Rezension: Stationen - ein Lebenslauf von Eusebius van den Boom

Eusebius van den Boom ist das Steampunk-Alter-Ego von Uwe Kurz, Jahrgang 1961. Der selbstständige akademische Sprachtherapeut aus Duisburg ist  vielseitig interessiert. Er sammelt Uhren, malt, fotografiert, liest und schreibt, wenn er nicht gerade obskure Steampunk-Gerätschaften anfertigt, die man in seinem Steampunk Archiv bewundern kann.

copyright: Edition Roter Drache

copyright: Edition Roter Drache

Jetzt hat Eusebius van den Boom mit „Stationen – ein Lebenslauf“ eine fiktive Steampunk-Autobiographie veröffentlicht, im Format von 24 Kurzgeschichten. Wie bei einer Autobiographie üblig, verwendet er die Perspektive des Ich-Erzählers. Die Geschichten tragen Titel wie „Der Uhrmachergehilfe“, „Der Ahnenforscher“ oder auch „Der Erzähler“. Das erzählerische Format dieses Werkes könnte man auch als experimentell bezeichnen.

Bald zeigt sich, dass diese fiktive Lebensgeschichte sehr bewegt ist. Van den Boom verlässt schon früh die Enge seines recht spießbürgerlichen, stark religiösen Elternhauses in Blankenberge (Westflandern, an der belgischen Nordseeküste) und findet erst Jahre später ein Geheimnis über seinen schon verstorbenen Vater heraus. Seine Lebensreise führt ihn an viele verschiedene Orte, bis hin in die Hansestadt Hamburg und nach Baden-Baden. Er versucht sich in vielen verschiedenen Berufen, zeigt sich als wissbegierig und vielseitig talentiert. Insbesondere das Erfinden von interessanten Gerätschaften bereitet dem Helden dieser Biographie große Freude. Doch auch das Fabulieren von Geschichten ist ein Steckenpferd van den Booms, und so gibt es mit „Krakenzeit“ eine spannende Kurzgeschichte in der Geschichte. Auch der bildenden Kunst ist er zugetan, allerdings bringt diese Tätigkeit ihn in Kontakt mit einer Kundin, die völlig überzogene Ansprüche an ihre Auftragsarbeit stellt. Ein großes Rätsel begleitet ihn durch mehrere der „Stationen“ hindurch, bis hin zur Auflösung in der letzten Geschichte.
Und wer die Aetherwelt-Romane von Anja Bagus kennt, wird in dieser Anthologie auch das Amt für Aetherangelegenheiten wiederentdecken.

Eusebius van den Boom, photo copyright: Atelier "et Lux", Berlin

Eusebius van den Boom, photo copyright: Atelier „et Lux“, Berlin

Mein Fazit:
„Stationen – ein Lebenslauf“ ist ein ungewöhnliches Buch, insofern, dass hier wie gesagt das Format der Kurzgeschichte mit einer Autobiographie verbunden wird. In den meisten dieser Geschichten ist das Steampunk-Genre gut wiederzufinden, vor allem im zweiten Teil des Buches. Interessant zu lesen ist das große Detailwissen des Autors, z.B. über technische Zusammenhänge, Funktionen und Fachwissen aller Art in den verschiedenen Berufen. Hier kann der geneigte Leser noch einiges dazu lernen.
Hier und da fand ich es schade, wenn eine Geschichte relativ abrupt aufhörte, etwa der Krimi um einen Schreiner, der sich von van den Boom metallene Flügel anfertigen lässt. Mich wunderte auch, dass van den Boom nicht noch ein wenig mehr über das Geheimnis seines Vaters herausfinden wollte. Aber vielleicht wird es ja zu diesem Thema noch weitere Kurzgeschichten geben. Insgesamt finde ich diese Anthologie sehr lesenswert.

Eine zweite Kurzgeschichtensammlung ist übrigens bereits in Planung.
Die Verlagsseite zum Buch:
http://www.roterdrache.org/catalog/product_info.php?products_id=150

Ankündigung: Das 4. Aethercircus Steampunk Festival

Am 30. April und 1. Mai 2016 öffnet der Aethercircus
in der historischen Festung Grauer Ort bei Stade (Niedersachsen) wieder seine Tore.

copyright: Drachenflug GbR

copyright: Drachenflug GbR

Musik
Auf der musikalischen Bühne sind in diesem Jahr mit neuen Alben die Steampunk Metal Formation La Frontera Victoriana, außerdem Daniel Malheur, bekannt für seinen „Monokel-Pop“ im Stile der 1920er und 30er, und natürlich die Raum-Zeit-Kapelle Drachenflug.

Die Steampunk Folk Bands Off Limits, Jess Ness und die Metal-Folk-Band Harpyie werden für viel Dampfdruck in den Kesseln sorgen. Settlelight beschreiben ihre Musik als eine Mischung aus Weirdfolk, Acoustic und Folkadelic. Circus of Fools schaffen mit Jonglage, einer Tänzerin, und ausgefeilten Zirkus-Kostümen gewiss eine makabre Atmosphäre auf dem Aethercircus – und wer Angst hat vor gruseligen Clowns, sollte vielleicht nicht gleich in der ersten Reihe stehen…

Lesungen
Die schottisch stämmige Autorin Rona Walter  wird ihre Saga von 1900 bis in die Roaring 1920s um das geheimnisvolle Amaranth Manor präsentieren. Erfahren Sie dabei düstere Geheimnisse eines verfluchten Anwesens voller verschlossener Türen und Geheimgänge.

Zugegen wird auch Marco Ansing sein, der sich unter anderem durch seine Steampunk Live-Hörspiel-Inszenierungen um den rasenden Reporter Johann Alexander Krieger einen Namen gemacht hat.

Amalia Zeichnerin liest aus ihrem Debütroman „Der Stern des Seth“, eine Steampunk-Abenteuer-Geschichte. Außerdem wird sie ein Steampunk-Tee-Duell moderieren, bei dem Sie als Besucher des Festivals spontan teilnehmen können.

Weitere Autorinnen sind Billy O`Shea, Nina C. Hasse und Ann-Kathrin Karschnick (wir berichteten).

Weiteres Programm
Der verrückte Wissenschaftler Abraxo wird mit lebenden Schlangen die Besucher verzaubern.

Eine Steampunk-Modenschau und ein Kostümwettbewerb veranschaulichen, was Steampunks heutzutage gerne tragen und auf dem Laufsteg sehen. Ein Steampunk-Kunsthandwerker-Markt, z.B. mit Accessoires, Schmuck und anderen schönen Dingen wird ebenfalls auf dem Festivalgelände zu finden sein.

Der Wissenschaftsrat zur Erforschung intertemporaler Beziehungen wird eine Delegation seiner renommiertesten Mitglieder schicken, um den Besuchern die Wissenschaft des Zeitsehens näherzubringen. Das dürfte spannend werden…

Dale Rowes wird auf der Bühne Steampunk Tänze anleiten, dort können Sie also das Tanzbein schwingen.

Auch die Kunst ist vertreten, mit „Sophies Henker“, Silvana Czech, Jürgen Lautner, Vadim Voitekovitch und Cornered Ring Art.

Weitere Künstler, Maker und Musiker werden erwartet, konnten aber bei Redaktionsschluss nicht bestätigt werden.

Mit besonderer 3D-Brillen-Technik eines dänischen Künstlers können die Gäste sich selbst auf eine Reise in einem Steampunk Luftschiff begeben.
Ein Photo- Zeichner-Automat mit den teilnehmenden Künstlern – hier können Sie sich in nur fünf Minuten
zeichnen lassen gegen eine kleine Spende.
Eine Dampfmaschine mit einem Kran – das hört sich sehenswert an.
Der sogenannte „Festungsblitz“, eine ganz kleine Eisenbahn, fährt interessierte Gäste über das Gelände
Ein Flohmarkt in der Nähe auf dem Festungsgelände
Historische Führungen durch die Festung
Sofern das Wetter den Besuchern hold ist, kann man am nahe gelegenen Elbstrand spazieren gehen.
In der Nacht vom Samstag wird es außerdem auf der Bühne eine Walpurgisnacht-Show geben.
Kunsthandwerkliches
Kreiieren Sie etwas Eigenes am Steampunk Basteltisch. Lernen Sie etwas über das Filzen in einem Workshop
oder werden Sie kreativ am offener Zeichentisch.

Noch einige praktische Hinweise:
Wenn Sie von außerhalb anreisen, besteht im begrenzten Umfang die Möglichkeit, ein Festivalticket inkl. Übernachtung zu erwerben. Zelten in der Nähe ist ebenfalls möglich, bitte erkundigen Sie sich bei den Veranstaltern.

Das genaue Programm wird demnächst auf der VeranstaltungsWebsite und im Gesichtsbuch bekannt gegeben:
Aethercircus Website

https://www.facebook.com/events/922100384474934/
Dort finden Sie auch Ansprechpartner und weitere Informationen.

Die Aetherpräsenzen der einzelnen Bands finden Sie hier, wenn Sie auf die entsprechenden Bilder klicken:
http://aethercircus.blogspot.de/p/bands-2016.html

Einige photographische impressionen der letzten Aethercircus-Festivals sind hier zu sehen:
Michael Hellwig Photographie

 

Serientipps für Steampunks - heute: Mister Selfridge

Harry G. Selfridge, ca. 1910 (public domain, unbekannter Photograph)

Harry G. Selfridge, ca. 1910 (public domain, unbekannter Photograph)

Die britische Serie „Mister Selfridge“ dreht sich um das berühmte und glamouröse Londoner Kaufhaus „Selfridge’s“, welches der amerikanische Unternehmer Harry Gordon Selfridge im Jahr 1909 eröffnete.

Seit 2013 wurden bisher 30 Episoden (in 3 Staffeln) ausgestrahlt.

Im Mittelpunkt steht zum einen natürlich Harry Selfridge (Jeremy Piven), der zu großen, theatralischen Gesten neigt, während es unter der glänzenden Oberfläche oft ganz anders aussieht. Selfridge begeistert sich schnell für „the next big thing“, z.B. bekannte Persönlichkeiten, lässt diese aber gern schnell wieder fallen, wenn ihm etwas Interessanteres ins Auge springt, was sein Geschäft voranbringen könnte. Seine Frau Rose (Frances O’Connor) leidet unter seinen wechselnden Affären, liebt ihn aber trotz allem. Ihre Ehe gleicht zumindest in dieser Inszenierung einer Achterbahnfahrt.

Ein weiterer wichtiger Charakter dieser Serie ist die junge, kluge Verkäuferin Agnes Towler (Aisling Loftus), deren alkoholabhängiger Vater sie und ihren Bruder tyrannisiert. Obwohl er sie sogar an ihrem Arbeitsplatz bloß stellt, gelingt es Agnes, mit ihren Ideen und ihrer warmherzigen Art Karriere bei Selfridges zu machen.

Und natürlich darf auch so manche Intrige und Liebelei unter den Verkäuferinnen, Verkäufern und anderen Angestellten des Kaufhauses nicht fehlen.

Die Serie wirkt in der ersten Staffel noch ein wenig wie eine historische, etwas anspruchsvollere Seifenoper, mit relativ wenig Tiefgang, dafür aber einem hohen Unterhaltungswert. Die opulente Ausstattung, sei es im Kaufhaus, oder in den diversen anderen Häusern, sowie die Kostüme der edwardianischen Epoche sind in jedem Fall sehenswert und oftmals geradezu dekadent schön. Die Damen der High Society tragen gern gewaltige Hüte, aber auch teilweise skandalös kurze Röcke, bei denen die Knöchel (!) zu sehen sind. Hier wird der Übergang zu der freizügigeren Mode der 1920er Jahren bereits angedeutet.
In der Serie tauchen mehrere historische Persönlichkeiten auf, darunter die Tänzerin Anna Pavlova, Sir Arthur Conan Doyle, der Polar-Forscher Ernest Shackleton und sogar König Edward VII.

Die zweite Staffel spielt im Jahr 1914. Hier werden angesichts des Ersten Weltkriegs die Töne deutlich ernster und tiefgründiger, auch wenn es noch immer heitere Momente gibt. Die dritte Staffel spielt dann ab 1918, also nach Kriegsende.

Vom Grundkonzept ähnelt „Mister Selfridge“ übrigens der von der BBC produzierten britischen Serie „The Paradise“ (mit ingesamt 16 Episoden), in der es auch um ein Kaufhaus geht. Allerdings beginnt „The Paradise“ bereits im Jahr 1875, also noch in der viktorianischen Ära.

„Mister Selfridge“ in der Internationalen Movie Database:
http://www.imdb.com/title/tt2310212/?ref_=nv_sr_1

 

Englischer Trailer zur ersten Staffel:

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Neujahrsgruß und ein Dieselpunk-Abenteuer-Roman von K.M. Weiland

Werte Leserinnen und Leser,

die Clockworker Redaktion wünscht Ihnen allen ein frohes neues Jahr 2016 mit vielen schönen Steampunk/Dieselpunk/Neo-victorian etc. Veranstaltungen, Konzerten, Treffen, Picknicks und Medien aller Art.

public domain, presented by Graphics fairy (Karen Watson)

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Wir starten international ins neue Jahr, mit dem amerikanischen Dieselpunk-Abenteuer Roman „Storming“
von K. M. Weiland, und laden Sie ein, mitzufliegen…

public domain, präsentiert von Graphics Fairy (Karen Watson)

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Rezension

Dieser Dieselpunk Roman handelt von Robert „Hitch“ Hitchcock, einem Doppeldecker Piloten einer eher heruntergekommenen kleinen Flugshow. Er kehrt in seine kleine Heimatstadt in Nebraska zurück, um an einem Flugshow-Wettbewerb teilzunehmen, der ihm eventuell einen besser bezahlten Job einbringt bei einem größeren Flugshow-Zirkus. Hitch hat eine schwierige, konfliktreiche Vergangenheit mit seiner Familie und dem korrupten Sheriff des Orts, so dass er am liebsten gar nicht heimgekehrt wäre.

Um die Dinge noch komplizierter zu machen, fällt eine mysteriöse fremde Frau namens Jael vom Himmel und auf sein Flugzeug. Hitch hält sie für völlig verrückt, als sie ihn bittet, sie wieder nach Hause zu bringen – in den Himmel. Bis er mit seinem Flugzeug fast mit einem seltsamen Luftschiff zusammenstößt – ein Luftschiff mit Piraten, die das Wetter kontrollieren können und Lösegeld von seiner Heimatstadt verlangen; mit der Drohung, dort Chaos und Zerstörung anzurichten.

copyight: PenForASword publishing

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Der Roman konzentriert sich weniger auf Action allein – obwohl es zahlreiche atemberaubende Actionszenen gibt, in denen (nicht nur) geflogen wird – sondern mehr auf der Charakterentwicklung, die Gefühle und Motivationen seines Helden Hitch. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven geschildert, Hitchs und der von Walter, einem achtjährigen Jungen, der den Piloten Hitch und sein Flugzeug anhimmelt – wie es die meisten Jungen in diesem Alter (und zu jener Zeit) täten.

Die mysteriöse Jael ist eine starke, mutige und zugleich sehr dickköpfige Frau mit einem großen Herz. Und natürlich muss sich Hitch im Laufe der Geschichte mit all den Schwierigkeiten aus seiner Vergangenheit und der Gegenwart auseinandersetzen.

Die Dieselpunk Elemente in der Geschichte und ihr Hintergrund sind in meinen Augen originell und es macht Spaß, davon zu lesen – denn es gibt zahlreiche Luftschiffe in der Dieselpunk und Steampunk-Literatur, aber ich habe bisher noch von keinen gelesen, die das Wetter kontrollieren können.
Das Buch ist außerdem für jeden Fan der frühen Luftfahrt der 1920er lesenswert.
Es enthält einige einfach gehaltene Umriss-Illustrationen, vor allem zu den Dieselpunk Elementen.

Bitte beachten Sie: Das Buch ist nur im amerikanischen Original erhältlich und wird voraussichtlich nicht ins Deutsche übersetzt.

Interview mit K.M. Weiland

copyright: K.M.Weiland

copyright: K.M.Weiland

 

Das folgende Interview mit der Autorin fand live über das Gesichtsbuch statt, in zwei völlig verschiedenen Zeitzonen. Ich habe es aus dem Englischen übersetzt.

A.Z.: Guten Morgen, Miss Weiland. [Anmerkung: Es ist 8 Uhr morgens in Nebraska, U.S.A.]

K.M.Weiland: Und Ihnen einen guten Nachmittag. [Anmerkung: Es ist 16 Uhr in Deutschland]

A.Z.: Und vielen Dank, dass Sie die Zeit nehmen für dieses Interview. Hier meine erste Frage: Ihre bisherigen Romane, „Dreamlander“, „Behold the dawn“ und „A man called Outlaw“ sind historische oder spekulative Fiktion. „Storming“ muss für Sie etwas ganz Besonderes gewesen sein, da es in Ihrem Heimatstaat Nebraska spielt – haben Sie eine Menge Inspiration aus Ihrer Umgebung bekommen, obwohl Ihre Geschichte ja in den 1920er spielt?

K.M. Weiland: Ja, das ging mir in der Tat so. Ich hatte mehr Spaß dieses Buch zu schreiben als alle anderen zuvor. Teilweise lag das daran, dass es eine fröhlichere Geschichte ist, nicht so düster wie manches andere, was ich bisher geschrieben habe, und es hat dieses „Sommer-Blockbuster“ Gefühl. Aber ein wichtiger Teil war, dass ich über mir bekannte Plätze schreiben konnte, die ich sehr mag. Ich habe bisher keine Geschichte in einem Setting spielen lassen, das ich so gut kannte, deshalb war es großartig, die Recherchen direkt in der Nähe machen zu können. Ich habe dadurch auch eine Menge über meine Region gelernt, was ich bisher noch gar nicht wusste.

A.Z. Das klingt großartig. Das ist eine schöne Sache am Schreiben, schätze ich – man lernt so viele neue Dinge, während man recherchiert. Und das „Sommer-Blockbuster“ Gefühl – damit kann ich etwas anfangen, wenn ich an die Atmosphäre in „Storming“ denke ;)

Wie sind Sie auf Dieselpunk gekommen?

K.M. Weiland: Ehrlich gesagt, bin ich irgendwie da hineingestolpert. Ich habe mich schon immer für Steampunk interessiert und man könnte jetzt anmerken, dass Storming genau das ist, da seine -punk Elemente aus der viktorianischen Ära stammen. Aber jemand hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass die Geschichte ja zwischen den beiden Weltkriegen spielt und daher strenggenommen Dieselpunk ist – der mir auf der Stelle sehr gut gefallen hat.

Ich habe mich anfangs nicht hingesetzt, um einen -punk Roman zu schreiben (einige der frühen Ideen zu diesem Projekt drehten sich um Zeitreisen). Ich bin der Geschichte einfach gefolgt und das ist dabei herausgekommen. Am Ende waren die Dieselpunk Elemente ein relativ zarter Faden in der historischen Flieger-Abenteuer-Geschichte.

A.Z.: Ja, das kann ich nachvollziehen, aber die Dieselpunk Elemente haben dem Buch soviel extra gegeben, finde ich. Apropos historische Ära: Gibt es etwas, was Sie besonders mögen an den 1920er Jahren?

K.M. Weiland: Die 1920er waren wild! Die Mode, die Verrücktheit der Prohibition, die Freude der Nachkriegsära, die Weiterentwicklung der Technik – ich liebe all das. Es hat besonders viel Spaß gemacht, über die damals neu aufkommenden technischen Errungenschaften zu schreiben – Telefone, Automobile etc. – in einer ländlichen Gegend, die noch immer ein bisschen die Atmosphäre des Wilden Westens hatte.

Aber wenn ich eine Sache allein wählen würde, dann wären es definitiv die Doppeldecker-Flugzeuge. Ich habe die Romantik der frühen Luftfahrt immer geliebt. Diese frühen klapprigen Flugzeuge haben so etwas Rohes und Schönes an sich. Ich wusste, das mein Held Hitch Hitchcock ein Doppeldecker-Pilot sein sollte, und deshalb musste ich ihm in die entsprechende Ära folgen, welche natürlich die 1920er waren.

A.Z.: Ah, jetzt verstehe ich Ihre spezielle Motivation für diesen Roman :) Sie beschreiben die Flugshow-Einlagen sehr detailliert. Darf ich fragen, wie Sie dafür recherchiert haben? Gibt es noch Flugshows ähnlicher Art in den USA?

K.M.Weiland: Es gibt tatsächliche eine ganze Reihe an Barnstorming/Airshows überall in den USA. Es gibt Luftfahrt-Fans, die sich mit großer Leidenschaft damit befassen. Dieser Tage sind die Shows eher Ausstellungen, um den Leute die alten Flugzeuge zu zeigen. Aber es gibt immer noch hier und da Piloten, die fliegen und kleine Shows machen und davon auch teilweise ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Die meisten Recherchen hierzu habe ich über Bücher gemacht. Ich habe eine ganze Reihe an wunderbaren Quellen über die frühe Luftfahrt gefunden – und das hat sehr gut funktioniert, auch da sie viel Hintergrundeinblicke in die Ära gebracht haben. Ich hatte auch das Glück, dass mehrere Experten auf dem Gebiet der frühen Luftfahrt das Buch auf seine Fakten hin gecheckt haben.

A.Z: Wow, das wusste ich nicht über die Airshows, dass es so etwas heute noch gibt in den USA. Und es ist großartig, dass Sie Experten gefunden haben, die Ihre Fakten durchgegangen sind.

Ihr Protagonst Hitch hat eine so konfliktreiche Vergangenheit in seiner Heimatstaat, kein Wunder, dass er zu Beginn am liebsten immer davon fliegt. War es schwierig oder leicht für Sie, diesen Charakter und seine Entwicklung zu schreiben? (Ich habe die Extras gelesen, zu denen ein Link in „Storming“ führt, und fand das Charakterinterview mit Hitch sehr schön.)

K. M. Weiland: Hitch war einer dieser einfachen Charaktere, der einfach so auf die Seiten sprang. Ich glaube, das liegt teilweise daran, dass seine Stimme unglaublich einfach war – er spricht im Grunde so wie ich.
Es war außerdem sehr schön, diesen Charakter zu schreiben, weil er so voller Konflikte ist. Im Grunde folgt er einfach seinen Impulsen, wo immer ihn die Spontanität hinführt. Er möchte sich nicht mit den Anforderungen anderer an ihn beschäftigen, denn ehrlich gesagt, hat seine Familie sich nie bemüht, ihn zu verstehen oder ihn zu unterstützen. Aber er hat auch schwere Fehler gemacht und möchte sich nicht mit diesen auseinandersetzen.
Ich mochte schon immer Charaktere mit schweren Hintergrundgeschichten. Es scheint, dass ich oft über Charaktere schreibe, die aus dem einen oder anderen Grund, sich außerhalb der Gesellschaft befinden und dann durch eine entscheidene Entwicklung gehen müssen, um ihren Platz in der Welt (wieder) zu finden. Insofern hat es mir – auch aus diesem Blickwinkel heraus – viel Spaß gemacht und es war interessant, Hitch zu schreiben.

Es freut mich zu hören, dass Sie die Extras gefunden haben. Es ist immer schön zu hören, wenn Leser sie sich angeschaut haben.

A.Z.: Ich schätze, Charaktere mit schweren Hintergrundgeschichten und vielen inneren Konfikten sorgen mit für die besten Geschichten ;) Übrigens, die Extras waren eine tolle Idee, bitte machen Sie das auch beim nächsten Buch, wenn Sie die Zeit dafür haben.
Wo wir davon sprechen, können Sie uns etwas über Ihren nächsten Roman „Wayfarer“ verraten? Nachdem, was ich bisher gelesen habe, handelt es sich um eine Art Superhelden Geschichte, die in der Regency Ära [Anmerkung: die Epoche vor der viktorianischen] spielt – klingt auch für Steampunks interessant, schätze ich.

K.M. Weiland: Ja, definitiv. Ich habe die Extras auch für „Dreamlander“ gemacht und plane sie auch für zukünftige Romane. „Wayfarer“ ist meine historische Superhelden Geschichte. In der Entstehungsphase war es etwas in der Art von „Jane Austen trifft Spiderman“. Es wurde dann letztendlich etwas mehr Charles-Dickens-mäßig (Taschendiebe, Schuldner im Gefängnis und schwierige Halunken) als Jane Austen (nur ein einziger Ball!) Aber ich liebe Dickens, insofern war ich ganz glücklich mit der Entwicklung.

Es ist nicht in erster Linie Steampunk (keine Technologie), aber es hat definitiv ein solches Flair – ich habe mich am Steampunk orientiert, wenn es um die Kostüme und (Spoiler!) Monster ging. Ich hatte immer dieses Bild von dem Helden vor Augen, der in einem steampunkigen „Highwayman“ Mantel über die Dächer des Londons aus der Regency Zeit springt. Ich habe gerade die erste Fassung beendet und freue mich schon sehr darauf, bald die Überarbeitung zu machen.

A.Z.: Das klingt faszinierend. „Jane Austen (oder Charles Dickens) trifft Spiderman“ – was für eine Story! :) Hmm, vielleicht ist es nicht direkt Steampunk, andererseits gibt es so viele Subgenres, so wie Steam Fantasy, Dreadpunk Dieselpunk, Gaslight oder andere. Wer weiß, vielleicht haben Sie gerade ein neues Subgenre erfunden?

Meine letzte Frage: Werden Sie „Storming“ bei Lesungen auf amerikanischen Steampunk/ Dieselpunk Conventions präsentieren?

K.M.Weiland: Meine Sachtexte über das Schreiben, auf meiner Website „Helping writers become authors“ halten mich so auf Trab (dieses Jahr veröffentliche ich fünf Sachbücher!) dass ich meine Marketingmaßnahmen vor allem online mache, auch weil ich dadurch die meisten Verkäufe habe [Anmerkung: Miss Weiland veröffentlicht ihre Werke unabhängig von einem Verlag].

Aber das ist auf jeden Fall etwas, was ich im Hinterkopf habe. Es wäre auch toll, bei einer solchen Gelegenheit im passenden Kostüm aufzutreten.

A.Z.: Ich denke, Steampunk Conventions können sehr inspirierend sein und Steampunks sind in der Regel sympathische Leute. Vielen Dank für das Interview, ein frohes Neues Jahr und viel Erfolg mit „Storming“ und allen weiteren Projekten.

K.M. Weiland: Danke! Es war mir eine Freude.

Die Website der Autorin:
http://www.kmweiland.com/

Serientipps für Steampunks - heute: Miss Fishers mysteriöse Mordfälle

Copyright: Alice Azzo

Copyright: Alice Azzo

Die australische Krimi-Serie „Miss Fishers mysteriöse Mordfälle“ (Originaltitel „Miss Fisher’s Murder Mysteries“) basiert auf zwanzig Büchern der Autorin Kerry Greenwood. Erschienen sind seit 2012 bisher 34 Episoden in 3 Staffeln.

Die Serie handelt von den Kriminalfällen der wohlhabenden Privatdetektivin Phryne* Fisher in den 1920ern in Melbourne.
Phryne (überzeugend dargestellt von Essie Davis) ist eine starke, unabhängige, emanzipierte Frau – in der heutigen Gesellschaft würde man sagen, sie ist ein überzeugter Single, der durchaus gern wechselnde Affären mit Männern hat. Zugleich entwickelt sich zwischen ihr und Detective Inspector Robinson (Nathan Page) eine interessante Beziehung insofern, dass sie dem ermittelnden Beamten immer wieder „dazwischenfunkt“, ihm oft aber auch wertvolle Hinweise geben kann zu seinen Kriminalfällen.
Der Ton der Serie ist geprägt von Ernst auf der einen, aber auch subtilem Humor auf der anderen Seite. Letzteres wird auch durch die oft lebhaft fröhliche Musik im Stil der 1920er unterstrichen.

Die Plots an sich sind eher herkömmlich, hier wird also das Rad nicht neuerfunden. Die Kriminalfälle drehen sich teilweise um klassische Themen der damaligen Zeit aus einem australischen Blickwinkel – darunter Immigration, Rauschgifthandel, Vergiftungen mit Arsen (wie man sie auch bei Agatha Christie findet), Morde im Millieu der darstellenden Künste, z.B. in einem Zirkus und in einem Jazzclub.

Doch es macht wirklich Spaß, der Hauptdarstellerin Essie Davis zuzusehen, wie sie mit Witz, Köpfchen und jeder Menge Glamour die Privatdetektivin darstellt, insbesondere, wenn man ein Faible hat für die 1920er. Auch die Kostüme und Ausstattung der Serie haben das Zeug dazu, die Herzen von Dieselpunkfans schneller schlagen zu lassen.

Die „Miss Fisher“-Romane von Kerry Greenwood erschienen übrigens bereits ab 1989 und sind auch auf Deutsch erhältlich (beginnend mit „Miss Fisher und der Schneekönig“)

Englischsprachige Website zur Buchserie mit netten Extras, z.B. Cocktailrezepten:
http://phrynefisher.com/

„Miss Fishers Mysteriöse Mordfälle“ in der International Movie Database:
http://www.imdb.com/title/tt1988386/?ref_=nv_sr_1

* „Phryne“ spricht man aus wie „Freinie“

Serientipps für Steampunks – heute: „Ripper Street“

Copyright: Tiger Aspect Productions, Lookout Point, BBC

copyright: Copyright Tiger Aspect Productions, Lookout Point, BBC

„Ripper Street“ ist eine amerikanisch-britische Krimi-Serie, die 2012 startete. Die ersten beiden Staffeln spielen in den Jahren 1889 und 1890 im Londoner East End, die dritte Staffel dann 4 Jahre später. Bisher wurden 24 Episoden ausgestrahlt (jeweils ca. 60 Minuten).

Alles beginnt mit einem Mordfall an einer Prostituierten, welcher die ermittelnden Beamten sofort an die Morde
Jack the Rippers erinnert. Der letzte von fünf dem Ripper zugeschriebenen Morden wurde im November 1888 an Mary Jane Kelly begangen, und die Handlung der Serie setzt ein halbes Jahr später ein. (Die Ripper-Morde wurden übrigens nie aufgeklärt und der Täter nie gefasst, obwohl es über zehn Verdächtige gab und unzählige mehr oder weniger wissenschaftlich begründete Theorien und Spekulationen.)

Das Ermittler-Team von „Ripper Street“ besteht aus dem unbestechlichen Inspector Edmund Reid (Matthew Macfadyen) und seinem schlagkräftigen Kollegen Sergeant Drake (Jerome Flynn, der in „Game of Thrones“ Bronn spielte). Unterstützt werden sie von dem Amerikaner Captain Homer Jackson (Adam Rothenberg), einem Gerichtsmediziner und Detektiv, den eine Hass-Liebe-Beziehung mit der Bordellbesitzerin Susan verbindet.
Aber auch Chief Inspector Abberline, der bei den Ripper-Morden ermittelt hat, taucht immer mal wieder auf.

Die Kriminalfälle drehen sich um typische Themen der damaligen Zeit und des Ortes: Arbeiterstreiks, Straßenbanden, die zunehmende Industrialisierung, die Segnungen und Gefahren der Elektrizität, eine Epidemie, Menschenhandel, Opium, politische Verschwörungen (z.B. irische Revolutionäre, unter anderem), finanzielle Krisen (die an die Bankenkrise der letzten Jahre erinnern) und manches mehr bilden den Hintergrund für diese Serie. Hier und da fühlt man sich an Szenen aus den neuen Sherlock Holmes Verfilmungen von Guy Ritchie erinnert, beispielsweise bei einem ziemlich brutalen Boxkampf und was die Ästhetik des Vorspanns betrifft.

Die Serie ist aufgrund ihrer oft blutigen Darstellungen nichts für schwache Nerven. Auch werden hier die Schattenseiten der viktorianischen Ära in düsteren Farben deutlich gezeigt – sei es das Elend der Arbeiterklasse im East End und White Chapel oder auch der damals vorherrschende Rassismus, Sexismus und der politische Imperialismus.

In Nebenhandlungen werden die Leben der Hauptfiguren näher unter die Lupe genommen: Reids Beziehung zu seiner Frau ist schwierig, seit die gemeinsame Tochter bei einem Unfall vor über einem Jahr verschwunden ist. Sergeant Drake verliebt sich unglücklich in eine Prostituierte aus Susans Bordell. Und Homer Jackson wird von seiner amerikanischen Vergangenheit verfolgt.

Außerdem gibt es Konkurrenzkämpfe zur Polizei aus einem anderen Stadtbezirk und ein vollkommen skrupelloser Journalist treibt Reid und seine Leute regelmäßig in den Wahnsinn. Neben Abberline tauchen übrigens weitere historische Persönlichkeiten auf, darunter Joseph Merrick, der „Elefantenmensch“.

Fazit:
Wer Blut sehen kann und Krimis mag, die in der viktorianischen Zeit spielen, wird an dieser Serie mit Sicherheit viel Freude haben.

Ripper Street in der International Movie Database:
http://www.imdb.com/title/tt2183641/?ref_=nv_sr_1

Ein ganz besonderer Schrank

Für alle Liebhaber des Clockpunks (also des Punks mit Uhrwerken und anderen Aufziehmechanismen) ist das folgende Stück eine wahre Augenweide! (Für alle anderen natürlich auch, aber wann hat man schonmal die Möglichkeit Clockpunk ernsthaft zu erwähnen…)

Geheimfächer sind keine Erfindung moderner Abenteuerromane oder -Filme. Sie finden sich immer wieder in alten Möbelstücken. Der Sekretär von David Roentgen ist aber etwas ganz besonderes, ein Meisterwerk sowohl in der Schreinerkunst als auch vom mechanischen Standpunkt aus.

Das Gute Stück aus dem Nachlass des preußischen Königs Friedrich II. ist heute im Besitz des Berliner Kunstgewerbemuseums. Anlässlich einer Ausstellung im New Yorker Metropolitan Museum wurde der Schrank einmal „in Aktion“ gefilmt. Das Ergebnis kann hier bewundert werden:

YouTube Preview Image

(Mehr Informationen finden sich u.A. hier und hier.)

Durch die Geschichte in 85.000 Filmen

Das britische Filmarchiv British Pathé hat sein komplettes Archiv mit 85.000 Filmen vom 19. Jahrhundert bist heute auf Youtube veröffentlicht. Das Hover Board ist nur eine der vielen Perlen…

YouTube Preview Image

Der Vintage Flaneur will in die Welt

Der Vintage Flaneur, eine wundervolle „Zeitschrift für ein modernes Leben im Stil der 20er bis 50er Jahre“ möchte aus dem Dasein in erlauchten Kreisen hinaus in die Welt und an allen Bahnhofs- und Flughafenbuchhandlungen erhältlich sein. Dieses Vorhaben kostet aber – wie alles in der Welt – Geld. Um dieses Ziel zu erreichen bitten die Macher um Unterstützung. Ein Vorhaben, das wir sehr gerne mittragen!

vintageflaneur

Ankündigung: Gala Nocturna 2014

Da viele der werten Mitreisenden sich nicht nur auf die Epoche der Dampfkraft beschränken, möchten wir Sie auch auf Veranstaltungen außerhalb des üblichen Spektrums aufmerksam machen.

Gala Nocturna 2014So zum Beispiel die Gala Nocturna, (von der der Clockworker schon mehrfach berichtete) welche am 08. März  2014 in Antwerpen (Belgien) von Viona Ielegems und Dirk von Heinrichshorst ausgerichtet wird. Nach eigenen Angaben handelt es sich um den berühmtesten  dunkelromantischen Ball der Welt. In diesem Jahr unter dem Thema „La Belle at la Bète“ (Die Schöne und das Biest) findet der Ball im Belle Epoque Saal des Antwerpener Zoos statt.

ZooPassend zum Thema besteht ein strenger Dress-code, an den sich auch Fotografen und Presseleute zu haten haben, sodass sie sich in das Geschehen einfügen. Informationen und Inspirationen bietet die Website der Gala Nocturna: Mood-Board wo es u.A. auch Adrressen von Kostümverleihen gibt. Desweiteren wird empfohlen sich die Verfilmung von Jean Cocteau von 1946 zu Gemüte zu führen.

Was erwarten nun aber den Besucher? Nun, das Programm beinhaltet zu Beginn eine historische Tanzstunde geleitet von Lieven Baert, einen Eröffnungswalzer der Schönen und des Biests, eine Fotoecke mit professionellem Fotografen, sowie verschiedene weitere Programmpunkte. (Genauere Infos sind der Homepage zu entnehmen.) Auch für das leibliche Wohl wird natürlich gesorgt sein.

Wer nun neugierig geworden ist, kann hier Tickets für den Ball für 45€ erwerben. Einlass wird um 20.00 Uhr sein, das Programm beginnt etwa um 20.30 Uhr.

Forscher gesucht!

Geraet_2

Im Holbein Gymnasium (Augsburg) wurde ein sonderbares Gerät gefunden. Bisher konnte keiner der Experten erklären, um was es sich dabei handelt und welche Funktion es hatte. Zusammen mit acatech (Deutsche Akademie der Technikwissenschaften) und dem Deutschen Museum wird nun nach der kreativsten Erklärung für die Wundermaschine gesucht. Einsendeschluss ist der 31.12.2013, weitere Fotos, Dokumentationen und Berichte befinden sich auf der Seite des Gymnasiums.

Hat Tip an Tim

Alte Poster als Download

 

Die Seite Free Vintage Poster bietet alte Poster aus den Bereichen Film, Reisen, Propaganda und vielen weiteren in druckbarer hoher Auflösung zum Download an.

 

Absinthe Robette

Der Mile High Club des 18. Jahrhunderts

Mit der Erfindung der Heißluftballons kamen auch direkt die ersten Ideen, was man dort oben noch machen könnte. Ein schönes Beispiel dafür findet sich im Wage Book des Brooks’s Club, in dem die Gentleman des Clubs peinlich genau ihre Wetteinsätze festhielten. Der Mile High Club ist älter als man denkt.

Lord Cholmondeley has given two guineas to Lord Derby to receive 500 guineas whenever his lordship fucks a woman in a balloon one thousand yards from Earth.

 

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Illustration: Adrian Teal – Gin Lane Gazette

Quelle: Gin Lane Gazette

Meine Großeltern fuhren um die Welt

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Thomas J. and Lynn B. Abercrombie, Fotographen für das National Geographic Magazine, bereisten in ihrer Lebenszeit die ganze Welt und besuchten viele verborgene und verbotene Plätze. Zu ihren herausragenden Werke zählen die Fotos von Jacques Cousteau an Bord der Calypso, sowie die erste Bericht eines westlichen Journalisten über die Reise nach Mekka. Ihr Enkelkind veröffentlichte ein Fotoalbum, das einen kleinen Einblick in das Leben der beiden Weltreisenden gewährt.

via

Unterstützen sie das LOST CABARET

Freunde und Fans der wilden 20er Jahre, des Flapperpunks, des Cabarets und des Charleston aufgepasst! Abseits von Glanz und Glamours der „Roaring Twenties“ erzählen die Neun Protagonisten des „Lost Cabaret“ (unter Ihnen auch Daniel Malheur als „Ernst Eduard“) die widrigen Umstände ihres Alltags in der strengen Weimarer Republik.

Wie eine Serie aufgebaut, wird jeden Abend eine neue, abgeschlossene Geschichte erzählt.
Thematisiert wird das dunkle Berlin jener Zeit mit Armut, Kriminalität und Verführung! Verwoben mit Themen, Orten, Figuren und Tagespolitik jener Zeit, spiegelt das Etablissement die Kehrseiteder „goldenen 20er Jahre“ wider: Gescheiterte Existenzen, Hochstapler und halbseidene Mädchen, die mit viel Charme und Witz um ihr Stück vom großen Kuchen kämpfen. Über allem steht der ominöse, an Dr. Marbuse angelehnte Professor, der im Hintergrund die Fäden zieht…
Diesen Sommer läuft die „zweite Staffel“ im Grünen Salon der Volksbühne Berlin (Termine und Tickets) und es ist noch eine dritte Staffel geplant. Dafür benötigt das Lost Cabaret ihre Hilfe: Über das Crowdfundig Portal startnext soll nun die Fortsetzung finanziert werden. Wie immer bei startnext winken attraktive Give-aways für alle Unterstützer, aber ersteinmal müssen 50 Fans erreicht werden.

Hier können sie die Truppe unterstützen.

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Die Termine der aktuellen Staffel, Infos zum Ensemble und mehr Wissenswertes finden sie auf http://www.lost-cabaret.com/