Rezension: Die Grüne Fee – Ausgabe 2: Neue Geschichten aus Eis und Dampf

Als ich an diesem Morgen meinen Briefkasten öffne, umspielt ein breites Lächeln voller Vorfreude mein Gesicht. Ich öffne den braunen unscheinbaren Postumschlag und entnehme ihm mit einer gewissen Neugier und Vorfreude mein Exemplar des zweiten Bandes „Die Grüne Fee – Geschichten aus Eis und Dampf“. Ich muss mich zugegeben ein wenig bremsen, die Neuerrungenschaft nicht gleich aufzuschlagen und darin zu stöbern.

Ein wenig mehr als ein Jahr ist vergangen, seit die Erfinder, Herausgeber und Autoren der „Günen Fee“ namentlich Mia Steingräber, Judith C. Vogt, Christian Vogt, sowie Tobias Rafael Junge, nicht nur die bis dato bestehende Fangemeinde von Judith und Christian Vogts literarischen Welt aus „Eis und Dampf“ mit der ersten Ausgabe des „Steampunk-Groschenheftes“, wie sie es selbst bezeichnen, gefangen nahmen. Die Sammlung von seinerzeit sechs Kurzgeschichten im Groschenromanformat nahm uns mit in eine alternative viktorianische Welt, geprägt durch eine mittlerweile 905 Jahre andauernde Eiszeit. Nicht nur den lebensfeindlichen Witterungen zum Trotz, denn es warten auch weitaus größere Gefahren, verfolgen Wissenschaftler, Konzerne, Abenteurer, aber auch politische Gruppen mit Hilfe von der neuen „Außerordentlichen Naturwissenschaften“, sowie den Errungenschaften in der Elektrizität und Æronautik ihre eigenen und manchmal ganz gegenläufigen Interessen und Ziele. Vieles mag zunächst an die vor 2013 veröffentlichte Anthologie „Eis und Dampf“ erinnern. Doch überraschte das Magazin vor allem dadurch, dass es nicht nur inhaltlichen, sondern auch im Design in einem ganz eigenen Subgenre beheimatet ist: Steampulp! Verwegene Luftschiffpiraten bewaffnet mit wehendender Mähne und nicht minder wehendem Brusthaar, welches kaum vom offenstehenden Hemd in Zaun gehalten wird, treffen auf in Allmachtsfantasien wahnsinniger Forscher geschaffene Kreaturen, halb Mensch, halb Maschine, halb Ungetüm! Eben noch verträumt tanzend unter ausladenden Kristallkronleuchtern in den großen Ballsälen der Metropolen werden wir hinein in fremde und wilde exotische Orte gerissen, an denen es gilt, uns zusammen mit Erfindern und Spionen aus den Fängen blutrünstiger Wilder zu befreien. Verrat, Lug, Blut und waghalsige Flugmanöver sind das Schmieröl im Getriebe des Steampulp-Magazins. Sein detailverliebtes Äußeres tat den Rest, um seinem Leser das Gefühl zu vermitteln, ihm wäre eine Requisite direkt aus der Welt von Eis und Dampf in die Hände gefallen.

 

Titelblatt „Die Grüne Fee, Ausgabe 2“
Foto: Eis und Dampf

Unter dem neuen Namen „die Federfechter“ hat die Gruppe nun das von Tobias Junge an Clockworker im letzten August gegebene Versprechen nun gehalten. Die Grüne Fee kehrt mit Ausgabe 2 wie gewohnt druckfrisch, aber auch in digitaler Version zu allen Steampulpfans und natürlich zu all jenen, welche die Neugier erst jetzt gepackt hat, zurück. Erstmals mit an Bord begrüßen die Federfechter ihre drei Gastautoren, Christian Lange, Henning Mützlitz, sowie Fabian Mauruschat, welche die neue Ausgabe mit jeweils einer eigenen Kurzgeschichte erweiterten. Christian Lange und Henning Mützlitz bereicherten bereits in der Vergangenheit die von Judith und Christian Vogt ersonnene Welt von „Eis und Dampf“ durch eigene Geschichten in der 2013 erschienenen ersten Auflage der gleichnamigen Anthologie. Für Fabians Mauruschats ist dies sein erster schriftlicher Besuch im vereisten Europa. Doch blicken er und Tobias Rafael Jung bereits auf eine literarische Zusammenarbeit für die Rollenspielkampagne „Die Grüne Hölle“ (2013) aus der Welt des „Schwarzen Auges“.

Eine Fortsetzung eines bereits gelungenen Werkes ist stets eine Herausforderung und steht zunächst immer im Schatten ihres Vorgängers. Egal ob Film, Buch oder zweites Musikalbum, Medien und Fans erwarten von den Künstlern, dass sie ihrem Stil treu bleiben und liebgewonnene Details und Eigenheiten erneut einbinden. Neben all dem Bekannten und Gewohnten, dürfen jedoch keine nie dagewesenen Neuerungen fehlen. Unerwartete Überraschungen sollen Abwechselungen von eben jenem Bekannten oder gar von Wiederholungen geben, welche, wie bekannt, all zu schnell ermüden. Über den Künstlern schwebt ein Bündel von drohenden zum Teil paradoxen Erwartungen, nicht nur von Seiten der Fans, sondern insbesondere von den Autoren der Rezensionen, von denen wiederum erwartet wird, das Werk besonders kritisch zu beäugen und zu beurteilen. Und so hat sich natürlich auch der Autor dieser vorliegenden Rezension zunächst unbewusst und während des Schreibens schließlich bewusst schuldig gemacht, mit einer Mischung aus großen Erwartung, Vorfreude und einer Portion Skepsis an die Fortsetzung des Groschenheften herangetreten zu sein. Ob sich die persönlichen Erwartungen erfüllten und wie es um die Neuerungen, die uns in diesem Heft erwarten, davon sollen die kommenden Zeilen berichten.

Wie bei meiner Rezension zur ersten Ausgabe, beschließe ich zunächst in guter Traditionsmanier, und da das Auge nun mal zuerst urteilt, mich vor dem Lesen ganz oberflächlich mit der Beschaffenheit und Optik der mir vorliegenden Ausgabe zu befassen. Mit insgesamt 82 Seiten wirkt das Folgeexemplar der Grünen Fee, wie der große Bruder seines 58 Seiten umfassenden Vorgängers. Dies ist auch nicht ferner wunderlich, wenn man bedenkt, dass statt das neue Werk statt wie zuvor sechs nun bereits ganze acht Kurzgeschichten beheimatet. Zum einen freut es mich, dass in diesem Exemplar zwei zusätzliche Geschichten auf mich warten. Doch erscheint das Heft auf Grund seiner Klammerbindung an das Limit seiner Dicke gestoßen zu sein. Im Gegensatz zu seiner Dinge begegnet uns das Heft in bekanntem DIN A5 Format, wodurch es nicht desto trotz noch weiterhin nicht nur gut in der Hand liegt, sondern seinen Leser auf jeder Reise, ob auf Fahrrad, zu Fuß oder Bahn überall hin begleiten kann und bequem neben dem Tablett einen Platz in der Tasche findet. Auf dem Titel ein prangt das unverkennbare Logo der Grünen Fee, sowie darüber ein weiteres wunderschön und äußerst aufwendig gestaltetes farbiges Cover aus den Händen von Illustratorin Mia Steingräber, welches, wie ich erst später erfahren soll, zudem auch das Titelbild zur ersten Geschichte dieser Ausgabe darstellt. Mit Freude stelle ich fest, dass die Federfechter bei der Wahl der des Papiers im Inneren des Buches bei dem von mir in der Vergangenheit bereits hoch gelobten griffigen Papier treu geblieben sind. Das alles andere als blütenweiße, dafür sehr griffige Papier verleiht dem Heft das Gefühl, sich in der Zeit zurückversetzt am Kiosk an der Straßenecke einen „echten“ Groschenroman für ein paar eilig gesparte Kupfermünzen erworben zu haben. Eine weitere Neuerung, zusätzlich zur höheren Seitenanzahl, fällt mir zügig ins Auge oder besser gesagt, ich spüre es unter den Fingerspitzen. Hatten die Herausgeber den Einband bisher auf ein glattes festes Papier mit leichter Glanzoberfläche drucken lassen, entschied man sich bei der Fortsetzung für ein ebenfalls griffiges, raues, dafür dickes Papier. Die neue Papierwahl kommt zu meiner Überraschung dem Gesamtbild sehr entgegen und bildet ein im positiven Sinne durchweg homogenes Bild. Der gewollt nicht immer konstante Kontrast der vermeidlichen Druckerschwärze innerhalb der Kurzgeschichten, sowie künstliche Spuren von Abrieb, Knicken und Druckschlieren, sowohl im Inneren, sowie auf dem Einband, vervollständigen das Bild und lassen lassen mich freudig an meine ersten Eindrücke von Ausgabe 1 denken. Hier sind sie schon einmal, die ersten kleinen Details, welchen ich erhofft, hatte in Ausgabe 2 erneut zu begegnen zu dürfen, und welche für mich besonders den Charme das Design geprägt hatten. Anfänglich vermisse ich sie noch ein wenig, die „handschriftlichen“ Notizen, durch welche es schien, als hätte ein mysteriöser Vorbesitzer in mitten meiner Ausgabe 1 seine eigenen Gedanken zu den Geschichten verewigt. Doch, so gestehe ich mir ein, ist es manchmal besser, sich nicht gleich zweimal hintereinander des gleichen Scherzes oder in diesem Fall, Kunstgriffes zu bedienen. Ich blättere weiter und finde all die Aspekte, welche die nun mehr Heftreihe für mich nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch zu einem Sammelwerk machen. Für mich sind dies im Besonderen die liebevoll und mit unzähligen Details versehenden Illustrationen von Mia Steingräber. Unterstützt wird sie in dieser Ausgabe durch Zeichnungen aus der Hand von Janina Robben, welche die Kurzgeschichte von Christian Lange gestalterisch ergänzen. Wie Mias sind auch Janinas Arbeiten vielen Lesern sicherlich aus zahlreichen Abenteuern und Spielhilfen aus dem Hause Ulisses Spiele bekannt. Neben den zahlreichen teils, zu meiner Freude, formatfüllenden schwarzweißen Illustrationen, welche die acht Kurzgeschichten begleiten und mit weiterem Leben füllen, finden sich wie bereits in Ausgabe 1 erneut die Werbeanzeigen der Unterstützer des Projektes Grüne Fee. Wie auch im letzten Jahr setzten sie sich Dienstleister, Künstler, Szeneblogs, sowie Büchervorstellungen rund um die Themenbereiche Steampunk und Gaslight zusammen. Falls gänzlich, bis auf eine Ausnahme, welche zu meinem persönlichen Unmut eine komplette Seite füllt, fügen sie sich durch ihr Gestaltung fast nahtlos in das Gesamtwerk ein, ohne den Leser aus der Illusion zu werfen, in welche er eingeladen wird, einzutauchen und erst wieder beim Aufruf seiner Busstation aufzuschrecken. Mehr Seiten ermöglichen neben mehr Kurzgeschichten und Illustrationen auch für neue inhaltlich Elemente. Und so habe ich mich besonders über die über Reklame, sowie Kleinanzeigen gefreut, welche nicht nur spielerisch und mit der perfekten Mischung aus Witz und Augenzwinkern dem Leser weitere Einblicke in die Köpfe der Menschen aus „Eis und Dampf“ vermitteln, sondern zum Teil darüber hinaus für den aufmerksamen Leser sogar Brückenschläge zu den Geschichten selbst herstellen. Anerkennend stelle ich fest, dass sie die „handschriftlichen“ Notizen aus Ausgabe 1 in ihrer Funktion gekonnt ablösen.

„Wie eine Dirne: Hinter dem hübschen Gesicht nichts als hässlicher Abgrund“, so beschreibt „Das gute Wort“ aus dem „Wochenspiegel für Literatur“ auf der Rückseite des Einbandes die aktuelle Ausgabe der Grünen Fee. Ich muss lachen und will mich selbst daran machen, hinter das „hübsche Gesicht der Dirne“ zu schauen. Mord, Eifersucht, Spionage und natürlich Verführung sucht verpackt in eine Welt der Intrige und mysteriöse Exotik, all jener Materie des ersten Bandes. Auch die zweite Ausgabe der Fee bleibt ihrem Stil treu. Ein weiterer Gewinn dieser Ausgabe: Allen Liebhaber, der ersten Stunde, sei an dieser Stelle verraten, dass das Schicksal des ein oder anderen bekannten Protagonisten seine Weiterführung findet.

Ein wiedersehen mit zwei bereits bekannten Helden:
Konrad und Abel aus der Geschichte „Schabernack mit Toten“
Foto: Eis und Dampf

Durch das erstmalige Mitwirken der drei Gastautoren, erhalten die acht meist voneinander unabhängigen Geschichten eine weitere angenehme Diversität in Schreibstil, Anzahl der Subgenre innerhalb der Ausgabe (unter anderem Detektivroman, Abenteuergeschichte und leichter Grusel), sowie Setting und Erzählweise. Auf diese Weise wird einem breitgefächertes Publikum, dem jedoch eins gemein sein muss, eine zumindest gewisse Zuneigung zum Genre Pulp, eine vielseitige Herangehensweise an das Genre geboten. Durch die Kürze des Geschichten, sowie durch zuvor erwähnte Abwechselung, ist sichergestellt, dass auch Leser, welche noch auf unsicheren Füßen, die Welt der Groschenromane für sich entdecken wollen, nicht von den Eigenheiten dieses Genres all zu schnell überrollt werden. Stattdessen können sie sich behutsam herantasten.

Gerade die letzte Geschichte , „Seine tote Lordschaft“, der aktuellen Ausgabe, konnte mich jedoch leider nicht vollständig überzeugen. Dies lag in meinen Augen nicht am Schreibstil von Henning Mützlitz in, da er es durchaus versteht, Charaktere und Szenen äußerst bildlich zu gestalten. Jedoch wirkt das Geschehen innerhalb der Detektivgeschichte im Vergleich zu den restlichen Erzählungen der Fee wenig unspektakulär und nicht wie gewohnt überschwenglich mitreisend. Die Adaption einer berühmten Romanfigur ist zwar ein gängiges Stilmittel der Fee, aber leider vermisste ich ihre herausragendes Auge für Details und ihren Scharfsinn, da ihre Größe und ihr Erfolg in erster Linie durch die mangelnde Befähigung der Umstehenden definiert wird. Auch dass die berühmte ansonsten für mich reizvolle Misanthropie des Protagonisten, zeichnet sich in dieser Geschichte leider vor allem durch erniedrigende Erpressung aus. Dies ist sicherlich eine persönliche Interpretation, welche jedoch nicht meinen Geschmack trifft.
Meinen persönlichen Favoriten innerhalb dieser Ausgabe fand ich dagegen in Judith Vogts „Frij und Friedlichkeit“. Eine Geschichte, welche als familiäre Picknickgesellschaft mit ihren ganz eigenen Problemen und Verwicklungen beginnt und in einem Jane Austen Roman beheimatet hätte sein können. Doch die Grüne Fee, wäre nicht was sie ist, wenn alles nicht ganz anders kommen würde und die Geschehnisse durch eine Reihe von für die Fee typischen und von mir sehr geschätzten Wendungen einige unerwartete, neue Wege einschlagen würde. Welche? Dies sei an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Judith Vogt lässt dabei Teile der Erzählung durch die analytischen scharfsinnigen Augen der etwas eigenwilligen Großmutter beschreiben, eine Dame, welche man vielleicht anfänglich auf Grund ihres exzentrischens Wesens Missfallen engegenbringen mag, aber man sich gleichzeitig nicht in der Lage sieht, ihrem Charme mit der Zeit vorständig zu verfallen. Wäre ich ein Luftschiffpirat, ich würde die alte Dame auf meinen Armen in den immerwährenden Sonnenuntergang tragen.

Wie bereits Ausgabe 1, so ist auch Ausgabe 2 erneut als Printversion oder alternativ im PDF-Format bei auf der Homepage der Federfechter selbst unter www.Eis-und-Dampf.de, im Shop des Uhrwerk-Verlags, wie auch auf ausgewählten Szeneveranstaltungen und -messen käuflich zu erwerben. Der Besitz der ersten Ausgabe ist sicherlich keine Voraussetzung für den Kauf, beziehungsweise das Lesen und Betrachten des zweiten Bandes. Doch sie sollte fast schon Pflicht für jeden Sammler und vor allem Liebhaber von des Steampunkgenres, sowie der Welt von „Eis und Dampf“ sein. Der Preis der Printausgabe für Augabe 2 beläuft sich mit 4,99 Euro geringfügig höher als 3,50 Euro für Ausgabe 1. Dies lässt sich allerdings schon alleine durch die zusätzlichen 24 Seiten argumentieren und ist in Anbetracht der Exklusivität und geringen Auflage noch immer mehr als ein Schnäppchen mit garantierter Wertsteigerung unter Sammlern.

Sind den Federfechtern mit Ausgabe 2, der Grünen Fee – Geschichten aus Eis und Dampf eine würdige Fortsetzung gelungen, oder bleib es lediglich bei einem schwacher Versuch, an den Erfolg des ersten Bandes anzuschließen? Wie bereits in letzten Heft verstehen es die Federfechter gekonnt auch weiterhin die Stilelemente der, in diesem Fall rein positiv gemeinten, Groschenromantik mit der ganz eigenen Exotik und Abenteuerlichkeit eines Tarzanheftes zu vereinigen. Schwarzer Humor, unerwartete Wendungen und viel Augenzwinkern sind die richtige Würze, durch welche die zunächst ungewohnte Kost auch Liebhabern von „höherer“ Trivialliteratur schmackhaft gemacht wird.
Ich gebe dem zuvor zitierten „Wochenspiegel für Literatur“ vollkommen Recht. Die Grüne Fee ist eine preiswerte Dirne mit einem wiedereinmal mehr als wunderschön gestalteten Gesicht. Der hässliche Abgrund, der sich dahinter verbirgt, ist wiedereinmal gelungen konzipiert und gestaltet. Und so bekommt der Steampulp-Freier für seine 4,99 Euro ohne Frage das, was ihm an der Straßenecke von einem Federfechtern eilig feil geboten wird: Ein kurzweilige, anrüchige und mehr als befriedigende Unterhaltung, von der er noch in Wochen vor seinen Freunden prallen wird.

Ich freue mich auf eine hoffentlich noch lange währende Reihe und natürlich auf die im Jahr 2018 erscheinende Ausgabe 3, für die bis dato offiziell noch kein genaues Veröffentlichungsdatum vorliegt. Ob es sich dabei um die im Reklameteil von Ausgabe 2 angekündigte Sonderausgabe „Die Schöne und Dr. Biest“ handeln wird, ist bisher ebenfalls noch unbestätigt. Bestätigt ist dafür allerdings, was wir aus dem Warten auf Ausgabe 2 gelernt haben: Dass sich die Vorfreude auf weitere „nervenzerfetzende Geschichten“ mehr als lohnen wird!

Rezension: Die Grüne Fee - Geschichten aus Eis und Dampf

Das Sprichwort sagt: „Beurteile nie ein Buch nach seinem Umschlag.“ Im übertragenen Sinne ist dies gewiss ein guter Ratschlag. Hält man jedoch die „Grüne Fee – Geschichten aus Eis und Dampf“ in den Händen, so kommt man nicht daran vorbei, das Werk mit allen Sinnen, genauer gesagt, zu aller erst mit den Augen zu bewerten. Dass genau dies auch die Intension der Herausgeber des kleinen DIN A5 Softcoverheftes in Groschenromanoptik war, erkennt der Leser bereits beim ersten neugierigen Durchblättern und Schmökern: Nicht nur das Format, auch das griffige Papier im Inneren des Heftes, welche die ersten ursprünglichen Pulp-Magazinen ihren Namen verdankten, verleihen dem Heft den Charme eines Heftromans aus dem nahe gelegenen Zeitungskiosk an der Ecke. Sowohl der Einband als auch die Innenseiten sind graphisch künstlich gealtert und verleihen den Eindruck, dass das Heft schon bereits durch zahllose Hände gereicht oder eilig in die Tasche gestopft wurde. Handschriftliche Widmungen, Anmerkungen, Korrekturen und eilig geschriebene Randnotizen, verleihen dem Heft eine romantische „Abgetragenheit“ und eine Geschichte in mitten der Geschichten. Der Leser wird eingeladen, sich seine eigenen Vorstellungen zu machen, welche Wege das Heft bisher genommen hat, welche Personen es begleitet haben musste, um schließlich zu seinem aktuellen Besitzer zu gelangen. Vielleicht wurde es auf dem Bussitz neben an liegen gelassen oder ist das Geschenk eines guten Freundes, welcher es bereits selbst ein Dutzendmal durchblättert hat.

Doch was verbirgt sich hinter dem aufwendig in Szene gesetzten „Umschlag“ von  „Die Grüne Fee“? Im Jahr 2015 vereinten sich die Herausgeber und gleichzeitig Autoren des Heftes, namentlich Judith C. Vogt, Mia Steingräber, Christian Vogt und Tobias Rafael Junge, um gemeinsam eine Sammlung von Pulp-Kurzgeschichten zu veröffentlichen. Alle Geschichten sollten sich in der Steampunk-Welt von Judith und Christian Vogts „Eis und Dampf“ abspielen. Bekannt wurden die beiden Autoren und ihr fiktives Universum unter anderem durch ihren Roman „die zerbrochene Puppe“, welcher 2013 den Deutsche Phantastik Preis als bester deutschsprachiger Roman erhielt. Es folgten die Kurzgeschichtenanthologie „Eis und Dampf“. Für Mia Steingräber und Tobias Junge stellt dieses Heft, laut Aussage des Teams, ihre erste literarische Veröffentlichung dieser Art dar. Im Juli dieses Jahres war es soweit und „Die Grüne Fee“ durfte das fahle Licht der Druckrollen erblicken. Insgesamt sechs Kurzgeschichten entführen uns in eine alternative viktorianische Welt geprägt durch eine mittlerweile 905 Jahre andauernde Eiszeit. Mit Hilfe der neuen „Außerordentlichen Naturwissenschaften“, sowie Errungenschaften in der Elektrizität und Æronautik gelang es den Menschen der zumindest in Europa allgegenwärtigen Kälte die Stirn bieten und die Welt nach ihren Visionen neu formen. Doch auch der Fortschritt hat seine Schattenseiten. Der Kampf um begehrte Rohstoffe tobte nun nicht mehr nur auf See und Land. Luftpiraten sind der allgegenwärtige Schrecken des Himmels, während in geheimen Laboren, nach dem Schlüssel für ein Leben nach dem Tod gesucht wird. Und zwischen all dem, der Ausbeutung, den Luftschlachten und Kreaturen, welche die Schatten bewohnen, kann man für nur einen Groschen am Kiosk ein kleines dünnes Heft kaufen. Darin erzählen sechs Kurzgeschichten von ganz unterschiedlichen Menschen, die in dieser Welt leben, beziehungsweise leben müssen, und von ihren ganz eigenen Schicksalen. Doch später mehr hierzu.

Titelblatt „Die Grüne Fee“
Foto: Eis und Dampf

Ich blättere neugierig durch die insgesamt 58 Seiten. Wurde bereits mein Blick vom wunderschön gestalteten Cover festgehalten, sobald ich das Heft das erste Mal in der Hand hielt, freue ich mich nun, weitere, zum Teil eine Seite füllende stimmungsvolle Illustrationen von Mia Steingräber zu finden. Mia Steingräber sollte nicht zuletzt als Illustratorin von Abenteuern und Spielhilfen aus dem Hause Ulisses Spiele, sowie für ihre Arbeit für den Uhrwerk Verlag bekannt sein. Ihre Werke fanden unter anderem Einzug in die Welt der Rollenspielsysteme des „Schwarzen Auges“, insbesondere „Myranor“, sowie „Space: 1889“. Unterstützt wurde sie in diesem ersten Band der Grünen Fee von Illustratorin Caryad, welche einigen Lesern sicherlich ebenfalls durch ihre zahlreichen Arbeiten für das deutsche Pen-&-Paper-Rollenspielsystem „Splittermond“ bekannt sein könnte. Bereits durch die detailreichen, atmosphärischen Zeichnungen beider Künstlerinnen könnte „Die Grüne Fee“ für Genreliebhaber schon jetzt zu einem begehrten Sammelobjekt werden. Ein Bonbon bieten darüber hinaus die Werbeanzeigen der Unterstützer dieses Projektes, alle samt Dienstleister und Künstler rund um die Themenbereiche Steampunk und Gaslight. Alle Anzeigen passen sich durch ihr Design optisch so in das Layout des Heftes ein, dass sie die erzeugte Illusion keinen falls zerstören, sondern diese unterstützen. Denn was wäre ein Groschenroman ohne die entsprechenden Werbeanzeigen? Ein Wermutstropfen, welcher erwähnt werden muss, stellt ein Layoutfehler innerhalb der Geschichte „Vom Waldorf Asteria zur Quelle des Nils“ dar. Zwar ist die gesamte Erzählung aufwendig und ansonsten gelungen in die Form eines Zeitungsartikels des fiktiven „Handelsspiegels“ mit zahlreichen für die Handlung elementaren handschriftlichen Rangbemerkungen gestaltet worden, doch verschwinden einige Millimeter des Textes in der mittleren Falz der Klammerbindung. Dies erschwert die Lesbarkeit leider immens und ist in Anbetracht des ansonsten fabelhaften Designs der Geschichte äußerst bedauerlich.

Genug ziellos geblättert. Ich mache mich daran, die sechs Kurzgeschichten unterschiedlicher Länge zu lesen, welche von den vier Autoren teils in verschiedener Konstellation zu zweit, teils von einem der Autoren alleine geschrieben wurden. Es dauert etwas, bis ich mich an den Stil der Geschichten gewöhnt habe. Und bald darauf weiß ich auch warum. Obwohl ich mir die gesamte Zeit bewusst war, oder dies zumindest annahm, dass es sich bei dem mir vorliegenden Heft um einen Groschenroman handelt, hatte ich offenbar nicht darüber nachgedacht, was mich stilistisch und inhaltlich erwarten würde: Pulp. Oder in diesem Fall „Steampunk-Pulp“. Statt lediglich Kurzgeschichten aus der Welt von „Eis und Dampf“, wie wir sie bereits aus der gleichnamigen Anthologie kennen, unter dem Label „Groschenroman“ zu veröffentlichen, liegt der Schwerpunkt der in diesem Heft veröffentlichten Geschichten tatsächlich nicht nur äußerlich, sondern auch inhaltlich auf aus Pulp-Magazinen bekannten Stilelementen und Themen. Horrorgeschichten mit unerwarteter Wendung, verpackt in Briefform, Tagebucheinträgen und Zeitungsartikeln, reißerische Abenteuer rund um waghalsige Luftpiraten und ewige Liebe in mitten von Lug, Betrug und Diebstahl, sowie die romanisierte Exotik und die Gefahren fremdländischer Orte. Sich heroisch an Seilen schwingende Helden, Liebe, welche alle Grenzen zu überwinden scheint, sowie eiskalte Meuchelmörder runden das Bild des Pulp-Heftes ab. Den vier Autoren gelingt es zielgerichtet all jene, sowie weitere dieser Elemente mit der Welt von „Eis und Dampf“ zu verknüpfen. Und so wird mit einem Augenzwinkern in zwei Geschichten auf „Die Grüne Fee“ von den Akteuren selbst kritisch Bezug genommen. Einer der Protagonisten beschreibt das  Zeitschriftenmagazin als „ein Format, in dem stets ein Potpourri aus erdachten  Geschichten, Reiseberichten, Gruselmärchen und Ähnlichem zu finden war“ voller „abstruser Titel in Groschenheftformat“. Diese Bezugnahme lässt das Heft, welches längst durch seine Aufmachung wie aus dieser Welt gerissen zu scheint, spielerisch noch „authentischer“ erscheinen. So „beißt“ sich literarisch „die Katze in den Schwanz“ und das Werk wird selbst Bestandteil seines Inhaltes. Ein geschicktes und witziges Detail. Durch ihre Vielfältigkeit, sowohl was Inhalt, Form, sowie Subgenre betrifft, Detektivgeschichte, Abenteuer-Romantik, Reisebericht, und mehr, ist zwangsläufig davon auszugehen, dass nicht alle der sechs Geschichten gleichermaßen den Geschmack des Lesers treffen. Jedoch ist diese Vielfalt der Segen und Fluch jeder Anthologie. Und so ging es auch dem Autor dieser Rezension. Seinen Geschmack traf vor allem die Geschichte „Männerballett“ von Christian Vogt. Obwohl kaum mehr als zwei Seiten lang, überraschten mich die gleich zwei Wendungen innerhalb der Geschichte und  rangen mir ein bewunderndes Lächeln ab.
Mehr sei über die Inhalte der sechs Geschichten jedoch vorerst nicht verraten, da ein unvorsichtig erwähntes Detail auf Grund der Kürze der Geschichten bereits zu viel verraten und so den Lesespaß verringern könnte.

Kann ich “Die Grüne Fee“ empfehlen? Durchaus. Jedoch eingeschränkt. Empfehlen will ich sie vor allem Liebhabern von Groschenromanen und „penny dreadful“. Den Autoren ist es gelungen den Geist und den Stil der Zeitschriftenmagazine einzufangen und geschickt in die Welt der „Zerbrochenen Puppe“, sowie „Eis und Dampf“ zu übertragen. Allen Fans der Welt sei das Heft schon alleine zur Vervollständigung ihrer Sammlung angeraten, was das gelungene Design angeht, sowie die Bezugnahme auf Prominenz, Örtlichkeiten und natürlich technischen Errungenschaften, welche in den Geschichten Erwähnung finden. Doch möchte ich gleichzeitig drauf hinweisen, dass Pulp nicht für jeden Geschmack das richtige sein muss. Dem Leser sollte zu Beginn bewusst sein, dass ihn kein Steampunk-Roman im klassischen Sinne erwartet, sondern dass die Erzählungen an der einen oder anderen Stelle bewusst für den Konsumenten eben solcher Groschenromane überzeichnet wurden. Wer mit dem schneidigen fast unbesiegbaren Luftpiraten, dessen wildes Haar im Wind weht, während ihm die Frauen scharenweise zu Füßen liegen, oder mit der taffen Reporterin, für die es gilt, sich in einer rauen Fremde beinahe ohne fremde Hilfe zwischen kriegerischen Männern zu behaupten, sich überhaupt nicht anfreunden kann, sollte diese Kost mit Vorsicht genießen. Die meisten dieser klischeebelasteten romantisierten Elemente werden jedoch mit einer guten Portion Witz und Ironie verpackt. Von einem kitschigen Liebes-Roman im Stile eines „Begehrt von einem Luftschiffheizer“ kann also hier in keinster Weise die Rede sein. Denn Mord, Betrug, Intrige, wie eine ordentliche Portion schwarzer Humor gehören zu einem guten Pulp, wie Liebe, Heldenmut und Ritterlichkeit.

Dem bis zu dieser Stelle Unsicheren empfehle ich, die gerade mal 3,50 Euro zu riskieren und sich selbst ein Bild zu machen. Denn schon alleine für die aufwendige Gestaltung des Heftes ist dies ein mehr als angemessen fairer Preis, bei dem man sofort zuschlagen sollte. Auch im Hinblick darauf, dass das Heft zumindest in Printform bisher ausschließlich auf ausgewählten Rollenspiel-, Steampunk und Fantasy-Conventions zu erwerben ist, darüber hinaus online bisher nur über die Herausgeber selbst vertrieben wird, sei auf die Exklusivität des Groschenheftes hingewiesen und eine zügige Anschaffung unter www.Die-Gruene-Fee.net empfohlen. An gleicher Stelle findet sich auch bereits eine Ankündigung für die Veröffentlichung einer eBook-Version, welche im Uhrwerk-Verlag erscheinen soll.
Bis zum heutigen Tag, der Fertigstellung dieser Rezession, wurde von den vier Herausgebern keine Fortsetzung der Kurzgeschichtensammlung angekündigt. Die Tatsache, dass „Die Grüne Fee“ jedoch mit dem Zusatz „Ausgabe 1“ betitelt wurde, lässt Fans auf weitere Groschenromane aus der Welt von „Eis und Dampf“ in den kommenden Jahren hoffen. Bis dahin tröstet uns ein beinahe versteckter Hinweis im Rahmen eines Zirkusplakats auf dem Rückumschlag von „Die Grüne Fee“. Im Kleingedruckten des Plakats finden wir dort die Ankündigung der „Verlorenen Puppe“, dem Fortsetzungsroman der „Zerbrochenen Puppe“ von Judith und Christian Vogt bereits im Oktober dieses Jahres.

Maker Faire Ruhr - die Achse des Aethers

Guten Morgen,

am vergangenen Wochenende, fand die erste Maker Faire in den Räumen der DASA in Dortmund statt. Tausende von Besuchern konnten eine Fülle von Ideen, Inspirationen und Mitmachevents erleben. Herr von Phone hat das Ereignis durch die Steampunk Brille betrachetet. Den Bericht möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.

Herr von Phone, Sie haben das Wort:

„Es fällt schwer einen einigermaßen detailierten Bericht zu dem Event zu schreiben, zu vielfälltig waren die Eindrücke, zu vielfälltig waren auch die Protagonisten.

Ich schreibe daher rein aus meiner Sicht der Ereignisse:
Am Freitag angereist öffnete sich vor Ort eine Art Zeitportal, das gesamte Team des DASA-Museums in Dortmund viel vom ersten Moment mit absoluter Professionalität auf, was sich das gesamte Wochenende nicht abschwächen sollte.

Der Aufbau verlief reibungslos und man durfte alte Bekannte wieder einmal in die Arme schließen, als da waren Der Graf van de Dampmolen, nebst reizender Gattin, die uns ersteinmal mit Kaffee versorgte. Das Amt für Aetherangelegenheiten übernahm den Zeitschutz auf der linken Flanke der Achse, die Vertreter von Vaporis Ruhr dazwischen und die Machina Nostalgica bat dem zukünftigen Publikum die breite Fläche nach vorn und zur rechten Seite.

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(Fotos Thomas Clemens)

Da eine Gruppe von R2D2-Reproduzenten uns gegenüber stand, wurde der verwirrte Besucher zwischen 2 Welten hin und her gespielt. Was durch das Abacus-Theater und unentwegt herumwuselnden R2D2s umso lustiger wirkte.

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Das Publikum war beeindruckend diszipliniert interessiert und so kam es über 2 Tage wie gewohnt zu unzähligen Gesprächen, die immer wieder ergänzt wurden durch die singende Tesla des Herrn Ravensdale oder den Darbietungen der Abacus-Herren.

Die Herren H. Steam und Ravensdale warteten zusätzlich mit einem Vortrag und einem USB-Workshop auf, die Pressearbeit übernahm zufällig diesmal ich selbst.

Noch so viele Begebenheiten wären zu erzählen, aus den angrenzenden Hallen, am Essentisch, am Abend im Hotel, mit all den anderen Microkosmen der Maker Faire – unmöglich diese alle zu erzählen.

Abschließend ist zu bemerken, dass

– die Herren vom Heise-Verlag wiedereinmal sehr offen für unsere Verrücktheiten waren  (der Freitagabend im Hotel wird mir lange in Erinnerung bleiben),

– das Haus der DASA mit ALLEN Mitarbeitern  unglaublich gute Arbeit leisteten,

– das Publikum uns sehr viel Freude bereitet hat,

– tausend neue Ideen ihren Anfang fanden,

– die „Achse des Aethers“ die eigenen Lachmuskeln teilweise zum Bersten brachte,

– und wir wohl im nächsten Jahr gerne wieder kommen werden…

…und wieder einmal bleibt es DANKE zu sagen.

Am Sonntag wieder heil zu Hause angekommen, öffnete sich die Zeitkapsel wieder und der Microkosmos lag hinter mir, eine Welt, in die wir für ein Wochenende abtauchten, in dem wir selber Besucher und Protagonisten waren, in dem wir selber die reale Welt verließen (oder vieleicht auch nicht…)

Noch immer beeindruckt, Ihr

Teleman von Phone“

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Sehr geehrter Herr von Phone,

wir bedanken uns für Ihren Gastbericht.

 

Mehr Bilder der Maker Faire finden Sie hier und seit neuestem auch auf unserer Gesichtsbuchseite hier.

2. Steampunk Jahrmarkt in der Jahrhunderthalle Bochum

Nach seinem erfolgreichen Start im letzten Jahr luden am Samstag den 20. Februar von 10.00 Uhr vormittags bis 1.00 Uhr nachts die „Historische Gesellschaft Deutscher Schausteller e.V.“, die Veranstaltungs-GmbH der Jahrhunderthalle Bochum mit Unterstützung von Steampunk-eyewear zum 2. Steampunk Jahrmarkt im Industrie Denkmal, der Jahrhunderthalle Bochum, ein.

Nach Angaben des Veranstalters folgten etwa fünftausend Besucher, nicht nur Steampunk-Begeisterte unterschiedlichen Alters, sondern auch zahlreiche Familien, welche sich das Treiben in Bochum einmal näher ansehen wollten, ihrer Einladung. Sie alle bevölkerten die beheizte 8.900 m² große Industriehalle, um das ein oder andere Kleinod zu erwerben, das Angebot an zahlreichen historischen Fahrgeschäften zu nutzen, oder einfach nur um sich die Kreativität der anderer Gäste zu bestaunen und selbst gesehen und fotografiert zu werden. Wer für letzteres gekommen war, wurde nicht enttäuscht. Die Bemühungen der Schausteller, Handelstreibenden, wie auch der Mehrheit der Gäste, die bereits äußerst stimmungsvolle Kulisse der historischen Industriehalle durch eigene Kostüme und Apparaturen noch lebendiger zu gestalten, wurden nicht nur von den zahlreichend anwesenden Fotographen gewürdigt. Regelmäßig konnte man Besuchern begegnen, welche untereinander über ihre neusten Errungenschaften und Erweiterungen ihrer Garderobe fachsimpelten.

Werke von www.S-Team-Art.de – Foto: Kueperpunk

Als besonderen Blickfang lassen sich ohne Zweifel die zahlreichen Fahrgeschäfte aufführen, welche diese Veranstaltung von anderen Messen rund um die Themen Gaslight und Steampunk abgrenzen und gleichzeitig ihren Drehpunkt bilden. Unter ihnen die bereits den Besuchern des letztjährigen Marktes bekannte Riesenrad von 1902, die sogenannte „Raupe“ von 1926, sowie das wunderschön bemalte Holzpferdekarussell und die historische Geisterbahn. Für die Bereitstellung, Führung und Restaurierung der Fahrgeschäfte, historischen Karussellen und Kirmesorgeln meldete wie bereits im letzten Jahr die Historische Gesellschaft Deutscher Sachausteller e.V. verantwortlich, welche ihren Enthusiasmus und ihre Fachkenntnisse zudem dadurch unter Beweis stellten, dass sie interessierten Besuchern bereitwillig in die Funktionsweise und Eigenheiten ihrer Fahrgeschäfte einführten. Zahlreiche gastronomische Stände sorgten darüber hinaus für das leibliche Wohl, so dass es rund um die Uhr möglich war, den kleinen und großen Hunger zu stillen. Neben Unterhaltung, angetrieben durch Dampf, Kurbel und Motor, präsentierten die Veranstalter desweiteren zahlreiche lebendige Liveacts auf der Showbühne der Halle. Unter Ihnen die italienische Steampunk-Band Poison Garden. Obwohl eindrucksvoll in Szene gesetzt, litt diese, wie auch andere musikalischen Darbietungen, jedoch unter der äußerst schlechten Akustik der Halle. Während die Kirmesorgeln keine Mühe hatten, sich in den weiten Mauern Gehör zu verschaffen, war es für Besucher, welche am Rand des Bühnenpublikums standen, schwer einzelnen erzählerische Beiträge zu akustisch zu folgen.

Besonders um die Mittagszeit, sowie zum frühen Nachmittag schien der Ansturm an den Verkaufsständen kaum zu verebben. Und so schwärmten Gewerbetreibende noch beim Abbau ihrer Auslagen ab 1 Uhr Nachts erschöpft doch glücklich von der bemerkenswert starken Kaufkraft der Gäste. In den Zeiten, in denen der Andrang zumindest zweitweise nachließ, stand Schaustellern und Verkäufern im Nebengebäude ein Ruhebereich zu Verfügung. Ein äußerst freundliches Cateringpersonal bot hier neben dem dringend gebrauchten Kaffee eine Auswahl von günstigen, dafür schmackhaften Gerichten an, welche so ausgiebig genutzt wurden, dass alle warmen Speisen restlos verkauft wurden. Als ebenfalls stets freundlich bewiesen sich das Sicherheitspersonal, sowie die Einweiser der Halle, die Kälte und Regen zum Trotz immer ein freundliches Wort für die an- und abreisenden Aussteller bereit hatten. Während der Gästestrom am Nachmittag nicht enden wollte, schien sich die Halle bereits zu den frühen Abendstundenzwischen 19.00 und 20.00 Uhr zu lichten und auch an den Verkaufsständen wurde es ruhiger. Was sich wohl durch die Konzentration der Besucher vor dem Bühnenprogramm, sowie der heimkehrenden Familien erklären lässt.

Lohnt sich also ein Besuch im kommenden Jahr? Oder anders gefragt: Haben sich die Ticketkosten von 20,50 Euro im Vorverkauf (Tageskasse 22,50 Euro) gelohnt? Diese Frage kann nur jeder für sich selbst beurteilen. Ist sie doch insbesondere davon abhängig, was der Besucher erwartet, beziehungsweise von seinem Besuch mitnehmen möchte. Die Tageskarte beinhaltet die freie Fahrt mit allen bereitgestellten Fahrgeschäften. Von der Seite des Autoren dieses Beitrages sei dazu soviel gesagt: Wer diese ausgiebig nutzt und zudem Freude an Staunen und Schauen hat, bekommt für den Preis zweier Kinokarten bereits nur durch diese Unterhaltung, welche mehr als die Länge zweier Kinofilme andauert.
Der Erlös des Jahrmarktes, so die Veranstalter, fließt in Pflege, Restauration und Bewahrung der historischen Fahrgeschäfte, sowie in den Erhalt der Jahrhunderthalle Bochum. Eine Information, welche Steampunk-Fans und Gewerbetreibende ebenso bei der Entscheidungsfindung beeinflussen könnte.

Noch gibt es keine offiziellen Rückmeldungen, ob und wann wir im nächsten Jahr den 3. Steampunk Jahrmarkt in Bochum erwarten können. Die großen Besucherzahlen und die positive Rückmeldung von Steampunk-eyewear via facebook lassen jedoch davon ausgehen. Bis dahin bleiben uns zahlreiche Bilder und Filme, um einen Eindruck von der Atmosphäre des Jahrmarktes zu erhalten, beziehungsweise gesammelte Eindrücke bis zum nächsten Mal in ungefähr einem Jahr wieder aufleben zu lassen. Nicht einmal mehr ein Jahr. Mal wieder viel zu wenig Zeit, um weiter an unseren Outfits und Apparaturen für unseren nächsten Besuch in Bochum zu schrauben.

(Mehr Bilder gibt es z.B. im Bericht von Kueperpunk2012, von dem wir auch einige hier verwenden durften)

Steampunk Revue und „Turm und Strang“-Konzert

Aus Österreich, besser gesagt aus Wien erreicht uns ein Gastbeitrag von Fräulein Queran Ruffles: Sie war auf der Vienna Steampunk Revue und berichtet vom dortigen Treiben:

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Halbjährlich findet seit einiger Zeit in Wien die Steampunk Revue statt, ein Partyabend ganz im Zeichen des Dampfes. Die Szene in Wien ist zwar nicht groß, aber sehr motiviert, und so ist das Weberknecht an diesem Abend immer gut besucht. Es gibt ja auch einiges zu sehen und zu tun: Im Erdgeschoss finden sich neben dem ausgedehnten Barbereich auch ein Raum mit Händlern und eine Lounge mit ruhigerer Musik als im Keller, wo die Party abgeht.

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Wie immer hat sich die Organisation mit der stilgerechten Dekoration Mühe gegeben und Zahnräder baumeln sogar über der Tanzfläche von der Ziegeldecke. In Lounge und Händlerbereich wurde für stimmungsvolles Licht gesorgt, um die Outfits der Besucher und Besucherinnen und die Waren auf den Verkaufstischen richtig in Szene zu setzen. Die Angebote der Händler und Händlerinnen überraschen, denn abgesehen von den erwarteten Kopfbedeckungen und Schmuckstücken gibt es auch Pfeifen, Kunst und Handtaschen aus alten Büchern zu erstehen. Die Stände sind liebevoll dekoriert, die meisten AusstellerInnen haben sich Mühe gegeben, ihr Outfit dem Anlass anzupassen und der alte Holzboden trägt zur Vervollkommnung des Ambientes bei.

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Die Steampunk Revue ist nicht nur eine Partynacht mit DJ, es wird mit einer Modeschau von Nico Öst, einer Tanzeinlage der Showgruppe „Do you Spider“ und einem Konzert der ersten Wiener Steampunkband „Turm und Strang“ noch mehr Programm geboten. Zwischen den Acts, die etwas verspätet um 22:30 beginnen, legen DJ Vagabund und DJ Avalon auf. Steampunk als Szene ist weitläufig und daher schwer zu beschreiben, und ebenso verhält es sich mit der Musik, die auf Steampunkevents gespielt wird. Die Stücke bewegen sich an diesem Samstag zwischen Elektroswing, Gothic, Folkmetal und elektronischer Tanzmusik, und vieles davon passt zwar gut zum Thema des Abends, ist aber schwer tanzbar. Aber nicht nur die schwierige Musik, sondern wohl auch die aufwendigen Outfits der Damen und Herren tragen dazu bei, dass der Barbereich im Erdgeschoss viel voller als die Tanzfläche ist. Unten tummeln sich vor allem diejenigen, die vorrausschauend leichtere Kleider gewählt haben und auch einige Leute, denen man ihre Begeisterung für Steampunk nicht ansehen würde. Da das Weberknecht oft Veranstaltungen aus der Schwarzen Szene und anderen alternativen Szenen beherbergt, sind wohl auch einige der Besucher und Besucherinnen eher aus Gewohnheit oder Neugier als aus Szenezugehörigkeit gekommen. Zu späterer Stunde ist es aber einerlei, aus welcher Szene und wie gekleidet man ist, die Tanzfläche füllt sich und die Tanzwütigen haben ihren Spaß.

Um halb elf geht es mit dem Konzert von „Turm und Strang“ los. Die noch recht neue Band hat im Januar ihr erstes Album herausgebracht und spielt eine Auswahl daraus. Obwohl die Band noch nicht viel Bühnenerfahrung gemeinsam hat, ist das Konzert toll durchgeplant und in sich sehr stimmig. Persönlich habe ich es immer sehr gerne, wenn eine Band ihr Set nicht einfach nur runter spielt und dann wieder geht, sondern das Konzert zu einem Erlebnis macht, das mit dem Anhören der aktuellen CD nicht nachvollzogen werden kann. „Turm und Strang“ erfüllen diesen Anspruch vollständig, da sie mit ihrem Konzert eine Geschichte erzählen.

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Es beginnt mit einem gesprochenen Intro, das uns ins London der 1860er zurückführt, darauf folgt ein Lied, das die Geschichte weitererzählt. Dieses Format wird das Konzert über beibehalten, das Genre der Songs variiert dabei stark. Den Beginn macht ein kraftvoller Mix aus Dubstep, Rock und Sprechgesang, es gibt aber auch Stücke, die ruhig und romantisch werden und zwei Lieder kommen sogar ganz ohne Text aus. Die Mischung ist schwer zu beschreiben und klingt seltsam, funktioniert aber auf der Bühne tadellos. Die großartige Stimme des Sängers trägt dazu bestimmt bei. Die Geschichte endet damit, dass der Protagonist nach einer Reise quer durch die Welt aus Wien zurück nach London berufen wird, da Van Hellsing verstorben ist und die Königin Victoria seine Hilfe erbittet. Es scheint also, als ob die nächsten Konzerte diese Story fortsetzen, und ich werde bestimmt dabei sein, um sie zu hören.

Vielen Dank für diesen wundervollen Bericht! Mehr Lichtbidler des Abends finden Sie hier bei Geoff Brook.

Wenn auch Sie von einer Veranstaltung erzählen möchten oder ein anderes Thema haben, über das es sich zu berichten lohnt, schreiben Sie uns unter info ät clockworker.de. Wir freuen uns immer über Gastbeiträge!

Interview mit Tanja Schierding

Am vergangenen Samstag, 14.11. las Tanja Schierding in 2nd Life bei den Brennenden Buchstaben aus ihrem am 24. Oktober erschienen Roman „Aetheragenten“.

Thorsten Küper nutzte die Chance zu einem Interview vor der Lesung und wir freuen uns sehr, es hier erstmalig veröffentlichen zu können und wünschen viel Spaß beim Hören:

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Gastbeitrag: Let’s Play - Assassin’s Creed: Syndicate

Es ist mal wieder Zeit für einen Gastbeitrag: Diesmal berichtet DrunkenGypsy von ihren ersten Eindrücken vom neuen Assassin’s Creed, dass alleine durch sein Setting schon sehr schön zum Genre passt, aber lest selbst:

Es ist mal wieder Oktober, darum ist es, wie so oft, an der Zeit für Ubisoft den neuen und mittlerweile neunten Teil der Assassin’s Creed-Reihe auf den Spielemarkt zu werfen. Assassin’s Creed: Syndicate heißt der neue Teil, in dem es wie immer darum geht mit Hilfe genetischer Erinnerungen die Vergangenheit als Assassinen zu erleben und den Templern das Handwerk zu legen.

Der neue Teil, der übrigens seit dem 23. Oktober erhältlich ist, spielt im London des späten 19. Jahrhunderts, zu einer Zeit in der Armut und Ungleichheit das Bild der Stadt bestimmen. Man spielt die Assassinen-Zwillinge Evie und Jacob Frye und übernimmt damit die zentrale Rolle in der Befreiung Londons. Erstmals kann man zwischen zwei Assassinen wählen, die beide ihre eigenen Fähigkeiten, Ausrüstungsgegenstände und Vorgangsweisen haben. Evie zum Beispiel bevorzugt den stillen Weg an ihr Ziel zu kommen, während Jacob eher auf Konfrontation aus ist. Man kann im Spiel Fähigkeitspunkte sammeln und so die Assassinen leveln und neue Skills freischalten.

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Was mir persönlich sehr am Spiel gefällt, ist nicht nur die Szenerie sondern die gesamte Aufmachung. Bereits das Ubisoft Logo wurde dem Thema der Industriellen Revolution optisch angepasst, genauso der Titelbildschirm. London ist grafisch wunderschön und sehr detailliert dargestellt, der Soundtrack ist zum meist düster und schwerfällig und zeugt von der Hoffnungslosigkeit der Menschen zu der Zeit. Auf den Straßen sind zum größten Teil schäbig gekleidete Menschen unterwegs, sehr viele Bettler und unheimlich viele Kinder, da Kinderarbeit quasi allgegenwärtig ist. Da Syndicate während der Industriellen Revolution spielt, führen einige der auszuführenden Missionen in große Fabriken, in denen mit Schweiß und Blut unter dem Joch der Templer gearbeitet wird, nur damit die Reichen noch reicher werden können. Tatsächlich wird im Spiel von einem besonders sympathischen Templer-Aufseher gesagt, dass Kinder zwar sehr billige Arbeitskräfte seien, man aber jede Woche eines ersetzen müsse.

Eine weitere Sache, die mir sehr gut gefällt, ist das Vorkommen berühmter Persönlichkeiten wie Charles Dickens oder Alexander Graham Bell, mit welchen man interagieren und für die man Aufträge erledigen kann. Es ist eine weit reichende Tradition der Assassin’s Creed-Reihe berühmte Personen in den Plot einzubeziehen. So macht Geschichte lernen Spaß.

Insgesamt halte ich den neuen Teil für schön anzusehen und bis dato sehr spaßig. Ich habe ihn erst etwa vier Stunden angespielt und daher noch nicht viel von London gesehen, weil die Spielwelt natürlich relativ groß ist und es eine ganze Weile dauert von A nach B zu laufen. Falls man mal nicht laufen oder klettern möchte, kann man auch mit der Kutsche oder dem Zug fahren. Überhaupt ist mir die Existenz der vielen Kutschen positiv aufgefallen.

Die Tatsache, dass man zwischen den beiden Protagonisten wählen kann, gefällt mir auch sehr gut, da ich einerseits gern Missionen beende, ohne dass mich jemand bemerkt, ich aber auch gerne mal in eine Schlägerei gerate. So kann ich mich der jeweiligen Situation anpassen und die Fähigkeiten und Vorzüge von Evie bzw. Jacob auszunutzen.

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Alles in allem halte ich diesen neunten Teil der Reihe als würdigen Nachfolger, der die vergangenen Sünden, vor allem von Unity, wett zu machen vermag.

Wir danken vielmals für diesen Gastbeitrag!

Sie möchten auch einen Beitrag beisteuern? Eine Apparatur vorstellen? Haben ein Event entdeckt, dass unbedingt hier auftauchen sollte? Gastbeiträge werden unter clarawirz [at] clockworker.de entgegengenommen.

4. Viktorianisches Picknick in Wuppertal

Wir setzen unsere Gastbeitragsreihe zum Thema Steampunks und Picknicks fort und dürfen als heutigen Gastbeitragschreiber Miss Lola Wellington begrüßen.

Alle Beiträge der Reihe finden Sie unter dem Schlagwort: Serie: Picknick


Miss Lola Wellington 2014Lola Wellington  lud zum 4. Viktorianischen Picknick in Wuppertal

Am 28. Juni lud die Künstlerin Nicole Paul alias Lola Wellington von Nici’s ART zum 4. Viktorianischen Picknick ein. Die Gäste kamen zu Hauf. Eine Kleiderordnung in Viktorianisch, Steampunk, Barock, Lolita oder Edelgothic waren Voraussetzung.

Nachdem wir drei Jahre auf der wunderschönen Isenburg in Hattingen gepicknickt hatten, trafen wir uns diesmal in Wuppertal Barmen und gingen gemeinsam in den historischen Vorwerkpark Anno 1907.

4. Viktorianisches Pickenick 2015 034Um 14:30 Uhr trafen sich am Tölleturm etwas über 100 Damen und Herren  in wunderbaren Kleidern und Anzügen im Stil des Viktorianischen Zeitalters, darunter Steampunker, Lolita-Ladies und Edelgoten, die ihre leckeren, meist extra zubereiteten Köstlichkeiten inklusive Picknickinventar über einen kurzen Abstieg durch ein Wäldchen bis hin zur Picknickwiese in den Vorwerkpark trugen.
Die Temperaturen waren optimal und hielten sich bei ca. 21 C Grad, es war leicht bedeckt, so dass die Sonne uns nicht gleich verbrannte. Herrliches Kaiserwetter für eine solche Veranstaltung.
Es wurden Picknickdecken ausgebreitet, Tischlein aufgestellt, Omas elegantes Sonntagsgedeck ausgepackt, Speisen und Getränke angerichtet, sogar ein Pavillon aufgebaut und ein Kofferplattenspieler angeschmissen.
Die Gäste sind in ihre Kreativität und detailtreue einfach wunderbar, denn sogar ein den sportlichen Zeitvertreib wurde gedacht: Krocket. Ein typisch englischer Sport, der sich auch schon im 19. Jh. großer Beliebtheit erfreute, so auch bei den Gästen des Viktorianischen Picknicks. Es wurde fleißig nach den originalen Regeln gespielt.

4. Viktorianisches Pickenick 2015 027Nachdem sich herzlich begrüßt wurden, neue Bekanntschaften geschlossen und die ersten Fotos im Kasten waren, ging man zum Probieren der Getränke und Speisen über.
Später lud der Park, mit seinen versteckten Örtchen, exotischen Bäumen, Rhododendronbüschen, dem mystischen Steinbruch und den kleinen Seen zum Spazierengehen und Fotografieren ein.
Im Laufe des Nachmittages wurden wunderbare, interessante Gespräche geführt, Kontakte geknüpft, Ideen ausgetauscht, Krocket gespielt, gezeichnet, fotografiert und viel gelacht.

4. Viktorianisches Pickenick 2015 051 4. Viktorianisches Pickenick 2015 026 4. Viktorianisches Pickenick 2015 010 4. Viktorianisches Pickenick 2015 003

Natürlich blieb die illustre Gesellschaft den Sonntagsbesuchern des Parks sowie den Anwohnern nicht unentdeckt. Rege und nur positive Resonanz wurde uns entgegen gebracht. Spaziergänger waren bereit ihr lieben Jagdhunde den Damen mit den passenden Kleider für ein Foto auszuleihen, ließen sich Kontaktdaten notieren und knipsten natürlich auch ein Erinnerungsfoto mit den Picknickgästen.

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Nach so einem wunderbaren Nachmittag mit interessanten Gesprächen, neuen Bekanntschaften und herzlichen Menschen wird dieses Picknick nicht das Letzte gewesen sein. Man munkelt, es werde vielleicht sogar diesem Jahr noch ein Weiteres geben. Ich werde meine Gäste über meine Seite Nici’s ART auf dem Laufenden halten.

Herzlichst,
Nici Paul alias Lola Wellington

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Wir bedanken uns für diesen wunderbaren Einblick!

Möchten auch Sie uns von einem Picknick des Genres berichtet? Oder haben Sie DAS Rezept für leckere Mitbringsel? Haben Sie DEN Picknickkorb schlechthin gebaut? Berichten Sie uns und anderen Steampunks davon.
Gastbeiträge werden unter clarawirz [at] clockworker.de entgegengenommen.

Die bisherigen Beiträge finden Sie unter dem Schlagwort Serie: Picknick oder einzeln hier aufgelistet:

  1. Ankündigung der Serie
  2. Herr Baron von Heim: 2. Nordbadisches Steampunk Picknick
  3. Miss Lola Wellington: 4. Steampunk Picknick in Wuppertal

 

2. Nordbadisches Steampunk-Picknick

Wir beginnen nun mit der angekündigten Serie über Steampunk-Picknicks. Als erstes darf ich Herrn Baron Peter von Heim als Gastautoren begrüßen. Genießen Sie nun seinen Bericht des 2. Nordbadischen Steampunk-Picknicks:


Bereits zum zweiten Male lud die Großherzoglich Badische Luftschiff-Marine unter der Schirmherrschaft von Baron Peter von Heim am Sonntag, den 21. Juno 2015 zum Nordbadischen Steampunk-Picknick in den Schlossgarten nach Karlsruhe. Für alle bereits am Vorabend angereisten gab es einen kleinen Umtrunk am Samstagabend.
Angespornt durch den großen Erfolg des Vorjahrespicknicks, bei dem trotz anfänglich fürchterlichen Regenwetters immerhin 66 Gäste erschienen waren, hatte die Luftschiff-Marine schon früh im Jahr beschlossen, dieses Event zu wiederholen und damit eine schöne neue Tradition zu beginnen.

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Herr Baron von Heim, Photo: Silke Grehling

Bereits zum kleinen Vorabendumtrunk versammelten sich 30 gutgelaunte Steampunks aus fast ganz Deutschland und der Schweiz, um bei einer gutbürgerlichen Mahlzeit und gutem, hausgebrautem badischen Bier in der schönen Schwarzbrennerstube im Badisch Brauhaus in Karlsruhe. Einige der Gäste hatten nahezu 50 badische Meilen (oder 400 Kilometer) des Weges auf sich genommen, nur um an Abendveranstaltung und Picknick teilnehmen zu können! Die Veranstalter waren ob dieser großen Ehre wohlbegeistert! Mit dem Fortschreiten der Zeit förderte das angenehm warme Wetter deutlich den Getränkeumsatz, und es wurde ein sehr lustiger Abend. Die letzten Besucher verließen das Gasthaus wohl gut nach Mitternacht.

Der Sonntagmorgen verhieß wie bereits im Vorjahr keinen Sonnenschein, aber auch in diesem Jahr hatten die Wettergötter ein Einsehen. Bereits eine halbe Stunde vor der Zeit versammelten sich viele gutgelaunte Steampunks am Schloss in Karlsruhe, um nach dem obligatorischen Gruppenphoto gemeinsam zu Picknickplatz in den Schlossgarten zu spazieren. Alsbald rissen die Wolken auf, und die pittoresk von Bäumen und Büschen umstandene Picknickwiese wurde in goldenes Sonnenlicht getaucht. Einige Nachzügler, die von der unglücklichen Verkehrssituation in und um Karlsruhe aufgehalten worden waren, stießen zu den Feiernden hinzu, sodass bald über 100 Köpfe gezählt wurden.

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Photo: Herbert Mau

Wie immer wurde viel geplaudert und viel gelacht. Mannigfaltige Speisen und Getränke wurden auf den Picknickdecken und Tischchen aufgebaut, und wie bereits im Jahr zuvor wurde viel von den Köstlichkeiten hin- und her getauscht und gegenseitig von den Köstlichkeiten probiert. Einige der Teilnehmer hatten sich gar die Mühe gemacht, warme Speisen mitzubringen!

Besonders beeindruckend war natürlich auch die vielfältige und überaus einfallsreiche Gewandung der Picknickgäste! Alle hatten sich sehr große Mühen gegeben und waren in ihren schönsten Kleidern erschienen, auf dass es eine Freude für das Auge war. Man sah ausladende Kleider, wunderbare Gehröcke, phantastischen Schmuck und phantasievolle Kopfbedeckungen.

Der Nachmittag wurde aber nicht nur mit Völlerei und Plauderei verbracht, es gab auch sportliche Betätigung unter der Leitung von Zedena von Tharendt, die einige der Teilnehmenden mit einem Tualoop-Spiel auf Zack hielt. Währenddessen las Peter von Heim, unterstützt von Freya von Senser, ein überaus anrührendes Kapitel aus seinem 2016 erscheinenden Erstlingswerk über Zwergschlammelfen. Es wurde von den Zuhörern mit großer Anteilname aufgenommen. Es folgte eine Darbietung auf Raphaelius Alva Grußers Dampfhornspieolofon und die Vorstellung des ferngesteuerten Kleinstluftschiffes „Heliominerva“, ebenfalls aus den Grußer’schen Werkstätten.

Einer weiteren Tradition folgend begleitete Thaddäus von Senser einige Gäste auf einer Fahrt mit dem Schlossgartenbähnle, das wie an jedem Sommersonntag von der treuen Dampflokomotive „Greif“ gezogen wird.
Kurz bevor der Nachmittag in Ruhe ausklingen konnte, wurde das illustre Treiben den Wettergottheiten dann wohl doch zu viel, und sie beendeten die Veranstaltung durch Herabschicken eines Regenschauers.

Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung, die allen Beteiligten wohl recht große Freude breitete. Peter von Heim kündigte auf Nachfrage bereits an, dass für das Jahr 2016 bereits die dritte Auflage des Picknicks in Planung ist.


 

Wir danken für diesen Einblick zum Picknick in Karlsruhe! Weitere Picknick-Impressionen erwarten Sie Ende der Woche. Alle Beiträge der Serie finden sich unter dem Schlagwort Serie: Picknick.

Möchten auch Sie einen Gastbeitrag zum Thema Steampunk Picknick oder einem anderen Steampunk releanten Thema verfassen? Kommentieren Sie hier oder schicken Sie eine Aetherpost an clarawirz [at] clockworker.de

Gastbeitrag: Den NDR zu Gast

Der NDR war kürzlich zu Gast bei Herrn Teleman von Phone und seiner Gattin Viktoria vom Waldesrand. Über ihre Erfahrungen berichten sie nun hier (und natürlich gibt es auch den Beitrag zu sehen.)

Den NDR zu Gast – oder warum ich GEZ-Gebühren bezahle

Sehr geehrte Mitreisende

Im Laufe der vergangenen Jahre, derer tatsächlich noch gar nicht so viele verstrichen sind, fügte es sich, dass die eine oder andere Kamera das Treiben der Phonepunks oder der Machina Nostalgica eingefangen hat.

Nun trug es sich zu, dass der NDR das Vorhaben ersann diesen, den meisten noch relativ unbekannten Kunststil, einmal etwas näher zu beleuchten und so bekamen wir eine Anfrage der Autorin Fanny Weiß zu einer Berichterstattung, die für das Vorabendmagazin DAS! laufen sollte. 3:30 Min sollte der Beitrag bemessen. Man einigte sich auf den 31. März und wir kamen auch sehr schnell überein, dass  es Aktionen gibt, die wir auf gar keinen Fall befürworten, wie beispielsweise in voller Montur mit Kamerabegleitung durch eine Fußgängerzone gejagt zu werden um Passanten zu befragen, wie sie den Mummenschanz denn so finden würden.

Wir trafen uns dann am Vormittag in den Galerieräumen des Kremper Logenhauses. Das Eis war schnell gebrochen und es wurden allerlei „Dinge“ in den Flur getragen. Auch das „Studio“ war schnell gefunden: der wahrscheinlich kleinste Zwischenraum zwischen Gesellschaftsraum, Galerie und Büro, denn dieser konnte problemlos abgedunkelt werden und Platz ist bekanntlich in der kleinsten Hütte.

Es dauerte ca. 1,5 Stunden bis man sich mit dem ganzen technischen Aufwand eingerichtet hatte und das erste Mal die Kamera lief. Stunde um Stunde verstrich, draußen heulte der Orkan und die einzige zeitliche Mahnung bildete die halbstündlich schlagende Kirchturmuhr.

So langsam schwante mir etwas: der Kameramann Lars Hinrichs war eigentlich der Erste, bei dem es auffällig wurde. Durch dieses winzige Okular fing er Stück für Stück immer mehr Details des Ganzen ein und wurde beinahe wie in einen Sog gezogen. Mehr und mehr einzelne Teile und winzigste Details mussten aus allen Blickwinkeln in die digitale Welt verbracht werden und der Virus Steampunk forderte sein Opfer.

Es stimmte der Tontechniker Timo Schwab mit ein: „kann ich das Geräusch noch mal haben, das ist ja genial, was für eine Atmosphäre“. Und wieder und wieder wurde an Wählscheiben gedreht, die Spieluhr betätigt oder das pulsartige Ticken des Metronoms eingefangen – die Kirchturmuhr schlug im Halbstundentakt.

Eigentlich schon viel zu spät wurde gemeinsam eingepackt, denn es stand noch ein Szenenwechsel zum phonepunk´schen Anwesen auf dem Plan. „Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der NDR, dem der Steampunk in den Adern gerinnt“

Nach einer vorbereiteten Stärkung versuchte man den Platzbedarf in der heimischen Werkstatt noch zu reduzieren, wobei der Tonmann mittlerweile seinen Job draußen im, seinen Zenit erreichenden Sturm, verrichten musste. Wer das Anwesen kennt, kann sich vorstellen, wie das aussah.

Da auch die Autorin offensichtlich vom Thema mit- und hingerissen schien, wurde die Abschlussszene nach Innen ins heimelige Wohnzimmer verlegt, weitere Fragen beantwortet, mit und ohne Kamera und man verlor sich Stück für Stück in den Einzelheiten und anderen Mikrokosmen des Genres.

Nach einem langen Tag, voller neuer Eindrücke, denn auch ich habe mir viel vom Kameramann abgeguckt, war alles wieder verpackt, man verabschiedete sich mit der Versicherung, dass es allen sehr viel Spaß gemacht hat und meine Frau betonte noch einmal, dass ja selbst die Haarspange aus häuslicher Produktion stammte.

„Haarspange? – Welche Haarspange?“

„Na, die hier, die ich im Haar habe.“

„Wieso habe ich die nicht bemerkt? Das geht nicht, das müssen wir mit rein haben, ich pack noch mal ganz schnell aus, aber das geht wirklich nicht, da ist mir die Zeit jetzt egal“

Kamera raus, Beleuchtung raus, neuen Akku rein, alles auf Anfang und die Spange eingefangen.

Nach ca. 8 Stunden Arbeit wurde sich endgültig verabschiedet. Es gab allerdings noch diverse Nachfragen, damit auch ja nichts verkehrt in Umlauf gebracht wird, damit die Professionalität und die Qualität des Berichtes gewahrt bleibt, damit ein Beitrag, der 3:30 Minuten lang ist und im Vorabendprogramm läuft, bei den Zuschauern im Gedächtnis hängen bleiben kann  und eben nicht einer von vielen ist, der morgen schon wieder vergessen wird. Zusätzlich darf man sich die Recherchearbeit, das Sichten des Materials, den Schnitt, das Einsprechen der Texte und das Zusammenfügen vorstellen. DAS ist Qualitätsanspruch. DAS ist maximaler Respekt. Und deshalb haben wir DAS auch für „DAS!“ gemacht.

Und deshalb zahle ich auch GEZ-Gebühren (ohne für das Thema Geld zu bekommen), denn dann ist sowas möglich, Privatsendern habe ich bisher abgesagt, weil ich mich bei denen nicht auf das Vertrauensspiel einlasse.

Doch hier nun das Ergebnis, der Beitrag beginnt bei 28:00 Minuten

In der Hoffnung, dass Ihnen der Sendebeitrag ebenfalls gefallen hat,

Ihr

Teleman von Phone, nebst Gattin Viktoria vom Waldesrand

Steampunk Goes Europapark

Zu Eröffnung der Sommersaison wurden in den Freizeitpark Europapark Rust einige Mitglieder von Freiburg unter Dampf eingeladen.
Fräulein Turusula von Ungefähr berichtet Ihnen in diesem Gastbeitrag von ihren Erlebnissen:

 

Am 26.3.2015 gab der Europapark Rust mit einer großen Pressekonferenz den Auftakt für die Sommersaison in seinem 40. Jubiläumsjahr.
Wir – Pierre de Vapeur und Tutursula von Ungefähr von Freiburg unter Dampf – wurden angesprochen, ob wir nicht Lust hätten als „Walking Act“ mitzuwirken. Also liefen die Drähte heiß und wir organisierten nach den thematischen Vorgaben des Eventmanagements eine kleine Gruppe von Steampunks aus dem süddeutschen Raum, denen die Ehre zuteil wurde, an diesem großen Ereignis teilzunehmen:
die Damen von Ungefähr: klein Ragna von Ungefähr – unser dreijähriges Küken, Aminés von Ungefähr, Johanna von Ungefähr, beides Töchter von Tutursula von Ungefähr (Freiburg unter Dampf)
Herr Pierre de Vapeur (Freiburg unter Dampf)
Herr Baron Peter von Heim nebst Gattin Hedwig van Aken von der Badischen Luftschiffmarine
und Rapahelius Alva Grußer vom S-Team aus Sigmaringen
Unterstützt wurden wir von Ragnas Mama, Nele „von Ungefähr“, die auch so lieb war und viele Fotos vom „Making of“ machte.

(Diese sind hier im Salon zu finden)

Europapark 1

Es war ein aufregender Tag! Wir mussten früh anreisen, uns umziehen und proben, proben, noch mal proben…. Und dann WARTEN…..
Warten auf die Familie Mack, Miss Germany, viele prominente Gäste und 300 Vertreter von Presse, Funk und Fernsehen. Wir waren ganz schön aufgeregt, aber dann klappte alles reibungslos. Jeder hatte seine Rolle: der Baron und Raphaelius standen in luftiger Höhe auf dem Zeppelin-Skelett und sollten dort flexen und mit einer Dampfkanone schießen. Pierre de Vapeur, klein Ragna und Tutursula von Ungefähr mussten den kleinen Zug erwarten und Miss Germany angemessen begrüßen und dann zu Familie Mack geleiten. Die Damen sollten uns plaudernd und herumschlendernd erwarten. Mitten in diese Idylle hinein erklang ein Nebelhorn, es kam Hektik auf, die Damen eilten hinauf zum neu gestalteten Aussichtsturm, der dann mit seinen Passagieren in die Höhe stieg. Ein schöner Anblick, wie sie da so an den Panoramafenstern standen und winkten! Derweil blieben wir drei (Pierre, Tutursula und Ragna) unten und mischten uns ins Getümmel. Besonders auf die Kleine stürzten sich die Fotografen – sie war ja auch allerliebst mit ihrer Fliegerhaube, dem winzigen Cul de Paris und dem drehenden Propeller auf dem Rücken! Als sich die Gondel wieder nach unten bewegte und dann stehen blieb, gab es noch ein beeindruckendes Tagesfeuerwerk. Es war ein grandioses Spektakel und wir durften ein Teil davon sein!
Im Anschluss wollten wir uns gerade bereit machen zu unserer Garderobe zurück zu kehren, da hielt uns Maren, unsere persönliche Betreuerin, noch einmal auf…..

Europapark 3

Familie Mack, die „Herren über den Europapark“ hatten ausdrücklich gewünscht, dass WIR!!!! mit auf das offizielle Pressefoto sollten! Wir waren SPRACHLOS!!! Offenbar war unser Auftritt so gut angekommen, dass man uns mit auf dem sogenannten Familienfoto haben wollte. Als eingefleischte Europapark-Fans war das für uns eine ganz besondere Ehre. Also eilten wir noch einmal hinter dem ganzen Tross her, durften auch die neu gestaltete Parade bewundern und ein letztes Mal für die Presse posieren.

Europapark 2

Völlig erledigt ging es anschließend wieder Richtung Parkplatz. Ein aufregender Tag, der uns noch lange, lange in Erinnerung bleiben wird.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei allen bedanken, die uns an diesem Tag unterstütz haben.
Baron Peter von Heim, Hedwig van Aken, Raphaelius Alva Grußer
Aminés von Ungefähr, Johanna von Ungefähr, Ragna von Ungefähr, Nele „von Ungefähr“
Ihr habt klasse ausgesehen, ihr habt alle Strapazen auf euch genommen, ihr habt für große Erheiterung gesorgt, seid unermüdlich den Anweisungen der „Regie“ gefolgt und habt mitgeholfen, dass mir dieses Ereignis unvergesslich bleiben wird!
Tutursula von Ungefähr und Pierre de Vapeur