Al Capone - Der Erfinder des Verfallsdatums

Der neopolitanische Gangsterchef Al Capone ist legendär und es werden viele Geschichten über ihn erzählt. Seine Gewinne während der Prohibition waren gigantisch, bestraft wurde er allerdings “nur” für Steuervergehen. Trotz seiner Branche galt er als extrem fair und großzügig und eröffnete auf dem Höhepunkt der Rezession in den USA die erste Suppenküche und half dort auch selber aus.

Nachdem eines seiner Familienmitglieder an verdorbener Milch erkrankt war, schaute er sich das Milchgeschäft näher an. Ein im wahrsten Sinne des Wortes schmutziges Geschäft, dass oft mit verdorbener Ware gemacht wurde. Auf diesem Gebiet kannte Capone sich gut aus und witterte hohen Profit, insbesondere da die Prohibition ihrem Ende zu ging.
Also kaufte er einen Milchproduzenten auf und brachte das Chicago Council dazu, dass Verfallsdaten auf die Verpackung gedruckt werden mussten. Rein zufällig hatte seine Firma diese Verpackungsmaschinerie direkt bereitstehen… Innerhalb kürzester Zeit hatte er den kompletten Markt mit diesem Vorsprung übernommen.

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Illustrierte Zeitungen der 20er Jahre

Ein schönes Projekt diverser Forschungsgemeinschaften und der Universität Erfurt, aber Caveat! Gefährlicher Time Sink.

Illustrierte Presse

Die Illustrierten Magazine der Klassischen Moderne stellen eine außerordentlich gehaltvolle und ästhetisch erstrangige Quelle zur Alltags-, Kultur-, Kommunikations-, Design- und Fotografiegeschichte der Zwischenkriegszeit dar. In wissenschaftlicher Kooperation mit dem Kommunikationswissenschaftler Professor Dr. Patrick Rössler (Universität Erfurt) und mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Deutschen Nationalbibliothek sowie der Axel Springer AG als Rechtsnachfolgerin der älteren Ullstein-Presse werden durch die SLUB Dresden hier zunächst die zehn der wichtigsten deutschsprachigen Magazine der Ära – mit rund 650 Ausgaben, 75.000 Druckseiten und über 50.000 Abbildungen – erstmals virtuell zusammengeführt und für die Forschung, aber auch für kulturhistorisch interessierte Leser aufbereitet.

Das seit 2012 laufende Projekt hat zunächst die zentralen Zeitschriften wie „Uhu“, „Querschnitt“, „Das Leben“ und „Das Magazin“ zum Gegenstand, berücksichtigt daneben aber auch aufschlussreiche Nischentitel wie „Das Jüdische Magazin“, das „Auto-Magazin“ oder das „Kriminal-Magazin“.

Mechanische Vogelstimme

Pariser Handwerkskunst aus dem Jahr 1890.
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Midwinter Fair 2012

Wer kommendes Wochenende noch nichts vor hat, könnte über einen Kurztrip nach Holland nachdenken. In der Nähe von Utrecht, genauer in Alphen aan den Rijn findet zum zehnten Mal die Midwinter Fair statt.

Das Archeon, Freilichtmuseum verschiedener Epochen, wird am 8. Und 9. Dezember jeweils von 10.00 bis 18.00 die Tore öffnen für alle historisch und Fantasy Interessierten. Ein buntes Programm erwartet die ca. 10.000 Besucher.  So gibt es einen Innenmarktbereich, mit um die 100 Verkaufsständen, darunter auch einige Steampunk Verkäufer wie Mr. Ben Costume Company, Hesters Vakwerk und Victorian Dreams. Des Weiteren werden die Kolleginnen und Kollegen vom SteampunkObjective ihr Lager aufschlagen und neben ihren Outfits auch verschiedene Vehikel und Objekte ausstellen.

Neben verschiedenen Shows gibt es natürlich auch Live Musik, auf der Bühne zu sehen sein werden Rapalje, Rastaban, Cesair und viele Weitere. Mehr Infos zum Programm findet man hier.

Den Besucher wird übrigens explizit auch „erlaubt“ in Steampunk oder sonstiger Klamotte aufzutauchen. Wer also Lust hat, sich das Ganze einmal anzusehen, kann hier Tickets kaufen (im Vorverkauf 2,50€ billiger).

In Sachen Steampunk (aber nicht nur dort) wird einiges geboten werden!

Wer noch mehr Eindrücke braucht um sich überzeugen zu lassen, kann sich die Bilder der vergangenen Midsummer Fair und Midwinter Fair 2011 von Hans Splinter auf FlickR ansehen.

Die Babbage-Maschine in HD

Im Jahr 1849 ersann der britische Erfinder Charles Babbage eine früher Form des Computers, der aber nie gebaut wurde. Erst 150 Jahre später wurden seine Ideen in die Tat umgesetzt und je ein Exemplar steht nun im Science Museum in London und ein weiteres im Computer History Museum in Mountain View, California. Die Firma Xrez hat diese Wunderwerke der Technik in High Resolution Fotos im Gigapixelbereich umgesetzt, die interaktiv erforschbar sind.

Viktorianische Geheimagenten

io9 geht der Frage nach: Hätte ein James Bond in der viktorianischen Zeit auch einen M gehabt, der ihn mit coolen Gadgets ausgestattet hätte? Die Antwort ist ganz eindeutig: Ja.

Steampunk Spy-Fi: Real-life gadgets perfect for a Victorian Era James Bond

Foto: Wikimedia Commons Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0

Blechfotografie

Kurzfilm über Harry Taylor der die Ferrotypie für sich entdeckt hat.

Red Sonja und The Wizard - 1978 Comic Con

Mal wieder ein echtes Fundstück aus der Geschichte des Fandoms. In den 70er Jahren veranstalte Frank Thorne, der Hauptautor des Marvel-Comics Red Sonja, look-a-like Wettbewerbe seiner Heldin. Heute würde man Cosplay dazu sagen. Eine der Gewinnerinnen Wendy Pini, die einige Jahre später mit Elfquest selber erfolgreiche Autorin und Zeichnerin von Comics wurde. Zusammen traten sie auf diversen Conventions als “Red Sonja and the Wizard” mit einer eigenen Show auf. Diese galt lange als verschollen ist aber auf Youtube als Super8-Mitschnitt eines Besuchers endlich wieder aufgetaucht.

 

Circa 1976 - Wendy Pini

Wendy Pini als Red Sonja

 

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Wir waren jung und brauchten Star Wars

In a house far, far away pt.2

Lange bevor die Firmen erkannten, dass man auch mit Kostümen ordentlich Geld verdienen kann, gab es nur eine Möglichkeit den Helden aus dem Universum nachzueifern. Man musste selber (mit Papa und Mama) an die Nähmaschine und in den Bastelkeller.

Im Flickr Pool Growing Up Star Wars versammeln sich die galaktischen Helden von damals, um noch einmal die Zeit zu erleben, als Han als erster schoss.

Johnny's R2D2 costume, Halloween 1978

Cabaret-Theater in Berlin entdeckt

Warum sich dieser spannende Fund nur auf der englischen Seite des Spiegels versteckt, weiß wahrscheinlich auch nur der Spiegel.

Abandoned Cabaret Theater Discovered in Berlin

Eher zufällig entdeckt der Immobilienhändler Dirk Moritz mitten in Berlin ein völlig verbarrikadiertes Gebäude und macht sich aus Neugier auf die Suche nach seinem Ursprung. Nach vielen Fehlschlägen brachte er einen kleinen Schatz an den Tag. Dort befand sich früher die “Hummingbird Party Hall and Cabaret” und das zur Hochzeit des deutschen Kabaretts.

Der Artikel und die Fotostrecke des Spiegels zeigt einige spannende Fotos aus der Weimarer Zeit, auch wenn nicht mehr als die grobe Struktur erhalten ist.

Moritz Traum wäre es, dieses Gebäude wieder seinem ursprünglichen Zweck zuzuführen, was sich allerdings als sehr schwierig gestalten würde.

Returning the building to its original use as a cabaret theater and restaurant, however, isn’t feasible, he says. Its cramped surroundings and close proximity to residential buildings present a logistical nightmare. But Moritz does plan on bringing back at least some of the interior’s original feel, and continuing to dig into the building’s past.
“We would be ecstatic if someone turned up with an old menu from the restaurant or a program from the theater,” he says.

Ein guter Gast zur Premiere wäre sicherlich Max Raabe.

In dem Zusammenhang sei noch auf den wirklich tollen Bildband Sündiges Berlin: Die zwanziger Jahre: Sex, Rausch, Untergang verwiesen.

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125 Jahre Grammophon

Heute vor 125 Jahren meldete Emil Berliner das Grammophon zum Patent an. Trotz vieler Fortschritte in der Aufnahmetechnik hat sich die Schallplatte bis heute gehalten und erfreut sich weiter großer Beliebtheit. Beim Radiosender Bayern 2 gibt es ein schönes Radiofeature zum Jubiläum.

Emil Berliner mit der Urform seines Grammophons und einer Zink-Schallplatte

Das erste russische Uboot 1721

In Sestroretsk startete 1721 im Beisein von Zar Peter dem Großen der Probelauf des “Versteckten Fahrzeugs” von Efim Nikonov, einem frühen Uboot. Das Fahrzeug konnte mit einer Crew von vier bis acht Personen bedient werden.


Fotos: ivan-kuvia

Die Müller-Maschine (1784)

Johann Helfrich Müller wurde 1746 in Cleve geboren und arbeitete später als Architekt und Bauinspektor in Hessen. Insbesondere in Giessen und Darmstadt prägte er als Hofarchitekt das Bild der Innenstadt und wurde für seine außergewöhnlichen Leistungen 1810 geadelt.
Seine Kreativität lag aber nicht nur im Bereich der Architektur, sondern auch in anderen Themengebieten. 1784 erfand er eine mechanische Rechenmaschine, allerdings erst nur in der Theorie. Seine Idee wurde verbessert und verfeinert, bis sie 1786 zusammen mit einem kleinen Buch auf den Markt kam. 40 Jahre vor Charles Babbages Differenzmaschine.

Vor 160 Jahren: Giffards Dampf-Luftschiff hebt ab

Am 24. September 1852 hob Henri Giffard mit seinem Dampf-Luftschiff das erste Mal und flog 27,5km von Paris nach Trappes mit einer Geschwindigkeit von 8km/h und war damit der Pionier der motorisierten Luftfahrt. Sein zweites Luftschiff explodierte 1855, er und sein Begleiter konnten den Flammen aber entkommen.
Zur Weltausstellung 1878 in Paris konstruierte er einen Heißluftballon mit 36 Metern Durchmesser, der 52 Personen an einem 600 Meter langen Seil in die Luft erhob. Während der Ausstellung sahen so ca. 35.000 Menschen Paris von oben.

Wie man telefoniert (1917)

Passend zum Arbeitsbeginn am Montag einige wichtige Informationen zur korrekten Benutzung eines Fernsprechapparates.

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