Im Salongespräch: Abney Park

Wie bereits vor einiger Zeit angekündigt, hatte der Clockworkerauf dem Phantasium in Eindhoven (22.02.) die Möglichkeit in Zusammenarbeit mit Hilde Heyvaert von The Gatehouse ein Interview mit Abney Park zu führen.

Um auch denen das Interview zugänglich zu machen, die nicht des Englischen mächtig sind, habe ich das Ganze sinngemäß übersetzt. Wer das englische Orginal vorzieht, wird hier in der Gatehouse fündig.

Vor dem Konzert:
Jody, Robert, Dan, Josh and Titus

Ihr seid ein Teil der Steampunk Szene, so ziemlich von Beginn an. Was ist eurer Meinung nach die größte Entwicklung gewesen?

Robert Brown (vocals): Nun, es gab einige größere Veränderungen. Die erste war, das die Leute anfingen, Steampunk als Modebewegung wahrzunehmen und nicht nur als Kunststil. Denn am Anfang gab es zwar Steampunk Künstler, aber niemand sprach von einer Szene. Mittlerweile haben wir beobachten können, wie Steampunk durch alle kulturellen Veränderungen gegangen ist, durch die alle Subkulturen gehen. Als erstes weiß niemand, was es ist, dann gibt es ein paar wenige Leute die sich als Elite sehen und allen anderen sagen, dass sie es falsch machen. Danach werden diese Leute mehr oder weniger geächtet und im Moment sind wir in einer Phase in der die Leute versuchen herauszufinden auf welchen Level sich Steampunk niederlassen wird um sich selbst zu verwirklichen, es ist also gerade sehr lebendig.

Ich denke, die einzige plötzliche Veränderung war, als der Schritt vom Kunststil zur Subkultur gemacht wurde. Auf einmal fingen die Leute an sich zu versammeln und sich selbst als Steampunk zu bezeichnen und so wurde es ein Verb und ein Adjektiv: „Das ist Steampunk, und das werde ich Steampunken“ [lacht] Ihr versteht was ich meine? Es ist etwas, dass man macht oder mit jemand anderem macht.

 

Was würdet ihr sagen ist das postivste und das negativste am Steampunk wie er jetzt ist aus eurer Sicht?

Dan Cederman (Bass): Die Community. Die Leute teilen Ideen und helfen sich gegenseitig.

Robert: Yeah. Das ist eine Sache, die uns schon früh aufgefallen is. Und es ist eins der übergreifenden Themen, die mir aufgefallen sind, wie begeistert und postiv alle sind. Wenn man zusammenkommt auf einer Veranstaltung, geht man nicht umher und macht anderer Leute Outfits runter. Stattdessen wird es mehr so sein: „Oh, das ist so toll, wie hast du den Rock gemacht? Das ist so cool!“ Es ist der Enthusiasmus von allen für alle anderen, das Steampunk so toll macht.

Dan und Captain Robert

Wie würdet ihr Steampunk in Europa mit Steampunk in Amerika vergleichen?

Robert: Es scheint, als ware Steampunk in Europa ein wenig langsamer gestartet, es ist etwa drei bis vier Jahre hinter dem, was gerade in Amerika abgeht. Aber ich habe das Gefühl, dass es gerade wirklich aufholt! Die Veranstaltungen auf denen wir hier spielen scheinen allmählich so groß zu werden, wie die auf denen wir in den USA auftreten. Obwohl wir drüben im Moment viel mehr Events haben, holt Steampunk in Europa gerade auf. Ich höre von vielen Dingen die hier gerade passieren.

Steampunk ist für Amerika so interessant, weil alles dort so modern ist. Steampunk in den USA ist eine große Rebellion. Wenn wir nach London fahren, dann sieht die ganze Stadt steampunkig aus, und wir denken „wie kann es hier eine Rebellion sein?“ Hier in Europa ist es mehr sich so anzuziehen, wie seine Großeltern. [lacht] Der große Unterschied ist also die Rebellion in den USA, weil wir dort gegen den häßlichen Modernismus rebellieren der dort herrscht. Das sah nach Spaß aus für den Rest der Welt und Europa hat einfach mitgemacht. Und ihr habt hier wesentlich mehr Ressourcen aus denen ihr schöpfen könnt. Es würde mich in der Tat nicht gerade überraschen, wenn die Amerikaner sagen würden: „Wow, es sind die coolen europäischen Steampunks, die es genau richtig machen!“ Unser Land mit seinen Traditionen geht nur so gerade eben zurück in die Ära des Dampfes!

 

Ihr habt sowohl in den USA als auch in Europa schon gespielt, worin unterscheidet sich das europäische Publikum vom amerikanischen?

Josh Goering (Gitarre ): Als wir in London gespielt haben, haben wir das nicht nur für die Londoner getan; das Publikum bestand aus Leuten aus ganz Großbritannien und Europa.

Robert: Ja, hier vermischt es sich mehr. Amerika ist sehr groß. Als wir in Portland, Oregon gespielt haben (das ist an der nördlichen Westküste Amerikas), haben wir nur vor Leuten aus Portland gespielt, die alle ihren eigenen Stil haben. Und dann sind wir auf einem Festival in Texas aufgetreten, auch nur mit Leuten von dort und das ist ein absolut anderer Stil von Steampunk. Jede Stadt hat ihren eigenen isolierten Teil des Steampunk. Es ist wie Tag und Nacht. Aber hier in Europa ist jede Menge direkt von 30 verschiedenen Ländern.

Jody Ellen (vocals): Es sind drei Stunden Fahrt für Clara um aus Deutschland hierher nach Eindhoven zu kommen [Info: Wir hatten uns vorher schon ein wenig unterhalten ;)], das entspricht der Strecke von Seattle nach Portland für eine Show. Das ist nicht weit, nach US-Standards.

Titus Munteanu (Violine): Eine Sache, die mir in den Staaten aufgefallen ist, ist dass die Leute nicht nur für eine Show kommen, sondern sie sehen es als Möglichkeit sich und ihre Ansichten und ihre Art des Steampunk auszudrücken. Im Vergleich zu London und vermutlich auch der Show heute Abend hier in Eindhoven, sieht man viele Leute, die gar nicht in Steampunk Klamotte hierher kommen, sondern nur die Musik genießen wollen. Nicht das Steampunk Erlebnis.

Jody

Was war bis jetzt das denkwürdigste Konzert? Gut oder schlecht.

Jody: Ich denke, die lustigste Show die wir bis jetzt gemacht haben, war auf der Wild West Con in Old Tuscon Studios, weil es der Ort ist, wo all die alten Western Filme gedreht worden sind.

Robert: Die ganze Veranstaltungsort ist im Grunde eine verlassene  Cowboy Geisterstadt inmitten einer Kaktuswüste! Das war wirklich cool und in zwei Wochen werden wir wieder dort sein.

Jody: Wir sind geritten und haben geschossen!

Robert: Gewehre abfeuern, Cowboypferde im Westernsattel reiten. Es gab auch Cowboys, die einen herum geführt haben.

Jody: Wir haben die ganze Zeit über Cowboyhüte getragen.

The Gatehouse: Also werdet ihr dort Western Steampunk tragen für den Anlass?

Robert: Auf jeden Fall! Und wir werden einige Western Steampunk Songs performen. Und wenn wir auf der Bühne sind, sind wir auf einer Saloon Bühne in einem Saloon! Die gesamte Stadt ist voll mit Steampunks, die aus der ganzen Welt anreisen nur für dieses Event. Es macht einfach unheimlich Spaß!

Josh: Mir hat London auch sehr gut gefallen! Ich würde sagen: London und DragonCon. DragonCon einfach wegen der wahnsinnigen Größe. Es ist eine riesige Convention in Atlanta, Georgia und es ist das Größte, wo ich bis jetzt gespielt habe und es war unglaublich!

Robert: Wir sind vor 6000 Leuten aufgetreten, es war also wirklich eine riesige Veranstaltung!

Josh: Natürlich etwas ganz anderes als London, wo wir im Scala gespielt haben.

Aber jetzt zu den denkwürdig schlechtesten Shows, das wird lustig. Robert und ich haben einmal vor zehn Jahren in einem Pizza Parlour gespielt. Wir kamen dort an und die Soundanlage bestand aus einem Lautsprecher…

[Robert und Josh brechen in Lachen aus]

Robert: Na gut, sie hatten zwei Lautsprecher, aber einer war kaput und hatte ein großes rotes Kreuz aufgemalt, anstatt in einfach wegzuschmeißen.

Josh: Und dann war da das eine Mal, wo wir in einer Nudisten Kolonie aufgetreten sind, wo alle nackt waren, außer uns!

Titus

Was wäre für euch das ultimative Traumevent/-location für einen (erneuten) Auftritt?

Jody: [scherzhaft] Das Rotlichtmileu von Amsterdam.

Dan: Ja und jeder von uns bekommt seinen eigenen kleinen Raum.[kichert]

Robert: Das wäre gar kein so schlechtes Video Projekt…

Dan: Meine ultimative Traumshow wäre es, genug Geld zu haben um eine entsprechende Örtlichkeit zu mieten und alles szenisch passend zu gestallten. Aufzutreten mit tollen Kulissen, Lichteffekten und was sonst noch so dazugehört.

Robert: Ich sage immer, dass ich nichts dagegen hätte nach Las Vegas zu gehen, vorausgesetzt wir hätten die ganze Ausstattung etc. Wo wir mit einem großen Luftschiff herein kommen könnten mit uns am Deck stehend.

Dan: Genau!

 

Ihr habt bereits viele Songs herausgebracht die quasi der Soundtrack des Steampunk geworden sind, aber welcher Song ist euer persönlicher Favorit?

Robert: Das ändert sich bei mir mit meiner Laune.

Jody: Sonst hast du immer Stigmata Martyr gesagt.

Robert: Ich habe den Song wirklich geliebt als ich ihn geschrieben habe und auch das Jahr darauf. Das Gleiche gilt für Wanderlust. Besonders, weil es ein Lied ist, das man alleine und in einer Band singen kann, das läuft einfach. Im Moment arbeite ich an einem Song für das nächste Album, der „In Time“ heißen wird und ich liebe ihn gerade jetzt. Er läuft die ganze Zeit in meinem Kopf und ich glaube nicht, dass ihn bis jetzt jemand gehört hat.

Josh: Eigentlich ist immer das, woran wir gerade arbeiten unser Favorit. Ich denke, dass ist nur natürlich. Für mich sind meine Lieblingssongs alle Songs vom letzten Album, weil es die frischesten sind und wir daran zuletzt gearbeitet haben. Außerdem entwickelt man sich als Musiker ja auch weiter, was natürlich etwas Gutes ist, aber gleichzeitig auch sehr zwiespältig weil man sich von seinen alten Liedern wegentwickelt. Wenn man sich diese anhört, geht es mir oft so, dass ich sie zwar gerne mag aber gleichzeitig denke, dass ich es jetzt viel besser spielen könnte. Deshalb sind die Sachen an denen wir aktuell arbeiten natürlich immer ein wenig im Vorteil.

Robert: Und es gehört einfach so viel Arbeit dazu ein Album anzufertigen, dass man es, wenn es dann endlich fertig hat einfach nur noch hasst. Zu dem Zeitpunkt, wenn die Fans es dann endlich hören, hat die Band die Lieder quasi schon satt! [lacht] Wir müssen sie dann erstmals sechs Monate zur Seite legen bevor wir sie dann für die Live Auftritte einstudieren.

Titus: Für mich hat es ganz viel zu tun mit dem Live-Erlebnis. Abhängig von der Show. Es gibt einige Lieder, die ich immer und immer wieder spielen kann ohne davon zu viel zu bekommen. Nicht, dass ich von irgendwelchen unserer Songs zu viel bekommen könnte, aber ich denke, ihr wisst, was ich meine. Aber es gibt eben spezielle Erlebnisse in speziellen Auftritten, wo ich dachte, dass etwas sehr gut klang und das gibt mir ein gutes Gefühl, dass ich dann mitnehme.

Robert: Welchen Song spielen wir also besonders gerne live?

Dan: Ich mag „Letters“ besonders gerne. Es gibt keinen großen Bassteil in diesem Lied, aber es ist sehr emotional. Und die Stimmung wechselt merklich für diesen Song. Ich denke, wir haben eine Menge innerer Energie zwischen den Bandmitgliedern wenn wir dieses Lied spielen und das bringt uns in eine bestimmte Stimmung und es macht einfach Spaß ihn zu spielen!

Robert: Ich mag „End of Days“ live, weil es einfach nur Spaß macht die Busuki zu spielen.

Josh: „Until the day you die“ ist definitiv einer meiner Favoriten. Ich mag den Text genauso wie das Arrangement und alles andere. Es macht Spaß ihn zu spielen. Es gibt keine bestimmte Gitarrenstelle oder so was, es hängt alles davon ab, dass es ein fröhliches Lied ist und eins meiner Lieblingslieder. Ich mag es, das live zu spielen und ich raste förmlich aus, wenn ich es spiele. „Building Steam“ ist auch so ein Song.

Bei den neueren Liedern ist „Ancient World“ eine kleine Herausforderung für mich, aber ich mag es trotzdem. Und natürlich mag ich „Automaton“ weil ich dabei verdammt nochmal angeben kann. [grinst] Das ist schon etwas selbstsüchtig, aber sei’s drum.

Jody: Dan hat meine Antwort gestohlen, ich mag “Letters“ sehr gerne. Ich denke, das ist der einzige Song den wir spielen, bei dem ich die Hälfte der Zeit einfach nur weinen muss, weil ich so überwältigt bin von den Emotionen des Liedes und ich fühle den Text richtig. Und ich denke, es geht noch mehr Leuten so. Einmal ist tatsächlich jemand während dieses Leides ohnmächtig geworden auf einer unserer Auftritte, weil er so überwältigt war!

Josh: Das Lied ist wirklich überwältigend, im wahrsten Sinne des Wortes und ich danke, dass es für alle von uns eines unserer Liebsten ist.

Kristina and Captain Robert

Neben CDs und natürlich Band Merchandise habt ihr bereits ein Rollenspiel und einen Roman veröffentlicht. Was würdet ihr sonst noch gerne herausbringen im Abney Park Universum?

Robert: Mal sehen: Wir haben ein Brettspiel, das bald herauskommt und einen zweiten Roman, der dieses Jahr fertig werden sollte. Darauf soll noch ein dritter Band folgen. Wir haben ein Team in Hollywood, das gerade herausfinden soll, ob unsere Romane als Film umgesetzt werden können. Hoffentlich klappt das, mal sehen, was daraus wird. Wirklich, ich denke, es gibt nichts, was wir nicht eventuell schon planen. [lacht] Ganz ehrlich warum sollten wir sowas auch nicht machen. Wenn es das ist, wovon man lebt, kann man sagen „Okay, ich habe tausende Alben geschrieben und ich werde damit weitermachen“, aber ich möchte weiter entdecken. Ich möchte alles ausprobieren. Es wird nicht alles gut sein, aber es wird Spaß machen, es zu probieren.

The Gatehouse: Wenn die Romane also verfilmt warden, wen hättet ihr gerne als Darsteller für euch selbst?

Robert: Gute Frage

Josh: Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht [flüstert zu Robert] * Robert Downey Junior!

Robert: Nein! Joseph Gordon-Levitt. Robert Downey Junior ist in meinem Alter und wenn der Film rauskommt werden wir beide zu alt sein um den jungen Captain Robert zu spielen. Joseph Gordon-Levitt hat eine Menge optische Gemeinsamkeiten mit mir, wenn er sich also die Haare entsprechend zurecht macht, gibt er bestimmt einen großartigen Captain Robert. Er wäre eine jüngere, bessere Version, und das will man in einem Film.

Dan: Ich habe keine Ahnung, wen ich mir für meine Rolle wünschen würde.

Jody: Nachdem ich diesen Rock Film gesehen habe, würde ich Emma Stone sagen. Besonders, weil ich oft gesagt bekomme, ich sähe aus wie sie und sie kann auch wirklich singen! Was ist mit Titus?

Titus [scherzhaft]: Außer Brad Pitt fällt mir niemand ein…

Dan: Immer noch keinen Plan.

Robert: Wenn wir einen jungen Dick Van Dyke für deine Rolle bekommen könnten, wäre das perfekt.

Dan: Ist er sarkastisch genug?

Robert: Oh Ja!

 

Wenn ihr ein Steampunk Event organisieren würdet, mit Künstlern und Musikern, wen würdet ihr auf jeden Fall dabei haben wollen und wo würde es stattfinden?

Robert: Das Problem ist, dass wir mit unseren Shows immer weiter machen. Zum Beispiel unsere nächste auf der Wild West Con. Dort treten wir mit Leuten wie Professor Elemental und Steam Powered Giraffe auf. Ich meine, wie kann es noch besser werden als das? Es gibt so viele, wirklich gute Steampunk Künstler da draußen, aber wir spielen die ganze Zeit schon mit ihnen, es also kein Wunschdenken.

Dan: Was ist mit der Location?

Robert: Meine Wunschlocation wäre eine speziell konstruierte Plattform, die von Ballons herabhängt.

Josh: In Machu-Pichu!

Robert: In machu-Pichu… Wir hätten das Geld um jeden Steampunk, der dabei sein möchte einzufliegen und man müsste keinen Eintritt bezahlen. Und man käme nur auf die Plattform mit einer riesigen pneumatischen Röhre. Man würde direkt hochgeschossen mit Luftdruck und alle wären „Woohoo“ und würden direkt an Deck landen!

Josh: Und es wäre das letzte Steampunk Event, weil wir alle gestorben wären.

Robert: Und am Ende verbrennen wir die ganze Plattform und fallen in Flammen stehend ins Meer. Das wäre das Steampunkigste überhaupt. [grinst]

Dan: Und während wir fallen, singen wir „Wrath of Faith“.

Robert: [lacht] Ja! [beginnt Wrath of Fate zu singen] “Down we plunge, a fiery ball…”

The Gatehouse: Josh, was ist mit deinen Ideen?

Josh: Ich weiß nicht, was ich sagen kann um DAS zu stoppen. Also entweder das oder eine Show in Hawaii am Strand.

Robert: Ja: wir haben eine Steampunk Performance an einem Strand in Hawaii, niemand schaut zu und wir hören nach dem ersten Song auf und gehen schwimmen. [lacht]

Jody: Ich finde, wir sollten nach Paris gehen.

Robert: Es gibt eine ganze Reihe Métro Stationen, die perfekt wären als Location.

Welche Orte möchtet ihr euch in Europa auf jeden Fall noch ansehen?

Robert: Wir haben noch einige Tag über von dieser Reise und haben uns schon darüber unterhalten, wohin es als nächstes gehen soll. Aber es hängt natürlich alles immer von unserem Arbeitsplan ab. Wenn wir hierher kommen haben wir zwei Tage vor und zwei Tage nach der Show. Versuch mal ganz Europa in so ein paar Tagen zu sehen! [lacht] Wir möchten natürlich ein wneig Sight-seeing machen. Wir kommen aus Amerika, wo das älteste Gebäude das 7/11 an der Ecke ist und wir haben Kirchen, die aus Räumen mit Klappstülen in einem Einkaufszentrum bestehen. Für uns ist die ganze alte Architektur atemberaubend! Die USA sind nicht mal so alt wie manche Gebäude hier, diese Art von DIngen ist also sehr cool für uns.

Was war das denkwürdigste, was euch bis jetzt in Europa passiert ist?

Dan: Der Louvre in Paris. Jody und ich haben ihn besucht und das war vermutlich das denkwürdigste für mich. All die Kunstwerke von denen ich bis jetzt nur gehört oder gelesen habe in den letzten Jahren, konnte ich jetzt live sehen. Obwohl die Mona Lisa ein wenig enttäuschend war, weil sie so klein ist.

Josh: Was war das erste Museum in dem wir in London waren?

Robert: Ja, ich wollte gerade sagen: Das Victoria & Albert Museum. Wir waren alle beeindruckt davon. Ich erinnere mich an Josh, wie er am Ende des einen Raumes zu mir kam und sagte: „Wenn ich mir diesen Raum ansehe, merke ich: ich habe in allem versagt, was ich bis jetzt getan habe.“ Nur dort zu sein, lässt einen bescheiden werden, weil alles dort so unglaublich ist.

Josh: Nachdem ich das zu Robert gesagt hatte, habe ich mitbekommen, wie ein kleines Mädchen zu ihrem Vater sagte: „Dieser Ort lässt mich wie ein Dummkopf fühlen“ und ich wusste genau was sie meinte! [lacht] Wir haben auch Museen in Amerika aber nicht sowas wie die in Europa!

Robert: Ich denke fast, wenn man festmachen müsste, was am meisten Falsch ist an Amerikaner, dann würde ich sagen, das fehlplatzierte Ego. Die Leute haben solche Egos ohne die Qualifiktion zu haben, die ein solches rechtfertigen würde. Ich denke, dass könnte behoben werden, wenn man Museen bauen würde, in denen man sehen kann, was die Menschheit in den letzten 3000 Jahren geschaffen hat im Gegensatz zu nur 200 Jahren amerikanischer Leistung.

Josh: Ich denke, es ist “ego ohne Leistung”. Ein Gefühl von voll von sich selbst sein nur weil man über etwas gelesen hat, anstatt es auszuprobieren und zu realisieren, wie hart es wirklich ist!

Robert: Es ist so, wie wenn du der beste Banjo Spieler in einer Stadt bist, die nur zwei Banjo Spieler hat. Du hast nie einen besseren getroffen als dich, also gehst du davon aus, dass du brillant bist. Wenn du ins V&A gehst und siehst dort die fantastischsten Leistungen der Menschheit, merkst du, dass du erst am Anfang deiner Bestrebung bist in den Dingen, in denen du wirklich gut bist.

Josh: Das ist ein guter Punkt, denn ich denke, es ist eine Sache der Perspektive. Denn du kannst dich nur mit den Dingen vergleichen, die du kennst.

Jody: London war eine große Sache für mich auch wenn ich das nicht an einer exakten Location festmachen kann. Wir haben auch einen kleinen Ausflug nach Paris gemacht und das war als ob ein Traum wahr würde für mich persönlich. Denn das ist der Ort den ich einmal in meinem Leben besucht haben wollte. Es war ein wenig surreal am Eiffelturm zu stehen, Crépe zu essen und einem Karussell bei seinen Runden zuzusehen. Es war so schön, dass ich weinen musste!

Titus: Naja, ich bin in Europa aufgewachsen und habe viele tolle Erinnerungen, sodass ich nicht eine herauspicken kann.

The Gatehouse: Was ist dann das denkwürdigste in Amerika?

Titus: Höchstwahrscheinlich mein Green Card Interview. Das waren die stressigsten 20 Minuten in meinem Leben!

Sir Arthur Conan Kraken

Welche Rolle wird euer neuer Air Kraken auf der HMS Ophelia spielen und was denkt ihr, hat er für den Air Kraken Day geplant?

[Anmerkung: Als kleines Mitbringsel haben Abney Park von Hilde und mir u.A. einen gehäkelten Air Kraken geschenkt bekommen, welcher vor Ort auf den Namen Sir Arthur Conan Kraken getauft wurde]

Robert: Ich denke, er wird die Rolle eines Kissens übernehmen.

Jody: Ich denke, er wird im Luftschiff Studio wohnen und unser Rumfass bewachen.

Dan: Er ist ein Rum Wächter!

Wir bedanken uns ganz herzlich für das Interview und den netten Plausch vor und nach dem Konzert!
Wer Abney Park live erleben möchte hat dieses Jahr auf dem WGT noch die Chance dazu! Das erste Deutschlandkonzert überhaupt. Wir werden natürlich auch von dort Bericht erstatten.

CDs können natürlich im Bordeinkauf erworben werden.

Wer mehr Bilder sehen möchte wird hier in meiner Galerie fündig und hier bei Hilde Heyvaert.

Hilde und ich vor dem Konzert (c) 2013 Bert Van den Wyngaert

 

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