Die Steampunk-Chroniken

Professor X ist ein Mann mit einer Mission. Eine Mission, die die Steampunk-Welt reicher machen wird und den wahren Pioniergeist atmet. Die Steampunk-Chroniken können eine interessante Alternative zu der trägen Verlagswelt werden, aber lassen wir den Professor direkt selbst zu Wort kommen und seine Mission erklären:

Das Projekt STEAMPUNK-CHRONIKEN ist ein Experiment – ein Experiment von dem ich derzeit noch nicht sagen kann, ob es erfolgreich werden wird. Aber das ist gerade das Spannende an Experimenten. Es geht um Autoren, um Leser, um Veröffentlichungen und um eBooks. Und selbstverständlich geht es auch um spannenden Lesestoff.

Es heißt:

  • die “großen, etablierten” Verlage sagten: “Steampunk interessiert kein Schwein”
  • eBooks sind ungeliebt, teuer und mit DRM verseucht
  • Man muss bei einem Verlag unterkommen, um etwas veröffentlichen zu können.
  • ohne Copyright und DRM geht in Sachen eBooks gar nichts

Ich sage:

  • Blödsinn!

Ziel dieser Webseite ist es, eine Anthologie von Steampunk-Geschichten heraus zu bringen. Dies geschieht erst einmal ausschließlich als eBook, wenn später ein Verleger einsteigen möchte, um die STEAMPUNK-CHRONIKEN als Buch heraus zu bringen: gut. Wenn nicht: macht auch nichts. Und es gibt auch immer noch die “Option Lulu“…

Die Geschichten werden gesammelt und gesichtet. Aus den Einsendungen wird eine Anzahl von Stories ausgewählt werden, als PDF und ePub (vielleicht auch .prc und .mobi) aufbereitet und zum Download angeboten. Wer die Geschichten herunter laden möchte, kann sofort oder nach dem Lesen einen beliebigen von ihm oder ihr bestimmten Betrag auf ein PayPal- oder Moneybookers-Konto überweisen (mehr als ein Euro wäre prima, wegen der Gebühren…). Oder auf ein Bankkonto. Oder das lassen – es gibt keinen Zwang.

Die eBooks werden NICHT mit DRM geschützt. DRM ist böse. DRM bestraft nur ehrliche Kunden. DRM kann ohnehin in Sekunden umgangen werden. Stattdessen werden die Nutzer sogar animiert, die Datei zu kopieren und weiter zu geben. Im Vorwort der STEAMPUNK-CHRONIKEN wird eine Erläuterung stehen – ähnlich wie die von Cory Doctorow im Vorwort seiner Bücher -, warum man sie weiter geben darf, sogar soll, und dass man etwas spenden darf, wenn sie gefallen. Und dass man sie dann weiterempfehlen soll – sprich: auch kopieren – mit dem Hinweis auf die Spende.

Trotz seines vollen Terminkalenders ist es uns gelungen, Prof. X für ein kurzes Gespräch auf die Couch im Rauchersalon zu bitten, um den werten Herrn hinter diesem Projekt näher kennen zu lernen. Für Stammleser ist er auch kein Unbekannter, denn in seiner Inkarnation als PhantaNews.de liefert er regelmäßig interessante Informationen, die auch hier im Clockworker landen.

* Was ist für verkörpert für dich die Essenz des Gentleman/ der Lady?

Haltung, Ehrlichkeit, Höflichkeit, Diplomatie. Nicht unbedingt in dieser Reihenfolge. Aber auch Zielstrebigkeit und der Durst nach Wissen und Neuem. Die Fähigkeit zur kontroversen Diskussion ohne es persönlich werden zu lassen.

* Was ist deine Vorstellung von einem/dem Paradies?

Gebratenen Tauben fliegen einem in den Mund, dazu Nektar und Ambrosia. Nein, nicht wirklich… Frei von Mißgunst, Neid und Intoleranz und Dummheit wäre schon wirklich prima. Allerdings nicht unbedingt vollständig friedlich, denn der Mensch läuft mit Konkurrenz noch immer zu Höchstleistungen auf. Es muss ja nicht gleich Kampf und Krieg sein, aber gegen gesunden Wettbewerb ist nichts einzuwenden. Ein völlig friedliches Utopia wäre wahrscheinlich auch totlangweilig.
* Und deine Vorstellung von der Hölle auf Erden?

Eine Welt ohne Interaktion und Kommunikation sondern voller Einsamkeit. Der letzte Mensch auf der Welt zu sein. Alternativ eine Welt, die beherrscht wird von Politikern und Bürokraten die so engstirnbig sind, dass sie mit beiden Augen durch ein Schlüsselloch schauen können. Wobei, wenn ich ein wenig nachdenke…
* Wie sieht für dich der perfekte Gentleman aus? Kannst du ein Beispiel benennen, lebend oder tot?

Sind auch fiktive Personen erlaubt?
Der perfekte Gentleman ist integer, fair, selbstsicher. Da würden mir ein paar einfallen. Phileas Fogg beispielsweise. Oder auch Captain Jean Luc Picard. John Steed. Allerdings nicht James Bond, der alte Lustmolch.

* Und sein weibliches Gegenstück?

Integer, fair, selbstsicher. Miss Marple oder Emma Peel.

* “Mein Königreich für ein Pferd!”, rief Richard der III. Welchem Objekt hast du jemals mit so einer Inbrunst zugerufen?

Recht unromantisch meinem Debugger, wenn ich mal wieder irgendwo ein Semikolon oder Leerzeichen übersehen habe und die Biester sich mutwillig in den Quellcode eingraben. Allerdings sind die Äußerungen die dann fallen können zivilisierten Lesern nicht zuzumuten, deswegen wiederhole ich sie an dieser Stelle nicht.

* Welches Kleidungsstück würdest du niemals tragen?

Hm. Ein Brautkleid. Obwohl ich auch da eine Ausnahme machen würde, wenn man mich mit hinreichend Geld zwingt.

* Welches Laster, wenn es eines gibt, kann in seiner verruchten Form die Kultiviertheit erweitern?

Des einen Laster ist des anderen Tugend. Aber einen Finger breit Single Malt, schön torfig, würde ich hier als angemessene Antwort sehen wollen.

* Welche Form der Gesichtsbehaarung ist akzeptabel für einen Gentleman?

Nun, das ist wohl eine Frage des Gesamtbildes. Persönlich bin ich Van Dyke-Anhänger (in der modernen Form), aber nur weil ich mich zu einem klassisch britischen Backenbart nicht traue…

* Die größte technische Segnung?

Das Internet. Keine Frage. Es ermöglicht eine zuvor nie gekannte oder geahnte Kommunikation zwischen den Menschen und es versetzt uns in die Lage, die Lügen der Politiker (und anderer) mehr und mehr zu durchschauen. Wir müssen diese neue unzensierte Kommunikationsform mit Zähnen und Klauen verteidigen.
* Welche Erfindung fehlt der Welt?

Transporter, Beamer, Materietransmitter, Nullzeitdurchgang, Subraumtor, wie auch immer man es nennen mag. Man verliert auf Autobahnen und in der Deutschen Bahn viel zu viel Zeit, die man deutlich sinnvoller anders (und besser) verbringen könnte.
* Und welche hätte es besser nie gegeben?

Die Atombombe.

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