“Sherlock Holmes ist eine vom britischen Autor Sir Arthur Conan Doyle geschaffene Romanfigur, die zur Zeit des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts als Detektiv tätig ist.
Besondere Bedeutung für die Kriminalliteratur erlangte Holmes durch seine neuartige forensische Arbeitsmethode, die ausschließlich auf detailgenauer Beobachtung und nüchterner Schlussfolgerung beruht. Er gilt bis heute weithin als Symbol erfolgreichen analytisch-rationalenDenkens und als Stereotyp des Privatdetektivs. Das Werkverzeichnis um den Detektiv umfasst 56 Kurzgeschichten und 4 Romane.”
Und Guy Richie hat selbigen, allseits bekannten Detektiv nun auf die grosse Leinwand gebracht. Und es passt. Besser als erwartet, und mir war sch im Voraus klar das es richtig gut werden kann. Guy Richie, nur um das noch zu klären hat den Kultfilm Bube, Dame, König, grAs (Lock, Stock and Two Smoking Barrels) und den Folgefilm Snatch – Schweine und Diamanten (Snatch) auf die Beine gestellt. Beides Filme die zu recht als überragend angesehen werden. Über Swept Away reden wir hier mal nicht, aber auch Revolver und Rock N Rolla sind ja mehr oder weniger angesehene Filme, wenn auch nicht mehr mit dem Hauch von Kult der sein Erstlingswerk und den Folgefilm umschwärmen.
Mit Sherlock Holmes trifft also der bekannteste Detektiv der Literatur und Filmgeschichte auf einen ein wenig kontrovers diskutierten Regisseur. Und Guy Richie hatte keinen Respekt vor der Vorlage. Und das meine ich nur positiv.
Handlung
London, Ende des 19. Jahrhunderts: Der Detektiv Sherlock Holmes ist nach der Festnahme des Adligen Lord Blackwood gelangweilt. Keine neuen Aufträge. Watson ist dabei sich ein neues Standbein aufzubauen und Mary Morsten zu ehelichen. Das ändert sich als der Adelig Holmes vor seiner Hinrichtung zu sich bestellt. Bevor er umgebracht wird warnt er Holmes das sich nach seinem ableben drei Sterbefälle ereignen werden welche die ihnen bekannte Welt aus den Angeln werfen werden. Drei Tage nach seinem Tod wird die Grabstätte von Blackwood zerstört aufgefunden. Es wirkt als wäre sie von Innen heraus zerstört wurden. Holmes und Watson stoßen bald auf erste Rätsel, bei denen Irene Adler, eine ehemalige Verbrecherin und Muse von Holmes eine undurchsichtige Rolle spielt.
Soweit so Gut. Oder nicht? Da die Story viel okkultes und magisches beinhaltet wird sie von den Kritikern sehr zweideutig angenommen. Auch der Action und Kampfbetonte Stil des Filmes will vielen Kritikern nicht gefallen da sie die Zuschauer nicht zu den Büchern und damit dem klassischen Sherlock Holmes in keinster Weise näher bringen will.
Jetzt mal echt. Soll der Film eine überlange Werbung für die Bücher sein? Ich glaube nicht. Ich sehe den Film in einer Reihe mit dem neusten Star Trek, Casino Royale und den letzten beiden Batman Filmen. Ein Neustart der Serie im aktuellen Gewandt. Ich glaube auch nicht das ein Film so wie ein Buch funktionieren kann. Dafür sind es einfach zu unterschiedliche Medien.
Und? Ist der Film gut?
Holmes ist gelangweilt, flucht, prügelt sich. Des weiteren dreht sich der Plot um Okkultes, Magisches und viele Experimente. Das muss doch gefallen. Watson ist nicht der dumme Sidekick wie in älteren Adaptionen, sondern eher ein Kumpel von Holmes der mit ihm Abenteuer erlebt. Blackwood, der Antagonist ist ein Adeliger der sich dem Okkulten zugewandt hat und Irene Adler eine Femme Fatale die Holmes nicht nur einmal auf’s Kreuz legt.
Vor allem der Stil in dem der Film gedreht ist passt perfekt. Er ist Modern zeigt sogar während der Kämpfe perfekt Holmes geniale Art Sachen zu kombinieren und zu planen. Der Film hat viele Wendungen die sich erst im Nachhinein, da aber schlüssig und nicht aufgesetzt, erklären.
Robert Downey Jr. der mir zuerst als Holmes eher Suspekt vorkam zeigt schon im Trailer das er die perfekte Besetzung für den neuen Holmes ist. Jude Law als Holmes ist der perfekte Partner für Downey Jr. und die Chemie zwischen den beiden stimmt von der ersten Sekunde. Mark Strong ist als Blackwood überragend in der Rolle. Da hat es der in Gerüchten auftauchende Brad Pitt schwer als Moriarty im Nachfolger den besseren, böseren Gegner Holmes zu spielen.
Fazit
Holmes is back. Und ich freue mich auf den nächsten Teil, der ja anscheinend schon in Planung ist. Der Film ist ausserdem ein Paradebeispiel für jeden Steampunk-Fan wie man sich in der Gesellschaft zu bewegen hat (Watson) und wie nicht (Holmes). Und Plotideen für die nächste Steampunk-Rollenspielrunde sollten auch abfallen.
Alles in allem ein rundes Paket das besser nicht sein könnte. Es ist zwar nur gehobene Unterhaltung, aber genau das erwarte ich von Sherlock Holmes im Blockbuster Gewand. nUnd genau das wird geliefert.
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ich wette es ist ein toller film aber mit sherlock holmes wird es nichts mehr zu tun haben. immer dieses blah blah mit neuem gewand. casino royal mag auch ein toller action film sein aber ein bescheidener bond. wenn ich nen kaffee bestelle will ich ja auch nen kaffee und nicht irgendwas seltsames was eventuell mal kaffee gewesen ist nur weil das jetzt moderner ist.
ich will meine helden nicht in neuem gewand.
Kann ich nachvollziehen. Wenn du aber alle Bücher/Kurzgeschichten gelesen hast wirst du jedoch vieles wieder erkennen. Ist quasi der Holmes in seiner schwersten, Drogen nehmenden Zeit. Das Problem ist doch eher das den so keiner verfilmt hat weil alle den guten alten Holmes haben wollten.
Und Watson ist halt auch nur ein wenig weniger dick und dumm dargestellt, das auch eher auf die ersten Verfilmungen/Serien zurück zu führen ist.
Ich kann es dir nicht versprechen, glaube aber das du dem “neuen” Holmes ne Chance geben solltest.
Ich hab mich mit nem echten Sherlock Holmes Fan besprochen der auch die gleiche Meinung hatte wie du jedoch freudig überrascht war. Im Zweifelsfall erst auf DVD ausleihen wenn der raus ist.
Aus der literarischen Vorlage hätte man weit mehr herausholen können als einen Verschnitt aus James Bond und Bud Spencer im viktorianischen Ambiente. Die ungewohnt schwache Leistung von Robert Downey jr. und Jude Law fügten sich ebenso nahtlos in den abstrusen Handlungsbrei ein, wie der vollkommen lächerliche Bösewicht in seinen schwarzen Friesennerz.
Man muß das Werk von Arthur Conan Doyle nicht gelesen haben, um von diesem Film enttäuscht zu werden. Wie wenig beides verwandt ist, habe ich dort schon ausgewalzt.