Christoph Lode - Pandaemonia

Das Buch von Christoph Lode “Der letzte Traumwanderer” aus der Pandaemonia-Serie lag leider schon sehr lange auf meinem Stapel: “Muss noch dringend gelesen werden”. Jetzt bin ich aber durch und das Timing passt. Der Nachfolgeband mit dem Titel “Die Stadt der Seelen” ist aktuell erschienen und Christoph verlost auf seiner Seite zwei signierte Bücher.

Das Gelbe Buch von Yaro D’ar zu finden ist Liam Satanders einziges Ziel. Es war die letzte Bitte seines Vaters, bevor dieser von den gefürchteten Spiegelmännern ermordet wurde. Auf seiner Suche schleicht sich Liam in den Palast der mächtigen Herrscherin von Bradost ein – ein Ort voller Gefahren und dunkler Geheimnisse. Doch Liam kennt keine Furcht. Um herauszufinden, warum sein Vater sterben musste, würde er es mit jedem Feind aufnehmen. Selbst mit jemandem, der Macht über die Träume der Menschen besitzt …

“Der letzte Traumwanderer” ist kein reines Steampunkbuch – wenn man so eine Definition überhaupt geben kann – aber eine extrem vergnügliche Lesereise in eine Fantasiewelt des 19. Jahrhunderts. Aber es gibt alles was sich ein Steampunk-Leser wünscht: Zeppeline, Dampfmaschinen und Ætherantriebe, aber bevölkert wird diese Welt auch von anderen Wesen: Ghule, Alben, Homunculi…
Obwohl es sich um eine Fantasiewelt handelt, gelingt es dem Autor diese Welt perfekt vor dem geistigen Auge des Lesers entstehen zu lassen. Jeder Ort und jede Person ist so detailreich beschrieben, als könnte man sie jeder Zeit besuchen – wenn man nur die Tür in die Welt von Pandaemonia kennen würde (es ist nicht der Kleiderschrank, habe ich bereits überprüft). Insbesondere die Stimmung der Stadt hat mich beeindruckt, die tiefen Schwermut und Unterdrückung verbreitet.
Das Buch unterscheidet sich angenehm von den vielen anderen Fantasy-Büchern, das es auf die gängigen Klischees verzichtet und den Leser lieber mit glaubhaften Figuren und einer spannenden Geschichte unterhält. Die 08/15 Queste mit der passenden Reisebeschreibung ist schon zu oft erzählt worden, statt dessen wird der Leser aufgefordert die Ereignisse selber zu ordnen und die Puzzle-Stücke der Ereignisse zusammenzufügen, gemeinsam mit den Protagonisten.

Wer jetzt in die Welt von Pandaemonia startet hat den Vorteil gleich zwei Teile am Stück lesen zu dürfen, mit Band 2 werde ich mir nicht so lange Zeit lassen…

Christoph Lode – Pandemonia

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