Na gut, so wirklich steampunky ist das nicht. Aber doch irgendwie cthulhuid und von daher auch calynxrelevant.
Im aktuellen Geo Magazin findet man derzeit einen unbedingt lesenswerten Artikel mit dem Titel “das Leben in der Tang-Dynastie”, über das Leben der Algenfischer auf der chilenischen Insel Chiloé.
Kleiner Auszug gefällig?
“Wir sahen den hellen, menschenleeren Sandstrand von Cole Cole, dahinter die dicht bewaldeten, namenlosen Hügel, wir sahen draußen im Meer den Felsen einer Seelöwenkolonie und weit unten die steinige Bucht, in der sich die Sprossen des Tangs weich mit den Wellen bewegten wie die langen Haare badender Schönheiten.
Dort unten war Paulino einst zu einem Kaziken des Volkes der Huilliche gewachsen. Dort hatte er gelert, dass die Legenden, die ihm sein Vater erzählte, Teil einer alten Geschichte sind und Teil einer alten Kultur.
Gleichwohl sind sie wahr, denn “ich habe die Wahrheit mit eigenen Augen gesehen”, wird Paulino am Abend am Herd erzählen. “Genau dort, wo wir heute standen, da glaubte ich einmal, in der Bucht meine Schwester zu sehen. Aber die Frau hatte weiße Haut und langes blondes Haar. Als sie mich bemerkte, schleppte sie sich ins Wasser. Sie war vom Nabel abwärts ein Fisch! Pincoya, die Sirene, von der mir mein Vater immer beritet hat. Aber Angst hatte ich erst, als ich das Geisterschiff sah.”"
Leider sind die wirklich bemerkenswerten, zum Artikel gehörigen Bilder des Fotografen Peter Ginter nicht online verfügbar, aber da die hochgeschätzte Leserschaft wahrscheinlich zum größten Teil eher keine Vorstellung der Braunalge Durvillaea Antarctica (Cochyuyo genannt) haben dürfte, hier etwas Anschauungsmaterial von Algeabase:

