Als einst angesehener Leibwächter der beliebten Kaiserin wurden Sie fälschlicherweise ihres Mordes bezichtigt und entwickeln sich zu einem berüchtigten Attentäter, dessen einziges Markenzeichen eine bedrohliche Maske ist.
Sie bewegen sich durch eine Welt, die von einer tödlichen Seuche heimgesucht wird und deren skrupellose Regierung das Volk mithilfe merkwürdiger neuartiger Technologien unterdrückt. Und der Grund für den Verrat an Ihnen ist so undurchsichtig, wie die trüben Gewässer der Stadt.
Ihre Taten und Entscheidungen bestimmen das Schicksal der Welt und mit einem Schlag ist Ihr altes Leben für immer vorbei.
Ratten! Die ganze Stadt ist voller Ratten und man tritt überall auf diese verdammten Viecher! Sie laufen durch die Gassen, immer auf der Suche nach Futter.
Die Geschichte von Dishonored ist schnell erzählt: Als alter Champion der Königin kommt man zurück in die Heimat und sieht, wie sie ermordet wird. Leider ist man der einzige Zeuge und damit auch der beste Täter – zumal Kräfte im Hintergrund darauf hinwirken, dass dies genau so aussieht. Aber es gibt noch weitere Kräfte im Hintergrund, die die alte Ordnung wiederherstellen möchten und so gelingt es dem Helden kurz vor seiner Hinrichtung aus dem Gefängnis zu entfliehen.
Ab diesem Punkt ist man ständig vor die Wahl gestellt: Heimlich, still und leise an den Verfolgern vorbeischleichen und sie gegebenenfalls betäuben oder mit einem gezielten schnellen Angriff für alle Zeiten zu den Akten zu legen. Die dunkle Seite ist stark, denn ein Toter kommt nicht wieder und alarmiert auch nicht seine Freunde. Wenn… ja, wenn da nicht diese Ratten wären. Die freuen sich nämlich über so viel kostenloses “Futter”, wie ich im Verlauf des Spieles feststellen durfte und durch meine Taten verwandelte sich die Stadt in eine finstere Hölle.
Diese besondere Stimmung in der Stadt, getrieben von den eigenen Entscheidungen ist auch das ganz große Highlight von Dishonored und macht es für mich zum Spiel des Jahres. Technisch findet manin den Profi-Zocker-Foren zwar Dinge, die nicht dem Stand der Technik entsprechen, so ist die Grafik eher durchschnittlich, passt aber sehr gut zum Spiel und dem Steampunk-Flair des Settings. Was nützen mir 30.000 Polygonen im Gesicht, wenn ich mich nicht wirklich ins Spiel begeben kann und in der Rolle des Helden bin? Etwas ärgerlicher ist die etwas dumme KI, die die Gegenspieler selbst nach dem größten Aufruhr nach einigen Minuten wieder völlig zur Ruhe kommen lässt, so dass sie wieder ihren Dienst nach Vorschrift machen. Das ist aber auch Jammern auf hohem Niveau, denn Dishonored macht einfach Spaß und hat die seltene Qualität auch bei mehrfachen Spielen immer noch Spaß zu machen. Ich war ständig versucht, meine Aufgaben mit unterschiedlichen Strategien zu lösen und zu schauen, was besser geht und ob es zu unterschiedlichen Lösungen führt.
Der stark beworbene Punkt: Uncut ist mir persönlich gar nicht so aufgefallen. Klar, es ist blutig, wenn man einen Wächter mit dem Messer tötet, ich bezweifle aber, dass das Spiel mit oder ohne Blut irgendwie Spielspaß verlieren würde.
Dishonored ist für PC, PS3 und xBox 360 erhältlich. FSK ab 18.








