Beachtenswert

Ankündigung: Steamtropolis - The Winter Fair

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Eilen Sie herbei, werte Herrschaften! Bereits zum vierten Mal öffnet sich dank unseres mysteriösen Zeitenwandlers das Tor zu der viktorianisch anmutenden STEAMTROPOLIS! Die vorweihnachtliche „STEAMTROPOLIS – The Winter Fair“ findet eintägig am Sonntag, 11.12.2016 12 bis 20 Uhr statt – dieses Mal in der facettenreichen WERK°STADT Witten!

Ein winterliches Steampunk Universum á la Jules Verne für die ganze Familie erwartet Sie, mit außergewöhnlichen Händlern, die phantastische Waren (Bekleidung, Schmuck,
Accessoires, Dekoration, uvm.) feil bieten! Hier finden Sie garantiert das etwas andere Weihnachtsgeschenk!

So kündigt Funkelglanz Events das steampunkige Weihnachtsevent an, dass nach drei Ausgaben in der Matrix Bochum seit Mai 2015 für die vierte Ausgabe umzieht in die Werk°Stadt Witten (Mannesmannstr. 6, 58455 Witten).

Musikalisch unterhalten werden die Besucher von Tales of Nebelheym, sowie Feline and Strange, aber auch Lesungen im viktorianischen Lesezirkel, u.A. mit Anja Bagus und unserer Autorin Amalia Zeichnerin, weihnachtliches Spekulatius-Teeduell und Kinder-Basteln und-Schminken erwarten die Besucher.

Feline & Strange im Shadow Leverkusen, 10. Mai 2016

Feline & Strange – Shadow Leverkusen, 10. Mai 2016

Tales of Nebelheym - Kammgarn Kaiserslautern am 27. Dezember 2015

Tales of Nebelheym – Kammgarn Kaiserslautern, 27. Dezember 2015

Steampunk Outfits sind herzlich willkommen, aber kein Muss.

Tickets kosten im Vorverkauf 6€ (+ 1,60€ Gebühr) und sind bei Hellwegticket erhältlich. An der Tageskasse kostet ein Ticket 8€, Kinder unter 12 Jahren in Bgeleitung eines zahlenden Erwachsenen erhalten kostenlosen Eintritt.

Wir raten dazu Tickets im VVK zu ordern, da diese ein Tombolalos enthalten.

Die dunkelbunten Farben des Steampunk - eine Anthologie

Mit dieser im wahrsten Sinne des Wortes farbenfrohen Anthologie stellen wir einen der Gewinner des Deutschen Phantastik Preises 2016 vor. Auf 280 Seiten versammeln sich in diesem Band 14 Kurzgeschichten.

copyright: Artskript Phantastik Verlag

copyright: Artskript Phantastik Verlag

Passend zum Motto der Anthologie ist der gesamte Text jeder Geschichte auch in der passenden Farbe gehalten, wobei auf schwer lesbare Farben wie gelb verzichtet wurde. Die Verlegerin berichtet im Vorwort über ihre Faszination angesichts von Büchern mit farbiger Schrift (wie beispielsweise „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende).

Die Kurzgeschichten selbst sind so vielfältig wie  ihre Farben – mal gruselig, mal spannend, mysteriös, sozialkritisch oder auch schräg und humorvoll. Insofern ist hier für jeden Geschmack etwas dabei. Einige konzentrieren sich in erster Linie auf die ausgewählte Farbe, während andere deutlich mehr Steampunk-Elemente enthalten, z.B. besondere Erfindungen oder eine Gesellschaft, die in einem (mehr oder weniger) alternativen 19. Jahrhundert angesiedelt ist.

Hier ein Überblick über die einzelnen Geschichten:

Silberne Augengläser – Detlef Klewer
Im Auftakt der Anthologie vermischt Detlef Klewer gekonnt die Kriminalgeschichte um „Jack the Ripper“, dem mysteriösen Londoner Serienmörder von 1888, mit einem ganz anderen Fall der übernatürlichen Art.

Rosaroter Dampf – Stefanie Bender
Die Dampfmaschine, um die es hier in den 1860er Jahren in Deutschland geht, gibt nicht nur rosaroten Dampf von sich, sondern hat noch ganz andere, ungeahnte Fähigkeiten, wie der Protagonist Simon am eigenen Leib zu spüren bekommt.

Rot wie Teufelsatem –  Corinna Schattauer
Hier geht es zunächst um eine wahrlich teuflische Drogenabhängigkeit, doch das ist erst der Anfang in dieser sehr spannenden Geschichte.

Erasmus Emmerich und der zinnoberrote Zinnsoldat – Katharina Fiona Bode
Dies ist die skurrile Vorgeschichte zu dem Steamfantasy-Krimi: „Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé“ (wir berichteten).

Archibald Leach und das Grauen in Orange – Markus Cremer
Ein orangefarbenes Monster droht London zu erobern. Oder steckt noch etwas anderes dahinter? Zum Glück wissen sich Archibald Leach und seine Partnerin Sarah Goldberg zur Wehr zu setzen.

Helena Roth und die grasgrüne Seide – Isabelle Wallat
Hier geht es augenscheinlich um Mode, doch es ist ziemlich unheimlich, was ein simpler Seidenstoff hier für Auswirkungen hat.

Biggels Gespür für Moos – Andrea Bienek
Ein steampunkiger Krimi, diesmal aus einer ungewöhnlichen Perspektive, denn Biggels ist ein Beagle.

Marinikum Amethysta-  Denise Mildes
Mit dem besonderen violetten Metall Marinikum Amethysta werden phantastische Erfindungen erschaffen, die jedoch einen hohen Preis haben… diese Geschichte wird insbesondere Fans von H.P. Lovecraft erfreuen.

Aconitum Napellus – Dunkelblaues Gift – Ashley Kalandur
Aconitum Napellus, auch bekannt als „Blauer Eisenhut“ ist eine sehr giftige Pflanze, und mit ihrer Hilfe möchte ein Professor ein Experiment am lebenden Objekt machen. Ob das gut gehen kann?

Ein Traum in Königsblau – Dennis Frey
In dieser Geschichte wird ein Textilfabrikant vom französischen König beauftragt, ein noch nie da gewesenes Blau zu kreiieren. Dabei erhält der Fabrikant unerwartet auf übernatürliche Weise Hilfe. Doch wird er auch den anspruchsvollen König zufrieden stellen können? Dennis Frey greift hier auch auf bekannte Folklore zurück und spielt auf ein Märchen an, doch mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.

Das Türkis des vergessenen Sommers – Sabrina Železný
Hier wird ein alternatives Buenos Aires beschrieben, welches fast endzeitig wirkt. Farbessenzen sind hier zu kostbaren Prestigeobjekten erhoben worden, die den Reichen vorbehalten sind, während sich die ärmeren Bevölkerungsschichten mit dunklen oder hässlichen Farben begnügen müssen, wie Grau oder schmutzigem Braungrün. Diese Geschichte ist sehr sozialkritisch und schildert die Verhältnisse aus der Sicht einer jungen armen Frau, die als Farbenlieferantin arbeitet.

Hellbraun – Leben und Tod – Daniel Schlegel
Diese Geschichte berichtet von einer Wüstenexpedition auf der Suche nach Wasser, die es mit einem übernatürlichen, mystischen Wesen zu tun bekommt.

Die bronzene Silbermünze – Daniel Huster
Der Autor entführt den Leser in die Welt der Zauberer, bzw. der Bühnenillusionisten. Oder gibt es am Ende gar wahre Magie?

Die graue Einöde des Vergessens – Fabian Dombrowski
Auf den ersten Blick eine weitere Expeditionsgeschichte, bei denen ein Archäologe und seine Partnerin in einem alten Bauwerk in einem Urwald nach einer mythischen Waffe suchen. Doch welches Geheimnis haben die beiden Forscher?

Die Verlagsseite der Anthologie.

Vorankündigung: Steampunk Mechanics - ein Buch über Steampunk-Maker aus Deutschland

Nachdem in der Edition Roter Drache bereits „Das große Steampanoptikum“ erschienen ist (wir berichteten), wird bald ein neues interessantes Sachbuch in diesem Verlag veröffentlicht, welches sich mit der deutschsprachigen Steampunk-Maker-Szene beschäftigt: „Steampunk Mechanics – made in Germany“ von Admiral Aaron Ravensdale and Company.
Das Buch wird zuerst auf der Comic-Con in Dortmund (2.12. – 4.12.2016) vorgestellt werden und ab dann auch erhältlich sein.

copyright: Edition Roter Drache

copyright: Edition Roter Drache

Die Entstehungsgeschichte des Werkes wird am Anfang des Buches beschrieben: Ausgehend von einer reinen Bildersammlung entwickelte es sich zu einem großformatigen Sachbuch mit vielen Bildern, aber insbesondere auch detaillierten Beschreibungen der einzelnen Geräte und Erfindungen, wie zum Beispiel das „Clamorphon“ von Genius Immanuel von Heddernheim, das „Time Traveller Outfit“ von Alexander Schlesier oder die Maschinendame „Miss Coppélia Clockwork“ von Raphaelius Alva Grußer. Außerdem werden zwölf Maker ausführlich vorgestellt. Das Buch ist übrigens durchgehend in englisch-deutsch gehalten, so dass auch englischsprachige Leser mit bedacht werden.

Admiral Ravensdale, copyright: Natalia Le Fay

Admiral Ravensdale, copyright: Natalia Le Fay

Admiral Ravensdale beschäftigt sich seit sechseinhalb Jahren intensiv mit eigenen Steampunk- Erfindungen und Gerätschaften aller Art. In den Bereichen Elektronik, Technik, Computer und Handwerk hat er sich vieles selbst beigebracht. Inspirationen sind für ihn vor allem die Werke von Nikola Tesla, Henri Maillardet und Robert Sterling, aber auch Arbeiten anderer Steampunks.

Viele der vorgestellten Steampunk Maker tauschen sich übrigens gern miteinander aus, machen frei zugängliche Tutorials zu ihren Geräten und Apparaten (beispielsweise in der Erfinderwerkstatt im Rauchersalon) oder treffen sich wie auf dem alljährlich stattfindenden Erfindertreffen in Ulmen. Auch eine Wanderausstellung einiger Maker ist immer wieder deutschlandweit unterwegs: die „Machina Nostalgica“.

Und wer noch mehr Einzelheiten zu den einzelnen Geräten in „Steampunk Mechanics“ wissen möchte, der kann mithilfe von im Buch abgedruckten Codes entsprechende URLs finden, die noch weitere Informationen, Tutorials, Video oder ähnliches bieten. Man darf also auf die Veröffentlichung sehr gespannt sein, zumal dies die erste ausführliche Vorstellung der deutschen Steampunk-Maker-Szene in Buchform ist.

Hier gibt es eine Leseprobe mit den ersten 21 Seiten (das gesamte Buch hat 232 farbige Seiten).
Ein erster Eindruck: Die Texte zu den einzelnen Geräten sind ausführlich, aber unterhaltsam und keineswegs  „trocken“, und die optische Gestaltung ist ansprechend und passend für Steampunk.

Die Verlagsseite des Buches.
Die Comic Con in Dortmund: http://www.germancomiccon.com/de/dortmund

 

Victorian Secrets - verbotene Sünden: Ein Steampunk Krimi von Helen B. Kraft

Romance Edition Victorian Secrets

copyright: Romance Edition und JDesign

Nachdem wir Ihnen bereits die Steampunk-Krimis „Die Seelenlosen“ von Tanja Meurer und „Ersticktes Matt“ von Nina C. Hasse vorgestellt haben, folgt hier ein weiteres Werk dieses Genres, diesmal von der übernatürlichen Art.
Sicherlich haben Sie schon einmal vom berühmten Scotland Yard gehört, der Institution schlechthin für Verbrechensbekämpfung, die in London zu finden ist. In Helen B. Krafts Roman gibt es darüber hinaus eine spezielle Abteilung dieser Einrichtung, den „Scotland Visional Yard“. Hier werden Verbrechen auch mit übernatürlichen Mitteln untersucht, zum Beispiel von der „Traumgängerin“ und Agentin Emma St.Claire.

Während einer Mordserie in London wird sie auf den Adligen Sir Ian Connery angesetzt, der zu den Tatverdächtigen zählt. Sie wird beauftragt, seine Träume zu analysieren, und schon bald wird ihr klar, dass der Lord etwas zu verbergen hat. Zugleich fühlt sie sich mehr und mehr zu dem ungewöhnlichen Mann hingezogen…

Helen B. Kraft verbindet hier einen Krimi der etwas anderen Art mit einer Liebesgeschichte, die sich im Laufe der Geschichte immer mehr zwischen den beiden sehr unterschiedlichen und gleichzeitig sympathischen Hauptcharakteren entfaltet. Hierbei gelingt es der Autorin, gut die Waage zu halten zwischen Romantik und Krimi.

Bei der Technik des „Traumgehens“ werden übrigens Anklänge an den Film „Inception“ deutlich, in dem Träume und deren Beeinflussung ja ebenfalls eine zentrale Rolle spielen. Allerdings gibt es in diesem Roman – ganz steampunktypisch – darüber hinaus noch ein besonderes, aufwändiges Gerät, welches der sogenannten „Traumextraktion“ dient, sowie weitere Erfindungen, die es so nie gab. Schön beispielsweise die Vorstellung von fliegenden Kutschen, die in dieser Geschichte im Londoner Luftraum unterwegs sind.

Die Autorin hat auch eine Erklärung parat, warum es in ihrer Steampunkwelt eigentlich übernatürliche Phänomene gibt, allerdings wird hier vieles nur angedeutet, so dass sich der geneigte Leser den Rest selbst zusammen reimen kann. Passenderweise wird auch die Verbrechensbekämpfung sowohl mit klassisch-kriminalistischen wie übernatürlichen Methoden gemacht, und Letztere spiegeln sich vor allem im spannenden Finale wieder.

Abschließend lässt sich noch zum Sprachstil sagen, dass sich dieser angenehm und flüssig liest. In der Buchreihe „Victorian Secrets“ sind übrigens bereits mehrere Titel erschienen. Einen Überblick über diese sowie weitere Bücher der Autorin finden Sie auf ihrer Website.

Steampunk und mehr beim Deutschen Phantastik Preis 2016

Am 22. Oktober wurde wieder der Deutsche Phantastik Preis (kurz: dpp) verliehen, welcher jedes Jahr von den Besuchern des Online-Magazins Phantastik-News.de in verschiedenen Kategorien vergeben wird.

Bereits in vergangenen Jahren erhielten immer wieder auch Steampunk-Werke diese Ehrung, darunter Ann-Kathrin Karschnicks Teslapunk-Dystopie „Phoenix – Tochter der Asche“, Judith & Christian Vogts „Die zerbrochene Puppe“ ebenso wie die darauf basierende Anthologie „Eis & Dampf“bis hin zum Sekundärwerk „Steampunk – kurz & geek“ von Alex Jahnke & Marcus Rauchfuß. Weitere Bücher des dampfendes Genres wurden nominiert für den Preis, wie die Anthologie „Steampunk 1851“ aus dem Art Skript Phantastik oder „Gegen die Zeit“ aus der „Magierdämmerung“-Trilogie von Bernd Perplies.

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copyright: Artskript Phantastik Verlag

In diesem Jahr gewannen in Sachen Steampunk die Anthologie „Die dunkelbunten Farben des Steampunk“ (Art Skript Phantastik Verlag) und das Sekundärwerk „Das große Steampanoptikum“ von Alex Jahnke und Clara Lina Wirz, über das wir bereits hier berichteten. Eine neue, erweiterte Auflage dieses Buches ist zur Zeit in Planung. Alex Jahnke ist damit übrigens schon zum zweiten Mal Preisträger für ein Steampunk-Sekundärwerk geworden.

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copyright: Edition Roter Drache

Hier außerdem ein Überblick über die weiteren Gewinner:

Für den besten deutschsprachigen Roman wurde Susanne Pavlovics „Feuerjäger 1 – Die Rückkehr der Kriegerin“ (Amrûn) ausgezeichnet.

Faye Hell erhielt mit ihrem Debüt „Keine Menschenseele“ (Amrûn) den Preis für Bestes deutschsprachiges Romandebüt.

Als Bester internationaler Roman erhielt „Die Krone des Schäfers“ (Manhattan) des verstorbenen Terry Pratchett den Preis.

Beste deutschsprachige Kurzgeschichte wurde Oliver Plaschkas „Das öde Land“ aus der gleichnamigen Anthologie des Torsten Low Verlages.
Nominiert wurde übrigens auch die Steampunk-Kurzgeschichte „Erasmus Emmerich und der zinnoberrote Zinnsoldat“ von Katharina Fiona Bode (aus: Die dunkelbunten Farben des Steampunk, Art Skript Phantastik)

Der Preis für die beste Romanserie ging an Nicole Böhms „Die Chroniken der Seelenwächter“ (Greenlight Press)

Als bester Grafiker durfte Alexander Kopainski den Preis entgegen nehmen, welcher unter anderem für den Drachenmond Verlag tätig ist.

 

 

Steampunk Konzerte im Winter 2016

Die kalte Jahreszeit ist für die dampfgetriebene Gesellschaft kein Grund für weniger Zusammenkünfte: Wie schon unsere Übersicht zu Steampunk Veranstaltungen 2016/2017 zeigt, lässt sich der Steampunker sicherlich nicht vom Wetter abhalten. Aber auch auf die Ohren gibt es ordentlich, denn eine ganze Reihe der deutschen Steampunk Bands sind aktuell auf Tour oder spielen einzelne Konzerte.

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Jessica von Aeronautica – Foto: Ben Rösgen

Wer also noch nicht weiß, wie er die dunkle Jahreszeit verkürzen soll, dem möge die folgende Auflistung behilflich sein, beginnend direkt mit dem heutigen Abend!


Donnerstag, 20.10.2016
La Frontera Victoriana (supporting Tanzwut), Rosenhof, Osnabrück
SISC mit Nolya, Blackland, Berlin

Freitag, 21.10.2016
Aeronautica (supporting Spielbann), Club Cann, Stuttgart
Coppelius, Der Cult, Nürnberg
La Frontera Victoriana (supporting Tanzwut), M.A.U. Club, Rostock

Samstag, 22.10.2016
Aeronautica (supporting Spielbann), Backstage, München
Coppelius, Reithalle, Dresden
La Frontera Victoriana (supporting Tanzwut), Pumpwerk, Wilhelmshaven

Sissy Voss (Coppelius) @ Wave Gotik Treffen 2016

Freitag, 28.10.2016
Daniel Malheur, 20 Jahre Daniel Malheur, Schloss Schönhagen, Brodersby
Drachenflug und Off Limits, Steam Halloween, Molkerei, Oldenburg

Samstag 29.10. und Sonntag 30.10.2016
Aeronautica und La Frontera Victoriana, Jules Fantasy Markt, Leipzig

Donnerstag, 3.11.2016
La Frontera Victoriana (supporting Tanzwut), Underground,  Köln

Freitag, 4.11.2016
Aeronautica (supporting Spielbann), Das Bett, Frankfurt
La Frontera Victoriana (supporting Tanzwut), Colos-Saal, Aschaffenburg

Samstag, 5.11.2016
Aeronautica (supporting Spielbann), Frannz, Berlin
La Frontera Victoriana (supporting Tanzwut), MusikZentrum, Hannover
Tales of Nebelheym, Glasperlenspiel, Asperg

Aeronautica @ Steamtropolis 2016

Freitag, 11.11.2016
La Frontera Victoriana (supporting Tanzwut), Knust, Hamburg

Samstag, 12.11.2016
La Frontera Victoriana (supporting Tanzwut), PBHCLUB – Postbahnhof Club, Berlin

Samstag, 26.11.2016
Turm und Strang, Teufellauf Hollabrunn (NÖ)

Drachenflug @ Jules 2014

Samstag, 3.12.2016
Drachenflug, Albert Freeman und SISC, Steampunk Weihnachtsmarkt, Hamburg

Montag, 5.12.2016
Turm und Strang, Fledermaus, Wien

Freitag, 9.12.2016
Daniel Malheur, 20 Jahre Daniel Malheur, Schloss Schönhagen, Brodersby
SISC, Folk & Mittelalterabend 2, Slaughterhouse, Berlin

Donnerstag 22.12. und Freitag 23.12.2016
Off Limits, MPS Weihnachtsmarkt, Dortmund

Daniel Malheur @ Wave Gotik Treffen 2016

Mittwoch, 28.12.2016
Coppelius, Alte Brauerei, Annaberg Buchholz

Donnerstag, 29.12.2016
Coppelius, LIDO, Berlin


Aethernetzpräsenzen der Bands (mit Infos zu Tickets, Zeiten und Co):

Aeronautica www.aeronautica-band.de // Facebook

Albert Freemann www.alfreesms.blogspot.de

Coppelius www.coppelius.eu // Facebook

Daniel Malheur www.daniel-malheur.de // Facebook

Drachenflug www.steampunkband.de // Facebook

La Frontera Victoriana www.la-frontera-victoriana.de // Facebook

Off Limits www.ol-music.de // Facebook

SISC www.sisc-music.de // Facebook

Tales of Nebelheym www.nebelheym.de // Facebook

Turm und Strang www.turmundstrang.at  // Facebook


Wer jetzt den passenden Soudntrack dazu sucht, dem sei diese feine Playlist auf Youtube mit den o.g. und weiteren deutschen und österreichischen Steampunk Bands ans Herz gelegt, oder aber auch diese Liste auf Spotify.

Viel Spaß beim hören, tanzen, feiern und was man sonst noch alles mit guter Musik machen kann!

Ersticktes Matt - ein Steampunk Krimi von Nina C. Hasse

Das „erstickte Matt“ ist eine spezielle Formation im Schachspiel. Doch man muss kein passionierter Schachspieler oder Kenner des Spiels sein, um an diesem realistisch-dramatischen Steampunk Krimi seine Freude zu haben.

copyright: Kim und Nina Hasse

copyright: Kim und Nina Hasse

Angesiedelt ist die Geschichte im winterlichen New York um 1893.  In den berüchtigten Floodlands, einem Elendsviertel mitten im East River, verfolgt die Polizei ein Gespenst. An jedem Tatort finden sie eine erdrosselte weibliche Leiche mit einer Schachfigur in der Hand. Ist hier ein Wahnsinniger am Werk? Zur gleichen Zeit findet in der Stadt ausgerechnet ein wichtiges Schach-Turnier statt.
Der Protagonist Remy Lafayette analysiert Gesichter (eine beliebte Wissenschaft gegen Ende des 19. Jahrhunderts) und ist zugleich Berater beim New York Floodlands Police Department. Für ihn wird die Jagd nach dem Mörder zu einer qualvollen und dramatischen Reise in die eigene Vergangenheit, als seine ehemalige Verlobte in die Ereignisse verwickelt wird. Mehr sei an dieser Stelle zum Inhalt nicht verraten.

Der Stil dieses Krimis ist zugleich elegant, wie auch sehr anschaulich. Das bedrückende Elendsviertel „Floodlands“, aber auch andere Orte in New York werden sehr lebensnah geschildert, so dass man sich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen kann. Die Figuren sind ebenfalls sehr gut ausgearbeitet, was sowohl für Protagonisten wie die Nebenfiguren gilt. Lafayette ist ein sympathischer und auch ungewöhnlicher Ermittler bzw. Berater. Das erinnert an so manche Krimiserie, welche die üblichen polizeilichen Ermittler-Teams um extraordinäre Berater ergänzen, die dem Ganzen dann das gewisse Etwas verleihen. Aufmerksame Leser werden in diesem Krimi außerdem einige Hinweise auf den Mörder entdecken können, die geschickt eingestreut worden sind.

Nina C. Hasse hat fünf Jahre lang an diesem Debüt gearbeitet – und es hat sich gelohnt. Bleibt zu hoffen, dass weitere Krimis mit Remy Lafayette und seinen Kollegen nicht so lange auf sich warten lassen. Ein Kurzkrimi mit dem Titel „Der Traum vom Fliegen“ ist übrigens ebenfalls bereits erschienen.

Eine Leseprobe zu „Ersticktes Matt“ gibt es hier auf dem Blog der Autorin, sowie weitere Informationen.

Steampunk Veranstaltungen im Winter 2016/2017

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gemeinfreie Abbildung von Pixabay.com

In der kühleren Jahreszeit gibt es zwar insgesamt weniger Steampunk-Veranstaltungen, doch auch in diesem Winter gibt es durchaus einige interessante Festivitäten, die wir Ihnen gern hier vorstellen möchten.

3./4. Dezember 2016
Steampunk Weihnachtsmarkt
im Drachenlabyrinth, Hamburg
https://www.facebook.com/events/232248243856619/

10./11.12. 2016
Feuer im Hof – Dampf im Keller
in der Taverne zum 11. Gebot in 06618 Naumburg
„Naumburger Gewölbe-Weihnacht“ mit technischer Ausstellung.
http://salon.clockworker.de/events/feuer-im-hof-dampf-im-keller-2

10./11. Dezember 2016
1. Internationaler Victorian Steam Award
in Saarburg, Rheinland-Pfalz
https://www.facebook.com/events/744169825615241/

zur gleichen Zeit, ebenfalls in Saarburg:

JINGLE BELLS – DER viktorianische Weihnachtsmarkt
https://www.facebook.com/events/1078817662163609/

11.12.2016 
Steamtropolis – The Winter Fair

Matrix, Bochum
Diese Veranstaltung bietet: phantastisches Marktgeschehen, mannigfaltige Amüsements, extraordinäre Darbietungen und einen viktorianischen Lesezirkel (Lesungen namhafter Steampunk Autoren).
12 – 20 Uhr
VVK € 6,–, Tageskasse € 8,–
https://www.facebook.com/steamtropolis.bochum

11.12.2016
Freiburg unter Dampf – runder Tisch (Stammtisch)
Zeit: 13:00 bis 18:30
Standort: Restauration Rössle
Alte Bundesstraße 33
79194 Gundelfingen
http://salon.clockworker.de/events/freiburg-unter-dampf-runder-tisch-2-16

11.12.2016
Steampunk im Phantasialand
Brühl/ NRW
https://www.facebook.com/events/128390280862671/

Veranstaltungen 2017

Januar 

21.01.2017
Steampunk Stammtisch mit 3D Schwarzlicht Minigolf in Köln.
Infos unter: https://www.facebook.com/events/335450476796179/
oder:
salon.clockworker.de/events/steampunk-stammtisch-mit-3d-schwarzlicht-minigolf-in-k-ln

Wenn Sie weitere empfehlenswerte Veranstaltungen im Winterhalbjahr kennen, schreiben Sie gern in einem Kommentar darüber.

Rezension: Das Amulett in der Wüste von Fay Winterberg

Wir schreiben das Jahr 2207. Lilith Avant-Garde ist eine junge Archäologin – und ein Halbvampir.  Gemeinsam mit ihrem Vater reist die Spezialistin für übernatürliche Artefakte nach London zu einer großen Zusammenkunft der Vampir-Oberhäupter Europas, bei der so manche politische Intrige deutlich wird. Dort erhält Lilith einen neuen Auftrag, der sie nach Luxor (Ägypten) führt, auf die Suche nach einem antiken Artefakt. Diese Suche erweist sich als wesentlich gefährlicher als erwartet…

copyright: Artskript Phantastik Verlag

copyright: Artskript Phantastik Verlag

„Das Amulett in der Wüste“ ist der 2. Teil in der Reihe „New Steampunk Age“. (Teil 1 heißt „Wien – Stadt der Vampire“).
Die Autorin erklärt ihre Welt zu Beginn mit einem geschichtlichen Abriss. Darin gibt es zwischen 2090 und 2100 einen weltumfassenden Krieg, bei dem Vampire und andere mystische Wesen verfolgt werden. Dieser Krieg braucht die Ressourcen des Planetens auf, daher besinnen sich Menschen und andere Wesen anschließend wieder auf die alten Techniken des 19. Jahrhunderts zurück und verbinden diese mit modernen Errungenschaften.
Dementsprechend gibt es in dieser Welt eine bunte Mischung aus alter und neuer Technik, beispielsweise ebenso Handys wie Luftschiffe. Auch die beschriebene Mode mutet mal sehr modern, mal nach Vintage an. Damit reiht sich das Buch ein in den Trend jener Steampunk-Bücher, die in einer Zukunft angesiedelt sind, in der man sich aufgrund von Ressourcenmangel wieder früheren Technologien zuwendet.

Der Roman ist eine Mischung aus Urban Fantasy (mit Vampiren, Werwölfen, Dämonen und Magie) und Steampunk-Elementen. Hier geht es weniger um abenteuerliche Action, sondern eher um die komplexen Beziehungsgeflechte und Intrigen innerhalb der Vampirgemeinschaft.

Die Hintergrundgeschichte der Vampire geht hier bis auf den biblischen Kain zurück – eine Idee, die unter anderem auch in dem Rollenspiel „Vampire: Die Maskerade“ und in einigen anderen Vampirromanen zu finden ist, ebenso die Hierarchie dieser Wesen mit Prinzen an der Spitze.

Lilith ist eine sympathische und moderne Heldin, die man gern bei ihren Abenteuern begleitet. Der zum Teil illustrierte Roman endet mit einem spannenden Cliffhanger und die Reihe wird demnächst fortgesetzt.

Die Verlagsseite des Buches.
Der Blog der Autorin.

Turm & Strang - Laudanum ins Ohr - Review

Logo Turm & Strang„Turm & Strang: Österreichs erste Steampunk-Band.
Der Stil: Deutschsprachiger Dubstep-Rock, viktorianischer Crossover, industrial Soundtrack, Steampunk.
Die Attitüde: Verdammt viktorianisch, gotisch melancholisch, dampfend dynamisch.
Der Auftrag: Die geneigte retrofuturistische Hörerschaft auf höchstem Niveau eskalieren zu lassen.
& nun: Vernehmt der Dämonenlegion Schlachtgesang, seid eurer Liebsten Turm & eurer Feinde Strang.“

So wortgewaltig beschreiben sich die drei Herren Lord Casey Reed-Abagnale, Mr. Jep Rawley und Sir Morgan Archaius aus Wien auf ihrer Gesichtsbuchseite selbst und nicht weniger gespannt sind wir auf ihr Debutalbum „Laudanum ins Ohr“ das bereits Anfang des Jahres erschienen ist (genauer gesagt am 15.01.2016) und viel zu lange auf der Festplatte schlummerte.

Coverbild "Laudanum ins Ohr"

Tracklist:
1 Wendepunkt
2 Leitwolf
3 Victoria
4 Aschewolke
5 Tiefenrausch
6 Schreigebet
7 Protagonistin
8 Heizarmee
9 Vollbrand
10 Shiva

Elektronischer Sound begrüßt den geneigten Hörer, bald darauf begleitet von E-Gitarren. Der erste Song „Wendepunkt“ behandelt direkt den themtischen Klassiker der Steampunk-Musik: Hoch hinauf geht es mit dem Luftschiffpiloten, ein cooler Typ, der auf alles vorbereitet ist und so ist auch sein Zeppelin ein sehr ungewöhnliches Gefährt.

„Leitwolf“ zeigt, was sich hinter der Genrebezeichnung „Dubstep-Rock“ verbirgt: Fette elektronische Basslinie und Synthesizer, gepaart mit rockigem Gitarrenklang, dazu fast schon aggressiver Sprechgesang, den der Steampunker sonst wohl nur von Professor Elemental und seinem Chap-Hop kennt.

Melodischer wird es mit „Victoria“, gemeint ist natürlich Queen Victoria, die Namensgeberin der Epoche, die dem Steampunk als Vorbild dient. Und so ist auch das Lied eine Lobeshymne auf das Genre, in dem selbst so sperrige Wörter wie „Retrofuturismus“ gekonnt verbaut werden.

Bild: Szene Wien

Bild: Szene Wien

Die nun folgende Ballade „Aschewolke“ vereint minimalistisch-klaren Beat mit Gitarre, Streichern und Gesang zu einem melancholischen Gesamtbild.

Nach dem rasanten Start geht es mit dem Instrumentalstück „Tiefenrausch“ etwas gesetzter weiter. Der Klang des Sonars wird mit Gitarren und Bassbeat tanzbar gemacht. Über die Länge von über 4 Minuten nimmt das Lied immer mehr Fahrt auf und zeigt die verschiedensten Facetten des klanglichen Ozeans von Turm & Strang.

Huch? Hat sich da etwa Falco auf die Platte verirrt? „Schreigebet“ erinnert zu Beginn stark an den Wiener Musiker und seinen Rapstil. Spätestens aber im Refrain dominiert wieder klar der eigene Stil von Turm und Strang. Ausgiebige Gitarrensoli über E-Beat machen den Song zum längsten des Albums.

Bild: Elisabeth Gatterburg

Bild: Elisabeth Gatterburg

Mit „Protagonistin“ folgt ein Lied, dass sich dann schon eher mit Rock-Pop beschreiben lässt. Gitarre dominiert den Sound, der Beat ist treibender als zuvor und wieder wird der Hörer mit Soli beglückt.

Deutlich dreckiger, thematisch wie klanglich, kommt „Heizarmee“ daher. Die Geschichte des Strafvollzugs einer fiktiven Stadt wird untermalt von Heavy Metal Gitarren und Refrains, die an Arbeiterchöre erinnern, alles im Takt der zu befeuernden Maschinen. Kontrapunktiv dazu kommt ein Kinderchor zum Einsatz, der dem Ganzen einen noch monumentaleren Charakter gibt und den Inhalt sehr makaber erscheinen lässt.

Es bleibt bei rockigem Gitarrensound, wieder instrumental mit „Vollbrand“, wo erneut zu hören ist, warum sich die drei Wiener als Dubstep-Rocker bezeichnen, diesmal inklusive klassischem Schlagzeug Sound.

„Shiva“ ist der ruhige letzte Song des Albums, mit dem sich das Trio vom Hörer verabschiedet. Klavier und Synthesizer und natürlich auch hier wieder Fingerspiel auf der Gitarre bis der letzte Ton im Aether verklingt.

Bild: Szene Wien

Bild: Szene Wien

FAZIT:
Das Debutalbum „Laudanum ins Ohr“ der jungen österreichischen Band überrascht mit sehr abwechslungsreichen Liedern, in einem Genre, dass es bislang im Steampunk noch nicht gegegeben hat. Gott sei Dank legt sich der Steampunk nicht auf ein Musikgenre fest, sonst wäre ihm dieses Schmankerl entgangen!

Insbesondere die Texte bestechen durch ihre lyrisch-poetischen Qualitäten und so manches gekonnte Wortspiel lässt einen schmunzeln. Der Gesang ist technisch sauber und die Stimmen harmonieren gut, auch wenn so manche Zeile etwas gewollt „böse“ klingt. Hin und wieder klingt ein wenig Dialektfärbung durch, die das Ganze sehr sympathisch macht.

Die Beherrschung der Instrumente beweisen die Herren nicht zu knapp in ihren teils sehr ausgedehnten Soli, allerdings klingt der elektronische Beat stellenweise arg „sauber“ im Vergleich zum „dreckigeren“ Gesang und zum Inhalt der Lieder.
Das tut dem Hörvergnügen jedoch keinen Abbruch, da die Songs ingesamt so unterschiedlich sind. Trotzdem hört man durchaus einen eigenen Stil in der Verbindung Dubstep und Rock heraus.

Als Debutalbum eine sehr gelungene Leistung mit unbedingter Hörempfehlung!

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Lieblingssongs der Redaktion: Victoria als Ode an den Steampunk und Heizarmee, weil man sofort die düsteren Kulissen von Metropolis vor Augen hat.

Das Album ist hier erhältlich und ebenfalls bei Spotify zu hören.

Am 31.10. wird mit „Sukkubus“ die erste Single erscheinen.

Mehr Informationen zu Band, Album und kommenden Konzerten gibt es auf der Homepage und auf Facebook.

Bericht: Elfia Arcen 2016

Unter strahlendem Sonnenschein öffneten am Samstag, 24. und Sonntag 25. September 2016 die Tore des Königreiches Elfia zur Herbstausgabe des halbjährlich stattfinden Fantasy Spektakels. In den Schlossgärten von Arcen, an der Niederländisch-Deutschen Grenze bei Venlo, trafen sich Fans der unterschiedlichsten Phantastik und Science-Fiction Genres zum bunten sehen und gesehen werden.

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Das gute Wetter nutzten wohl auch viele kurzentschlossene Besucher, denn die „Kostümdichte“ fiel (zumindest gefühlt) deutlich geringer aus, als in den vergangenen Jahren. Dafür war das Gelände selbst gut gefüllt mit zahlreichen Gästen, stellenweise ging es nur noch im Gänsemarsch weiter, wenn man an einen Engpass, wie etwa eine Brücke oder ähnliches kam.

Natürlich nutzten auch (Hobby-)Fotografen die Gunst der Stunde um die phantasievollen Outfits abzulichten. Hier und dort kam es zu „Rudelshootings“, wenn sich ein Model gerade besonders gekonnt in Szene setzte. Insgesamt schien das Zusammenspiel aus Fotografen und Fotografierten aber durchaus harmonisch abzulaufen, auch wenn die Elfia Orga sich genötigt sah, extra Hinweisschilder aufzuhängen, die daran erinnerten, dass die Kostümierten nicht nur zum fotografiert-werden da sind.

Insgesamt bot die Elfia neben den Outfits seiner Gäste noch mehr zum Schauen und Staunen und vor allem zum Shoppen. Zahlreiche Stände mit unterschiedlichsten Preziosen boten ihre Ware auf dem Gelände feil: Schmuck, Kunst, Kleidung, Bücher und Fanartikel gab es zu erstehen.

 

 

 

 

 

 

 

Die Anzahl der Camps ist dagegen, dem letztjährigen Trend folgend, noch weiter geschrumpft, sodass man das Gefühl hat, auf einer einzigen Verkaufsmesse mit Rahmenprogramm gelandet zu sein. Immerhin gab es in diesem Jahr wieder ein Steampunk Camp, doch waren die Herrschaften des Clockwork Carrousel nicht so leicht aufzuspüren. Gefehlt haben die Endzeitler (von der Umbrella Corp. mal abgesehen), das Regiment Anachronistischer Grenadiere und auch die Science-Fiction Schiene wurde dieses Mal weder von einem Star Wars Lager noch vom Predator Clan bedient. Und das, obwohl das diesjährige Thema „Time and Space“ war (dem auch einige der Besucher gefolgt sind).

Leider kommt das Gefühl auf, dass man die Lager (vielleicht aus Kostengründen?) am liebsten gar nicht mehr dabeihaben möchten und lieber deren Plätze an weitere (Standmiete zahlende) Händler vergibt. Es wird sich sehr darauf verlassen, dass die kostümierten Besucher selbst schon Attraktion genug sind. Und das sind sie natürlich auch: man hat genug zu schauen, wenn man sich an einer der zahlreichen Fressbuden niederlässt. Solange die Besucher auch in Zukunft kostümiert kommen, wird das Elfia Konzept weiter aufgehen, zumal die Schlossgärten von Arcen wirklich eine wunderbare Kulisse für alle Arten von Outfits und Kostümen bieten.

Große Bühne

Kleine Bühne

 

 

 

 

 

 

 

Außerdem gibt es dann natürlich auch noch das (Bühnen-)Programm, mit verschiedenen Bands, Vorführungen, Lesungen und Mitmachaktionen, wie z.B. Kendo-Training oder historische Tänze. Auch das Bodypainting-Zelt ist seit Jahren mit dabei und die Kreationen können ausgiebig bestaunt werden.

Die Elfia ist nicht zuletzt eine Veranstaltung für Gleichgesinnte, um alte Freunde und neue Bekannte zu treffen und einen Tag im fiktiven Königreich zu verbringen, wo man sein kann, wie und was man möchte.

Nicht umsonst begrüßt und verabschiedet einen das ewige Elfia Motto: „You’ll never dream alone!

Weiter geträumt werden darf dann auf der Frühlings Elfia in Haarzuilens am 29. und 30. April 2017 auf Castle de Haar.

Mehr Bilder gibt es auf der Clockworker Gesichtsbuchseite oder auf flickR

Rezension: Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé

Dieser Steamfantasy-Krimi von Katharina F. Bode entführt uns in das Berlin des Reichskanzlers Bismarck (eine genaue Jahreszahl wird nicht genannt, daher kann hier der Zeitraum 1871 – 1890 vermutet werden).  Hier gibt es allerhand technische Erfindungen, die es so nicht gab, z.B. den sogenannten „Klangkugelkommunikator“. Und auch einige Viertel der Stadt haben andere Namen, z.B. das Geisterviertel oder das Erfinderviertel.

Und so ist auch die Titelfigur Erasmus Emmerich nicht nur ein Detektiv, sondern auch Erfinder. An seiner Seite ermittelt die Fee Marie, welche seit einem Unfall beständig Rauch absondert – und sich auch in solchen auflösen kann. Seitdem wird sie auch „Qualmfee“ genannt. Das Buchcover (Illustration von Martin Knipp) zeigt anschaulich, wie dies aussieht.

copyright: artskript Phantastik Verlag

copyright: artskript Phantastik Verlag

Zunächst bietet das Buch einen Einstieg mit zwei Kurzgeschichten über Erasmus und Marie (die auch in zwei Anthologien des Verlags vertreten sind). Es empfiehlt, diese beiden als Vorgeschichten zu verstehen und zu lesen, da hier einiges erklärt wird, was dann im eigentlichen Roman weitergeführt wird.

Als in Berlin mehrere Trolle ermordet werden und es der Polizei nicht gelingt, den Täter zu fassen, werden Emmerich und die Qualmfee hinzugezogen. Wenig später taucht die verschleierte Madame Mallarmé auf und stiftet reichlich Verwirrung. Sogar Marie gerät bald unter Verdacht. Aber vielleicht lassen sich auf dem U-Boot-Wal „Wobbly Dick“ einige Antworten finden…

Wer einen ernsten, dramatischen Krimi lesen möchte, sollte lieber zu anderen Büchern greifen. Wer dagegen Freude hat an skurrilen Charakteren, schrägen Einfälle, witzigen Dialogen, Liebe zum Detail und allerlei Anspielungen (so wie etwa „Wobbly Dick“ natürlich nach Moby Dick benannt wurde), für den ist dieser kurzweilige Roman, der sich leicht und unterhaltsam lesen lässt, genau richtig.

Das originelle Ermittlerduo wird übrigens ergänzt durch einen sprechenden, ziemlich gewitzten Zinnsoldaten, dessen Hintergrund in einer der vorangestellten Kurzgeschichten dargestellt wird.
Außerdem sei noch erwähnt, dass der Roman durch einige passend gestaltete Illustrationen und Verzierungen ergänzt wurde, was ihn auch optisch sehr ansprechend macht.

Die Verlagsseite des Romans.

Anno 1900, die Steampunk Convention geht in die 6. Runde

Zum 6. mal jährt sich nun die erste Steampunk Convention auf dem Fond de Gras.

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Das, was in der Maschinenhalle des Bergbaumuseums mit einer kleinen Auswahl von Ausstellern begann, hat sich zu einem großartigen Treffpunkt für alle Steampunks Europas gemausert. Liest man das Programm, so kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Und auch dieses Jahr, werden viele der Besucher mit ihren selbst gemachten und phantasievollen Kostümen anreisen.

Die Maschinenhalle und der Bahnhof bieten eine perfekte Kulisse für das Event.

Wegen des großen Andrangs und der damit verbundenen Verkehrssituation, hat sich der Veranstalter etwas tolles ausgedacht.

Für nur 1.- EUR bietet er Parken UND einen Shuttle Service vom Parkplatz zum Gelände und zurück an. Für den ehemaligen Parkplatz auf dem Gelände sind zusätzliche Attraktionen geplant.

Wer stilvoll und unter Dampf anreisen  möchte kann in Petingen parken und von dort mit der Dampfeisenbahn anreisen.

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Nähere Infos und viele Bilder finden Sie auf der Facebookseite des Events: KLICK

oder auf der Veranstaltungsseite des Rauchersalons: KLICK

 

Ihnen allen eine sichere Anreise und jede Menge Spaß!

 

 

Ankündigung: Elfia Arcen 24. + 25. September 2016

Die Schlossgärten Arcen sind am 24. und 25. September 2016 wieder der Austragungsort von Europas größtem Kostüm-Festival: Elfia. Direkt an der deutsch-niederländischen Grenze bei Venlo lockt das Festival bereits seit 2009 Tausende Besucher in phantasievollen und kreativen Verkleidungen aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien nach Arcen.

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Das diesjährige Motto ist ‚Time & Space‘; wir dürfen uns also vermutlich auf viele Science Fiction Gestalten aus den verschiedensten Universen freuen. Passend dazu gibt es für Star Wars Fans eine Premiere: Die Show „The Lost Legend“ ist der erste Auftritt der tschechischen Gruppe Maledictus, denn nach Elfia wird die Gruppe durch Europa touren. Maledictus besteht aus mehreren ‚Stuntmen‘, die an vielen Hollywood-Produktionen mitgewirkt haben. Die Zuschauer erwartet eine Show mit bizarren Stunts, Aktionen und atemraubenden Kämpfen.

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Die Elfia lockt mit verschiedensten Programmpunkten: Auf zwei Bühnen gibt es Musik in einer Mischung von Folk, mittelalterlicher Musik, Sambaklängen, Gothic oder auch Rock, außerdem können die Besucher an Workshops teilnehmen, Lesungen lauschen oder verschiedenen Vorführungen beiwohnen. Auf dem Gelände der Schlossgärten Arcen finden sich zudem zahlreiche Händler zu einem bunten Markttreiben zusammen, das zum stöbern und shoppen einlädt.

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Ein besonders interessanter Programmpunkt für Steampunks dürfte das Teapot Racing sein. Das Teekannen-Wettrennen ist bereits in Großbritannien, Australien, Neuseeland und Deutschland ein beliebtes Sportvergnügen in der Steampunk-Szene. Dabei wird eine ferngesteuerte Teekanne auf eine Hindernisstrecke geschickt. Das Wettrennen wird bei der Elfia erstmalig in den Niederlanden durchgeführt, die Organisatoren von Clockwork Orange & Royal Steemfleet laden die Besucher dazu ein, eine Teekanne in ein fahrbares Kunstwerk zu verwandeln und am Teapot Race teilzunehmen!

Desweiteren wird am Samstag um 14.00 Uhr zum großen Steampunk Gruppen Foto aufgerufen. Treffpunkt ist die Brücke zwischen Spiritual Valley und den Magic Grounds, Punkt 6 und 7 in der Geländekarte oder hier auf Gogle Maps.

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Insgesamt ist die Elfia ein Fest für jede Art von Fantasy; ob Sword-and-Sourcery oder düsterer Gothic; ob Mittelalter oder Science Fiction; oder eben Steampunk. Für jeden ist etwas dabei und jeder kann sein, wer oder was er will: denn im Königreich Elfia sind rund 80% der Gäste in fantasievollen Kostümen und Outfits unterwegs und werden so selbst zur Attraktion. Sehen und gesehen werden heißt die Devise und die Schlossgärten Arcen bieten die passende Kulisse dazu. Das nutzen natürlich auch zahlreiche Fotografen aus, denn wo bekommt man so viele unterschiedliche Modelle vor die Linse?

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Egal ob mit oder ohne Kamera, ob mit oder ohne Kostümierung: Ein Besuch lohnt sich in jedem Falle!

Infos zu Tickets, Anreise finden sich auf der Hompage der Elfia und auch auf der Facebookpräsenz werden immer wieder Eindrücke der letzten Jahre und Aktionen gepostet.

Unser Bericht zur Elfia Arcen 2015 findet sich hier.

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Metal und Hard Rock meets Golden Twenties - eine Rezension der CD

Der Tonträger „Mephistopolis“ des Heaven and Hell Orchestras ist ein Projekt von Daniel Malheur, welches erfolgreich durch eine Crowdfunding Kampagne finanziert wurde (wir bericheten).

copyright: Salome Records Berlin 2016

copyright: Salome Records Berlin 2016

Das Booklet berichtet aus dem abenteuerlichen Leben des Charles T. Goodhill, der  Anfang der 1920er nach Berlin zieht und dort in okkulte Kreise kommt, bis er schließlich seinen eigenen Salon in dem Vergnügungsetablissement „Himmel & Hölle“  eröffnet und dort unter anderem teuflische Tangos und düstere Songs á la Weill zum Besten gibt. Später wird der Pianist allerdings in einen Skandal verwickelt und verhaftet. Rund 100 Jahre später entdeckt Daniel Malheur auf einem Flohmarkt eine Schallplatte des berüchtigten Künstlers und recherchiert dessen bewegtes Leben.
Die alte Schallplatte dient Daniel Malheur und seinem Heaven and Hell Orchestra als Inspiration für „Mephistopolis“, während sich das CD-Cover unschwer erkennbar an dem Filmklassiker „Metropolis“ von Fritz Lang (aus dem Jahr 1927) orientiert.
Wer übrigens nun im Aether oder anderswo nach Charles T. Goodhill sucht, wird nicht fündig werden, denn seine Person und Lebensgeschichte sind in Vergessenheit geraten und in den Weiten des Aethers nicht zu finden…

Für das vorliegene Werk hat das Heaven and Hell Orchestra zwanzig Klassiker aus dem Hard Rock und Metal Bereich neu vertont, darunter  „The final countdown“, „Nothing else matters“, „Radar love“, „Hells bells“, „Highway to hell“, „Enter Sandman“ und „Heaven and hell“, allerdings alle mit neuen Titeln. So wird beispielsweise „The final countdown“ zu „Out in space“ und „Ride on“ zu „Another redlight nightmare“.

Die Umsetzung ist größtenteils rasant und temporeich, so dass man zu den meisten sehr gut das Tanzbein schwingen kann. Hier sei beispielsweise „Hells bells“ hervorgehoben. Zum Teil klingen die Coverversionen beschwingter als die Originale, was dem Charakter der Musik der 1920er und 1930er Rechnung trägt. Dieser Charakter wird so gut eingefangen, dass man die Songs für Originale halten könnte. Übrigens sind auch einige gelungen arrangierte Balladen darunter, z.B. „Ride on“ von AC/CD. „Mother“ (im Original von Danzig) wird hier gar zu einem dramatischen Tango. Hier und da erklingen Instrumente, die man mit Hard Rock oder Metal eher nicht in Verbindung bringt, z.B. ein Akkordeon oder auch ein Xylophon. In diesem Zusammenhang sind sie allerdings sehr passend eingesetzt.

In diesem Video gibt es einen Eindruck von einem Liveauftritt des Orchesters:
YouTube Preview Image

Weitere Informationen rund um die CD finden Sie auf dieser Seite:
http://www.daniel-malheur.de/mephistopolis/