Beachtenswert

Bericht: Elfia Arcen 2016

Unter strahlendem Sonnenschein öffneten am Samstag, 24. und Sonntag 25. September 2016 die Tore des Königreiches Elfia zur Herbstausgabe des halbjährlich stattfinden Fantasy Spektakels. In den Schlossgärten von Arcen, an der Niederländisch-Deutschen Grenze bei Venlo, trafen sich Fans der unterschiedlichsten Phantastik und Science-Fiction Genres zum bunten sehen und gesehen werden.

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Das gute Wetter nutzten wohl auch viele kurzentschlossene Besucher, denn die „Kostümdichte“ fiel (zumindest gefühlt) deutlich geringer aus, als in den vergangenen Jahren. Dafür war das Gelände selbst gut gefüllt mit zahlreichen Gästen, stellenweise ging es nur noch im Gänsemarsch weiter, wenn man an einen Engpass, wie etwa eine Brücke oder ähnliches kam.

Natürlich nutzten auch (Hobby-)Fotografen die Gunst der Stunde um die phantasievollen Outfits abzulichten. Hier und dort kam es zu „Rudelshootings“, wenn sich ein Model gerade besonders gekonnt in Szene setzte. Insgesamt schien das Zusammenspiel aus Fotografen und Fotografierten aber durchaus harmonisch abzulaufen, auch wenn die Elfia Orga sich genötigt sah, extra Hinweisschilder aufzuhängen, die daran erinnerten, dass die Kostümierten nicht nur zum fotografiert-werden da sind.

Insgesamt bot die Elfia neben den Outfits seiner Gäste noch mehr zum Schauen und Staunen und vor allem zum Shoppen. Zahlreiche Stände mit unterschiedlichsten Preziosen boten ihre Ware auf dem Gelände feil: Schmuck, Kunst, Kleidung, Bücher und Fanartikel gab es zu erstehen.

 

 

 

 

 

 

 

Die Anzahl der Camps ist dagegen, dem letztjährigen Trend folgend, noch weiter geschrumpft, sodass man das Gefühl hat, auf einer einzigen Verkaufsmesse mit Rahmenprogramm gelandet zu sein. Immerhin gab es in diesem Jahr wieder ein Steampunk Camp, doch waren die Herrschaften des Clockwork Carrousel nicht so leicht aufzuspüren. Gefehlt haben die Endzeitler (von der Umbrella Corp. mal abgesehen), das Regiment Anachronistischer Grenadiere und auch die Science-Fiction Schiene wurde dieses Mal weder von einem Star Wars Lager noch vom Predator Clan bedient. Und das, obwohl das diesjährige Thema „Time and Space“ war (dem auch einige der Besucher gefolgt sind).

Leider kommt das Gefühl auf, dass man die Lager (vielleicht aus Kostengründen?) am liebsten gar nicht mehr dabeihaben möchten und lieber deren Plätze an weitere (Standmiete zahlende) Händler vergibt. Es wird sich sehr darauf verlassen, dass die kostümierten Besucher selbst schon Attraktion genug sind. Und das sind sie natürlich auch: man hat genug zu schauen, wenn man sich an einer der zahlreichen Fressbuden niederlässt. Solange die Besucher auch in Zukunft kostümiert kommen, wird das Elfia Konzept weiter aufgehen, zumal die Schlossgärten von Arcen wirklich eine wunderbare Kulisse für alle Arten von Outfits und Kostümen bieten.

Große Bühne

Kleine Bühne

 

 

 

 

 

 

 

Außerdem gibt es dann natürlich auch noch das (Bühnen-)Programm, mit verschiedenen Bands, Vorführungen, Lesungen und Mitmachaktionen, wie z.B. Kendo-Training oder historische Tänze. Auch das Bodypainting-Zelt ist seit Jahren mit dabei und die Kreationen können ausgiebig bestaunt werden.

Die Elfia ist nicht zuletzt eine Veranstaltung für Gleichgesinnte, um alte Freunde und neue Bekannte zu treffen und einen Tag im fiktiven Königreich zu verbringen, wo man sein kann, wie und was man möchte.

Nicht umsonst begrüßt und verabschiedet einen das ewige Elfia Motto: „You’ll never dream alone!

Weiter geträumt werden darf dann auf der Frühlings Elfia in Haarzuilens am 29. und 30. April 2017 auf Castle de Haar.

Mehr Bilder gibt es auf der Clockworker Gesichtsbuchseite oder auf flickR

Rezension: Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé

Dieser Steamfantasy-Krimi von Katharina F. Bode entführt uns in das Berlin des Reichskanzlers Bismarck (eine genaue Jahreszahl wird nicht genannt, daher kann hier der Zeitraum 1871 – 1890 vermutet werden).  Hier gibt es allerhand technische Erfindungen, die es so nicht gab, z.B. den sogenannten „Klangkugelkommunikator“. Und auch einige Viertel der Stadt haben andere Namen, z.B. das Geisterviertel oder das Erfinderviertel.

Und so ist auch die Titelfigur Erasmus Emmerich nicht nur ein Detektiv, sondern auch Erfinder. An seiner Seite ermittelt die Fee Marie, welche seit einem Unfall beständig Rauch absondert – und sich auch in solchen auflösen kann. Seitdem wird sie auch „Qualmfee“ genannt. Das Buchcover (Illustration von Martin Knipp) zeigt anschaulich, wie dies aussieht.

copyright: artskript Phantastik Verlag

copyright: artskript Phantastik Verlag

Zunächst bietet das Buch einen Einstieg mit zwei Kurzgeschichten über Erasmus und Marie (die auch in zwei Anthologien des Verlags vertreten sind). Es empfiehlt, diese beiden als Vorgeschichten zu verstehen und zu lesen, da hier einiges erklärt wird, was dann im eigentlichen Roman weitergeführt wird.

Als in Berlin mehrere Trolle ermordet werden und es der Polizei nicht gelingt, den Täter zu fassen, werden Emmerich und die Qualmfee hinzugezogen. Wenig später taucht die verschleierte Madame Mallarmé auf und stiftet reichlich Verwirrung. Sogar Marie gerät bald unter Verdacht. Aber vielleicht lassen sich auf dem U-Boot-Wal „Wobbly Dick“ einige Antworten finden…

Wer einen ernsten, dramatischen Krimi lesen möchte, sollte lieber zu anderen Büchern greifen. Wer dagegen Freude hat an skurrilen Charakteren, schrägen Einfälle, witzigen Dialogen, Liebe zum Detail und allerlei Anspielungen (so wie etwa „Wobbly Dick“ natürlich nach Moby Dick benannt wurde), für den ist dieser kurzweilige Roman, der sich leicht und unterhaltsam lesen lässt, genau richtig.

Das originelle Ermittlerduo wird übrigens ergänzt durch einen sprechenden, ziemlich gewitzten Zinnsoldaten, dessen Hintergrund in einer der vorangestellten Kurzgeschichten dargestellt wird.
Außerdem sei noch erwähnt, dass der Roman durch einige passend gestaltete Illustrationen und Verzierungen ergänzt wurde, was ihn auch optisch sehr ansprechend macht.

Die Verlagsseite des Romans.

Anno 1900, die Steampunk Convention geht in die 6. Runde

Zum 6. mal jährt sich nun die erste Steampunk Convention auf dem Fond de Gras.

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Das, was in der Maschinenhalle des Bergbaumuseums mit einer kleinen Auswahl von Ausstellern begann, hat sich zu einem großartigen Treffpunkt für alle Steampunks Europas gemausert. Liest man das Programm, so kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Und auch dieses Jahr, werden viele der Besucher mit ihren selbst gemachten und phantasievollen Kostümen anreisen.

Die Maschinenhalle und der Bahnhof bieten eine perfekte Kulisse für das Event.

Wegen des großen Andrangs und der damit verbundenen Verkehrssituation, hat sich der Veranstalter etwas tolles ausgedacht.

Für nur 1.- EUR bietet er Parken UND einen Shuttle Service vom Parkplatz zum Gelände und zurück an. Für den ehemaligen Parkplatz auf dem Gelände sind zusätzliche Attraktionen geplant.

Wer stilvoll und unter Dampf anreisen  möchte kann in Petingen parken und von dort mit der Dampfeisenbahn anreisen.

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Nähere Infos und viele Bilder finden Sie auf der Facebookseite des Events: KLICK

oder auf der Veranstaltungsseite des Rauchersalons: KLICK

 

Ihnen allen eine sichere Anreise und jede Menge Spaß!

 

 

Ankündigung: Elfia Arcen 24. + 25. September 2016

Die Schlossgärten Arcen sind am 24. und 25. September 2016 wieder der Austragungsort von Europas größtem Kostüm-Festival: Elfia. Direkt an der deutsch-niederländischen Grenze bei Venlo lockt das Festival bereits seit 2009 Tausende Besucher in phantasievollen und kreativen Verkleidungen aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien nach Arcen.

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Das diesjährige Motto ist ‚Time & Space‘; wir dürfen uns also vermutlich auf viele Science Fiction Gestalten aus den verschiedensten Universen freuen. Passend dazu gibt es für Star Wars Fans eine Premiere: Die Show „The Lost Legend“ ist der erste Auftritt der tschechischen Gruppe Maledictus, denn nach Elfia wird die Gruppe durch Europa touren. Maledictus besteht aus mehreren ‚Stuntmen‘, die an vielen Hollywood-Produktionen mitgewirkt haben. Die Zuschauer erwartet eine Show mit bizarren Stunts, Aktionen und atemraubenden Kämpfen.

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Die Elfia lockt mit verschiedensten Programmpunkten: Auf zwei Bühnen gibt es Musik in einer Mischung von Folk, mittelalterlicher Musik, Sambaklängen, Gothic oder auch Rock, außerdem können die Besucher an Workshops teilnehmen, Lesungen lauschen oder verschiedenen Vorführungen beiwohnen. Auf dem Gelände der Schlossgärten Arcen finden sich zudem zahlreiche Händler zu einem bunten Markttreiben zusammen, das zum stöbern und shoppen einlädt.

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Ein besonders interessanter Programmpunkt für Steampunks dürfte das Teapot Racing sein. Das Teekannen-Wettrennen ist bereits in Großbritannien, Australien, Neuseeland und Deutschland ein beliebtes Sportvergnügen in der Steampunk-Szene. Dabei wird eine ferngesteuerte Teekanne auf eine Hindernisstrecke geschickt. Das Wettrennen wird bei der Elfia erstmalig in den Niederlanden durchgeführt, die Organisatoren von Clockwork Orange & Royal Steemfleet laden die Besucher dazu ein, eine Teekanne in ein fahrbares Kunstwerk zu verwandeln und am Teapot Race teilzunehmen!

Desweiteren wird am Samstag um 14.00 Uhr zum großen Steampunk Gruppen Foto aufgerufen. Treffpunkt ist die Brücke zwischen Spiritual Valley und den Magic Grounds, Punkt 6 und 7 in der Geländekarte oder hier auf Gogle Maps.

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Insgesamt ist die Elfia ein Fest für jede Art von Fantasy; ob Sword-and-Sourcery oder düsterer Gothic; ob Mittelalter oder Science Fiction; oder eben Steampunk. Für jeden ist etwas dabei und jeder kann sein, wer oder was er will: denn im Königreich Elfia sind rund 80% der Gäste in fantasievollen Kostümen und Outfits unterwegs und werden so selbst zur Attraktion. Sehen und gesehen werden heißt die Devise und die Schlossgärten Arcen bieten die passende Kulisse dazu. Das nutzen natürlich auch zahlreiche Fotografen aus, denn wo bekommt man so viele unterschiedliche Modelle vor die Linse?

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Egal ob mit oder ohne Kamera, ob mit oder ohne Kostümierung: Ein Besuch lohnt sich in jedem Falle!

Infos zu Tickets, Anreise finden sich auf der Hompage der Elfia und auch auf der Facebookpräsenz werden immer wieder Eindrücke der letzten Jahre und Aktionen gepostet.

Unser Bericht zur Elfia Arcen 2015 findet sich hier.

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Metal und Hard Rock meets Golden Twenties - eine Rezension der CD

Der Tonträger „Mephistopolis“ des Heaven and Hell Orchestras ist ein Projekt von Daniel Malheur, welches erfolgreich durch eine Crowdfunding Kampagne finanziert wurde (wir bericheten).

copyright: Salome Records Berlin 2016

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Das Booklet berichtet aus dem abenteuerlichen Leben des Charles T. Goodhill, der  Anfang der 1920er nach Berlin zieht und dort in okkulte Kreise kommt, bis er schließlich seinen eigenen Salon in dem Vergnügungsetablissement „Himmel & Hölle“  eröffnet und dort unter anderem teuflische Tangos und düstere Songs á la Weill zum Besten gibt. Später wird der Pianist allerdings in einen Skandal verwickelt und verhaftet. Rund 100 Jahre später entdeckt Daniel Malheur auf einem Flohmarkt eine Schallplatte des berüchtigten Künstlers und recherchiert dessen bewegtes Leben.
Die alte Schallplatte dient Daniel Malheur und seinem Heaven and Hell Orchestra als Inspiration für „Mephistopolis“, während sich das CD-Cover unschwer erkennbar an dem Filmklassiker „Metropolis“ von Fritz Lang (aus dem Jahr 1927) orientiert.
Wer übrigens nun im Aether oder anderswo nach Charles T. Goodhill sucht, wird nicht fündig werden, denn seine Person und Lebensgeschichte sind in Vergessenheit geraten und in den Weiten des Aethers nicht zu finden…

Für das vorliegene Werk hat das Heaven and Hell Orchestra zwanzig Klassiker aus dem Hard Rock und Metal Bereich neu vertont, darunter  „The final countdown“, „Nothing else matters“, „Radar love“, „Hells bells“, „Highway to hell“, „Enter Sandman“ und „Heaven and hell“, allerdings alle mit neuen Titeln. So wird beispielsweise „The final countdown“ zu „Out in space“ und „Ride on“ zu „Another redlight nightmare“.

Die Umsetzung ist größtenteils rasant und temporeich, so dass man zu den meisten sehr gut das Tanzbein schwingen kann. Hier sei beispielsweise „Hells bells“ hervorgehoben. Zum Teil klingen die Coverversionen beschwingter als die Originale, was dem Charakter der Musik der 1920er und 1930er Rechnung trägt. Dieser Charakter wird so gut eingefangen, dass man die Songs für Originale halten könnte. Übrigens sind auch einige gelungen arrangierte Balladen darunter, z.B. „Ride on“ von AC/CD. „Mother“ (im Original von Danzig) wird hier gar zu einem dramatischen Tango. Hier und da erklingen Instrumente, die man mit Hard Rock oder Metal eher nicht in Verbindung bringt, z.B. ein Akkordeon oder auch ein Xylophon. In diesem Zusammenhang sind sie allerdings sehr passend eingesetzt.

In diesem Video gibt es einen Eindruck von einem Liveauftritt des Orchesters:
YouTube Preview Image

Weitere Informationen rund um die CD finden Sie auf dieser Seite:
http://www.daniel-malheur.de/mephistopolis/

Rezension: Die äußerst seltsame Reise des Montgomery Flagstone

Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieser Roman von Ralph G. Kretschmann zählt mit zu den besten deutschsprachigen Steampunk-Romanen der letzten Jahre.

copyright: Fantasy Verlag

copyright: Fantasy Verlag

Die spannende Geschichte ist angesiedelt in einem London der Zukunft (ca. 24. Jahrhundert), in der die Bevölkerung die Dampfkraft als vorherrschende Energiequelle nutzt. Grabungsfunde der Archäologischen Gesellschaft, einer beinahe allmächtigen Institution, geben Auskunft über vergangene Zeiten. Dieses zukünftige London ist so ganz anders als das heutige und wird auch anschaulich beschrieben.

Der Wissenschaftler Montgomery Flagstone wird mit seinem Freund Vincent Kant zu einer Ausgrabung nach Südamerika geschickt, bei der Dinge zutage entdeckt wurden, die sich die Archäologen nicht erklären können. Sind es am Ende gar außerirdische Artefakte? Währenddessen plant ein skrupelloser Verbrecher in London seinen Aufstieg und geht dabei auch über Leichen.

Auf rund 670 Seiten fächert sich die Handlung auf in verschiedene Schauplätze, vor allem Südamerika und London. Schließlich bereist ein Teil der Helden sogar den Weltraum. Mutanten, eine künstliche Intelligenz, Mensch-Maschinen-Wesen, steampunkige Prothesen und erstaunliche Waffen sind hier ebenso zu finden wie ein Protagonist mit einem quälenden Geheimnis, so manche Intrige und zwei Liebesgeschichten, die angesichts von rasanter Action und Abenteuer dezent im Hintergrund bleiben.
Der Schreibstil des Autors ist angenehm flüssig zu lesen, ohne weitschweifende Beschreibungen, aber mit genug Hintergrundinformationen, dass man die Steampunk- und Science-Fiction-Elemente gut nachvollziehen kann. Als Perspektive ist hier die des allwissenden Erzählers gewählt, der uns einen guten Einblick gibt in die Gedankengänge und Motivationen aller wichtigen Charaktere.
Trotz der Länge des Buches wird es übrigens an keiner Stelle langweilig, der Autor bringt die Handlung immer gekonnt auf den Punkt. Die Kombination aus Science-Fiction, Abenteuer und Steampunk ist ihm auf jeden Fall gelungen.

Da die Website des Autors zur Zeit überarbeitet wird, hier ein anderer Link zum Buch.

In Corpore Sano

In Corpore Sano – ein Steampunk-Liverollenspiel in der Welt der Liga der Außergewöhnlichen Gentlemen, organisiert von den Time Travelers
25.-28.08.2016
Dr. Schreber

Dort, im beschaulichen Bretzfeld, im schwäbisch-fränkischen Walde, liegt das pittoreske Kurhaus und Sanatorium „Zwickmühle„. Die vollmundigen Versprechen der medico-mechanischen Heilanstalt locken allerlei Erholungssuchende, Kriegsversehrte, Entzugs- und andere Patienten an, welche sich nach Regeneration von Körper, Geist und Seele sehnen. Unter ihnen solch illustre Gäste wie Butch Cassidy, Oscar Wilde, Jane Franklyn, Elli Kafka, Miss Marple, Thomas Sawyer und viele mehr, alle wohl betreut durch die außergewöhnliche Ärzteschaft und das zuvorkommende Pflegepersonal. Noch wissen sie nicht, dass der Ätherschaum gefährliche Blasen wirft, so dass Ruhe und Entspannung wohl das Letzte sein dürfte, was sie von den kommenden Tagen zu erwarten haben.

Das Steampunk LARP „In Corpore Sano“ der kleinen Orga „Time Travelers„, war wohl nicht nur für mich ein definitiver Höhepunkt des diesjährigen Congeschehens:
Spannend, humoristisch, gut organisiert und brilliant besetzt, entführte das Spiel all seine 37 Teilnehmer für ein langes Wochenende in die aberwitzige Welt der „Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ und konfrontierte sie dort mit zutiefst skurrilen und unvorhersehbaren Therapiemethoden – und Abenteuern.
Aber nicht allein die Orga wartete mit großen Basteleien, überzeugenden Kostümen und liebevollen Spielideen auf, auch die Spieler und NSC wahren ganz offensichtlich hoch motiviert: regelmäßig kam es vor, dass untereinander konsequent und über längere Zeiträume, die angebliche jeweilige Muttersprache gesprochen wurde, Dialekte und Akzente blieben durchgängig bestehen, und auch tiefgehendere Fragen zum historischen oder erfundenen Charakterhintergrund konnten so gut wie immer sicher und unterhaltsam beantwortet werden.
Egal ob bei der erfrischenden Kneippkur im geländeeigenen Mühlbach, bei der Seelentiersuche mit Dr. Karl May, der Mal- und hoch emotionalen Tanztherapie mit Dr. Dharma, der tiefgreifenden Psychoanalyse mit Dr. Freud oder der fragwürdigen Elektroschockbehandlung mit dem französischen Chriropraktiker Marcon: stets boten sich Spielern und NSC zahlreiche Möglichkeit für intensives Rollenspiel und persönliche Highlights – ganz abgesehen von der Gelegenheit, das eigens genähte Rüschennachthemd oder den gestreiften Badeanzug tragen zu dürfen.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass selbstverständlich auch Spannung und Action bei allem Spaß nicht zu kurz kamen. NERF-Guns plöppten, Säbel rasselten, Maschinen wurden konstruiert, es wurde intrigiert, gestohlen, eingebrochen, gedroht, betäubt, operiert, vom Balkon in den Mühlteich gesprungen, geflucht, geflirtet und marschiert.

Time Travelers? Für mich immer wieder ein Genuß!

Karl May

Rezension: die Anthologie Steampunk Akte Deutschland

In der Einführung dieser Anthologie berichtet der Archivar der Geheimorganisation Schmetterling
von merkwürdigen Ereignissen in Deutschland, die aktenkundig geworden sind und nun nach dem Willen seines Vorgesetzten auch der allgemeinen Bevölkerung zugänglich gemacht werden sollen, damit sie sich der Existenz dunkler Wesen in ihrem Land bewusst werden.
Das Buch gewann den deutschen Phantastik Preis 2015 als beste Original-Anthologie.

copyright: Artskript Phantastik Verlag

copyright: Artskript Phantastik Verlag

Hier ein Überblick über die 15 vielseitigen, spannenden Kurzgeschichten:

Der mechanische Mann // Detlef Klewer
Hier erfährt der Gefreite Hasenkamp im deutsch-französischen Krieg von einem fürchterlichen Geheimnis des französischen Militärs. Bald darauf arbeitet er mit einem weiblichen General-Leutnant zusammen und trifft sogar auf Bismarck.

Die Geister, die ich rief // Corinna Schattauer
Der Erfinder Eric hat eine Maschine entwickelt, mit der er die Geister Verstorbener beschwören kann.
Doch etwas hat er bei seinen Versuchen nicht bedacht, und so steht er mit seiner Freundin Cleo bald einer Heimsuchung aus dem Jenseits gegenüber.

Erasmus Emmerich und der Messing-Türknauf // Katharina Fiona Bode
Emmerich, Detektiv im Dienste des Fürsten von Bismarck löst gemeinsam mit der ungewöhnlichen Fee Marie einen mysteriösen Fall. Übrigens gibt es inzwischen auch einen kompletten Roman über die Abenteuer des Erasmus Emmerich (wir werden später darüber berichten).

Proterius‘ Konservendose // Daniel Huster
Als der exzentrische Erfinder Proterius versucht, eine Konservendose zu entwickeln, die seinen Konkurrenten den Rang ablaufen könnte, geschehen unvorhersehbare Dinge.

Seelenverzehrer // Daniela Herbst
Harkon Christobal möchte einen Sukkubus überlisten – in einer dystopischen Welt voller Industrieruinen, die in der nahen Zukunft angesiedelt ist.

Wolfsjäger // Kim Christine Wiefelspütz
Eine klassische Werwolf-Geschichte, mit dem einen oder anderen Steampunk-Gadget.

Die Tücken der Technik // Dennis Frey
Ein Erfinder baut eine spezielle elektrische Rüstung für das preußische Militär. Die hat allerdings gefährliche Nebenwirkungen, wie sich auf der Weltausstellung im Londoner Kristallpalast zeigt.

Archibald Leach und der Plan des Kaisers // Markus Cremer
Archibald Leach und seine Kollegin Sarah Goldberg bekommen Unterstützung von keinem Geringeren als Karl May, um ein Verbrechen zu verhindern, das von einem Doktor Moreau angezettelt wurde.

Der Geist in der Maschine // Marion Fischl
In dieser Geschichte wendet sich der Erzähler, ein genialer, aber moralisch fragwürdiger Erfinder, direkt an den Leser, um ihm seine bedeutendste Erfindung vorzustellen.

Der Plan des Grafen von B. // Adrian Sommerfeldt
Ein junger Dichter lernt einen Graf und dessen schöne Tochter kennen. Doch beide umgibt ein finsteres Geheimnis, wie er bald feststellen muss…

Der Wunsch // Ashley Kalandur
Diese Geschichte erinnert entfernt an Aladin und die Wunderlampe.

Das einfallsreiche Fräulein Helena Roth // Isabelle Wallat
Fräulein Roth ist Erfinderin und gleichzeitig Vampirjägerin. Ob sie den Vampir besiegen kann, der ihren Verlobten bedroht?

Der Mann in Schwarz // Fabian Dombrowski
Diese Geschichte unterscheidet sich recht stark vom Rest, denn sie entführt uns in das Deutschland der 1960er, als der Kalte Krieg im vollen Gang ist. Doch hier geht es um eine Zeitreisemaschine, mit der gewisse politische Ereignisse aus der Vergangenheit verhindert werden sollen. Ob das gut geht?

Der Parasiteur // Andrea Bienek
Auf den ersten Blick ein Krimi mit einem Mordfall, entpuppt sich diese Geschichte bald als schaurige Horrorstory.

Der Gehilfe des Puppenmachers // Daniel Schlegel
In dieser Geschichte eifert ein Puppenmacher dem Vorbild seines verstorbenen Vaters nach: Er möchte lebensechte Puppen mit mechanischen Teilen erschaffen. Doch das ist gar nicht so leicht…

Die Verlagsseite der Anthologie.

Rezension: Die Grüne Fee - Geschichten aus Eis und Dampf

Das Sprichwort sagt: „Beurteile nie ein Buch nach seinem Umschlag.“ Im übertragenen Sinne ist dies gewiss ein guter Ratschlag. Hält man jedoch die „Grüne Fee – Geschichten aus Eis und Dampf“ in den Händen, so kommt man nicht daran vorbei, das Werk mit allen Sinnen, genauer gesagt, zu aller erst mit den Augen zu bewerten. Dass genau dies auch die Intension der Herausgeber des kleinen DIN A5 Softcoverheftes in Groschenromanoptik war, erkennt der Leser bereits beim ersten neugierigen Durchblättern und Schmökern: Nicht nur das Format, auch das griffige Papier im Inneren des Heftes, welche die ersten ursprünglichen Pulp-Magazinen ihren Namen verdankten, verleihen dem Heft den Charme eines Heftromans aus dem nahe gelegenen Zeitungskiosk an der Ecke. Sowohl der Einband als auch die Innenseiten sind graphisch künstlich gealtert und verleihen den Eindruck, dass das Heft schon bereits durch zahllose Hände gereicht oder eilig in die Tasche gestopft wurde. Handschriftliche Widmungen, Anmerkungen, Korrekturen und eilig geschriebene Randnotizen, verleihen dem Heft eine romantische „Abgetragenheit“ und eine Geschichte in mitten der Geschichten. Der Leser wird eingeladen, sich seine eigenen Vorstellungen zu machen, welche Wege das Heft bisher genommen hat, welche Personen es begleitet haben musste, um schließlich zu seinem aktuellen Besitzer zu gelangen. Vielleicht wurde es auf dem Bussitz neben an liegen gelassen oder ist das Geschenk eines guten Freundes, welcher es bereits selbst ein Dutzendmal durchblättert hat.

Doch was verbirgt sich hinter dem aufwendig in Szene gesetzten „Umschlag“ von  „Die Grüne Fee“? Im Jahr 2015 vereinten sich die Herausgeber und gleichzeitig Autoren des Heftes, namentlich Judith C. Vogt, Mia Steingräber, Christian Vogt und Tobias Rafael Junge, um gemeinsam eine Sammlung von Pulp-Kurzgeschichten zu veröffentlichen. Alle Geschichten sollten sich in der Steampunk-Welt von Judith und Christian Vogts „Eis und Dampf“ abspielen. Bekannt wurden die beiden Autoren und ihr fiktives Universum unter anderem durch ihren Roman „die zerbrochene Puppe“, welcher 2013 den Deutsche Phantastik Preis als bester deutschsprachiger Roman erhielt. Es folgten die Kurzgeschichtenanthologie „Eis und Dampf“. Für Mia Steingräber und Tobias Junge stellt dieses Heft, laut Aussage des Teams, ihre erste literarische Veröffentlichung dieser Art dar. Im Juli dieses Jahres war es soweit und „Die Grüne Fee“ durfte das fahle Licht der Druckrollen erblicken. Insgesamt sechs Kurzgeschichten entführen uns in eine alternative viktorianische Welt geprägt durch eine mittlerweile 905 Jahre andauernde Eiszeit. Mit Hilfe der neuen „Außerordentlichen Naturwissenschaften“, sowie Errungenschaften in der Elektrizität und Æronautik gelang es den Menschen der zumindest in Europa allgegenwärtigen Kälte die Stirn bieten und die Welt nach ihren Visionen neu formen. Doch auch der Fortschritt hat seine Schattenseiten. Der Kampf um begehrte Rohstoffe tobte nun nicht mehr nur auf See und Land. Luftpiraten sind der allgegenwärtige Schrecken des Himmels, während in geheimen Laboren, nach dem Schlüssel für ein Leben nach dem Tod gesucht wird. Und zwischen all dem, der Ausbeutung, den Luftschlachten und Kreaturen, welche die Schatten bewohnen, kann man für nur einen Groschen am Kiosk ein kleines dünnes Heft kaufen. Darin erzählen sechs Kurzgeschichten von ganz unterschiedlichen Menschen, die in dieser Welt leben, beziehungsweise leben müssen, und von ihren ganz eigenen Schicksalen. Doch später mehr hierzu.

Titelblatt „Die Grüne Fee“
Foto: Eis und Dampf

Ich blättere neugierig durch die insgesamt 58 Seiten. Wurde bereits mein Blick vom wunderschön gestalteten Cover festgehalten, sobald ich das Heft das erste Mal in der Hand hielt, freue ich mich nun, weitere, zum Teil eine Seite füllende stimmungsvolle Illustrationen von Mia Steingräber zu finden. Mia Steingräber sollte nicht zuletzt als Illustratorin von Abenteuern und Spielhilfen aus dem Hause Ulisses Spiele, sowie für ihre Arbeit für den Uhrwerk Verlag bekannt sein. Ihre Werke fanden unter anderem Einzug in die Welt der Rollenspielsysteme des „Schwarzen Auges“, insbesondere „Myranor“, sowie „Space: 1889“. Unterstützt wurde sie in diesem ersten Band der Grünen Fee von Illustratorin Caryad, welche einigen Lesern sicherlich ebenfalls durch ihre zahlreichen Arbeiten für das deutsche Pen-&-Paper-Rollenspielsystem „Splittermond“ bekannt sein könnte. Bereits durch die detailreichen, atmosphärischen Zeichnungen beider Künstlerinnen könnte „Die Grüne Fee“ für Genreliebhaber schon jetzt zu einem begehrten Sammelobjekt werden. Ein Bonbon bieten darüber hinaus die Werbeanzeigen der Unterstützer dieses Projektes, alle samt Dienstleister und Künstler rund um die Themenbereiche Steampunk und Gaslight. Alle Anzeigen passen sich durch ihr Design optisch so in das Layout des Heftes ein, dass sie die erzeugte Illusion keinen falls zerstören, sondern diese unterstützen. Denn was wäre ein Groschenroman ohne die entsprechenden Werbeanzeigen? Ein Wermutstropfen, welcher erwähnt werden muss, stellt ein Layoutfehler innerhalb der Geschichte „Vom Waldorf Asteria zur Quelle des Nils“ dar. Zwar ist die gesamte Erzählung aufwendig und ansonsten gelungen in die Form eines Zeitungsartikels des fiktiven „Handelsspiegels“ mit zahlreichen für die Handlung elementaren handschriftlichen Rangbemerkungen gestaltet worden, doch verschwinden einige Millimeter des Textes in der mittleren Falz der Klammerbindung. Dies erschwert die Lesbarkeit leider immens und ist in Anbetracht des ansonsten fabelhaften Designs der Geschichte äußerst bedauerlich.

Genug ziellos geblättert. Ich mache mich daran, die sechs Kurzgeschichten unterschiedlicher Länge zu lesen, welche von den vier Autoren teils in verschiedener Konstellation zu zweit, teils von einem der Autoren alleine geschrieben wurden. Es dauert etwas, bis ich mich an den Stil der Geschichten gewöhnt habe. Und bald darauf weiß ich auch warum. Obwohl ich mir die gesamte Zeit bewusst war, oder dies zumindest annahm, dass es sich bei dem mir vorliegenden Heft um einen Groschenroman handelt, hatte ich offenbar nicht darüber nachgedacht, was mich stilistisch und inhaltlich erwarten würde: Pulp. Oder in diesem Fall „Steampunk-Pulp“. Statt lediglich Kurzgeschichten aus der Welt von „Eis und Dampf“, wie wir sie bereits aus der gleichnamigen Anthologie kennen, unter dem Label „Groschenroman“ zu veröffentlichen, liegt der Schwerpunkt der in diesem Heft veröffentlichten Geschichten tatsächlich nicht nur äußerlich, sondern auch inhaltlich auf aus Pulp-Magazinen bekannten Stilelementen und Themen. Horrorgeschichten mit unerwarteter Wendung, verpackt in Briefform, Tagebucheinträgen und Zeitungsartikeln, reißerische Abenteuer rund um waghalsige Luftpiraten und ewige Liebe in mitten von Lug, Betrug und Diebstahl, sowie die romanisierte Exotik und die Gefahren fremdländischer Orte. Sich heroisch an Seilen schwingende Helden, Liebe, welche alle Grenzen zu überwinden scheint, sowie eiskalte Meuchelmörder runden das Bild des Pulp-Heftes ab. Den vier Autoren gelingt es zielgerichtet all jene, sowie weitere dieser Elemente mit der Welt von „Eis und Dampf“ zu verknüpfen. Und so wird mit einem Augenzwinkern in zwei Geschichten auf „Die Grüne Fee“ von den Akteuren selbst kritisch Bezug genommen. Einer der Protagonisten beschreibt das  Zeitschriftenmagazin als „ein Format, in dem stets ein Potpourri aus erdachten  Geschichten, Reiseberichten, Gruselmärchen und Ähnlichem zu finden war“ voller „abstruser Titel in Groschenheftformat“. Diese Bezugnahme lässt das Heft, welches längst durch seine Aufmachung wie aus dieser Welt gerissen zu scheint, spielerisch noch „authentischer“ erscheinen. So „beißt“ sich literarisch „die Katze in den Schwanz“ und das Werk wird selbst Bestandteil seines Inhaltes. Ein geschicktes und witziges Detail. Durch ihre Vielfältigkeit, sowohl was Inhalt, Form, sowie Subgenre betrifft, Detektivgeschichte, Abenteuer-Romantik, Reisebericht, und mehr, ist zwangsläufig davon auszugehen, dass nicht alle der sechs Geschichten gleichermaßen den Geschmack des Lesers treffen. Jedoch ist diese Vielfalt der Segen und Fluch jeder Anthologie. Und so ging es auch dem Autor dieser Rezension. Seinen Geschmack traf vor allem die Geschichte „Männerballett“ von Christian Vogt. Obwohl kaum mehr als zwei Seiten lang, überraschten mich die gleich zwei Wendungen innerhalb der Geschichte und  rangen mir ein bewunderndes Lächeln ab.
Mehr sei über die Inhalte der sechs Geschichten jedoch vorerst nicht verraten, da ein unvorsichtig erwähntes Detail auf Grund der Kürze der Geschichten bereits zu viel verraten und so den Lesespaß verringern könnte.

Kann ich “Die Grüne Fee“ empfehlen? Durchaus. Jedoch eingeschränkt. Empfehlen will ich sie vor allem Liebhabern von Groschenromanen und „penny dreadful“. Den Autoren ist es gelungen den Geist und den Stil der Zeitschriftenmagazine einzufangen und geschickt in die Welt der „Zerbrochenen Puppe“, sowie „Eis und Dampf“ zu übertragen. Allen Fans der Welt sei das Heft schon alleine zur Vervollständigung ihrer Sammlung angeraten, was das gelungene Design angeht, sowie die Bezugnahme auf Prominenz, Örtlichkeiten und natürlich technischen Errungenschaften, welche in den Geschichten Erwähnung finden. Doch möchte ich gleichzeitig drauf hinweisen, dass Pulp nicht für jeden Geschmack das richtige sein muss. Dem Leser sollte zu Beginn bewusst sein, dass ihn kein Steampunk-Roman im klassischen Sinne erwartet, sondern dass die Erzählungen an der einen oder anderen Stelle bewusst für den Konsumenten eben solcher Groschenromane überzeichnet wurden. Wer mit dem schneidigen fast unbesiegbaren Luftpiraten, dessen wildes Haar im Wind weht, während ihm die Frauen scharenweise zu Füßen liegen, oder mit der taffen Reporterin, für die es gilt, sich in einer rauen Fremde beinahe ohne fremde Hilfe zwischen kriegerischen Männern zu behaupten, sich überhaupt nicht anfreunden kann, sollte diese Kost mit Vorsicht genießen. Die meisten dieser klischeebelasteten romantisierten Elemente werden jedoch mit einer guten Portion Witz und Ironie verpackt. Von einem kitschigen Liebes-Roman im Stile eines „Begehrt von einem Luftschiffheizer“ kann also hier in keinster Weise die Rede sein. Denn Mord, Betrug, Intrige, wie eine ordentliche Portion schwarzer Humor gehören zu einem guten Pulp, wie Liebe, Heldenmut und Ritterlichkeit.

Dem bis zu dieser Stelle Unsicheren empfehle ich, die gerade mal 3,50 Euro zu riskieren und sich selbst ein Bild zu machen. Denn schon alleine für die aufwendige Gestaltung des Heftes ist dies ein mehr als angemessen fairer Preis, bei dem man sofort zuschlagen sollte. Auch im Hinblick darauf, dass das Heft zumindest in Printform bisher ausschließlich auf ausgewählten Rollenspiel-, Steampunk und Fantasy-Conventions zu erwerben ist, darüber hinaus online bisher nur über die Herausgeber selbst vertrieben wird, sei auf die Exklusivität des Groschenheftes hingewiesen und eine zügige Anschaffung unter www.Die-Gruene-Fee.net empfohlen. An gleicher Stelle findet sich auch bereits eine Ankündigung für die Veröffentlichung einer eBook-Version, welche im Uhrwerk-Verlag erscheinen soll.
Bis zum heutigen Tag, der Fertigstellung dieser Rezession, wurde von den vier Herausgebern keine Fortsetzung der Kurzgeschichtensammlung angekündigt. Die Tatsache, dass „Die Grüne Fee“ jedoch mit dem Zusatz „Ausgabe 1“ betitelt wurde, lässt Fans auf weitere Groschenromane aus der Welt von „Eis und Dampf“ in den kommenden Jahren hoffen. Bis dahin tröstet uns ein beinahe versteckter Hinweis im Rahmen eines Zirkusplakats auf dem Rückumschlag von „Die Grüne Fee“. Im Kleingedruckten des Plakats finden wir dort die Ankündigung der „Verlorenen Puppe“, dem Fortsetzungsroman der „Zerbrochenen Puppe“ von Judith und Christian Vogt bereits im Oktober dieses Jahres.

Steampunk Events im Herbst 2016

Der Sommer neigt sich allmählich dem Ende zu, doch vielerorts laufen schon die Vorbereitungen für Steampunk-Veranstaltungen im Herbst. Hier eine Übersicht, die keinen Anspruch erhebt auf Vollständigkeit. Weitere Veranstaltungen finden Sie auch in regionalen Steampunk-Gruppen sowie im Kalender des Rauchersalons.

copyright: public domain von Pixabay.

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September

03.09. Luftschiff – Schiffbruch im Chesters, Berlin
https://www.facebook.com/events/844372702358861/

10.09. Jugendstil-Festival, Bad Nauheim, Hessen
https://www.facebook.com/events/209707442728659/

10.-11-09. FunTasia Festival, Alte Mühle an der Dong, Neukirchen-Vlyn, NRW
https://www.facebook.com/events/1548543295472600/

10.09. 1. Steampunkpicknick in Neu-Ulm – Neu-Ulm, Bayern,
https://www.facebook.com/events/1628558130768661/
Das Picknick findet am 10. September 2016, ab 14:00 Uhr, in der Ludwigsvorfeste in Neu-Ulm statt.
Informationen zu Anfahrt, Location sowie Anmeldung für die Reservierung zum Abendessen bitte über den Rauchersalon:  http://salon.clockworker.de/events/steampunk-picknick-in-neu-ulm

17.09. Steampunk Vorführung & Ausstellung in der alten Lederfabrik, Schorndorfer Kunstnacht
https://www.facebook.com/events/1146474072078195/

24.09. Steampunktreffen in Kempten zur Jubiläumsausstellung, Residenz Kempten, 87435 Kempten, Bayern
https://www.facebook.com/events/833199040126284/

24. – 25. 09. „Anno 1900“ – 6. Steampunk und Gaslight Convention in Fond de Gras, Luxemburg
http://salon.clockworker.de/events/6-anno-1900-steampunk-convention

24. – 25.9. Elf Fantasy Fair Arcen, Niederlande
http://elfia.com/events/elfia-arcen-2016/

Oktober

02.10. HerbstPicknick-Steampunk meets Victorian, Park Schönbusch, 63739 Aschaffenburg/Bayern, Beginn 14 Uhr
https://www.facebook.com/events/509530799252411/

16.10. Eine kleine Reise in die Moerser Vergangenheit (Schloss Moers, 47441 Moers)
http://salon.clockworker.de/events/eine-kleine-reise-in-die-moerser-vergangenheit

29. 10. – 30.10. Jules Fantasy-Markt, Leipzig
Fantasy, Steampunk, LARP, Gothic und Mittelalter
http://www.suendenfrei.tv/de/veranstaltungskalender/einzelansicht/article/29-30-oktober-2016-jules-fantasymarkt-04105-leipzig.html

November
11. 11. – 13.11. Sechstes Erfindertreffen in Ulmen, nur mit Voranmeldung
http://salon.clockworker.de/events/6-erfindertreffen

13.11.2016 – FUNKELGLANZ Szenemarkt, 12 – 18 Uhr – Nordrhein-Westfalen – Burg Satzvey (Nordeifel, Raum Köln – Bonn – Aachen)Vielfältiges Marktgeschehen (Fantasy, Gothic, Mittelalter, Steampunk,..), Rahmenprogramm, Gastronomie, Kinderbastelbereich
http://www.facebook.com/Funkelglanz

26. November 2016 – Weihnachtsmarkt Freiburg i.B. (Herdern) – incl. Steampunk Vorführung
http://salon.clockworker.de/events/weihnachtsmarkt-herdern-freiburg-im-breisga

26. 11. 2016 Steampunk Treffen auf dem Weihnachtsmarkt Alter Markt (Heumarkt), Köln
http://salon.clockworker.de/events/steampunk-treffen-auf-dem-weihnachtsmarkt-alter-markt-heumarkt-in

 

Gewinnspiel: Steampunk-Roman

Beantworten Sie eine historische Frage und gewinnen Sie ein auf Wunsch signiertes Taschenbuchexemplar des Steampunk-Abenteuer-Romans „Der Stern des Seth“.

copyright: Amalia Zeichnerin

copyright: Amalia Zeichnerin

Über den Roman

„Der Stern des Seth“ ist ein abenteuerlicher und in sich abgeschlossener Roman mit fünf sehr unterschiedlichen, eigensinnigen Protagonisten aus England, die keine strahlenden Helden sind, sondern auch ganz menschliche Schwächen haben. Gemeinsam brechen sie im Jahr 1885 in den Sudan auf, um dort im Auftrag eines Adligen ein sagenumwobenes altägyptisches Artefakt zu finden. Doch im Sudan herrscht Krieg, und das Expeditionsteam hat auch noch mit ganz anderen Gefahren zu kämpfen. Wer Freude hat am Steampunk- oder Pulp-Genre, den wird dieses Abenteuergeschichte gewiss unterhalten.
Weitere Infos über den Roman

Die Preisfrage
Wie war der Name des politisch-religiösen Anführers aus dem Sudan im 19. Jahrhundert, der für den Mahdi-Aufstand verantwortlich war?

Schreiben Sie die Antwort bitte bis 31. August an amaliazeichnerin@gmx.de
Die Gewinnerin/der Gewinner wird am 1. September 2016 unter allen richtigen Einsendungen per Los bestimmt und via elektronische Post informiert.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Rezension: Unruh - das Ticken des Uhrwerks (Steamfantasy Roman)

„Unruh“ ist angesiedelt im 22. Jahrhundert, doch die Welt, wie wir kennen, existiert schon lange nicht mehr, und vieles ist in Vergessenheit geraten. Aus den Trümmern der vergangenen Zivilisation ist eine quasi mittelalterliche, feudal geprägte Gesellschaft entstanden, mit Herzogen und anderen Herrschern. Doch das ist nicht alles – immer wieder werden Kinder mit seltsamen, zahnradförmigen Malen auf der Stirn geboren, die über magische Kräfte verfügen. In einigen Gegenden werden sie wie Aussätzige behandelt, doch in anderen werden sie die Schüler der sogenannten Meisterhüter. Diese Auserwählten bewahren das alte Wissen und tragen es in die Welt, denn eine gigantische Bibliothek mit einem Uhrwerksmechanismus, die man nur auf magischem Weg öffnen kann, ist ihre Quelle.

copyright: Artskript Phantastik Verlag

copyright: Artskript Phantastik Verlag

Die junge Saya wird Schülerin des Meisterhüters Darmandres, doch als sie mit ihm zu einem Treffen mit den anderen Hütern reist, wird dieses Fest von einer Rebellin und deren Verbündeten angegriffen. Doch auch in den eigenen Reihen gibt es Konflikte, und schon bald wird Saya in Intrigen und alte Feindschaften verwickelt.

Aus der Feder der österreichischen Autorin Mia Faber (alias Ingrid Pointecker) stammt dieser umfangreiche Roman mit 596 Seiten, der ursprünglich in einem anderen Verlag als Trilogie veröffentlicht wurde.

In der Geschichte liegt die Betonung weniger auf Steam, sondern auf Fantasy, was in den magischen Fähigkeiten der Hüter und ihrer Schüler deutlich wird. Eigentlich wäre auch Clockpunk als Genre passend, da hier ein gewaltiges Uhrwerk eine wichtige Rolle spielt.
Die Handlung ist spannend und verlangt aufmerksames Lesen, da hier verschiedene Handlungsstränge diversen Charakteren auf ihren unterschiedlichen Wegen folgen, aus der Sicht eines allwissenden Erzählers.  Die einzelne Abschnitte und Kapitel haben dabei leserfreundliche Längen. Auch eine Liebesgeschichte ist hier zu finden, die sich aber dezent im Hintergrund hält.

Das Ende und die Auflösung fand ich unerwartet, aber passend. Was den Hintergrund der Welt betrifft, fehlten mir einige Informationen. Zwar ist von einem Herzog die Rede, doch es bleibt unklar, wer eigentlich an der Spitze des betreffenden Landes steht – ein König oder Kaiser beispielsweise. Hier hätte man noch etwas mehr in die Tiefe gehen können. Übrigens gibt es in dieser Geschichte keine magischen Kreaturen oder Rassen, wie z.B. Drachen oder Elfen.

Die Seite der Autorin
Die Verlagsseite des Buches

Maker of the Month, August: Domenikus von Sterneisen

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Herr von Sterneisen ist seit 2012 Mitreisender im Rauchersalon.

Er zählt nicht zu den Personen, die omnipräsent sind. Wenn er aber einen Beitrag einstellt, dann hat selbiger sich gewaschen.

So überraschte er uns z.B. mit einem etwas oskuren Adventsgruß.

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Seine kleinen, aber feinen, Artefakte sorgten in der Vergangenheit für so manchen Lacher. Frei nach dem Motto „Machen statt reden“ hat er uns im Nürnberger Raum eine großartige Veranstaltung beschert. Das Clockwork Cabinet brachte den Nürnbergern und ihren Gästen das Genre Steampunk näher und konnte wirklich begeistern.

Seine Vorträge sind legendär. So erheiterte und begeisterte er das Publikum auf der Veranstaltung „Villa Nostalgica“ mit seinen Berichten über die Wolperdingerjagd.

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Dort stellte er auch seinen Octopus Ferdinand vor.

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Aber lassen sie Herrn Sterneisen einmal selbst zu Wort kommen:

„Ich selbst sehe mich natürlich noch weit von der Professionalität eines Horatius Steams oder eines Genies wie dem Herrn Teleman von Phone entfernt. Somit betrachte ich diese Auszeichnung durchaus als Ritterschlag. Doch mit jedem weiteren meiner Projekte sehe ich kleine Fortschritte am Horizont.

Meine Werke sind eher der Versuch eine Idee mit dem passenden Material in Relation zu setzen und alten Exponaten eine neue Möglichkeit Existenz zu bieten.

Steampunk sehe ich in erster Linie als Gesamtkunstwerk und möchte mich da nicht auf ein Richtung wie Handwerk, kulturelle Darbietungen oder das Darstellen einer Rolle beschränken.

Steampunk lebt durch die Kreativen, die Steampunks darselbst. Einer meiner liebsten Beschäftigungen als Ausgleich zur Ruhe der Werkstatt sehe ich da die Zahlreichen Picknicks in der der ganzen Republik, bei der man neben dem kulinarischem Austausch auch Geist und Seele mit neuer Nahrung versehen kann.

Da hier der Süden in unsrem Freistaat der Steampunk eher ein beschauliches Dasein fristet war es an der Zeit einfach mal ein paar Engagierte um sich zu scharen und dem „man müsse hier mal was machen“ auch ein „Wir machen hier mal was!“ folgen zu lassen.

So ward im Jahre 2015 in Nürnberg das „Clockwork Cabinett“, die erste Veranstaltung als Missionsprojekt hier im Süden ins Leben gerufen das wir wegen der positiven Rückmeldungen auch im März 2017 wieder ausrichten werden.

Vielleicht sieht man sich ja dort…

Und so entlasse ich Sie in die Welt mit den besten Wünschen.

Bleiben Sie uns gewogen und bedenken Sie stets:

Tradition pflegen heißt nicht Asche aufzubewahren,

sondern Glut am Glühen zu halten…“

Sehr geehrter Herr Sterneisen,

Sie sehen  mich gerade knallrot werden. Danke für die Worte und die Auszeichnung aud Ihrem Munde. Selbstverständlich ist es mir persönlich eine Ehre, wieder am Cabinet teilnehmen zu dürfen.

Ich freue mich schon auf 2017.

Und Danke für diesen Satz. Ich sehe ihn in der heutigen Zeit als hoch politisch an:

Tradition pflegen heißt nicht Asche aufzubewahren,

sondern Glut am Glühen zu halten…

Hochachtungsvoll,

Horatius Steam

 

Die Seelenlosen - ein Steamfantasy Roman von Tanja Meurer

„Die Seelenlosen – Stadt der Maschinenmagie 1“ ist angesiedelt in einer eigenen Fantasy-Welt, in der klassisches Handwerk ebenso zu finden ist wie komplexe Magie, aber auch technische Erfindungen, die mit Dampfkraft angetrieben werden. Gesellschaftlich und modisch gesehen, erinnert diese Welt an die späte Renaissance bzw. den Barock, und viele Bezeichnungen und Namen sind an das Französische angelehnt.

copyright: Incubus Verlag

copyright: Incubus Verlag

Der menschliche Kommandant Gwenael Chabod ist von einem militärischen Einsatz zurückgekehrt und nun bei der Stadtwache in der großen Stadt Valvermont tätig. Sein Geliebter, der Orc Orin, arbeitet als magisch begabter Totenpriester. In der Welt Äos ist Magie durchaus hoch angesehen, und magische Dienste werden gut bezahlt, doch gibt es auch Schwarzmagier und Nekromanten.

Gwenael und Orin werden Zeugen, wie ein Troll von der Seele eines Magiers übernommen wird. Wenig später wird eine schwangere Frau auf bestialische Weise ermordet. Gwenael beginnt, in beiden Fällen zu ermitteln und bekommt unerwartete Unterstützung von dem Dieb Jaleel und der Wäscherin Marianne, sowie einem Magier, einem Capitaine der Stadtwache und einigen weiteren Bürgern. Doch er muss sich auch seiner eigenen schwierigen Vergangenheit stellen, welche mit seiner Familiengeschichte zusammenhängt…

Der Roman ist sehr ausführlich und detailverliebt geschrieben – abwechselnd aus der Sicht von Gwenael und des Diebes Jaleel. Die Autorin beschreibt jede Gefühlsregung der Charaktere sehr anschaulich, und auch die Stadt Valvermont wird von ihr mit detaillierten Beschreibungen zum Leben erweckt.
Schon bald wird die Geschichte spannend, sowohl hinsichtlich des Krimis wie auch der Liebesgeschichte, wobei letztere sich nicht in der Vordergrund drängt und auch nicht kitschig wird.

Das Tüpfelchen auf dem „i“ wäre eine Karte von Valvermont oder dem Land gewesen. Aber auch im Glossar wird man fündig, wenn noch etwas unklar geblieben ist über diese Welt und ihre Bewohner.
Die Autorin hat an ihrer Welt Äos viele Jahre gearbeitet, und das merkt man diesem Roman im positiven Sinne an.

Übrigens basiert die Geschichte unter anderem auf einer Idee von Steampunk-Maker und Metallbildner Toni Reintelseder, der Pate stand für einen der Nebencharaktere. Seine dampfbetriebene Metallratte taucht ebenfalls in der Handlung auf und ziert auch das Buchcover – eine interessante Zusammenarbeit unter Steampunks.

Ohne zuviele Details zu verraten, sei noch erwähnt, dass der Roman mit einem Cliffhanger endet und die vollständige Lösung des Krimis in Band 2 erfolgen wird. Es bleibt zu hoffen, dass die Veröffentlichung dieses Bandes nicht allzu lang auf sich warten lässt.

Die Verlagsseite des Buches
(dort kann man es übrigens auch auf Wunsch signiert und illustriert erwerben)

Tanja Meurer, Foto von Kira Wolf-Marz

Tanja Meurer, Foto von Kira Wolf-Marz

Die Website der Autorin

Gewinnspiel: Maskworld

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Wer auf der Suche ist nach Zylindern, Brillen, Masken und Co, der wird bei maskworld.com fündig. Der Kostümshop aus Berlin bietet nicht nur Verkleidungen oder Larp Zubehör an, nein, auch steampunkiges gehört zum Sortiment.

Neben Kopfbedeckungen in verschiedenen Größen (ein Hoch auf Zylinder mit mehr Umfang als 60cm!), Kleidung und (Deko)Waffen, bietet auch die hauseigene Ledermanufaktur Andracor Accessoires an, die sich leicht in Steampunk Outfits einbauen lassen.

Deshalb freuen wir uns besonders, dass wir in Kooperation mit maskworld.com etwas zu verlosen haben! maskworldgewinnspiel

Ihr könnt eine Aviatorbrille sowie einen 50€ Gutschein gewinnen! Alles, was ihr dafür tut müsst, ist uns eine Mail an gewinnspiel(at)clockworker.de zu schicken. Unter allen bis zum 24.07.2016 eingegangenen E-Mails werden wir dann den Preis verlosen!

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Wer nicht so lange warten möchte, kann sich bis zum 31.07. noch viele Rabatte auf maskworld.com sichern, zur Zeit findet dort nämlich der große LARP-Sale statt, bei dem es bis zu 60% Rabatt auf ausgewählte LARP-Artikel gibt darunter auch einige Steampunk-Produkte (Corsagen, Brillen, Polsterwaffen, etc.). Also schlagt zu!