"Joe&Craig 2 - Im Bann der Lowlander": Sean O´Connell im virtuellen Interview mit den Brennenden Buchstaben

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Am Samstag, den 23. Januar las Sean O´Connell in SecondLife aus seinem neuen Roman „Joe&Craig 2 – Im Bann der Lowlander“. Für Sean bereits sein vierter Auftritt bei einer virtuellen Lesung. Man könnte ihn langsam als alten Hasen auf dem Gebiet bezeichnen.

Vor seiner Lesung  stellte er sich den Fragen der Literaturgruppe Brennende Buchstaben. Das Interview mit ihm erscheint exklusiv zuerst hier im Clockworker.

Für Video, Ton und Schnitt bedanken wir uns bei Natascha Randt. Das Bühnenbild hat Barlok Barbosa zusammengestellt.

Neujahrsgruß und ein Dieselpunk-Abenteuer-Roman von K.M. Weiland

Werte Leserinnen und Leser,

die Clockworker Redaktion wünscht Ihnen allen ein frohes neues Jahr 2016 mit vielen schönen Steampunk/Dieselpunk/Neo-victorian etc. Veranstaltungen, Konzerten, Treffen, Picknicks und Medien aller Art.

public domain, presented by Graphics fairy (Karen Watson)

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Wir starten international ins neue Jahr, mit dem amerikanischen Dieselpunk-Abenteuer Roman „Storming“
von K. M. Weiland, und laden Sie ein, mitzufliegen…

public domain, präsentiert von Graphics Fairy (Karen Watson)

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Rezension

Dieser Dieselpunk Roman handelt von Robert „Hitch“ Hitchcock, einem Doppeldecker Piloten einer eher heruntergekommenen kleinen Flugshow. Er kehrt in seine kleine Heimatstadt in Nebraska zurück, um an einem Flugshow-Wettbewerb teilzunehmen, der ihm eventuell einen besser bezahlten Job einbringt bei einem größeren Flugshow-Zirkus. Hitch hat eine schwierige, konfliktreiche Vergangenheit mit seiner Familie und dem korrupten Sheriff des Orts, so dass er am liebsten gar nicht heimgekehrt wäre.

Um die Dinge noch komplizierter zu machen, fällt eine mysteriöse fremde Frau namens Jael vom Himmel und auf sein Flugzeug. Hitch hält sie für völlig verrückt, als sie ihn bittet, sie wieder nach Hause zu bringen – in den Himmel. Bis er mit seinem Flugzeug fast mit einem seltsamen Luftschiff zusammenstößt – ein Luftschiff mit Piraten, die das Wetter kontrollieren können und Lösegeld von seiner Heimatstadt verlangen; mit der Drohung, dort Chaos und Zerstörung anzurichten.

copyight: PenForASword publishing

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Der Roman konzentriert sich weniger auf Action allein – obwohl es zahlreiche atemberaubende Actionszenen gibt, in denen (nicht nur) geflogen wird – sondern mehr auf der Charakterentwicklung, die Gefühle und Motivationen seines Helden Hitch. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven geschildert, Hitchs und der von Walter, einem achtjährigen Jungen, der den Piloten Hitch und sein Flugzeug anhimmelt – wie es die meisten Jungen in diesem Alter (und zu jener Zeit) täten.

Die mysteriöse Jael ist eine starke, mutige und zugleich sehr dickköpfige Frau mit einem großen Herz. Und natürlich muss sich Hitch im Laufe der Geschichte mit all den Schwierigkeiten aus seiner Vergangenheit und der Gegenwart auseinandersetzen.

Die Dieselpunk Elemente in der Geschichte und ihr Hintergrund sind in meinen Augen originell und es macht Spaß, davon zu lesen – denn es gibt zahlreiche Luftschiffe in der Dieselpunk und Steampunk-Literatur, aber ich habe bisher noch von keinen gelesen, die das Wetter kontrollieren können.
Das Buch ist außerdem für jeden Fan der frühen Luftfahrt der 1920er lesenswert.
Es enthält einige einfach gehaltene Umriss-Illustrationen, vor allem zu den Dieselpunk Elementen.

Bitte beachten Sie: Das Buch ist nur im amerikanischen Original erhältlich und wird voraussichtlich nicht ins Deutsche übersetzt.

Interview mit K.M. Weiland

copyright: K.M.Weiland

copyright: K.M.Weiland

 

Das folgende Interview mit der Autorin fand live über das Gesichtsbuch statt, in zwei völlig verschiedenen Zeitzonen. Ich habe es aus dem Englischen übersetzt.

A.Z.: Guten Morgen, Miss Weiland. [Anmerkung: Es ist 8 Uhr morgens in Nebraska, U.S.A.]

K.M.Weiland: Und Ihnen einen guten Nachmittag. [Anmerkung: Es ist 16 Uhr in Deutschland]

A.Z.: Und vielen Dank, dass Sie die Zeit nehmen für dieses Interview. Hier meine erste Frage: Ihre bisherigen Romane, „Dreamlander“, „Behold the dawn“ und „A man called Outlaw“ sind historische oder spekulative Fiktion. „Storming“ muss für Sie etwas ganz Besonderes gewesen sein, da es in Ihrem Heimatstaat Nebraska spielt – haben Sie eine Menge Inspiration aus Ihrer Umgebung bekommen, obwohl Ihre Geschichte ja in den 1920er spielt?

K.M. Weiland: Ja, das ging mir in der Tat so. Ich hatte mehr Spaß dieses Buch zu schreiben als alle anderen zuvor. Teilweise lag das daran, dass es eine fröhlichere Geschichte ist, nicht so düster wie manches andere, was ich bisher geschrieben habe, und es hat dieses „Sommer-Blockbuster“ Gefühl. Aber ein wichtiger Teil war, dass ich über mir bekannte Plätze schreiben konnte, die ich sehr mag. Ich habe bisher keine Geschichte in einem Setting spielen lassen, das ich so gut kannte, deshalb war es großartig, die Recherchen direkt in der Nähe machen zu können. Ich habe dadurch auch eine Menge über meine Region gelernt, was ich bisher noch gar nicht wusste.

A.Z. Das klingt großartig. Das ist eine schöne Sache am Schreiben, schätze ich – man lernt so viele neue Dinge, während man recherchiert. Und das „Sommer-Blockbuster“ Gefühl – damit kann ich etwas anfangen, wenn ich an die Atmosphäre in „Storming“ denke ;)

Wie sind Sie auf Dieselpunk gekommen?

K.M. Weiland: Ehrlich gesagt, bin ich irgendwie da hineingestolpert. Ich habe mich schon immer für Steampunk interessiert und man könnte jetzt anmerken, dass Storming genau das ist, da seine -punk Elemente aus der viktorianischen Ära stammen. Aber jemand hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass die Geschichte ja zwischen den beiden Weltkriegen spielt und daher strenggenommen Dieselpunk ist – der mir auf der Stelle sehr gut gefallen hat.

Ich habe mich anfangs nicht hingesetzt, um einen -punk Roman zu schreiben (einige der frühen Ideen zu diesem Projekt drehten sich um Zeitreisen). Ich bin der Geschichte einfach gefolgt und das ist dabei herausgekommen. Am Ende waren die Dieselpunk Elemente ein relativ zarter Faden in der historischen Flieger-Abenteuer-Geschichte.

A.Z.: Ja, das kann ich nachvollziehen, aber die Dieselpunk Elemente haben dem Buch soviel extra gegeben, finde ich. Apropos historische Ära: Gibt es etwas, was Sie besonders mögen an den 1920er Jahren?

K.M. Weiland: Die 1920er waren wild! Die Mode, die Verrücktheit der Prohibition, die Freude der Nachkriegsära, die Weiterentwicklung der Technik – ich liebe all das. Es hat besonders viel Spaß gemacht, über die damals neu aufkommenden technischen Errungenschaften zu schreiben – Telefone, Automobile etc. – in einer ländlichen Gegend, die noch immer ein bisschen die Atmosphäre des Wilden Westens hatte.

Aber wenn ich eine Sache allein wählen würde, dann wären es definitiv die Doppeldecker-Flugzeuge. Ich habe die Romantik der frühen Luftfahrt immer geliebt. Diese frühen klapprigen Flugzeuge haben so etwas Rohes und Schönes an sich. Ich wusste, das mein Held Hitch Hitchcock ein Doppeldecker-Pilot sein sollte, und deshalb musste ich ihm in die entsprechende Ära folgen, welche natürlich die 1920er waren.

A.Z.: Ah, jetzt verstehe ich Ihre spezielle Motivation für diesen Roman :) Sie beschreiben die Flugshow-Einlagen sehr detailliert. Darf ich fragen, wie Sie dafür recherchiert haben? Gibt es noch Flugshows ähnlicher Art in den USA?

K.M.Weiland: Es gibt tatsächliche eine ganze Reihe an Barnstorming/Airshows überall in den USA. Es gibt Luftfahrt-Fans, die sich mit großer Leidenschaft damit befassen. Dieser Tage sind die Shows eher Ausstellungen, um den Leute die alten Flugzeuge zu zeigen. Aber es gibt immer noch hier und da Piloten, die fliegen und kleine Shows machen und davon auch teilweise ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Die meisten Recherchen hierzu habe ich über Bücher gemacht. Ich habe eine ganze Reihe an wunderbaren Quellen über die frühe Luftfahrt gefunden – und das hat sehr gut funktioniert, auch da sie viel Hintergrundeinblicke in die Ära gebracht haben. Ich hatte auch das Glück, dass mehrere Experten auf dem Gebiet der frühen Luftfahrt das Buch auf seine Fakten hin gecheckt haben.

A.Z: Wow, das wusste ich nicht über die Airshows, dass es so etwas heute noch gibt in den USA. Und es ist großartig, dass Sie Experten gefunden haben, die Ihre Fakten durchgegangen sind.

Ihr Protagonst Hitch hat eine so konfliktreiche Vergangenheit in seiner Heimatstaat, kein Wunder, dass er zu Beginn am liebsten immer davon fliegt. War es schwierig oder leicht für Sie, diesen Charakter und seine Entwicklung zu schreiben? (Ich habe die Extras gelesen, zu denen ein Link in „Storming“ führt, und fand das Charakterinterview mit Hitch sehr schön.)

K. M. Weiland: Hitch war einer dieser einfachen Charaktere, der einfach so auf die Seiten sprang. Ich glaube, das liegt teilweise daran, dass seine Stimme unglaublich einfach war – er spricht im Grunde so wie ich.
Es war außerdem sehr schön, diesen Charakter zu schreiben, weil er so voller Konflikte ist. Im Grunde folgt er einfach seinen Impulsen, wo immer ihn die Spontanität hinführt. Er möchte sich nicht mit den Anforderungen anderer an ihn beschäftigen, denn ehrlich gesagt, hat seine Familie sich nie bemüht, ihn zu verstehen oder ihn zu unterstützen. Aber er hat auch schwere Fehler gemacht und möchte sich nicht mit diesen auseinandersetzen.
Ich mochte schon immer Charaktere mit schweren Hintergrundgeschichten. Es scheint, dass ich oft über Charaktere schreibe, die aus dem einen oder anderen Grund, sich außerhalb der Gesellschaft befinden und dann durch eine entscheidene Entwicklung gehen müssen, um ihren Platz in der Welt (wieder) zu finden. Insofern hat es mir – auch aus diesem Blickwinkel heraus – viel Spaß gemacht und es war interessant, Hitch zu schreiben.

Es freut mich zu hören, dass Sie die Extras gefunden haben. Es ist immer schön zu hören, wenn Leser sie sich angeschaut haben.

A.Z.: Ich schätze, Charaktere mit schweren Hintergrundgeschichten und vielen inneren Konfikten sorgen mit für die besten Geschichten ;) Übrigens, die Extras waren eine tolle Idee, bitte machen Sie das auch beim nächsten Buch, wenn Sie die Zeit dafür haben.
Wo wir davon sprechen, können Sie uns etwas über Ihren nächsten Roman „Wayfarer“ verraten? Nachdem, was ich bisher gelesen habe, handelt es sich um eine Art Superhelden Geschichte, die in der Regency Ära [Anmerkung: die Epoche vor der viktorianischen] spielt – klingt auch für Steampunks interessant, schätze ich.

K.M. Weiland: Ja, definitiv. Ich habe die Extras auch für „Dreamlander“ gemacht und plane sie auch für zukünftige Romane. „Wayfarer“ ist meine historische Superhelden Geschichte. In der Entstehungsphase war es etwas in der Art von „Jane Austen trifft Spiderman“. Es wurde dann letztendlich etwas mehr Charles-Dickens-mäßig (Taschendiebe, Schuldner im Gefängnis und schwierige Halunken) als Jane Austen (nur ein einziger Ball!) Aber ich liebe Dickens, insofern war ich ganz glücklich mit der Entwicklung.

Es ist nicht in erster Linie Steampunk (keine Technologie), aber es hat definitiv ein solches Flair – ich habe mich am Steampunk orientiert, wenn es um die Kostüme und (Spoiler!) Monster ging. Ich hatte immer dieses Bild von dem Helden vor Augen, der in einem steampunkigen „Highwayman“ Mantel über die Dächer des Londons aus der Regency Zeit springt. Ich habe gerade die erste Fassung beendet und freue mich schon sehr darauf, bald die Überarbeitung zu machen.

A.Z.: Das klingt faszinierend. „Jane Austen (oder Charles Dickens) trifft Spiderman“ – was für eine Story! :) Hmm, vielleicht ist es nicht direkt Steampunk, andererseits gibt es so viele Subgenres, so wie Steam Fantasy, Dreadpunk Dieselpunk, Gaslight oder andere. Wer weiß, vielleicht haben Sie gerade ein neues Subgenre erfunden?

Meine letzte Frage: Werden Sie „Storming“ bei Lesungen auf amerikanischen Steampunk/ Dieselpunk Conventions präsentieren?

K.M.Weiland: Meine Sachtexte über das Schreiben, auf meiner Website „Helping writers become authors“ halten mich so auf Trab (dieses Jahr veröffentliche ich fünf Sachbücher!) dass ich meine Marketingmaßnahmen vor allem online mache, auch weil ich dadurch die meisten Verkäufe habe [Anmerkung: Miss Weiland veröffentlicht ihre Werke unabhängig von einem Verlag].

Aber das ist auf jeden Fall etwas, was ich im Hinterkopf habe. Es wäre auch toll, bei einer solchen Gelegenheit im passenden Kostüm aufzutreten.

A.Z.: Ich denke, Steampunk Conventions können sehr inspirierend sein und Steampunks sind in der Regel sympathische Leute. Vielen Dank für das Interview, ein frohes Neues Jahr und viel Erfolg mit „Storming“ und allen weiteren Projekten.

K.M. Weiland: Danke! Es war mir eine Freude.

Die Website der Autorin:
http://www.kmweiland.com/

Serientipps für Steampunks - heute: Miss Fishers mysteriöse Mordfälle

Copyright: Alice Azzo

Copyright: Alice Azzo

Die australische Krimi-Serie „Miss Fishers mysteriöse Mordfälle“ (Originaltitel „Miss Fisher’s Murder Mysteries“) basiert auf zwanzig Büchern der Autorin Kerry Greenwood. Erschienen sind seit 2012 bisher 34 Episoden in 3 Staffeln.

Die Serie handelt von den Kriminalfällen der wohlhabenden Privatdetektivin Phryne* Fisher in den 1920ern in Melbourne.
Phryne (überzeugend dargestellt von Essie Davis) ist eine starke, unabhängige, emanzipierte Frau – in der heutigen Gesellschaft würde man sagen, sie ist ein überzeugter Single, der durchaus gern wechselnde Affären mit Männern hat. Zugleich entwickelt sich zwischen ihr und Detective Inspector Robinson (Nathan Page) eine interessante Beziehung insofern, dass sie dem ermittelnden Beamten immer wieder „dazwischenfunkt“, ihm oft aber auch wertvolle Hinweise geben kann zu seinen Kriminalfällen.
Der Ton der Serie ist geprägt von Ernst auf der einen, aber auch subtilem Humor auf der anderen Seite. Letzteres wird auch durch die oft lebhaft fröhliche Musik im Stil der 1920er unterstrichen.

Die Plots an sich sind eher herkömmlich, hier wird also das Rad nicht neuerfunden. Die Kriminalfälle drehen sich teilweise um klassische Themen der damaligen Zeit aus einem australischen Blickwinkel – darunter Immigration, Rauschgifthandel, Vergiftungen mit Arsen (wie man sie auch bei Agatha Christie findet), Morde im Millieu der darstellenden Künste, z.B. in einem Zirkus und in einem Jazzclub.

Doch es macht wirklich Spaß, der Hauptdarstellerin Essie Davis zuzusehen, wie sie mit Witz, Köpfchen und jeder Menge Glamour die Privatdetektivin darstellt, insbesondere, wenn man ein Faible hat für die 1920er. Auch die Kostüme und Ausstattung der Serie haben das Zeug dazu, die Herzen von Dieselpunkfans schneller schlagen zu lassen.

Die „Miss Fisher“-Romane von Kerry Greenwood erschienen übrigens bereits ab 1989 und sind auch auf Deutsch erhältlich (beginnend mit „Miss Fisher und der Schneekönig“)

Englischsprachige Website zur Buchserie mit netten Extras, z.B. Cocktailrezepten:
http://phrynefisher.com/

„Miss Fishers Mysteriöse Mordfälle“ in der International Movie Database:
http://www.imdb.com/title/tt1988386/?ref_=nv_sr_1

* „Phryne“ spricht man aus wie „Freinie“

Metal-Songs im Stil der 1920er - Daniel Malheurs Heaven and Hell Orchestra

Das ist mal was anderes…
Metal Songs von AC/DC, Van Halen, Black Sabbath, Metallica und anderen Bands in Coverversionen von Daniel Malheur und seinem HEAVEN AND HELL ORCHESTRA. Dieses furiose Orchester klingt so, als hätte es den Clubs der  Goldenen Zwanziger Jahre gründlich eingeheizt.

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Das HEAVEN AND HELL ORCHESTRA, ein Nebenprojekt von Herrn Malheur, wurde schon vielfach live aufgeführt, mit Gesang von Daniel Malheur, Piano von Dirk Bewig, Bass von Kaspar Loyal,  sowie Agata Pontius an der Violine und Stoppel Eggert am Schlagzeug.

Nun soll in einem Crowdfunding Projekt bei Startnext auch eine CD dazu entstehen, mit dem schaurigen Titel „MEPHISTOPOLIS – the incredible Songbook of Charles T. Goodhill“. Geplant ist eine Auflage von 1000 Stück.

 

Daniel Malheur @ Viona's Victorian Village

Daniel Malheur auf Viona’s Victorian Village, Leipzig im Mai 2015 ,
Photo copyright: Ayra Leona

Herr Malheur schreibt dazu: „Das HEAVEN AND HELL ORCHESTRA ist als ‚Seitensprung‘ zu verstehen. Nach 20 Jahren MonokelPop wollte ich musikalisch mal etwas anderes machen und trotzdem den 1920ern verbunden bleiben.

Eine Hommage an die Idole meiner Jugend. …ich bin Geschichtenerzähler, und dies ist meine neue Geschichte:

Berlin 1929: Im HIMMEL & HÖLLE, einem berüchtigten Vergnügungsetablissement im dekadenten Berliner Westen, feierte der britische Jazzmusiker und Komponist Charles T. Goodhill mit seinem Orchester in der Zeit der weltweiten Depression Ende der Weimarer Republik große Erfolge. Ihm wird nachgesagt, er sei das Oberhaupt eines sektenartigen Geheimkultes gewesen. Abend für Abend habe er ein williges Auditorium in ein verborgenes Hinterzimmer des Etablissement geladen, um dort schwarze Messen abzuhalten und seine Anhänger mit seiner Musik zu betören. Goodhill galt in okkulten Kreisen als Meister der sogenannten ‚Schweren Musik‘, in deren Texten die dunkle Seite der Seele, das Böse im Allgemeinen und Satan im Speziellen thematisiert wurde.“

Das klingt in der Tat nach Metal vom Feinsten…

Im Frühjahr 2014 hat Herrn Malheur übrigens dank seinen Fans bereits ein CD-Projekt namens „Die Susi bläst das Saxophon – Monokelpop at its best“ erfolgreich finanzieren können. Der Clockworker drückt nun die Daumen für die geplante neue CD mit dem HEAVEN & HELL ORCHESTRA. Das Projekt läuft noch bis 9. Februar 2016

Daniel Malheurs Seite im Netz:
http://www.daniel-malheur.de/

Serientipps für Steampunks - heute: Jeeves and Wooster

Geschätzte Leserinnen und Leser, in den kommenden Wochen möchten wir Ihnen gerne einige sehenswerte TV-Serien vorstellen. Diese enthalten entweder mehr oder weniger Steampunk-Elemente oder sind in jenen Jahrzehnten angesiedelt, die dem Steampunk als Inspirationen dienen – die viktorianische Zeit von 1837 bis 1901, die edwardianische Epoche bis 1914 und die „Goldenen Zwanziger Jahre“ sowie die 1930er und 1940er, um auch dem Dieselpunk die Ehre zu geben.

Beginnen wir mit…

„Jeeves and Wooster“
(deutscher Titel: „Jeeves and Wooster – Herr und Meister“).

P.G. Wodehouse, ca. 1904. (unbekannter Photograph)

P.G. Wodehouse, ca. 1904. (unbekannter Photograph)

Diese britische Serie aus den Jahren 1990 – 1993 basiert auf den humorvollen Büchern von P.G. Wodehouse (1881 – 1975), die ab 1916 erschienen. P.G. Wodehouse hat unter anderem auch die Steampunk-Autorin Gail Carriger inspiriert. Gerüchten zufolge war auch die englische Königinmutter ein Fan seiner Bücher.

In der Serie, welche in den Zwanziger Jahren angesiedelt ist, geht es um Bertie Wooster – einen wohlhabenden, etwas tollpatschigen jungen Mann und seinen klugen Butler Reginald Jeeves, der seinen Herrn mehr als einmal aus peinlichen oder sogar gefährlichen Situationen rettet – oder aus den Fängen heiratswütiger Damen, die es auf Woosters Vermögen abgesehen haben. Gemeinsam erleben sie so manches haarsträubende Abenteuer.

Die Serie lebt vor allem von ihren exzellenten Darstellern, die viel komödiantisches Talent besitzen. Hugh Laurie (in jüngerer Zeit bekannt geworden als „Dr. House“) spielt den schusseligen Bertie Wooster auf eine Weise, die den Charakter trotz aller seiner Schwächen sympathisch macht.

Stephen Fry, der als Schauspieler, Schrifsteller, Regisseur und Comedian tätig ist,  spielte unter anderem in „Oscar Wilde“, „Black Adder“, „Gosford Park“ und „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“. Sein schriftstellerisches Schaffen ist ebenfalls von P.G. Wodehouse beeinflusst. Fry stellt Jeeves als Inbegriff des diskreten, distinguierten Butlers dar, der zudem einen subtilen Sinn für Humor hat.

Die Serie hat insgesamt 23 ca. einstündige Episoden und gewann zwei BAFTA TV Awards (von der British Academy of Film and Television Arts)

Hier gibt es einen deutschsprachigen Trailer:
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Hier können Sie nachlesen, was der „Moviepilot“ über die Serie schreibt:
http://www.moviepilot.de/serie/jeeves-and-wooster

Übrigens würde es diesen Beitrag sprengen, sämtliche „Jeeves and Wooster“ Geschichten des Autors P.G. Wodehouse hier aufzuführen, denn es sind insgesamt vierzehn Veröffentlichungen.

„Die Susi bläst das Saxophon“ – MonokelPop at its best

Nach der gelungenen Crowdfunding des LOST CABARET (der Clockworker berichtete), folgt nun das nächste Projekt des Herren Daniel Malheur:

Lichtbild: neukoelner.net

Lichtbild: neukoelner.net

Seine neue CD „Die Susi bläst das Saxophon“ braucht Ihre Unterstützung.

Die neue Malheur – CD: Eine Hommage an den deutschen Schlager der 1920er Jahre und seine Tanzorchester. Daniel Malheur singt zu original Orchesteraufnahmen von Schellackplatte und präsentiert heute in Vergessenheit geratene frivole Foxtrotts und verführerische Tangos aus der Zeit der Weimarer Republik.

Eine Collection ausgesuchter und zum Teil sehr seltener Aufnahmen dereinst berühmter Tanzorchestern wie Marek Weber, Paul Goodwin, Efim Schachmeister, das Jazzorchester John Morris und vieler anderer bilden die musikalische Begleitung für den Chansonnier und MonokelPopper Daniel Malheur. Zwanzig musikalische Kurzgeschichten von Liebe, Lust und Laster entführen den Zuhörer in die Cabarets, Salons und Tanzpaläste der schnellsten Stadt der Welt, das New York Europas der 1920er Jahre: Berlin!

Es bleiben ab heute noch 56 Tage Zeit auf Startnext die Summe von 1500€ aufzubringen. Wie beim Crowdfunding üblich gibt es für verschiedene Unterstützungssummen unterschiedliche „Dankeschöns“. Natürlich kann man einfach die CD „vorbestellen“, aber es gibt auch so reizvolle Dinge wie ein Abendessen mit Herrn Malheur oder ein Wohnzimmerkonzert zu erwerben.

Auch wenn man seine Musik zeitlich eher in den Dieselpunk passt, ist Daniel Malheur u.A. auch auf Steampunkveranstaltungen wie dem Aethercircus anzutreffen. (Übrigends auch in diesem Jahr wieder.)

Damit man den frivolen Texten nicht nur auf Events und Konzerten lauschen kann, soll jetzt der nächste Tonträger voll mit Monokelpop folgen. Also zücken Sie das Portemonnaie und unterstützen Sie den Herren HIER.

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Al Capone - Der Erfinder des Verfallsdatums

Der neopolitanische Gangsterchef Al Capone ist legendär und es werden viele Geschichten über ihn erzählt. Seine Gewinne während der Prohibition waren gigantisch, bestraft wurde er allerdings „nur“ für Steuervergehen. Trotz seiner Branche galt er als extrem fair und großzügig und eröffnete auf dem Höhepunkt der Rezession in den USA die erste Suppenküche und half dort auch selber aus.

Nachdem eines seiner Familienmitglieder an verdorbener Milch erkrankt war, schaute er sich das Milchgeschäft näher an. Ein im wahrsten Sinne des Wortes schmutziges Geschäft, dass oft mit verdorbener Ware gemacht wurde. Auf diesem Gebiet kannte Capone sich gut aus und witterte hohen Profit, insbesondere da die Prohibition ihrem Ende zu ging.
Also kaufte er einen Milchproduzenten auf und brachte das Chicago Council dazu, dass Verfallsdaten auf die Verpackung gedruckt werden mussten. Rein zufällig hatte seine Firma diese Verpackungsmaschinerie direkt bereitstehen… Innerhalb kürzester Zeit hatte er den kompletten Markt mit diesem Vorsprung übernommen.

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Star Noir Wars

Dean Reeves macht aus Star Wars einen soliden Film Noir. Leider nur als Poster, aber diese sind bei Etsy als Druck zu kaufen.

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Sommerausgabe - Gatehouse Gazette 22

Die aktuelle (Sonder-)Ausgabe der Gatehouse Gazette widmet sich den 40er Jahren und dem Dieselpunk.  Das ursprünglich regelmäßig erscheinende Magazin wird seit einiger Zeit als Blog betrieben, was die Sonderausgaben noch ein wenig wertvoller macht. Unter den Autoren findet sich natürlich auch wieder der Herr Kollege Traveler von Daily Steampunk.

  • Alfaya, J.F., “Spanish Steapunk 2012 AD,” 28-28
  • Amyett, L., “Third Reich Victorious,” 31-37
  • Heyvaert, H., “Be the detective!” 10-12
  • Davia, L., “Older Than You Think,” 15-16
  • Ottens, N., “Chauvinism in steampunk,” 5
  • Ottens, N., “Driving Down Sunset Boulevard,” 44-50
  • Rauchfuß, M., “European Steampunk Convention,” 6
  • Rauchfuß, M., “Dieselpunk and the Shadow of Nazi Aesthetics,” 22-23
  • Spencer, S., “Raymond Chandler,” 18
  • Stock, A., “Swing Low, Sweet Chariot,” 39-42
  • Wilson, T., “It’s Not the Years, Honey, It’s the Mileage,” 7-9

Swing! - Die Dokumentation

Swing! The Doc ist ein spannendes Kickstarter-Projekt über die Faszination, Musiker, Tänzer und Geschichte des Swings.

SWING! is an inside look into the culture of swing dancing and the characters who make it special. We explore the culture surrounding Swing dance, from the emergence of Lindy Hop in America to its modern-day growth to countries all over the world. Swing! looks at the lives of the dancers’ themselves to show how Swing dancing brings them great joy.

Just a small list of some of the dancers and musicians who are featured in the film include: Norma Miller, Chazz Young, Chester Whitmore, Lennart Westerlund, Dawn Hampton, Judy Pritchett, Frida & Skye, Kevin & Jo, Sharon & Juan, Evita & Michael, Nathan & Giselle, Sylvia Sykes, George Gee, Stompy Jones, Jonathan Stout, the list goes on…

Ralph Lauren - Herbst 2012

Auch die Herbstmode von Ralph Lauren für den Herbst 2012 orientiert sich deutlich am eleganten Stil der 20er Jahre.

Dieselpunk-Radio: Peppermint Candy

Das DJ-Duo Nisha & Amber aka The Broken Hearts präsentieren einmal in der Woche die Sendung Peppermint Candy auf Jazz FM. Peppermint Candy ist eine Hommage an die Zeiten des Swing, Lindy Hop und des Charleston, aber auch an Frank Sinatra, Sammy Davis Jr. & Co. Die Wortbeiträge beschäftigen sich mit der Geschichte des Swings, dem richtigen Stil oder auch aktuellen Themen wie zum Beispiel die James Bond Ausstellung in London zur Zeit. Zu hören ist die Sendung entweder live Donnerstags von 6-7 (engl. Zeit) oder die jeweils letzte Sendung als Audio on Demand (rechts oben in der Navleiste).

Jazz-Toilette

In der Jazzissimo Lounge in Rumänien geht man einen Schritt weiter: Der Jazz ist überall, selbst auf der Herrentoilette in Form von Waldhörnern als Urinal.

via Laughing Squid.

Bordfunk - Gedieselt

Die Episode in der wir eine merkwürdige Webseite finden und diese als Anlass zur Diskussion über alternative Welten nehmen und uns ein relativ langes GGG gönnen.

Dingsis

GGG Alex: Mira Grant – Deadline / Americana Sampler / Casino Royal, der andere.
GGG Leo: In Legend; Murder Rooms – The Dark Beginnings of Sherlock Holmes; Émile Bravo: Spirou. Portrait eines Helden als junger Tor

Den Jazz leben

Foto: Kristen Morgan

Der 34jährige Jazz-Musiker Michaela Arnella aus Brooklyn lebt im 21 Jahrhundert, da er aber seine Berufung als Künstler ernst nimmt, ist der Fedora nicht nur Bühnenoutfit. Die New York Times berichtet in einem spannenden Artikel über den Zeitreisenden aus der Jazz-Ära.

NYT: Living in the past is a full time gig