Beachtenswert

Jules Fantasy Markt Leipzig 31.10. - 2.11.

Am kommenden Wochenende findet von Freitag bis Sonntag das erste Mal der Jules Fantasy Markt im Kohlrabi-Zirkus in Leipzig statt. Ein bunter Mix aus Fanatsy, Steampunk, Endzeit, Piraten, Mittelalter, LARP, Gothic und vielem mehr erwartet den Besucher.

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Steampunkig mit dabei sind unter anderem die Bands Drachenflug und Feline and Strange, die Steampunk Expeditionsgesellschaft, Alexander Schlesier alias Steampunker.de und viele mehr. Außerdem wird Susan Groegers Steampunk Film Woe vorgestellt.

Da der erste Veranstaltungstag genau auf Halloween fällt, wird auch der Markt entsprechend ausgerichtet sein und auch die Parade aller Akteure steht ganz im Zeichen des Schaurrigen. (Es gibt eine familienfreundliche und eine Ü18 Parade, etwas später am Abend, sowohl freitags als auch Samstags.)

Geöffnet ist Freitag und Samstag 11.00-24.00 und Sonntags 11.00-19.00. Mehr Infos zu Tickets etc. gibt es hier auf der Veranstaltungseite. Das Programm kann hier eingesehen werden.
Besucher in passender Kleidung erhalten übrigens einen ermäßigten Eintritt, also raus mit den Steampunk Klamotten!

 

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Totesagte leben länger

… oder die Wiederkehr der Glühlampe

Wer aufmerksam durch die Baumärkte streift, wird verwundert vor dem Leuchtmittelregal stehen bleiben.

Neben “Energiesparlampen” und LED Brennern liegen im unteren Regal: Glühlampen, ganz legal und unverschämt, nagelneu und jeglichem Verbot trotzend.


CIMG7866Rustica 60 Watt um 2/3 gedimmt

“Rustica” heissen die Lampen und wer die Packung aufmerksam ansieht, wird erstaunt lesen, dass selbige nur für Dekorationszwecke und für die Industrie aber NICHT für den Hausgebrauch bestimmt sind.

Sie leuchten aber wunderschön, auch in heimischen Fassungen.

Wählt man nun eine Wattzahl höher als benötigt und dimmt die Lampe ein wenig herunter, hat sogar das Phoebus-Kartell das nachsehen. Der verminderte Stromfluß durch die Lampe treibt die Lebensdauer in die Höhe. Bis zu 5.000 Stunden kann diese Lampe nun brennen.

Wir erinnern uns

Wir schreiben das Jahr 1920…

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Kohlefadenlampe von ca. 1920

Das Phoebus-Kartell beschliesst, dass Glühlampen statt 2.500 nur noch 1.000 Stunden brennen dürfen. Ganze Abteilungen beschäftigen sich ab 1925 mit der Überwachung und Protokollierung des Kartells. Damit wird in der Industrie ein Paradigmawechsel eingeleitet. Galt bis dato die Maßgabe, dass das Beste aus den Materialien herauszuholen ist, gilt nun die festgelegte Lebensdauer um den Profit in die Höhe zu treiben. Damit wird aber auch eine gigantische Verschwendung von Materialien und Energie eingeleitet. Zu dieser Zeit wurde das Material der Glühlampen noch nicht wieder verwertet. Glas, später dann Wolfram und Messing landeten unwiederbringlich im Müll.

1940 brannten Glühlampen nur noch 1.000 Stunden!

in den 40ern  fliegt das Kartell auf. Aber erst so um 1953 wird Osram in Deutschland verboten, die Lebensdauer der Lampen künstlich einzuschränken. Strafe muss der Konzern allerdings nicht bezahlen, an der Lebensdauer hat sich bis dato nichts geändert. Nur in der DDR durften Glühlampen nicht vorzeitig ausbrennen. Selbiges galt dort als Sabotage, da ja die Vorräte an dem teueren Wolfram geschont werden sollten. Auch wurde Glühlampen gezielt gesammelt und wieder verwertet.

Es gab sogar einmal eine Zeit, da wurden Glühlampen repariert…

Dieser Wechsel in den Paradigmen macht Schule und ganze Industriezweige folgen nun diesem Weg. Galt bei Miele vor Zeiten noch der Werbespruch:

“Mit dieser Waschmaschine waschen noch Ihre Enkel”

haben sich die Zeiten drastisch zu Ungunsten der Verbraucher geändert.

 

Aber es gibt Widerstand

Riva, oder das kleine “Gallische Dorf” im Kartell.

Riva ist für Industrielampen bekannt und produziert Glühlampen in fast allen Formen mit bis zu 5.000 Stunden Lebensdauer.

Aufwändige Fadenaufhängungen schützen die Glühfäden vor Erschütterungen und die fehlenden Schwachstellen im Glühfaden ermöglichen diese langen Lebensdauern.

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RIVA 18W 235Volt

Riva Lampen werden für Signal- und Beleuchtungszwecke eingesetzt, wo es z.B. auf Licht UND Wärme ankommt. Schilder, von solch einer Lampe beleuchtet, tauen im Winter frei und müssen nicht zusätzlich geheizt werden.

Das Typenschild dieser Lampe sagt, dass sie eine Nennspannung von 235V aufweist. Diese hier ist noch für das 220V Netz ausgelegt, damit würde sie 15 Volt unterhalb der Betriebsspannung brennen, was die Lebensdauer erhöht. Und die Lampe kann Spannungsspitzen, wie sie in Zügen und auf Schiffen vorkommen besser widerstehen.

Mit den Rustica und den RIVA Lampen hat der geneigte Leser nun die Möglichkeit, wieder sanftes und warmes Licht in sein Heim einziehen zu lassen.

Quellen:

Die Presse

RIVA

Lichtservice Schrader

Bilder:

Jochen Enderlein

Der blaue Laborgeist des Herrn von Phone

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Wo geht es hin Herr von Phone?

 

Telemann von Phone ist bekannt für seine aussergewöhnlichen Ideen und Kreationen.

Vor kurzem bekam er eine Lampe geschenkt, mit der Bemerkung: “Du kannst da sicher etwas daraus machen!” Die  Leistungsangabe auf dem Glaskolben lautete 2000W. Die große Frage war nun, wie nimmt ein solches Monstrum in Betrieb? Unter voller Last ist so ein Gerät “für den Hausgebrauch”, nicht zu betreiben.

Nun geistert seit längerem Gasentladungstechnik mittels Kameramodulen durch den Rauchersalon. Was im Kleinen geht, muss doch auch im Großen gehen, so Herr von Phone.

Mit eine Hochspannungstransformator für NEON – Reklamen wurde eine Versuchsschaltung aufgebaut und nach dem Einschalten der Spannung, bildete sich ein blaues, geisterhaftes, rotierendes Wabern in der Röhre.

Aus Stahl, Messing, Kupfer und Glas wurde nun ein Käfig für den Laborgeist konstruiert. Selbiger fühlt sich sichtlich wohl, wie die nachfolgenden, kinematographischen Aufnahmen zeigen.

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Unser besonderer Dank gilt Miss “Cinnamon Star” für die freie Überlassung ihrer musikalischen Untermalung zu Zwecken der Kunstförderung.

Gewinner: Ticketverlosung

Nun ist es soweit: der Gewinner der Ticketverlosung für zwei Karten für das Emporium Vernesque steht fest und hat soeben eine Aethernachricht erhalten.

Alle Teilnehmer wurden gebeten mit anzugeben, warum sie gerne zum Emporium Vernesque möchten. Einige Gründe wollen wir Ihnen nicht vorenthalten:

“Ich freue mich darüber, das erste mal mit anderen Leuten, die auch Steampunk gern haben zusammenzutreffen.”

 

“Am meisten beim Emporium Vernesque freue ich mich und vor allem mein achtjähriger Sohn sich darauf, die vielen tollen Kostüme und “Erfindungen” zu bewundern!”

 

“Ich habe es bisher noch nicht geschafft, zum Emporium Vernesque zu fahren. Die ganze Thematik beschäftigt mich sehr und ich könnte dort viele meiner Freunde wiedersehen.”

Wir gratulieren dem Gewinner und hoffen, dass sich auch die, denen das Glück nicht vergönnt war, nicht davon abhalten lassen, das Emporium Vernesque zu besuchen!

Harry Potter Ausstellung in Köln

2 Tage vor der Eröffnung für das Publikum erhielt ich die Gelegenheit die erstmals in Deutschlad zu sehende Harry Potter Ausstellung im Abenteurmuseum, dem Odysseum in Köln zu besuchen. Mit dabei war Neville Longbottom Darsteller Mathew Lewis, der vom Harry Potter Fanclub mit besonderer Begeisterung aufgenommen wurde, der Organisator der Wanderausstellung Robin Stapley, von GES (Global Experience Specialists) und diverse, mir völlig unbekannte, Kölner Lokalpromis aus deutschen Soaps.
Bevor man in die Ausstellung kommt, wird man zunächst vom „Sorting Hat“ einem der Häuser von Hogwarts zugeteilt – bei mir war es Gryffindor. Nach einer kurzen filmischen Sequenz steht man dann auch schon mittem im Portrait-geschmückten Flur von Hogwarts. Die Schreie der Dicken Dame, die unermüdlich Gläser zum Zerspringen bringt, begleiten die Besucher durch die ersten Sets der Hogwarts Schlaf- und Klassenzimmer mit stimmig dekorierten Originalmöbeln und Requisiten aus den Filmen. Ein Highlight, nicht nur für Cosplayer, sind die vielen Orginalkostüme. Besonders beeindruckend von Material und Machart sind die von Gilderoy Lockhart, Voldemort und den Totessern, wogegen die Quiddich-Klamotten und der Unsichtbarkeitsumhang eher enttäuschen. Auch einige Artefakte, wie den Stein der Weisen oder den Zeitumdreher hätte ich mir imposanter gewünscht, dafür sind die Katzenteller von Professor Umbridge aus der Nähe erst recht der Hammer.
Die meisten Stücke darf man nicht anfassen, andere wie z.B. die Alraunen im Beet neben Professor Sprouts Set, sollte man nich nur anfassen sondern auch herausziehen – dann kann man sie wunderbar kreischen hören. Die ganze Ausstellung wird von atmosphärischer Musik und Klängen untermalt, zwischen den Sets laufen auf Bildschirmen die passenden Filmszenen und per Audioguide kann man zu den einzelnen Stationen noch mehr erfahren.
Durch Hagrids Hütte, in der einem seine wahre Größe nicht nur durch die Ausmaße seines Sessels bewußt wird, kommt man von Hogwarts in den verbotenen Wald mit seinen Kreaturen.

Besonders bemerkenswert ist der Abschnitt der dunklen Künste, der Platz des Showdowns aus dem Feuerkelch und Voldemorts durch einen Luftzug leicht in Bewegung gehaltenes Kostüm – das so eigentlich auch ein gutes Elbenoutfit darstellen würde.
Das Abschlußset bildet die große Halle mit den Festoutfits der Charaktere wo besonders die von Viktor Krum und Cho Chang beeindrucken.
Dahinter schließt sich ein riesiger Bereich mit (wie ich finde etwas überteuerten) Merchandise Artikeln an, wo man auch Bertie Botts Bohnen jeglicher Geschmacksrichtung (für 5 Euro) kaufen kann und ein riesiges Regal mit Zauberstäben dominiert – schade nur, dass sie alle aus Plastik gegossen und nicht aus Holz gefertigt sind.
Fazit: Für den Preis von 29,95 Euro für Erwachsene und 23,95 Euro für Kinder und Jugendliche kann man sehr schön in die Atmosphäre der Welt von JK Rowling eintauchen – in dem Preis ist auch der Besuch der anderen Abteilungen des Abenteuermuseums enthalten. Auf jeden Fall etwas für eingefleischte Fans und Kinder.

Gia LaFae

Preise und Öffnungszeiten

Im Salongespräch: Tales of Nebelheym

Im Salon begrüßen wir heute Tales of Nebelheym, eine junge Band aus dem Stuttgarter Raum, vertreten durch Fabian, der am Bass und Akkordeon sein Werk tut.  
Tales of Nebelheym
Fabian, ich habe euch vor nicht ganz zwei Jahren in einer kleinen Taverne in der Nähe von Stuttgart kennengelernt, als ihr für einen Unplugged Auftritt auf einem Fantasy Liverollenspiel gebucht wart. Im Gespräch danach sagtet ihr, daß ihr euch als Steampunkband seht.
Wenn man sich eure CD anhört, und mit anderen Bands aus dem Genre vergleicht, dann erschließt sich das einem nicht sofort. Erzähl mal, warum macht “Tales of Nebelheym” Steampunk eusik und was denkst du, zeichnet Musik in diesem speziellen Genre eigentlich aus?

Nun, ich denke, Steampunk-Musik im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Es gibt Musik, die auf retro-futuristischen Instrumenten (z.B. Theremin) oder zumindest auf Steampunk-getrimmten Instrumenten gemacht wird (z.B: auf umgebauten Gitarren), oder eben Musik, bei der es um Themen und Geschichten aus dem SteamPunk, aus einer Welt des Dampfes und der Mechanik, aber auch der Abenteuer und Romantik geht. Daher gibt es “die” Steampunk-Musik meiner Meinung nach nicht, wichtig für mich ist, dass mir die Musik gefällt und ich das Gefühl habe, dass derjenige, der sie macht Spaß und Herzblut in die Sache steckt..

Warum Steampunk? Was hat euch an diesem Genre besonders gereizt?

Mich persönlich haben schon immer die Werke von Jules Verne und H.G. Wells gereizt, ebenso aber auch Werke und v.a. Gedichte von Edgar.Allen. Poe und Lord Byron. Diese Abenteuer – und Horrorgeschichten in Verbindung mit einer für uns altertümlich anmutenden Technik, die aber aufgrund einer herausragenden Präzision und Ästhetik trotzdem zu überragenden, unserer heutigen Technik weit überlegenen Leistungen fähig ist übt einen besonderen Faszination aus.

Das heißt, man findet den Steampunk bei euch nicht vordergründig, da ihr nicht von Zahnrädern und Maschinen singt, sondern eher im Gesamtkonzept? Ihr seid eher Jules Verne, als Nicolai Tesla?

Die Atmosphäre des Steampunk spiegelt sich bei uns in der Welt Nebelheym wieder, die sich gerade in der Phase der Industrialisierung mit Entdeckung der Dampfmaschine und dem damit verbundenen Umbruch der Gesellschaft befindet. Nach Eintreffen der sogenannten Fremden mit ihrer großartigen (Dampf-)Technologie liegt in Nebelheym ein Konflikt zwischen zwei großen Parteien, die diese Neuerungen willkommen heißen und regelrecht anbeten oder kategorisch ablehnen vor. Dies ist der Hintergrund, vor dem sich die einzelnen Facetten der “Tales of Nebelheym” abspielen.

Was bedeutet eine Szene für euch? Es es für euch wichtig, daß man als Teil solcher auch aktiv etwas dazu beträgt, oder reicht es auch, einfach nur zu konsumieren?

Eine Szene zu haben finde ich sehr wichtig, da sich hier Leute mit gleichen Interessen finden und austauschen können. Wie weit dann jeder gehen will, ob er sich aktiv einbringt oder lieber konsumiert, ist natürlich jedem selbst überlassen – wir als Band versuchen, unserem Publikum durch unsere Musik und unsere Auftritte eine Art Lebensgefühl Nebelheyms weiterzugeben.

Ihr schreibt soweit ich das sehen kann alle Songs selbst. Gibt es jemanden, oder etwas, was euch beim schreiben beeinflußt, oder habt ihr eine bestimmte Quelle der Inspiration? Was ist eure Muse?

Genau, wir schreiben alle Songs selbst, sowohl musikalisch als auch textlich, was uns sehr wichtig ist. Musikalisch kann so jeder von uns seine eigenen Vorlieben und Interessen mit einbringen. Inspirationen ziehen wir einerseits aus eigenen Erlebnissen, aber auch aus der Erschaffung der Welt Nebelheym. Wir versuchen, durch unsere Texte dieser Welt Leben einzuhauchen und sie für den Zuhörer lebendig zu machen, ohne sie dabei zu genau zu definieren. Jeder soll die Möglichkeit haben, sich in Nebelheym selbst zu finden – insofern ist sicher Nebelheym unsere Muse.

Bei eurem Auftritt war es sehr auffällig, daß jeder von euch genau wußte, was er mit seinem Instrument anstellen muß und obwohl Tales of Nebelheym noch nicht so lange existiert, hatte man den Eindruck, daß ihr schon lange zusammen Musik macht. Woher kommt das?

Wir sind alle schon etwas länger im “Musikgeschäft” dabei – wir waren und sind alle in unterschiedlichen Bands aktiv. So kennen Jo und ich uns schon aus der gemeinsamen Zeit bei Coronatus, Teddy ist zusätzlich Sänger bei Daedalous, Malte Gitarrist bei Opus Irae und Matse ist bei Gold, Stone und Silver dabei. Daher haben wir alle schon einige “musikalische Vorbildung”. Abgesehen davon haben wir aber auch das Glück, dass wir einfach auf einer Wellenlänge liegen und es uns erstaunlich leicht fällt, auf Ideen des einzelnen einzugehen und daraus dann einen gemeinsamen Song zu gestalten.

Was sind die “Tales of Nebelheym”? Gibt es dazu eine Geschichte?

Die ” Tales of Nebelheym” sind sozusagen die Chroniken der Welt Nebelheym – dementsprechend sind wir ihre Chronisten.
Als solche haben wir uns zum Ziel gemacht, Momentaufnahmen aus Nebelheym zu sammeln und niederzuschreiben, um sie mit unseren Zuhörern zu teilen und ihnen somit diese fiktive Welt nahe zu bringen.

In ein paar Wochen wird euer erstes Studio Album “A Wanderers Heart” das Licht der Ladentheke erblicken. Worum gehts da? Steckt ein Konzept dahinter?

Das Konzept des Albums besteht darin, dass es um die Geschichte des einsamen “Wanderers” geht, der durch die Welt Nebelheym zieht – daher auch der Titel “A Wanderer’s Heart”.
Die Erlebnisse, Erinnerungen und Gefühle, die der Wanderer auf seiner Reise durchlebt, spiegeln sich in den einelnen Stückn des Albums wieder. Dabei wird mehr und mehr von der Welt Nebelheym offenbart.

Ich habe das Glück sie schon eine zeitlang hören zu dürfen und konnte sie mit der Demo CD vergleichen. Ihr habt mit den neuen Platte gegebenüber dem Demo nochmal einiges zugelegt, was die Arrangements und die Qualität der Aufnahmen angeht. Was war euch für euer erstes großes Album wichtig und ist es so geworden, wie ihr es euch gewünscht habt?

Absolut – uns war es wichtig, dass wir – nach der Demo “Prequel” – auf jeden Fall gleich ein vollwertiges, sauber produziertes Studioalbum nachlegen – was uns mit der Hilfe von Markus Stock aus der Klangschmiede Studio e auch gelungen ist. Wichtig war uns außerdem, dass es dabei nicht steril wirkt, sondern den Charakter unserer Auftritte einfängt, das Lebendige, was uns als Band ausmacht.

Keiner von euch ist wirklich ein Bühnenneuling und in wenigen Wochen steht eure CD Release Party an. Auch wenn man schon ein alter Hase ist, was Konzerte angeht, sind Release Parties enorm wichtige Meilensteine für eine Band und deshalb immer ganz besondere Konzerte. Was erwartet ihr euch von dem Abend und was macht für euch das perfekte Konzert aus?

Die Releaseparty ist definitiv etwas besonderes für uns. Daher freuen wir uns alle schon sehr auf den Abend und sind auch bereits etwas aufgeregt. Wir erwarten ein tolles Konzert, viele nette Gäste und Freunde (u.a. auch die Musiker von Krayenzeit, die uns an dem Abend musikalisch unterstüzen werden), eine großartige Party und einfach einen absolut gelungenen Abend. Wichtig ist meiner Meinung nach, dass man Spaß hatte, nach dem Auftritt mit sich zufrieden ist und es vor allem auch dem Publikum gefallen hat. Dann ist man auf jeden Fall nah dran am perfekten Konzert.

Was haben wir in Zukunft von Tales of Nebelheym zu erwarten? Gibt es Pläne?

Zu allererst einmal wollen wir natürlich das Album gebührend promoten und das ein oder andere Akustikkonzert spielen, unser Set noch etwas erweitern und ausbauen und versuchen, den Leuten Nebelheym näher zu bringen. In etwas weiterer Ferne steht unser Metalalbum an – wir haben außerhalb des Akustik-Sets noch ein Metalset, das zwar auch in Nebelheym angesiedelt ist, charakterlich aber natürlich eine ganz andere Sparte bedient. In diesem Bereich wollen wir uns ebenfalls weiterentwickeln.
Es wird also definitiv nicht langweilig :-)

Dann danke ich dir für die vielen Antworten und eure feine Musik. Ich wünsche euch auf jeden Fall alles Gute für die Zukunft und eine großartige Releaseparty.

Wer nach dem folgenden Video Lust hat, mehr von Tales of Nebelheym zu sehen und zu hören, dem sei der Internetauftritt der Band ans Herz gelegt.

Für die spontanen Leser, sei zu sagen, daß am Freitag, dem 24.10.2014 um 19:30h ( ja, das ist in knapp 20 Stunden :) ) das CD Release Konzert zu “A Wanderers Heart” in Ludwigsburg im “Scala” stattfinden wird.

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Verlosung! Zwei Karten für das Emporium Vernesque

Gewinnspiel

Ihr wollt zum Emporium Vernesque? Dann habt ihr bis zum 25.10.2014 00.00 Uhr die Chance zwei Eintrittskarten zu gewinnen!

Schreibt eine Aetherpost an Gewinnspiel [at] clockworker.de und erzählt uns, worauf ihr euch bei dieser besonderen Steampunkveranstaltung besonders freut!

Einen kleinen Überblick über die Aktivitäten findet ihr in der Ankündigung des Clockworkers und natürlich auf der Homepage der Veranstaltung.

Der Gewinner wird am 26.10.2014 ausgelost und per Mail benachrichtigt.

 

 

Emporium Vernesque 2014

In einem Monat ist es soweit: Das Emporium Vernesque öffnet am 8. November 2014 zum dritten mal seine Tore in Arnheim. Diesmal geht es in eine neue, größere Location: Das Luxor Live, drei Minuten vom Arnheimer Hauptbahnhof entfernt. Los geht’s um 12.00 Uhr am Samstag bis 23.00 Uhr.

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Am Samstag, 8. November 2014 soll in Arnheim die dritte Ausgabe des Emporium Vernesque abgehalten werden. Ein Festival für Lieberhaber des Steampunks, ein kreatives Science-Fiction Genr, welches sich inspiriert durch Schriftsteller wie Jules Verne und H.G. Wells. Aus dem In- und Ausland werden fantastisch gekleidete Steampunks anreisen für dieses einzigartige Event. Es ist eine Veranstaltung für Fans des Lebensstils, aber auch für Besucher, die sich noch nicht genau auskennen, sind herzlich willkommen. Tagsüber wird es ebenfalls Kinderbelustigung geben und sie sind ebenso willkommen, wie ihre Eltern!

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Es wird ein volles Tagesprogramm geben mit Tanzvorstellungen, kreativen Workshops, Ausstellungen, Spielen, Lesungen und Teeduellen.

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Neu ist in diesem Jahr die Modenschau: verschiedene Designer stellen ihre Steampunk Kreationen auf dem Laufsteg vor.

Ebenfalls neu ist die Kleidertauschbörse: Hier kann jeder die Kleidung (im Steampunkstil), die er nicht mehr braucht eintauschen gegen etwas Neues.

Natürlich gibt es auch wieder einen Warenmarkt und eine Sitzecke mit Essen und Trinken im passenden Ambiente.
Außerdem soll es in diesem Jahr ein Filmtheater geben, in dem Filme aus Steampunk und Fantasy gezeigt werden. Ein gutes Beispiel ist hier der Fantasy Kurzfilm “Lessons Learned” von Toby Froud (Labyrinth) und produziert von Heather Henson, Tochter von Jim Henson (Labyrinth, Muppet Show). Des weiteren werden antike Filme von etwa 1900 gezeigt.

Auch Musikalisch gibt es einiges zu bieten:

Tagsüber wird die Deutsche Band Drachenflug für musikalische Untermalung sorgen. Abends geht’s dann weiter mit der niederländischen Gruppe Schwarzblut und den britischen SteamPUNKS The Men That Will Not Be Blamed For Nothing.

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Wem das alles noch nicht genug ist, der kann sich bereits am Freitagabend auf der Pre-Party im Willemeen auf die Veranstaltung einstimmen lassen von den DJs DJ’s Kwoad, Slim, Miss Yani und B.U.R.B. mit EBM, Industrial und Darkwave.

Sonntags morgens wird es außerdem die Möglichkeit geben noch gemeinsam brunchen zu gehen. Der genaue Ort hierzu wird noch bekannt gegeben.

Tickets gibt es hier zu kaufen. Im Vorverkauf kosten die Eintrittskarten 11,00€ (inkl. Servicekosten), Abendkasse 13,50€. Kinder unter 12 zahlen 7,50€ an der Abendkasse. Die Pre-Party kostet 6,00€ Eintritt, wer ein Vorverkaufsticket vorweisen kann, erhält 2,00€ Rabatt.

Die ersten 100 Vorverkaufsticketkäufer bekommen außerdem einen Goodiebag mit verschiedenen Dingen der anwesenden Händler. Ihr erfahrt vor Ort, ob ihr gewonnen habt, aber beeilt euch, bevor es zu spät ist!

Alle weiteren Infos zu Anreise etc. finden sich auf der Homepage der Veranstaltung.

 

 

Buch-Rezension: Außergewöhnliche Automatons von Martin Riesen

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Cover: Außergewöhnliche Automatons Cover Art: Michael Zigerlig

So sperrig der Titel vielleicht auch klingen mag, Martin Riesens Erstling (erschienen im Self-Publishing, erhältlich auf Amazon) liest sich alles andere als holprig.
Schon der Klappentext verspricht eine unterhaltsame Geschichte im Steamforged Empires Universum:

„Offenburg, 1874, in einer alternativen Vergangenheit…
Die sechszehnjährige Johanna findet eine Anstellung als Gehilfin beim Automatonhersteller Professor Geich. Schnell erkennt er ihr außergewöhnliches Talent für die Herstellung von Lochkartenprogrammen, mit denen diese beliebten Maschinen gesteuert werden. Als Johanna einem Automaton ein Programm stanzt, das es ihm ermöglicht, zu lernen, ahnt sie nicht, welche Ereignisse sie damit in Gang setzt…“

Die Geschichte selbst ist nichts Neues: Die Erfindung wendet sich gegen den Erfinder. Leider verharrt die Erzählung an einigen Stellen stark in alten Klischees (Liebe entgegen aller Standesunterschiede, Aufstieg von ganz unten etc.) und das Ende ist weitgehend vorhersehbar.
Aber altes Holz brennt bekanntlich gut und so bleibt es bis zum Ende spannend, wie das heraufbeschworene Unheil doch noch abgewendet werden kann.

Wer bei den genannten Beispielen jetzt an eine überwiegend kitschige Liebesgeschichte denkt, liegt (Gott sei dank) falsch. „Außergewöhnliche Automatons“ ist ein waschechter Abenteuerroman und da darf eine Romanze natürlich nicht fehlen.

Martin Riesens Erzählstil ist kurzweilig und gut lesbar, insbesondere mit den Beschreibungen der Technik, die hinter den Automatons steckt, kann der Autor punkten. Man hört förmlich das Rattern der Zahnräder und Durchlaufen der Lochkarten, riecht das Maschinenöl und den Dampf der Antriebsmaschinen. Echter Steampunk eben.

Leider bleiben dafür die („guten“) Charaktere teils recht oberflächlich, nur der Bösewicht kann mit seinen Motiven und Handlungen wirklich überzeugen und weckt im Leser die angebrachte Abscheu.

Über diese Abneigung kann man sich schließlich doch noch recht gut in die Hauptfiguren hineinversetzen und mit ihnen und der Geschichte mitfiebern (außerdem freut es einen doch bei einem gut geschriebenen Gegenspieler gleich viel mehr, wenn seine Pläne versagen.)

Bevor es jedoch soweit kommt, wird man zunächst ausgiebig in die Welt von Steamforged Empires eingeführt. Erst gegen Ende nimmt die Geschichte Fahrt auf und reißt den Leser im letzten Drittel des Buches mitten hinein in das Geschehen. Die Auflösung selbst kommt ziemlich abrupt, in einigen Einzelheiten fast schon zu gewollt, bleibt aber nachvollziehbar.

Da das Buch als erster Teil einer Serie angelegt ist, darf ein ordentlicher Cliffhanger natürlich nicht fehlen und so erfahren wir nicht die vollständige Auflösung aller Geschehnisse und dürfen weiter rätseln. Das Tempo, dass „Außergewöhnliche Automatons“ gegen Ende erreicht, wird dann hoffentlich im nächsten Band beibehalten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „Außergewöhnliche Automatons“ sich wohl am ehesten unter „leichte Abendlektüre“ einordnen lässt, (u.A. auch durch die Einteilung in 27 relativ kurze Kapitel). Das alternative Universum ist gut durchdacht und auch die Geschichte ist logisch aufgebaut, wenn auch leider größtenteils recht vorhersehbar. Das tut dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch, wenn man nicht gerade etwas Weltbewegendes erwartet. Wer auf der Suche nach guter, steampunkiger Unterhaltung ist, wird mit „Außergewöhnliche Automatons“ sicher nicht enttäuscht werden.

Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

Homepage des Autors

Gesichtsbuchseite

 

Ein ganz besonderer Schrank

Für alle Liebhaber des Clockpunks (also des Punks mit Uhrwerken und anderen Aufziehmechanismen) ist das folgende Stück eine wahre Augenweide! (Für alle anderen natürlich auch, aber wann hat man schonmal die Möglichkeit Clockpunk ernsthaft zu erwähnen…)

Geheimfächer sind keine Erfindung moderner Abenteuerromane oder -Filme. Sie finden sich immer wieder in alten Möbelstücken. Der Sekretär von David Roentgen ist aber etwas ganz besonderes, ein Meisterwerk sowohl in der Schreinerkunst als auch vom mechanischen Standpunkt aus.

Das Gute Stück aus dem Nachlass des preußischen Königs Friedrich II. ist heute im Besitz des Berliner Kunstgewerbemuseums. Anlässlich einer Ausstellung im New Yorker Metropolitan Museum wurde der Schrank einmal “in Aktion” gefilmt. Das Ergebnis kann hier bewundert werden:

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(Mehr Informationen finden sich u.A. hier und hier.)

Königlicher Steampunk auf der Elfia?

Am kommenden Wochenende ist es wieder so weit: Die Elfia (vormals Elf Fantasy Fair) öffnet in Arcen wieder ihre Tore für Fantasy aller Art.

Klassische High Fantasy, Science Fiction, Anime und Manga, Historisches, Gothic und noch vieles mehr gibt es auf dem Gelände des Schlossgartens Arcen zu entdecken. Einige Eindrück aus dem vergangenen Jahr sind hier zu finden.

Elfia-1-LogoWie im vergangenen Jahr wird sowohl das niederländlische Steampunk Objective, als auch die Steampunk Expeditions Gesellschaft  die Elfia in Sachen Steampunk bevölkern.

In diesem Jahr gibt es aber noch einen besonderen Grund für Steampunks anwesend zu sein: Zum ersten Mal stellt sich ein Steampunk Paar den Wahlen zum Königspaar von Elfia. Und zum ersten Mal wird die Wahl direkt vor Ort durch das Publikum getroffen!

Ezekiel und FaryIna Barentszn vom Steampunk Objective werden in der Royal Debate am Samstag, 11.30 Uhr auf der Elfo Stage gegen Maximus, Minerva und Prinz Toby antreten. (Mehr Infos zu beiden Kanditatenpaaren gibt es hier)

Im Anschluss finden die Wahlen durch das Publikum und die Krönung der Gewinner statt. Wer also am Samstag die Elfia besucht, sollte unbedingt auch an der Elfo Stage vorbei schauen und Ezekiel und FairyIna unterstützen!

Elfia Royal Election

“Während einer der vielen Reparaturen am Apparatus Machinicus entstand ein Wirbel oder eine Öffnungen zwischen den Dimensionen. Deswegen begaben sich Sir Ezekiel Barentszn und Lady FairyIna Barentszn auf eine dreidimensionale Reise. Sie entdeckten eine Welt voller Wunder, mit Elfen, Drachen und fremden Völkern. Dank FairyIna und ihrer Kenntnis über Naturschöpfungen fanden sie bald heraus, dass sie sich im Königreich Elfia befanden. Während der Erkundung trafen sie auf die Königin und den König, die ihnen sagten, dass die aktuelle Technik eine Menge Probleme verursachte. Genau das war Ezekiels Spezialität! Dank ein paar genialer Erfindungen wussten sie, wie man reines Trinkwasser für alle herstellen konnte, und aus diesem Grund wurde den beiden die Übernahme des Throns angeboten. Sir Ezekiel bat FairyIna auf eine sichere Welt für jede Art der Naturschöpfung zu achten, in welche sie dank Apparatus zeitreisen konnten. „Wir werden immer versuchen sicherzustellen, dass jeder mit Respekt behandelt wird und dass reines Wasser überall verfügbar ist.””

Steam Noir Künstler in Göppingen

Felix Mertikat und die Autorin Verena Klinke werden am 6.9. im Otaku Store Göppingen ihre ausgezeichnete Comic-Serie Steam Noir signieren. Die komplette Presse-Mitteilung:

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OTAKU STORE in Göppingen feiert mit buntem Programm für Groß und Klein 3-jähriges Jubiläum
Termin: 6. September 2014, 14-19 Uhr
Signieraktion, Buchverlosungen, Steampunk-Cosplay und Kuchen!
Und wieder ist ein Jahr um!
Der Otaku Store feiert am 6. September 2014 sein 3-jähriges Jubiläum.
Jubiläumsgäste sind der Zeichner Felix Mertikat und die Autorin Verena Klinke, die ihre preisgekrönte Comicserie STEAM NOIR signieren werden, die den Steampunk in die deutsche Comiclandschaft eingeführt hat. Es wird die erste Signeraktion der beiden Künstler im einzigen Comic & Manga-Shop inGöppingen sein. Die Signierstunde startet um 15 Uhr.
Comics und Mangas sind mittlerweile zum Kulturgut geworden. Da es in Deutschland leider nicht mehr viele Comicläden gibt, ist es umso wichtiger, die literarische Infrastruktur in den Groß- aber auch Kleinstädten am Leben zu erhalten. Zum Glück gibt es in Göppingen eine lokale Anlaufstelle! Neben den Comicmachern wird es ein großes Cross-Cult-Gewinnspiel sowie eine Cosplay-Show geben. Das Thema für die Cosplayer dieses Mal lautet – natürlich – „Steampunk“! Zum Abschluss wird es auch eine tolle Torte geben – gezaubert von Gül Event –, sodass mit Unterstützung der Künstler von Steam Noir sowie dem Cross Cult-Verlag schon jetzt ein unvergesslicher Tag garantiert ist.
Weitere Infos zur Veranstaltung unter: http://www.otakustore-gp.de/Events-1
Otaku Store: Homepage | Facebook
Steam Noir: Verlagsseite | Homepage Facebook
PORTRAIT | Der Otaku Store
Ein Comic und Manga Laden mal anders!
Am 1. September 2011 wurde der Otaku Store in Göppingen eröffnet. Gegründet wurde der ungewöhnliche Comicladen, der die Comicgenres nicht trennt, aber zusammenbringt, von Kay Stöcker. Seit jener Zeit wandelte sich das lokale Geschäft zu einer Mittelständischen Institution mit Onlineshop und weltweitem Versand. Das Sortiment umfasst neben Comics und Manga auch Zeichnerbedarf und Fanartikel. Unter dem Motto „Unter gleichgesinnten“ veranstaltet der Otaku Store regelmäßige Events, besonders beliebt: Origami-Workshops, Cosplay- und Zeichnertreffen und vieles mehr.
Um die vielen lokalen Künstler zu unterstützen, kann man in den Räumen des Otaku Store viele Illustrationen und Artworks bestaunen.

Steampunkprothese

Christopher Snell hat eine funktionierende Steampunkprothese gebaut, die einen erstaunen lässt.

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Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten - Robert C. Marley

“Britisch, London, Krimi” – Wirft man diese drei Worte in den Raum entsteht zwangsläufig ein gewisses Bild vor den Augen eines Lesers. Natürlich Regen. Eine Stadt, die grau ist, aber dennoch voller Leben. Skurrile Bürger mit einem sehr trockenen Humor. Alte Filme wie Miss Marple und eine Geschichte, wo man den Täter nicht vorher kennt und nur noch seine schwere Kindheit nachverfolgen kann, die ihn zur Tat trieb, sondern mit dem Detektiv auf der Suche nach der Lösung des Falles ist.

Robert C. Marley hat dieses Wunder geschafft und all diese Komponenten in einen kurzweiligen, humorvollen und absolut spannenden Krimi gegossen. Inspector Swanson ist eines meiner absoluten Highlights des Lesejahres 2014, obwohl ich kein ausgesprochener Krimileser bin. Aber in diesem Buch stimmt einfach alles und man möchte es keinen Moment aus der Hand legen. Geschickt mischt Swanson reale Personen mit einer fiktiven Handlung, was dem Roman noch eine ganz besondere Würze gibt. Die Geschichte wird flott, aber ohne Hast erzählt und der Autor nimmt sich auch mal die Zeit die Alltagsprobleme der Figuren zu beschreiben, was sie dem Leser noch näher bringt.

Für 9,50 EUR bekommt man nicht nur eine spannende Geschichte, sondern auch noch ein sehr liebevoll gestaltetes Taschenbuch, mit dem der Dryas-Verlag seine Serie Baker Street Bibliothek um eine echte Perle erweitert.

Sherlock würde wohl sagen: Der Kauf dies Buches ist elementary, Mr Watson!

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London 1893, Gordon Wigfield, ein ehrbarer Goldschmied und Damenfreund wurde in seiner Werkstatt auf bestialische Weise ermordet. Chief Inspector Donald Sutherland Swanson nimmt die Ermittlungen auf. Doch es bleibt nicht bei einer Leiche. Die Nachforschungen führen Swanson schließlich in die höchsten Kreise der Gesellschaft. Welche Rolle spielen Oscar Wilde und sein Geliebter Lord Douglas? Und was weiß Arthur Conan Doyle? Die Karten werden neu gemischt als sich herausstellt, dass der in den Kellern des Londoner Bankhauses Parr am Cavendish Square aufbewahrte „Blaue Hope-Diamant“ eine Imitation ist…

Robert C. Marley
Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten: Krimi
Verlag: Dryas Verlag; Auflage: 1 (Mai 2014)
ISBN-10: 3940855537

Wilhelmstadt. Die Abenteuer der Johanne deJonker - Andreas Dresen

Dass man nicht zum x.ten Male den britischen Lord bemühen muss, zeigt Andreas Dresen in seinem ersten Wilhelmstadt-Roman und so wie Andreas Wilhelmstadt beschreibt, muss sich deutsche und deutschsprachige Dampfliteratur auch nicht hinter Queen Victoria verstecken. Die Stadt lebt und mit ihr, alles was darin kreucht und fleucht. Als alter Rollenspieler möchte ich direkt fragen: Wann kann ich den Hintergrundband dazu kaufen und selber Abenteuer dort erleben?
Gerade kleine Details sind es, die für mich Steampunk ausmachen und darin kann man als Leser förmlich baden.
Bei den Charakteren hätte ich mir auch etwas mehr von dieser Detailliebe gewünscht. Sie haben alle Potential und man möchte sie näher kennenlernen, was einem aber versagt bleibt. Zumindest für mich waren sie zu wenig beschrieben und ihre Motivation bis auf das Grundmotiv nicht erkennbar. Trotzdem hat es mir riesig Spaß gemacht mit Johanne durch Wilhelmstadt zu streifen und mit ihr die die Schuldigen für die falschen Verdächtigungen zu finden. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht und hoffe, dass wir dann auch die Personen ebenso gut kennenlernen, wie die Stadt, denn dieses Setting schreit nach weiteren Geschichten.

Oder, um es preußisch zu sagen: Weitermachen!

Ein Wort der Warnung: NICHT! den Klappentext lesen. Oder nur in der (gekürzten) Version wie unten. Aus irgendeinem unverständlichen Grund, wird der Gegenspieler dort direkt schon genannt.

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Klappentext:
Wilhelmstadt, 1899.
Das stählerne Venedig Deutschlands. Eine dem Braunkohle-Rausch verfallene, hochindustrialisierte Stadt als Schauplatz einer verschwörerischen Intrige inmitten von Dampfmaschinen und mechanischen Gadgets. Mitten in der Nacht versinkt die „Juggernauth“ in den Fluten des Rheins. An Bord ist auch der Neffe von Kaiser Wilhelm II. Nur der Ingenieur Julius deJonker überlebt das Unglück, liegt aber unwiederbringlich im Koma. Trotzdem zeichnet der Kaiser ihn verantwortlich für die Katastrophe und enteignet ihn all seiner Besitztümer. Nur seine Tochter Johanne ist von der Unschuld ihres Vaters überzeugt. Verarmt, aber voller Entschlußkraft, macht sie sich zusammen mit Miao, einer verstoßenen Luftnomadin mit einem Dampfbein, auf die Suche nach den wahren Schuldigen.

Andreas Dresen

Wilhelmstadt. Die Abenteuer der Johanne deJonker. Band 1 – Die Maschinen des Saladin Sansibar

Broschiert: 264 Seiten
Verlag: Acabus Verlag; Auflage: 1 (14. Juli 2014)
ISBN-10: 3862822745