolvierten Ausflug ins Endzeit-LARP eine Menge Elemente sehen können, die mich auf Anhieb an Steampunk erinnert haben. Aber wie der Artikel hoffentlich auch zeigt, gibt es durchaus weitere Gemeinsamkeiten die einem nicht sofort ins Gesicht springen. Dieser Artikel möchte sich auch als kleines Plädoyer für mehr Steampunk (und dessen Spielarten) jenseits des 19. Jahrhunderts verstehen. Denn genau genommen beschränkt sich der Steampunk ja nicht auf die viktorianische Ära, sondern ist in seiner Ursprungsidee viel weitreichender und facettenreicher. Beschränkt euch nicht auf Zylinder, schicke Kleider und abgespreizte kleine Finger an der Teetasse. Habt Mut zu mehr Dreck und der Darstellung von Underdogs in eurem Steampunk. Er kann es gut gebrauchen.

 

Update / Richtigstellung:

In einem netten Gespräch mit einem Teil der Orga von Bunker Springs, wurde ich auf einen Fehler in meinem Artikel aufmerksam gemacht.

Die Welt von Bunker Springs versteht sich explizit nicht als „Retro“, selbst wenn das Zaungästen etwas anders vorkommen mag. Bunker Springs, kurz BS, versteht sich wesentlich offener und weitreichender im grundlegenden Setting. Dabei bedient es sich einer wesentlich längeren Zeitachse in Bezug auf zugrunde liegendem Stand an Technologie (bis ca. 1995), individueller Charakter-Konzepte und den Stilen der Spieler. Während das Spiel selbst in der Zukunft ab ca. 2066 stattfindet.

Des weiteren sollte das BS bitte nicht als Ableger anderer Veranstaltungen verstanden werden.

 

Bild mit freundlicher Genehmigung von Nuclear Snail Studios.

Links:

Nuclear Snail Studios

FaRK

Bunker Springs

Modrowgorod

F.A.T.E.

Wasteland Weekend

Steampunk im Mai

Der Mai scheint ein besonders aktiver Monat in Sachen Steampunk zu sein, denn es gibt gleich eine ganze Reihe von Großveranstaltungen, die es sich zu besuchen lohnt. Wir wollen Ihnen, werte Mitreisende hier einen kleinen Überblick verschaffen.


 

Angefangen mit dem Aethercircus in Stade:  Das erste deutsche Steampunkfestival öffnet am 30. April und 1. Mai die Tore der Festung Grauer Ort. Mit Konzerten, Führungen durch die Festung, Workshops, Lesungen etc.

Tickets: 18€ Samstag /10€ Sonntag/22€ Wochenende, jeweils inkl. Führung, Konzerte, Lesungen, Modenschau, Ausstellung etc., Wochenendticket im VVK nur noch bis 28.04.,
Studenten, Rentner, ALGII-Empfänger und Schüler erhalten 3,- Euro Ermäßigung (mit dem jeweils entsprechenden Ausweis), Kinder bis 13 Jahre haben freien Eintritt


Weiter geht es bereits am 4. und 5. Mai mit der dritten Ausgabe der Steamtropolis in der Matrix in Bochum. Mit Abendkonzert, Lesungen, Markt und Familienprogramm.

Steamtropolis

Tickets im VVK: Mittwoch (inkl. Abendkonzerten) 18,80€/Donnerstag (Tagesprogramm mit Lesungen etc.) 7,10€/beide Tage 23,20€,
Kinder unter 12 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen frei


Am 7. und 8. Mai geht es dann im Industriemuseum Osnabrück mit dem Steampunkspass weiter. Ein neues großes Steampunkfestival in Deutschland mit vielen Teilnehmern und des ersten offiziellen Teapot Race in Deutschland.

Tickets: 12€ im VVK, 15€ an der Tageskasse, Kinder 11-17 Jahre 8€, Familienkarte (2 Erw. + 2 Kinder bis 17 J.) 35€ (ggf. + VVK-Gebühren)
Kinder bis 10 Jahren frei


 

Vom 13. bis 16. Mai wird Leipzig zum Wave Gotik Treffen schwarz (der Clockworker berichtete bereits) und es finden sich seit Jahren immer mehr Programmpunkte (und Bands wie Abney Park, Coppelius, Meinhard oder Voltaire) die auch für Steampunks interessant sind. Ebenfalls zum Pflichtprogramm zu Pfingsten zählt das zeitgleich stattfindende Victorian Village am Freitag, 13. Mai im Panometer Leipzig,
Victorian Villagesowie das 5. Steampunk Picknick am Samstag, 14. Mai im Palmengarten Leipzig.

Steampunk Picknick

Bei beiden ist der Eintritt frei, es wird kein WGT Ticket benötigt.


Wer es nicht aufs WGT schafft, dem wird vom 14. bis 16. Mai im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern eine Alternative geboten: Once upon a time. Festival der Jahrmarktkultur und Straßenkunst.

Once upon a Time

Tickets: Erwachsene 6€/Kinder 3€
Eintritt Steampunks am 14. Mai nur 3€


Der Mai endet mit zwei Veranstaltungen, die zwar nicht explizit Steampunk sind, aber immer wieder zahlreiche Steampunks anzieht. Zum einen die Maker Faire Hannover, 27. – 29. Mai, zum anderen die Role Play Convention (RPC) in Köln am 28. und 29. Mai.


Sie sehen, im Mai gibt es genug zu tun, und das hier sind nur die größeren Veranstaltungen! Es lohnt sich, den Veranstaltungskalender des Rauchersalons im Auge zu behalten um insbesondere lokale Treffen zu finden.

Fröhliche Urlaubsplanung!

 

Jede Menge Steampunk: Das BB E-Book Event 2016

Am Freitag, den 8. April 2016 beginnt das vierte E-Book Event der Literaturgruppe Brennende Buchstaben in SecondLife. Wer in sozialen Netzwerken mit Literaturschaffenden verdrahtet ist, wird zumindest schon mal von den virtuellen Lesungen gehört haben, die Kirsten Riehl und Thorsten Küper alias Kueperpunk seit einigen Jahren gemeinsam organisieren. Obwohl die beiden sich immer um ein möglichst breites Spektrum von Genres bemühen, bildet auch in diesem Jahr Fantastik einen Schwerpunkt und dabei ganz besonders Steampunk und Dieselpunk.

Auftreten werden unter anderem Anja Bagus, Carsten Steenbergen und Detlef Tams, Selina Haritz, Frederic Brake, Judith Vogt, Alex Jahnke und Sean O´Connell.

Neben bekannten Namen können virtuelle Lesungen aber noch etwas ganz besonderes bieten. Passende Kulissen nämlich. Die Brennenden Buchstaben arbeiten mit anderen SecondLife Enthusiasten zusammen, die mit großer Begeisterung Bühnen bauen. Die sind genau auf die Lesungen zugeschnitten und man kann als Besucher dort auch mal ganz unerwartet zum Statisten werden.

Im folgenden eine Übersicht über die Steampunk- und Dieselpunk-Programmpunkte des BB E-Book Events 2016 und solche, die thematisch nah liegen oder an denen Steampunk-Autoren beteiligt sind:

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Ein bezaubernder Friedhof für die Lesung von Anja Bagus.

 

Anja Bagus eröffnet die Lesungsreihe am Freitag, den 8. April mit ihrer Kurzgeschichte aus „Aether, Schwerter und Planeten“. Die Kulissen dafür hat SecondLife Bauexperte Barlok Barbosa zusammengestellt.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/208/137/24

 

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Charmante Kanalisation unter Carsten Steenbergens „Steamtown“.

Am Samstag, den 9. April ab 20 Uhr treten dann Carsten Steenbergen und Detlef Tams zum ersten Mal virtuell mit ihrer Lesung aus „Steamtown – Die Fabrik“ auf. Barlok Barbosa hat eigens dafür ein charmantes Kanalisationssystem mit grün leuchtenden Plasmaleitungen vorbereitet.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/135/157/22

Am selben Abend liest ab 21 Uhr Selina Haritz aus ihrem Roman „Traumdealer am Abstellgleis“. Zwar kein Steampunk, die Autorin bevorzugt für ihre virtuelle Inkarnation dennoch den viktorianischen Erfinderlook. Clairediluna Chevalier hat die Bühne dafür zusammengestellt.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Stuttgart/167/147/1204

Am Sonntag, den 10. April ab 20 Uhr folgt eine Lesung von Frederic Brake, der diesmal eine Fantasy-Kurzgeschichte lesen wird. Auch diese Bühne wurde von Clairediluna Chevalier arrangiert.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Stuttgart/186/51/21

Am Sonntag, den 17. April steht ab 20 Uhr Judith Vogt mit „Die verlorene Puppe“ auf der Bühne. Sie wird im Schatten eines gewaltigen Luftschiffs zwischen aztekischen Ruinen für uns lesen. Die ungewöhnlichen Kulissen dafür hat BukTom Bloch vorbereitet.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Vision%20of%20mountains1/146/200/95

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Reichsflugscheibenhangar in Alex Jahnkes Neuschwabenland.

Am selben Abend um 21 Uhr erleben wir Alex Jahnke mitten in einem antarktischen Reichsflugscheibenstützpunkt (gebaut von Barlok Barbosa), wo er  seine satirischen „Liebesgrüße aus Neuschwabendland“ verlesen wird.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/135/157/22

Am Samstag, den 23. April führt uns Sean O´Connell ab 20 Uhr ins „Fundbüro der Finsternis“. Kein Steampunk, aber trotzdem bleibt Sean auch diesmal der Fantastik treu. Die wuchtige Kulisse kommt ebenfalls von Barlok Barbosa.

SLURL: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/135/157/22

Das BB E-Book Event 2016 umfasst insgesamt 18 Lesungen aus den Genres Thriller, Horror, Science Fiction, Steampunk und Dieselpunk. Es lohnt sich auf jeden Fall, noch einmal einen Blick auf das Gesamtprogramm zu werfen, das man unter diesem Link findet:

http://kueperpunk2012.blogspot.de/p/bb-e-book-event-2016.html

Wer sich mit dem Thema virtuelle Welten und Lesungen bisher noch nicht befasst hat, aber es gern mal selbst versuchen möchte, findet dort eine Anleitung:

http://kueperpunk2012.blogspot.de/2014/09/secondlife-tutorial-fur-zuhorer-und.html

Die Installation ist natürlich kostenlos (solange man nicht auf die Idee kommt, einen Premium Account zu wählen, wozu kein Grund besteht.) Wichtig ist es, sich schon ein paar Tage vorher umzusehen und zu testen, ob das Voice-System funktioniert. Nur weil man Geräusche in SecondLife hören kann, bedeutet das nämlich noch lange nicht, dass man auch die Stimmen anderer SecondLifer hören kann.

 Thorsten Küper alias Kueperpunk unterstützt gern inworld oder bei Facebook.

Steampunk Revue und „Turm und Strang“-Konzert

Aus Österreich, besser gesagt aus Wien erreicht uns ein Gastbeitrag von Fräulein Queran Ruffles: Sie war auf der Vienna Steampunk Revue und berichtet vom dortigen Treiben:

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Halbjährlich findet seit einiger Zeit in Wien die Steampunk Revue statt, ein Partyabend ganz im Zeichen des Dampfes. Die Szene in Wien ist zwar nicht groß, aber sehr motiviert, und so ist das Weberknecht an diesem Abend immer gut besucht. Es gibt ja auch einiges zu sehen und zu tun: Im Erdgeschoss finden sich neben dem ausgedehnten Barbereich auch ein Raum mit Händlern und eine Lounge mit ruhigerer Musik als im Keller, wo die Party abgeht.

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Wie immer hat sich die Organisation mit der stilgerechten Dekoration Mühe gegeben und Zahnräder baumeln sogar über der Tanzfläche von der Ziegeldecke. In Lounge und Händlerbereich wurde für stimmungsvolles Licht gesorgt, um die Outfits der Besucher und Besucherinnen und die Waren auf den Verkaufstischen richtig in Szene zu setzen. Die Angebote der Händler und Händlerinnen überraschen, denn abgesehen von den erwarteten Kopfbedeckungen und Schmuckstücken gibt es auch Pfeifen, Kunst und Handtaschen aus alten Büchern zu erstehen. Die Stände sind liebevoll dekoriert, die meisten AusstellerInnen haben sich Mühe gegeben, ihr Outfit dem Anlass anzupassen und der alte Holzboden trägt zur Vervollkommnung des Ambientes bei.

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Die Steampunk Revue ist nicht nur eine Partynacht mit DJ, es wird mit einer Modeschau von Nico Öst, einer Tanzeinlage der Showgruppe „Do you Spider“ und einem Konzert der ersten Wiener Steampunkband „Turm und Strang“ noch mehr Programm geboten. Zwischen den Acts, die etwas verspätet um 22:30 beginnen, legen DJ Vagabund und DJ Avalon auf. Steampunk als Szene ist weitläufig und daher schwer zu beschreiben, und ebenso verhält es sich mit der Musik, die auf Steampunkevents gespielt wird. Die Stücke bewegen sich an diesem Samstag zwischen Elektroswing, Gothic, Folkmetal und elektronischer Tanzmusik, und vieles davon passt zwar gut zum Thema des Abends, ist aber schwer tanzbar. Aber nicht nur die schwierige Musik, sondern wohl auch die aufwendigen Outfits der Damen und Herren tragen dazu bei, dass der Barbereich im Erdgeschoss viel voller als die Tanzfläche ist. Unten tummeln sich vor allem diejenigen, die vorrausschauend leichtere Kleider gewählt haben und auch einige Leute, denen man ihre Begeisterung für Steampunk nicht ansehen würde. Da das Weberknecht oft Veranstaltungen aus der Schwarzen Szene und anderen alternativen Szenen beherbergt, sind wohl auch einige der Besucher und Besucherinnen eher aus Gewohnheit oder Neugier als aus Szenezugehörigkeit gekommen. Zu späterer Stunde ist es aber einerlei, aus welcher Szene und wie gekleidet man ist, die Tanzfläche füllt sich und die Tanzwütigen haben ihren Spaß.

Um halb elf geht es mit dem Konzert von „Turm und Strang“ los. Die noch recht neue Band hat im Januar ihr erstes Album herausgebracht und spielt eine Auswahl daraus. Obwohl die Band noch nicht viel Bühnenerfahrung gemeinsam hat, ist das Konzert toll durchgeplant und in sich sehr stimmig. Persönlich habe ich es immer sehr gerne, wenn eine Band ihr Set nicht einfach nur runter spielt und dann wieder geht, sondern das Konzert zu einem Erlebnis macht, das mit dem Anhören der aktuellen CD nicht nachvollzogen werden kann. „Turm und Strang“ erfüllen diesen Anspruch vollständig, da sie mit ihrem Konzert eine Geschichte erzählen.

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Es beginnt mit einem gesprochenen Intro, das uns ins London der 1860er zurückführt, darauf folgt ein Lied, das die Geschichte weitererzählt. Dieses Format wird das Konzert über beibehalten, das Genre der Songs variiert dabei stark. Den Beginn macht ein kraftvoller Mix aus Dubstep, Rock und Sprechgesang, es gibt aber auch Stücke, die ruhig und romantisch werden und zwei Lieder kommen sogar ganz ohne Text aus. Die Mischung ist schwer zu beschreiben und klingt seltsam, funktioniert aber auf der Bühne tadellos. Die großartige Stimme des Sängers trägt dazu bestimmt bei. Die Geschichte endet damit, dass der Protagonist nach einer Reise quer durch die Welt aus Wien zurück nach London berufen wird, da Van Hellsing verstorben ist und die Königin Victoria seine Hilfe erbittet. Es scheint also, als ob die nächsten Konzerte diese Story fortsetzen, und ich werde bestimmt dabei sein, um sie zu hören.

Vielen Dank für diesen wundervollen Bericht! Mehr Lichtbidler des Abends finden Sie hier bei Geoff Brook.

Wenn auch Sie von einer Veranstaltung erzählen möchten oder ein anderes Thema haben, über das es sich zu berichten lohnt, schreiben Sie uns unter info ät clockworker.de. Wir freuen uns immer über Gastbeiträge!

Ein Streifzug durch die deutsche Steampunkszene - Das große Steampanoptikum

Unsere Autoren Clara Lina Wirz (Ayra Leona) und Alex Jahnke (Captain Serenus) haben im vergangenen Jahr ihr Gemeinschaftsprojekt „Das große Steampanoptikum – eine fantastische Reise quer durch die Welt des deutschen Steampunks“ bei der Edition Roter Drache veröffentlicht. Seitdem haben sie es schon auf verschiedenen Veranstaltungen und Conventions präsentiert.

copyright: Edition Roter Drache. Foto: A. Zeichnerin

copyright: Edition Roter Drache. Foto: A. Zeichnerin

Aus meiner Sicht ist dieses Buch gerade für Einsteiger in die Steampunk-Szene oder generell Interessierte sehr gut geeignet, sich einen ersten Überblick zu verschaffen. In einleitenden Essays wird sich der Frage angenommen, was denn Steampunk nun eigentlich genau ist – ohne ihn abschließend oder in engen Grenzen zu definieren. Auch die verschiedenen Subgenres werden näher beleuchtet.

Die Schwerpunkte des 176-seitigen Buches liegen auf Makern, Musik, Mode sowie Filmen/Webserien und lokalen Steampunk-Gruppen. Die meisten der hier erscheinenden kreativen Köpfe stellen sich selbst vor, so dass hier ein vielseitiges Sammelsurium entstanden ist. (Natürlich konnten aber nicht alle kreativen Steampunks aus den verschiedenen Bereichen und dem deutschsprachigen Raum vorgestellt werden, sondern es wurde eine Auswahl getroffen.)

Zwischengestreut sind fünf Steampunk-Kurzgeschichten, von Martin Riesen, Anja Bagus, Thorsten Küper, Christian Reuter und Andreas Schöpe. So wird auch dem literarischen Genre des Steampunk Rechnung getragen.

Besonders hervorheben möchte ich auch die originelle visuelle Gestaltung dieses Buches, welche dem Anspruch eines Panoptikums voll gerecht wird – dieser Begriff steht ja unter anderem für Kuriositätenkabinette.

Es ist ein Hardcover-Buch im Format Din A4 und jeder Bereich des durchgehend farbigen Werkes ist anders gestaltet – mit ornamentalen Rahmen verziert oder Zahnrädern, mit historischen Zeichnungen aus dem 19. Jahrhundert, vor allem aber mit zahlreichen farbigen oder auch historisierend-sepiafarbenen Abbildungen. Letztere nehmen teilweise auch wie in einem Bildband eine ganze Seite ein, damit auch alle feinen Details genau erkennbar sind. Das Titelbild selbst erinnert an alte ledergebundene Bücher. Eine aufgenietete Platte mit einer Art integrierten Photo- oder Kameralinse gibt den Blick frei auf – wie könnte es anders sein? – ein Uhrwerk.

Das einzige, was hier fehlt, ist die bildende Steampunk-Kunst. Allerdings sind entsprechende Künstlerinnen und Künstler zumindest in Deutschland eher rar, und vermutlich hätte es auch den Rahmen dieses Buches gesprengt, noch eine weitere Kategorie einzuführen.

Die Verlagsseite des Steampanoptikum:
http://www.roterdrache.org/cms/backlist/n-s/das-grosse-steampanoptikum/

Steampunk-Chroniken: Jan-Niklas Bersenkowitsch, Bernd Meyer und Sean O´Connell im Interview mit den Brennenden Buchstaben

Gaslicht

 

Im Oktober erschienen in Stefan Holzhauers Reihe „Die Steampunk-Chroniken“ die beiden Storysammlungen „Mechanische Geister“ und „Geistermaschinen“. Drei der Autoren, Jan-Niklas Bersenkowitsch, Sean O´Connell und Bernd Meyer lasen am letzten Sonntag ihre Beiträge im Rahmen einer virtuellen Lesung der Literaturgruppe „Brennende Buchstaben“. Kirsten Riehl und Thorsten Küper stellten ihnen vor dem Auftritt rund zwanzig Minuten lang Fragen zu ihren Kurzgeschichten, zur Literatur und natürlich zum Thema Steampunk.

Das Bühnenbild, von dem man leider nur einen kleinen Teil sieht, hat Barlok Barbosa alias Bernhard Bettschen gebaut.

Clairediluna Chevalier hat das Interview aufgezeichnet und ihre Aufnahmen zur Verfügung gestellt.Die Aufzeichnung geht exklusiv hier im Clockworker jetzt zum ersten Mal online.

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Opernpremiere: Klein Zaches, genannt Zinnober

12140901_10153775428914497_7832326468574426187_oWas für ein Abend!

Nachdem man sich nun so langsam wieder sammeln konnte, möchten auch wir die Chance nutzen, von der Premiere der (nach eigenen Angaben) weltersten Steampunk – Oper „Klein Zaches genannt Zinnober“ der Berliner Band Coppelius und Regisseur Sebastian Schwab im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen am 14. November zu berichten.

Nicht zuletzt deswegen, weil sie den Steampunk in die Köpfe der Leute bringt, die bislang nichts damit zu tun hatten, hat sie eine gewisse Wichtigkeit.

Normale Konzertkritiken flattern nach und nach immer mehr durchs Netz (eine kleine Auswahl befindet sich am Ende des Artikels), deswegen werde ich meinen Bericht auf den Steampunk-Anteil und meine persönlichen Eindrücke fokussieren.

Weiterlesen Opernpremiere: Klein Zaches, genannt Zinnober

Goldene Zeiten! A.-G. Piel im Interview

Miss Tickerlein spricht mit A.-G. Piel über den neu erschienenen Roman „Goldene Zeiten“, Steampunkliteratur, Steampunk als Lebensart, starke Frauen und wie das alles zusammenhängt.

Ms.T: Dein erstes Buch, Noémis Lied, gehört eher in die Kategorie Fantasy, oder?

A.-G.: Das ist jetzt ein bisschen peinlich (lacht). Eigentlich wollte ich die richtige Genre-Beschreibung längst mal nachschlagen. Noémis Lied ist mehr „alternative Realität“. Es ist jetztzeitlich geschrieben, aber doch zeitlos, zum Beispiel gehe ich nicht auf technische Errungenschaften unserer Zeit ein. Das Buch ist ein bisschen postapokalyptisch, mit diktatorischen Anklängen… es ist wirklich schwer einzugrenzen. „Fantasy“ ist ein arg weit gefasster Begriff.

Ms.T.:Spannend! Und auch da hast du politische Gedanken einfließen lassen?

A.-G.: Ja, bis zu einem gewissen Grad. Ich erhebe keineswegs den Anspruch, auf höchstem Niveau zu schreiben. Es stecken keine ausgeklügelt politisch-philosophischen Gedanken hinter meinen Stories. Gewisse Statements wird man immer wieder finden, eine bestimmte Art und Weise, die Dinge zu sehen. Zuallererst einmal will ich aber unterhalten.

Ms. T.: Ich habe jetzt über Goldene Zeiten schon öfter gelesen, dass der politische Gedanke für die Leser fast vor die Geschichte selbst gerückt zu sein scheint. Das war also von dir gar nicht so beabsichtigt?

A.-G.: Wirklich? Das habe ich so tatsächlich noch nicht mitbekommen. Eigentlich ist die Frage ja, was damit gemeint ist: Der politische Gedanke.

Ms.T.: „Antikapitalistisch“, „anarchistisch“, „emanzipiert“ das waren die Schlagworte, die mir auffielen.

A.-G.: Wie gesagt, meine Bücher sollen in erster Linie unterhalten. Goldene Zeiten hat vielleicht gewisse Anklänge, es ist aber kein antikapitalistisches Manifest. Das ist vielleicht eine Lesart, aber es lag nicht bewusst in meiner Absicht, etwas Marxistisches oder dergleichen zu schreiben.

Ms.T.: Hast du ganz bewusst ein Steampunk-Buch geschrieben oder ist das auch einfach passiert?

A.-G.: Es war von Anfang an bewusst ein Steampunk-Buch. Auf jeden Fall! Ich hatte vorher eine längere Geschichte geschrieben, Die Abenteuer von Richard Dean Donahue, die ja auch auf dem Clockworker erschienen ist, und habe großen Gefallen daran gefunden, in einem Steampunk-Universum zu schreiben, oder eher: in meinem eigenen Steampunk-Universum. Bei den Goldenen Zeiten war es so, dass ich irgendwann einfach den allerersten Satz im Kopf hatte. Ich habe ihn niedergeschrieben und es folgte prompt der gesamte Prolog …

Ms. T.: Wie lautet denn der erste Satz in deinem Buch?

A.-G.: „Dass der König von Wales ein Lügner und Kriegstreiber war, musste Edwina ausgerechnet am Tage ihrer Hochzeit erfahren.“
Und mehr wusste ich zu dem Zeitpunkt selber noch nicht über die Geschichte, der Rest hat sich von selbst entwickelt. Gerade im Prolog wird schon sehr viel Ausgangssituation abgehandelt, woraus sich dann wiederum eine ganz andere Geschichte entwickelt.
Aber wie gesagt: „Goldene Zeiten“ war von Anfang an als „klassischer“ Steampunk-Roman konzipiert, angelehnt ans 19. Jahrhundert, mit einem gewissen Science-Fiktion-Charakter.

Ms.T.: Hast du denn ansonsten Verbindungen zum Thema Steampunk, oder ist das für dich etwas Neues?

A.-G.: Ich entdecke immer wieder etwas Neues, wenn ich mich denn mit Steampunk beschäftige. Gerade weil ich das nicht unbedingt jeden Tag tue. Steampunk ist nicht meine absolute Passion oder gar Obsession, aber ich beschäftige mich immer wieder gerne damit. Ich lese gerne darüber, verfolge das Thema auch, aber ich sitze jetzt nicht das ganze Wochenende in der Garage und schraube oder nähe Kleider.

Ms.T.: Hast du Steampunkromane gelesen, die dich beeindruckt haben?

A.-G.: Tatsächlich nicht wirklich viele. Dafür, dass ich ein Buch darüber geschrieben habe, habe ich mich wohl relativ wenig mit der dazugehörigen Literatur beschäftigt. Ich freue mich allerdings immer wieder, wenn ich Steampunk-Eelemente in egal welchem Medium, Musik, Bücher oder Filme, wiederfinde und auch als solche erkennen kann.

Ms.T.: In deinem Buch gibt es eine Menge starke Frauenfiguren. Würdest du sagen, dass das für dich persönlich ein wichtiges Thema ist oder ist es ein Thema, das der Steampunk ohnehin aufgreift?

A.-G.: Ob Steampunk dieses Thema im Besonderen aufgreift, kann ich nicht sagen. Aber ich finde es definitiv wichtig! Meiner Meinung nach sollten starke Frauenfiguren so lange geschrieben werden, bis es einfach kein Thema mehr ist, gerade weil es stellenweise immer wieder eine Besonderheit zu sein scheint. Also ja, ich habe ganz bewusst einige Frauenrollen als sehr unabhängig, sehr selbstbewusst und sehr stark beschrieben. Gleichzeitig gibt es im Buch patriarchalische Strukturen, zum Beispiel in „meinem“ England, das in manchen gesellschaftlichen Dingen noch sehr rückschrittlich ist und auch so wirken soll. Meine Hauptfigur ist dort eingeengt, gerade weil sie eine starke Frau ist.

Ms.T.: Können wir mit einer Fortsetzung von „Goldene Zeiten“ rechnen? Oder wenigstens mit weiterer Steampunk-Literatur aus deiner Feder?

A.-G.: Also, wenn es positive Rückmeldungen in dieser Hinsicht gibt, schreibe ich sehr gerne eine Fortsetzung! Und es wird auf jeden Fall auch noch ein weiteres Steampunk-Buch von mir geben.

Ms.T.: Also greifst du deine Steampunkwelt noch einmal neu auf?

A.-G.: Genau. Ich muss sagen, ich mag „mein“ Universum ganz gerne. Ohne mir selbst auf die Schulter klopfen zu wollen, finde ich, dass ich ein paar nette Ideen hatte, mit denen ich noch sehr gerne spielen würde. Ich finde es auch sehr reizvoll, anknüpfen zu können, an Figuren und Ereignisse aus den Goldenen Zeiten, und ich habe auch schon hier und da von Lesern gehört, dass sie sich zu bestimmten Nebenfiguren ein ganzes Buch wünschten.

Ms.T.: Wer kommt denn besonders gut an, bei den Lesern?

A.-G.: Wer ziemlich gut ankommt, ist Orlando, der Mesmerit. Er ist ein Dandy mit viel Potenzial. Aber nichts Gegenteiliges offensiv eingefordert wird, wird Orlando von mir aus auch erst mal Nebenfigur bleiben.

Ms.T.: Was unterscheidet eigentlich „dein“ Steampunk-Universum von all den anderen, zahlreichen Steampunk-Universen?

A.-G.: Ich hoffe, ich habe eine frische Geschichte geschrieben, die die Leser nicht permanent an etwas anderes erinnert. Natürlich habe ich auch hier und da mit Altbekanntem gespielt, mit Menschmaschinen, mit Allflügen, mit Magnetismus… da ist schon einiges dabei, was es schon gab, in der einen oder anderen Weise. Aber ich denke nicht, dass ich nur alten Wein in neue Schläuche gefüllt habe.

Ms.T.: Gehört für dich Steampunk und Politik zusammen?

A.-G.: Nein, nicht zwangsläufig. Ich finde, Steampunk ist etwas, das in seiner Literaturform in erster Linie nur unterhalten sollte. Jedenfalls „mein“ Steampunk.

Ms.T.: Es gibt ja durchaus Leute, die sehen Steampunk nicht als „Genre“, sondern als Lebensart. Ist das für dich in dieser Form ein Begriff?

A.-G.: Für mich persönlich ist Steampunk zuallererst ein literarisches Genre. Ein sehr reizvolles, sehr spannendes Genre, aber nichts, das mein ganzes Leben bestimmen könnte. Es gibt da immer wieder tolle Dinge, die ich mir auch gerne anschaue, wie zum Beispiel auf der FaRK, das finde ich sehr, sehr faszinierend. Ich finde es unglaublich, was manche Leute unter dem Gesichtspunkt „Steampunk“ erschaffen. Für mich selbst gibt es aber zu viele andere Dinge, die mich faszinieren. Allerdings versinke ich sehr gerne in einer Art – in meiner Art – Steampunk. Ich denke ohnehin, dass Steampunk etwas ist, das sich stark über das Individuum definiert, das den Steampunk gerade erlebt.
GZ

Und jetzt der Clou zum Interview: Neugierig geworden? Lesebrille bereits gezückt? Clockworker verlost unter allen Kommentatoren zwei Exemplare des Steampunk-Romans „Goldene Zeiten“! Hinterlasst uns einfach direkt hier einen Kommentar zum Thema und drückt euch selbst die Daumen – schon seid ihr dabei! Einfacher geht es ja nun wirklich nicht, oder?!

A.-G. Piel auf der FaRK

Mechanische Menschen, eine abenteuerlustige Prinzessin, London, Russland, der Mars…
Newcomer A.-G. Piel liest aus dem druckfrischen Steampunkroman Goldene Zeiten, erschienen bei Edition Roter Drache.
Auf der FaRK (Fantasie und Rollenspielkonvent), am Samstag, um 14:30.

A.-G. Piel wird übrigens auf Wunsch mitgebrachte oder vor Ort erworbene Exemplare von „Goldene Zeiten“ signieren.