Zitat des Tages

Stephan H. Segal schreibt in seinem Artikel “Five Thoughts on the Popularity of Steampunk” bei Weird Tales, warum Steampunk eigentlich so cool ist und bringt es meiner Meinung nach auf den Punkt.

Es bringt die Geschlechter zusammen: Die eher “weibliche” (bitte nicht schlagen) Freude an den Kostümen der victorianischen Zeit in Verbindung mit der eher “männlichen” Freude an Robotern und Gadgets.

Es ist ein bisschen wie Gothic ohne die Eltern zu erschrecken. Klamotten, die sich aus der Masse abheben, aber keine Vorliebe für Blut und Todeskult, sondern Taschenuhren … und wer erschreckt sich schon vor Taschenuhren?

Und vor allem:

It’s not just cool because it’s trendy — it’s cool because it’s inspirational

3 Kommentare zu Zitat des Tages

  • [...] entwickelt hat, daß er Untergenres wie Diesel- und Clockpunk hervorgebracht hat und daß er besser für unsere Jugend ist als [...]

  • IchbinkeinBaum

    “keine Vorliebe für Blut und Todeskult, sondern Taschenuhren” – Wenn das einen zum Steampunk macht, bin ich wohl ein sehr schwarz angezogener Steampunk…

  • Steampunk ist mehr als die Freude an alten und/oder skurillen Dingen. Wie auch andere Genres schafft es Identifikation und Interesse … etwas was heutzutage vielen Menschen fehlt. Vor allem junge Menschen müssen sich erst selbst finden. Ich hatte eines Nachts einen Traum in dem ich einen Zylinder trug. Das war Ende der 70er Jahre. Ich stand damals auf, ging in die Stadt und kaufte mir in einem Trödelladen meinen ersten stilvollen Hut. Seit dem trug ich täglich meinen Zylinder nebst den anderen Utensilien. Anfangs wurde ich verlacht, aber ich gewöhnte mich daran, ignorierte es. Mein Selbstwertgefühl stieg immens. Im Laufe der Zeit erkundete ich mich insofern selbst, als das ich herausfand woher diese “Macke” kam. Es stellte sich heraus, daß ich schon immer solch einen Drall hatte. Bereits als Kind war ich ein Freund der Monarchie und hörte Musik, die man heute als Oldies bezeichnet – ich war der Hohn meiner ganzen Bekanntschaft.

    Heute weiß ich, daß Menschen vor allem Indentität brauchen. Wer bin ich, wo sind die Wurzeln der Familie, wer “er”-kennt mich. Einmaligkeit ist gefragt. Diese ganzen unsäglichen Shows mit Bohlen & Co. sind nur deshalb möglich, weil es genügend Menschen gibt, denen es weniger um die bekannten 15 Minuten Berühmtheit geht, die Andy Warhol jedem Menschen zugestand, sondern darum einmalig zu sein. Für den Partner, die Familie und die Freunde. Nicht mehr und nicht weniger. Das bringt dann mitunter auch die Geschlechter zusammen … selbst unangepaßte Kinder werden von ihren Eltern geliebt … meistens … und manchmal trotz gruftiger, unangepaßter Lebensweisen.

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