Steampunk und Viktorianisches im Rollenspiel

Eigentlich habe ich nur nach Abenteuern und Hintergrundinformationen für das oft unterschätzte Castle Falkenstein gesucht, und dann ist mir die Arbeit eines sehr fleißigen Bloggers auf dem Bildschirm erschienen, den ich den rollenspielenden unter unseren Leser in keinem Falle vorenthalten möchte.

Lowell Francis hat sich die Arbeit gemacht und einfach mal alle viktorianischen und steampunkigen Rollenspielen, die er gefunden hat, chronologisch zu ordnen, zu beschreiben und so weit es ging zu verlinken. Respekt.

Hier gehts lang: Age of Raven Blog

aor banner

Gastbeitrag: Den NDR zu Gast

Der NDR war kürzlich zu Gast bei Herrn Teleman von Phone und seiner Gattin Viktoria vom Waldesrand. Über ihre Erfahrungen berichten sie nun hier (und natürlich gibt es auch den Beitrag zu sehen.)

Den NDR zu Gast – oder warum ich GEZ-Gebühren bezahle

Sehr geehrte Mitreisende

Im Laufe der vergangenen Jahre, derer tatsächlich noch gar nicht so viele verstrichen sind, fügte es sich, dass die eine oder andere Kamera das Treiben der Phonepunks oder der Machina Nostalgica eingefangen hat.

Nun trug es sich zu, dass der NDR das Vorhaben ersann diesen, den meisten noch relativ unbekannten Kunststil, einmal etwas näher zu beleuchten und so bekamen wir eine Anfrage der Autorin Fanny Weiß zu einer Berichterstattung, die für das Vorabendmagazin DAS! laufen sollte. 3:30 Min sollte der Beitrag bemessen. Man einigte sich auf den 31. März und wir kamen auch sehr schnell überein, dass  es Aktionen gibt, die wir auf gar keinen Fall befürworten, wie beispielsweise in voller Montur mit Kamerabegleitung durch eine Fußgängerzone gejagt zu werden um Passanten zu befragen, wie sie den Mummenschanz denn so finden würden.

Wir trafen uns dann am Vormittag in den Galerieräumen des Kremper Logenhauses. Das Eis war schnell gebrochen und es wurden allerlei „Dinge“ in den Flur getragen. Auch das „Studio“ war schnell gefunden: der wahrscheinlich kleinste Zwischenraum zwischen Gesellschaftsraum, Galerie und Büro, denn dieser konnte problemlos abgedunkelt werden und Platz ist bekanntlich in der kleinsten Hütte.

Es dauerte ca. 1,5 Stunden bis man sich mit dem ganzen technischen Aufwand eingerichtet hatte und das erste Mal die Kamera lief. Stunde um Stunde verstrich, draußen heulte der Orkan und die einzige zeitliche Mahnung bildete die halbstündlich schlagende Kirchturmuhr.

So langsam schwante mir etwas: der Kameramann Lars Hinrichs war eigentlich der Erste, bei dem es auffällig wurde. Durch dieses winzige Okular fing er Stück für Stück immer mehr Details des Ganzen ein und wurde beinahe wie in einen Sog gezogen. Mehr und mehr einzelne Teile und winzigste Details mussten aus allen Blickwinkeln in die digitale Welt verbracht werden und der Virus Steampunk forderte sein Opfer.

Es stimmte der Tontechniker Timo Schwab mit ein: „kann ich das Geräusch noch mal haben, das ist ja genial, was für eine Atmosphäre“. Und wieder und wieder wurde an Wählscheiben gedreht, die Spieluhr betätigt oder das pulsartige Ticken des Metronoms eingefangen – die Kirchturmuhr schlug im Halbstundentakt.

Eigentlich schon viel zu spät wurde gemeinsam eingepackt, denn es stand noch ein Szenenwechsel zum phonepunk´schen Anwesen auf dem Plan. „Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der NDR, dem der Steampunk in den Adern gerinnt“

Nach einer vorbereiteten Stärkung versuchte man den Platzbedarf in der heimischen Werkstatt noch zu reduzieren, wobei der Tonmann mittlerweile seinen Job draußen im, seinen Zenit erreichenden Sturm, verrichten musste. Wer das Anwesen kennt, kann sich vorstellen, wie das aussah.

Da auch die Autorin offensichtlich vom Thema mit- und hingerissen schien, wurde die Abschlussszene nach Innen ins heimelige Wohnzimmer verlegt, weitere Fragen beantwortet, mit und ohne Kamera und man verlor sich Stück für Stück in den Einzelheiten und anderen Mikrokosmen des Genres.

Nach einem langen Tag, voller neuer Eindrücke, denn auch ich habe mir viel vom Kameramann abgeguckt, war alles wieder verpackt, man verabschiedete sich mit der Versicherung, dass es allen sehr viel Spaß gemacht hat und meine Frau betonte noch einmal, dass ja selbst die Haarspange aus häuslicher Produktion stammte.

„Haarspange? – Welche Haarspange?“

„Na, die hier, die ich im Haar habe.“

„Wieso habe ich die nicht bemerkt? Das geht nicht, das müssen wir mit rein haben, ich pack noch mal ganz schnell aus, aber das geht wirklich nicht, da ist mir die Zeit jetzt egal“

Kamera raus, Beleuchtung raus, neuen Akku rein, alles auf Anfang und die Spange eingefangen.

Nach ca. 8 Stunden Arbeit wurde sich endgültig verabschiedet. Es gab allerdings noch diverse Nachfragen, damit auch ja nichts verkehrt in Umlauf gebracht wird, damit die Professionalität und die Qualität des Berichtes gewahrt bleibt, damit ein Beitrag, der 3:30 Minuten lang ist und im Vorabendprogramm läuft, bei den Zuschauern im Gedächtnis hängen bleiben kann  und eben nicht einer von vielen ist, der morgen schon wieder vergessen wird. Zusätzlich darf man sich die Recherchearbeit, das Sichten des Materials, den Schnitt, das Einsprechen der Texte und das Zusammenfügen vorstellen. DAS ist Qualitätsanspruch. DAS ist maximaler Respekt. Und deshalb haben wir DAS auch für „DAS!“ gemacht.

Und deshalb zahle ich auch GEZ-Gebühren (ohne für das Thema Geld zu bekommen), denn dann ist sowas möglich, Privatsendern habe ich bisher abgesagt, weil ich mich bei denen nicht auf das Vertrauensspiel einlasse.

Doch hier nun das Ergebnis, der Beitrag beginnt bei 28:00 Minuten

In der Hoffnung, dass Ihnen der Sendebeitrag ebenfalls gefallen hat,

Ihr

Teleman von Phone, nebst Gattin Viktoria vom Waldesrand

La nuit publique 2015 - Ankündigung

Herr Remington Brass kündigte kürzlich eine Fortsetzung der Nuit pur le Ferite an, diesmal soll die Veranstaltung jedoch noch größere Kreise ziehen, aber lesen Sie selbst:

 

Sehr verehrte Damen und Herren,

hochgeschätzte Mitreisende,

diejenigen unter Ihnen, die sich bereits etwas länger an Bord der HMS Anastasia aufhalten, werden sich möglicherweise daran erinnern können, dass im Frühjahr des vergangenen Jahres die “Nuit pour le Ferite” stattgefunden hatte. Die Damen und Herren des gleichnamigen Ordens hatten sich heimlich verabredet, gemeinsam eine ganze Nacht lang in ihren jeweiligen Werkstätten oder Ateliers fleißig zu sein und in regelmäßigen Abständen die Fortschritte ihrer nocturnen Aktivitäten in Wort und Bild hier im Salon zu präsentieren.

Wer den Gesprächsfaden dieser Nacht gern kennen lernen (oder nochmals nachlesen) möchte, der kann dies hier tun.

Schon am Morgen danach – noch von den “Strapazen” der durchwachten Nacht gezeichnet – war allen damaligen Mitwirkenden klar: So etwas wird es im kommenden Jahr wieder geben – und dann sollen alle Interessierten mitmachen können …

Hier ist sie nun also, die Bekanntmachung und Mitmach-Einladung zur

Nuit publique

Freitag, 29. Mai ab 20.00 Uhr bis Sonnenaufgang

Seien Sie dabei und lassen Sie sich verzaubern von dem unvergleichlichen Gefühl, allein und doch gemeinsam mit vielen Anderen überall im Lande, eine ganze Nacht lang an einem Projekt Ihrer Wahl zu arbeiten. Zeigen Sie zwischendurch, was Sie tun und schauen Sie, was die Anderen tun!

Nutzen Sie die noch reichlich bemessene Vorbereitungszeit, um Ende Mai gerüstet zu sein für unsere gemeinsame Steampunk-Nachtschicht! Was Sie sich zu tun vornehmen, bleibt ganz Ihren Vorlieben überlassen.

Spitzen Sie die Nähnadeln an, wärmen Sie die Lötgeräte vor, rühren Sie Farben an, kochen Sie Knochenleim, polieren Sie das Bügeleisen, gerben Sie Leder, plündern Sie Schrottplätze, schärfen Sie Messer und Sägen – was auch immer … tun Sie´s! Bereiten Sie sich vor! Aber verraten Sie noch niemandem, was Sie in der Nuit publique vorhaben.

Und sagen Sie bereits jetzt alle Termine für Samstag, den 30.Mai ab – Sie werden Schlaf nachholen müssen!

Die Nuit publique wird auch im Veranstaltungskalender als Event gepostet. Alle Teilnahme-Interessenten werden gebeten, sich dort anzumelden.

In der Hoffnung, sich mit Ihnen gemeinsam eine Nacht um die Ohren schlagen zu können grüßt

Remington Brass

Wir hoffen, im Nachgang einige der entstandenen Werke hier präsentieren zu dürfen. Seien Sie also gespannt und verfolgen sie das Geschehen im Salon oder noch besser: Nehmen Sie teil!

Steampunk Goes Europapark

Zu Eröffnung der Sommersaison wurden in den Freizeitpark Europapark Rust einige Mitglieder von Freiburg unter Dampf eingeladen.
Fräulein Turusula von Ungefähr berichtet Ihnen in diesem Gastbeitrag von ihren Erlebnissen:

 

Am 26.3.2015 gab der Europapark Rust mit einer großen Pressekonferenz den Auftakt für die Sommersaison in seinem 40. Jubiläumsjahr.
Wir – Pierre de Vapeur und Tutursula von Ungefähr von Freiburg unter Dampf – wurden angesprochen, ob wir nicht Lust hätten als „Walking Act“ mitzuwirken. Also liefen die Drähte heiß und wir organisierten nach den thematischen Vorgaben des Eventmanagements eine kleine Gruppe von Steampunks aus dem süddeutschen Raum, denen die Ehre zuteil wurde, an diesem großen Ereignis teilzunehmen:
die Damen von Ungefähr: klein Ragna von Ungefähr – unser dreijähriges Küken, Aminés von Ungefähr, Johanna von Ungefähr, beides Töchter von Tutursula von Ungefähr (Freiburg unter Dampf)
Herr Pierre de Vapeur (Freiburg unter Dampf)
Herr Baron Peter von Heim nebst Gattin Hedwig van Aken von der Badischen Luftschiffmarine
und Rapahelius Alva Grußer vom S-Team aus Sigmaringen
Unterstützt wurden wir von Ragnas Mama, Nele “von Ungefähr”, die auch so lieb war und viele Fotos vom „Making of“ machte.

(Diese sind hier im Salon zu finden)

Europapark 1

Es war ein aufregender Tag! Wir mussten früh anreisen, uns umziehen und proben, proben, noch mal proben…. Und dann WARTEN…..
Warten auf die Familie Mack, Miss Germany, viele prominente Gäste und 300 Vertreter von Presse, Funk und Fernsehen. Wir waren ganz schön aufgeregt, aber dann klappte alles reibungslos. Jeder hatte seine Rolle: der Baron und Raphaelius standen in luftiger Höhe auf dem Zeppelin-Skelett und sollten dort flexen und mit einer Dampfkanone schießen. Pierre de Vapeur, klein Ragna und Tutursula von Ungefähr mussten den kleinen Zug erwarten und Miss Germany angemessen begrüßen und dann zu Familie Mack geleiten. Die Damen sollten uns plaudernd und herumschlendernd erwarten. Mitten in diese Idylle hinein erklang ein Nebelhorn, es kam Hektik auf, die Damen eilten hinauf zum neu gestalteten Aussichtsturm, der dann mit seinen Passagieren in die Höhe stieg. Ein schöner Anblick, wie sie da so an den Panoramafenstern standen und winkten! Derweil blieben wir drei (Pierre, Tutursula und Ragna) unten und mischten uns ins Getümmel. Besonders auf die Kleine stürzten sich die Fotografen – sie war ja auch allerliebst mit ihrer Fliegerhaube, dem winzigen Cul de Paris und dem drehenden Propeller auf dem Rücken! Als sich die Gondel wieder nach unten bewegte und dann stehen blieb, gab es noch ein beeindruckendes Tagesfeuerwerk. Es war ein grandioses Spektakel und wir durften ein Teil davon sein!
Im Anschluss wollten wir uns gerade bereit machen zu unserer Garderobe zurück zu kehren, da hielt uns Maren, unsere persönliche Betreuerin, noch einmal auf…..

Europapark 3

Familie Mack, die „Herren über den Europapark“ hatten ausdrücklich gewünscht, dass WIR!!!! mit auf das offizielle Pressefoto sollten! Wir waren SPRACHLOS!!! Offenbar war unser Auftritt so gut angekommen, dass man uns mit auf dem sogenannten Familienfoto haben wollte. Als eingefleischte Europapark-Fans war das für uns eine ganz besondere Ehre. Also eilten wir noch einmal hinter dem ganzen Tross her, durften auch die neu gestaltete Parade bewundern und ein letztes Mal für die Presse posieren.

Europapark 2

Völlig erledigt ging es anschließend wieder Richtung Parkplatz. Ein aufregender Tag, der uns noch lange, lange in Erinnerung bleiben wird.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei allen bedanken, die uns an diesem Tag unterstütz haben.
Baron Peter von Heim, Hedwig van Aken, Raphaelius Alva Grußer
Aminés von Ungefähr, Johanna von Ungefähr, Ragna von Ungefähr, Nele „von Ungefähr“
Ihr habt klasse ausgesehen, ihr habt alle Strapazen auf euch genommen, ihr habt für große Erheiterung gesorgt, seid unermüdlich den Anweisungen der „Regie“ gefolgt und habt mitgeholfen, dass mir dieses Ereignis unvergesslich bleiben wird!
Tutursula von Ungefähr und Pierre de Vapeur

 

"The Clockwork Cabinet" in Nürnberg

“Go South” oder ich mache das einfach mal!

Am 21. und 22. März 2015 findet die erste große Steampunk Ausstellung und Messe im Süden der Republik statt.

Herr Sterneisen lädt ein, zu seinem Clockwork Cabinet.

FlyerTopseite

In der Kohnschen Villa, einer sehr stilvollen Umgebung, stellen namhafte Künstler der Szene aus und machen Programm.

 

Kohnscheinnen19klein

 

das gesamte Programm und die weiteren Details, sowie aktuelle Nachrichten finden Sie im Salon der HMS Anastasia.

 

CD-Review: Coppelius - Hertzmaschine

Coppelius HERTZMASCHINE Cover1815. Herrensitz Coppelius.
Alchemisten, Akustiker und Astrologen arbeiten im Auftrag der Herren Coppelius an einem
Verfahren, um die akustischen Instrumente Cello, Contrabass und Clarinetti auf unerhörte Lautstärke
zu verstärken: Die galvanische Amplifikation!
Die Rockgeschichte hat begonnen.
 
2015. Herrensitz Coppelius.
Die Hertzmaschine ist fertiggestellt!
Akustisches Instrumentarium entfaltet sich zu dröhnendem Klanggewitter:Das Cello röhrt, der Bass knarzt, die Klarinetten schneiden sich durch Schlagzeug und Gesang.
Gitarristen packen beschämt ihre Verstärker ein. Gaslichtromantiker, Steampunker und Liebhaber
von handgemachter Musik – Coppelius sind zurück, lauter denn je!

So wortgewaltig kündigen die Berliner Herren Coppelius ihr am 30. Januar erscheinendes Album „Hertzmaschine“ an. Der Clockworker durfte sich schon jetzt ein Eindruck des „Klanggewitters“ der fünf Herren mit Diener machen und wir wollen Ihnen nun unsere Impressionen nicht vorenthalten.*

Tracklist:
01  Tragisches Ende eines Luftpiraten
02  Der Luftschiffharpunist
03  Moor
04  Harmonie
05  Herzmaschine
06  Sternenstaub
07  Reise
08  Ein Experiment
09  Glad to be dead
10  Contenance
11  Killers
12  Es fiel ein Himmelstaue
13  Des Bettlers Traum
14  Black is the colour
15  Der Musenkuß
16  Konzert

Nicht nur das Cover des neuen Langspielers, sondern auch die Tracklist vermittelt den Eindruck, dass es im neuen Album deutlich dampfiger zugeht als bisher. (Übrigens ordnet sich die Band mit ihrer Ankündigung erstmals selbst dem Steampunk zu, das klang im Salongespräch 2013 anlässlich ihres damaligen Albums Extrablatt noch ganz anders.)

Coppelius HERTZMASCHINE Promobild 2_CMYK_300dpi

Bereits das erste Lied „Tragisches Ende eines Luftschiffpiraten“ entführt uns hoch über die Wolken, wo es zu einer ungewöhnlichen Begegnung kommt. Auf 30 Sekunden setzen Coppelius ihre quasi-Tradition der A-cappella Stücke fort.

Auch „Der Luftschiffharpunist“ agiert in großen Höhen, kommt aber deutlich rockiger daher, so dass man fast nicht glauben mag, dass es wirklich Cello und Kontrabass sind, die da erklingen. Was hier positiv auffällt, ist das im Gegensatz zu den vorangegangenen Alben besser abgemischte Schlagwerk. Leider hapert es dafür beim Gesang, dieser geht stellenweise hinter den Instrumenten arg verloren, sodass man nur dank dem wunderschön postergedruckten Booklet die Bridge vollständig verfolgen kann.
Ansonsten führt aber die dunkle, rauchige Stimme Comte Caspars gekonnt ein, in die Technik des fliegenden Ungetüms und die Arbeit des Harpunisten. Doch bei der Jagd auf Wolkenkraken (oder vielleicht doch eher „Airkrakens?“) läuft leider nicht immer alles glatt…

Dieser Song ist übrigens im in galvanischer Fassung bereits auf Amazon, iTunes und Spotify verfügbar. (Wer die MP3-Fassung vorbestellt, [Amazon / iTunes] bekommt den Luftschiffharpunisten ohne zusätzliche Kosten sofort zum herunterladen und zahlt zum Releasedatum dann nur noch den Differenzbetrag zum Album.)

DSC03707

Ein Vertreter der Airkraken Gattung “Octopelius”

Auch bei „Moor“ zeigt sich die neue Elektrifizierung der klassischen Instrumente, sodass der Song über eine wunderliche Begegnung und Hilfeleistung im Sumpf ziemlich punkig anmutet mit einer kräftigen Prise Funk. Das alles inklusive Soli und starker Verzerrung, die man sonst vermutlich nur einer Gitarre zutrauen würde.

„Harmonie“ beginnt, dem Titel entsprechend, schon deutlich ruhiger. Ein Cembalo ergänzt die sonst übliche Instrumentierung aus Cello, Kontrabass, Klarinetten und Schlagzeug. Das zunächst gemächliche Tempo steigert sich im Verlauf des Liedes zu Zylinder-fliegender Geschwindigkeit, wenn wir dank Bastilles Gesang, der von Graf Lindorf ergänzt wird, herausfinden, dass die zuvor beschriebene Harmonie nicht ganz natürlich herbeigeführt wurde…

Weiter geht es mit „Herzmaschine“ und nein, das ist kein Rechtschreibfehler, diesmal ohne „t“, denn es geht um ein schlagendes Herz, eines, das sich nicht verlieben will und seine Gefühle mit Dampfkraft und Kesseldruck unter Kontrolle zu halten versucht.
Textlich ist dieses Stück sicherlich (neben dem Luftschiffharpunisten) das steampunkigste des Albums. Vielleicht liegt es daran, dass hier das Wissen der Szene, allen voran Jochen Enderlein aka Horatius Steam, mitgeholfen hat, den technischen Hintergrund zu erstellen.
Die Rhythmik erinnert an „Reichtum“ (Extrablatt, 2013), der Aufbau variiert jedoch:  Stampfendes Schlagzeug wechselt mit melodischen Klarinettenparts, teilweise unterstützt von Cembalo.

Nach diesem kraftvollen Stück folgt mit „Sternenstaub“ quasi das absolute Gegenteil. Eine traurige Ballade, in der die akustischen (unverstärkten) Eigenschaften der Instrumente ausgenutzt werden um gemeinsam mit Bastilles Gesang die Kälte des ewigen Eises heraufzubeschwören. Relativ Coppelius-untypisch gibt hier ein Klavier den Ton an.

Das nachfolgende „Reise“ wird dann wieder etwas flotter und zum Takt einer dahin rasenden Dampflokomotive zeigen hier besonders die Klarinetten ihr Können.

Rasant geht es weiter und mit „Ein Experiment“ wird ein weiteres omnipräsentes Thema des Steampunks bedient: Der verrückte Professor. Zerstreut schraubt und werkelt er, von Max Coppella vertont, an verschiedenen Erfindungen, deren Beschreibungen dem geneigten Hörer doch mehr oder weniger bekannt sein dürften. Unterstützung erhält er von einem Assistenten. Wer beim Castlefest 2014 dabei war, dem dürfte die Stimme von Baron von Ede bekannt vorkommen, die da immer wieder erklingt und den Professor vor dem Schlimmsten bewahrt. Leider kommt er nicht immer rechtzeitig, sodass das Lied ein sehr abruptes Ende findet.
Musikalischen wie textlich ist „Ein Experiment“ durchaus auf der humorvollen Seite zu finden, ähnlich wie „Gumbagubanga“ (Zinnober, 2010).

Castlefest 2014-14

Baron von Ede auf dem Castlefest 2014

Ernster und auch härter wird es danach mit dem ersten der drei englischsprachigen Titel des Albums „Glad to be dead“. Hier wird sich wieder einmal auf die langjährige Geschichte der Band berufen (s.o.)  und die „gute alte Zeit“ besungen, sodass die Zeitgenossen der Herren, die mittlerweile das zeitliche gesegnet haben, froh sein können, bereits tot zu sein. Bei näherer Betrachtung des Besungenen merkt man jedoch schnell, dass nicht alle Änderungen wirklich schlecht sind, auch wenn die Kritik des ständigen Wettbewerbs und der steigenden Überbevölkerung natürlich berechtigt sind.

Da kann einen schon mal die Wut packen. Dann ist das sich Mantra-artig wiederholende „Contenance“ genau das Richtige um die Haltung zu bewahren oder zurückzuerlangen. Auch hier zeigen Coppelius ihr Können im Bereich des mehrstimmigen Gesangs.

Nachdem die Gemüter sich ein wenig beruhigen konnten, lässt der nachfolgende Song das Blut wieder hochkochen. Es gilt als allgemein bekannt, dass die Jungs von Iron Maiden in den 1980er gerne einmal ein Lied, was natürlich im Original von Coppelius stammt, coverten. Nach „Murders in the Rue Morgue“ (Original von Coppelius veröffentlicht: Time-Zeit, 2007), bringen Coppelius nun mit „Killers“ eine weitere „Originalfassung“ heraus.
Die Energie, die Bastille bei diesem Stück live auf die Bühne zu bringen pflegt, kann aber leider nicht 100%ig auf CD gebannt werden. (Ein weiterer Grund unbedingt einmal ein Konzert zu besuchen, Termine weiter unten.)
Nichtsdestotrotz ist das Lied ein hervorragendes Beispiel für den selbsternannten Stil des „Kammer-Core“ (oder auch „Heavy Wood“), der hier auf den klassischen Instrumenten hervorgebracht wird und einen spätestens hier den Zylinder einen guten Hut sein lässt und zum extatischen Haare schütteln veranlasst.

Coppelius Hamburg Knust 27.03.2014

Hamburg – Knust 27.03.201

Beim der folgenden Liebesballade ist es nun wiederum umgekehrt: Hier covern die Herren Coppelius; nämlich eine klassische Volksweise, die aus den Jahren um 1539 stammt: „Es fiel ein Himmelstaue“. Auch die Instrumentierung bleibt klassisch, wieder in Verbindung mit dem Cembalo.

„Des Bettlers Traum“  ist da weit weniger klassisch. Besungen wird hier der Bettler, den keine materiellen Güter glücklich machen können, dafür aber seine (unerreichbare) Liebe. Thematisch scheint das Stück ein Pendant zu „Habgier“ (Tumult, 2009) zu bilden, ist musikalisch jedoch deutlich unaufgeregter. Es dominiert eher die Abscheu gegenüber der Hortung von Besitztümern und das Schmachten nach einer Unerreichbaren.

Mit „Black is the colour“ folgt eine weitere Interpretation klassischen Liedgutes. Diesmal ist es ein englisches bzw. genauer ein schottisches Liebeslied, was in Begleitung des Cembalos durch den Diener vorgetragen wird.
Live ein würdiger Nachfolger von „Ade mein Lieb“ (Zinnober, 2010).

Coppelius Stuttgart 05.04.2014 007

Stuttgart 05.04.2014

Der vorletzte Song des Albums beschäftigt sich mit der Inspiration des Künstler, dem „Musenkuß“. Mit gezupften Saiteninstrumenten beginnt es leise, doch dann bricht das gewohnte coppelianische Chaos aus. Denn leider ist die Muse in diesem Falle einzig in flüssiger Form zu erreichen. Welche Auswirkungen das auf den Dichter hat, zeigt sich in Text und Musik gleichermaßen, denn letztere steigert sich immer weiter in immer ausgedehnteren Soli, Variationen etc. bis nach der letzten Zeile der Höhepunkt erreicht und „Aus und Schluss“ damit ist.

Das Album ist hier aber noch nicht zu Ende, als 16. folgt eine recht ungewöhnliche Form der Darbietung: Die Vertonung von Heinz Max Aids Gedicht „Konzert“. Wobei Vertonung vielleicht etwas zu viel ist: zu den melancholischen Klängen der akustischen Instrumente wird der Text verlesen, welcher von dem Hin und Her gerissen sein nach einem Konzert berichtet: Soll man glücklich sein, weil es so gut war, oder traurig, weil es vorbei ist?
Gut, das der heimische Tonwiedergeber eine Wiederholungsfunktion hat und diese Entscheidung dem geneigten Hörer dieses Langspielers erspart bleibt!


FAZIT:
Spätestens dem neuen Album „Hertzmaschine“ sind Coppelius mitten im Steampunk angekommen. Leitthemen des Genres (Luftschiffpiraten, Dampfmaschinen, verrückte Wissenschaftler) werden textlich aufgenommen und verarbeitet. Insgesamt ist es weniger gesellschaftskritisch als sein Vorläufer Extrablatt (2013), dafür aber wahrscheinlich auch massentauglicher.

Auch musikalisch scheinen sich die Herren mehr und mehr am allgemein-Geschmack zu orientieren, was aber keinesfalls negativ sein muss. Es gibt immer noch die, meiner Meinung nach typisch coppelianischen, Mehrstimmen-Gesänge und auch die Klarinetten-Soli bleiben uns erhalten. Durch die neue Amplifikation verwischt aber klanglich mehr und mehr der Unterschied zwischen klassischen Instrumenten und der „Rock-Normal-Besetzung“, sodass dem zufälligen Hörer das besondere Instrumentarium von Coppelius womöglich entgeht. Auf der Bühne jedoch dürfte es dafür umso mehr rocken. Man darf also gespannt sein auf die kommende Konzerttour (s.u.).

Es sind auffallend viele Balladen und ruhige Stücke (mind. 6) auf der Platte gelandet, nichtsdestotrotz wird aber auch die Haar-Schüttelnde Fraktion ausreichend bedient, sodass der Zylinder (sofern er nicht festgetackert ist) getrost im Regal bleiben kann. Genügend Ohrwurm-Potential inklusive!

Alles in allem ein typisch coppelianischer Mix aus verschiedenen Genre-Einflüssen unter voller Ausnutzung der technischen Möglichkeiten der Instrumente der sich definitiv lohnt!

(Wer immer noch mit dem Kauf hadert, ist selber Schuld, aber vielleicht überzeugt ihn ja der Hinweis, dass das Booklet als Poster gedruckt wurde und so als Deko für’s steampunkige Eigenheim durchaus Potential hat.)


CD release
Die offiziellen Veröffentlichunsfeierlichkeiten finden übrigens am 30.01. in Berlin statt und werden um 18.00 Uhr mit einem Fanatikertreff (inkl. Fragerunde, Spiele etc.) beginnen, ab 23.00 Uhr öffnet dann der Maskenball seine Tore.

Mehr Informationen sind hier zu finden.

Natürlich gehört zu einem neuen Album auch eine Konzertreise und wie oben bereits mehrfach mitschwang sollte man sich die Herren und ihren Diener unbedingt einmal live ansehen!

Hier haben sie die Möglichkeit dazu:
11.03.2015  (Mi)  Osnabrück, Lagerhalle
12.03.2015  (Do)  Bochum, Matrix
13.03.2015  (Fr)  Hamburg, KNUST
14.03.2015  (Sa)  Hannover, Musikzentrum
20.03.2015  (Fr)  Berlin, LIDO
21.03.2015  (Sa)  München, Backstage
22.03.2015  (So)  Nürnberg, Hirsch
02.04.2015  (Do)  Stuttgart , Club Cann
03.04.2015  (Fr)  Wien, Szene
04.04.2015  (Sa)  Annaberg-Buchholz, Alte Brauerei
30.04.2015  (Do)  Magdeburg, Factory
01.05.2015  (Fr)  Hexentanzfestival
02.05.2015  (Sa)  Leipzig, Werk 2

Tickets unter gibt es bei extratix.de

 

_____________________
*(Anm. d. Red.: Auch wenn hinlänglich bekannt sein sollte, dass unsere reviewende Autorin ein besonderes Faible für die Herren hat, möchten ich Ihnen versichern, dass ich diese Rezension so objektiv, wie möglich durchgeführt wurde.)

Steampunk im Museum...

…oder,

jemand müsste mal.

 

“Jemand müsste mal!” mit diesem Satz begann vor zwei Jahren eine Idee.

Die Idee, die Objekte der Deutschen und Schweizer Steampunker zusammenzutragen und in einer Ausstellung dem breiten Publikum zu präsentieren.

Aus dem “jemand müsste mal” wurde ein “ich mache mal…” und daraus ein “ich habe ein Haus, ein winziges Budget, lasst uns einfach mal machen!” (André Kahlke)

Die Ausstellung “Machina Nostalgica” war geboren.

Die erste Ausstellung im Prinzesshofmuseum wurde mit 20 Steampunk Künstlern aus Deutschland und der Schweiz ein Erfolg, mit dem niemand gerechnet hatte. 18 Vorträge über das Genre, Modenschauen, das Duo “Damenkraft” und diverse Führungen zogen vom August bis November 2013 über  2.300 Besucher an. Eine virtuelle Schnitzeljagd führte die Besucher durch die Ausstellung und vermittelte was Steampunk eigentlich ist.

Ein Gastspiel, zu Pfingsten diesen Jahres, im Weltkulturelbe “Kunststätte Bossard”, in der Nordheide, läutete sozusagen die Saison 2014 ein. Als geladene Gäste des Hauses, durften wir das Genre und die “Kunstrichtung Steampunk” vertreten. Zwei Vorträge an den beiden Tagen, diverse Gespräche und eine Ausstellung, die sich als Publikumsmagnet für die über 700 Besucher darstellte, brachte das Genre und die Kunstrichtung den Besuchern näher. Auch Pfingsten 2015 wird der Steampunk wieder Gast des Hauses sein.

_DSC0418k

_DSC0394k

Pfingsten in der Kunsstätte Bossard

Das Highlight des Jahres 2014 für den Steampunk in Norddeutschland, war sicherlich die Dauerausstellung im Maschinenmuseum Kiel.

Die Kieler Nachrichten brachten einen tolle Artikel über das Ereignis und sorgten letztendlich auch dafür, dass insgesamt mehr als 3.000 Besucher in nur 3 Wochen erreicht werden konnten.

Bereits am Eröffnungstag im Rahmen der Nacht der Museen konnte eine Vielzahl von Besuchern begeistert werden. Bei der Eröffnungsrede, wies Herr von Phone auf die Einflüsse des Steampunk hin, berichtete über die Ursprünge der Bewegung und des Begriffes und führte die Anwesenden in das Thema ein. Die führende Internetseite des Genres in Deutschland, der Clockworker, wurden dabei ebenso erwähnt, wie das dazu gehörige Forum, der Rauchersalon.

_MCM9055

Herr von Phone alias André Kahlke bei der Eröffnungsansprache

Die Steampunkexponate, diesmal von 3 Künstlern aus dem Norddeutschen Raum, wurden im Uhrenhaus, zwischen den Modellen des Museums platziert. Wie der Museumsleiter (Herr Horter) bemerkte, passten die SP – Exponate perfekt in das gesamt Ambiente und verschmolzen wirkungsvoll mit dem Museum.

Zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Museums gelang eine stimmungsvolle Nacht und eine gut besuchte Dauerausstellung.

_DSC0814

Spiel mit Licht und Schatten während der Nacht

Nun ging es nicht nur darum, sich und seine Exponate zu präsentieren. Das Publikum wurde mit Vorträgen, Vorführungen und einem Workshop in das Gesamtgeschehen eingebunden. Umfangreiche Darbietungen über Werkstoffe, Methoden, Werkzeuge, Ideen, Tesla Technik und “Mad Sientists” führten zu regen Diskussionen im Anschluss der Vorträge, während der Dauerausstellung und der Abschlussveranstaltung.

_DSC0744

Herr Junophor bei seinem Vortrag

Die Ausstellungsreihe wurde und wird von einem Fotografen, einem Filmemacher, einem Modelabel, diversen Models und einem breiten Presseecho begleitet.

Bilder: Phonepunk, NeedMoreCoffeeMan

Königlicher Steampunk auf der Elfia?

Am kommenden Wochenende ist es wieder so weit: Die Elfia (vormals Elf Fantasy Fair) öffnet in Arcen wieder ihre Tore für Fantasy aller Art.

Klassische High Fantasy, Science Fiction, Anime und Manga, Historisches, Gothic und noch vieles mehr gibt es auf dem Gelände des Schlossgartens Arcen zu entdecken. Einige Eindrück aus dem vergangenen Jahr sind hier zu finden.

Elfia-1-LogoWie im vergangenen Jahr wird sowohl das niederländlische Steampunk Objective, als auch die Steampunk Expeditions Gesellschaft  die Elfia in Sachen Steampunk bevölkern.

In diesem Jahr gibt es aber noch einen besonderen Grund für Steampunks anwesend zu sein: Zum ersten Mal stellt sich ein Steampunk Paar den Wahlen zum Königspaar von Elfia. Und zum ersten Mal wird die Wahl direkt vor Ort durch das Publikum getroffen!

Ezekiel und FaryIna Barentszn vom Steampunk Objective werden in der Royal Debate am Samstag, 11.30 Uhr auf der Elfo Stage gegen Maximus, Minerva und Prinz Toby antreten. (Mehr Infos zu beiden Kanditatenpaaren gibt es hier)

Im Anschluss finden die Wahlen durch das Publikum und die Krönung der Gewinner statt. Wer also am Samstag die Elfia besucht, sollte unbedingt auch an der Elfo Stage vorbei schauen und Ezekiel und FairyIna unterstützen!

Elfia Royal Election

“Während einer der vielen Reparaturen am Apparatus Machinicus entstand ein Wirbel oder eine Öffnungen zwischen den Dimensionen. Deswegen begaben sich Sir Ezekiel Barentszn und Lady FairyIna Barentszn auf eine dreidimensionale Reise. Sie entdeckten eine Welt voller Wunder, mit Elfen, Drachen und fremden Völkern. Dank FairyIna und ihrer Kenntnis über Naturschöpfungen fanden sie bald heraus, dass sie sich im Königreich Elfia befanden. Während der Erkundung trafen sie auf die Königin und den König, die ihnen sagten, dass die aktuelle Technik eine Menge Probleme verursachte. Genau das war Ezekiels Spezialität! Dank ein paar genialer Erfindungen wussten sie, wie man reines Trinkwasser für alle herstellen konnte, und aus diesem Grund wurde den beiden die Übernahme des Throns angeboten. Sir Ezekiel bat FairyIna auf eine sichere Welt für jede Art der Naturschöpfung zu achten, in welche sie dank Apparatus zeitreisen konnten. „Wir werden immer versuchen sicherzustellen, dass jeder mit Respekt behandelt wird und dass reines Wasser überall verfügbar ist.””

Steampunk-Krimidinner in Berlin

Wer am 12. April noch nichts vor hat und sich in der Hauptstadt befindet (oder die Aetherkutsche in dorthin bringen kann), der sollte sich überlegen, ob er nicht Lust hat, an der Teegesellschaft teilzunehmen.

Foto: Jörg Merlin Noack

Foto: Jörg Merlin Noack

Es wird kriminell in Groß-Berlin!
Am 12. April, in nun mehr einer Woche, ist es so weit. Das erste Berliner Steampunk Krimidinner (https://www.facebook.com/events/581981155211280/?fref=ts) bittet zu Tisch. Ein Kriminalfall bei Kaffee und Kuchen soll gelöst werden.

Eine Mischung aus Kaffeekränzchen und Liverollespiel in gemütlicher Atmosphäre.
Das Spiel findet im Comic Kaspar (Rosenthaler Platz, unter dem Haus am See) statt.
Der Eintritt kostet 15 Euro und kann solidarisch bis zu einem Betrag von 20 Euro aufgestockt werden, im Preis enthalten ist der Eintritt zur Teegesellschaft inklusive Buffet, dem darauf folgenden Auftritt der Band SISC und der Luftschiff Tanzveranstaltung.

Alles was sonst noch benötigt wird ist ein ausgefüllter Charakterbogen.
http://mitternachtsgesellschaft.de/teegesellschaft/Anmeldebogen140212.pdf
Sie können ihn online ausfüllen und dann an E.Ende[at]live.de zurück schicken.
Wir freuen uns über Rückfragen und ihre Teilnahme.

Euere Mitternachtsgesellschaft
Eva Ende und Doktor E. R. Kluge
Lilly Letterweib und Jörg Merlin Noack

Rückfragen bitte über das Facebook Event, an E.Ende@live.de oder an die Mitternachtsgesellschaft (http://facebook.com/mitternachtsgesellschaft) stellen.

Weitere Infos zum bespielten Hintergund, Charaktererstellung, Live-Rollenspiel und Krimidinner allgemein und vieles mehr finden sich auf der Homepage der Teegesellschaft.

Die Luftschiff-Tanzveranstaltung ist auch als Veranstaltung im Salon zu finden.

Und wenn das alles immernoch nicht überzeugt, lässt sich eventuell zu einem Trip nach Berlin hinreißen, wenn er erfährt, dass am Abend vorher die Herren Coppelius in der Hauptstadt aufspielen. Das alles, sollte doch eine Reise nach Berlin wert sein!

Die FaRK will Dich!

Zum zweiten mal nun öffnen sich die Tore der Saarländer Messe FaRK am 30.8. & 31.08.2014. Ein Wochenende voller Fantasy, Science Fiction und Steampunk mit großartigen Gästen in einer beeindrucken Kulisse auf über 20.000qm in den Wassergärten von Reden.

1524845_3815934972606_2079904349_n
Wollt ihr Klingonisch lernen, Drachen beobachten, wie Sherlock kämpfen, Autoren zuhören, in der Baker Street Tee trinken, den Cosplay Contest gewinnen, vor Predatoren fliehen ( oder sie jagen ), in einem X-Wing sitzen, oder gar selber als Aussteller oder Händler anwesend sein?

Hervorragend, denn die Messe sucht noch Teilnehmer und Aussteller für die Steampunkhalle. Stellt eure einmaligen Werke vor, fachsimpelt mit anderen Steampunkern, trefft viele Leute und seit mit dabei, wenn die FaRK dieses Wochenende zu etwas besonderem macht.

Meldet euch auf der Veranstaltungsseite oder per Mail bei fark@kupferwerk.org wenn ihr etwas beitragen wollt.

Aus dieses Mal geht der Erlös der Veranstaltung zu 100% an das Kinderhospiz Saar

Steampunk Hands around the World - Bericht aus Hamburg

Steampunk Hands

Im Rahmen der weltweiten Aktion “Steampunk Hands around the World” im Februar (auch hier) berichtet Amelia Zeichnerin über die Treffen in der Hansestadt Hamburg und gibt einen Einblick in die Aktivitäten der Gruppe dort.

Die ersten Steampunk Treffen in Hamburg – ein Rückblick

Durch einen Club im Rauchersalon, die “Vereinigung der nordischen Ladies und Gentlemen”  wurde ich 2012 dazu angeregt, in Hamburg selbst Steampunk Treffen zu organisieren.
Die Idee kam mir außerdem durch einen Besuch in der historischen Hamburger Restaurant-Kneipe “Anno 1905″. Diese stammt aus eben jenem Jahr und sieht auch noch genau so aus, mit einer historischen Theke, zahlreichen historischen Gemälden und Photographien und teilweise antiken Möbeln. Durch drei Separees für größere Gruppen eignet sich das Restaurant sehr gut für eine Abendgesellschaft.

1. Treffen – „eine Abendgesellschaft“

Mithilfe von Terminumfragen bei Doodle fanden wir den ersten Termin im Oktober 2012. In überschaubarer Runde mit 9 Personen besuchten wir zunächst das Hamburger Museum für Arbeit, das auch die Zeit der Industrialisierung genauer beleuchtet. Hier konnten wir unter anderem eine Miniatur-Dampfmaschine und alte Druckerpressen bewundern und die Geschichte der Kolonialwaren, die im 19. Jahrhundert im Hamburger Hafen ankamen. Die Teilnehmer des Treffens reisten teilweise auch aus Lübeck und aus anderen Städten an.
Im “Anno 1905″ ließen wir das Treffen gemütlich ausklingen bei Speisen und Getränken. Die Herren Johann Alexander Krieger und Frédéric Dantés trugen mit einer kleinen Kurzgeschichten-Lesung zur Abendunterhaltung bei. Beim Treffen dabei waren sowohl Damen und Herren in Steampunk/edwardian/victorian Outfits, wie auch Gäste in „zivil“, darunter einige Neulinge im Bereich Steampunk. Auf dieser Gesellschaft gab es einige interessante Diskussionen über Steampunk und seine vielfältigen Erscheinungsformen.

2. Treffen – „Der Neujahrs-Empfang“

Wir starteten ins Jahr 2013 mit einem Besuch des Museums für hamburgische Geschichte.
Dort gibt es u.a. historische Maschinen aus dem 19. Jahrhundert, Mode und Accessoires von 1500 bis 1920, Stadt und Kirchenmodelle, Themen zur Schifffahrt, Piraterie und Hansestadt, einen rekonstruierten Kolonialwarenladen, desweiteren Europas größte Eisenbahnmodell Anlage. http://www.hamburgmuseum.de/d/htm_d/neu/information-oeffnung.html

Erneut begaben wir uns im Anschluss ins „Anno 1905“. Diesmal gab es dort eine musikalische Darbietung von Herrn Sinisa Becanovic, der außerdem eine Lesung von Herrn Krieger musikalisch unterlegte. Miss Selina Ruskin erzählte uns außerdem vom Tee-Duell, welches nach festgelegten Regeln mit Tee und Keksen bestritten wird. Der Wirt des „Anno 1905“ war so freundlich, die Musik im Lautsprecher des Separees für die musikalische Darbietung auszuschalten. Und natürlich gab es auch Zeit für anregende Unterhaltungen.

3. Treffen – „Der Frühjahrs Salon“

Im April 2013 gab es ein maritimes Treffen, was gerade in Hamburg zum Pflichtprogramm gehören sollte meiner Ansicht nach: Wir besichtigten nach einer Idee von Sir Elias Ashton den historischen Großsegler “Rickmer Rickmers” am Hamburger Hafen. Dieses Museumschiff wurde bereits im Jahr 1896 gebaut und ist eine Besichtigung auf jeden Fall wert. Auf großes Interesse stieß die stilvoll eingerichtete Offiziersmesse, in der man sich auch hinsetzen konnte.
Nach der Besichtigung und einem kurzen Spaziergang bis zu den Landungsbrücken kehrten wir erneut im „Anno 1905“ ein, wo wir schon wie Stammgäste herzlich begrüßt wurden. Trotz einiger Recherchen war es mir bis dahin nämlich nicht gelungen, ein anderes historisches Lokal zu finden, welches unseren Wünschen gerecht wird. Daher reservierte ich im Vorfelde getreu dem Motto „Never change a winning team“ wieder einige Tische im „Anno 1905“ für unseren „Frühlings-Salon“.
Auch diesmal ließ es sich Herr Krieger nicht nehmen, neue Geschichten vorzutragen, genauer gesagt, abenteuerliche eigene Reiseberichte. Einige Mitglieder der Band Drachenflug kamen ebenfalls ins Restaurant und trugen freundlicherweise eines ihrer neuen Lieder vor.
Zwischenspiel: Auf dem Aethercircus 2013 in Niedersachsen trafen wir dann viele alte Bekannte wieder und lernten neue Gesichter kennen, die den Steampunk auf die eine oder andere Weise bereichern…

Treffen – Sommerliches Steampunk Picknick

Inspiriert durch die Steampunk und victorian Picknicks auf dem WGT, organisierten Sir Ashton und ich als nächstes Treffen ein Picknick im Hamburger Stadtpark, in der Nähe des Planetariums. Ungefähr 20 Steampunks versammelten sich bei glühender Hitze an einem Sonntag im Juli, ausgerüstet mit feiner Garderobe, Decken, Picknickkörben, zum Teil feinstem Porzellangeschirr, Tee, Kuchen, Sandwiches und allerlei anderen selbst gemachten Köstlichkeiten. Manche der Gäste trugen lieber sommerliche Zivilkleidung, was angesichts der Temperaturen nur allzu verständlich war. Auch die Band Drachenflug gab uns erneut die Ehre, dabei zu sein und drehten auch gleich noch einen kleinen Werbefilm gemeinsam mit Herrn Krieger für dessen Startnext-Projekt zur Live-Hörspiel Inszenierung „Die letzte Instanz“.
2. Zwischenspiel: Im August folgte dann die Steampunk Ausstellung „Machina Nostalgica“ in Itzehoe, die ebenfalls von vielen Mitglieder der Vereinigung der nordischen Ladies und Gentlemen besucht wurde. Ein weiteres Highlight war die Live-Hörspiel-Inszenierung „Die letzte Instanz“ im Hamburger Theater an der Marschnerstraße, welche ebenfalls im August stattfand (von Marco Ansing alias Johann Alexander Krieger, in Kooperation mit Kristina Lohfeldt und der Band Drachenflug, die im Anschluss auch ein Konzert gaben).
5. „Zu Wasser, zu Lande und in der Luft“ – Ein Treffen mit Alsterrundfahrt
Fräulein Emilia Isabella Fingerhuth organisierte mit mir im Oktober 2013 ein Treffen, bei dem wir mit dem reizenden historischen Dampfboot St. Georg von 1876 eine Alsterrundfahrt machten. Die Dampfmaschine im Boot konnte besichtigt werden und der Maschinist gab bereitwillig Auskunft dazu. Der Steuermann erzählte fachkundig ungefähr hundertundein Detail über die Alster und die Gebäude, welche das Ufer säumen und wir führten die eine oder andere interessante Unterhaltung an Bord.
Auch dieses Treffen ließen wir wieder im Anno 1905 ausklingen mit Speisen, Getränken und Lesung einer neuen Abenteuer-Reportage des Journalisten Johann Alexander Krieger.
Abschließend möchte ich noch einige persönlich Anmerkungen machen. Was ich an diesen Treffen sehr schätze, ist die freundschaftliche und familiäre Atmosphäre, in der ganz unterschiedliche Leute zusammenkommen, die zwar aus verschiedenen Perspektiven auf den Steampunk blicken, aber doch im Gespräch mit anderen viele Gemeinsamkeiten entdecken. Daher freue ich mich schon jetzt auf weitere Steampunk Treffen im Jahr 2014. Es wird mir eine Ehre sein, wieder welche zu organisieren.

Hier noch einige Aether-Links:
www.anno1905.de
www.marco-ansing.de
www.steampunkband.de
www.aethercircus.com

 

Musikvideo: Maschinengeist

Seit heute gibt es von Aeronautica, die sich selbst bewusst als erste deutsche Steampunk-Metalband bezeichnen, das erste Performance Musikvideo zu bestaunen: Maschinengeist:

YouTube Preview Image

Am 25.März erscheint übrigends das neue Album “Sturmzeit”. Wer vorher schon mehr hören möchte bekommt am kommenden Samstag die Chance: Aeronautica treten beim Metal for Mercy II in Witten auf.

Metal for Mercy

Weitere Termine findet ihr auf der Bandhomepage.

Wer ein bisschen mehr erfahren möchte, dem sei unser Interview mit Felix und Tobias ans Herz gelegt. Die beiden haben sich 2012 dem Salongespräch gestellt.

c't hacks - Titelthema Steampunk

Die gerade erschienene Ausgabe der c’t hacks widmet sich dem Thema Steampunk. Online gibt es dazu auch ein Artikel von Alexander Schlesier (steampunker.de).

Das Heft ist für 9.90 EUR am Kiosk erhältlich oder elektronisch im iTunes AppStore.

hardwarehacks

Steampunk Hands around the World

Steampunk HandsSteampunk Hands around the World ist ein ergeiziges Projekt, dass den Februar 2014 zum Steampunk- Monat ernennt. Klingt erstmal schön und gut, aber was hat es damit auf sich? Die “Presse-Info” bringt Aufschluss:

So wie die Ausdrucksformen des Steampunks der heutigen Zeit nicht länger beschränkt auf seine literarischen Wurzeln sind, so sind die Mitglieder der Steampunk-Gemeinschaft nicht mehr auf eine geografische Region beschränkt. Steampunk erscheint in vielen Formen – und mit seiner stetig steigenden Popularität ist er gewachsen, um die ganze Welt zu umspannen.

Diesen weltweiten Bund zu feiern und bekannter zu machen ist die Kernidee eines neuen Projekts namens “Steampunk Hands Around The World”. Es wurde ersonnen von Kevin Steil, dem Schöpfer und Redakteur der Webseite “Steampunk Ambassador”, die den Interessierten mit Neuigkeiten und Resourcen versorgt. Mehr als drei Dutzend Steampunk-Schöpfer – Blogger, Autoren, Veranstalter und andere – nehmen bis jetzt an diesem Projekt teil, das über einen Monat laufen soll, und das die internationalen Verbindungen und Kontakte der Gemeinschaft in diversen Medienformaten präsentieren will.

Von Sonntag, dem 2. Februar 2014 bis Freitag, dem 28 Februar, wird die Gruppe zeigen, dass die Steampunks miteinander verbunden sind, egal wo sie auch leben mögen, und dass mit jedem Gespräch und jeder Verbindung neue Freundschaften entstehen können.

Steampunk bringt die Menschen in seinen zahllosen Formen zusammen, in einem umfassenden und stets hilfsbereiten Netzwerk Gleichgesinnter. Vom Teilen der Besprechungen neuer Bücher oder Musik, über das Spielen der aktuellsten Spiele bis hin zum Weitergeben von Anleitungenzur Herstellung von Gewandung oder Requisiten, bringt die Steampunk-Gemeinschaft Personen von acht bis achtzig zusammen, auf eine Art und Weise, wie man sie in anderen Gemeinschaften nicht oft findet.

Die vollständige und täglich aktualisierte Liste der teilnehmenden Webseiten, Blogs und Veranstaltungen wird in einem Auftaktbeitrag auf der Webseite des Airship Ambassadors veröffentlicht werden:

http://airshipambassador.wordpress.com

Für mehr Informationen bitte Kevin Steil (Kevin at AirshipAmbassador punkt com) kontaktieren (Englisch)

Klingt spannend, nicht wahr? Auch mehrere Deutsche Blogs und Webseiten machen bereits mit, so unter anderem

Aber es können noch mehr werden! Machen sie mit!

Sie haben kein eigenes Blog oder eine Website? Kein Problem! Wir vom Clockworker möchten hiermit quasi einen

“Call for Papers”

ausrufen und Sie, werte Mitreisende darum bitten uns einmal als Gastautoren zu erzählen, was sie am Steampunk so faszinierend finden, welche (internationalen) Erfahrungen sie gemacht haben, eine tolle Buch/Film/Spiel/etc. Empfehlung oder einfach einen Bericht vom letzten Stammtischtreffen. Es steht Ihnen völlig frei, was Sie schreiben wollen. Frei nach dem Motto: Was Sie als Steampunk interessiert, interessiert auch andere Steampunks!

Schicken Sie Ihre Beiträge einfach an  redaktion at clockworker punkt de Wir freuen uns über Ihre Einsendungen!

Während dem Steampunkmonat werden wir Sie natürlich auch über die anderen Projekte informiert halten. Seien Sie also gespannt und vor Allem: MACHEN SIE MIT!

Steampunk auf dem Amphi 2013

Auch in diesem Jahr berichten wir vom Amphi Festival im Kölner Tanzbrunnen. Auch wenn das Line-up nicht wirklich etwas Steampunkiges versprach, muss das ja nicht heißen, dass keine Steampunks das Festival besuchen würden und genauso war es auch.

Ein positives Erlebnis gab es direkt am Presseschalter. Dort angekommen und das Medium genannt, wurde ich direkt angesprochen: „Ach, das ist doch die Steampunk-Sache“. Ja genau, das ist der Clockworker! Es schein so, als würde Steampunk wohl doch bekannter, ob IBM wohl doch Recht hat?

Auch auf dem Gelände merkte man, dass Steampunk stärker vertreten war, als im vergangenen Jahr. Trotz des heißen Wetters hatten es sich zahlreiche Gäste nicht nehmen lassen in entsprechendem Outfit den Tanzbrunnen zu bevölkern. (Bei etwas gemäßigteren Temperaturen wären es bestimmt noch mehr gewesen.)

(Klick auf die Bilder zum Vergrößern)

Neben den Gästen boten auch die Verkaufsstände ein breiteres Spektrum an Schmuck, Kleidung und Accessoires. Atelier Tausendschön, Trollart, Dead Doll’s Needful Things und weitere ließen das Steampunker Herz höher schlagen. Das eigene Outfit konnte mit individueller Schmuck und selbstgemachten Kleinigkeiten nach Herzenslust erweitert werden oder aber der Grundstein für ein neues Outfit gelegt werden.

Atelier Tausendschön

Atelier Tausendschön

Positiv überrascht war ich besonders von Ständen wie Black Planet – Victorian Gothic, und anderen Bekleidungsständen, denn hier ließ sich meiner Meinung nach die Entwicklung besonders gut nachvollziehen: Wo im letzten Jahr noch Hosen mit aufgenähten Zahnrädern statt Knöpfen mit Steampunk betitelt wurden, hingen in diesem Jahr Korsetts mit Messing-Schließen, viktorianische Gehröcke und Zylinder. Definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Steampunk scheint mehr und mehr seinen Platz innerhalb der schwarzen Szene und damit auch auf Festivals wie dem Amphi zu bekommen.

Black

Black Planet – Victorian Gothic

Zurück zum Festival selbst: Zwei Bühnen, eine Außen, eine Innen plus das bestuhlte Theater versprachen ein abwechslungsreiches Programm. Neben den Konzerten fanden auch Lesungen von Christian von Aster und Mark Benecke statt. Welle:Erdball stellten ihre 20 Jahre Chronik vor und abends wurde die Bestuhlung im Theater zugunsten der Aftershow Partys mit verschiedenen DJs geräumt.

Christian von Aster

Christian von Aster

Für eine kleine Pause zwischendurch boten die zahlreichen Stände genügend Shoppingmöglichkeiten und auch kulinarisch wurde vieles geboten: Von Imbiss-Pommes über gebratene Nudeln bis hin zu Zuckerwatte und Co fehlte es an gar nichts.

Wer sich einfach nur ein wenig ausruhen wollte, konnte einen Platz in der Strandbar ergattern, sich am Amphi-Spielplatz in den Schatten setzen oder in den direkt neben dem Tanzbrunnen gelegenen Rheinpark flanieren.

Zusätzlich zu den diversen Trinkwasserstellen auf dem Gelände gab es in diesem Jahr auch noch eine Gartendusche an der Haupttrinkwasserversorgungsstelle, sodass für Abkühlung gesorgt war, was bei den Temperaturen durchaus von Vorteil war.

Amphi 2013 klein 005

Tanzbrunnen Köln

Dank der Konstruktion des Tanzbrunnes gab es auch vor der Bühne Schatten, sodass man, wenn man unter den riesigen Schirmen einen Platz ergattern konnte, auch die Außenkonzerte ohne Sonnenbrandgefahr genießen konnte.

Alles in allem wieder ein sehr gelungenes Festival, auch wenn es Wetter-mäßig auch ein paar Grad weniger getan hätten. Darauf wurde aber von der Festival-Orga mit zusätzlichen Trinkwasserstellen und der Dusche bestens reagiert.

Die gute Anbindung durch den Deutzer Bahnhof ist auch für daheim schlafende Festival-Besucher von Vorteil, auch wenn man besser den Weg kennen sollte (oder aber man folgt den schwarzen Massen). Das Amphi-Festival lohnt sich in jedem Jahr wieder und das auch unabhängig vom Line-up! Der Vorverkauf für das 10. Amphi am 26. und 27.07.2014 startet übrigends heute ;)