Ein Ereignis der besonderen Art...

…oder, es geht auch mit angenehmen Tönen.

An diesem Samstag und am darauf folgenden Sonntag (am Tag des offenen Denkmals), fand in der Kirche St. Peter zu Krempe eine besondere Ausstellung statt.

Vor zwei Jahren entstand die Idee, in einer Kirche auszustellen. Bei so einem Ort geht es ganz extrem darum, die Besonderheit des Ortes zu würdigen und die Ausstellung behutsam in das Gesamtambiente zu integrieren. Herrn Teleman von Phone (André Kahlke) und seiner Art Direktorin (Sylvia Kahlke) haben diese Herausforderung exzellent gemeistert. Durch die Platzierung der Objekte von Herrn Junophor, Herrn von Phone und meiner Person, den Bildern von Herrn Dirk Jacobs, sowie den Objektzeichnungen von Frau Miriam Gosch konnte die Kirche mit „Blickpunkten“ und Metaphern ausgestattet werden. Die Modeobjekte von Herrn Johann von Seeland, Frau Shelley Zackarali-Kempf und Cornelia Heß rundeten die gesamte Ausstellung ab. Durch eine besondere Ausleuchtung entstand ein Sternenhimmel und über dem Altar erschienen die Flügel eines Engels :-)

Wir hatten das große Glück, zwei Musikergruppen in der Kirche begrüßen zu dürfen, die es verstanden, mit moderaten Tönen zu unterhalten. Hier wurde eindrucksvoll beweisen, dass gute Unterhaltung ohne große Lautstärke möglich ist. Steampunk in einem anderem, außergewöhnlichem  Rahmen. Ich selbst, als einer der Aussteller, war überrascht und erfreut über das Publikum und die Begeisterung, die uns entgegen gebracht wurde.

 

Die Metaphern brauchten zum Teil nicht erklärt werden. Der Tod, mit der Tür hinter sich und „Das Duell der Meister“ waren für einige Besucher selbst sprechend.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bericht: Elfia Arcen 2016

Unter strahlendem Sonnenschein öffneten am Samstag, 24. und Sonntag 25. September 2016 die Tore des Königreiches Elfia zur Herbstausgabe des halbjährlich stattfinden Fantasy Spektakels. In den Schlossgärten von Arcen, an der Niederländisch-Deutschen Grenze bei Venlo, trafen sich Fans der unterschiedlichsten Phantastik und Science-Fiction Genres zum bunten sehen und gesehen werden.

elfia-arcen-2016-2

Das gute Wetter nutzten wohl auch viele kurzentschlossene Besucher, denn die „Kostümdichte“ fiel (zumindest gefühlt) deutlich geringer aus, als in den vergangenen Jahren. Dafür war das Gelände selbst gut gefüllt mit zahlreichen Gästen, stellenweise ging es nur noch im Gänsemarsch weiter, wenn man an einen Engpass, wie etwa eine Brücke oder ähnliches kam.

Natürlich nutzten auch (Hobby-)Fotografen die Gunst der Stunde um die phantasievollen Outfits abzulichten. Hier und dort kam es zu „Rudelshootings“, wenn sich ein Model gerade besonders gekonnt in Szene setzte. Insgesamt schien das Zusammenspiel aus Fotografen und Fotografierten aber durchaus harmonisch abzulaufen, auch wenn die Elfia Orga sich genötigt sah, extra Hinweisschilder aufzuhängen, die daran erinnerten, dass die Kostümierten nicht nur zum fotografiert-werden da sind.

Insgesamt bot die Elfia neben den Outfits seiner Gäste noch mehr zum Schauen und Staunen und vor allem zum Shoppen. Zahlreiche Stände mit unterschiedlichsten Preziosen boten ihre Ware auf dem Gelände feil: Schmuck, Kunst, Kleidung, Bücher und Fanartikel gab es zu erstehen.

 

 

 

 

 

 

 

Die Anzahl der Camps ist dagegen, dem letztjährigen Trend folgend, noch weiter geschrumpft, sodass man das Gefühl hat, auf einer einzigen Verkaufsmesse mit Rahmenprogramm gelandet zu sein. Immerhin gab es in diesem Jahr wieder ein Steampunk Camp, doch waren die Herrschaften des Clockwork Carrousel nicht so leicht aufzuspüren. Gefehlt haben die Endzeitler (von der Umbrella Corp. mal abgesehen), das Regiment Anachronistischer Grenadiere und auch die Science-Fiction Schiene wurde dieses Mal weder von einem Star Wars Lager noch vom Predator Clan bedient. Und das, obwohl das diesjährige Thema „Time and Space“ war (dem auch einige der Besucher gefolgt sind).

Leider kommt das Gefühl auf, dass man die Lager (vielleicht aus Kostengründen?) am liebsten gar nicht mehr dabeihaben möchten und lieber deren Plätze an weitere (Standmiete zahlende) Händler vergibt. Es wird sich sehr darauf verlassen, dass die kostümierten Besucher selbst schon Attraktion genug sind. Und das sind sie natürlich auch: man hat genug zu schauen, wenn man sich an einer der zahlreichen Fressbuden niederlässt. Solange die Besucher auch in Zukunft kostümiert kommen, wird das Elfia Konzept weiter aufgehen, zumal die Schlossgärten von Arcen wirklich eine wunderbare Kulisse für alle Arten von Outfits und Kostümen bieten.

Große Bühne

Kleine Bühne

 

 

 

 

 

 

 

Außerdem gibt es dann natürlich auch noch das (Bühnen-)Programm, mit verschiedenen Bands, Vorführungen, Lesungen und Mitmachaktionen, wie z.B. Kendo-Training oder historische Tänze. Auch das Bodypainting-Zelt ist seit Jahren mit dabei und die Kreationen können ausgiebig bestaunt werden.

Die Elfia ist nicht zuletzt eine Veranstaltung für Gleichgesinnte, um alte Freunde und neue Bekannte zu treffen und einen Tag im fiktiven Königreich zu verbringen, wo man sein kann, wie und was man möchte.

Nicht umsonst begrüßt und verabschiedet einen das ewige Elfia Motto: „You’ll never dream alone!

Weiter geträumt werden darf dann auf der Frühlings Elfia in Haarzuilens am 29. und 30. April 2017 auf Castle de Haar.

Mehr Bilder gibt es auf der Clockworker Gesichtsbuchseite oder auf flickR

Steampunk Revue und „Turm und Strang“-Konzert

Aus Österreich, besser gesagt aus Wien erreicht uns ein Gastbeitrag von Fräulein Queran Ruffles: Sie war auf der Vienna Steampunk Revue und berichtet vom dortigen Treiben:

4

Halbjährlich findet seit einiger Zeit in Wien die Steampunk Revue statt, ein Partyabend ganz im Zeichen des Dampfes. Die Szene in Wien ist zwar nicht groß, aber sehr motiviert, und so ist das Weberknecht an diesem Abend immer gut besucht. Es gibt ja auch einiges zu sehen und zu tun: Im Erdgeschoss finden sich neben dem ausgedehnten Barbereich auch ein Raum mit Händlern und eine Lounge mit ruhigerer Musik als im Keller, wo die Party abgeht.

2

Wie immer hat sich die Organisation mit der stilgerechten Dekoration Mühe gegeben und Zahnräder baumeln sogar über der Tanzfläche von der Ziegeldecke. In Lounge und Händlerbereich wurde für stimmungsvolles Licht gesorgt, um die Outfits der Besucher und Besucherinnen und die Waren auf den Verkaufstischen richtig in Szene zu setzen. Die Angebote der Händler und Händlerinnen überraschen, denn abgesehen von den erwarteten Kopfbedeckungen und Schmuckstücken gibt es auch Pfeifen, Kunst und Handtaschen aus alten Büchern zu erstehen. Die Stände sind liebevoll dekoriert, die meisten AusstellerInnen haben sich Mühe gegeben, ihr Outfit dem Anlass anzupassen und der alte Holzboden trägt zur Vervollkommnung des Ambientes bei.

1

Die Steampunk Revue ist nicht nur eine Partynacht mit DJ, es wird mit einer Modeschau von Nico Öst, einer Tanzeinlage der Showgruppe „Do you Spider“ und einem Konzert der ersten Wiener Steampunkband „Turm und Strang“ noch mehr Programm geboten. Zwischen den Acts, die etwas verspätet um 22:30 beginnen, legen DJ Vagabund und DJ Avalon auf. Steampunk als Szene ist weitläufig und daher schwer zu beschreiben, und ebenso verhält es sich mit der Musik, die auf Steampunkevents gespielt wird. Die Stücke bewegen sich an diesem Samstag zwischen Elektroswing, Gothic, Folkmetal und elektronischer Tanzmusik, und vieles davon passt zwar gut zum Thema des Abends, ist aber schwer tanzbar. Aber nicht nur die schwierige Musik, sondern wohl auch die aufwendigen Outfits der Damen und Herren tragen dazu bei, dass der Barbereich im Erdgeschoss viel voller als die Tanzfläche ist. Unten tummeln sich vor allem diejenigen, die vorrausschauend leichtere Kleider gewählt haben und auch einige Leute, denen man ihre Begeisterung für Steampunk nicht ansehen würde. Da das Weberknecht oft Veranstaltungen aus der Schwarzen Szene und anderen alternativen Szenen beherbergt, sind wohl auch einige der Besucher und Besucherinnen eher aus Gewohnheit oder Neugier als aus Szenezugehörigkeit gekommen. Zu späterer Stunde ist es aber einerlei, aus welcher Szene und wie gekleidet man ist, die Tanzfläche füllt sich und die Tanzwütigen haben ihren Spaß.

Um halb elf geht es mit dem Konzert von „Turm und Strang“ los. Die noch recht neue Band hat im Januar ihr erstes Album herausgebracht und spielt eine Auswahl daraus. Obwohl die Band noch nicht viel Bühnenerfahrung gemeinsam hat, ist das Konzert toll durchgeplant und in sich sehr stimmig. Persönlich habe ich es immer sehr gerne, wenn eine Band ihr Set nicht einfach nur runter spielt und dann wieder geht, sondern das Konzert zu einem Erlebnis macht, das mit dem Anhören der aktuellen CD nicht nachvollzogen werden kann. „Turm und Strang“ erfüllen diesen Anspruch vollständig, da sie mit ihrem Konzert eine Geschichte erzählen.

3

Es beginnt mit einem gesprochenen Intro, das uns ins London der 1860er zurückführt, darauf folgt ein Lied, das die Geschichte weitererzählt. Dieses Format wird das Konzert über beibehalten, das Genre der Songs variiert dabei stark. Den Beginn macht ein kraftvoller Mix aus Dubstep, Rock und Sprechgesang, es gibt aber auch Stücke, die ruhig und romantisch werden und zwei Lieder kommen sogar ganz ohne Text aus. Die Mischung ist schwer zu beschreiben und klingt seltsam, funktioniert aber auf der Bühne tadellos. Die großartige Stimme des Sängers trägt dazu bestimmt bei. Die Geschichte endet damit, dass der Protagonist nach einer Reise quer durch die Welt aus Wien zurück nach London berufen wird, da Van Hellsing verstorben ist und die Königin Victoria seine Hilfe erbittet. Es scheint also, als ob die nächsten Konzerte diese Story fortsetzen, und ich werde bestimmt dabei sein, um sie zu hören.

Vielen Dank für diesen wundervollen Bericht! Mehr Lichtbidler des Abends finden Sie hier bei Geoff Brook.

Wenn auch Sie von einer Veranstaltung erzählen möchten oder ein anderes Thema haben, über das es sich zu berichten lohnt, schreiben Sie uns unter info ät clockworker.de. Wir freuen uns immer über Gastbeiträge!

Spiel Essen 2015 - Impressionen

Am vergangenen Wochenende pilgerten wieder tausende Spielebegeisterte in die Messehallen von Essen. Der Merz-Verlag richtete die Spiel, bzw. die Internationalen Spieltage aus, eine Messe für Gesellschaftsspiele aller Art.

Ich selbst war zum ersten Mal dort (deswegen kann ich auch nicht sagen, ob es besser oder schlechter war, als in den Vorjahren) und war von der Masse an Spielen (und Menschen) einfach nur erschlagen. Um nicht völlig überfordert den Fluten von Eindrücken Herr zu werden, bin ich auf der Suche nach Steampunkigem durch die Hallen gepilgert. Hier einige Eindrücke:

Therion 011, nach eigener Angabe, das älteste Steampunk Spiel auf der Messe

Therion 011, nach eigener Angabe, das älteste Steampunk Spiel auf der Messe

Viele Spiele griffen die Idee einer Dampfbetriebenen Maschine auf. Mal musst eine Maschine repariert, mal eine gebaut werden.

Gerade Spiele aus Fernost oder eben im Anime/Mangastil griffen Steampunk als Ästhetik auf.

Aber auch „Klassiker“ kommen nach bekannter Spielweise neuerdings im Steampunkgewand daher.

Neben Brett-/Kartenspielen gab es auch diverse Rollenspielregelwerke zu kaufen, wo sich nicht nur Space 1889 im neo-viktorianischen herumtreibt.

Auch klassisches Totholzprodukt in Form von Romanen konnte gekauft werden: Feder und Schwert und Edition Roter Drache (vertreten durch Anja Bagus) waren nur zwei der Buchhändler vor Ort.

Außerdem fanden sich noch einige Händler, die ebenfalls Steampunk Waren vertrieben.

Und das sind nur einige wenige Eindrücke der Spiel, bei den Table-Top Sachen hab ich mich gar nicht getraut noch genauer hinzusehen, ich wäre nie wieder weg gekommen. Es lohnt sich auf alle Fälle auch für Steampunks dort vorbei zu schauen, nicht zuletzt um seinen Nerf-Bestand aufzufüllen. Aber nehmt Zeit mit, viel Zeit!
Ich werde auf alle Fälle auch im kommenden Jahr wieder vorbeischauen.

 

Photos: Ruffles and Steam

Bericht: Elfia Arcen 2015

Eines der größten Fantasyfestivals Europas fand am vergangen Wochenende im Niederländischen Arcen statt. Die Elfia (früher unter dem Namen Elf Fantasy Fair bekannt) zog in ihrer Herbstausgabe wieder zahlreiche Fans und Gäste in die Schlossgärten an der Niederländisch-Deutschen Grenze bei Venlo.

Lesungen, Bodypainting, Feuershows, Reiterkunst, Outfitwettbewerbe; die Elfia bot ein buntes Programm für die Besucher, wobei diese selbst eigentlich schon einen Besuch wert sind. Mit schätzungsweise 80-90% gewandeter Gäste ist die Veranstaltung für Fantasy, Science-Fiction, Steampunk und verwandte Genres eine Spielwiese aller Arten der Fantastik. Das nutzen natürlich auch immer mehr Fotografen. Aufgrund des wechselhaften Wetters am Samstag, hielt sich ihre Dichte jedoch in Grenzen.

Durch die teilweise sehr engen Wege kommt es sonst häufiger zu kleineren Staus, weil jemand ein Foto machen möchte oder zum schauen stehen bleibt. Die geänderte Wegführung im Gegensatz zum Vorjahr machte es aber auch ohne Fotografenstau schwer, schnell von einem Ort zum anderen zu gelangen. Hatte man also einen Programmpunkt, denn man rechtzeitig erreichen wollte, musste man dafür ein wenig Zeit einplanen um dorthin zu gelangen. Warum der schnellste (und breiteste Weg) des Parks nur in kleinen Teilstücken geöffnet war, erschließt sich mir nicht.

Dafür war die Schlammbekämpfung deutlich verbessert worden. Dank dem sintflutartigen Regen, der das Königreich Elfia am Samstagnachmittag heimsuchte, wurden viele der unbefestigten Wege und Wiesen zu einem Sumpfloch. Der Schlamm wurde jedoch mit ausgelegten Planken und Holzspänen weitgehend bekämpft, sodass man auch ohne Trekkingschuhe oder Gummistiefel einigermaßen unbeschadet seiner Wege gehen konnte.

Leider traf der schlimmste Regenschauer genau das geplante Steampunk Gruppenfoto. Aber einige Steamer hatten sich nichtsdestotrotz am Treffpunkt eingefunden in einer ca. 30 sekündigen Regenpause schaffte man es doch, ein Bild zu schießen, bevor der Himmel meldete: Land unter. Die wenigen Unterstände waren ratzfatz voll und so mancher Schirm hat wohl unter dem, was da von oben kam, sein Ende gefunden. Der Wetterumschwung war dann leider auch das Ende für viele der aufwendigeren Kostüme, sodass der weitere Samstag, obwohl die Sonne sich später doch noch zeigte, für Fotografen nicht mehr ganz so ergiebig war. (Der Sonntag konnte dies glücklicherweise wieder wett machen.)

Insgesamt fiel auf, dass es in diesem Jahr deutlich weniger Lager gab. Stattdessen reihte sich ein Verkaufstand an den nächsten, mit teils sehr ähnlichem Sortiment. Auch an dem Platz, wo in den vergangenen Jahren die Steampunk Expeditions Gesellschaft und das Steampunk Objective ihre Zelte aufgeschlagen hatten, stand nun eine weitere Reihe von bunten Buden (und ein paar neue Blumen), sodass leider gar kein Steampunk Camp vor Ort gab und somit auch keinen direkten Anlaufpunkt für Steampunks. (Beide Gruppen waren aber als Besucher vor Ort, wie man auf dem Gruppenfoto erkennen kann.) Auch Star Wars und Verwandte suchte man vergeblich.

Die wenigen Camps, die es noch gab (u.a. Flint’s Buccaneers, das Regiment anachronistischer Grenadiere, Jurassic Park Netherlands, Stranded Drifters …) fielen meist deutlich kleiner aus als zuvor und waren in die letzten Ecken abgeschoben worden, sodass man sie nur mit Mühe fand.

Einzig die kreativ gekleideten Besucher haben es geschafft den Charme der Elfia einigermaßen aufrecht zu erhalten, ansonsten wäre sie vollends zu einem riesigen Einkaufszentrum verkommen. Daran können auch die zwei Bühnen mit Live-Musik und die Sonderbühne für die Auftritte von Schlangenmagier Professor Abraxo kaum etwas ändern, geht doch ihr Programm im übermächtigen Markttreiben schier unter.

Drachenflug bei ihrem Auftritt am Samstag auf der kleinen Bühne

Gott sei Dank lassen es sich die Besucher auch von schlechtem Wetter nicht nehmen, ihre Gewandungen und Kostüme auszuführen und die Schlossgärten Arcen bieten mit ihren verschiedenen Bereichen (Wassergärten, asiatische Gärten, etc.) eine zauberhafte Kulisse für so viel Fantasie. So bleibt die Elfia nach wie vor einen Besuch wert. Wir hoffen nur, dass die aktuellen Entwicklungen nicht so weitergehen werden.

Mehr Bilder finden Sie hier
und hier von Hilde Heyvaert

3. Jardin de Belle Epoque

Weiter geht es mit unseren aktuellen Serie Steampunk und Picknicks, alle bisherigen Beiträgen finden Sie unter dem Schlagwort Serie: Picknick.


 

Das Wetter hatte ein Einsehen mit dem fast schon traditionellen Picknick „Jardin de Belle Époque“ im Friedenspark, Köln, Freitag, 24.Juli. Seit drei Jahren veranstalten Natalia Le Fay und Oh, Marisha das dunkelromantische Zusammentreffen am Nachmittag vor dem Amphi Festival.Jardin de Belle Epoque-1

Ab 15.00 Uhr kamen die gewandeten Gäste auf der Wiese an den Katakomben zusammen. Dress-Code war Rokoko, Barock, Viktorianisch, Steampunk, Classic und Elegant Lolita Elegant Goth oder einfach schicke Picknickgarderobe. Es war ein dunkelbuntes Volk, was sich da zusammen fand.

Jardin de Belle Epoque-4Natürlich wurde viel gequatscht, gegessen und getrunken, aber auch anderweitig konnte man sich die Zeit vertreiben:

So gab es zum Beispiel ein Kricketset zum bespielen und die Belgische Tea Duelling Society lud zum Tee Duell ein.

Jardin de Belle Epoque-3Jardin de Belle Epoque-2

Nebenher wurde natürlich auch der Friedenspark als Fotokulisse genutzt und die anwesenden Fotografen kamen ebenso auf ihre Kosten, wie die fotoaffineren der Gäste. Geknipst wurde hauptsächlich ein wenig abseits der Picknickdecken, sodass man hier mehr oder weniger ungestört das Beisammensein genießen konnte.

Gegen Ende wurde natürlich noch ein obligatorisches Gruppenfoto geschossen, bei dem sich zeigte, wie bunt und groß die Varianz der Gäste war.

Gruppenfoto

© André M. Hünseler | thinkingpixels.com

Wir freuen uns schon auf die Wiederholung, denn der Jardin de Belle Epoque findet auf großen Wunsch hin nicht mehr nur zum Amphi statt, nähere Informationen findet man zeitnah zum neuen Termin auf der Facebookseite der Veranstaltung.


Möchten auch Sie uns von einem Picknick des Genres berichtet? Oder haben Sie DAS Rezept für leckere Mitbringsel? Haben Sie DEN Picknickkorb schlechthin gebaut? Berichten Sie uns und anderen Steampunks davon.
Gastbeiträge werden unter clarawirz [at] clockworker.de entgegengenommen.

Die bisherigen Beiträge finden Sie unter dem Schlagwort Serie: Picknick oder einzeln hier aufgelistet:

  1. Ankündigung der Serie
  2. Herr Baron von Heim: 2. Nordbadisches Steampunk Picknick
  3. Miss Lola Wellington: 4. Steampunk Picknick in Wuppertal
  4. Amalia Zeichnerin: 3. Hamburger Steampunk Picknick – indoor
  5.  AyraLeona: Jardin de Belle Epoque

4. Viktorianisches Picknick in Wuppertal

Wir setzen unsere Gastbeitragsreihe zum Thema Steampunks und Picknicks fort und dürfen als heutigen Gastbeitragschreiber Miss Lola Wellington begrüßen.

Alle Beiträge der Reihe finden Sie unter dem Schlagwort: Serie: Picknick


Miss Lola Wellington 2014Lola Wellington  lud zum 4. Viktorianischen Picknick in Wuppertal

Am 28. Juni lud die Künstlerin Nicole Paul alias Lola Wellington von Nici’s ART zum 4. Viktorianischen Picknick ein. Die Gäste kamen zu Hauf. Eine Kleiderordnung in Viktorianisch, Steampunk, Barock, Lolita oder Edelgothic waren Voraussetzung.

Nachdem wir drei Jahre auf der wunderschönen Isenburg in Hattingen gepicknickt hatten, trafen wir uns diesmal in Wuppertal Barmen und gingen gemeinsam in den historischen Vorwerkpark Anno 1907.

4. Viktorianisches Pickenick 2015 034Um 14:30 Uhr trafen sich am Tölleturm etwas über 100 Damen und Herren  in wunderbaren Kleidern und Anzügen im Stil des Viktorianischen Zeitalters, darunter Steampunker, Lolita-Ladies und Edelgoten, die ihre leckeren, meist extra zubereiteten Köstlichkeiten inklusive Picknickinventar über einen kurzen Abstieg durch ein Wäldchen bis hin zur Picknickwiese in den Vorwerkpark trugen.
Die Temperaturen waren optimal und hielten sich bei ca. 21 C Grad, es war leicht bedeckt, so dass die Sonne uns nicht gleich verbrannte. Herrliches Kaiserwetter für eine solche Veranstaltung.
Es wurden Picknickdecken ausgebreitet, Tischlein aufgestellt, Omas elegantes Sonntagsgedeck ausgepackt, Speisen und Getränke angerichtet, sogar ein Pavillon aufgebaut und ein Kofferplattenspieler angeschmissen.
Die Gäste sind in ihre Kreativität und detailtreue einfach wunderbar, denn sogar ein den sportlichen Zeitvertreib wurde gedacht: Krocket. Ein typisch englischer Sport, der sich auch schon im 19. Jh. großer Beliebtheit erfreute, so auch bei den Gästen des Viktorianischen Picknicks. Es wurde fleißig nach den originalen Regeln gespielt.

4. Viktorianisches Pickenick 2015 027Nachdem sich herzlich begrüßt wurden, neue Bekanntschaften geschlossen und die ersten Fotos im Kasten waren, ging man zum Probieren der Getränke und Speisen über.
Später lud der Park, mit seinen versteckten Örtchen, exotischen Bäumen, Rhododendronbüschen, dem mystischen Steinbruch und den kleinen Seen zum Spazierengehen und Fotografieren ein.
Im Laufe des Nachmittages wurden wunderbare, interessante Gespräche geführt, Kontakte geknüpft, Ideen ausgetauscht, Krocket gespielt, gezeichnet, fotografiert und viel gelacht.

4. Viktorianisches Pickenick 2015 051 4. Viktorianisches Pickenick 2015 026 4. Viktorianisches Pickenick 2015 010 4. Viktorianisches Pickenick 2015 003

Natürlich blieb die illustre Gesellschaft den Sonntagsbesuchern des Parks sowie den Anwohnern nicht unentdeckt. Rege und nur positive Resonanz wurde uns entgegen gebracht. Spaziergänger waren bereit ihr lieben Jagdhunde den Damen mit den passenden Kleider für ein Foto auszuleihen, ließen sich Kontaktdaten notieren und knipsten natürlich auch ein Erinnerungsfoto mit den Picknickgästen.

4. Viktorianisches Pickenick 2015 053

Nach so einem wunderbaren Nachmittag mit interessanten Gesprächen, neuen Bekanntschaften und herzlichen Menschen wird dieses Picknick nicht das Letzte gewesen sein. Man munkelt, es werde vielleicht sogar diesem Jahr noch ein Weiteres geben. Ich werde meine Gäste über meine Seite Nici’s ART auf dem Laufenden halten.

Herzlichst,
Nici Paul alias Lola Wellington

4. Viktorianisches Pickenick 2015 054


Wir bedanken uns für diesen wunderbaren Einblick!

Möchten auch Sie uns von einem Picknick des Genres berichtet? Oder haben Sie DAS Rezept für leckere Mitbringsel? Haben Sie DEN Picknickkorb schlechthin gebaut? Berichten Sie uns und anderen Steampunks davon.
Gastbeiträge werden unter clarawirz [at] clockworker.de entgegengenommen.

Die bisherigen Beiträge finden Sie unter dem Schlagwort Serie: Picknick oder einzeln hier aufgelistet:

  1. Ankündigung der Serie
  2. Herr Baron von Heim: 2. Nordbadisches Steampunk Picknick
  3. Miss Lola Wellington: 4. Steampunk Picknick in Wuppertal

 

2. Nordbadisches Steampunk-Picknick

Wir beginnen nun mit der angekündigten Serie über Steampunk-Picknicks. Als erstes darf ich Herrn Baron Peter von Heim als Gastautoren begrüßen. Genießen Sie nun seinen Bericht des 2. Nordbadischen Steampunk-Picknicks:


Bereits zum zweiten Male lud die Großherzoglich Badische Luftschiff-Marine unter der Schirmherrschaft von Baron Peter von Heim am Sonntag, den 21. Juno 2015 zum Nordbadischen Steampunk-Picknick in den Schlossgarten nach Karlsruhe. Für alle bereits am Vorabend angereisten gab es einen kleinen Umtrunk am Samstagabend.
Angespornt durch den großen Erfolg des Vorjahrespicknicks, bei dem trotz anfänglich fürchterlichen Regenwetters immerhin 66 Gäste erschienen waren, hatte die Luftschiff-Marine schon früh im Jahr beschlossen, dieses Event zu wiederholen und damit eine schöne neue Tradition zu beginnen.

11016148_1083385421690006_3031355424331120294_o

Herr Baron von Heim, Photo: Silke Grehling

Bereits zum kleinen Vorabendumtrunk versammelten sich 30 gutgelaunte Steampunks aus fast ganz Deutschland und der Schweiz, um bei einer gutbürgerlichen Mahlzeit und gutem, hausgebrautem badischen Bier in der schönen Schwarzbrennerstube im Badisch Brauhaus in Karlsruhe. Einige der Gäste hatten nahezu 50 badische Meilen (oder 400 Kilometer) des Weges auf sich genommen, nur um an Abendveranstaltung und Picknick teilnehmen zu können! Die Veranstalter waren ob dieser großen Ehre wohlbegeistert! Mit dem Fortschreiten der Zeit förderte das angenehm warme Wetter deutlich den Getränkeumsatz, und es wurde ein sehr lustiger Abend. Die letzten Besucher verließen das Gasthaus wohl gut nach Mitternacht.

Der Sonntagmorgen verhieß wie bereits im Vorjahr keinen Sonnenschein, aber auch in diesem Jahr hatten die Wettergötter ein Einsehen. Bereits eine halbe Stunde vor der Zeit versammelten sich viele gutgelaunte Steampunks am Schloss in Karlsruhe, um nach dem obligatorischen Gruppenphoto gemeinsam zu Picknickplatz in den Schlossgarten zu spazieren. Alsbald rissen die Wolken auf, und die pittoresk von Bäumen und Büschen umstandene Picknickwiese wurde in goldenes Sonnenlicht getaucht. Einige Nachzügler, die von der unglücklichen Verkehrssituation in und um Karlsruhe aufgehalten worden waren, stießen zu den Feiernden hinzu, sodass bald über 100 Köpfe gezählt wurden.

MAUX4713-3-NIK

Photo: Herbert Mau

Wie immer wurde viel geplaudert und viel gelacht. Mannigfaltige Speisen und Getränke wurden auf den Picknickdecken und Tischchen aufgebaut, und wie bereits im Jahr zuvor wurde viel von den Köstlichkeiten hin- und her getauscht und gegenseitig von den Köstlichkeiten probiert. Einige der Teilnehmer hatten sich gar die Mühe gemacht, warme Speisen mitzubringen!

Besonders beeindruckend war natürlich auch die vielfältige und überaus einfallsreiche Gewandung der Picknickgäste! Alle hatten sich sehr große Mühen gegeben und waren in ihren schönsten Kleidern erschienen, auf dass es eine Freude für das Auge war. Man sah ausladende Kleider, wunderbare Gehröcke, phantastischen Schmuck und phantasievolle Kopfbedeckungen.

Der Nachmittag wurde aber nicht nur mit Völlerei und Plauderei verbracht, es gab auch sportliche Betätigung unter der Leitung von Zedena von Tharendt, die einige der Teilnehmenden mit einem Tualoop-Spiel auf Zack hielt. Währenddessen las Peter von Heim, unterstützt von Freya von Senser, ein überaus anrührendes Kapitel aus seinem 2016 erscheinenden Erstlingswerk über Zwergschlammelfen. Es wurde von den Zuhörern mit großer Anteilname aufgenommen. Es folgte eine Darbietung auf Raphaelius Alva Grußers Dampfhornspieolofon und die Vorstellung des ferngesteuerten Kleinstluftschiffes „Heliominerva“, ebenfalls aus den Grußer’schen Werkstätten.

Einer weiteren Tradition folgend begleitete Thaddäus von Senser einige Gäste auf einer Fahrt mit dem Schlossgartenbähnle, das wie an jedem Sommersonntag von der treuen Dampflokomotive „Greif“ gezogen wird.
Kurz bevor der Nachmittag in Ruhe ausklingen konnte, wurde das illustre Treiben den Wettergottheiten dann wohl doch zu viel, und sie beendeten die Veranstaltung durch Herabschicken eines Regenschauers.

Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung, die allen Beteiligten wohl recht große Freude breitete. Peter von Heim kündigte auf Nachfrage bereits an, dass für das Jahr 2016 bereits die dritte Auflage des Picknicks in Planung ist.


 

Wir danken für diesen Einblick zum Picknick in Karlsruhe! Weitere Picknick-Impressionen erwarten Sie Ende der Woche. Alle Beiträge der Serie finden sich unter dem Schlagwort Serie: Picknick.

Möchten auch Sie einen Gastbeitrag zum Thema Steampunk Picknick oder einem anderen Steampunk releanten Thema verfassen? Kommentieren Sie hier oder schicken Sie eine Aetherpost an clarawirz [at] clockworker.de

Steampunks und Picknicks

Source: LovedayLemon auf FlickR

Steampunks scheinen eine Affinität zum Picknicken zu haben. Zahlreiche Events ebenjener Verspeisung in steampunkiger Garderobe tauchen im Salonkalender und direkt hier auf.

Kein Wunder eigentlich, kam doch das Picknicken zur Zeit Viktorias erst so richtig in Mode. Auch der vollausgestattete Picknick-Korb fällt in seiner Entstehung ins 19. Jahrhundert.

Damals gehörte auch Tee eindeutig mit zum Essen und ohne Thermoskanne musste dann eben vor Ort zubereitet werden.

Heute bezeichnet man als ein Picknick, bei dem jeder sein Essen selbst mitbringt als Potluck. Wobei das wohl den wenigsten bekannt ist und man auch hier mit der Bezeichnung Picknick ganz gut fährt.

Diese kommt übrigens von französisch „piquer“ für etwas „aufpicken, aufnehmen“ und „niquer“ für „Kleinigkeit“. (Achtung! „niquer“ wird in der heutigen französischen Umgangssprache für den Beischlafschlaf verwendet.)

Steampunk haben jedenfalls vielfach Gefallen gefunden am gemeinsamen Speisen im Freien und zahlreiche Veranstaltungen finden in diesem Rahmen statt.
In den kommendne Tagen möchten wir von einigen berichten und einige ankündigen.

Viona's Victorian Village 2015 - Bericht

Victorian VillageWie bereits angekündigt, fand in diesem Jahr das erste Mal das Victorian Village während dem WGT (Wave Gotik Treffen) statt. Als Reaktion auf die immer zahlreicher werdenden Fotografenmaßen beim Viktorianischen Picknick hatte sich Initiatorin Viona Ielegems dazu entschlossen, eine alternative Veranstaltung in geschlossenem Rahmen ins Leben zu rufen.

In der Arena am Panometer Leipzig war die passende Location gefunden und mit Hilfe von Einlasskontrollen, die nur schwarzes Volk in das Rund der Arena ließ, war die Atmosphäre deutlich gediegener, als die Jahre zuvor im öffentlichen Clara-Zetkin-Park. (In dem auch in diesem Jahr ein dunkelromantisches Picknick statt fand, diesmal aber nicht unter der Federführung von Viona.)


Im Vorfeld gab es wohl einige Missverständnisse bezüglich des Dress-Codes, da nicht jeder aufwändige (viktorianische) Roben im Kleiderschrank hat. Dabei ging es den Veranstaltern lediglich darum, gaffende „T-Shirt-Sandalen-Touris“ draußen zu halten.
Aus dem gleichen Grund war im Vorfeld ein Aufruf gestartet worden, dass sich interessierte Fotografen und Vertreter der Presse akkreditieren lassen sollten. (Ob diese Auswahl mal angesichts der Anwesenheit von Bild und RTL so gelungen war, sei mal dahin gestellt.)

Letztendlich war das Verhältnis Besucher/Fotografen in der Arena ein sehr ausgewogenes und die Anwesenden Knipser haben sich sehr zurückgehalten und höflich gefragt, bevor sie die Kamera ansetzten.


Zurück zur Veranstaltung selbst. Im Gegensatz zum Picknick erwartete den Besucher unter der offenen Kuppel des runden Baus ein gänzlich anderes Konzept, weswegen man die beiden Veranstaltungen auch nicht direkt vergleichen kann und sollte.

An den Außenwänden befand sich eine Auswahl an Verkaufsständen mit thematisch passender Kleidung, Schmuck und Kunst. Auch für Verpflegung war gesorgt, sodass man zu sehr moderaten Preisen Getränke, aber auch Kleinigkeiten zu Essen, wie etwa Crèpes bekam. Auch einige Stehtische sowie eine kleinere Tafel mit Bänken waren bereit gestellt worden. Dank der Erhöhung der Befestigung am Rand der Arena gab es ausreichend Gelegenheiten sich nieder zu lassen.
Auf der Rasenfläche in der Mitte war eine Bühne aufgebaut, von der das Ganze mit passender Musik beschallt wurde. Leider war diese zeitweise sehr laut, sodass Gespräche in normaler Lautstärke nicht möglich waren.


Zum Beginn des Outfitwettbewerbs trauten sich dann auch mehr Gäste auf den Rasen vor der Bühne um die Teilnehmer in den Kategorien „Best Man“, „Best Historical“, „Best Fantasy“ und „Best Goth“ zu bewundern. Ohne großen Kommentar durften diese sich dem Publikum und der Jury präsentieren, welche im Anschluss dann auch die Sieger kürte.
Teilnehmen konnte jeder, der Lust dazu hatte und sich vorher angemeldet hatte. Zur Präsentation hätte eine etwas peppigere Musik vermutlich besser gepasst, aber auch so bewegten sich die Teilnehmer überwiegend sicher über den improvisierten Laufsteg.

Teilnehmer des Outfitwettbewerbs

Am Abend, gegen 19.00 Uhr, wurde die Bühne dann von verschiedenen Musikern bespielt. Den Anfang machte der in der Szene bereits bekannte Daniel Malheur mit seinem neuen Programm. Es folgte ein gemeinsames Stück mit Dale Rowles von BBBlackdog aus Großbritannien, worauf dieser im Anschluss die Bühne übernahm um vor mittlerweile stark gelichteten Reihen zu spielen.

Insgesamt war das Victorian Village eine schöne Idee um etwas Neues auf die Beine zu stellen. Es darf aber nicht mit der Picknick Atmosphäre verglichen werden. Die Stimmung war zunächst etwas zurückhaltend und abwartend, schien sich aber mit dem Outfitwettbewerb zu lösen. Da die Organisatoren und Mithelfer größtenteils keine Deutsch-Muttersprachler waren, war einiges auch nur in Englisch kommuniziert worden. Moderatorin LaDutchessa, die einige vielleicht auch als Organisatorin des Emporium Vernesque kennen, gab sich jedoch alle Mühe, den Wettbewerb weitgehend zweisprachig durchzuführen.


Die einzelnen Programmpunkte lagen zeitlich sehr weit auseinander. Es war ein Tag-füllendes Programm konzipiert worden. Da die meisten Gäste jedoch auch Gäste des Wave Gotik Treffens waren (das Victorian Village war nicht Teil des offiziellen WGT Programms), schauten die meisten nur kurz rein, um dann zu anderen Veranstaltungen weiter zu ziehen. Insbesondere die Abendkonzerte hätte man durchaus auch weiter nach vorne legen können, dann hätten die Künstler auch nicht vor einem fast leeren Platz spielen müssen.

Die Location selbst war gut gewählt und die Arena vom Ambiente durchaus passend für eine solche Veranstaltung. Für die anwesenden Besucherzahlen war sie in diesem Jahr auch absolut
ausreichend, auch wenn es zwischenzeitlich zu einem kurzen Einlassstop kam.

Steampunk Flügel einer Besucherin

Es war eine wahre Freude all die festlich gekleideten Besucher zu sehen und sich darunter zu mischen. Viktorianisch und Steampunk passt hervorragend zusammen und das zeigte sich sowohl in den Outfits der Gäste, als auch bei den anwesenden Händlern.
Das Wetter spielte unter der offenen Kuppel Goth sei dank mit und so bleibt so zu hoffen, dass es im kommenden Jahr eine Wiederholung geben wird.

Lediglich einige Kommunikationsprobleme aufgrund von Sprachbarrieren sollte man bis dahin noch aus dem Wege schaffen.

 

Mehr Fotos von Gästen und Location gibt es hier auf Flickr oder hier im Gesichtsbuch zu sehen .

Steampunk auf dem Amphi 2013

Auch in diesem Jahr berichten wir vom Amphi Festival im Kölner Tanzbrunnen. Auch wenn das Line-up nicht wirklich etwas Steampunkiges versprach, muss das ja nicht heißen, dass keine Steampunks das Festival besuchen würden und genauso war es auch.

Ein positives Erlebnis gab es direkt am Presseschalter. Dort angekommen und das Medium genannt, wurde ich direkt angesprochen: „Ach, das ist doch die Steampunk-Sache“. Ja genau, das ist der Clockworker! Es schein so, als würde Steampunk wohl doch bekannter, ob IBM wohl doch Recht hat?

Auch auf dem Gelände merkte man, dass Steampunk stärker vertreten war, als im vergangenen Jahr. Trotz des heißen Wetters hatten es sich zahlreiche Gäste nicht nehmen lassen in entsprechendem Outfit den Tanzbrunnen zu bevölkern. (Bei etwas gemäßigteren Temperaturen wären es bestimmt noch mehr gewesen.)

(Klick auf die Bilder zum Vergrößern)

Neben den Gästen boten auch die Verkaufsstände ein breiteres Spektrum an Schmuck, Kleidung und Accessoires. Atelier Tausendschön, Trollart, Dead Doll’s Needful Things und weitere ließen das Steampunker Herz höher schlagen. Das eigene Outfit konnte mit individueller Schmuck und selbstgemachten Kleinigkeiten nach Herzenslust erweitert werden oder aber der Grundstein für ein neues Outfit gelegt werden.

Atelier Tausendschön

Atelier Tausendschön

Positiv überrascht war ich besonders von Ständen wie Black Planet – Victorian Gothic, und anderen Bekleidungsständen, denn hier ließ sich meiner Meinung nach die Entwicklung besonders gut nachvollziehen: Wo im letzten Jahr noch Hosen mit aufgenähten Zahnrädern statt Knöpfen mit Steampunk betitelt wurden, hingen in diesem Jahr Korsetts mit Messing-Schließen, viktorianische Gehröcke und Zylinder. Definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Steampunk scheint mehr und mehr seinen Platz innerhalb der schwarzen Szene und damit auch auf Festivals wie dem Amphi zu bekommen.

Black

Black Planet – Victorian Gothic

Zurück zum Festival selbst: Zwei Bühnen, eine Außen, eine Innen plus das bestuhlte Theater versprachen ein abwechslungsreiches Programm. Neben den Konzerten fanden auch Lesungen von Christian von Aster und Mark Benecke statt. Welle:Erdball stellten ihre 20 Jahre Chronik vor und abends wurde die Bestuhlung im Theater zugunsten der Aftershow Partys mit verschiedenen DJs geräumt.

Christian von Aster

Christian von Aster

Für eine kleine Pause zwischendurch boten die zahlreichen Stände genügend Shoppingmöglichkeiten und auch kulinarisch wurde vieles geboten: Von Imbiss-Pommes über gebratene Nudeln bis hin zu Zuckerwatte und Co fehlte es an gar nichts.

Wer sich einfach nur ein wenig ausruhen wollte, konnte einen Platz in der Strandbar ergattern, sich am Amphi-Spielplatz in den Schatten setzen oder in den direkt neben dem Tanzbrunnen gelegenen Rheinpark flanieren.

Zusätzlich zu den diversen Trinkwasserstellen auf dem Gelände gab es in diesem Jahr auch noch eine Gartendusche an der Haupttrinkwasserversorgungsstelle, sodass für Abkühlung gesorgt war, was bei den Temperaturen durchaus von Vorteil war.

Amphi 2013 klein 005

Tanzbrunnen Köln

Dank der Konstruktion des Tanzbrunnes gab es auch vor der Bühne Schatten, sodass man, wenn man unter den riesigen Schirmen einen Platz ergattern konnte, auch die Außenkonzerte ohne Sonnenbrandgefahr genießen konnte.

Alles in allem wieder ein sehr gelungenes Festival, auch wenn es Wetter-mäßig auch ein paar Grad weniger getan hätten. Darauf wurde aber von der Festival-Orga mit zusätzlichen Trinkwasserstellen und der Dusche bestens reagiert.

Die gute Anbindung durch den Deutzer Bahnhof ist auch für daheim schlafende Festival-Besucher von Vorteil, auch wenn man besser den Weg kennen sollte (oder aber man folgt den schwarzen Massen). Das Amphi-Festival lohnt sich in jedem Jahr wieder und das auch unabhängig vom Line-up! Der Vorverkauf für das 10. Amphi am 26. und 27.07.2014 startet übrigends heute ;)

 

Make Munich

Am 20/21 April fand in der Tonhalle in München die Make Munich statt. Ich zitiere die Veranstalter:

Make Munich ist eine am 20./21. April 2013 stattfindende Messe für Trends und Innovationen aus den Bereichen 3D-Druck, Do It Yourself, Hacking, sowie Basteln und Tüfteln. Auf der Make Munich stehen das Basteln, Bauen, Erfinden, Experimentieren, Lernen, Recyceln, Inspirieren und Spaß haben im Mittelpunkt.

Und tatsächlich gab es dort eine ganze Menge spannender Dinge zu sehen. Natürlich die derzeit voll im Trend liegenden 3D-Drucker, Laser-Cutter, viel selbst gemachtes und recyceltes, Guerilla-Gardening sowie reichlich Elektronik und Technik. Es gab Vorträge, Workshops und einen Case-Mod-Wettbewerb. Zwei Steampunk-Case-Mods waren auch dabei und Steampunk hätte sehr gut in diese Messe gepasst. Leider ist 1. Steampunk in Bayern nur sehr wenig präsent und 2. Musste bedauerlicher Weise einer der am meisten prädestinierten Vertreter „Horatius Steam“ seine Teilnahme absagen. Eigentlich wollte ich in Form von Bildern dokumentieren, entschied mich aber spontan für Video. Einen kleinen Zusammenschnitt der Eindrücke seht ihr daher hier:

 

 

Leider war es in der Halle doch verhältnismäßig lichtarm, was sich negativ auf das Video auswirkt. Aber ich hoffe es ist genug zu erkennen um einen kleinen Eindruck davon zu erhalten. Es bleibt zu wünschen dass die Messe in Zukunft wiederholt wird und unsere Steampunk-Community dann auch anständig repräsentiert werden kann. Hervorheben möchte ich die witzige Brettspiel-Variante von Pacman „Whacky Wit“ und das Tabletop „Lands of Ruin„, welches wirklich sehr innovativ ist.

Berichterstattung Emporium Vernesque

Wie bereits angekündigt, fand am 10. November das erste Mal das Emporium Vernesque in Arnheim (NL) statt.

Direkt in der Innenstadt war Quartier im Jugendzentrum Willemeen bezogen worden, welches vom Bahnhof aus in wenigen Fußminuten zu erreichen war. Mit dem Auto konnte man entweder in eines der Parkhäuser der Innenstadt fahren oder einen etwas weiteren Fußweg auf sich nehmen (10-15min) und am Flussufer parken, wo es allerdings recht voll war.

by Hilde Heyvaert

by Hilde Heyvaert

Ich hatte das Glück dort noch einen Parkplatz ergattern zu können und nach einigen kleineren Orientierungsschwierigkeiten, war auch der Veranstaltungsort gefunden. Pünktlich zum Gruppenfoto angekommen, ließen ich mir es natürlich nicht nehmen, mit all den wunderbar gekleideten Menschen auf einem Bild verewigt zu werden. Danach ging es dann hinein in das Gebäude.

by Hilde Heyvaert

Im oberen Teil waren Bühne und eine Getränketheke, sowie einige Verkäufer. Bei meinem Eintreffen war der Tribal Workshop gerade in vollem Gange. Im unteren Bereich hatten noch mehr Händler und Verkäufer ihre Stände aufgebaut, so dass nach Herzenslust eingekauft werden konnte. Neben Kleidung und Schmuck, gab es dort auch Zahnräder und andere Einzelteile zum selber werkeln zu erwerben.

by Heyvaert

by Hilde Heyvaert

Außerdem konnten hier verschiedene Steampunk basierte Spiele ausprobiert werden und in einem Nebenraum war eine Fotoecke für Nassplattenfotografie aufgebaut, in der man sich ablichten lassen konnte. Bei freundlicher Anfrage konnte man diesen Bereich auch für eigene Fotos nutzen.

by Hilde Heyvaert

by Bert Van den Wyngaert

Vom unteren Bereich konnte man dann auch nach draußen in die „Raucherecke“ gelangen, oder sich etwas zu Essen besorgen.

Vor und auf der Bühne selbst wurde neben dem Tribal Workshop auch noch andere Mitmachaktionen durchgeführt sowie verschiedene Wettbewerbe abgehalten, u.a. für das beste Outfit, den schönsten dekorierten Cupcake (auch dafür gab es einen Workshop), das beste Gadget etc..

Natürlich gab es auch Musik auf der Bühne, so waren  BB Blackdog extra aus dem Vereinigten Königreich angereist, aber auch lokale Bands wie  Schwarzblut (NL) und Ball Noir (NL) heizten dem Publikum ordentlich ein.

by Hilde Heyvaert

by Hilde Heyvaert

Alles in allem ein Wahnsinns Spektakel und eine wunderbare Durchführung, dafür, dass es zum ersten Mal stattfand. Ich  freue mich schon auf eine Wiederholung, allerdings befürchte ich dann, dass das Willemeen nicht mehr als Location ausreichen wird, da es jetzt schon aus allen Nähten platzte (zumindest habe ich das so wahrgenommen). Ein etwas größerer Veranstaltungsort vielleicht auch mit mehr Sitzgelegenheiten wäre da durchaus wünschenswert. Ich werde in jedem Fall im nächsten Jahr wieder dort sein und bis dahin hoffentlich etwas besser Niederländisch verstehen, war doch die gesamte Moderation in der Landessprache.

 

Weitere Bilder von Hilde Heyvaert sind hier zu finden.

2. Steampunk & Gaslight Convention

Nach einem turbulenten Wochenende ist das Luftschiff wieder in heimischen Gefilden gelandet und was können wir erzählen! Die zweite Ausgabe der Anno 1900, der Steampunk und Gaslight Convention in Luxemburg hatte es in sich und ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll zu erzählen.

Steampunk & Gaslight Convention Luxemburg 2012

Die Presse hat bereits den einen oder anderen Artikel herausgebracht:

Neu war in diesem Jahr das Expeditionslager, von dem meiner einer ein Teil sein durfte. In einer Ecke des Geländes wurden bereits am Freitag die Zelte aufgeschlagen und das Lager eingerichtet.
Steampunk & Gaslight Convention Luxemburg 2012
(Ein großer Dank an dieser Stelle an Herrn Tischler für die Bereitstellung seines Zeltes und diverser anderer Dinge, ohne die der reibungslose Ablauf des Lagerlebens nicht möglich gewesen wäre!) Auch die Händler waren bereits am Freitag anwesend und bauten ihre Stände auf, sodass es bereits hier das eine oder andere Wiedersehen gab.
Der erste Abend wurde in gemütlicher Runde beim Grillen verlebt, sodass man gut gestärkt in die Zelte kriechen konnte.

Am nächsten Morgen ging es dann leider zumeist durchgefroren (wir hatten allesamt den Luxemburgischen Herbst unterschätzt) um 11.00 nach Kaffee und Tee am Feuer offiziell los und die ersten Besucher strömten auf das Gelände von Fond-de-Gras.

Die alte Zeche mit ihrem Bahnhof und der großen Maschinenhalle bietet für eine Steampunkveranstaltung einfach eine perfekte Kulisse und die draußen ausgestellten Maschinen mit ihren riesigen Zahnrädern wurden gerne und häufig als Fotohintergrund genutzt. Auch eine Fahrt mit der Grubenbahn bzw. der Dampflok in den Nachbarort Pétange konnte unternommen werden.
Auf der Bühne und auf dem Gelände fand ein buntes Rahmenprogramm statt, das zwischen Tanzdarbietungen, Akrobatik und Bandauftritten von beispielsweise Drachenflug wechselte.

Steampunk & Gaslight Convention Luxembourg 2012

Nach dem Abendkonzert von Victor Sierra fanden sich dann nach und nach alle Lagerschläfer und Besucher wieder um das Feuer ein, auf dem gemeinsam gekocht wurde. Ein gemütlicher Abend mit viel Gesang und Musik (ein Dank an die Herren Musiker mit ihren Instrumenten!) zog sich noch weit bis nach Mitternacht hinaus.

Steampunk & Gaslight Convention Luxemburg 2012
Kein Wunder, dass die meisten am Sonntagmorgen eher zögerlich aus den Feldbetten krochen, aber genügend schwarzer Lebenssaft und andere warme (!) Getränke konnten die müde Kompanie schließlich doch wieder ins Leben zurück rufen.

Waren es am Samstag bereits viele Besucher gewesen, übertraf der Sonntag meine Erwartungen bei Weitem. Viele Familien nutzten das schöne Wetter zu einem Ausflug und schauten sich interessiert die Stände und vor allem auch die tollen Outfits an. So gab es auch einen Outfitwettbewerb, bei dem aus einer Vorauswahl die besten zwei Outfits von einer Jury gekürt wurden. Neben diesem Programmpunkt begeisterten natürlich auch weitere das Publikum, wie z.B. die französischen Pompiers on Fire mit einer Mischung aus Feuershow und Clownsnummer für die Kleinen. Wer wollte, konnte bei Horatius Steam einen Workshop im Umbau einer Glühbirne in eine LED-Lampe belegen, oder sich natürlich die zahlreichen Stände drinnen wie draußen ansehen.

Steampunk & Gaslight Convention Luxemburg 2012

Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt, denn es gab neben Bratwurst und Waffeln, auch vegetarische Köstlichkeiten, sodass jeder auf seine Kosten kam.
Leider ging das Wochenende viel zu schnell vorbei und so ist es kein Wunder, dass so mancher bereits beim Abbauen Pläne fürs nächste Jahr schmiedete (häufig darin vertreten waren dickere Schlafsäcke ;) ).

Mittlerweile dürfte vermutlich jeder sein Luftschiff oder die Motorkutsche wieder in den heimischen Hafen gelenkt haben und so möchte ich mich bei allen für das grandiose Wochenende bedanken.
Besonderer Dank gilt natürlich Dilo und Fredérik, die das Ganze erst möglich gemacht haben! Wir hoffen, dass es auch im nächsten Jahr eine Fortsetzung der Anno 1900 geben wird!

Mehr Bilder vom Wochenende sind u.A. im Salon zu finden und werden auch immer wieder in der Veranstaltung im Gesichtsbuch verlinkt. Eine Auswahl meine Bilder (bzw. von mir und meinen Begleitern) sind hier zu finden.

Steampunk & Gaslight Convention Luxemburg 2012

Hochachtungsvoll
AyraLeona

America's Next Top Model - Steampunk

Der nächste Level des Mainstreaming wurde freigeschaltet. Die aktuelle Folge von America’s Next Top Model versetzt die Bewerberinnen in ein Steampunk-Shooting.