Die Welt am Abgrund

Stimmige Steampunkgeschichten müssen nicht immer im viktorianischen England spielen.

Dass diese Aussage durchaus berechtigt ist, beweist Andreas Zwengel mit seinem ersten Roman “Die Welt am Abgrund”, dessen Handlung sich in (und teilweise auch unter) China, Deutschland und der Schweiz abspielt.
In kurzen und prägnanten Sätzen webt der Autor auf 243 Seiten eine fesselnde Geschichte über ein geheimnisvolles Untergrundvolk, das sich mit Hilfe von Sabotageakten und Attentaten seiner Entdeckung durch die bismarkschen Autoritäten zu entziehen versucht.
Auf eine all zu genaue Zusammenfassung des Inhaltes möchte ich an dieser Stelle verzichten, da die unvorhersehbaren Entwicklungen und überraschenden Wendungen, mit welchen sich die Hauptfiguren im Laufe der Geschichte konfrontiert sehen, den Leser zum mitraten animieren – und diesen Spaß möchte ich keinem nehmen.
Jedoch sei so viel gesagt: Wer sich an der detektivischen Zusammenarbeit eines heruntergekommenen Ex-Polzisten und eines sarkastischen Professors, an Geheimräten, ausgestorbenen Sprachen, seltsamen Experimenten und einer Verfolgungsjagd zwischen Zeppelin und Land-Leviathan erfreuen kann, dem dürfte
es bei dieser Lektüre kaum langweilig werden.

“Die Welt am Abrund” war übrigens Siegerroman einer Ausschreibung des Onlinemagazins Geisterspiegel.de und verdiente sich somit ein Erscheinen als Hardcoverbuch beim Persimplex Verlag.

Ähnliche Artikel:

  1. Jay Lake – Die Räder der Welt
  2. In 80 Tagen um die Welt

Hinterlasse einen Kommentar

 

 

 

Du kannst diese HTML tags benutzen

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>