Boneshaker – Cherie Priest

Cherie Priest ist seit einiger Zeit ein Geheimtipp in der jüngeren Autorengarde der Phantastik. Mit ihrem aktuellen Werk Boneshaker hat sie den Durchbruch auch außerhalb der Fanszene geschafft und dann auch noch mit einem Steampunk-Roman.

[aartikel]0765318415:left[/aartikel]Aber Boneshaker ist in vielen Punkten anders, als der klassische Steampunk-Roman. Wer die High-Society, edle Damen und smarte Herren in diesem Buch sucht, wird sie nicht finden. Statt dessen lernt man schmutzige Städte, hart arbeitende Menschen und Schicksale kennen – die dunkle Seite der Industrialisierung. Unter diesen Menschen, die Tag ein Tag aus in die Fabrik gehen, ist auch die verwitwete Briar und ihr Sohn Ezekiel, die im Umland von Seattle leben. Das Zentrum von Seatle ist hinter einer hohen Mauer abgeschlossen, denn vor 15 Jahren kam es zu einem Unfall mit gewaltigen Auswirkungen: Leviticus Blue erfand eine Maschine, die den Abbau von Gold am Klondike vereinfachen sollte – den Boneshaker: eine gewaltige Maschine, die sich durch die Erde bohrt. Bei der Jungfernfahrt bohrt der Boneshaker eine Gasblase an, dessen Inhalt sich rasend schnell in der Stadt verbreitet. Das Gas, genannt Blight, ist tödlich – schlimmer noch – wer es einatmetet verwandelt sich nach kurzer Zeit in einen “Rotter”, der nur noch ein Ziel kennt: Töten. (Oder einfacher gesagt: Zombies). Seattle wird evakuiert, soweit es geht und eine hohe Mauer gezogen, da das Blight schwerer als Luft ist.
Briar arbeitet in einer Fabrik, um das Trink-Wasser von den Resten des Blight zu reinigen, wird aber geschnitten, denn Leviticus Blue war ihr Ehemann und Ezekiel ist der Sohn aus dieser Ehe. Eine Schuld, an der sie schwer trägt. Eines Tages läuft Ezekiel weg, um die Unschuld seines Vaters an dem Vorfall zu beweisen. Er klettert unter der Mauer durch und dringt in das Zentrum von Seattle vor. Briar setzt ihm kurze Zeit später nach und das Abenteuer beginnt…

Wie schon gesagt, ein freundliches Abenteuer ist Boneshaker nicht, es atmet eher den Geist von Charles Dickens “Oliver Twist”, als die Etikette von “Sinn und Sinnlichkeit” und gerade das macht das Buch besonders lesenswert. Die alternative Welt und die Beschreibung Seattles ist gut ausgearbeitet und wirkt an keiner Stelle gezwungen. Weitere Romane in dieser Welt sollen folgen, unter The Clockwork-Century kann man weiteres über diese alternative Welt des Boneshaker-Universums erfahren, die Arbeit am Buch noch mal verfolgen und einige der Cover-Vorschläge herunter laden.

Für Steampunk-Fans eine echte Empfehlung.

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